Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Ostkirchliche Themen.
Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

FioreGraz hat geschrieben:Was mich hier interresiert ist, werden die Lateiner auch dazu eingeladen sein, zumindest als Beobachter o.ä.? Wäre ja auch die Möglichkeit gerade dort etwaige Probleme auszuräumen.
Denn auch wenn man vom Standpunkt ausgeht wir Lateiner seine "abgefallen" wäre das kein Grund uns nicht einzuladen, denn acuh auf den ökumenischen Konzilien waren die irrgläubigen vertreten.
LG
Fiore
Soviel ich weiß ist das nicht vorgesehen. Vielleicht als Beobachter? Aber da sich das Konzil mit rein inner Orthodoxen Dingen befaßt glaube ich nicht das da offizielle Einladungen stattfinden. Aber was weiß ich?

Es ist KEIN Ökumenisches Konzil, es ist ein pan-Orthodoxes (obwohl ich diese Bezeichnung als ein Oxymoron betrachte da ja alle Orthodoxen Kirchen dran teilnehmen ist das "pan" überflüssig). Ob ein Konzil ein Ökumenisches war kann man erst hinterher sagen. Siehe meinen Post oben.

Gruß
Joseph

Lugandan: Kristo ajukkide! Amajim ajukkide!
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Nassos »

Dadurch dass alle orthodoxen Kirchen teilnehmen muss es panorthodox heißen, denn genau das will es ja ausdrücken, dadurch unterscheidet es sich namentlich.
In Deinem Falle wäre dies kein Oxymoron sondern ein Euphemismus.
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
songul
Beiträge: 1759
Registriert: Freitag 28. Dezember 2007, 18:47

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von songul »

Joseph hat geschrieben:Nein es gibt keine "Konkurrenz" zwischen Moskau und Constantinople. Es gibt ungelößte Probleme über jurisdiktionelle Zuständigkeiten auf der ganzen Welt. Aber das hatte ich ja schon oben erklärt.
Von Konkurrenz ist vielleicht übertrieben zu reden, aber dass es nicht gerade einen Ausbund an Herzlichkeit zwischen beiden Kirchenfürsten gibt war zumindest beim letzten Besuch von Kyrill in Istanbul evident.
Man sieht sich schon ein bischen als das dritte Rom in Moskau und das macht's ein wenig delikat, aber wenn grosse Entscheidungen anstehen die die ganze Orthodoxie betreffen werden sie zusammen arbeiten.
Joseph hat geschrieben:Als andere Punkte sind Neuregelungen der Fastenregeln, evtl die Neuregelung des Kalenders und diverse andere Punkte (insgesamt 10) auf der Agenda.
Das mit den Neuregelungen der Fastenregeln würde mich nun schon interessieren (weniger oder mehr?) und die anderen 10 Punkte welche sind die?
Nassos hat geschrieben:Ich habe am Großen Samstag kommuniziert. Natürlich mit vorheriger Beichte (die war auch bitter nötig, by the way...)
Am Sonntag habe ich wieder kommuniziert - ohne nochmal zu beichten.
Man könnte jetzt sagen, in der kurzen Zeit gab es nichts, aber es ist wie beim Autofahren im Regen: die Beichte ist wie der Scheibenwischer, der klare Sicht verschafft, doch die Tropfen der Sünde sind sofort wieder da....
Wäre die Kommunion am Sonntag wie oben beschrieben in der ROKA möglich gewesen?
Wäre sicherlich möglich gewesen, denn wer in der ROKA zur Kommunion will muss in der Regel mit einem der Priester sprechen und meist auch schon bekanntermassen zu vorherigen Liturgien gekommen sein.
Es ist nun mal bei der ROKA so, dass in dieser Kirche eine sehr genaue Beobachtung der Regeln für die Heilige Kommunion gilt. Das ist nicht als Härte gemeint, sondern man ist einfach sehr gewissenhaft damit.
Es gibt allerdings einige Ausnahmen in denen eigentlich Dispens vom Fasten gegeben ist und man dennoch darauf besteht, das Fasten vor der Kommunion einzuhalten oder es geht nicht.
Aber wenn ein Orthodoxer von einer anderen Kirche zur Kommunion zugelassen wird kann er das in seiner angestammten Weise machen wenn er wünscht.
Er muss sich nicht etwa den russischen Gepflogenheiten anpassen.
Nassos hat geschrieben:Zu den Bänken sollte man vielleicht anführen, dass hier nicht durchgehed gesessen wird. Beispielsweise sitzt keiner, wenn der Priester vor der Ikonostase steht oder das Evangelium / Weihrauch "herumführt!"
Eventuell hat sich bei der Bankdiskussion dieser Eindruck ergeben.
Die Leute sitzen nicht beim Evangelium (sehr wohl aber beim Apostel).

Soll keine Ausrede sein, sondern eine Zurechtstellung.
Zur leidigen Bankdiskussion:
Dass manche der Jurisdiktionen Bänke in ihren Kirchen zulassen mag anderen missfallen, aber der Respekt gegenüber den Kirchenoberen und deren Gläubigen sollte einen dann schon zurück halten, immer dagegen anzugehen, nur weil es in der eigenen Kirche anders gehandhabt wird.
Der Glaube ist schliesslich nicht in den Bänken.
Wenn es so ist kann man gleich bei jeder Kirche was finden was nicht richtig ist (in den eigenen Augen) und kritisieren.
Es gibt schliesslich wesentliche Unterschiede in der Handhabung und Ausübung bei Beichte, Kommunion, Bittgebeten und anderem. Deswegen das dann gleich als nicht richtig darzustellen ist nicht rechtens.
Ein wesentlicher Unterschied ist die dezentrale Organisation in der Orthodoxie; das ist für Römer und meist auch für deren "Offsprings" die Protestanten schwer zu akzeptieren.
Alles was in unseren Kirchen geschieht muss man in diesem Kontext sehen, dann kann man auch besser verstehen, weshalb die Verständigung untereinander sich so präsentiert wie hier von Aussenstehenden zitiert wird.
Man möge auch nicht vergessen, dass die Diasporasituation hier in Mitteleuropa sehr extrem ist und erst almählich die Kirchenoberen realisieren, dass man gemeinsam stark ist.
Das Momentum des permanenten Geldmangels kommt auch immer ins Spiel.
Man hat hier keine Kirchensteuergelder zur Verfügung.

Bei aller vordergründigen Verschiedenheit und Nichtorganisation ist man sich doch viel einiger in allem als das die z. B. Katholiken heutzutage untereinander sind.

LG Songul

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 24027
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Niels »

songul hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Nein es gibt keine "Konkurrenz" zwischen Moskau und Constantinople. Es gibt ungelößte Probleme über jurisdiktionelle Zuständigkeiten auf der ganzen Welt. Aber das hatte ich ja schon oben erklärt.
Von Konkurrenz ist vielleicht übertrieben zu reden, aber dass es nicht gerade einen Ausbund an Herzlichkeit zwischen beiden Kirchenfürsten gibt war zumindest beim letzten Besuch von Kyrill in Istanbul evident.
Man sieht sich schon ein bischen als das dritte Rom in Moskau und das macht's ein wenig delikat, aber wenn grosse Entscheidungen anstehen die die ganze Orthodoxie betreffen werden sie zusammen arbeiten.
Joseph hat geschrieben:Als andere Punkte sind Neuregelungen der Fastenregeln, evtl die Neuregelung des Kalenders und diverse andere Punkte (insgesamt 10) auf der Agenda.
Das mit den Neuregelungen der Fastenregeln würde mich nun schon interessieren (weniger oder mehr?) und die anderen 10 Punkte welche sind die?
Nassos hat geschrieben:Ich habe am Großen Samstag kommuniziert. Natürlich mit vorheriger Beichte (die war auch bitter nötig, by the way...)
Am Sonntag habe ich wieder kommuniziert - ohne nochmal zu beichten.
Man könnte jetzt sagen, in der kurzen Zeit gab es nichts, aber es ist wie beim Autofahren im Regen: die Beichte ist wie der Scheibenwischer, der klare Sicht verschafft, doch die Tropfen der Sünde sind sofort wieder da....
Wäre die Kommunion am Sonntag wie oben beschrieben in der ROKA möglich gewesen?
Wäre sicherlich möglich gewesen, denn wer in der ROKA zur Kommunion will muss in der Regel mit einem der Priester sprechen und meist auch schon bekanntermassen zu vorherigen Liturgien gekommen sein.
Es ist nun mal bei der ROKA so, dass in dieser Kirche eine sehr genaue Beobachtung der Regeln für die Heilige Kommunion gilt. Das ist nicht als Härte gemeint, sondern man ist einfach sehr gewissenhaft damit.
Es gibt allerdings einige Ausnahmen in denen eigentlich Dispens vom Fasten gegeben ist und man dennoch darauf besteht, das Fasten vor der Kommunion einzuhalten oder es geht nicht.
Aber wenn ein Orthodoxer von einer anderen Kirche zur Kommunion zugelassen wird kann er das in seiner angestammten Weise machen wenn er wünscht.
Er muss sich nicht etwa den russischen Gepflogenheiten anpassen.
Nassos hat geschrieben:Zu den Bänken sollte man vielleicht anführen, dass hier nicht durchgehed gesessen wird. Beispielsweise sitzt keiner, wenn der Priester vor der Ikonostase steht oder das Evangelium / Weihrauch "herumführt!"
Eventuell hat sich bei der Bankdiskussion dieser Eindruck ergeben.
Die Leute sitzen nicht beim Evangelium (sehr wohl aber beim Apostel).

Soll keine Ausrede sein, sondern eine Zurechtstellung.
Zur leidigen Bankdiskussion:
Dass manche der Jurisdiktionen Bänke in ihren Kirchen zulassen mag anderen missfallen, aber der Respekt gegenüber den Kirchenoberen und deren Gläubigen sollte einen dann schon zurück halten, immer dagegen anzugehen, nur weil es in der eigenen Kirche anders gehandhabt wird.
Der Glaube ist schliesslich nicht in den Bänken.
Wenn es so ist kann man gleich bei jeder Kirche was finden was nicht richtig ist (in den eigenen Augen) und kritisieren.
Es gibt schliesslich wesentliche Unterschiede in der Handhabung und Ausübung bei Beichte, Kommunion, Bittgebeten und anderem. Deswegen das dann gleich als nicht richtig darzustellen ist nicht rechtens.
Ein wesentlicher Unterschied ist die dezentrale Organisation in der Orthodoxie; das ist für Römer und meist auch für deren "Offsprings" die Protestanten schwer zu akzeptieren.
Alles was in unseren Kirchen geschieht muss man in diesem Kontext sehen, dann kann man auch besser verstehen, weshalb die Verständigung untereinander sich so präsentiert wie hier von Aussenstehenden zitiert wird.
Man möge auch nicht vergessen, dass die Diasporasituation hier in Mitteleuropa sehr extrem ist und erst almählich die Kirchenoberen realisieren, dass man gemeinsam stark ist.
Das Momentum des permanenten Geldmangels kommt auch immer ins Spiel.
Man hat hier keine Kirchensteuergelder zur Verfügung.

Bei aller vordergründigen Verschiedenheit und Nichtorganisation ist man sich doch viel einiger in allem als das die z. B. Katholiken heutzutage untereinander sind.

LG Songul
Liebe Songul,
danke für Deinen Beitrag! :ja:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

songul hat geschrieben: Zur leidigen Bankdiskussion:.........
LG Songul
Na ja wenigstens kann man sich dann bei der Bankdiskussion hinsetzen.... meine Beine sind Pascha erschöpft
Zuletzt geändert von Joseph am Freitag 9. April 2010, 01:49, insgesamt 1-mal geändert.
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
songul
Beiträge: 1759
Registriert: Freitag 28. Dezember 2007, 18:47

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von songul »

Joseph hat geschrieben:
songul hat geschrieben: Zur leidigen Bankdiskussion:.........
LG Songul
Na ja wenigstens kann man sich dann bei der Diskussion hinsetzen.... meine Beine sind Pascha erschöpft
Immerhin... ganz umsonst sind die Bänke dann doch nicht. 8)

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

songul hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:
songul hat geschrieben: Zur leidigen Bankdiskussion:.........
LG Songul
Na ja wenigstens kann man sich dann bei der Diskussion hinsetzen.... meine Beine sind Pascha erschöpft
Immerhin... ganz umsonst sind die Bänke dann doch nicht. 8)
Songul, in St. Herman's werden die an den Wänden entlangstehenden Bänke von den Frauen für ihre Handtaschen als Ablage benuzt (oben drauf) und als Kinderablage bei Vespers oder Pascha (unten drunter). Und als Ablege für neugierige Protestanten denen die Beine abgebrochen sind....

Aber an Holy Friday hatte ich nach drei Stunden auch abgebrochene Beine und hatte meinen Hintern eine Weile geparkt....

Joseph, week footed

Swahili: Kristo amefufukka! Kweli amefufukka!
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 24027
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Niels »

Joseph hat geschrieben:
songul hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:
songul hat geschrieben: Zur leidigen Bankdiskussion:.........
LG Songul
Na ja wenigstens kann man sich dann bei der Diskussion hinsetzen.... meine Beine sind Pascha erschöpft
Immerhin... ganz umsonst sind die Bänke dann doch nicht. 8)
Songul, in St. Herman's werden die an den Wänden entlangstehenden Bänke von den Frauen für ihre Handtaschen als Ablage benuzt (oben drauf) und als Kinderablage bei Vespers oder Pascha (unten drunter). Und als Ablege für neugierige Protestanten denen die Beine abgebrochen sind....

Aber an Holy Friday hatte ich nach drei Stunden auch abgebrochene Beine und hatte meinen Hintern eine Weile geparkt....

Joseph, week footed

Swahili: Kristo amefufukka! Kweli amefufukka!
Eieiei...sieh an.. ;D - aber verständlich! :ja:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

songul hat geschrieben:Man sieht sich schon ein bischen als das dritte Rom in Moskau und das macht's ein wenig delikat, aber wenn grosse Entscheidungen anstehen die die ganze Orthodoxie betreffen werden sie zusammen arbeiten.
Songul ohne in eine Polemik einsteigen zu wollen. Moscow hat ca. 150 Millionen Gläubige, degegen gibt es weltweit 15 Millionen Griechen und in Constantinople leben vielleicht noch 2000 Orthodoxe Christen..... meinst Du nicht das man da eventuell ein bißchen mehr Gewicht nach Moscow geben kann?
Joseph hat geschrieben:Als andere Punkte sind Neuregelungen der Fastenregeln, evtl die Neuregelung des Kalenders und diverse andere Punkte (insgesamt 10) auf der Agenda.
Das mit den Neuregelungen der Fastenregeln würde mich nun schon interessieren (weniger oder mehr?) und die anderen 10 Punkte welche sind die?
Ich will mal sehen das habe ich irgendwo auf dem HD.... wenn ich's finde poste ich's. Jetzt hat meine Frau aber 'ne All Meat Pizza heimgebracht und man hat ja gewisse Prioritäten, gelle!

Gruß
Joseph

Swedish: Christus ar upstanden! Han ar verkligen upstanden!
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

Niels hat geschrieben:Eieiei...sieh an.. ;D - aber verständlich! :ja:
Well mein Lieber, Anneke hat einmal gesagt, daß man als Orthodoxer mit 20 schon Krampfadern hat, aber mit 80 immer noch den Boden mit der Hand berühren kann. Ich bin da irgendwo zwischen den Krampfadern und dem Bodenberühren.... und konzentriere mich zur Zeit auf's Kreuzweh.

Gruß
Joseph

Turkish: Hristos diril - di! Hakikaten diril - di!
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

songul hat geschrieben: Zur leidigen Bankdiskussion:
Der Glaube ist schliesslich nicht in den Bänken.
...da hast Du Recht, der Glaube ist nämlich in den Beinen. Sie erleiden die Vorfreuden der Höllenqualen.
Aber im Ernst ganz so einfach kann man diese Kontroverse nicht beiseite schieben... Bänke, Orgeln und diverse andere Ungereimtheiten sind Novitäten welche, aus welch immer Gründen, in gewisse Jurisdiktionen eingeschleußt wurden und nun nur mit großen Schwierigkeiten wieder ausgemerzt werden könnten. Sie gehören nicht in Orthodoxe Kirchen und sind fehl am Platz... Im Sinne von lex orandi, lex credendi, sind sie ein negativer Einfluß.
Bei aller vordergründigen Verschiedenheit und Nichtorganisation ist man sich doch viel einiger in allem als das die z. B. Katholiken heutzutage untereinander sind.

LG Songul
da stimme ich Dir aus vollem Herzen zu....

Gruß
Joseph

Lugandan: Kristo ajukkide! Amajim ajukkide!
We are drowning in information and starving for knowledge.

Mary
Beiträge: 1470
Registriert: Mittwoch 29. Juli 2009, 06:58

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Mary »

Nassos hat geschrieben:Ich versuch das mal so zu formulieren:

Ich habe am Großen Samstag kommuniziert. Natürlich mit vorheriger Beichte (die war auch bitter nötig, by the way...)
Am Sonntag habe ich wieder kommuniziert - ohne nochmal zu beichten.

Man könnte jetzt sagen, in der kurzen Zeit gab es nichts, aber es ist wie beim Autofahren im Regen: die Beichte ist wie der Scheibenwischer, der klare Sicht verschafft, doch die Tropfen der Sünde sind sofort wieder da....

Wäre die Kommunion am Sonntag wie oben beschrieben in der ROKA möglich gewesen?
In meiner Gemeinde wär es so möglich gewesen, ja.
Wer an Palmsonntag beichtet, kann bis zur Osternacht zur Kommunion kommen. Ich habe an Palmsonntag, am Hohen Donnerstag und in der Osternacht kommuniziert.
Anders hätte Vater keine Chance, alle Beichten zu hören :neinfreu:

Lg Maria
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!

Benutzeravatar
ad-fontes
Beiträge: 9523
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 12:34

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von ad-fontes »

Nassos hat geschrieben:Zu den Bänken sollte man vielleicht anführen, dass hier nicht durchgehed gesessen wird. Beispielsweise sitzt keiner, wenn der Priester vor der Ikonostase steht oder das Evangelium / Weihrauch "herumführt!"
Eventuell hat sich bei der Bankdiskussion dieser Eindruck ergeben.
Die Leute sitzen nicht beim Evangelium (sehr wohl aber beim Apostel).

Soll keine Ausrede sein, sondern eine Zurechtstellung.
Wenn nun aber der Priester Handzeichen zum Hinsetzen gibt, so denke ich, hat man keine andere Wahl es den übrigen Banknachbarn gleichzutun (auch wenn man gerne - vor allem innerhalb der Opferliturgie - stehenbleiben möchte).
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

@Songul:
Hier sind die 10 Punkte der Konzils Agenda: Die ersten 5 sind die "Biggies"

1. The Orthodox diaspora, where the jurisdiction over the Orthodox flock beyond national borders will be defined. According to the canons now in effect, before the growth in the phenomenon of emigration the faithful outside of their home country belong to the ecumenical patriarchate. (Joseph's note: I do not agree with the second sentence here and so do all jurisdictions except Constantinople. There have been announcements contrary to this from all jurisdictions, but especially the MP which adamantly does NOT accept this interpretation of canon 28)

2. The manner of recognizing the status of autocephalous Church.

3. The manner of recognizing the status of Church autonomy.

4. Dypticha, meaning the rules of mutual canonical recognition among the Orthodox Churches.

5. Establishing a common calendar for feasts. For example, some Churches celebrate the Nativity on December 25, others 13 days later.

6. Impediments and canonicity of the sacrament of matrimony.

7. The question of fasting in the contemporary world.

8. Relationships with the other Christian confessions.

9. The ecumenical movement.

10. The contribution of the Orthodox in affirming the Christian ideals of
peace, fraternity, and freedom.
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Zu den Bänken sollte man vielleicht anführen, dass hier nicht durchgehed gesessen wird. Beispielsweise sitzt keiner, wenn der Priester vor der Ikonostase steht oder das Evangelium / Weihrauch "herumführt!"
Eventuell hat sich bei der Bankdiskussion dieser Eindruck ergeben.
Die Leute sitzen nicht beim Evangelium (sehr wohl aber beim Apostel).
Soll keine Ausrede sein, sondern eine Zurechtstellung.
Wenn nun aber der Priester Handzeichen zum Hinsetzen gibt, so denke ich, hat man keine andere Wahl es den übrigen Banknachbarn gleichzutun (auch wenn man gerne - vor allem innerhalb der Opferliturgie - stehenbleiben möchte).
Wenn der Priester das "Handzeichen" zum setzen gibt (warum wissen die Leute nicht wann sie sich setzen können????) setzen sich bei uns die Leute auf den Boden der mit Teppichen belegt ist (und in der neuen Kirche eine Fußbodenheizung haben wird). Alte und Gäste sitzn dann auf den Bänken an der Wand....
Die einzige Gelegenheit zum Sitzen in der Liturgie ist die Predigt (die wird in vielen Kirchen sowieso erst am Ende der Liturgie gegeben) und wenn es unbedingt sein muß bei den Episteln.... ansonsten wird gestanden.
So warum Bänke?

Joseph, hat es nicht mit Bänken...

Czech: Kristus vstal a mrtvych! Opravdi vstoupil!
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Nassos »

ad-fontes hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Zu den Bänken sollte man vielleicht anführen, dass hier nicht durchgehed gesessen wird. Beispielsweise sitzt keiner, wenn der Priester vor der Ikonostase steht oder das Evangelium / Weihrauch "herumführt!"
Eventuell hat sich bei der Bankdiskussion dieser Eindruck ergeben.
Die Leute sitzen nicht beim Evangelium (sehr wohl aber beim Apostel).

Soll keine Ausrede sein, sondern eine Zurechtstellung.
Wenn nun aber der Priester Handzeichen zum Hinsetzen gibt, so denke ich, hat man keine andere Wahl es den übrigen Banknachbarn gleichzutun (auch wenn man gerne - vor allem innerhalb der Opferliturgie - stehenbleiben möchte).
Eigentlich ist die Predigt die einzige Stelle, bei der unser Priester das Zeichen zum Setzen gibt.
Ansonsten machen das die Leute recht autokephal...
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Nassos »

Joseph hat geschrieben: Songul ohne in eine Polemik einsteigen zu wollen. Moscow hat ca. 150 Millionen Gläubige, degegen gibt es weltweit 15 Millionen Griechen und in Constantinople leben vielleicht noch 2000 Orthodoxe Christen..... meinst Du nicht das man da eventuell ein bißchen mehr Gewicht nach Moscow geben kann?
Mehr Gewicht ist bestimmt richtig! Und Rußland ist heilig!
Bedeutet jedoch Masse allein automatisch Qualität? (Ich hoffe, die Frage wird richtig verstanden - ich spreche niemandem Qualität ab (ausgerechnet ich..) aber die Schlussfolgerung erscheint mir nicht unbedingt zwingend logisch).

Nassos
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

Nassos hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben: Songul ohne in eine Polemik einsteigen zu wollen. Moscow hat ca. 150 Millionen Gläubige, degegen gibt es weltweit 15 Millionen Griechen und in Constantinople leben vielleicht noch 2000 Orthodoxe Christen..... meinst Du nicht das man da eventuell ein bißchen mehr Gewicht nach Moscow geben kann?
Mehr Gewicht ist bestimmt richtig! Und Rußland ist heilig!
Bedeutet jedoch Masse allein automatisch Qualität? (Ich hoffe, die Frage wird richtig verstanden - ich spreche niemandem Qualität ab (ausgerechnet ich..) aber die Schlussfolgerung erscheint mir nicht unbedingt zwingend logisch).

Nassos
Ach Nassos, isch liebe Disch..... :kussmund: :P :freude:
We are drowning in information and starving for knowledge.

Miserere Nobis Domine
Beiträge: 1846
Registriert: Samstag 4. April 2009, 22:17

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Naja, vielleicht 2000 ethnische Griechen... aber wenn man alle orthodoxen Christen in der Stadt zählt (Araber, Bulgaren, Rumänen, Russen etc), sind es deutlich mehr. Trotzdem dürften die Altorientalen (Armenier und Aramäer) zahlreicher sein.

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Nassos »

Joseph hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben: Songul ohne in eine Polemik einsteigen zu wollen. Moscow hat ca. 150 Millionen Gläubige, degegen gibt es weltweit 15 Millionen Griechen und in Constantinople leben vielleicht noch 2000 Orthodoxe Christen..... meinst Du nicht das man da eventuell ein bißchen mehr Gewicht nach Moscow geben kann?
Mehr Gewicht ist bestimmt richtig! Und Rußland ist heilig!
Bedeutet jedoch Masse allein automatisch Qualität? (Ich hoffe, die Frage wird richtig verstanden - ich spreche niemandem Qualität ab (ausgerechnet ich..) aber die Schlussfolgerung erscheint mir nicht unbedingt zwingend logisch).

Nassos
Ach Nassos, isch liebe Disch..... :kussmund: :P :freude:
Verstehe. Man muss richtig übelst reinbolzen, um ernstgenommen zu werden.

E, Alda, Du kommst net rein. Kontinent Arsch, Frisur Arsch, Einstellung Arsch. Ich Chef. Du nix.

Eeee.
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Naja, vielleicht 2000 ethnische Griechen... aber wenn man alle orthodoxen Christen in der Stadt zählt (Araber, Bulgaren, Rumänen, Russen etc), sind es deutlich mehr. Trotzdem dürften die Altorientalen (Armenier und Aramäer) zahlreicher sein.
Ich hätte da deutlicher sein sollen. Ich meinte diejenigen welcher direkt unter dem EP stehen und in der Türkei leben.... Armenier und Aramaer zählen da nicht dazu.... auch nicht die mehr als 10 000 Russen welche permanent in Istanbul leben.

Gruß
Joseph

Amharic: Kristos tenestwal! Bergit tenestwal!
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

Nassos hat geschrieben: E, Alda, Du kommst net rein. Kontinent Arsch, Frisur Arsch, Einstellung Arsch. Ich Chef. Du nix.
Eeee.
Hey Nassos, wie wärs. Während ich am Aleuten Lexikon arbeiet machst Du Dich an einem Deutsch-Türkischen zu schaffen....?
Ich tu disch imma noch lieben, eh...

Jussuf....

PS: Hier ist ne Idee: Isuf, yusuf, he/she/it suffs, wesuf, yusuf, theysuf....
We are drowning in information and starving for knowledge.

Miserere Nobis Domine
Beiträge: 1846
Registriert: Samstag 4. April 2009, 22:17

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Joseph hat geschrieben:Ich meinte diejenigen welcher direkt unter dem EP stehen und in der Türkei leben.... Armenier und Aramaer zählen da nicht dazu.... auch nicht die mehr als 10 000 Russen welche permanent in Istanbul leben.
Die Russen in der Türkei unterstehen dem Ökumenischen Patriarchat. Die russischen Priester in der Türkei sind offiyiell vom MP an das ÖP ausgeliehen und in den Liturgien wird Patriarch Batholomäus, nicht Kyrill, kommemoriert. Die "neue" russische Kirche in Istanbul (die nicht wirklich neu ist, sondern nur wiedereröffnet wurde), wurde auch von Patriarch Batholomäus geweiht, wobei Patriarch Kyrill Gast der Zeremonie war.

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Nassos »

aaahhh, das wären dann die russischen Jussufs...

Iyi geceler,
yunan...
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
ad-fontes
Beiträge: 9523
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 12:34

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von ad-fontes »

songul hat geschrieben: Wäre sicherlich möglich gewesen, denn wer in der ROKA zur Kommunion will muss in der Regel mit einem der Priester sprechen und meist auch schon bekanntermassen zu vorherigen Liturgien gekommen sein.
Es ist nun mal bei der ROKA so, dass in dieser Kirche eine sehr genaue Beobachtung der Regeln für die Heilige Kommunion gilt. Das ist nicht als Härte gemeint, sondern man ist einfach sehr gewissenhaft damit.
Liebe Songul, das klingt so, als müßte man ein dickes Fell und Ausdauer haben, wenn man zur ROKA will; stimmt das? Wie ist die Mentalität der Gläubigen der Auslandskirche? Zunächst einmal abweisend?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

Mary
Beiträge: 1470
Registriert: Mittwoch 29. Juli 2009, 06:58

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Mary »

ad-fontes hat geschrieben:
songul hat geschrieben: Wäre sicherlich möglich gewesen, denn wer in der ROKA zur Kommunion will muss in der Regel mit einem der Priester sprechen und meist auch schon bekanntermassen zu vorherigen Liturgien gekommen sein.
Es ist nun mal bei der ROKA so, dass in dieser Kirche eine sehr genaue Beobachtung der Regeln für die Heilige Kommunion gilt. Das ist nicht als Härte gemeint, sondern man ist einfach sehr gewissenhaft damit.
Liebe Songul, das klingt so, als müßte man ein dickes Fell und Ausdauer haben, wenn man zur ROKA will; stimmt das? Wie ist die Mentalität der Gläubigen der Auslandskirche? Zunächst einmal abweisend?
Hallo ad-fontes,

was meinst du mit "wenn man zur ROKA will"? Zur einmaligen Kommunion? Oder um aufgenommen zu werden?

Ausdauer muss man schon haben, wenn man in die Kirche aufgenommen werden will. Oder vielleicht anders gesagt: Man muss seine ernsthafte Absicht und den Wunsch durch die Tat (Anwesenheit und Mitarbeit) beweisen und man wird so auch vor schnellen Kurzschlussentscheidungen bewahrt.

Mit der Mentalität der Gläubigen hat das nichts zu tun. Die sind - die ich kenne, jedenfalls - sehr nett. Sie gehen nicht gleich auf jeden zu, der neu in der Kirchentür auftaucht. Eine gewisse Vorsicht ist auch verständlich, denn wir haben auch immer mal Besucher, die mal das exotisch-orthodoxe Feeling haben wollen, oder sogar welche, die uns nach der Liturgie anhand von "Fragen" klarmachen möchten, dass wir eigentlich Götzendiener sind....Bei echtem Interesse sind sie aber sehr hilfsbereit und nehmen dich gern in die Gemeinschaft auf.

Lg Maria
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!

Benutzeravatar
ad-fontes
Beiträge: 9523
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 12:34

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von ad-fontes »

Das Unterstrichene bezog sich auf einen Orthodoxen aus einer anderen Kirche, der bei der ROKA kommunizieren will, z.B. Nassos. Müßte er erst einmal zwei-, dreimal hingehen, um bekannt zu sein? Kommt mir komisch vor.

Das andere war davon unabhängig eine Frage zur Mentalität. Würde mich freuen, wenn man dazu mal was lesen könnte, denn ich glaube, daß zwischen russischer und der übrigen slawischen Glaubensempfindung und der von Griechen und arabisch Sprechenden ein erheblicher Unterschied besteht.

Kann es sein, daß bei der ROKA mehr Glaubensernst als Glaubensfreude im Mittelpunkt steht?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

Mary
Beiträge: 1470
Registriert: Mittwoch 29. Juli 2009, 06:58

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Mary »

ad-fontes hat geschrieben:Das Unterstrichene bezog sich auf einen Orthodoxen aus einer anderen Kirche, der bei der ROKA kommunizieren will, z.B. Nassos. Müßte er erst einmal zwei-, dreimal hingehen, um bekannt zu sein? Kommt mir komisch vor.

Das andere war davon unabhängig eine Frage zur Mentalität. Würde mich freuen, wenn man dazu mal was lesen könnte, denn ich glaube, daß zwischen russischer und der übrigen slawischen Glaubensempfindung und der von Griechen und arabisch Sprechenden ein erheblicher Unterschied besteht.

Kann es sein, daß bei der ROKA mehr Glaubensernst als Glaubensfreude im Mittelpunkt steht?
Nassos müsste sich dem Priester vorgestellt haben und mit diesem geklärt haben, ob er kommunizieren kann oder nicht. Tut er es nicht, kann er durchaus vor versammelter Gemeinde und vor dem Kelch stehend ausgefragt werden und gegebenenfalls auch weggeschickt werden. Kommt bei uns immer mal wieder vor.
Was mich dann immer erstaunt: Die abgewiesenen Leute sind keineswegs beleidigt, sondern stellen sich einfach wieder in die Kirche und suchen meist am Schluss das Gespräch mit dem Priester.

Mentalitätsunterschiede gibt es natürlich. Genauso, wie ein Katholik in Kiel wohl anders ist als ein Süditaliener, vermutlich auch im Ausdruck seiner Frömmigkeit.
Aus dem Büchlein "We came, we saw, we converted" von Fr. Joseph Huneycutt, habe ich die folgenden Verse kopiert:
If you could become Orthodox like a Romanian,

Experience it like a Serbian,

Be loyal to it like a Ukrainian,

Sacrifice for it like a Russian,

Be proud of it like an Arab,

And enjoy it like a Greek,

What a great faith you’d have,


Ich glaube aber, dass Glaubensernst und Glaubensfreude sich nicht ausschliessen, sondern eher gegenseitig bedingen. Der Grieche lebt vielleicht seine Freude offener aus als ein Russe, das heisst aber nicht, dass der Russe die Freude nicht ebenso in sich hat. Hast Du je eine orthodoxe Osternacht erlebt? Wenn plötzlich sich wildfremde Gläubige umarmen und du von allen Seiten geküsst und angelacht wirst, dann ist Ostern! :ja: :klatsch:

Lg Maria
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben:
songul hat geschrieben: Wäre sicherlich möglich gewesen, denn wer in der ROKA zur Kommunion will muss in der Regel mit einem der Priester sprechen und meist auch schon bekanntermassen zu vorherigen Liturgien gekommen sein.
Es ist nun mal bei der ROKA so, dass in dieser Kirche eine sehr genaue Beobachtung der Regeln für die Heilige Kommunion gilt. Das ist nicht als Härte gemeint, sondern man ist einfach sehr gewissenhaft damit.
Liebe Songul, das klingt so, als müßte man ein dickes Fell und Ausdauer haben, wenn man zur ROKA will; stimmt das? Wie ist die Mentalität der Gläubigen der Auslandskirche? Zunächst einmal abweisend?
Das ist nicht nur in ROKA (ROCOR hier) so. Bei uns (OCA) erhält niemand Kommunion der nicht erst dem Priester bekannt ist, sich zumindest vorgestellt hat und gefragt hat ob er zugelassen wird und in "good standing" also erst kürzlich gebeichtet oder kommuniziert hat.

Die Gläubigen sind nicht abweisend..... obwohl in einer mir bekannten ROCOR Kirche herrscht eine gewisse clique-ishness. Aber das könnte ich auch von fast allen griechischen, einer antiochischen und den zwei ukrainischen Kirchen hier sagen welche ich manchmal besuche.... Aber im Ende sind sie alle Orthodox und es schallt immer aus dem Wald heraus wie man in ihn hinein ruft....

Gruß
Joseph
We are drowning in information and starving for knowledge.

Benutzeravatar
songul
Beiträge: 1759
Registriert: Freitag 28. Dezember 2007, 18:47

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von songul »

ad-fontes hat geschrieben:Das Unterstrichene bezog sich auf einen Orthodoxen aus einer anderen Kirche, der bei der ROKA kommunizieren will, z.B. Nassos. Müßte er erst einmal zwei-, dreimal hingehen, um bekannt zu sein? Kommt mir komisch vor.
Das ist nicht komisch; es ist einfach nur so, dass die russ. Auslandskirche eben sehr partikulär und konservativ im bewahrenden Sinne ist, in der Einhaltung der Vorschriften.
Darauf ist man auch stolz; man muss nicht vergessen, dass sie diese Mentalität in der Emigration und Diaspora einfach forcieren musste, all die Jahrzehnte.
Es steht ihnen ja schliesslich frei so zu sein und sie bewegen sich immer noch im Rahmen des üblichen.
Wem's nicht passt, der kann ja woanders hingehen; und wer aus Isolationsgründen hingehen muss, der muss, und wird in der Regel auch, sich langsam anpassen.
Die Beichtiger üben schliesslich keine brutalen Druck aus, sonder begründen auch durch die Lehren der Altväter und eins muss man schon sagen: sie haben oft so eine Tiefe, dass die Anpassung für den der regelmässig kommt, sich fast von alleine einstellt.
ad-fontes hat geschrieben:Das andere war davon unabhängig eine Frage zur Mentalität. Würde mich freuen, wenn man dazu mal was lesen könnte, denn ich glaube, daß zwischen russischer und der übrigen slawischen Glaubensempfindung und der von Griechen und arabisch Sprechenden ein erheblicher Unterschied besteht.
Zu lesen gibt es in anderen Sprachen als den respektive Landesprachen wenn überhaupt nur etwas in Englisch.
Am besten man begibt sich abwechselnd in die verschiedenen Kirchen wohnt der Liturgie bei und beobachtet die Leute.

Ansonsten gilt was Mary gepostet hat:

If you could become Orthodox like a Romanian,
Experience it like a Serbian,
Be loyal to it like a Ukrainian,
Sacrifice for it like a Russian,
Be proud of it like an Arab,
And enjoy it like a Greek,
And severely love it like a Georgian (meine Ergänzung)
What a great faith you’d have.

Das beschreibt genau das, was ich all die Jahre in diesen Kirchen gelernt und gelebt habe und immer noch lebe.
Gerade dadurch lernt man die Gemeinsamkeiten, die sich wie ein rotes Band durch alle Gemeinschaften ziehen, und bei aller Verschiedenheit die gemeinsame Orthodoxie repräsentieren.

Dieses Video ist ein guter Indikator dafür:

http://www.youtube.com/v/kQzIzXPWK8M&hl

Christus ist auferstanden!

LG Songul

Benutzeravatar
ad-fontes
Beiträge: 9523
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 12:34

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von ad-fontes »

Vielen Dank für eure Antworten.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

Benutzeravatar
Joseph
Beiträge: 2510
Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 06:41
Wohnort: Canada

Re: Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland

Beitrag von Joseph »

songul hat geschrieben: Ansonsten gilt was Mary gepostet hat:

If you could become Orthodox like a Romanian,
Experience it like a Serbian,
Be loyal to it like a Ukrainian,
Sacrifice for it like a Russian,
Be proud of it like an Arab,
And enjoy it like a Greek,
And severely love it like a Georgian (meine Ergänzung)
And joyously spread and announce it like a North American (meine Ergänzung)

What a great faith you’d have.

LG Songul
We are drowning in information and starving for knowledge.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema