Situation der deutschen Medienlandschaft

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TeDeum
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von TeDeum » Donnerstag 13. Dezember 2018, 06:53

Wie verzweifelt man versucht, die Deutungshoheit wiederzuerlangen. Bezeichnend auch, dass als Beispiel der Alt-Right Befürworter genannt wird - und nicht etwa der grüne Welcome Klatscher. Ein Schelm wer Böses dabei denkt ...

Caviteño
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 13. Dezember 2018, 09:24

In der Tat!
Es ist ja auch nicht solange her, daß die öffentl.-rechtl. Sender und die Tageszeitungen das Nachrichtenmonopol hatten und bestimmten, was verbreitet wurde bzw. werden durfte.
Die Zeiten sind unwiderruflich vorbei und das schmerzt.
Dazu kommt, daß die Menschen, die eine vom mainstream abweichende Meinung vertreten, durch das Netz die Erfahrung machen, daß sie keineswegs Außenseiter sind. In Foren, sozialen Medien usw. finden sie Gleichgesinnte.

Wäre der Erfolg der AfD - gegen die herkömmlichen Medien - ohne das Internet überhaupt denkbar? Da darf man erhebliche Zweifel haben. Dementsprechend setzt diese Partei auch überproportional auf die neuen Medien, bedient sich twitter, facebook & Co, um ihre Reichweite zu erhöhen.
Ein Gegenmittel haben weder die Altparteien noch Zeitungen und TV gefunden. Sie verweisen zwar immer auf ihren -angeblichen- "Qualitätsjournalismus" und die -angeblich- "sauber recherchierten Berichte". Aber egal ob durch Ereignisse wie in Köln, in Chemnitz, beim Migrationspakt oder der Einstufung als "Vorkommnis von regionaler Bedeutung", über das nicht berichtet wird - die Berichterstattung der Edelfedern wird von einem Teil der Bevölkerung als parteiisch wahrgenommen und nicht (mehr) beachtet.

Nachtrag:
Von einem neuen - man muß es schon so nennen - Versagen der deutschen Medien berichtet die NZZ. Bei der Diskussion um den Migrationspakt wurde eine Studie lanciert, die von einer Einflußnahme durch Bots berichtete.
Die Analyse wurde von zahlreichen Medien aufgegriffen und als Tatsache präsentiert. Kurz nachdem die ersten Texte dazu erschienen waren, meldeten sich Experten zu Wort und erhoben schwere Vorwürfe. «An der Studie stört mich, dass sie nicht einmal in Auszügen einsehbar ist. Dadurch sind die Ergebnisse wertlos», sagte der Social-Media-Analyst Luca Hammer. Florian Gallwitz, Professor für Medieninformatik an der Technischen Hochschule Nürnberg, sprach von einer «gezielt lancierten, unveröffentlichten Quatschstudie ohne belastbare Daten».
(...)
Trotz einigen Unschärfen hat die Bot-Analyse politische Wirkung entfaltet. Die sozialdemokratische Justizministerin Katarina Barley rief angesichts der Ergebnisse die Betreiber sozialer Netzwerke dazu auf, gegen gefälschte Accounts vorzugehen.
Haben Bots die Debatte um den Migrationspakt einseitig beeinflusst?

Besonders pikant:
Die Geschäftsführerin des Unternehmens, das die Studie verfaßt hat, ist CDU-Mitglied, hat Kontakte zum Bundeskanzleramt und:
Zu den Beratern von Botswatch gehört der bestens vernetzte PR-Fachmann Axel Wallrabenstein, der sich selbst als «Merkel-Fan» bezeichnet. Ausserdem wird Botswatch von dem christlichdemokratischen Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker beraten, der Merkel-Kritiker mit «Säuen» verglich, die sich im Dreck suhlen.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Presse sich selbst die Gruben gräbt, in die sie dann hineinfällt.... - oder haben die einen Werbevertrag mit der AfD? ;D

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Edi
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Edi » Donnerstag 13. Dezember 2018, 20:31

Offener Brief von Willy Wimmer an den Bundespräsidenten und ehemaligen Außenminister Steinmeier.

https://de.sputniknews.com/kommentare/2 ... teinmeier/

Ich wollte hier keinen neuen Thread eröffnen, daher habe ich das mal hier reingestellt.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 20. Dezember 2018, 04:21

"Fake news" - das wird meist den "Rechten" vorgeworfen. Jetzt hat das "Sturmgeschütz der Demokratie" - der Spiegel - eine Affäre im eigenen Haus:

Gefälschte Reportagen: "Spiegel" legt Betrugsfall im eigenen Haus offen

Der Reporter Claas Relotius habe in großem Umfang Geschichten gefälscht oder erfunden, schreibt der Spiegel. Relotius war mehrfach ausgezeichnet und er war mit einigen "Reportagen" auch in diesem Jahr wieder für den Reporterpreis nominiert. Der Peter Scholl-Latour-Preis 2018 wurde ihm bereits entzogen.

Eine Kostprobe seiner Phantasie kann man in seinem Artikel Schicksale - Königskinder lesen. In der Einleitung heißt es:
Ahmed und Alin sind zehn und elf Jahre alt, als ihre Eltern in Aleppo sterben. Sie fliehen in die Türkei und arbeiten hier, getrennt voneinander, als Schrottsammler und Näherin. Manchmal, im Traum, erscheint ihnen Angela Merkel.
:D

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Donnerstag 20. Dezember 2018, 08:07

Noch ein Artikel dazu: https://www.welt.de/kultur/medien/artic ... aucht.html

Ein Einzelfall? Oder eine Art Karl May des Journalismus? :indianer: :cowboy:
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 20. Dezember 2018, 11:01

Niels hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 08:07
Ein Einzelfall? Oder eine Art Karl May des Journalismus? :indianer: :cowboy:
Mit Sicherheit kein Einzelfall.
Der Begriff "Lügenpresse" entstand ja nicht aus den "großen (erfundenen) Geschichten", sondern aus alltäglichen Begebenheiten, die von den Lesern ganz anders erfahren wurden als sie in dem Bericht geschildert wurden, den man am nächsten Tag in der Zeitung las.

Ich bezweifle, daß der Vorgang zu einem Umdenken in den MSM führen wird. Weiterhin werden uns Berichte vorgesetzt werden, bei denen "Haltung" wichtiger ist als Information.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Donnerstag 20. Dezember 2018, 11:55

Was ist mit dem "Handelsblatt" los? Der lustige Herr Gabriel - beliebter Redner und Schöngeist - schreibt eine Lobeshymne auf die "Politiker des Jahres" Annalena Baerbock und Robert Habeck: https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 50188.html
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"Doppelspitze mit Emotion und Substanz"
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 20. Dezember 2018, 12:47

Plant er für R2G?
Da muß die SPD aber noch ein paar Punkte zulegen...

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Juergen » Samstag 22. Dezember 2018, 20:28

Gruß
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Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Edi » Samstag 22. Dezember 2018, 21:24

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 11:01
Niels hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 08:07
Ein Einzelfall? Oder eine Art Karl May des Journalismus? :indianer: :cowboy:
Mit Sicherheit kein Einzelfall.
Der Begriff "Lügenpresse" entstand ja nicht aus den "großen (erfundenen) Geschichten", sondern aus alltäglichen Begebenheiten, die von den Lesern ganz anders erfahren wurden als sie in dem Bericht geschildert wurden, den man am nächsten Tag in der Zeitung las.

Ich bezweifle, daß der Vorgang zu einem Umdenken in den MSM führen wird. Weiterhin werden uns Berichte vorgesetzt werden, bei denen "Haltung" wichtiger ist als Information.
Da wird sich nichts ändern. Seit langem wird Berichterstattung mit Meinung vermischt bei den meisten Medien, auch und gerade bei den Öffentlich Rechtlichen, die mit Zwangsgeldern finanziert werden. Manches wird gleich gar nicht berichtet, weil man die Bürger angeblich nicht verunsichern will. Das alles hat Absicht.
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Montag 31. Dezember 2018, 00:51

In Chemnitz sprachen Kanzlerin und Medien von "Hetzjagden" - und wie nennt man das, was am Samstag in Amberg geschah?
Es spielten sich erschreckende Szenen ab. Menschen versuchten zu entkommen, wurden aber eingeholt, teilweise zu Boden geschleudert, geprügelt und getreten, bevor sich das Quartett weiter Richtung Altstadt bewegte.
In der Oberen Nabburger Straße attackierte die Gruppe wieder Passanten. Kurz danach endete die Gewalttour: Polizisten nahmen die Männer gegen 21 Uhr fest. Bei den 17- bis 19-Jährigen handelt es sich um Asylbewerber verschiedener Nationalitäten.
https://www.mittelbayerische.de/region/ ... 34232.html

Der Unterschied zu Chemnitz: Die Männer waren betrunken, wird dann noch entschuldigend berichtet.....

Na dann....

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Montag 31. Dezember 2018, 02:47

Gerechtigkeit für Claas Relotius!

Alexander Wendt sieht Claas Relotius als modernen Hauptmann von Köpenick:
Der Fall CR besitzt, wie Bernd Zeller mit seiner Hellsicht schreibt, für die merkelistische Bundesrepublik mindestens die gleiche Signifikanz wie der Marsch des Hauptmann von Köpenick für das wilhelminische Deutschland. Schreiber Relotius ist eine so überragende Wahrheitsfigur, wie des seinerzeit Schuster Voigt war, der an die Stadtkasse nur kommen konnte, weil er in die richtige Hülle schlüpfte und Haltung zeigte.
(...)
In dem Moment, in dem Klaus Brinkbäumer, Heribert Prantl und Jakob Augstein die Reportagen von Relotius lasen, glaubten sie ihre eigenen Kommentare.
Wendt zählt dann die vielen Falschmeldungen auf, die in den letzten Jahren durch den Blätterwald geisterten: Von den 50 Skinheads, die einen irakischen Jungen ertränkt haben sollen über den ersten Pegida-Toten bis zur den "Hetzjagden" in Chemnitz - einer Falschmeldung, die sich sogar die Kanzlerin zu eigen machte.

Es bedarf - wie in der Natur - eines gewissen (gesellschaftlichen) Klimas, das solche Geschichten wachsen können.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Montag 31. Dezember 2018, 11:15

Das wird wohl offenbar auch im Ausland so wahrgenommen. Meine Tante, gebürtige Koreanerin, erzählte mir vor ein paar Tagen, dass aus ihrer alten Heimat derzeit kaum jemand in Deutschland Urlaub machen will. Danke, deutsche Presse!
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 6. Februar 2019, 12:46

Roland Tichy hat sich in diesem Artikel mit dem Einfluß auseinandergesetzt, den die SPD über das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) auf zahlreiche lokale Zeitungen ausübt.

Wie SPD in die Zeitungen kommt - Zeitungen, auf die die SPD heimlich und indirekt Einfluß nimmt

Dabei ist er wohl einigen auf die Füße getreten. Wer den Link anklickt, wird in Kürze nichts mehr finden:
Dieser Artikel wird um 14.00 gelöscht. TE verfügt nicht über die Ressourcen, um mit diesen machtvollen Gegner presserechtliche Auseinandersetzungen zu führen. Pressefreiheit ist die Freiheit sehr reicher Organisationen und Personen.
Netzaktivisten haben den Artikel archiviert. Er kann jetzt hier abgerufen werden:

http://archive.is/xILPo

Tja - das Netz vergißt nicht.... :breitgrins: und Negativwerbung ist es für die SPD auch noch....

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Sonntag 17. Februar 2019, 07:30

Im November 2018 wurde der deutsche Journalist Billy Six in Venezuela verhaftet. Seitdem sitzt er dort im Gefängnis, obwohl spätestens bis zum 02. 02. 2019 eine Anklage oder die Freilassung hätten erfolgen müssen.

Im Gegensatz zu Deniz Yücel, der in der Türkei verhaftet wurde, hält sich das Engagement des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und auch der Bundesregierung in sehr engen Grenzen. Der DJV weigert sich, tätig zu werden - schließlich sie Six Mitglied „in einem sehr weit rechts stehenden Verein“ - damit sind wohl die "Deutschen Konservativen" gemeint. Six schrieb für die "Junge Freiheit".

„Wir tun nichts für ihn“

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pr ... -bekommen/

Aus der Gefangenschaft des syrischen Geheimdienstes kam er durch russische Vermittlung frei.

http://billys-reisen.de/wp-content/uplo ... ite-19.jpg

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 20. Februar 2019, 06:45

Zum jetzt bekanntgewordenen "framing" des "Fernsehens ohne Profitzensur (= ARD/ZDF) ein Kommentar vom Wolfram Weimer:

Leitfaden für Propaganda und Denunziation

Ein paar Leckerbissen aus dem Papier:

Umbennenungen:
Rundfunkgebühr = „Rundfunkkapital der Bürger“ oder „Rundfunkbeteiligung“
private Fernsehsender = “profitwirtschaftlichen Anbieter”, “Kommerzmedien” oder “medienkapitalistischen Heuschrecken”

Nichtzahler und Kritiker werden wie folgt diffamiert:
„Einige Mitglieder unserer Gesellschaft halten sich nicht an unsere generationenverbindende, demokratische Entscheidung zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. Sie stellen damit die Verbindlichkeit demokratischer Entscheidungen infrage, sie verhalten sich demokratiefern.“
(...)
Jeder Kritiker „kehrt gedanklich die Tatsache unter den Teppich dass vermeintliche Beitragsverweigerer direkt entgegen einer verbindlichen, demokratischen Vereinbarung handeln, die wir gesetzlich verankert haben, und dann die wir anderen uns halten. Der lapidare Umgang mit Gesetzen, die die Gemeinschaft sich gegeben hat, ist höchst alarmierend.“
ARD für „gelenkte Demokratie“?

Wolfram Weimer (s.o.) weist in seinem Artikel darauf hin, daß - nach Darstellung der ARD - die Schuld an diesem Leitfaden der MDR-Intendantin Karola Wille zufällt, die 2016 und 2017 Vorsitzende der ARD war. Sie war in der DDR propagandistisch aktiv:
Demnach schrieb Wille zusammen mit einem Geheimdienstoffizier im besonderen Dienst auch einen Text zum „Revanchismus in der Bundesrepublik“. Dort ist zu lesen: „Im politischen und ideologischen Arsenal der aggressivsten und reaktionärsten Kräfte des Monopolkapitals nimmt der Revanchismus einen gewichtigen Platz ein.“ Zu solchem DDR-Ideologiesprech der achtziger Jahre passt der fordernde letzte Satz der ARD-Propagandafibel von heute beängstigend perfekt: „Kein Demokratiekapitalismus. Kein Rundfunkkapitalismus. Kein Informationskapitalismus.“
tja - gelernt ist gelernt.... :breitgrins:
Die einen haben Relotius und die anderen Wille - da tut sich nicht viel; Glaubwürdigkeit geht jedenfalls anders.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Donnerstag 21. Februar 2019, 10:28

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 06:45

Die einen haben Relotius
Die Relotiusse sind Legion: https://meedia.de/2019/02/20/protagonis ... n-artikel/
SZ Magazin trennt sich von preisgekröntem Autor – Spiegel und Zeit überprüfen Artikel
:anton:
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Dienstag 5. März 2019, 10:31

Liebe Schrumpfmedien: die Leser sind nicht weg. Sie lesen nur woanders

Die Auflagezahlen der Printmedien sinken immer schneller. Alexander Wendt hat einige Zahlen zusammengestellt:
Berliner Zeitung von 345.000 (1989) über 114.417 (2014) auf jetzt nur noch 66.564 (IV/18).
Der Stern von 162.996 (Auflagentief 2016) auf jetzt nur noch 119.698 (01/19).

Der Grund soll lt. einer Untersuchung der Otto-Brenner-Stiftung die Entfremdung zwischen dem "etablierten Journalismus und Teilen der Bevölkerung" sein - insbesondere im Zuge der Migrationskrise.
Und der entfremdete Teil der Bevölkerung wächst und wächst. Er wuchs nach dem tagelangen Schweigen der meisten Medien zu den Massenübergriffen von Köln, er wuchs nach den medialen Hetzjagd-Phantasien zu Chemnitz.
Aber die Leser holen sich ihre Informationen woanders:
Im Januar erreichte die Achse des Guten zum ersten Mal eine Million Leser pro Monat. Tichys Einblick Online liegt ebenfalls bei etwa einer Million Leser und 9 Millionen Seitenabrufen monatlich. Publico, gegründet im November 2017 und damit ein Newcomer, fand im Januar 100 000 Leser, die 445 000 Seiten abriefen. Seit seinem Start summiert sich die Zahl der Publico-Leser auf eine Million – und sie steigt beständig.
(...)
Bei allen Medien, die der DuMont-Redakteur im Graubereich verortet, wächst nicht nur die Zahl der Kunden. Alle Unternehmen stehen auch wirtschaftlich sehr solide da.
Tja - wer will auch schon Artikel wie diese lesen, da schreibt man doch an den Interessen der Leser vorbei:

Bild

Bild

:hae?: :hmm:

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Dienstag 5. März 2019, 12:50

"Ihr Kampf" betrifft doch wohl (auch) ansatzweise eher Frau Dr. M. - oder nicht? :emil:
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Sonntag 10. März 2019, 00:27

Ex-dpa-Journalist: Gesinnungsjournalismus gefährdet unsere Demokratie
„Sowohl der Nachrichtenausstoß der Nachrichtenagenturen als auch die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF sind in mehrfacher Hinsicht parteiisch geprägt, deutlich getragen von dem Wunsch, Haltung zu demonstrieren. Die Parteilichkeit spiegelt sich in der Themenauswahl, den Quellen, den zitierten Personen und den erläuterten Positionen.“
Bei den aktuell strittigen Topthemen dominieren nach seinen Beobachtungen EU-freundliche, Trump-feindliche, Israel-kritische, Grünen-freundliche und unterschwellig antikapitalistische und pro-sozialdemokratische Positionen.
(...)
„Strenge Vorgaben des Pressekodex … haben zur fatalen Situation geführt, dass die Bürger in Deutschland heute, wie in undemokratischen und totalitären Systemen üblich, zwischen den Zeilen zu lesen gelernt haben.
Wer wollte dem widersprechen?
Auch in der Berichterstattung über wirtschaftliche Themen werden negative Meldungen nach Möglichkeit ausgeblendet und schon überhaupt nicht thematisiert, wenn sie die heiligen Kühe der Kanzlerinnenpolitik (z.B. Energiewende) kritisch hinterfragen müßten. Nur zwei Beispiele:
Kohleausstieg: Klasse :klatsch: :klatsch: - und die Kosten werden ausgeblendet; die unsicherer gewordene Energieversorgung wird überhaupt nicht erwähnt.
Man bedauert den langsamen Ausbau des Digitalnetzes, aber berichtet kaum darüber, woran es liegt (zuviele Vorgaben der Politik).

Alles ist gut und wird besser - der Tenor vieler Berichte, obwohl die Warnzeichen für jeden deutlich sichtbar sind.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Sonntag 17. März 2019, 10:59

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 17. Februar 2019, 07:30
Im November 2018 wurde der deutsche Journalist Billy Six in Venezuela verhaftet. Seitdem sitzt er dort im Gefängnis, obwohl spätestens bis zum 02. 02. 2019 eine Anklage oder die Freilassung hätten erfolgen müssen.

Im Gegensatz zu Deniz Yücel, der in der Türkei verhaftet wurde, hält sich das Engagement des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und auch der Bundesregierung in sehr engen Grenzen.
Billy Six konnte inzwischen durch Vermittlung des russischen Außenministers (!) das Gefängnis verlassen.

https://philosophia-perennis.com/2019/0 ... h-bei-afd/

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Montag 18. März 2019, 19:36

Der Herausgeber des Wirtschaftsteils der FAZ, Holger Steltzner, hat die Zeitung verlassen, weil "die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern (...) nicht mehr gegeben" war.
In Steltzners Teil war die Welt noch in Ordnung. Hier darf Heike Göbel die Wirtschaftspolitik kritisieren, die Energiewende wird kritisch beleuchtet. Wenn Kohler EU-Europa feiern lässt, zählt Steltzner die Kosten und addiert die Spesen. Während vorne die Politik mit Lob über Subventionen für die nationale deutsche soziale Staatsbatterie überquillt, denkt der Wirtschaftsteil darüber nach, woher der Strom kommen soll.
(...)
Man spürt, dass Steltzner lästig geworden war. Immer diese Meckerei aus Frankfurt; warum nicht so lieb sein wie die Süddeutsche Zeitung aus und mit dem Weitblick eines Prantlhausener Anzeigers. Immer diese Nörgelei, immer dieses Studieren von Ludwig Erhard im Original und nicht in der verseichten Form einer Sahra Wagenknecht.
FAZ: Kurswechsel nach Berlin

Wie wird sich die Auflage entwickeln? Sie ist in den letzten 20 Jahren um über 40% gesunken.....

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 20. März 2019, 11:35

Die beiden letzten Kommentare von Holger Steltzner entsprachen überhaupt nicht dem vorgegebenen gesellschaftlichem mainstream. Insbesondere sein Kommentar zum Klimawandel dürfte einigen "sauer aufgestoßen" sein:

Klimareligion mit Ablasshandel
Die Rettung des Weltklimas hat für große Teile der deutschen Gesellschaft mittlerweile den Rang einer Ersatzreligion. Darf man noch fragen, welchen Beitrag die extreme Subventionierung von erneuerbarer Energie für das Klima der Erde geleistet hat, angesichts der Tatsache, dass der Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland kaum gesunken ist? Oder ist ein Ketzer, wer fragt, ob die eine Billion Euro, mit der hierzulande Steuerzahler und Stromverbraucher Wind-, Solar-, Biogasanlagen und Netze fördern müssen (die Hälfte unserer Staatsverschuldung!), klug investiert wird?
Darf man noch darauf hinweisen, daß für den Biosprit und Tofu die Regenwälder abgeholzt werden und D. mit seiner Klimareligion einen Alleineingang unternimmt, der weder von den USA noch von China oder der EU geteilt wird?

Das Beispiel Steltzner zeigt, daß die Firnis der Meinungsfreiheit in den MSM ziemlich dünn ist.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Mittwoch 20. März 2019, 11:50

Das Relotius-Institut hat auch personelle Veränderungen (nicht) vorgenommen: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 98691.html
Die Untersuchung der Kommission, die sich mit der Aufarbeitung des Falls Relotius beschäftigt, hat ergeben, dass Ullrich Fichtner und Matthias Geyer keine persönliche Schuld an den Betrugsfällen trifft“. Gleichwohl übernähmen sie „Verantwortung, um den hohen Maßstäben gerecht zu werden, die wir auch an andere anlegen, und um jegliche Zweifel an der Integrität des ,Spiegel auszuräumen“, sagte der Chefredakteur Steffen Klusmann. „Dafür gebührt ihnen Respekt.“

Fichtner werde nun „Reporter mit besonderen Aufgaben“ und direkt an die Chefredaktion angebunden sein, so die Mitteilung. Er werde „Titelgeschichten konzipieren und verfassen und im Auftrag der Chefredaktion große Projekte vorantreiben“. Geyer arbeite künftig als „Redakteur für besondere Aufgaben; ebenfalls in direkter Linie zur Chefredaktion“. Er werde sich „im Auftrag von Blattmachern und Chefredaktion insbesondere um die Textqualität kümmern“.
:D
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Juergen » Sonntag 24. März 2019, 14:32

Der Westdeutsche RotRundfunk (Lokalzeit OWL) schreibt bei Facebook:
https://www.facebook.com/wdrlokalzeitow ... &__tn__=-R

Ein einzelner Redner vor weniger als zehn Teilnehmern: Bei der Veranstaltung der erwarteten Rechten waren die Gegendemonstranten mit 200 bis 300 Teilnehmern in der Mehrheit... Alles friedlich, alles gut 👍


Das Westfalen-Blatt schreibt zur gleichen Veranstaltung:
https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Biel ... chter-Demo

Bielefeld (WB/hz). Die rechtsgerichtete Demonstration »Recht und Sicherheit für unser Land« am Samstag auf dem Bielefelder Kesselbrink ist zum Schluss eskaliert. Eine Demo-Rednerin beschimpfte Gegendemonstranten. Nach Rangeleien gab es einen Polizeikessel und eine Verfolgungsjagd durch die Innenstadt.


Hm… :hmm:
Gruß
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von martin v. tours » Sonntag 31. März 2019, 19:58

Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 4. April 2019, 14:40

Ralf Schuler, Leiter der Parlamentsredaktion der BILD, räumt in seinem Buch "Lasst uns Populisten sein" Fehler in der Berichterstattung im September 2015 ein. Zum einen sei die Berichterstattung der Zeitung durch die Erfahrungen des jetzigen Chefredakteurs Julian Reichelt als Kriegsreporter in Syrien geprägt gewesen.
Das zweite, was die Ausrichtung von Bild im Flucht-Herbst 2015 beeinflusste, war die Überlegung, dass Bild bei aller Vertretung einfacher Menschen und ihrer Stimmungen nicht zur Vorlage für Übergriffe, Anschläge oder fremdenfeindliche Gewalt werden sollte, die – so seltsam es klingt – viele damals als eine Art natürliche Folge des Zustroms erwarteten. Hier liegt bereits ein Keim für die spätere Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft: Man weiß um die Gegenreflexe, glaubt sie aber aus moralisch höherer Warte ignorieren zu können. Motto: Wir sind die Guten. Da muss das Land eben durch.
Wo seid ihr? Ihr wart doch immer an unserer Seite!

Von dieser Entfremdung habe sich die Zeitung bis heute nicht erholt. Die Auflage sei von 2,2 auf jetzt 1,6 Mio gesunken - ein Einbruch von fast 30%. Der Autor rechnet in dem Buch auch mit Merkel und der Union ab:
Auch Merkel bekommt in diesem Zusammenhang ihren Seitenhieb ab, wenn Schuler schreibt, dass sie sich kaum der „christlichen Grundierung“, die den Rechts- und Sozialstaat ausmachten, bewusst sei und nur einen „Frömmigkeitswettbewerb“ auf Lager habe, nämlich die Leute aufzufordern, in die Kirche zu gehen. Mit dieser Union könne man jedenfalls alles haben: die Aufforderung zum Kirchgang, das Singen christlicher Weihnachtslieder, aber auch die Homo-Ehe.
Zehn Thesen für eine neue Streitkultur - BILD-Journalist Schuler: „Lasst uns Populisten sein“

Mit der Situation des deutschen und des Schweizer Journalismus beschäftigt sich auch dieses video-Interview, das Alexander Kissler mit dem Schweizer Journalisten Frank A. Meyer führt:

Meyers Blick auf... - den Journalismus und sein Wahrheitsproblem

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Freitag 12. April 2019, 12:01

Die tagesschau, das Flaggschiff der Nachrichtenberichterstattung bei den öffentl.-rechtl. Sendern, berichtete über das Gedenken in Rwanda, wo vor 25 Jahren ein Völkermord stattfand:

https://www.youtube.com/watch?v=IviabM8XcgE

Herausgeschnitten wurde eine Szene (ab 1:17), in der EU-Kommissionspräsident Juncker durch ungeschicktes Hantieren mit einer brennenden Fackel fast seine Gastgeber in Flammen setzte:

https://www.youtube.com/watch?v=a5kxnDV ... e=youtu.be
Im 3 Minuten Beitrag der ARD fehlt eben diese bei Youtube zu findende und entscheidende Perspektive.
In der Tagesschau liefen die Bilder wie folgt: die Fackeln werden an die Säule gehalten. Schnitt auf die Fackel. Schnitt auf die wegtretenden Politiker. Keine Peinlichkeiten seitens des EU-Kommissionspräsidenten, keine Stichflamme, der die Gastgeber ausweichen müssen.
https://www.mmnews.de/politik/122352-ru ... szene-raus

Ob es wieder der Ischias war oder ob Juncker mal wieder zu tief ins Glas geschaut hatte.... - wir werden es wohl nie erfahren.

Torben Vers
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torben Vers » Sonntag 14. April 2019, 08:53

Zitatteil aus dem Beitrag von Caviteño, vom 20. Februar 2019, 06:45 Uhr (Hervorhebungen durch mich):
[...] Einige Mitglieder unserer Gesellschaft halten sich nicht an unsere generationenverbindende, demokratische Entscheidung
zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. Sie stellen damit die Verbindlichkeit demokratischer Entscheidungen infrage, sie verhalten sich demokratiefern.“ (...) [...]
Ahja, bekam ich davon gar nix mit, dass "unsere Gesellschaft" im Rahmen einer Volksabstimmung demokratisch, und mit Mehrheit, begeistert für GEZ-Zwangsabgaben votiert hatte. :breitgrins:
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der bleibt in Gott - und Gott bleibt in ihm."

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Siard » Sonntag 14. April 2019, 20:32

Torben Vers hat geschrieben:
Sonntag 14. April 2019, 08:53
Ahja, bekam ich davon gar nix mit, dass "unsere Gesellschaft" im Rahmen einer Volksabstimmung demokratisch, und mit Mehrheit, begeistert für GEZ-Zwangsabgaben votiert hatte. :breitgrins:
Das war damals, zusammen mit der Volksabstimmung über die Verfassung. :pfeif:

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Sonntag 14. April 2019, 22:04

Siard hat geschrieben:
Sonntag 14. April 2019, 20:32
Torben Vers hat geschrieben:
Sonntag 14. April 2019, 08:53
Ahja, bekam ich davon gar nix mit, dass "unsere Gesellschaft" im Rahmen einer Volksabstimmung demokratisch, und mit Mehrheit, begeistert für GEZ-Zwangsabgaben votiert hatte. :breitgrins:
Das war damals, zusammen mit der Volksabstimmung über die Verfassung. :pfeif:
Ach - haben wir jetzt eine "Verfassung", der auch Bayern zugestimmt hat? :breitgrins:

https://www.deutschlandfunk.de/warum-ba ... _id=131554

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Siard » Dienstag 16. April 2019, 16:54

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 14. April 2019, 22:04
Ach - haben wir jetzt eine "Verfassung", der auch Bayern zugestimmt hat? :breitgrins:
Nein. Aber ein GG, das nach der Einheit als Richtlinie (die von der Regierung ignoriert werden kann) oktroyiert wurde. :tuete:

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