Fridericus hat geschrieben:Bedenkliche Entwicklungen...
Im Gegenteil: positive Entwicklungen!
Man könnte als Priester oder Levit natürlich den notleidenden Gläubigen auch am Wegesrand liegen lassen und auf den barmherzigen Samariter hoffen...
Fridericus hat geschrieben:Bedenkliche Entwicklungen...
Diese "Entwicklungen" sind schon mehr als 10 Jahre alt. Schon damals forderte eine Reihe von Priestern die Zelebration des NOM und wandte sich sogar nach Rom. Das Ergebnis war der skandalöse Eingriff von Kardinal Hoyos ins Generalkapitel der FSSP, durch "Absetzung" des verhältnismäßig konservativen P. Bisig. Den tollen Brief des Kardinals kann man hier nachlesen.Fridericus hat geschrieben:Bedenkliche Entwicklungen...Firmian hat geschrieben:Angeblich wären sie bereit, (würdigen) NOM in lateinischer Sprache zu feiern.Fridericus hat geschrieben:Wie stellst Du Dir das denn vor? Sollen die Priester der Bruderschaft in diesen Gemeinden etwa im NO zelebrieren? Das kann man doch nicht gutheißen.Firmian hat geschrieben:Ich denke mir, es wäre ein Gewinn für alle Seiten, wenn man diözesane Gemeinden mit ihnen besetzen würde. Aber das sehe ich noch nicht....
Aber das sind nur Gerüchte, die ich nur von einer Person weiß, und der war sich auch alles andere als sicher.
Inwiefern sollte bzw. kann man den zunehmenden Einzug des NO in eine dem alten Ritus verpflichtete Gemeinschaft positiv werten?glöckchen hat geschrieben:Fridericus hat geschrieben:Bedenkliche Entwicklungen...
Im Gegenteil: positive Entwicklungen!
Man könnte als Priester oder Levit natürlich den notleidenden Gläubigen auch am Wegesrand liegen lassen und auf den barmherzigen Samariter hoffen...
Doch, im Rahmen von Personalpfarreien. Immerhin hat der Papst eine solche diözesane Gemeinde der FSSP in Rom übertragen.Firmian hat geschrieben:Es gingnur um den fiktiven Fall, daß FSSP-Priester diözesane Gemeinden übernehmen sollten. Die kann man ja realistischerweise nicht 100% auf ao Form umstellen - das wäre ja auch gar nicht mit dem Mutu proprio vereinbar.
Hier könnte man den Schluss ziehen, dass der Allmächtige manchen Menschen keine Ordensberufung schenken „kann“, denn man findet hier nun einmal kaum Gemeinschaften, die dem Zeitgeist widerstehen , die Ordensregeln streng befolgen und den Alten Messritus pflegen. Doch, er kann; es liegt eben auch an den äußeren Bedingungen. Wo man sich der Gnade Gottes verschließt, kann nichts wachsen.Gamaliel hat geschrieben:Wieso meinst Du, daß Gott jemanden zum Eintritt in eine Gemeinschaft beruft, die entweder nicht existiert, oder aber die Möglichkeiten des Kandidaten übersteigt (z.B. bzgl. Sprache, Auslandsaufenthalt,...)?
Es gibt Beispiele, wo sich Bischöfe für die Ansiedlung oder Neugründung guter Ordensgemeinschaften eingesetzt haben (Finn, O’Connor ...). Dergleichen geschieht bei uns leider kaum, im Gegenteil, es wird eher verhindert. Wer weiß, wie viele Berufungen sich realisieren könnten, wenn die Dinge anders lägen... es bleibt uns das Gebet.Azs hat geschrieben:Sicher hat Gott mit jeder Berufung einen Plan - und auch einen Platz. Aber wenn die Liebe zur Tradition nun mal da ist...was soll man machen, wenn es keine Klöster gibt? (...) Es kann auch heute Berufungen zum traditionellen Ordensleben geben - und wenn es dafür keine Klöster gibt, dann ist das ein Problem der Zuständigkeiten in der Kirche und nicht Gottes, wie ich finde.
PaceVeritas hat geschrieben:Hier könnte man den Schluss ziehen, dass der Allmächtige manchen Menschen keine Ordensberufung schenken „kann“, denn man findet hier nun einmal kaum Gemeinschaften, die dem Zeitgeist widerstehen , die Ordensregeln streng befolgen und den Alten Messritus pflegen. Doch, er kann; es liegt eben auch an den äußeren Bedingungen. Wo man sich der Gnade Gottes verschließt, kann nichts wachsen. [...]Gamaliel hat geschrieben:Wieso meinst Du, daß Gott jemanden zum Eintritt in eine Gemeinschaft beruft, die entweder nicht existiert, oder aber die Möglichkeiten des Kandidaten übersteigt (z.B. bzgl. Sprache, Auslandsaufenthalt,...)?
http://www.piusbruderschaft.de/lehre/pr ... k-schwedenIn Ihrem Weihegesuch schrieben Sie vor einigen Tagen: Meine Sehnsucht nach der Priesterweihe ist über 5 Jahre alt.
Für mich stellt sich die Frage nicht in der Form "Pius- oder Petrusbruderschaft", da mir "die ganzen kirchenrechtlichen Fragen" doch etwas mehr "zu schaffen machen" als GamalielKatholischeTradition2000 hat geschrieben:Für mich steht eigentlich nur fest,dass bei allem Gehorsam die Ausbildung an einem Diözesanseminar für mich ausscheidet. Ich möchte auf "sieben Stufen zum Altar" schreiten, und dies ist nur mit einer traditionellen Ausbildung möglich.
Allerdings organisiert Philipp Neri das dann.cantus planus hat geschrieben:Philipp Neri bildet keine Priester aus. Die müssen die theologische Ausbildung irgendwo an einem anerkannten Institut erlangen.
Das stimmt. Aber sie ist so bitter nötig! Und gerade im Herzen Berlins sicherlich spannender als in Wigratzkaff oder Hinterkofen.cantus planus hat geschrieben:man sollte sich Philipp Neri sehr genau anschauen. Großstadtpastoral ist nicht jedermanns Sache.
Auch das stimmt. Allerdings scheinen mir einige Priester von Pius und Petrus nicht unbedingt »einfacher« zu sein.cantus planus hat geschrieben:Und Propst Gösche ist auch nicht ganz einfach.
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Für mich stellt sich die Frage nicht in der Form "Pius- oder Petrusbruderschaft", da mir "die ganzen kirchenrechtlichen Fragen" doch etwas mehr "zu schaffen machen" als Gamaliel![]()
Könntest Du das bitte etwas näher ausfühuren?Weswegen diese Reihenfolge? Nur so aus Interesse...cantus planus hat geschrieben:Wenn du so fragst: zuerst Institut du Bon Pasteur und dann Gricigliano. FSSP als drittes.
Tzz und die nennen sich traditionell? Wie wärs mit lateinischsprachigem Unterricht?cantus planus hat geschrieben:Bon Pasteur und Gricigliano unterrichten beide auf französisch. Eine Sprache, die nicht unlernbar ist. Aber es ist richtig, dass man den Aufwand und die Mühen des Studiums in fremder Zunge nicht unterschätzen sollte. Zu der von mir vorgeschlagenen Reihung sage ich später was. Bin gerade etwas in Eile.
Mein Lateinlehrer bezeichnete Französisch als "das vulgärlateinische Gelalle der gallischen Gastarbeiter nach der dritten Amphore Wein"Linus hat geschrieben:Wobei Französisch und Italienisch eh nur einfaches Vulgärlatein sind...
Ich warte immer noch auf Deinen Kommentar.cantus planus hat geschrieben:Bon Pasteur und Gricigliano unterrichten beide auf französisch. Eine Sprache, die nicht unlernbar ist. Aber es ist richtig, dass man den Aufwand und die Mühen des Studiums in fremder Zunge nicht unterschätzen sollte. Zu der von mir vorgeschlagenen Reihung sage ich später was. Bin gerade etwas in Eile.
Banause!holzi hat geschrieben:Mein Lateinlehrer bezeichnete Französisch als "das vulgärlateinische Gelalle der gallischen Gastarbeiter nach der dritten Amphore Wein"Linus hat geschrieben:Wobei Französisch und Italienisch eh nur einfaches Vulgärlatein sind...
Verzeihung! Das Institut du Bon Pasteur leistet in Frankreich eine ganz vorzügliche Arbeit. Auch die Ausbildung der Seminaristen scheint sehr gut zu sein. Gricigliano hat einen deutlichen Hang zur barocken Pracht, der nicht verwerflich ist, aber eben auch nicht jedermanns Sache. Die Ausbildung ist aber auch dort sehr gut. Wie gesagt: das Problem ist, dass beide Institute auf französisch unterrichten.Fridericus hat geschrieben:Ich warte immer noch auf Deinen Kommentar.cantus planus hat geschrieben:Bon Pasteur und Gricigliano unterrichten beide auf französisch. Eine Sprache, die nicht unlernbar ist. Aber es ist richtig, dass man den Aufwand und die Mühen des Studiums in fremder Zunge nicht unterschätzen sollte. Zu der von mir vorgeschlagenen Reihung sage ich später was. Bin gerade etwas in Eile.![]()
Danke für den Hinweis!Firmian hat geschrieben:Die Prüfungen kann man übrigens auch in Deutsch ablegen, auch wenn die Vorlesungen in Französisch sind.
Quelle: http://www.institut-christus-koenig.de/NACHRI25.pdf
Besteht das Institut St. Philipp Neri gegenwärtig noch aus anderen Personen als dem Propst?cantus planus hat geschrieben:Verzeihung! Das Institut du Bon Pasteur leistet in Frankreich eine ganz vorzügliche Arbeit. Auch die Ausbildung der Seminaristen scheint sehr gut zu sein. Gricigliano hat einen deutlichen Hang zur barocken Pracht, der nicht verwerflich ist, aber eben auch nicht jedermanns Sache. Die Ausbildung ist aber auch dort sehr gut. Wie gesagt: das Problem ist, dass beide Institute auf französisch unterrichten.Fridericus hat geschrieben:Ich warte immer noch auf Deinen Kommentar.cantus planus hat geschrieben:Bon Pasteur und Gricigliano unterrichten beide auf französisch. Eine Sprache, die nicht unlernbar ist. Aber es ist richtig, dass man den Aufwand und die Mühen des Studiums in fremder Zunge nicht unterschätzen sollte. Zu der von mir vorgeschlagenen Reihung sage ich später was. Bin gerade etwas in Eile.![]()
Danach habe ich die Petrusbruderschaft aufgezählt. Nach meiner Beobachtung auch eine gute Ausbildung, allerdings möglicherweise nicht ganz so fundiert wie bei ersteren Instituten. Ich betone: das ist mein subjektiver Eindruck. Außerdem habe ich immer das Gefühl, dass sie die zwischen Tradition und "Amtskirche" auftretenden Probleme mit fest geschlossenen Augen und hehren Worten umschiffen wollen, statt die Dinge beim Namen zu nennen.
Das Institut St. Philipp Neri ist von der Sache her auch gut. Aber man muss sich eines gut überlegen: das Institut hat kein Geld, siehe den dramatischen Spendenaufruf des Propstes letztens. Wie man da die Ausbildung von Seminaristen, außerdem nach Möglichkeit in Rom, überhaupt bezahlen will, ist mir ein Rätsel. Wenn man mitten in der Ausbildung ist, und dem Propst geht das Geld aus, kann man ein ziemliches Problem haben. Im Vertrauen auf die Vorsehung kann man es wagen. Aber man sollte, wenn die Vorsehung anders entscheidet, nicht allzu überrascht sein.
Das stimmt. Wobei sich die FSSPX ja auch, wenn ich das richtig sehe, eher als Weltpriestergemeinschaft versteht, aber ihre Niederlassung dennoch "Priorat" nennt.Firmian hat geschrieben:Für nicht ganz unwesentlich für die Entscheidung halte ich auch die Tatsache, daß sich die FSSP-Priester als Weltpriester verstehen und die Christus-König-Leute als Regularkanoniker.
Sehr gut formuliert.cantus planus hat geschrieben:Im Vertrauen auf die Vorsehung kann man es wagen. Aber man sollte, wenn die Vorsehung anders entscheidet, nicht allzu überrascht sein.
Offiziell? So weit ich weiß, ja. Allerdings ist z. B. Hw. Bartels nicht in Berlin eingesetzt, sodass in Berlin tatsächlich nur der Propst ist.Berolinensis hat geschrieben:Besteht das Institut St. Philipp Neri gegenwärtig noch aus anderen Personen als dem Propst?