overkott hat geschrieben:Es gab in der franziskanischen Geschichte immer Einwände gegen Theologie,
Nun, mein Einwand war ja nicht gegen die Theologie im Allgemeinen gerichtet, sondern vielmehr gegen die spezifische Form der "frommen Mathematik", wie Du sie hier vorträgst.
Insbesondere ist IMHO dabei zu beachten, daß das
Wort Fleisch geworden ist, während die Zahl das geblieben ist, was sie auch schon vorher war:
Ein abstraktes Ding, welches eine rein quantitative Ordnung der Welt stützt.
overkott hat geschrieben: weshalb sich der hl. Franziskus genötigt sah den Brief zu schreiben:
AFAIK hat der Hl. Franz die Hl. Schrift durchaus wörtlich genommen, was u.a. dazu führte, daß heute noch in den katholischen Familien eine Weihnachtskrippe aufgebaut wird. Er begründete damit eine Sitte, die weit entfernt von irgendwelchen Zahlenspekulationen ist und war.
Deswegen ist meinerseits nicht nachvollziehbar, wieso Du Dich auf die Autorität eines
Poverello berufst, um Deine an Kabbalistik erinnernden Zahlenspielereien hier darzulegen. Könntest Du den Zusammenhang freundlicherweise etwas näher ausführen?
overkott hat geschrieben:Dem Bruder Antonius, meinem Bischof 5, wünsche ich, Bruder Franziskus, alles Gute.
Es gefällt mir, daß du den Brüdern die heilige Theologie vorträgst, wenn du nur nicht durch dieses Studium den Geist des Gebetes und der Hingabe auslöschest, wie es in der Regel 6 steht.
Das Christentum kennt sicherlich auch eine Zahlensymbolik.
Robert hatte sie in vergangener Zeit schon zur Kenntnis gebracht:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Die Eins: die Zahl des Urgrunds.
Die Zwei: die Zahl des Gegensatzes.
Die Drei: die Zahl der Vollkommenheit.
Die Vier: die kosmische Zahl.
Die Fünf: die Zahl der Sinne; die Zahl des Teufels.
Die Sechs: die Zahl der Ehe; die Zahl des Menschen.
Die Sieben: die Zahl der Fülle; die Zahl der Sakramente; die siebente Zahl: die Zahl der Stille.
Die Acht: die erste Würfelzahl; die Zahl der Auferstehung und des Neuen Jerusalem.
Die Neun: die Zahl der englischen Ordnungen.
Die Zehn: eine vollkommene Zahl für die Pythagoräer; die Zahl der Weisheit und der Gebote Gottes.
Die Zwölf: die Zahl der Ganzheit.
Die Vierundzwanzig: eine zusammengesetzte Zahl (aus Verdoppelung der Zwölf), nämlich die Zahl der Patriarchen und Apostel.
Die 153: die Dreieckszahl der Siebzehn, deutbar als Zusammensetzung der Zehn und der Sieben.
Die 666: die Zahl des Tieres; auch die Dreieckszahl der 36, die ihrerseits die Quadratzahl der Sechs ist: also eine mehrfache Verstärkung der Sechs.
Das Tausend: Die Zahl der Gesamtheit oder der Unzählbarkeit.
Die 144.000: eine doppelte Verstärkung der Zwölf, durch Quadrierung und Vertausendfachung.
Da geht es jedoch immer um
ganze Zahlen, niemals aber um Hälftelungen oder Drittelungen .........