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Vater Unser

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 00:56
von nemesis
neu formuliert von Hagen Rether

Die beste Predigt, die ich je gehört habe... Amen.

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 08:04
von Linus
Was hat dieser Schlechte Gewissen Sermon mit dem Vater unser zu tun? :hmm:

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 11:36
von nemesis
Du sollst um Ecken denken. Ich fand das sehr schön, was er da von sich gegeben hat. Es hat mich berührt. Ob schlechtes Gewissen hin oder her, es hat mich dazu gebracht darüber nachzudenken.

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 11:52
von Linus
nemesis hat geschrieben:Du sollst um Ecken denken. Ich fand das sehr schön, was er da von sich gegeben hat. Es hat mich berührt. Ob schlechtes Gewissen hin oder her, es hat mich dazu gebracht darüber nachzudenken.
Beim Vater unser kenn ich keinen Spaß. Das ist der Teil der Bibel der uns so "diktiert" wurde, wie ihr Moslems das vom gesamten Koran behauptet: direkt von Gott. Jesus sagte im Prolog zu diesem Gebet: "So sollt ihr beten"

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 12:03
von nemesis
"Vater Unser" sollte als Aufhänger dienen. Es hat keiner vor ihn umzuschreiben oder sonst noch was. Er wurde hier nur kreativ abgewandelt, mit anderen Begriffen.

Er hat ein negative "Vater Unser" vorgetragen, aus sicht der Überlegenen, Reichen usw. Eigentlich wie es nicht sein sollte, aber wie es ist.
Er hat das falsche entlarvt in dem er ein "Vater Unser" vorgetragen hat, das bewußt missverstanden wird um sich das schlechte Gewissen wegzureden.

Insofern sehe ich das sehr künstlerisch, es wurde als das richtige "Vater Unser" nicht angetastet.

Re: Vater Unser

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 12:38
von asderrix
nemesis hat geschrieben:neu formuliert von Hagen Rether

Die beste Predigt, die ich je gehört habe... Amen.
Dann solltest du die Kirche wechseln wenn sie bei dir noch schlechter predigen!

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 12:50
von nemesis
ich gehöre keiner kirche an, also kann ich sie auch nicht wechseln. vielleicht hät ich sagen sollen, das das eine predigt war, die ich seit langem gehört habe. liegt vielleicht auch darin, keine längeren predigten in letzter zeit gehört habe.

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 13:19
von Nietenolaf
nemesis hat geschrieben:Du sollst um Ecken denken. ... Es hat mich berührt.
Genau. Linus & Asder, das ist keine Verhundsung des Vaterunser. Aber wohl Kritik an bestimmten Leuten, die es immer mal in den Mund nehmen. Diese "Predigt" ist schon ganz gut, auch wenn natürlich auch dieser geschniegelte Conferencier wissen sollte, daß man immer bei sich selbst anfangen muß.

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 20:48
von asderrix
Nietenolaf hat geschrieben:
nemesis hat geschrieben:Du sollst um Ecken denken. ... Es hat mich berührt.
Genau. Linus & Asder, das ist keine Verhundsung des Vaterunser. Aber wohl Kritik an bestimmten Leuten, die es immer mal in den Mund nehmen. Diese "Predigt" ist schon ganz gut, auch wenn natürlich auch dieser geschniegelte Conferencier wissen sollte, daß man immer bei sich selbst anfangen muß.
der Sketsch regt zum Nachdenken an, ja, aaaaaaaaaaaaaber, er zeigt wenig Ehrfurcht vor christlichen Werten und ist deshalb wie so manch anderes das diese Ehrfurcht vermissen lasst in der Latrine zu entsorgen!

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 23:19
von ad_hoc
Ich verstehe überhaupt nicht, wie diejenigen, die sich zur Sozialkritik berufen fühlen, einen Aufhänger einer Religion entnehmen, der sie ansonsten keinen Respekt und keine Ehrfurcht entgegenbringen könenn und der sie sich in aller Regel nicht mal verbunden fühlen. Morgen oder irgendwann kritisieren sie die Religion, der sie den fraglichen Aufhänger zuvor entnommen haben.

Gruß, ad_hoc

Satire

Verfasst: Montag 27. August 2007, 14:02
von sofaklecks
Tja, so ist das bei einer Satire.

Man muss sich meist mit der Frage nach der Richtigkeit des Inhalts nicht auseinandersetzen, weil man sich hinter dem Vorwurf der Respektlosigkeit so gut verstecken kann.

Und hilft das nichts, verfängt immer der Hinweis auf die Tatsache, dass das völlig übertrieben ist. Klar, das ja ein Wesenselement der Satire.

Und als letztes der Hnweis, dass die erstmal vor der eigenen Tür kehren sollen.

Letzteres höre ich wenn ich die Kirche verteidige. Die sollen sich erstmal um ihre eigenen (geldgierigen/homosexuellen/schürzenjagenden) Pfarrer oder Bischöfe kümmern.

Aber ändert es etwas an der Richtigkeit des Gebots, nicht zu lügen, wenn es von einem Lügner verkündet wird?

Hat der Sänger völlig Unrecht?

Oder erkennen wir uns in bestimmten Verhaltensweisen wieder?

Gefällt uns möglicherweise einiges an dem Spiegelbild nicht, das wir sehen, was uns zu berechtigter Kritik an der Herstellung und Verwendung von Spiegeln veranlasst, es sei denn, sie strecken ein wenig.

Lieben wir schmeichelnde Zerrspiegel?


sofaklecks

Verfasst: Montag 27. August 2007, 22:16
von asderrix
Nein Sofa, das ist nicht das Problem, wie ich schon schrieb ist es inhaltlich richtig, nachdenkenswert, und noch besser wäre, wenn es auch was bewirken würde, außer das man mal ablacht(Was bei 99,9999999% der Leute die es sehen/hören nicht der Fall sein wird, bin Pessimist).

Die Respektlosigkeit gegen Christliches ist es worauf sich meine Kritik gründet, ich denke die Ehrfurcht vor der Heiligkeit Gottes, seinem Wort und allem was dazu gehört, wird mehr und mehr untergraben.

Verfasst: Montag 27. August 2007, 22:16
von ad_hoc
Hallo sofaklecks

Diese positive Sicht auf die "Künstler" und desssen "Werke" habe ich nicht.
Ich sehe bei diesen nur Kritikwillen, Darstellungssucht, Geltungssucht und die Bereitschaft, öffentliches Gewissen zu spielen und dies selbstverständlich auf Kosten anderer. Es sollten also die allerletzten sein, die berechtigtetrweise anderen einen Spiegel vorhalten dürften und selbstverständlich muß sich ein normal strukturierter Mensch nicht die Frage stellen, ob ihm von einem solchen womöglich ein Spiegel vorgehalten wird und sei es auch nur im Rahmen der Prüfung und Erkenntnis seiner selbst.

Die so nicht sind, sind die großen Ausnahmen.

Gruß, ad_hoc

Konzediert

Verfasst: Dienstag 28. August 2007, 08:35
von sofaklecks
Ich konzediere durchaus euern Ärger darüber dass das ein offenbar eitler Fatzke singt und dass er etwas für seinen Auftritt benutzt, das vielen Menschen heilig ist.

Aber trotzdem muss das, was er singt, Anlass zum Nachdenken darüber sein, ob er in gewissem Umfang Recht hat und ob Anlass für uns zum Umdenken und zum Ändern unserer Einstellung besteht. Sein berechtigter Vorwurf, dass bedenkenlose Spekuanten ganze Volkswirtschaften ruinieren etwa, ist hier im Forum in genau derselben Schärfe erhoben. Da hat er also Recht.

Aber vielleicht wäre es sinnvoll, einmal über das Heilige und den Umgang mit ihm nachzudenken.

sofaklecks

Re: Konzediert

Verfasst: Dienstag 28. August 2007, 08:45
von Robert Ketelhohn
sofaklecks hat geschrieben:Ich konzediere durchaus euern Ärger darüber dass das ein offenbar eitler Fatzke singt und dass er etwas für seinen Auftritt benutzt, das vielen Menschen heilig ist.

Aber trotzdem muss das, was er singt, Anlass zum Nachdenken darüber sein, ob er in gewissem Umfang Recht hat und ob Anlass für uns zum Umdenken und zum Ändern unserer Einstellung besteht. Sein berechtigter Vorwurf, dass bedenkenlose Spekuanten ganze Volkswirtschaften ruinieren etwa, ist hier im Forum in genau derselben Schärfe erhoben. Da hat er also Recht.

Aber vielleicht wäre es sinnvoll, einmal über das Heilige und den Umgang mit ihm nachzudenken.

sofaklecks

Ob er ein Vaterunser oder weiß der Geier was benutzt, ist mir völlig
wurscht.

Aber er beginnt seinen Salm mit nichts anderm als „politisch korrek-
tem“ Ökofascho-Geseier. Das geht mit derart auf die Nüsse, daß ich
keine Sekunde daran verschwende nachzudenken, ob er mit seinem
fünften, sechsten oder siebenten Satz noch recht haben könnte.

Das höre ich schon nicht mehr. Denn diese politisch-korrekte, moral-
apostolische Predigerattitude ist mir so widerwärtig, daß ich das Ge-
seire nach Sekunden abstelle.

Verfasst: Dienstag 28. August 2007, 14:20
von ad_hoc
Aber trotzdem muss das, was er singt, Anlass zum Nachdenken darüber sein, ob er in gewissem Umfang Recht hat und ob Anlass für uns zum Umdenken und zum Ändern unserer Einstellung besteht.
Was er besingt, sofaklecks, ist doch bereits allgemein bekannt und diejenigen, die darüber nachdenken wollten, haben dies bereits getan; die nicht darüber nachdenken wollten, werden dies auch bei einem solchen Künstler-Widerkäuer nicht tun, abgesehen davon, dass dieses Vorzeigen persönlicher Betroffenheit nur ankotzt.

Gruß, ad_hoc

Verfasst: Dienstag 28. August 2007, 15:21
von Edi
ad_hoc hat geschrieben:
Aber trotzdem muss das, was er singt, Anlass zum Nachdenken darüber sein, ob er in gewissem Umfang Recht hat und ob Anlass für uns zum Umdenken und zum Ändern unserer Einstellung besteht.
Was er besingt, sofaklecks, ist doch bereits allgemein bekannt und diejenigen, die darüber nachdenken wollten, haben dies bereits getan; die nicht darüber nachdenken wollten, werden dies auch bei einem solchen Künstler-Widerkäuer nicht tun, abgesehen davon, dass dieses Vorzeigen persönlicher Betroffenheit nur ankotzt.
Der kann doch gar nicht singen, schwatzt nur. Macht Geld mit Aussagen, die wie du sagst, längst bekannt sind. Am Krawättchen ziehen die geschniegelten Typen oder noch besser, gar nicht hingehen.