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Unsere Mediendeppen
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 19:28
von Edi
Regelmässig kann man erleben, dass Mediendeppen aller Art wie jetzt auch wieder beim Absturz des französichen Airbus ins Meer nahe bei Brasilien schon nach einem halben Tag berichten, es sei immer noch nicht klar, WARUM das Flugzeug abgestürzt sei. Nach einemTag, nach zwei Tagen wird wiederum dasselbe berichtet, obwohl jeder weiß, dass es Wochen oder noch viel länger dauern kann, bis man die Ursache eines solchen Unglücks herausgefunden hat und dazu meist auch das Auffinden der Black Box und/oder des Stimmenrecorders nötig ist, die erst eine Ursachenforschung möglich machen, zumal wenn es keine Überlebenden gibt.
Hat man es hier mit Leuten zu tun, die zu dumm sind, hinzuzulernen?
Zeigen diese Fälle auf, dass sie auch sonst zu dumm sind, genauer zu berichten?
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 19:42
von Juergen
Die Leute von den Medien haben manchmal ein "Sprachproblem".
Die Verantwortlichen sprachen auf Englisch von
storm und viele dt. Medien haben das erstmal mit "Sturm" übersetzt. Nun fliegen Flugzeuge dauernd durch irgendwelche Stürme und es passiert nichts schlimmes, außer daß sich vielleiche ein paar Fluggäste übergeben müssen.
Wenn aber im Englischen von "storm" gesprochen wird, so ist damit kein starker Wind gemeint, den wir im Deutschen mit "Sturm" bezeichnen, sondern unter "storm" wird im Prinzip ein "Thunderstorm" verstanden, wobei der Wortteil "Thunder-" sich zumindest im amerikanischen Englisch nicht so recht hat halten können. Gemeint ist hier also ein Blitz, Donner, heftiger Wind und Regen oder Hagel etc.
Die dt. Medien haben aber zuerst immer nur vom "Sturm" gesprochen. Gleichzeitig wunderte man sich, warum durch einen Sturm ein Flugzeug abstürzt....
-->
http://en.wikipedia.org/wiki/Storm
-->
http://en.wikipedia.org/wiki/Thunderstorm
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 20:26
von Marion
Nachrichten haben das gleiche Niveau einer Novela
War das immer schon so und wir haben es nicht gemerkt?
Als Kinder mussten wir immer um 8Uhr raus aus der guten Stube. Da musste Papa konzentriert schauen was in der Welt los ist.
Mir scheint es heute so: Hast de einmal geguckt, hast de alle gesehen. Die Themen wechseln höchstens 1mal alle 2 Monate und so lange werden se spannend gehalten mit allen Tricks, die viele auch an einer Novela halten.
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 20:47
von cantus planus
Das Problem ist doch, dass möglichst schnell Informationen, am Besten gleich mit Bild geliefert werden müssen. Mittlerweile hat man keine Nachrichtensendung mehr, in der nicht irgendeine Umfrage mit schickem Diagramm eingeblendet wird. Der Informationswert dieser Graphiken ist teilweise gleich Null, da keine Bezugswerte etc. angegeben werden.
Das Problem der Schnelligkeit und des Boulevardisierung des Journalismus sah man sehr schön am FSSPX-Skandal: vor Kurzem kannte niemand die Piusbruderschaft. Dann wurden wir plötzlich an einem Freitagmorgen informiert, Bischof Williamson sei in Argentinien untergetaucht - nachdem er am Donnerstag Abend nicht zum Abendessen erschienen war. Ab Freitag Mittag war klar, dass Williamson immer noch in La Reja ist, aber einfach nicht zu Abend gegessen hat. Was für eine Sensation...
Das nächste Problem ist die Nachrichtenqualität. Heute reicht es nicht mehr, wenn ein Reporter irgendwo in der Pampa steht und einen Bericht abgibt. Es müssen Experten im Studio sein. So weit, so gut. Aber wer Experte ist, definiert sich teilweise sehr unterschiedlich. Da wird zum Luftfahrtexperten, wer als Kind mal Astronaut werden wollte oder einmal von Cape Canaveral berichtet hat. Jemand, der eine große CD-Sammlung zu Hause hat, wird zum Musikexperten etc. Wenn man sich im Fach auskennt, stehen einem dann während des Anhöres dieser Expertisen die Haare zu Berge.
Ein weiteres Problem ist die Emotionalisierung der Nachrichten, die aus den USA herübergeschwappt ist, und die ich sehr skeptisch sehe. Statt einfach eine Sache zu benennen, kommt es zur subtilen Anwendung von Adverben, die bestimmte Emotionen hervorrufen sollen. Dazu kommt bei einigen Sendern sogar eine musikalische Untermalung. Relativ neu ist, dass die Moderatoren die Meldungen anschließend kurz im Zwiegespräch kommentieren. Das soll die Sendung auflockern, stellt aber tatsächlich ein ernstzunehmendes Qualitätsproblem dar. Auch ist die Grenze zwischen Bericht, Spekulation, Analyse und Kommentar längst nicht mehr überall klar auszumachen.
Letztes Problem: die Quote. Um eine gute Quote zu erzielen, muss man die Zuschauer ans Programm binden. Das tut man durch Fortsetzungsgeschichten, Serien etc. Das färbt auf die Nachrichten ab: immer häufiger erleben wir, dass in Nachrichtensendungen über Tage oder gar Wochen Nebenschaupläte beleuchtet werden, die man vor wenigen Jahren nicht einmal erwähnt hätte. Hinzu kommt das Eindringen immer neuer, nachrichtenferner Dinge: Kosmetiktipps, Testberichte, Kinoempfehlungen, Programmvorschauen für den eigenen Sender etc. Das alles hat in einer Nachrichtensendung nichts zu suchen!
Das Niveau der Nachrichtensendungen sinkt permanent, auch das sprachliche Niveau. Das merkt man im Fernsehen, aber auch sehr stark am Radio - was ich regelmäßig erlebe, da ich keinen eigenen Fernseher besitze. Auch das Niveau der Zeitung verflacht: in meiner Tageszeitung gab es früher auf der Seite "Weltspiegel" die interessantesten Nachrichten. Heute heißt die Seite noch immer "Weltspiegel", ist aber eine Klatsch- und Tratschseite für Meldungen im "Auch das noch..."-Stil geworden. Ich überschlage sie jetzt regelmäßig.
Wo Unterhaltung den Marktwert bestimmt, müssen Nachrichten zwangsläufig an Objektivität einbüßen. Viele wissen um das Problem. Noch mehr allerdings nicht. Vor allem sehen sie nicht die Gefahren dieser Entwicklung. Und die sind immens.
Gott sei Dank kommt die Unterhaltungs- und Desinformationswelle erst zu einer Zeit, wo das Internet Möglichkeiten bietet, sich fernab der von Redaktionen oder anderen Institutionen vorgefilterten Nachrichten zu informieren. Aber auch die Bedienung des Internets will gelernt sein. Zwar surfen heute alle Kinder und Jugendlichen ganz selbstverständlich, aber um die Fähigkeiten zur Informationsauswertung, Quellenprüfung und Relevanzfindung steht es äußerst schlecht, wie erst vor kurzem eine Studie nachgewiesen hat.
Wir haben so viele Informationen wie noch nie zur Verfügung. Das verleitet zu einem bedenklich sorglosem Umgang damit.
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 21:24
von Edi
cantus planus hat geschrieben:.....Aber auch die Bedienung des Internets will gelernt sein. Zwar surfen heute alle Kinder und Jugendlichen ganz selbstverständlich, aber um die Fähigkeiten zur Informationsauswertung, Quellenprüfung und Relevanzfindung steht es äußerst schlecht, wie erst vor kurzem eine Studie nachgewiesen hat.
Nicht nur die Fähigkeiten auch der Wille fehlt oft dazu. Nicht einmal allzuviele Christen wissen oder wollen wissen, dass reichlich Informationen von gewissen geschäftsinteressierten Interessengruppen kommen. Dabei kennt doch jeder den Spruch: Geld regiert die Welt. Das aber ist kein blosser Spruch, sondern tägliche Realität in vielen Lebensbereichen. Heute kann man, so man genug Geld hat, alles kaufen, auch sog. wissenschaftliche Gutachten. Es findet sich immer ein Professor, der das macht.
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 22:19
von Juergen
cantus planus hat geschrieben:.....Aber auch die Bedienung des Internets will gelernt sein....
Ich sach nur: ...Wilhelm...von Guttenberg
http://www.bildblog.de/574/wie-ich-fre ... lm-machte/
Das halte ich für einen der genialsten Coups in der Mediengeschichte diesen Jahres!
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 22:22
von cantus planus
Der Papst und Hanuta nicht zu vergessen!

Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Montag 8. Juni 2009, 13:44
von cantus planus
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Samstag 27. Februar 2010, 15:25
von Juergen
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Samstag 27. Februar 2010, 15:48
von Wim1964
Verfasst: Samstag 27. Februar 2010, 22:38
von obsculta
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Sonntag 28. Februar 2010, 00:20
von Peregrin
Und eine tiefe, allgemein anwendbare Einsicht aus diesem Artikel sei hier noch extra hervorgehoben:
Weil Journalisten ungeprüft von Wikipedia abschreiben und Wikipedia journalistische Texte als glaubwürdige Quelle betrachtet, wurde der erfundene Vorname schnell zur medialen Wirklichkeit.
Re:
Verfasst: Sonntag 28. Februar 2010, 01:21
von Niels
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Sonntag 28. Februar 2010, 12:33
von HeGe
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Montag 26. August 2013, 22:52
von Piusderdritte
Unsere Systemmediendeppen zerlegen sich gerade selber:
Aufstand beim SPIEGEL
"Spiegel"-Ressortleiter lehnen Blome ab. Der designierte Chefredakteur des Nachrichtenmagazins, Wolfgang Büchner, nahm diese Entscheidung am Montag auf einer "Spiegel"-Konferenz "zur Kenntnis".
http://www.mmnews.de/index.php/etc/1457 ... im-spiegel
Schadenfreude über ein antichristliches Hetzblatt sollte auch mal erlaubt sein..................

Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Montag 26. August 2013, 23:06
von Maurus
Ich finde, der Blome passt da gut hin. Vielleicht gelingt es noch, Diekmann zu verpflichten. Dann wär's perfekt.
Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Montag 26. August 2013, 23:46
von Piusderdritte
Maurus hat geschrieben:Ich finde, der Blome passt da gut hin. Vielleicht gelingt es noch, Diekmann zu verpflichten. Dann wär's perfekt.
Ich kenne die beide nicht, aber ein von ehemaligen NAZIS, aufgebautes antichristliches Blatt darf gerne vom Markt verschwinden.
Ich persönlich kaufe schon lange keine Systemblätter mehr, ab und zu lese ich sie, wenn diese beim Friseur, Arzt oder sonst wo herumliegen. Ich bekomme jedesmal ein Lachkrampf wenn ich den Schund lese!

Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Dienstag 27. August 2013, 15:22
von Piusderdritte
Info:
Im Goldseiten Forum gibt es einen guten Strang über "unsere" Medien.
Ist mal interessant durchzulesen. Gerade auch weil die Medien eine solche Macht haben, sollte man sich über diese informieren.
Deutsche Medien: Verlacht, verhöhnt und verspottet
http://www.goldseiten-forum.de/index.ph ... post66965

Re: Unsere Mediendeppen
Verfasst: Montag 18. November 2013, 14:48
von Piusderdritte
Immer mehr renommierte Redakteure gestehen ein, dass sie wie Marionetten von der Politik für politisch korrekte Sprechblasen missbraucht werden. Doch die Rechnung der Politiker und der sich ihnen anbiedernden Journalisten geht nicht auf. Das Volk informiert sich jetzt im Web, weil es die Wahrheit wissen will. Und die Journalisten werden in Massen arbeitslos.
Das miese Image von Journalisten ist längst schon legendär. Konsequenzen haben die Journalisten der Qualitätsmedien bislang nicht daraus gezogen. Sie haben weiter gelogen, desinformiert und sich wie Duckmäuser feige angepasst. Von ihren Kunden – uns Bürgern – haben sie sich so immer weiter entfernt. Und so kam, was kommen musste. Die Leser und Kunden blieben in Scharen weg.
Die Entlassungszahlen selbst bei den einstmals so renommierten »Qualitätsmedien« sind inzwischen gigantisch. Man sieht das etwa an der einst renommierten Westfälischen Rundschau. Die hat alle Journalisten entlassen und druckt jetzt einfach Artikel von anderen Zeitungen. Es gibt immer mehr klassische Zeitungen ohne Redaktion. Extrem linke Zeitungen, die in ihren Artikeln für höhere Löhne bei anderen eintreten, zahlen jetzt selbst nur noch Dumping-Löhne – etwa die taz. Und die ebenfalls linke Frankfurter Rundschau, die stets gegen Leiharbeiter anschrieb, wird nun von Leiharbeitern gemacht. Man sieht an diesen wenigen Beispielen, dass es den »Qualitätsmedien« dreckig geht.
Auch jene Medien, welche ungeheuer fleißig Sprechblasen von Politikern abgeschrieben haben und politisch korrekt für Multikulti, Gender, den angeblich so tollen Euro, den angeblich drohenden Klimawandel und noch mehr Ausländer an Waschmittelwerbung erinnernde Propaganda gemacht haben, finden heute keine Käufer mehr. Im Klartext:
Die Bürger haben die Propaganda der politisch korrekten Journalisten satt
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... 331668BA2F
Lügen haben kurze Beine!
Irgendwann lässt sich auch der Dümmste nicht mehr von der Systempresse belügen!
Das macht zu mindest Hoffung, daß nicht alle von der Gehirnwäsche komplett kontaminiert sind!
Selbstständiges denken sollte hoffentlich noch nicht ganz verlernt worden sein.
Es tut sich etwas in Sachen Systemmedien:
Propaganda-Vorwurf: Massen-Prostete gegen Medien in Großbritannien und USA
Tausende Menschen in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien gingen am Wochenende aus Protest vor den Massenmedien auf die Straße. Die Bürger werfen den Medien vor, in ihrer Berichterstattung Propaganda zu betreiben und Lügen zu verbreiten. Die im Internet organisierte Gruppe plant auch Aktionen in Deutschland und der Schweiz.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... n-und-usa/
