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"Jahrhundertlüge"

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2009, 00:10
von Niels
Liebe Forengemeinde - und im Besonderen: liebe Juristen im Forum - ,

schaut Euch mal folgenden Beitrag an:
http://mutzurwahrheit.files.wordpress.c ... uge-v5.pdf

Was haltet ihr davon?

NIchtgoethes da Vinci-Code

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2009, 10:21
von sofaklecks
Dichtung und Unwahrheit.

Oder: Der deutsche Da-Vinci-Code.

Wir sind keine Insel. Wir haben jede Menge Abhängigkeiten geerbt oder begründet. Von dem Vier-Mächte-Abkommen bis zur EU-Richtlinienkompetenz.

Was nicht heissen soll, alles sei wahr, was man uns erzählt. Wer hat Opel übernommen? Magna? Lachhaft! Die halten 20 %. Ein Schwanz, der mit dem Hund wedeln will. Der russische Staat hat über eine von ihm gehaltene Bank durch einen schon längst mit Magna verbandelten Oligarchen Opel übernommen. Aber es klingt halt besser, dass das ein kanadisch-österreichisches Unternehmen ist als die Wahrheit, dass Russland mit unseren (künftigen) Erdgasmilliarden (denn im Moment sind die auch fast pleite) die deutsche Technologie nach Osten transferiert und wir das bürgschaftsmässig absichern. Das Ganze ist ein riesiger Betrrug, nur möglich im Superwahljahr 2009. Nächstes Jahr werden das alle bitter bereuen.

Das sind Abhängigkeiten, die kein Grundgesetz unterbinden kann, ja, die auf ihm beruhen.

Nur:

Wenn man auf solche Ergüsse antworten will, braucht man ein halbes Menschenleben, ohne etwas zu erreichen. Um es mit einem Vergleich auszudrücken: Das ist so, als frage jemand, wo in der Bibel das Wort Papst vorkomme. Und warum die Katholiken Eide schwören, obwohl es doch in der Bibel ausdrücklich verboten sei. Und warum Maria Jungfrau war und blieb, wo doch in der Bibel von den Geschwistern Jesu berichtet werde. Und warum wir Blutwurst essen. Und mit der Festellung endet, bei der katholischen Kirche handle es sich um eine Jahrtausendlüge.

Mein Vater, Gott hab ihn selig, pflegte auf solche Anwürfe stets nur zu sagen "Ja, ja!" Und was das heisst, weiss seit Werner jeder.




sofaklecks

Re: NIchtgoethes da Vinci-Code

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2009, 11:20
von Raimund J.
sofaklecks hat geschrieben:Dichtung und Unwahrheit.

Oder: Der deutsche Da-Vinci-Code.

Wir sind keine Insel. Wir haben jede Menge Abhängigkeiten geerbt oder begründet. Von dem Vier-Mächte-Abkommen bis zur EU-Richtlinienkompetenz.

Was nicht heissen soll, alles sei wahr, was man uns erzählt. Wer hat Opel übernommen? Magna? Lachhaft! Die halten 20 %. Ein Schwanz, der mit dem Hund wedeln will. Der russische Staat hat über eine von ihm gehaltene Bank durch einen schon längst mit Magna verbandelten Oligarchen Opel übernommen. Aber es klingt halt besser, dass das ein kanadisch-österreichisches Unternehmen ist als die Wahrheit, dass Russland mit unseren (künftigen) Erdgasmilliarden (denn im Moment sind die auch fast pleite) die deutsche Technologie nach Osten transferiert und wir das bürgschaftsmässig absichern. Das Ganze ist ein riesiger Betrrug, nur möglich im Superwahljahr 2009. Nächstes Jahr werden das alle bitter bereuen.
Der Wirtschaftsminister zu Guttenberg war ja auch vehement gegen dieses Geschäft. Ich war auch von Anfang an der Meinung, daß Opel in einem Insolvenzverfahren die besseren Chancen gehabt hätte. Warten wirs ab, bisher ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch lange nicht gesprochen.

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2009, 12:03
von Christiane
Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Das Grundgesetz ist heilig. :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Sonntag 31. Mai 2009, 14:04
von cantus planus
Vieles in diesem Text ist nach in Verschwörungstheoretiker-Kreisen bekannter Collagentechnik zusammengestoppelt. Man muss sich nicht mit jedem einzelnen Punkt auseinandersetzen. Vieles vermag ich aufgrund fehlender Kompetenz auch gar nicht zu beurteilen.

Dennoch ist die Marschrichtung des Dokuments richtig: die Bundesrepublik steht vor der Abwicklung, wie man in Wirtschaftskreisen heute so schön sagt, und die ohnehin eingeschränkte Demokratie wird durch Brüssel gesteuert, wobei Brüssel durch ein EU-Parlament in Straßburg kontrolliert werden soll, dem dafür aber jegliche Kompetenzen fehlen. Wer in Brüssel wirklich das Sagen hat, kann ich nicht beurteilen, ohne selber Verschwörungstheorien zu entwickeln.

Ich bin aber sicher, dass wir es in den nächsten Jahrzehnten sehen werden, und ich stelle mich auf unangenehme Überraschungen ein.

Schlimm ist, dass das breite Volk keine Ahnung hat, was da im Anhang(!) der Lissabon-Vertrages wirklich steckt. Verhindern können wir ihn ohnehin nicht mehr (ich bin sicher, dass Bundesverfassungsgericht wird ihn im Großen und Ganzen passieren lassen - NIE wird ein deutsches Gericht die EU ins Wanken bringen), aber etwas mehr Aufklärung wünschte man sich schon.

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 17:23
von Christiane
Jetzt mal abgesehen vom Totschlagargument "Verschwörungstheorie" hätte ich aber schonmal gerne gewusst, warum auf meinem Personalausweis bei "Staatsangehörigkeit" das seltsame "deutsch" steht. Ich wäre ja dankbar, wenn mir jemand dafür eine harmlosere (und einleuchtende) Lösung anbieten könnte, als der Autor des Artikels.

Christiane

Grammatik

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 17:48
von sofaklecks
Das ist ein Problem der Grammatik.

Die Staatsangehörigkeit ist deutsch.

Deutschland ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern der Staat, deren Angehörige sind Deutsche.

Caesar non est supra grammaticos.

Das ist natürlich bei weitem nicht so geheimnisvoll wie die Ausführungen im Artikel.

Mit Verlaub: Ich hätte gerne mal eine Statistik der Da-Vinci-Code-Leser(innen) gesehen. Ich würde eine Flache Dom Perignon setzen, dass das Verhältnis 70:30 Frauen zu Männer beträgt. Nur hier im Kreuzgang sind die Anhänger der Verschwörungstheorien in der Überzahl, was natürlich zu denken gibt.

sofaklecks

Re: Grammatik

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 17:58
von anneke6
sofaklecks hat geschrieben:Das ist ein Problem der Grammatik.

Die Staatsangehörigkeit ist deutsch.

Deutschland ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern der Staat, deren Angehörige sind Deutsche.

Caesar non est supra grammaticos.

Das ist natürlich bei weitem nicht so geheimnisvoll wie die Ausführungen im Artikel.

Mit Verlaub: Ich hätte gerne mal eine Statistik der Da-Vinci-Code-Leser(innen) gesehen. Ich würde eine Flasche Dom Perignon setzen, dass das Verhältnis 70:30 Frauen zu Männer beträgt. Nur hier im Kreuzgang sind die Anhänger der Verschwörungstheorien in der Überzahl, was natürlich zu denken gibt.

sofaklecks
Mit Inhalt?

Böse Welt

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 18:08
von sofaklecks
Böse Welt,

kennst du Männer.

Mach ich den Eindruck, dass ich um leere Flaschen wette?

sofaklecks

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 18:57
von cantus planus
:D :D :D

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 19:04
von anneke6

Champagner

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 19:18
von sofaklecks

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 19:18
von ar26
Ich habe bei Staatsangehörigkeit immer Bundesrepublik Deutschland angegeben, denn dies ist der Staat, dem ich als Staatsbürger zugeordnet bin. Über eine weitere Staatsangehörigkeit verfüge ich bislang nicht. Das Adjektiv deutsch kann alles und nichts heißen, es beschreibt am ehesten die Nationalität.

In letzter Zeit kam mir gelegentlich die Frage unter, welches mein Geburtsland ist. Ich habe da immer Deutschland angegeben, was allerdings im Zusammenhang mit meinen Geburtsort schon eigenartig wirkt, denn diesen Ortsnamen gibt es nicht mehr :breitgrins: , allerdings ein obergerichtliches Urteil, daß diesen Namen als Namen meines Geburtsortes zementierte. Bislang hat mein Geburtsland noch niemand moniert. Falls dies mal geschehen sollte, müsste ich wohl darauf hinweisen, daß mich der Anerkennungskanzler mal kreuzweise ... .

Re: Grammatik

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 20:52
von Christiane
sofaklecks hat geschrieben:Das ist ein Problem der Grammatik.

Die Staatsangehörigkeit ist deutsch.

Deutschland ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern der Staat, deren Angehörige sind Deutsche.
So in etwa habe ich mir das bis dato auch erklärt, obwohl ich an besagter Stelle im Ausweis instinktiv auch eher den Namen meines Staates angegeben hätte. Das hinter der Angabe "deutsch" mehr stecken könnte, daran habe ich erst gar keinen Gedanken verschwendet. Ich würde normalerweise auch jetzt keinen weiteren verschwenden. Zu denken gibt mir allerdings, dass im besagten Artikel auch ein Ausschnitt eines östereichischen Ausweises abgebildet ist, wo bei "Staatsangehörigkeit" "Östereich" steht und eben nicht "östereichisch" (als pendant zu "deutsch"). Oder ist das bloß eine Fälschung?

Christiane

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Montag 1. Juni 2009, 21:16
von Teutonius
Ganz einfach: Deutschland darf man nicht schreiben (ist nicht der offz. Name) und Bundesrepublik geht auch nicht (ist ne Abk. und seit der "Einheit" verpönt, erinnert zu sehr an DDR-Bundesrepublik-Zeiten).

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 19:23
von Linus
Nö, Christiane, in meinem Ösi-Paß steht Österreich. nicht ~isch


Linus, Deutschösterreicher. (der Name wurde uns auch verboten)

Re: Grammatik

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 19:26
von cantus planus
Christiane hat geschrieben:
sofaklecks hat geschrieben:Das ist ein Problem der Grammatik.

Die Staatsangehörigkeit ist deutsch.

Deutschland ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern der Staat, deren Angehörige sind Deutsche.
So in etwa habe ich mir das bis dato auch erklärt, obwohl ich an besagter Stelle im Ausweis instinktiv auch eher den Namen meines Staates angegeben hätte. Das hinter der Angabe "deutsch" mehr stecken könnte, daran habe ich erst gar keinen Gedanken verschwendet. Ich würde normalerweise auch jetzt keinen weiteren verschwenden. Zu denken gibt mir allerdings, dass im besagten Artikel auch ein Ausschnitt eines östereichischen Ausweises abgebildet ist, wo bei "Staatsangehörigkeit" "Östereich" steht und eben nicht "östereichisch" (als pendant zu "deutsch"). Oder ist das bloß eine Fälschung?

Christiane
Was korrekte Rechtschreibung und Grammatik angeht, würde ich mich auf Österreicher grundsätzlich nicht verlassen. Du glaubst gar nicht, was für Böcke selbst auf hochoffiziösen Dokumenten und auf Plakatwänden zu finden sind. Sofaklecksens Argument ist vollkommen richtig: man hat die deutsche Staatsbürgerschaft, und nicht die Deutschland Staatsbürgerschaft. (Obwohl das heute wohl auch einige so schreiben würden...)

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 22:25
von Raphael
Teutonius hat geschrieben:Ganz einfach: Deutschland darf man nicht schreiben (ist nicht der offz. Name) und Bundesrepublik geht auch nicht (ist ne Abk. und seit der "Einheit" verpönt, erinnert zu sehr an DDR-Bundesrepublik-Zeiten).
[Klugscheißermodus]Bundesrepublik war auch schon vor der Wiedervereinigung verpönt, weil damit die potentielle Gleichrangigkeit zwischen DDR und Bundesrepublik ausgedrückt werden konnte.

Außerdem sollte damit in manchen Kreisen eine Zementierung der Trennung goutiert werden.[/Klugscheißermodus]

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 22:28
von Teutonius
Deine Antwort finde ich überhaupt nicht klugsch***erisch.

Re: Grammatik

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 22:57
von Christiane
cantus planus hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
sofaklecks hat geschrieben:Das ist ein Problem der Grammatik.

Die Staatsangehörigkeit ist deutsch.

Deutschland ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern der Staat, deren Angehörige sind Deutsche.
So in etwa habe ich mir das bis dato auch erklärt, obwohl ich an besagter Stelle im Ausweis instinktiv auch eher den Namen meines Staates angegeben hätte. Das hinter der Angabe "deutsch" mehr stecken könnte, daran habe ich erst gar keinen Gedanken verschwendet. Ich würde normalerweise auch jetzt keinen weiteren verschwenden. Zu denken gibt mir allerdings, dass im besagten Artikel auch ein Ausschnitt eines östereichischen Ausweises abgebildet ist, wo bei "Staatsangehörigkeit" "Östereich" steht und eben nicht "östereichisch" (als pendant zu "deutsch"). Oder ist das bloß eine Fälschung?

Christiane
Was korrekte Rechtschreibung und Grammatik angeht, würde ich mich auf Österreicher grundsätzlich nicht verlassen. Du glaubst gar nicht, was für Böcke selbst auf hochoffiziösen Dokumenten und auf Plakatwänden zu finden sind. Sofaklecksens Argument ist vollkommen richtig: man hat die deutsche Staatsbürgerschaft, und nicht die Deutschland Staatsbürgerschaft. (Obwohl das heute wohl auch einige so schreiben würden...)
Okay, ihr habt mich überzeugt. Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen. :breitgrins:

Re: Grammatik

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 22:59
von Niels
Christiane hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
sofaklecks hat geschrieben:Das ist ein Problem der Grammatik.

Die Staatsangehörigkeit ist deutsch.

Deutschland ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern der Staat, deren Angehörige sind Deutsche.
So in etwa habe ich mir das bis dato auch erklärt, obwohl ich an besagter Stelle im Ausweis instinktiv auch eher den Namen meines Staates angegeben hätte. Das hinter der Angabe "deutsch" mehr stecken könnte, daran habe ich erst gar keinen Gedanken verschwendet. Ich würde normalerweise auch jetzt keinen weiteren verschwenden. Zu denken gibt mir allerdings, dass im besagten Artikel auch ein Ausschnitt eines östereichischen Ausweises abgebildet ist, wo bei "Staatsangehörigkeit" "Östereich" steht und eben nicht "östereichisch" (als pendant zu "deutsch"). Oder ist das bloß eine Fälschung?

Christiane
Was korrekte Rechtschreibung und Grammatik angeht, würde ich mich auf Österreicher grundsätzlich nicht verlassen. Du glaubst gar nicht, was für Böcke selbst auf hochoffiziösen Dokumenten und auf Plakatwänden zu finden sind. Sofaklecksens Argument ist vollkommen richtig: man hat die deutsche Staatsbürgerschaft, und nicht die Deutschland Staatsbürgerschaft. (Obwohl das heute wohl auch einige so schreiben würden...)
Okay, ihr habt mich überzeugt. Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen. :breitgrins:
Das klingt sehr überzeugt. ;D

Re: Jahrhundertlüge

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 23:01
von Christiane
Teutonius hat geschrieben:und Bundesrepublik geht auch nicht (ist ne Abk. und seit der "Einheit" verpönt, erinnert zu sehr an DDR-Bundesrepublik-Zeiten).
"Bundesrepublik Deutschland" ist allerdings keine Abkürzung...

Re: Grammatik

Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 23:04
von Christiane
Niels hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
sofaklecks hat geschrieben:Das ist ein Problem der Grammatik.

Die Staatsangehörigkeit ist deutsch.

Deutschland ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern der Staat, deren Angehörige sind Deutsche.
So in etwa habe ich mir das bis dato auch erklärt, obwohl ich an besagter Stelle im Ausweis instinktiv auch eher den Namen meines Staates angegeben hätte. Das hinter der Angabe "deutsch" mehr stecken könnte, daran habe ich erst gar keinen Gedanken verschwendet. Ich würde normalerweise auch jetzt keinen weiteren verschwenden. Zu denken gibt mir allerdings, dass im besagten Artikel auch ein Ausschnitt eines östereichischen Ausweises abgebildet ist, wo bei "Staatsangehörigkeit" "Östereich" steht und eben nicht "östereichisch" (als pendant zu "deutsch"). Oder ist das bloß eine Fälschung?

Christiane
Was korrekte Rechtschreibung und Grammatik angeht, würde ich mich auf Österreicher grundsätzlich nicht verlassen. Du glaubst gar nicht, was für Böcke selbst auf hochoffiziösen Dokumenten und auf Plakatwänden zu finden sind. Sofaklecksens Argument ist vollkommen richtig: man hat die deutsche Staatsbürgerschaft, und nicht die Deutschland Staatsbürgerschaft. (Obwohl das heute wohl auch einige so schreiben würden...)
Okay, ihr habt mich überzeugt. Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen. :breitgrins:
Das klingt sehr überzeugt. ;D
Es sei denn... man betrachtet das Feld "Staatsangehörigkeit" nicht als Frage: "Welche Staatsangehörigkeit besitzen Sie?" sondern als "Welchem Staat gehören Sie an?"... :maske:

Re: Grammatik

Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 09:55
von Raphael
Christiane hat geschrieben: ............ "Welchem Staat gehören Sie an?"... :maske:
Im Zusammenhang mit Europa müßte man wohl präziser formulieren: "Welchem Staat gehören Sie?" :chinese:

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 11:08
von cantus planus
Vielleicht sollte man - der Kürze und Präzision wegen - das Feld umbenennen in: "Was sie jemandem antworten, wenn er, ohne sie zu kennen und Dialekt oder Akzent einordnen zu können, fragt, aus welchem Land sie gebürtig stammen und in welchem sie derzeit ansässig sind:"

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 11:20
von Juergen
cantus planus hat geschrieben:Vielleicht sollte man - der Kürze und Präzision wegen - das Feld umbenennen in: "Was sie jemandem antworten, wenn er, ohne sie zu kennen und Dialekt oder Akzent einordnen zu können, fragt, aus welchem Land sie gebürtig stammen und in welchem sie derzeit ansässig sind:"
Ob das Feld groß genug ist für: Hochstift Paderborn oder Fürstbistum Paderborn :hmm:

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2009, 11:53
von cantus planus
Dann müssen wir wohl die Frage kürzen. Vielleicht "Alter, woher?" oder "Kommstu Paderborn?" oder "Bist du Deutschlander?".
Das wäre korrektes Deutsch und außerdem ein Meilenstein der Integration... Bild

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Donnerstag 11. Juni 2009, 02:06
von ad_hoc
Ausnahmsweise bin ich mal nicht der Meinung von sofaklecks.
Welche Fakten sprechen denn gegen die Behauptungen in "Jahrhundertlüge", die ich übrigens schon mehrmals in den letzten Jahren vernommen habe. Warum liest oder hört man keine sachgerechten Entgegnungen, keine erwiesenen Richtigstellungen seitens der kompetenten Politiker? Ist vielleicht eine Antwort auf eine solche Verschwörungstheorie zu blöde - oder weiß man keine Antwort darauf - oder weiß man es insgeheim doch besser? Auch wenn sich bereits viele Rechtsgesinnte dieses Themas angenommen haben, so sind doch Fragen offen und warten auf Erklärungen, die bislang jedenfalls ausgeblieben sind.
Bis dahin bleibe ich nachdenklich, wie viele andere auch (und damit meine ich keinesfalls die bereits erwähnten Rechtsgesinnten).
Vielleicht haben die Verfasser der "Jahrhundertlüge" ja Recht, und nur der Status des "Tuns, als ob alles in Ordnung wäre...." aller Beteiligter und Außenstehender, hält alles im Gleichgewicht, etwa so, wie Marcel Reich-Ranitzki in seinem Schlußsatz im literarischen Kabinett: " Wir sehen betroffen den Vorhang geschlossen - und alle Fragen offen."

Gruß, ad_hoc

Zuviel der Ehre

Verfasst: Donnerstag 11. Juni 2009, 11:37
von sofaklecks
Mein Bester,

zuviel der Ehre für den Kritiker.

Er zitiert nur. Und zwar den Epilog zu Brechts gutem Menschen von Sezuan:

„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“

Aber gut, fühlen wir uns ruhig wie Marionetten in dem grossen Spiel, das wir nicht durchschauen.

Gehört uns indes nicht besser.

In diesem Forum gibt es eine ganze Reihe intelligenter Menschen, die stolz darauf sind, am Sonntag nicht gewählt zu haben. Kein Wunder, wenn sie sich fremdbestimmt fühlen.

Wer sich zum Wurm macht, darf sich nicht wundern, wenn man versucht, ihn an die Angel zu hängen. Oder er wenigstens permanent das Gefühl hat, es werde mit ihm versucht.

sofaklecks

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Freitag 12. Juni 2009, 00:37
von ad_hoc
Kein Wunder, wenn sie sich fremdbestimmt fühlen.
Meine Rede:
Wer nicht imstande ist, selbst zu entscheiden, über den wird von anderen entschieden.

Gruß, ad_hoc

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Samstag 13. Juni 2009, 20:44
von Miserere Nobis Domine
Schaut mal ins Staatsangehörgikeitsgesetz, da heisst die Staatsangehörigkeit nicht "deutsch", sondern "Deutsches Reich". Das hat man nie geändert.

Re: "Jahrhundertlüge"

Verfasst: Samstag 13. Juni 2009, 23:05
von Niels
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Schaut mal ins Staatsangehörgikeitsgesetz, da heisst die Staatsangehörigkeit nicht "deutsch", sondern "Deutsches Reich". Das hat man nie geändert.
Interessant.