Dschungelboy hat geschrieben:
Ich stelle mir das eher so vor, dass sich die Kranken in der Woche vor der Gottesdienst beim Pfarrer anmelden (der dann auch die Zulassungsfrage klärt) und diese dann von Kommunionhelfern im direktem Anschluss an den Gottesdienst besucht werden.
Vom Theologischen her gedacht ist das m.E. völlig in Ordnung.
Das Problem, was ich hier sehe, ist eher praktischer Natur:
Wie Du zu Recht feststellst, ist eine derartige Vogehensweise, ja das Austeilen der konsekrierten Gaben, zumindest in unseren Breiten alles andere als üblich.
Als ich die Krankenkommunion (wieder) eingeführt habe, ist dies mit einem bewußten Anbieten von mir als Pfarrer einhergegangen.
ICH als Hirte der Gemeinde habe das Ganze offensiv angeboten. Und wenn der Pfarrer voll dahintersteht, ist das aus der Sicht der Leute wohl schon in Ordnung.
Anders sähe es meiner Ansicht aber aus, wenn das Ganze nicht auf das Bestreben des Pfarrers zurückgehen würde, sondern auf das Engagement eines Gemeindegliedes (Und den Pfarrer muißt Du ja anscheinend noch gewinnen). Ich hätte da deutliche Zweifel, das so etwas dann von der Gemeinde angenommen worden würde.
Und daß die Gemeindeglieder von sich aus im Pfarramt anrufen, um das Sakrament zu empfangen, kommt zwar vor (was mich ein jedes Mal auch erfreut), ist aber (allen meinen Bemühungen zum Trotz) doch nur eine Ausnahme.
Um zu rechtfertigen, daß diese wenigen Male nicht der Pfarrer es ist, der die Hausbesuche macht, sondern Kommunionhelfer, bräuchtest Du (rein vom Praktischen her gedacht) schon eine größere Anzahl von regelmäßigen Interessenten.
Wie also willst Du die Gemeinde dafür gewinnen, regelmäßig im Pfarramt anzurufen?