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Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 10:36
von pierre10
Immer wieder kommen Wissenschaftler und stellen uns die neuesten Forschungsergebnisse vor, auch in Bezug auf Religionen. So schreibt ein Forscher im Focus dieser Woche, er sei der Meinung, dass Mohammed nie gelebt habe (der Forscher lebt noch, erstaunlich), so wie andere die Auferstehung Jesus bezweifeln.

Auf der einen Seite scheint es vernünftig, neueste Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, es führt aber auch zur Verunsicherung.

Es ist die uralte Diskussion über Wissen und Glauben, die die Kirchen aus logischen Gründen nicht aufklären wollen, vielleicht auch gar nicht können.

Im neuen Heft Kontakte N° 16 von Geo geht es um Religion und Glaube, spannend zu lesen, wie die unterschiedlichen Religionen und Philosophien entstanden sein können.

Pierre, mal wieder nachdenklich.

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 16:15
von Clemens
Wobei mich in dem genannten islamischen Fall die wissenschaftliche Kompetenz des "Professors" nachdenklich macht.

Zu behaupten, dass Mohammed nie gelebt habe, mag zwar recht originell sein, aber ist das historisch sinnvoll? Und dann noch mit dem (Haupt-?)Argument, der Ausdruck "und Mohammed ist sein Prophet" komme erst 50 Jahre später auf Münzen vor - warum nicht früher?
Ja, was steht denn noch alles NICHT auf Münzen?!

Vergleichbar mit diesem mohammedanischen Nicht-Existenz-Lehrer wäre auf christlicher Seite doch weniger ein Leugner der Auferstehung, sondern ein Leugner der Existenz Jesu. Solche gibt es zwar bis heute, m.W. aber nur unter halbgebildeten Leuten. Kein Fachmensch würde doch sowas heute noch behaupten (wenn ich mich nicht irre, hihihi)!

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 16:27
von tantum ergo
pierre10 hat geschrieben:Es ist die uralte Diskussion über Wissen und Glauben, die die Kirchen aus logischen Gründen nicht aufklären wollen, vielleicht auch gar nicht können.
Entschuldige, wenn ich dabei Pfennigfuchser werde, aber in einem Forum wie diesem und einem solchen ab und zu empfindlichen Thema sollte man schon präzise sein: Die Formulierungen einer "Diskussion", die "nicht aufgeklärt" wird ist mir nicht ganz eingängig?

Welche Diskussion? Was will oder kann die Kirche nicht aufklären?

Gottes Segen,

tantum ergo

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 17:21
von Paul Heliosch
pierre10 hat geschrieben:...

Im neuen Heft Kontakte N° 16 von Geo geht es um Religion und Glaube, spannend zu lesen, wie die unterschiedlichen Religionen und Philosophien entstanden sein können.

Pierre, mal wieder nachdenklich.
| Zusammenfassung | zu dem Geo Kompakt N°16 "Glaube und Religion" (in Deutschland) von PRO - Christliches Medienmagazin.

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 17:53
von pierre10
tantum ergo hat geschrieben:
pierre10 hat geschrieben:Es ist die uralte Diskussion über Wissen und Glauben, die die Kirchen aus logischen Gründen nicht aufklären wollen, vielleicht auch gar nicht können.
Entschuldige, wenn ich dabei Pfennigfuchser werde, aber in einem Forum wie diesem und einem solchen ab und zu empfindlichen Thema sollte man schon präzise sein: Die Formulierungen einer "Diskussion", die "nicht aufgeklärt" wird ist mir nicht ganz eingängig?

Welche Diskussion? Was will oder kann die Kirche nicht aufklären?

Gottes Segen,

tantum ergo
Mir erscheint es, dass die Kirchen und Religionen nicht sehr an der modernen Forschung interessiert sind, deshalb dieser Thread.

Pierre

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 18:25
von Paul Heliosch
pierre10 hat geschrieben:...
Es ist die uralte Diskussion über Wissen und Glauben, die die Kirchen aus logischen Gründen nicht aufklären wollen, vielleicht auch gar nicht können.
Ohne den Glauben des Noah, würden wir jetzt hier nicht Gespräche über Wissen und Glauben führen.

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 18:33
von Edi
pierre10 hat geschrieben:Mir erscheint es, dass die Kirchen und Religionen nicht sehr an der modernen Forschung interessiert sind, deshalb dieser Thread.
Soll das Forschung sein, wenn jemand anhand einiger Münzen oder etwas anderem behauptet Mohammed habe nie gelebt? Meinungen sind doch keine Belege.
Ein ev. Theologe namens Lüdemann will z.B. anhand von Bibeltexten, die sich scheinbar widersprechen, beweisen können, dass Jesus nicht auferstanden sei. Das geht aber schon nach den Gesetzen der Logik gar nicht, denn die Evangelien sind keine zeitlich akribischen Berichte mit Tages-, Stunden- und Minutenangaben. Lüdemann geht also von ganzen falschen Vorraussetzungen aus und merkt es nicht einmal. Zudem können zwei Beobachter dasselbe Ereignis andern schildern, wobei hier die Geschehnisse um die Auferstehung, die berichtet werden, zeitlich sicher auseinander liegen. An diesem Fall sieht man schon wie begrenzt solche "Forschungen" sind.

Da stellt sich doch erstmal die Frage, was denn Forschung auf dem Gebiet der Religionen überhaupt erkennen und aussagen kann? Das wäre doch die eigentliche Frage. Forschung kann sicher manches herausfinden, ist aber auch Begrenzungen unterworfen, weil Gott zwar erfahrbar, aber nicht wissenschaftlich erforschbar ist.

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 18:41
von Paul Heliosch
pierre10 hat geschrieben:...
Es ist die uralte Diskussion über Wissen und Glauben, die die Kirchen aus logischen Gründen nicht aufklären (..) können.
Was die Forschung heute ahnt,
hat die Kirche aufgrund des Glaubens längst schon erkannt, nämlich
"dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen worden und dass so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist."
| Hebr 11,2 |

Verfasst: Dienstag 23. September 2008, 23:30
von pierre10
Paul Heliosch hat geschrieben:
Was die Forschung heute ahnt,
hat die Kirche aufgrund des Glaubens längst schon erkannt, nämlich
"dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen worden und dass so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist."
| Hebr 11,2 |
Eine wirklich schöne Geschichte, nur scheint es mit dem Kreationsgedanken auch einige Ungereimtheiten zu geben.

Aber, Scherz beiseite, Wir sollten uns unsere eigene innere Einstellung lassen.

Pierre

Verfasst: Mittwoch 24. September 2008, 08:52
von Paul Heliosch
pierre10 hat geschrieben:Wir sollten uns unsere eigene innere Einstellung lassen. ...
Es geht natürlich darum, etwas zu geben oder etwas zu nehmen - was davon man jeweils wählt, ist jedem stets frei belassen...

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Mittwoch 24. September 2008, 10:10
von tantum ergo
pierre10 hat geschrieben:Mir erscheint es, dass die Kirchen und Religionen nicht sehr an der modernen Forschung interessiert sind, deshalb dieser Thread.
Kann ich - rein aus meiner persönlichen Wahrnehmung - nicht bestätigen.

Natürlich ist die katholische Kirche (ich nehme an, Du meinst die "offizielle Kirche" und nicht die Gemeinschaft der Gläubigen) bei allen Forschungen, die in die Schöpfung unseres Herrn eingreift - gelinde gesagt - skeptisch, also bspw. bei der Embryonenforschung. Ansonsten kann ich nicht erkennen, dass sie kein Interesse an der Forschung hätte, ganz im Gegenteil.

Die Kirche im Sinne der Gemeinschaft der Gläubigen wird diesbezüglich vermutlich nicht besser oder schlechter sein als der Rest der Welt :hmm:

Gottes Segen,
tantum ergo

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Mittwoch 24. September 2008, 10:15
von pierre10
tantum ergo hat geschrieben: Die Kirche im Sinne der Gemeinschaft der Gläubigen wird diesbezüglich vermutlich nicht besser oder schlechter sein als der Rest der Welt :hmm:

Gottes Segen,
tantum ergo
Recht haste, mir scheint nur, dass die Kirchen mehr Erfolg hätten, wenn sie in diesem Bereich der neuen Erkenntnisse der Forschung auch neue Ansichten vertreten würden. Die Welt, auch die Menschen entwickelt sich..... Warum nicht auch die Kirchen?

Pierre

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Mittwoch 24. September 2008, 10:34
von tantum ergo
pierre10 hat geschrieben:Recht haste, mir scheint nur, dass die Kirchen mehr Erfolg hätten, wenn sie in diesem Bereich der neuen Erkenntnisse der Forschung auch neue Ansichten vertreten würden. Die Welt, auch die Menschen entwickelt sich..... Warum nicht auch die Kirchen?
Christliche "Ansichten" sind ja nun keine Frage dessen, ob sie erfolgversprechend sind. Aber welche Ansichten sollte die Kirche denn vor dem Hintergrund der modernen Forschung ändern? :hmm:

Gottes Segen,
tantum ergo

Re: Vor-und Nachteile der aktuellen Religionsforschung

Verfasst: Mittwoch 24. September 2008, 14:46
von overkott
tantum ergo hat geschrieben:
pierre10 hat geschrieben:Recht haste, mir scheint nur, dass die Kirchen mehr Erfolg hätten, wenn sie in diesem Bereich der neuen Erkenntnisse der Forschung auch neue Ansichten vertreten würden. Die Welt, auch die Menschen entwickelt sich..... Warum nicht auch die Kirchen?
Christliche "Ansichten" sind ja nun keine Frage dessen, ob sie erfolgversprechend sind. Aber welche Ansichten sollte die Kirche denn vor dem Hintergrund der modernen Forschung ändern? :hmm:

Gottes Segen,
tantum ergo
Was gibt es Neues unter der Sonne?

Was wäre Erfolg?

Gott verleiht das Leben und er nimmt es wieder zurück.