Ich ging davon aus, dass Reinhard den entsprechenden Link des von Hubertus eingestellten Links gelesen hätte; wäre also der Kontext zur weiteren Aussage-Erklärung notwendig gewesen, hätte er dies sicher ergänzt.

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Wenn der Papst darauf hinweist, dass ihm spontane Erklärungen weniger liegen und er stattdessen lieber die Zeit hätte, vor seinen Antworten nachzudenken, dann ist daraus konsequenterweise festzustellen, dass ihm bewusst sein sollte, in der Regel spontane Antworten zu unterlassen, sowohl in Interviews als auch in Abweichungen von der Predigt.
Denn genau diese spontanen Aussagen sind es, die, ebenfalls in der Regel, Missverständnisse verursachen. Das ist dann gefährlich, wenn bei wichtigen Themen zweideutige Auslegungen dadurch ermöglicht werden.
Das ist sicher nicht das gewollte Ziel seiner Aussagen, aber er verursacht durch Gut-Denken-Wollen und gleichzeitig unter Außerachtlassung der Maßgabe, auf das hinzuweisen, was nach der Lehre der katholischen Kirche statthaft ist
und was nicht, unnötige Irritationen. Auf der einen Seite ist die Liebe und die Barmherzigkeit, auf der anderen Seite die Belehrung und die Gerechtigkeit. Beide Seiten dürfen nicht voneinander getrennt werden.
Hier trennt der Papst indem er das eine benennt, das andere unbenannt belässt - und in diesem Punkt verfährt er nicht anders als beispielsweise viele deutsche Theologen, Priester und Bischöfe.
Das Kirchenvolk braucht nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Klarheit der Unterscheidungen.
Man muss für Papst Franziskus viel beten. Ansonsten ist zu befürchten, dass sich diese Verfahrensweise durch sein ganzes Pontifikat hindurchzieht, wobei die derzeitige Situation in der katholischen Kirche nicht besser, sondern eher noch schlechter werden wird.
Gruß, ad_hoc
Während ich dies scheibe, höre ich im Hintergrund auf EWTN die Wiederholung des Interviews der vier Journalisten und des damaligen Papstes Benedikt XVI. Vorbei, vorbei.
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)