Situation der deutschen Medienlandschaft

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CIC_Fan
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Montag 10. September 2018, 15:03

bei einer Herzgeschichte absolut nicht ich weiß schon daß das vielen jetzt nicht in den politischen Kram paßt es ist überhaupt befremdlich wie da Opfer instrumentalisiert werden wer redet von den Einheimischen die von Einheimischen umgebracht werden

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Siard
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Siard » Montag 10. September 2018, 15:09

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 10. September 2018, 15:03
bei einer Herzgeschichte absolut nicht ich weiß schon daß das vielen jetzt nicht in den politischen Kram paßt es ist überhaupt befremdlich wie da Opfer instrumentalisiert werden wer redet von den Einheimischen die von Einheimischen umgebracht werden
Da verlasse ich mich lieber auf Fachleute.
Bitte schau Dir die staatlichen Statistiken an. Die "Flüchtlinge" begehen anteilsmäßig en Vielfaches an Morden und anderen Tötungsdelikten (u. sexuellen Übergriffen).
Du machst daß, was Du anderen vorwirfst.

Caviteño
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Montag 10. September 2018, 15:10

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 10. September 2018, 14:51
Siard hat geschrieben:
Montag 10. September 2018, 14:34
Außerdem war er eh bestimmt RECHTS und NAZI, daher haben sich tapfere Antifaschisten schon bedankt, daß ihnen die Arbei abgenommen wurde. :roll:
einfach lustig in den Raum gestellt ohne jeden Hinweis?
Versuch es doch mal mit einfachem lesen der verlinkten Artikel, dann wärst Du auf folgendes gestoßen:

https://twitter.com/Hartes_Geld/status/ ... en-sein%2F

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Raphael
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Raphael » Montag 10. September 2018, 15:34

Caviteño hat geschrieben:
Montag 10. September 2018, 15:10
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 10. September 2018, 14:51
Siard hat geschrieben:
Montag 10. September 2018, 14:34
Außerdem war er eh bestimmt RECHTS und NAZI, daher haben sich tapfere Antifaschisten schon bedankt, daß ihnen die Arbei abgenommen wurde. :roll:
einfach lustig in den Raum gestellt ohne jeden Hinweis?
Versuch es doch mal mit einfachem lesen der verlinkten Artikel, dann wärst Du auf folgendes gestoßen:

https://twitter.com/Hartes_Geld/status/ ... en-sein%2F
Der eigentliche Hammer ist aber die "Sippenhaft", in die das Opfer genommen wird: :auweia:
Weil der Bruder ein (mehrfach) verurteilter Neo-Nazi sein soll, ist dem Opfer zu Recht das Leben genommen worden! :vogel:

Ja, geht's noch? :motz:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 11. September 2018, 15:23

So wie alle Muslims "böse" sind

Caviteño
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Dienstag 11. September 2018, 16:33

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 15:23
So wie alle Muslims "böse" sind
Hat das jemand gesagt?

Mit dem Differenzieren scheinst Du wohl Schwierigkeiten zu haben.
Worauf im Forum immer hingewiesen wird ist der Umstand,
- daß der Islam mit den Werten einer modernen westlichen Gesellschaft nicht kompatibel ist;
- daß die von Frau Merkel Grenzöffnung eben nicht zum Zuzug der versprochenen "Facharbeiter (syrische Ärzte!) geführt hat;
- daß die Gewaltkriminalität durch den Zuzug gestiegen ist,
- daß die Medien einer selektiven Berichterstattung huldigen, sobald es um die Kriminalität von "Flüchtlingen" geht.

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Raphael
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Raphael » Mittwoch 12. September 2018, 08:44

Maaßen begründet Chemnitz-Äußerung mit Sorge vor Desinformation

Eine angesichts der Quelle des Videos stichhaltige Begründung! :daumen-rauf:

Hätte Maaßen diese kritische Würdigung nicht vorgenommen, hätte man ihm Naivität vorwerfen können. :unbeteiligttu:
Eine Eigenschaft, die man in seiner Position nimmer haben dürfte ............
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 12. September 2018, 19:33

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 12. September 2018, 08:44
Maaßen begründet Chemnitz-Äußerung mit Sorge vor Desinformation
Eine angesichts der Quelle des Videos stichhaltige Begründung! :daumen-rauf:
Scheinen inzwischen - neben der AfD - auch die CDU und die FDP so zu sehen:

Union und FDP stellen sich hinter Verfassungsschutz-Chef Maaßen

Die Anhörung heute hat wohl einige Klarheit gebracht; die Medien, die Kanzlerin, ihr Regierungssprecher und inzwischen auch Kardinal Woelki haben auf das falsche Pferd gesetzt bzw. unpassende Worte gebraucht.

Es zeigt sich erneut, daß die Medien mit aller Macht versuchen, Fälle aufzubauschen, in denen -angeblich- "Flüchtlinge" zu schaden kommen. Die dabei ermorderten Menschen werden in der Berichterstattung übergangen, sofern sie "nicht erst vor kurzem gekommen sind".

Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

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Juergen
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Juergen » Donnerstag 13. September 2018, 14:55

Two Riders were approaching: Der Anfang vom Ende der deutschen Medien
https://www.heise.de/tp/features/Two-Ri ... ?seite=all
Gruß
Jürgen
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von TeDeum » Freitag 14. September 2018, 19:11

Herrlich mit spitzer Feder geschrieben. Habe mich köstlich amüsiert und auch was dazu gelernt. :D Danke fürs Teilen!

Caviteño
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Sonntag 16. September 2018, 11:21

Es zeichnet sich ein Wandel in der Berichterstattung ab. Stefan Aust, früher Spiegel, jetzt WELT und eine der sog. "Edelfedern", wagt es, die Kanzlerin zu kritisieren:

Mutti aller Probleme

Der Artikel ist hinter einer Bezahlschranke; eine Inhaltsangabe mit Zitaten aus dem Artikel findet sich hier:

Stefan Aust über Merkel: „Galoppierender Rinderwahn ausgebrochen“

Daraus:
„Für jeden, der sich seinen Blick nicht von der tränenverschwommenen Rührung über die eigene humanitäre Großartigkeit verschleiern ließ, war spätestens im Sommer 2015 klar, was auf das Land zurollte.“ Insgesamt seinen 2015 und 2016 rund 1,2 Millionen Zuwanderer registriert worden: „Die Prozentzahl der eingereisten Männer unter 30 betrug gut 65 Prozent, in diesen beiden Jahren zusammen also rund 800.000.“ Aust macht einen interessanten Vergleich auf: „Das ist deutlich mehr als die Zahl der Soldaten unter Waffen von Bundeswehr und DDR-Volksarmee zusammen – 1988 etwa 650.000.“
(...)
Aust: „Wir wollen nicht rechthaberisch sein, uns aber auch nicht für dumm verkaufen lassen. Die Wurzeln der gegenwärtigen Misere lagen schon im Sommer 2015 blankgespült für jeden sichtbar offen da.“
Natürlich gab es bereits im Sommer 2015 warnende Stimmen, allerdings gehört die WELT wohl nicht dazu. Man bleibt ja auch weiter der Linie treu.
Kritische Artikel über den UN-Pakt zur Förderung der Migration findet in man in deutschen Medien selten. Der verlinkte Artikel ist in der Schweizer Presse erschienen. :breitgrins:

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Siard
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Siard » Sonntag 16. September 2018, 11:40

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 16. September 2018, 11:21
Kritische Artikel über den UN-Pakt zur Förderung der Migration findet in man in deutschen Medien selten.
Warum das so ist, ist ja auch kein Geheimnis.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Mittwoch 19. September 2018, 19:33

„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Raphael
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Raphael » Donnerstag 20. September 2018, 07:28

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Mittwoch 19. September 2018, 19:33
Rainer Zitelmann:

Fall Maaßen: Musterbeispiel für Medien-Skandalisierung
Sollte man gelesen haben! :daumen-rauf:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Samstag 22. September 2018, 12:13


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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von HeGe » Montag 1. Oktober 2018, 15:04

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Montag 1. Oktober 2018, 15:11

das einzig sinnvolle was man tun kann wenn man diese Bedenken hat

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Siard
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Siard » Montag 1. Oktober 2018, 15:28

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 1. Oktober 2018, 15:11
das einzig sinnvolle was man tun kann wenn man diese Bedenken hat
Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hatte diese Bedenken auch.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Samstag 17. November 2018, 02:36

Wissenstest für Nachwuchsjournalisten

Für ein dpa-Volontariat müssen die Bewerber diesen Wissenstest absolvieren.... - ich wäre wohl durchgefallen....

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Siard » Samstag 17. November 2018, 09:36

Die Auswahl der Fragen zeigt gewisse Tendenzen. Aber das überrascht nicht.

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Juergen
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Juergen » Samstag 17. November 2018, 13:34

Gruß
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 17. November 2018, 14:09

Ach wie furchtbar :kugel:

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Siard » Sonntag 18. November 2018, 00:23

CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 14:09
Ach wie furchtbar :kugel:
Worauf beziehst Du Deinen Kommentar?
Auf das "Aufwiegeln", oder auf das Abschalten vieler Kanäle?

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Juergen » Sonntag 18. November 2018, 00:37

Siard hat geschrieben:
Sonntag 18. November 2018, 00:23
CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 14:09
Ach wie furchtbar :kugel:
Worauf beziehst Du Deinen Kommentar?
Auf das "Aufwiegeln", oder auf das Abschalten vieler Kanäle?
Egal!
Hauptsache ist doch, er bezieht sich, oder sein Bett oder so… :tuete:
Gruß
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Dienstag 27. November 2018, 09:01

"Als hätte das Aussenministerium in der ARD die Regie übernommen": https://www.nzz.ch/international/ard-al ... ld.1439593
:zirkusdirektor:
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Raphael
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Raphael » Dienstag 27. November 2018, 09:32

Niels hat geschrieben:
Dienstag 27. November 2018, 09:01
"Als hätte das Aussenministerium in der ARD die Regie übernommen": https://www.nzz.ch/international/ard-al ... ld.1439593 :zirkusdirektor:
Früher hieß so etwas "vorauseilender Gehorsam" und war in linken Kreisen ganz besonders iieebahpfui! :pfeif:

Heute könnte man auch von "freiwilliger Gleichschaltung" reden, aber dann kommen wieder diese widerlichen Assoziationen an die vermaledeiten 12 Jahre hoch. :maske:

Es ist aber auch ein Kreuz mit der Sprache: Wie man's macht, macht man's verkehrt! :unbeteiligttu:
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dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Dienstag 27. November 2018, 10:20

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 27. November 2018, 09:32
Früher hieß so etwas "vorauseilender Gehorsam" und war in linken Kreisen ganz besonders iieebahpfui! :pfeif:

Heute könnte man auch von "freiwilliger Gleichschaltung" reden, aber dann kommen wieder diese widerlichen Assoziationen an die vermaledeiten 12 Jahre hoch. :maske:

Es ist aber auch ein Kreuz mit der Sprache: Wie man's macht, macht man's verkehrt! :unbeteiligttu:
Na, na, na, Raphael...... :dudu:
Das BVerfG hat doch gerade die Wichtigkeit des öffentl.-rechtl. Rundfunks herausgestrichen und ihn mit den (vermaledeiten) privaten Sendern und den "publizistische Anbieter ohne journalistische Zwischenaufbereitung" verglichen. Danach hat der öffentl.-rechtl. Rundfunk vor allem diese Aufgabe:
Dies alles führt zu schwieriger werdender Trennbarkeit zwischen Fakten und Meinung, Inhalt und Werbung sowie zu neuen Unsicherheiten hinsichtlich Glaubwürdigkeit von Quellen und Wertungen. Der einzelne Nutzer muss die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt. Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden.
(Hervorhebung von mir)

https://www.bundesverfassungsgericht.de ... 67516.html - Rz 80

:breitgrins: :D :kugel:

PS: Ich bevorzuge den Ausdruck "Staatsfunk" - kurz und knapp.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Dienstag 27. November 2018, 10:47

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 27. November 2018, 10:20
Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden.
(Hervorhebung von mir)
Und wenn man sich dort partout nicht daran hält (was seit Jahren - schon lange vor dem "Urteil" des BVerfG - gut dokumentiert ist) - darf dann der "Rundfunkbeitrag" einbehalten werden? :hmm:
Da dürfte das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen sein...
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Dienstag 27. November 2018, 19:26

Niels hat geschrieben:
Dienstag 27. November 2018, 10:47
Da dürfte das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen sein...
Wer sollte denn - nachdem das BVerfG entschieden hat - noch etwas unternehmen? :hmm:
Das wäre allenfalls über Volksentscheide möglich und aus Brandenburg hört man auch ziemlich wenig:

AfD-Politiker gründen Verein gegen GEZ-Gebühren

Solange man Sportschau, WM und Olympiade im den öffentl.-rechtl. geboten bekommt, wird sich nichts ändern. Da können sich auch Zuschauerzahlen und Gebühren entgegengesetzt entwickeln...

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Dienstag 27. November 2018, 19:41

Wenn die ihrem Auftrag (erwiesenermaßen) nicht nachkommen, kann also niemand rechtliche Schritte unternehmen?
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Juergen » Dienstag 27. November 2018, 20:03

Wenn man sich die Moderation mancher Nachrichtensendungen ansieht, stellt man fest, daß die Trennung von Fakten und Meinung auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern schon lange nicht mehr gegeben ist.

Es kommt dabei freilich stark auf den Moderator an. Manchen verbreiten mehr als Fakten getarnte Meinung als andere.
Gruß
Jürgen
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 13. Dezember 2018, 01:21

Interessanter Artikel zum "Filterblasen-Effekt", der durch die soz. Netzwerke und das Internet hervorgerufen wird:

Was passiert, wenn die Filterblase platzt?

In den USA denkt man darüber nach, daß facebook & Co verpflichtet werden, auch andere Inhalte auf ihren Seiten darzustellen (sog. "must-carry-rules"). Fraglich ist allerdings, wie sich so etwas auswirken würde:
Würde es an der Debattenkultur etwas ändern, wenn der überzeugte Alt-Right-Anhänger neben Breitbart-News alibimässig ein paar CNN-Beiträge in seinem Newsfeed eingeblendet bekommt? Oder würde dies der Wut auf die angebliche Political Correctness neue Nahrung geben?
(...)
Der US-Rechtswissenschaftler Frank Pasquale gibt in einer Analyse für die Rosa-Luxemburg-Stiftung namens «Der automatisierte öffentliche Raum» zu bedenken: «Das grosse Problem für die Befürworter von Filterblasen-Reformen ist, dass sie nicht angemessen nachweisen können, ob eine Konfrontation der Anhänger der einen Seite mit den Fakten, den Prioritäten, der Ideologie und den Werten der anderen Seite zu Verständnis oder Ablehnung, Umdenken oder Renitenz führen wird.»

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