Arabische "Revolution"

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Peti
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Peti »

Der Heilige Stuhl und Libyen nach dem Tod von Oberst Gaddafi
http://www.zenit.org/article-23922?l=german
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

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taddeo
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von taddeo »

asderrix hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Es wäre manchem doch anzuraten, sich einmal über die inneren Verhältnisse Libyens
unter Ghaddafi und auch über die Rolle Ghaddafis in Afrika zu informieren.
Tut das Robert, ohne Antiamibrille und nicht bei deinen üblichen Quellen.
Wie lange ihr wohl in Gaddafies Demokratie überlebt hättet, wenn ihr so wie gegen eure Obrigkeit hier, dort gewttert hättet?
Die inneren Verhältnisse Libyens können mir egal sein. Wenn der feine Herr Gaddafi über England Flugzeuge oder in Berlin Gaststätten sprengen läßt, dann betrifft das allerdings nicht mehr nur die inneren Angelegenheiten seines Heimatlandes.

Gaddafi war ein Terrorist. Sicher nicht der einzige Staatschef, dem man das vorwerfen kann, aber ein ganz übler.

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Torsten
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Torsten »

Wer hinter dem Lockerbie-Anschlag wirklich stand ist nach wie vor unklar. Gaddafi hat den Hinterbliebenen Entschädigung bezahlt, um wieder Beziehungen zum Westen aufbauen zu können. Mit Erfolg wie wir wissen. Der Anschlag auf die Discothek in Berlin, da hab ich auch so meine Zweifel ob die offizielle Version die richtige ist. Interessant fand ich die Meldung von vor ein paar Wochen, dass ein italienisches Gericht den italienischen Staat zu Schadensersatzzahlungen im Fall des abgestürzten Itavia-Flugs 870 verurteilt hat. Als nach der Einnahme von Tripolis eine Partnerfirma der CIA, Human Rights Watch, Dokumente fand, die bestätigen, dass in Libyen im Auftrag westlicher Geheimdienste gefoltert wurde, hatte ich überhaupt keine Zweifel, dass das stimmt. Gaddafi war kein Gutmensch, kein Pazifist, kein "Menschenrechtler". Er war aber auch kein Kriegstreiber, und gefiel sich in der Rolle des Gönners für Afrika.

Man könnte ewig über die Vorzüge und Nachteile debattieren, es ist aber eigentlich nur eine Frage entscheidend: War es rechtens, für die Beseitigung dieses Mannes einen Krieg gegen dieses Land zu entfesseln, der zigtausende Zivilisten das Leben kostete, zu deren eigentlichen Schutz die UN der Nato das Mandat zur Errichtung einer Flugverbotszone gab? War es rechtens für die Beseitigung dieses Mannes Städte und Infrastruktur Libyens in Schutt und Asche zu legen? Niemals.

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lifestylekatholik
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von lifestylekatholik »

Torsten hat geschrieben:Gaddafi war kein Gutmensch, kein Pazifist, kein "Menschenrechtler". Er war aber auch kein Kriegstreiber, und gefiel sich in der Rolle des Gönners für Afrika.
Ja, so scheint es.
Torsten hat geschrieben:es ist aber eigentlich nur eine Frage entscheidend: War es rechtens, für die Beseitigung dieses Mannes einen Krieg gegen dieses Land zu entfesseln, der zigtausende Zivilisten das Leben kostete, zu deren eigentlichen Schutz die UN der Nato das Mandat zur Errichtung einer Flugverbotszone gab? War es rechtens für die Beseitigung dieses Mannes Städte und Infrastruktur Libyens in Schutt und Asche zu legen? Niemals.
So ist es.

Ich finde es beängstigend, wie geschlossen die Kriegspropaganda auch in den Medien hier funktioniert. Der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit -- hat er eigentlich je stattgefunden?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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lifestylekatholik
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von lifestylekatholik »

Aus einem Beitrag bei Eigentümlich frei:
Eifrei hat geschrieben:Hatten die Fronten im Februar gelautet: Volk gegen Tyrann, im Sommer: Rebellen und NATO gegen Regierungstruppen, so lauteten sie im Herbst: Die westliche Welt gegen Sirte. Die Sieger duldeten keine Ausnahme. Die letzte Bastion musste geschleift werden. Der Gedanke des Nationalstaats, einst romantische Utopie, heute Standardinventar des internationalen Common Sense, ließ es nicht zu, dass ein von unbeugsamen Gaddafi-Anhängern bevölkertes Dorf nicht aufhörte, Widerstand zu leisten. Was Begeisterung à la Bengasi hier nicht vermochte, musste massierte Waffengewalt vollbringen. So fiel Sirte, und so fiel am Ende Gaddafi: Das war die letzte Front, ein wehrloser alter Mann gegen die hämischen Blicke der globalen Internetgemeinde.

„Pacare“, das haben wir einst im Lateinunterricht gelernt, ist ein perfides Wort. Es heißt „befrieden“, und Cäsar rühmt sich wieder und wieder, einen neuen Teil Galliens befriedet zu haben. Die zweite Bedeutung ist „unterwerfen“, und die weiteren Bedeutungen sind „niedermetzeln“, „Minderheiten in die Knie zwingen“, „gleichschalten“.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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martin v. tours
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von martin v. tours »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Torsten hat geschrieben:Gaddafi war kein Gutmensch, kein Pazifist, kein "Menschenrechtler". Er war aber auch kein Kriegstreiber, und gefiel sich in der Rolle des Gönners für Afrika.
Ja, so scheint es.
Torsten hat geschrieben:es ist aber eigentlich nur eine Frage entscheidend: War es rechtens, für die Beseitigung dieses Mannes einen Krieg gegen dieses Land zu entfesseln, der zigtausende Zivilisten das Leben kostete, zu deren eigentlichen Schutz die UN der Nato das Mandat zur Errichtung einer Flugverbotszone gab? War es rechtens für die Beseitigung dieses Mannes Städte und Infrastruktur Libyens in Schutt und Asche zu legen? Niemals.
So ist es.

Ich finde es beängstigend, wie geschlossen die Kriegspropaganda auch in den Medien hier funktioniert. Der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit -- hat er eigentlich je stattgefunden?
So ist es.
Es geht nicht um Gadadafi,der war sicher kein Guter. So wie eben kein diktatorisch agierender Machthaber nur ein Guter sein kann,egal welcher Colour.
Erschreckend in dieser Causa ist für mich, wie viele auf die Propaganda-Masche der Friedens und Menschenrechtsbringer hereinfallen.
martin v. tours
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Clemens
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Clemens »

Sempre hat geschrieben:@Clemens

Heissa, wir bomben Religionsfreiheit herbei oder was?

Und wenn die Frauen da jetzt Schleier tragen müssen, dann muss die NATO nochmal ran.
Ich habe mit keinem Wort den Krieg gegen Libyen gerechtfertigt.
Und ich wiederhole nochmals: ich erwarte von den neuen Machthabern nichts Besseres als von den Alten, schon gar keine Religionsfreiheit. Im Gegenteil.
Ich habe mich nur dagegen gewandt, den aaarmen Ghaddafi als Märtyrer und unschuldiges Opfer zu stilisieren und ihm noch am liebsten ein Requiem halten zu wollen (falls ich das denn richtig verstanden habe).

Ich werde aber wohl aus den hier in den letzten Tagen geäußerten Unverschämtheiten und ad-personam-Argumenten (bessere waren wohl auch nicht zur Hand) die Konsequenz ziehen, dieser Diskussion und vielleicht sogar dem ganzen Kreuzgang den Rücken zu kehren.
Die Selbstgerechtigkeit mancher selbsternannter Weltversteher, Verschwörungsdurchschauer und Möchtegerntheologen reizt mich nicht mehr länger zum Widerspruch und zur Diskussion, sondern schreckt mich nur noch ab.
Gäbe es hier nicht auch noch eine ganze Reihe von netten und freundlichen Diskutanten, wäre ich ohnehin schon längst weg.
Von allen Gottesgaben ist die Intelligenz am gerechtesten verteilt. Jeder ist zufrieden mit dem, was er hat und freut sich sogar, dass er mehr hat, als die anderen.

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Lupus
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Lupus »

ad Clementem:

Dein letzter Satz lässt zumindest Hoffnung aufkeimen!

Wenn eine Diskussion einen Punkt erreicht hat, der dem einen oder anderen gegen den Strich geht, dann sollte man aber nicht kneifen, sondern erst recht weiter diskutieren.

Macht bloß kein Nickneger-Forum aus dem KG!
Das wäre sein Untergang!

+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Ewald Mrnka
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Ewald Mrnka »

Lupus hat geschrieben: Macht bloß kein Nickneger-Forum aus dem KG!
Das ist auch nicht zu befürchten.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Sempre
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Sempre »

Clemens hat geschrieben:Ich habe mich nur dagegen gewandt, den aaarmen Ghaddafi als Märtyrer und unschuldiges Opfer zu stilisieren
Niemand hat Ghaddafi als Märtyrer oder als frei von Schuld bezeichnet.
Clemens hat geschrieben:Aber Ghaddafi zählt seit Lockerbie für mich zu den Massenmördern.
Clemens hat geschrieben:einen Massenmörder und durchgeknallten Tyrannen
Clemens hat geschrieben:Die Selbstgerechtigkeit mancher selbsternannter Weltversteher
Schau in einen Spiegel.
Multi venient in nomine meo, id est in nomine corporis mei. (Tichonius Africanus)
———
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Torsten
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Torsten »

Was ist jetzt eigentlich mit dem iranischen Mordkomplott gegen den saudischen Botschafter in den UsA?

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Ewald Mrnka
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Ewald Mrnka »

Torsten hat geschrieben:Was ist jetzt eigentlich mit dem iranischen Mordkomplott gegen den saudischen Botschafter in den UsA?
Das war wohl eine etwas mißglückte Lusitania.

Aber es wird sich schon noch ein netter Casus Belli zusammenbasteln lassen; darin sind U$rael + Albion geübt. :breitgrins:
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Robert Ketelhohn
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Gamaliel hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Was den Nato-Angriff auf den Konvoi betrifft, scheint mir die glaubwürdigste
Variante zu sein, daß Ghaddafi durch ein Satellitentelephonat geortet werden
konnte, das er in Sirte führte.
Der "Spiegel" behauptet, daß der BND den Aufenthaltsort von Gaddafi schon
länger kannte: BND kannte Gaddafis Unterschlupf in Sirt
Wenn der BND was weiß, was nicht CIA und MI6 längst wissen und was CIA
und MI6 ihm nicht erlauben zu wissen, heiße ich Kermit der Frosch und habe
gestern Miss Piggy geschwängert.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
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Robert Ketelhohn
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Torsten hat geschrieben:Wer hinter dem Lockerbie-Anschlag wirklich stand ist nach wie vor unklar. Gaddafi hat den Hinterbliebenen Entschädigung bezahlt, um wieder Beziehungen zum Westen aufbauen zu können. Mit Erfolg wie wir wissen. Der Anschlag auf die Discothek in Berlin, da hab ich auch so meine Zweifel ob die offizielle Version die richtige ist. Interessant fand ich die Meldung von vor ein paar Wochen, dass ein italienisches Gericht den italienischen Staat zu Schadensersatzzahlungen im Fall des abgestürzten Itavia-Flugs 870 verurteilt hat. Als nach der Einnahme von Tripolis eine Partnerfirma der CIA, Human Rights Watch, Dokumente fand, die bestätigen, dass in Libyen im Auftrag westlicher Geheimdienste gefoltert wurde, hatte ich überhaupt keine Zweifel, dass das stimmt. Gaddafi war kein Gutmensch, kein Pazifist, kein "Menschenrechtler". Er war aber auch kein Kriegstreiber, und gefiel sich in der Rolle des Gönners für Afrika.

Man könnte ewig über die Vorzüge und Nachteile debattieren, es ist aber eigentlich nur eine Frage entscheidend: War es rechtens, für die Beseitigung dieses Mannes einen Krieg gegen dieses Land zu entfesseln, der zigtausende Zivilisten das Leben kostete, zu deren eigentlichen Schutz die UN der Nato das Mandat zur Errichtung einer Flugverbotszone gab? War es rechtens für die Beseitigung dieses Mannes Städte und Infrastruktur Libyens in Schutt und Asche zu legen? Niemals.
:klatsch:
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Robert Ketelhohn
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

martin v. tours hat geschrieben:Es geht nicht um Gadadafi,der war sicher kein Guter. So wie eben kein diktatorisch agierender Machthaber nur ein Guter sein kann,egal welcher Colour.
Ob wohl ich manches wußte, hat mich, je mehr ich mich aus aktuellem Anlaß damit befaßte, desto mehr überrascht, in welchem Maß Muammar el-Ghaddafi für das Volk Libyens und sogar für ganz Afrika eine auf das bonum commune ausgerichtete Politik betrieben hat – etwas, was vor allem den Staatsführern des Westens, aber auch vielen im übrigen Afrika vollständig fremd ist. (Von Angela Merkel habe ich schriftlich in einem an mich adressierten Schreiben, daß für sie allein das bonum Israhel maßgeblich ist. Andere sind zufrieden in curanda cute.)

Von einer Diktatur kann man im Falle Libyens spätestens seit zehn Jahren kaum mehr sprechen. Ghaddafi bestimmte die Außen- und Sicherheitspolitik und den Umgang mit den militanten Islamisten (mit denen er zu nachsichtig war). Verwaltung und Teile der Gesetzgebung waren seit 2000 dezentralisiert und „subsidiarisiert“, um das in CDU-Kreisen seit Weizsäcker stets mißbräuchlich und betrügerisch gebrauchte und nie eingelöste Schlagwort zu verwenden. Von der persönlichen Freiheit, die man in Libyen unter Ghaddafi hatte, können wir unter der EU-Knute bloß träumen. Von der Wohlfahrt gilt für die Mehrheit der Menschen dasselbe.
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Robert Ketelhohn
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Clemens hat geschrieben:Ich habe mich nur dagegen gewandt, den aaarmen Ghaddafi als Märtyrer und unschuldiges Opfer zu stilisieren und ihm noch am liebsten ein Requiem halten zu wollen (falls ich das denn richtig verstanden habe).
Nein, hast du nicht.
Clemens hat geschrieben:Ich werde aber wohl aus den hier in den letzten Tagen geäußerten Unverschämtheiten und ad-personam-Argumenten (bessere waren wohl auch nicht zur Hand) die Konsequenz ziehen, dieser Diskussion und vielleicht sogar dem ganzen Kreuzgang den Rücken zu kehren.
Die Selbstgerechtigkeit mancher selbsternannter Weltversteher, Verschwörungsdurchschauer und Möchtegerntheologen reizt mich nicht mehr länger zum Widerspruch und zur Diskussion, sondern schreckt mich nur noch ab.
Gäbe es hier nicht auch noch eine ganze Reihe von netten und freundlichen Diskutanten, wäre ich ohnehin schon längst weg.
Mein Lieber, ich sage dir die Wahrheit und schmiere dir nicht Honig ums Maul. Solcher Honig schmeckt anfangs zwar süß, doch am Ende ist er bloß noch klebrig.
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

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Robert Ketelhohn
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

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Robert Ketelhohn
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Robert Ketelhohn »


Russia Today hat geschrieben:Gaddafi death: Envoy slams 'sadistic' triumphalism

Russia’s NATO envoy has written in his microblog that the Western elation over the death of former Libyan leader Muammar Gaddafi could have sadistic grounds.

­“The faces of the leaders of ‘world democracies’ are so happy, as if they remembered how they hanged stray cats in basements in their childhoods,” Russian envoy to NATO and the leader of the Congress of Russian Communities, Dmitry Rogozin, wrote in his twitter status on Friday.

This statement apparently is a reply to the international reaction to the death of Colonel Muammar Gaddafi, who was killed as the forces of the National Transitional Council stormed the town of Sirte on Thursday.

Rogozin currently holds the position of Russia’s envoy to NATO and he was among the first Russian politicians to embrace the opportunities of social networks. He often shares his views on international politics via his Twitter account, and these posts have repeatedly made news in Russian and international media.

Rogozin is also the leader of the Congress of Russian Communities – the organization of ethnic Russians living abroad aimed at protecting their interests and strengthening the ties with the Motherland.

On Thursday evening Rogozin told Russian radio Echo of Moscow that NATO was directly involved in the operation to kill the former Libyan leader. “Apparently there were orders that oriented the military servicemen who are in Libya and that directed them to ensure the physical elimination of Gaddafi,” Rogozin said.

The official added that Russia must make a conclusion from the existing situation. “We must bear in mind who we are dealing with in the face of Western democracies,” Rogozin said.
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Gamaliel
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Gamaliel »

Die neuen unmoralischen Führer sorgen sich gleich einmal um die widernatürliche Polygamie:

Libyen feiert seine neue Freiheit

Daraus:
Der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Jalil, verkündete offiziell den Sieg über das Gaddafi-Regime und versprach, die Basis für das neue Libyen werde die islamische Rechtsprechung (Sharia, Anm.).
[...]
"Bei uns ist das islamische Recht die Grundlage der Rechtsordnung", erklärte Jalil. "Ein Gesetz, das dem islamischen Recht widerspricht, ist null und nichtig."

In diesem Sinne sei auch das geltende libysche Eherecht zurückzuweisen, das die Zahl der Frauen für einen Muslim begrenzt.

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Ewald Mrnka
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Ewald Mrnka »

Gamaliel hat geschrieben:Die neuen unmoralischen Führer sorgen sich gleich einmal um die widernatürliche Polygamie:

Libyen feiert seine neue Freiheit

Daraus:
Der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Jalil, verkündete offiziell den Sieg über das Gaddafi-Regime und versprach, die Basis für das neue Libyen werde die islamische Rechtsprechung (Sharia, Anm.).
[...]
"Bei uns ist das islamische Recht die Grundlage der Rechtsordnung", erklärte Jalil. "Ein Gesetz, das dem islamischen Recht widerspricht, ist null und nichtig."

In diesem Sinne sei auch das geltende libysche Eherecht zurückzuweisen, das die Zahl der Frauen für einen Muslim begrenzt.
Das dürfte U$rael und der restlichen westlichen "Wertegemeinschaft" einigermaßen wurscht sein: Es geht schließlich um Libyens Bodenschätze und nicht um Menschenrechte, Demokratie u.ä.

Dafür hat man Libyen "befreit" und Muammar al-Gaddafi ermordet.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Robert Ketelhohn
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ewald Mrnka hat geschrieben:Das dürfte U$rael und der restlichen westlichen "Wertegemeinschaft" einigermaßen wurscht sein
Das bezweifle ich. Ich bin sicher, daß die Afghanisierung der zu beherrschenden Länder und die Austilgung der einheimischen Christen aus ihnen – möglichst durch dortige Nichtchristen bewerkstelligt – zum Programm gehören.

Die Herrschaftsweise der Briten war stets, Krieg und Unheil zu stiften und aus dem Elend der andern eigenen Gewinn zu ziehen. Divide et impera.
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Ewald Mrnka
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Ewald Mrnka »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:Das dürfte U$rael und der restlichen westlichen "Wertegemeinschaft" einigermaßen wurscht sein
Das bezweifle ich. Ich bin sicher, daß die Afghanisierung der zu beherrschenden Länder und die Austilgung der einheimischen Christen aus ihnen – möglichst durch dortige Nichtchristen bewerkstelligt – zum Programm gehören.

Die Herrschaftsweise der Briten war stets, Krieg und Unheil zu stiften und aus dem Elend der andern eigenen Gewinn zu ziehen. Divide et impera.

Das wäre schlimm, aber vielleicht reicht es schon aus die Stämme gegeneinander auszuspielen.
Araber dürften ohnehin schwerer umzuerziehen sein als Deutsche.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Maurus
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Maurus »

taddeo hat geschrieben:
asderrix hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Es wäre manchem doch anzuraten, sich einmal über die inneren Verhältnisse Libyens
unter Ghaddafi und auch über die Rolle Ghaddafis in Afrika zu informieren.
Tut das Robert, ohne Antiamibrille und nicht bei deinen üblichen Quellen.
Wie lange ihr wohl in Gaddafies Demokratie überlebt hättet, wenn ihr so wie gegen eure Obrigkeit hier, dort gewttert hättet?
Die inneren Verhältnisse Libyens können mir egal sein. Wenn der feine Herr Gaddafi über England Flugzeuge oder in Berlin Gaststätten sprengen läßt, dann betrifft das allerdings nicht mehr nur die inneren Angelegenheiten seines Heimatlandes.

Gaddafi war ein Terrorist. Sicher nicht der einzige Staatschef, dem man das vorwerfen kann, aber ein ganz übler.
So ist es. Und ein brutaler Unterdrücker war er dazu. Man sollte nicht vergessen, dass die Nato den Rebellen zwar den Weg freigebombt hat, dass es diese Rebellen aber auch ohne die Nato gab. Die Rebellen wiederum haben offensichtlich eine breite Basis in der Bevölkerung, sonst hätten sie die libyschen Großstädte nicht halten können. Waffen sind schließlich für allen genug im Umlauf.

Die Nato-Bombardements sind freilich eine eher fragwürdige Geschichte, vor allem, weil Gaddafi bis vor kurzem von Staatschefs der Nato-Staaten noch hofiert worden ist. Das ist aber ein moralisches Problem dieser Leute, an der Einschätzung Gaddafis ändert das nichts. Gaddafi war nicht deswegen gut, weil er sich mit Sarkozy getroffen hat, und er war nicht deswegen schlecht, weil er von Sarkozy bombardiert wurde. Er war schon vorher ein Verbrecher, nur dass "der Westen" darüber mal hinweggesehen hat und mal nicht. Das ist der moralische Relativismus des Westens, der einen in stringenten Kategorien denkenden Menschen stutzig werden lässt. Der Relativismus des Westens ist gefährlich, weil er willkürlich darüber entscheidet, wer hofiert wird, und wer zum Teufel gebombt wird. Es war auch sehr merkwürdig, wie massiv die deutschen Medien auf einen Militärschlag und eine militärische Beteiligung Deutschlands gedrungen haben, während sie gleichzeitig den Afghanistaneinsatz in kritischsten Farben malten. Bei der Journaille handelt es sich offenbar um Schönwetterkrieger, die zuerst zum "sauberen" Luftkrieg blasen, aber wenn es dann dreckig wird plötzlich in der Uniform des Anklägers und Immer-schon-Friedensengels auftauchen. Motto: Der Journalist bekommt immer seine Kritik. Auch das kann man wohl als Relativismus bezeichnen.

Insofern bin ich froh, dass Deutschland sich an diesem Krieg nicht beteiligt hat. Dass die Libyer ihren Revolutionsführer beseitigt haben, heiße ich zwar nicht gut, weil man Menschen nicht töten darf, für Leute wie Gaddafi stufe ich das aber als Berufsrisiko ein. Er hat tausendfach gegeben, nun musste er mal nehmen. Für die Libyer war das sicher ein Ausdruck der "Hygiene", von der ein bekannter Forant hier immer schwärmt.

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Maurus
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Maurus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Von der persönlichen Freiheit, die man in Libyen unter Ghaddafi hatte, können wir unter der EU-Knute bloß träumen.[/color]
Auswanderung ist vielleicht eine Lösung.

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ifugao
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von ifugao »

Vielleicht aber auch nur einmal innehalten.... :hmm:

http://46.12.243.56/


Sicherlich nicht der Stein der Weisen, aber ein Mosaikstein.
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
Mahatma Gandhi

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Ewald Mrnka
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Ewald Mrnka »

ifugao hat geschrieben:Vielleicht aber auch nur einmal innehalten.... :hmm:

http://46.12.243.56/


Sicherlich nicht der Stein der Weisen, aber ein Mosaikstein.
Danke!
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Torsten
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Torsten »

Maurus hat geschrieben:So ist es. Und ein brutaler Unterdrücker war er dazu. Man sollte nicht vergessen, dass die Nato den Rebellen zwar den Weg freigebombt hat, dass es diese Rebellen aber auch ohne die Nato gab. Die Rebellen wiederum haben offensichtlich eine breite Basis in der Bevölkerung, sonst hätten sie die libyschen Großstädte nicht halten können. Waffen sind schließlich für allen genug im Umlauf.
Wenn es so wäre, wie du schreibst, dann stellt sich die Frage, warum die "Befreiung" mehr als ein halbes Jahr in Anspruch nahm? Waffen sind schließlich für alle genug im Umlauf. Gaddafi selbst soll die Bevölkerung ja damit ausgestattet haben. Die regulären libyschen Truppen hätten sich nicht nur gegen die Luftangriffe der Nato und die anschließenden Überfallkommandos der Rebellen zur Wehr setzen, sondern auch noch die (bewaffnete) Bevölkerung in Schach halten müssen. Vielleicht haben die meisten einfach nur Angst um ihr Leben, um das Leben ihrer Familie, und stürzen sich nicht todesmutig in den Kampf, für welche Seite auch immer? Zu den Bildern der Jubelfeiern kam mir gestern ein Satz in den Sinn: Viele Fahnen beschränken den Horizont. Du siehst nie eine Luftaufnahme von solchen Feiern. Durch die Kameraeinstellung - und durch die vielen Fahnen - gewinnst du nie einen Eindruck, wieviele das denn nun wirklich sind, die sich dort versammeln, wie weit sich das erstreckt. Schau dir die 20 Uhr Tagesschau von gestern an und du verstehst, was ich meine.

Das Problem was ich hier bei einigen sehe, ist die Angst, dass ihr Weltbild erschüttert werden könnte. Die westliche Politik und unsere Medien, die können doch gar nicht so verbrecherisch und lügnerisch agieren. Ja, vielleicht ist einiges nicht ganz in Ordnung, und die Nato hat das Mandat zu großzügig ausgelegt, und die Journaille taugt nicht viel, aber immerhin wurde ein Volk von seinem Diktator befreit, ein ganz übler Terrorist. Und das, was einige hier an Kommentaren dazu verfassen sind doch nur die überzogenen Spinnereien von Verschwörungstheoretikern und Israelhassern.

Ich werde dich von deiner Überzeugung hier nicht abbringen können. Aber ich bin mir sicher, dass auch dich die Fragen nicht mehr loslassen, und sie werden in ihrer Zahl zunehmen.

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Ewald Mrnka
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Ewald Mrnka »

Torsten hat geschrieben:
Das Problem was ich hier bei einigen sehe, ist die Angst, dass ihr Weltbild erschüttert werden könnte. Die westliche Politik und unsere Medien, die können doch gar nicht so verbrecherisch und lügnerisch agieren. Ja, vielleicht ist einiges nicht ganz in Ordnung, und die Nato hat das Mandat zu großzügig ausgelegt, und die Journaille taugt nicht viel, aber immerhin wurde ein Volk von seinem Diktator befreit, ein ganz übler Terrorist. Und das, was einige hier an Kommentaren dazu verfassen sind doch nur die überzogenen Spinnereien von Verschwörungstheoretikern und Israelhassern.
Ja, Du hast Recht...................... man glaubt gern an Bilder, überhaupt ans Gedruckte, an den ölverschmierten Kormoran, die Brutkastenlüge, abgehackte Kinderhände in Belgien, den 11. September, Saddams schreckliche "Massenvernichtungswaffen", manche glauben sogar an.................................die suggestive Macht der Bilder & der Manipulation ist effektiv.

Selbst wenn sich die "Informationen" von Qualitätsmedien& Politikern später als Fake herausstellen, egal, man bleibt fest & treu im Glauben. Das ist einerseits gut für die Psychohygiene und zugleich gut fürs System.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Melody
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Melody »

Ewald Mrnka hat geschrieben:Ja, Du hast Recht...................... man glaubt gern an Bilder, überhaupt ans Gedruckte, an den ölverschmierten Kormoran, die Brutkastenlüge, abgehackte Kinderhände in Belgien, den 11. September, Saddams schreckliche "Massenvernichtungswaffen", manche glauben sogar an.................................die suggestive Macht der Bilder & der Manipulation ist effektiv.

Selbst wenn sich die "Informationen" von Qualitätsmedien& Politikern später als Fake herausstellen, egal, man bleibt fest & treu im Glauben. Das ist einerseits gut für die Psychohygiene und zugleich gut fürs System.
Schöne neue Welt...

Und ich selbst weiß nicht mehr, wem ich glauben soll, da ich mich für Politik eigentlich nie so wirklich interessiert habe, und nun stehe ich vor den vielen verschiedenen Informationsquellen und weiß nicht, wer die Wahrheit sagt (insbesondere da die Seite, der ich versucht bin zu glauben, die politisch weniger korrekte ist, was offenbar Gefahren mitsichbringt...).

Als es nur ARD + ZDF gab, kein Internet, keine Handyfilmchen, keine weltweite Vernetzung etc., fiel es einem zumindest nicht auf, wenn man belogen worden wäre... *seufz*
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Edi
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Edi »

Man wird oft belogen, wenn jemand Interessen verfolgt. Lüge wird auch mit Wahrheit vermischt, damit man die Unwahrheit nicht merken soll. Die Medien, die Politiker, die Mitmenschen machen das.
Ich glaube, da muss ein Mensch schon ziemlich durchchristet sein, wenn er vollständig ehrlich sein soll.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Ewald Mrnka
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Re: Arabische "Revolution"

Beitrag von Ewald Mrnka »

Melody hat geschrieben:
Und ich selbst weiß nicht mehr, wem ich glauben soll, da ich mich für Politik eigentlich nie so wirklich interessiert habe, und nun stehe ich vor den vielen verschiedenen Informationsquellen und weiß nicht, wer die Wahrheit sagt (insbesondere da die Seite, der ich versucht bin zu glauben, die politisch weniger korrekte ist, was offenbar Gefahren mitsichbringt...).

Als es nur ARD + ZDF gab, kein Internet, keine Handyfilmchen, keine weltweite Vernetzung etc., fiel es einem zumindest nicht auf, wenn man belogen worden wäre... *seufz*
Zumindest sollte man zu den Dingen innerlich Abstand halten und sich von keiner Seite ganz vereinnahmen lassen.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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