Was ist jetzt daran so abwägig?
Er hat sich als Mißbrauchsbeauftragter über sein Bistum hinaus profiliert, ist da durchaus nicht medienuntauglich (für die Hauptstadt vielleicht auch wichtig) und übermäßig liberal ist er doch auch nicht?
So eine schlechte Wahl wäre das imho doch nicht...
Die Kirche sollte Ackermann nicht nach Berlin abschieben. Das Erzbistum braucht einen Hirten, der seinen Sprengel kennt. Das muss nicht unbedingt ein Berliner sein. Der Bischof könnte auch aus einem benachbarten Bistum kommen.
Das wimmelt ja nur so von Bonmots in dem Interview. Sehr kurzweilig zu lesen, und das ein oder andere Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen.
Prälat Imkamp wäre unbedingt eine Bereicherung des deutschen Episkopats, aber ins rauhe Berliner Klima paßt er nicht so wirklich. Schick nach Berlin und Imkamp nach Bamberg, das wärs vielleicht.
Du bist für den Himmel unterwegs.
Je mehr du ausgibst, desto mehr wirst du einnehmen.
Den Artikel fand ich auch recht kurzweilig und doch noch relativ sachlich gehalten.
Es scheint, als hätte Imkamp schon eine etwas selbstherrliche Art, und von sich überzeugt ist er durchaus aus. Das muss man nicht mögen, aber man muss ihm zugestehen, dass er wenigstens Profil zeigt und mit seinen klar katholischen Ansichten nicht hinterm Berg hält. Das ist auch in der heutigen ökumenischen Zeit nicht verboten, sondern aus meiner Sicht ausdrücklich erwünscht. Davor habe ich durchaus Respekt.
Dennoch:
Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass das Domkapitel, selbst wenn Imkamp + 2 andere auf der Terna stünden, Imkamp gewählt würde???
Mein Tipp mit Ackermann steht nach wie vor. Meine Prognose: Ackermann, Schick oder Fürst.
Wie kommst Du denn auf Fürst? Ich glaube nicht, daß der noch irgendwelche Chancen hat, er dürfte zu liberal sein um von Rom als archiepiskopabel angesehen zu werden.
Moser hat geschrieben:...Dennoch:
Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass das Domkapitel, selbst wenn Imkamp + 2 andere auf der Terna stünden, Imkamp gewählt würde???
....
Ich denke auch, daß der Papst in Berlin jemand sehen will, der sich woanders schon bewährt hat. Aber Imkamp könnte gut von anderswo die Rolle besetzen, die früher Erzbischof Dyba, Gott hab ihn selig, wahrgenommen hat.
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Ackermann halte ich als Erzbischof von Berlin für völlig ungeeignet. Der sieht ja jetzt schon bei einigen Presseauftritten so aus, als ob er im nächsten Moment zu heulen anfängt.
Was soll dann erst im ein wenig rauheren Berlin werden?
IMHO kein Rückgrat ... (na ja, der biherige Erzbischof auch nicht).
Guten Tag! Wenn die Infos stimmen das die Ernennung des neuen Erzbischofs schon so gut wie abgeschlossen ist dann kann es sich eigentlich nur um einen bereits geweihten Bischof oder Weihbischof handeln. Die Prüfung und Abwägung für oder gegen eines oder mehrerer Kandidaten würde bei dem bekannten Tempo und der Schneckenpost zwischen den Beteiligten Behörden in Rom oder anderswo sonst noch nicht abgeschlossen sein. Da der Kölner Jochim M. ja auch in Rom sowohl in den Behörden wie auch direkt bei seinem Freund Bendikt grossen Einfluss hat wäre es nicht so abwegig auch die Bischosschmieden und die Kandidaten aus den Bistümern Köln, Münster und vileicht auch Paderborn etwas genauer ins Blickfeld zu nehmen. Ein Grossteil der deutschen Bischofskonferenz mit sehr guten, guten und auch weniger guten Bischöfen (und kandidaten) kommt aus dieser Gegend. Beten wir für eine gute Entscheidung des Berliner Domkapitels und des Papstes.
Den wird man wohl in Limburg lassen. Da sind noch zu viele Baustellen, und der Bischof hat gerade erst einige Impulse gesetzt. Ihn jetzt schon wieder zu versetzen, wäre pure Unvernunft.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
cantus planus hat geschrieben:Den wird man wohl in Limburg lassen. Da sind noch zu viele Baustellen, und der Bischof hat gerade erst einige Impulse gesetzt. Ihn jetzt schon wieder zu versetzen, wäre pure Unvernunft.
iustus hat geschrieben:Wenn Msgr. Imkamp dann Bischof von Limburg würde, würde ich das sogar begrüßen.
Problem wie im Berlin: das Domkapitel. Imkamp wird nur als Koadjutor oder im Bayerischen Konkordat zum Zuge kommen, bei einer Terna gibt es mindenstens einen Kandidat, der nicht so knallen würde.
Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch. Ich nehme das Herz von Stein aus Eurer Brust und gebe Euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist auf Euch und bewirke, dass .. Ihr auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. (Ez 36)
iustus hat geschrieben:Wenn Msgr. Imkamp dann Bischof von Limburg würde, würde ich das sogar begrüßen.
Problem wie im Berlin: das Domkapitel. Imkamp wird nur als Koadjutor oder im Bayerischen Konkordat zum Zuge kommen, bei einer Terna gibt es mindenstens einen Kandidat, der nicht so knallen würde.
Es steht zu befürchten, dass in Limburg irgendein wachsweicher Verwalter auf Tebartz folgen würde - um die Leute etwas zu beruhigen. Schon deshalb würde ich seine Versetzung nicht gerne sehen. Obgleich ich es ihm natürlich von Herzen gönne.
Maurus hat geschrieben:Es steht zu befürchten, dass in Limburg irgendein wachsweicher Verwalter auf Tebartz folgen würde - um die Leute etwas zu beruhigen. Schon deshalb würde ich seine Versetzung nicht gerne sehen. Obgleich ich es ihm natürlich von Herzen gönne.
Wer ist denn beunruhigt? Überregional hört man nichts. (Anders als bei Regensburg-Müller, dessen gute Absichten ja ungeschickt umgesetzt wurden und das Gebrüll groß war.
Zuletzt geändert von taddeo am Montag 9. Mai 2011, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund:Zitatformatierung repariert.
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Maurus hat geschrieben:Es steht zu befürchten, dass in Limburg irgendein wachsweicher Verwalter auf Tebartz folgen würde - um die Leute etwas zu beruhigen. Schon deshalb würde ich seine Versetzung nicht gerne sehen. Obgleich ich es ihm natürlich von Herzen gönne.
Wer ist denn beunruhigt? Überregional hört man nichts.
Regional steht er bei dem dort dank Kamphaus verbreiteten Linkskatholizismus schwer im Feuer. Lies im Tebartz-Bischof-von-Limburg-Thread nach, es beginnt hier: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... 6&start=64, bezeichnenderweise mit dem NNP-Artikel "Bischof beendet die Sonderrolle des Bistums Limburg" (der NNP-Artikel ist wohl nicht mehr abrufbar, kath.net hatte ihn damals aufgegriffen: http://www.kath.net/detail.php?id=2781).
Maurus hat geschrieben:Es steht zu befürchten, dass in Limburg irgendein wachsweicher Verwalter auf Tebartz folgen würde - um die Leute etwas zu beruhigen. Schon deshalb würde ich seine Versetzung nicht gerne sehen. Obgleich ich es ihm natürlich von Herzen gönne.
Wer ist denn beunruhigt? Überregional hört man nichts.
Regional steht er bei dem dort dank Kamphaus verbreiteten Linkskatholizismus schwer im Feuer. Lies im Tebartz-Bischof-von-Limburg-Thread nach, es beginnt hier: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... 6&start=64, bezeichnenderweise mit dem NNP-Artikel "Bischof beendet die Sonderrolle des Bistums Limburg" (der NNP-Artikel ist wohl nicht mehr abrufbar, kath.net hatte ihn damals aufgegriffen: http://www.kath.net/detail.php?id=2781).
Danke.
Du bist für den Himmel unterwegs.
Je mehr du ausgibst, desto mehr wirst du einnehmen.
Moser hat geschrieben:Tebartz-vE kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen.
Vielleicht wird's ja doch die einfachste, sprich interne Lösung = Heinrich.
Wobei der Sprung vom Weihbischof zum Erzbischof mit Kardinalsaussichten ja doch recht groß wäre.
Könnten denn die hier anwesenden Berliner Diözesanen mit dem leben?
Durchaus. Er ist mir zumindest noch nicht negativ aufgefallen. Damit könnte ich sehr gut leben.
"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila
"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)
Moser hat geschrieben:Vielleicht wird's ja doch die einfachste, sprich interne Lösung = Heinrich.
…
Könnten denn die hier anwesenden Berliner Diözesanen mit dem leben?
Definitiv lieber als mit dem Vorgänger.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Moser hat geschrieben:Vielleicht wird's ja doch die einfachste, sprich interne Lösung = Heinrich.
…
Könnten denn die hier anwesenden Berliner Diözesanen mit dem leben?
Definitiv lieber als mit dem Vorgänger.
Das klingt mir aber schon ein wenig nach bourbonischer Notlage: Wenn wir kein Brot haben, müssen wir eben Kuchen essen...
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Moser hat geschrieben:Vielleicht wird's ja doch die einfachste, sprich interne Lösung = Heinrich.
…
Könnten denn die hier anwesenden Berliner Diözesanen mit dem leben?
Definitiv lieber als mit dem Vorgänger.
Das klingt mir aber schon ein wenig nach bourbonischer Notlage: Wenn wir kein Brot haben, müssen wir eben Kuchen essen...
Jakobiner-Propaganda.
"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila
"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)
Ursprünglich sollte bis Mitte Mai ein Nachfolger für den schwererkrankten Berliner Erzbischof Kardinal Georg Sterzinsky gefunden werden, damit unter Führung des neuen Würdenträgers der Papstbesuch in der Hauptstadt vorbereitet werden könnte, meldet der "Spiegel". Doch das Domkapitel hat sich wegen der bisherigen Personalvorschläge so zerstritten, dass vorerst keine Entscheidung fällt. Nun wird eine zweite Namensliste aus Rom erwartet, bei der eine einfache Mehrheit des Gremiums genügt, um sich für einen neuen Hauptstadtbischof zu entscheiden. Noch schwieriger steht es um die Besetzung der seit langem freien Bischofsstelle im Bistum Görlitz. Dort konnte trotz intensiver Suche kein geeigneter Nachwuchs gefunden werden. Jetzt wird intern über ein Novum debattiert: Demnach könnte auch ein Geistlicher aus dem benachbarten Polen ein deutsches Bistum führen.
Es ist immerhin schonmal bemerkenswert, dass nicht mehr der liberalste Kandidat ohne langes Palaver durchgewunken wird, sondern ernsthafte Diskussionen stattfinden.
Dass man in Deutschland angeblich nicht einmal mehr ausreichend qualifizierte Geistliche findet, die Bischof werden können, ist haarsträubend und eine endgültige Bankrotterklärung des "konziliaren Frühlings".
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cantus planus hat geschrieben:Dass man in Deutschland angeblich nicht einmal mehr ausreichend qualifizierte Geistliche findet, die Bischof werden können, ist haarsträubend und eine endgültige Bankrotterklärung des "konziliaren Frühlings".
Na, die qualifizierten Geistlichen findet man schon.
Das Problem ist nur, ob sie bei einer Wahl auch mehrheitsfähig sind. Daran scheint es hier zu haken.
Ursprünglich sollte bis Mitte Mai ein Nachfolger für den schwererkrankten Berliner Erzbischof Kardinal Georg Sterzinsky gefunden werden, damit unter Führung des neuen Würdenträgers der Papstbesuch in der Hauptstadt vorbereitet werden könnte, meldet der "Spiegel". Doch das Domkapitel hat sich wegen der bisherigen Personalvorschläge so zerstritten, dass vorerst keine Entscheidung fällt. Nun wird eine zweite Namensliste aus Rom erwartet, bei der eine einfache Mehrheit des Gremiums genügt, um sich für einen neuen Hauptstadtbischof zu entscheiden. Noch schwieriger steht es um die Besetzung der seit langem freien Bischofsstelle im Bistum Görlitz. Dort konnte trotz intensiver Suche kein geeigneter Nachwuchs gefunden werden. Jetzt wird intern über ein Novum debattiert: Demnach könnte auch ein Geistlicher aus dem benachbarten Polen ein deutsches Bistum führen.
Es gibt doch in Deutschland allein zig Weihbischöfe, die ja im Zuge ihrer Ernennung schon mal als für das Bischofsamt geeignet angesehen wurden - da wird sich doch einer finden, der einigermassen unfallfrei dieses Mini-Bistum leiten kann ?!?!?