Situation der deutschen Medienlandschaft

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HeGe
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von HeGe » Dienstag 20. März 2018, 14:25

Wie üblich wieder nur ad hominem, nichts zur Sache. :roll:
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 20. März 2018, 14:39

zur sache gibts da nichts zu sagen Facebook ist eine private Plattform wo der Betreiber eben Regeln festlegt wie hier im Forum auch

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Niels
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Dienstag 20. März 2018, 18:06

:kugel:

Auch Betreiber von Diktaturen legen Regeln fest. Beispiele erspare ich mir in unserer gebildeten Runde.

Es geht um die Frage: gut oder schlecht (richtig und falsch passen da meistens nicht).
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Niels
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Dienstag 20. März 2018, 18:14

Nachtrag: Regeln festsetzen tun die in ihrer Zeit Mächtigen. Gemeinhin nennt man das Rechtspositvismus.
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 21. März 2018, 08:43

also sollte es vom Betreiber für Internetforen ect.keine Regeln geben?

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 21. März 2018, 11:11

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 08:43
also sollte es vom Betreiber für Internetforen ect.keine Regeln geben?
Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist jedenfalls ein Paradebeispiel, daß man es mit den Regeln übertreiben kann. Allerdings scheint es sich zu einem Exportschlager zu entwickeln.

Durch gesetzliche Regelung verschwinden doch weder Hass noch Rassismus - das Gegenteil dürfte der Fall sein. Ob die Kontrolle letztlich wirklich "wirksam" ist, erscheint in Zeiten von darknet & Co mehr als zweifelhaft.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 21. März 2018, 11:44

Es geht mir da um etwas anderes Facebook Twitter ect sind private Plattformen die entscheiden können was sie sperren unter den von ihnen sich selbst gegebenen Regeln.

ich kann diese Jeremiaden" der Herr oder Frau sowieso wurde schon wieder gesperrt" nicht mehr hören.

Zu dem deutschen Gesetz weiß ich noch zu wenig um dazu etwas zu sagen interessant ist nur daß so weit ich das mit bekomme das Geheul nur aus einer bestimmten politischen Ecke kommt
aber ich lasse mich in der gesamten Problematik gern eines besseren belehren

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Protasius
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Protasius » Mittwoch 21. März 2018, 12:01

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 11:44
Es geht mir da um etwas anderes Facebook Twitter ect sind private Plattformen die entscheiden können was sie sperren unter den von ihnen sich selbst gegebenen Regeln.

ich kann diese Jeremiaden" der Herr oder Frau sowieso wurde schon wieder gesperrt" nicht mehr hören.

Zu dem deutschen Gesetz weiß ich noch zu wenig um dazu etwas zu sagen interessant ist nur daß so weit ich das mit bekomme das Geheul nur aus einer bestimmten politischen Ecke kommt
aber ich lasse mich in der gesamten Problematik gern eines besseren belehren
Bedingt durch die faktische Monopolstellung von Facebook und Twitter handelt es sich aber nicht um irgendwelche privaten Plattformen. Von daher hinkt auch der Vergleich mit diesem Forum.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 21. März 2018, 12:07

was sind sie offiziell ? nur das zählt wenn jemand die Politik dort nicht gefällt muß er die Seite nicht benützen ich habe mich von Facebook schon vor fast einem Jahr verabschiedet und kann nur jedem empfehlen das auch zu tun
wenn sich jemand ein Monopol schaffen kann ist er ja nicht plötzlich etwas anderes es ist und bleibt eine private Plattform die sich im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ihre eigenen Regeln geben kann

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 21. März 2018, 14:42

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 12:07
wenn sich jemand ein Monopol schaffen kann ist er ja nicht plötzlich etwas anderes es ist und bleibt eine private Plattform die sich im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ihre eigenen Regeln geben kann
Doch - wenn ein Monopol vorliegt, gelten andere Regeln.
Nimm z.B. einmal die Wasserversorgung. Die ist in D. in der jeweiligen Gemeinde oä monopolisiert. Man kann - im Gegensatz zu Strom - keinen anderen Versorger wählen. Gleichzeitig hat der Versorger auch eine Anschlußpflicht. Er kann Kunden nicht ablehnen, weil ihm das Gesicht nicht paßt, sie die AfD wählen usw. usf.. Bei Monopolen oder in monopolähnlichen Märkten besteht häufig nach dem Kartellrecht ein Kontrahierungszwang.
Facebook und twitter verfügen praktisch über eine Monopolstellung in ihren Bereichen. Wenn junge Journalisten da ausgeschlossen werden, weil ihre politische Richtung nicht die des mainstreams ist, beraubt man sie ihrer Existenzgrundlage oder macht ihnen ihr berufliches Fortkommen unmöglich.

Im übrigen sind nicht facebook oder twitter das Problem. Denen dürfte es vollkommen egal sein, was ihre Kunden dort posten - solange die Kasse klingelt. Die Sperren erfolgen aufgrund gesetzlicher Vorgaben - und damit sind wir bei der Politik, die entsprechende Gesetze erlassen hat.
Warum sollte facebook jemanden sperren, der z.B. 10 Mio "Freunde" oder "follower" hat, dessen Zugriffszahlen sich täglich im siebenstelligen Bereich wegen und der dadurch Werbung für das soziale Netzwerk macht? :achselzuck:

Anabel Schunke hat es passend formuliert:
Tatsache ist, dass Facebook sperrt. Gerne wird in diesem Zusammenhang auf das Hausrecht verwiesen, welches Facebook als Privatunternehmen genießt. Dies stimmt jedoch allenfalls nur zum Teil, da Facebook im Bereich des Social Media eine Monopolstellung besitzt und in einem solchen Fall wiederum andere Regeln gelten. Tatsache ist auch, dass das Unternehmen auf Druck des Bundesjustizministeriums erst seit einigen Monaten gegen vermeintliche Hassbotschaften im Netz vorgeht und hierbei bestimmten Kriterien folgt. Ob das die bloße Anzahl der eingegangenen Meldungen ist oder bestimmte Signalwörter sind, bleibt dabei jedoch ebenfalls im Verborgenen.
Facebook als Büttel des Justizministers - Facebook-Sperre für Burka-Kritik: Die Intransparenz gefährdet die Demokratie

Es kann nicht Aufgabe von facebook - ggfs delegiert an irgendwelche privaten Stiftungen oä - sein, die Strafbarkeit von Äußerungen zu beurteilen. Dafür sollte es in einem Rechtsstaat ein geordnetes, transparentes Verfahren geben - gab es auch mal. Maas hat das abgeschafft, Regierung und die Parteien der GroKo haben es abgenickt.
Rechtliche Bedenken, die in der Gesetzesanhörung vor dem Ausschuß vorgetragen wurden, zählten nicht: Im Kampf gegen "rechts" (was immer das sein mag) ist in D. wohl inzwischen fast alles erlaubt.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Raphael » Mittwoch 21. März 2018, 15:07

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 14:42
...............
Es kann nicht Aufgabe von facebook - ggfs delegiert an irgendwelche privaten Stiftungen oä - sein, die Strafbarkeit von Äußerungen zu beurteilen. Dafür sollte es in einem Rechtsstaat ein geordnetes, transparentes Verfahren geben - gab es auch mal. Maas hat das abgeschafft, Regierung und die Parteien der GroKo haben es abgenickt.
Rechtliche Bedenken, die in der Gesetzesanhörung vor dem Ausschuß vorgetragen wurden, zählten nicht: Im Kampf gegen "rechts" (was immer das sein mag) ist in D. wohl inzwischen fast alles erlaubt.
Die Logik des Sperrens richtet sich nach dem apodiktischen Spruch "Keine Toleranz gegenüber den Intoleranten!"
Dieser auf den ersten Blick zustimmungsfähige Satz ist auf den zweiten Blick mehr als problematisch, denn: Wer bestimmt letztendlich, wer tolerant und wer ggf. intolerant ist? Und weiter: Ist denn Toleranz in der Realität so trennscharf abgrenzbar von Respekt, Akzeptanz und/oder Duldung wie dies auf der begrifflichen Ebene möglich zu sein scheint? :hmm:

Im Prinzip geht es also um die Definitionsmacht im öffentlichen Diskurs. Zu diesem Thema hat die Nestorin der Demoskopie Elisabeth Noelle-Neumann Bahnbrechendes herausgefunden: Die Schweigespirale!

Unliebsame Meinungen werden aus dem öffentlichen Diskurs einfach ausgeblendet. Und wenn diese unliebsamen Meinungen nicht mehr öffentlich diskutiert werden (können), dann ist dies gleichbedeutend mit der Nicht-Existenz dieser Meinungen.
Früher beförderte man gelegentlich den Boten einer unliebsamen Botschaft schlicht vom Leben zum Tode, heute geht man "zivilisierter" vor:
Der Bote wird mundtot gemacht!
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 21. März 2018, 15:39

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 14:42
CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 12:07
wenn sich jemand ein Monopol schaffen kann ist er ja nicht plötzlich etwas anderes es ist und bleibt eine private Plattform die sich im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ihre eigenen Regeln geben kann
Doch - wenn ein Monopol vorliegt, gelten andere Regeln.
Nimm z.B. einmal die Wasserversorgung. Die ist in D. in der jeweiligen Gemeinde oä monopolisiert. Man kann - im Gegensatz zu Strom - keinen anderen Versorger wählen. Gleichzeitig hat der Versorger auch eine Anschlußpflicht. Er kann Kunden nicht ablehnen, weil ihm das Gesicht nicht paßt, sie die AfD wählen usw. usf.. Bei Monopolen oder in monopolähnlichen Märkten besteht häufig nach dem Kartellrecht ein Kontrahierungszwang.
Facebook und twitter verfügen praktisch über eine Monopolstellung in ihren Bereichen. Wenn junge Journalisten da ausgeschlossen werden, weil ihre politische Richtung nicht die des mainstreams ist, beraubt man sie ihrer Existenzgrundlage oder macht ihnen ihr berufliches Fortkommen unmöglich.

Im übrigen sind nicht facebook oder twitter das Problem. Denen dürfte es vollkommen egal sein, was ihre Kunden dort posten - solange die Kasse klingelt. Die Sperren erfolgen aufgrund gesetzlicher Vorgaben - und damit sind wir bei der Politik, die entsprechende Gesetze erlassen hat.
Warum sollte facebook jemanden sperren, der z.B. 10 Mio "Freunde" oder "follower" hat, dessen Zugriffszahlen sich täglich im siebenstelligen Bereich wegen und der dadurch Werbung für das soziale Netzwerk macht? :achselzuck:

Anabel Schunke hat es passend formuliert:
Tatsache ist, dass Facebook sperrt. Gerne wird in diesem Zusammenhang auf das Hausrecht verwiesen, welches Facebook als Privatunternehmen genießt. Dies stimmt jedoch allenfalls nur zum Teil, da Facebook im Bereich des Social Media eine Monopolstellung besitzt und in einem solchen Fall wiederum andere Regeln gelten. Tatsache ist auch, dass das Unternehmen auf Druck des Bundesjustizministeriums erst seit einigen Monaten gegen vermeintliche Hassbotschaften im Netz vorgeht und hierbei bestimmten Kriterien folgt. Ob das die bloße Anzahl der eingegangenen Meldungen ist oder bestimmte Signalwörter sind, bleibt dabei jedoch ebenfalls im Verborgenen.
Facebook als Büttel des Justizministers - Facebook-Sperre für Burka-Kritik: Die Intransparenz gefährdet die Demokratie

Es kann nicht Aufgabe von facebook - ggfs delegiert an irgendwelche privaten Stiftungen oä - sein, die Strafbarkeit von Äußerungen zu beurteilen. Dafür sollte es in einem Rechtsstaat ein geordnetes, transparentes Verfahren geben - gab es auch mal. Maas hat das abgeschafft, Regierung und die Parteien der GroKo haben es abgenickt.
Rechtliche Bedenken, die in der Gesetzesanhörung vor dem Ausschuß vorgetragen wurden, zählten nicht: Im Kampf gegen "rechts" (was immer das sein mag) ist in D. wohl inzwischen fast alles erlaubt.
gegen welche konkrete Vorschriften verstoßen den Twitter und Facebook ?
sollte so etwas vorliegen muß die Justiz bemüht werden.
wenn aber nur eine politische Richtung jammert und der Meinung ist Facebook ect sollte sich anders verhalten mag man darüber diskutieren aber mehr schon nicht

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Protasius
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Protasius » Mittwoch 21. März 2018, 17:55

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 15:07
Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 14:42
...............
Es kann nicht Aufgabe von facebook - ggfs delegiert an irgendwelche privaten Stiftungen oä - sein, die Strafbarkeit von Äußerungen zu beurteilen. Dafür sollte es in einem Rechtsstaat ein geordnetes, transparentes Verfahren geben - gab es auch mal. Maas hat das abgeschafft, Regierung und die Parteien der GroKo haben es abgenickt.
Rechtliche Bedenken, die in der Gesetzesanhörung vor dem Ausschuß vorgetragen wurden, zählten nicht: Im Kampf gegen "rechts" (was immer das sein mag) ist in D. wohl inzwischen fast alles erlaubt.
Die Logik des Sperrens richtet sich nach dem apodiktischen Spruch "Keine Toleranz gegenüber den Intoleranten!"
Dieser auf den ersten Blick zustimmungsfähige Satz ist auf den zweiten Blick mehr als problematisch, denn: Wer bestimmt letztendlich, wer tolerant und wer ggf. intolerant ist? Und weiter: Ist denn Toleranz in der Realität so trennscharf abgrenzbar von Respekt, Akzeptanz und/oder Duldung wie dies auf der begrifflichen Ebene möglich zu sein scheint? :hmm:

Im Prinzip geht es also um die Definitionsmacht im öffentlichen Diskurs. Zu diesem Thema hat die Nestorin der Demoskopie Elisabeth Noelle-Neumann Bahnbrechendes herausgefunden: Die Schweigespirale!

Unliebsame Meinungen werden aus dem öffentlichen Diskurs einfach ausgeblendet. Und wenn diese unliebsamen Meinungen nicht mehr öffentlich diskutiert werden (können), dann ist dies gleichbedeutend mit der Nicht-Existenz dieser Meinungen.
Früher beförderte man gelegentlich den Boten einer unliebsamen Botschaft schlicht vom Leben zum Tode, heute geht man "zivilisierter" vor:
Der Bote wird mundtot gemacht!
Toleranz ist synonym zur Duldung. Die englische Wikipedia hat das sehr klar formuliert (Hervorhebung von mir):
en.wikipedia.org/wiki/Toleration hat geschrieben:Toleration is the acceptance of an action, object, or person which one dislikes or disagrees with, where one is in a position to disallow it but chooses not to.
Die deutsche Wikipedia schreibt nicht ganz so explizit (Hervorhebung von mir):
de.wikipedia.org/wiki/Toleranz hat geschrieben:Toleranz, auch Duldsamkeit,[1] ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen anderer oder fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.[2] Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht.[3]
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 22. März 2018, 13:28

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 21. März 2018, 15:39
gegen welche konkrete Vorschriften verstoßen den Twitter und Facebook ?
sollte so etwas vorliegen muß die Justiz bemüht werden.
wenn aber nur eine politische Richtung jammert und der Meinung ist Facebook ect sollte sich anders verhalten mag man darüber diskutieren aber mehr schon nicht
Krampf!
Du beweist mit Deiner Einlassung nur, daß Du entweder nichts verstanden hast, nichts verstehen willst oder Dich nicht auf der Höhe der Zeit befindest.
facebook & Co wenden die geltenden Gesetze übermäßig an, weil andernfalls existenzgefährdenden Strafen drohen. Die Entscheidung über die Strafbefangenheit von Äußerungen wurden durch einen unbestimmten juristischen Begriff "Haßrede" auf private Stellen verlagert.
Genau das ist der Kritikpunkt und bevor Du wieder Blödsinn schreibst: Für eine abstrakte Normenkontrollklage sind 25% der BT-Mitglieder notwendig (Art. 93 GG) - die werden nicht von AfD und FDP erreicht. Somit bleibt nur der lange Weg über eine Verfassungsbeschwerde.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 22. März 2018, 13:40

und ist diese auf dem Weg?

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Niels
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Mittwoch 28. März 2018, 12:49

"Giraffe nimmt sich selbst das Leben und niemand kommt zur Hilfe": https://www.waz.de/panorama/giraffe-im- ... 36899.html
Die Giraffe namens „Philani“ sei am Morgen vermutlich gestolpert, während sich ihr langer Hals in der Astgabel befand. Es sei ihr dann nicht gelungen, sich selbst zu befreien. Das Tier habe nicht schnell gerettet werden können, weil sich andere Giraffen in direkter Nähe befanden, hieß es.
Wie kommt es zu solchen dusseligen Headlines? Kiffen die? :ikb_smile1:
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von HeGe » Freitag 13. April 2018, 13:37

kath.net hat geschrieben: Fakenews über einen christlichen Gottesdienst in Dresdner Kirche

Nur so wenig ist nötig, um Hasspostings im Internet nach sich zu ziehen: Orientalische Gesänge in einer Kirche, farbige Menschen in fremdartigen Gewändern, Frauen mit verhüllten Haaren. [...]

[...] So unglaublich platt kam die Logik daher, die im Ostergottesdienst eritreischer Christen eine muslimische Gebetsveranstaltung in einer Dresdner Kirche erkennen wollte. [...]
Bild
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Hubertus » Freitag 20. April 2018, 14:17

"Wie Russenversteher die Bundespressekonferenz kapern" ("Welt")

Daraus:
Ihre Fragen sind legitim. Und doch in höchstem Maße tendenziös. [...]
Für die Journalisten ist das Auftauchen dieser Kollegen so bedeutsam wie für Politiker der Einzug der AfD in den Bundestag. Sie verändern das Klima, die Debattenkultur.
Kritische Nachfragen offenbar nicht erwünscht. Der Artikel zeigt jedenfalls, wie monoton nicht nur das politische, sondern auch das journalistische Klima in der Bundesrepublik ist.

RT Deutsch scheint sich angesprochen gefühlt zu haben und gibt darauf eine Erwiderung:

"Empörung im Mainstream: RT darf nicht fragen, ob der Kaiser nackt ist"
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von martin v. tours » Freitag 20. April 2018, 16:15

Die Kommentare zu dem Artikel zeigen aber das die Mehrheit der Leser nicht solche gehirngewaschenen Lemminge sind, wie es die Lückenpresse gerne hätte. :daumen-rauf:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 20. April 2018, 17:50

Lügenpresse das könnte von Dr Goebbels sein

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von martin v. tours » Freitag 20. April 2018, 22:07

Lückenpresse, nicht Lügenpresse!
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Petrus » Freitag 20. April 2018, 23:29

CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 20. April 2018, 17:50
Lügenpresse das könnte von Dr Goebbels sein
Ich darf Dein sicher sehr reichhaltiges Wissen, Deine freundliche Genehmigung voraussetzend, kurz ergänzen, was den von Dir möglicherweise mißverstandenen Begriff betrifft:

http://lmgtfy.com/?q=L%C3%BCckenpresse

Stets zu Diensten,
Petrus.
non moriar sed vivam et narrabo opera Domini

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Dienstag 24. April 2018, 00:54

"Wagen rast in Menschenmenge, Polizei spricht von neun Toten": https://www.welt.de/politik/ausland/art ... Toten.html

Ein selbstfahrendes Auto? - Wenn nicht, dann würde ich als "Herr Welt online" mal mein Personal austauschen. Aber rasch.
:patsch:
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Raphael » Dienstag 24. April 2018, 07:13

martin v. tours hat geschrieben:
Freitag 20. April 2018, 22:07
Lückenpresse, nicht Lügenpresse!
In meiner Jugend ( :tuete: ) war das mit den Zeitungen auch viel einfacher: :pfeif:
- Die FAZ war konservativ und kapitalistisch
- Die Frankfurter Rundschau war links und antikapitalistisch
- Die Süddeutsche war irgendwo dazwischen
- Die Welt war reaktionär
- Die Bild war für die Massen
- Alle Anderen waren eher regional und daher mehr oder weniger nebensächlich

Frei nach dem Freigeist Aldous Huxley: Schöne, alte Welt! 8)
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 24. April 2018, 09:39

und jeder hat das gelesen was seiner Meinung entsprach? ;D

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Cath1105 » Dienstag 24. April 2018, 10:46

Seit gestern bin ich mal wieder Abonnent der Hagener Tageszeitung "Westfalenpost". Die Funke-Mediengruppe gibt sich ja alle Mühe, nicht in der Versenkung zu landen.
ET VERBUM CARO FACTUM EST

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Sonntag 29. April 2018, 02:28

Im Kampf gegen "fake-news" wird jetzt die EU tätig:

Die EU sagt Fake-News den Kampf an

Zunächst setzt man auf einen Verhaltenskodex, schreckt aber auch vor regulatorischen Maßnahmen nicht zurück. Das Problem ist die Definition sowie, wie die NZZ süffisant bemerkt, auch die Ausnahmen:
Ausdrücklich ausgenommen sind Satire, journalistische Fehler oder parteiische Berichterstattung und Kommentierung, wie King betonte. Dennoch dürften sich Abgrenzungsprobleme ergeben, zumal in der Politik nicht selten mit Halbwahrheiten operiert wird.
Man will "unabhängige" Faktenprüfer fördern - sieht jedoch auch das Problem, daß diese als "Instrument Brüssels wahrgenommen und diskreditiert zu werden." Eine Fehlentscheidung der bereits bestehenden «East Strat Comm»-Task-Force des Auswärtigen Dienstes der EU hat sogar dazu geführt, daß das niederländische Parlament eine Auflösung dieser task-force verlangt hat.

Mit welchem Widerstand zu rechnen ist, wurde am Samstag deutlich. Die Identitäre Bewegung hat das facebook-Löschzentrum in Essen "besetzt" und entsprechende Banner ausgerollt:
Wie die Polizei jetzt gegenüber DER WESTEN erklärt, ist das Bild echt: „Der Sachverhalt hat sich bestätigt, wie es auf der Facebookseite der Identitären Bewegung gepostet wurde. Das Ganze geschah jedoch schon am Mittag. Wir wurden erst gegen 19 Uhr auf den Vorfall aufmerksam gemacht.“
Attacke auf Essener Facebook-Löschzentrale! Identitäre Bewegung besetzt den Komplex

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 29. April 2018, 10:01

die Geduld mit den Indentitären in Österreich geht zu ende
https://derstandard.at/2000078801143/St ... entitaeren

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Dienstag 1. Mai 2018, 02:52

Ein Bild sagt mehr über die Berichterstattung deutscher Medien zu POTUS als viele Artikel:

Bild

Stormy Daniels Sues Trump for Defamation

Die Mikrophone welcher TV-Sender sind ganz vorne?!

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Dienstag 1. Mai 2018, 10:19

Neues vom Maas'schen Netzwerkdurchsetzungsgesetz und facebook.

Der Anwalt von Frau Weidel hat gerichtlich durchgesetzt, daß ein Post, in dem Frau Weidel als "Nazi-Schlampe" bezeichnet wurde, gelöscht werden muß. Facebook hatte zunächst entschieden, daß die Meinungsäußerung nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen würde und keine Löschung vogenommen.

Der Hintergrund und auch der Inhalt des beanstandeten Kommentars hier.
Der Vertreter von Facebook, Rechtsanwalt Martin Munz, bezeichnete den Kommentar gegen Weidel als „geschmacklos“. Zugleich warnte er aber auch vor Gefahren für die Meinungsfreiheit, wenn Facebook in einem Land geltende Rechtsentscheidungen weltweit umsetze. „Facebook ist nicht der Superrichter“, sagte Munz während der Verhandlung.
Genau dazu hat Herr Maas facebook aber gemacht: Unter Androhung von immensen Strafzahlungen soll facebook "richtig" entscheiden. Wie "richtig" aussieht, kann man an diesem Fall sehen....

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Raphael » Dienstag 1. Mai 2018, 11:20

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 1. Mai 2018, 10:19
Neues vom Maas'schen Netzwerkdurchsetzungsgesetz und facebook.

Der Anwalt von Frau Weidel hat gerichtlich durchgesetzt, daß ein Post, in dem Frau Weidel als "Nazi-Schlampe" bezeichnet wurde, gelöscht werden muß. Facebook hatte zunächst entschieden, daß die Meinungsäußerung nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen würde und keine Löschung vogenommen.

Der Hintergrund und auch der Inhalt des beanstandeten Kommentars hier.
Der Vertreter von Facebook, Rechtsanwalt Martin Munz, bezeichnete den Kommentar gegen Weidel als „geschmacklos“. Zugleich warnte er aber auch vor Gefahren für die Meinungsfreiheit, wenn Facebook in einem Land geltende Rechtsentscheidungen weltweit umsetze. „Facebook ist nicht der Superrichter“, sagte Munz während der Verhandlung.
Genau dazu hat Herr Maas facebook aber gemacht: Unter Androhung von immensen Strafzahlungen soll facebook "richtig" entscheiden. Wie "richtig" aussieht, kann man an diesem Fall sehen....
Ich glaube, wir brauchen noch ein paar Steinhöfels mehr in der deutschen Jurisprudenz! :ja:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Caviteño
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Dienstag 1. Mai 2018, 11:50

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 1. Mai 2018, 11:20
Ich glaube, wir brauchen noch ein paar Steinhöfels mehr in der deutschen Jurisprudenz! :ja:
Würde sicherlich nicht schaden, vor allem, wenn sie nicht nur fachlich versiert sind, sondern ihre Erfolge auch entsprechend vermarkten können - und das macht Herr Steinhöfel sehr gut.
Er hat bei twitter 19 Tsd "follower" und bei facebook 2.300 Abonnenten. Außerdem hat er für facebook einen Wall of Shame eingerichtet, auf dem facebook-Löschungen dokumentiert werden.

s. a. https://www.facebook.com/Sperre-durch-F ... 964733899/

Na ja, das Bundesverdienstkreuz wird er dafür wohl nicht erhalten - aber wahrscheinlich hat er sich damit "um die Demokratie und das Land" verdienter gemacht als viele, die es erhalten haben. :D

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