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Ungeplant oder geplant?

Verfasst: Samstag 30. Juni 2007, 15:28
von pierre10
Bis vor etwa 50 Jahren unterlag es meist dem Zufall oder aber dem göttlichen Willen, wenn ein Paar, eine Frau schwanger wurde. Die damaligen Verhütungsmöglichkeiten waren unsicher, Kinder kamen selten nach Plan. Durch die Pille hat sich vieles geändert, Paare haben heute die Möglichkeit, den Nachwuchs ja nach Alter, Ausbildung, Job und finanziellen Möglichkeiten zu planen.

So können wir sagen, dass wahrscheinlich in den meisten Fällen der Beginn des Lebens, von den Eltern aus gesehen, geplant verläuft.

Wie aber sieht es heute mit dem Lebensende aus? Ist es, wie früher die Geburten weitgehend ungeplant ?

Wir leben in der Zeit des immer Älterwerdens, ein neugeborenes Mädchen 2007 hat 80% Chancen, mehr als 100 Jahre alt zu werden.
Dass damit die altersbedingten Krankheiten (wie z.B. Demenz) immer häufiger auftreten scheint verständlich.

Wir sollten darüber nachdenken, wie Mensch sein Lebensende planen kann, so wie heute der Lebensbeginn meist geplant ist. Das stößt auf Widerstand, die Kirchen halten einen solchen Gedanken für sündhaft, aber da mit dem höheren Lebensalter oft, glücklicherweise nicht immer, die Lebensqualität abnimmt, scheint eine solche Frage logisch.

Es sollte jetzt nicht um Bibelzitate gehen, sondern um die eigene, persönliche Meinung zu dieser Frage.

Pierre

Verfasst: Samstag 30. Juni 2007, 16:12
von Nietenolaf
Ich schlage vor, nicht nur über Euthanasie und Suizid nachzudenken, sondern gleich auch noch über eine sinnvolle Verwertung des Menschen. Angesichts der drastischer werdenden Ressourcenknappheit und Überbevölkerung scheinen solche Überlegungen logisch. Es gab mal einen netten Film zu diesem Thema. Sehr sehenswert!

Verfasst: Samstag 30. Juni 2007, 16:25
von Edi
Nietenolaf hat geschrieben:Ich schlage vor, nicht nur über Euthanasie und Suizid nachzudenken, sondern gleich auch noch über eine sinnvolle Verwertung des Menschen. netten Film zu diesem Thema. Sehr sehenswert!
Ja, schade um das gute Fleisch, könnte doch auch eine Eiweißquelle für die Hungernden sein.

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 01:02
von John Grantham
Mein "Plan" wäre eher, diese Krankheiten irgendwie zu heilen oder zu lindern.

Ich denke auch, daß es den Menschen zumutbar sein muß, daß sie mal krank sind, auch daß ihre Familien krank sind. Die Angst vor Krankheit ist so extrem, daß Menschen sich irgendwie schämen und wegschauen, wenn die Omi nicht mehr geistlich fit ist. Das gehört aber nunmal zum Leben im Alter. Warum müssen wir diese Menschen in Altenheimen verstecken, als ob sie uns peinlich sind?

Der Gipfel wäre, es wird so "peinlich", demenzkrank oder altersschwach zu sein, daß man meine, man muß sich das Leben nehmen.

Wenn Kinder zu laut werden oder in die Hose machen, geben wir ihnen kein Zyanid. Warum sollen wir das mit Alten machen?

Lieber Pierre, ich wünsche Dir viele weitere fruchtbare Jahre.

Cheers,

John

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 06:52
von Raimund J.
Das Lebensende, d.h. der Beginn des neuen Lebens kann nicht geplant werden, denn es ist schon längst von Gott bestimmt.

Re: Ungeplant oder geplant?

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 08:16
von Linus
Pierre hat geschrieben:Wir sollten darüber nachdenken, wie Mensch sein Lebensende planen kann, so wie heute der Lebensbeginn meist geplant ist.
Also ich bin mal froh, wenn ich meinen Terminkalender mal nicht mehr haben muß, sondern einfach Freunde bei einem und man selbst bei Freunden à la Afriquaine auftauchen kann, und mal bleibt, solangs freut.

Linus, das schon mal bei seinem Trauzeugen gemacht habend (ausgerechnet drei Tage vor seiner Hochzeit :mrgreen: )

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 08:18
von Linus
John Grantham hat geschrieben: Lieber Pierre, ich wünsche Dir viele weitere fruchtbare Jahre.
Ich mag mich irren, aber ich glaub das Thema Fortpflanzung ist bei ihm schon abgeschlossen. :D

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 09:24
von pierre10
John Grantham hat geschrieben:Mein "Plan" wäre eher, diese Krankheiten irgendwie zu heilen oder zu lindern.

Ich denke auch, daß es den Menschen zumutbar sein muß, daß sie mal krank sind, auch daß ihre Familien krank sind. Die Angst vor Krankheit ist so extrem, daß Menschen sich irgendwie schämen und wegschauen, wenn die Omi nicht mehr geistlich fit ist. Das gehört aber nunmal zum Leben im Alter. Warum müssen wir diese Menschen in Altenheimen verstecken, als ob sie uns peinlich sind?

Der Gipfel wäre, es wird so "peinlich", demenzkrank oder altersschwach zu sein, daß man meine, man muß sich das Leben nehmen.

Wenn Kinder zu laut werden oder in die Hose machen, geben wir ihnen kein Zyanid. Warum sollen wir das mit Alten machen?

Lieber Pierre, ich wünsche Dir viele weitere fruchtbare Jahre.

Cheers,

John
Im Grunde geht es natürlich auch um die Ängste, irgend wann einmal ein Leben führen zu müssen, dass wir in dieser, meist sehr eingeschränkten und oft abhängigen Form, nicht leben wollen.

Wer sein Leben lang selbständig lebte, will meist im Alter anderen nicht zur Last fallen.....

Und vielleicht gibt es ja noch andere Leben, die gelebt werden können.... so nach dem Motto: Beim nächsten Mal werde ich aber.....

Pierre mit einem Lächeln

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 09:26
von pierre10
Raimund Josef H. hat geschrieben:Das Lebensende, d.h. der Beginn des neuen Lebens kann nicht geplant werden, denn es ist schon längst von Gott bestimmt.
Wesentliche Frage: Plant Gott wirklich für den Menschen alles?

Pierre, mit Fragezeichen

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 10:56
von Raimund J.
Pierre hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Das Lebensende, d.h. der Beginn des neuen Lebens kann nicht geplant werden, denn es ist schon längst von Gott bestimmt.
Wesentliche Frage: Plant Gott wirklich für den Menschen alles?

Pierre, mit Fragezeichen
Dieser schwierigen Fragestellung fühle ich mich intellektuell kaum gewachsen.

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 14:34
von Linus
Raimund Josef H. hat geschrieben:
Pierre hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Das Lebensende, d.h. der Beginn des neuen Lebens kann nicht geplant werden, denn es ist schon längst von Gott bestimmt.
Wesentliche Frage: Plant Gott wirklich für den Menschen alles?

Pierre, mit Fragezeichen
Dieser schwierigen Fragestellung fühle ich mich intellektuell kaum gewachsen.
Wenn man ihn vorbehaltlos planen lässt: ja. Man darf sich aber nicht über seine "komischen Wege" wundern, sondern einfach ihm vertrauen und sie gehen. (vgl. das heutige Evangelium)

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 17:36
von Athanasius2
Unser Forumsfreimaurer fragt sich - ganz im Sinne der Doktrin seiner okkulten Sekte - also, auf Normaldeutsch, wie wir am besten Leute die Euthanasie einhämmern und beibringen können.

Natürlich sind "die Kirchen" dort immer noch "rückwärtsgewandt", auf in die Neue Zeit und unsere Fahne mit Zirkel und Hammer flattert uns voran.

Du darfst Dich in Zukunft klarer ausdrücken, Pierre.

Mädchen werden heute nach statistischen Angaben älter.....Fragen über Fragen über Fragen über Fragen.

Glaub' mir, Pierre, die kommenden Invasionen und (auf dem europäischen Kontinent auch!) Weltkriege, werden Deine Lebenserwartung und die Deiner Enkelskinder und meines Lebens erheblich runter schaffen. An Geburtsbegrenzung brauchst Du auch nicht zu denken. Wohl an der richtigen Systematik des Leichenbegrabens ohne Versäuerung und Versauung der landwirtschaftlichen Flächen.

Dann darfst Du Dich fragen wie man am besten Zurückfeuern kann. Oder Bunker bauen. Oder Nährung herbeischaffen.

Fragen über Fragen.

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 20:23
von Nueva
[

Wenn man ihn vorbehaltlos planen lässt: ja. Man darf sich aber nicht über seine "komischen Wege" wundern, sondern einfach ihm vertrauen und sie gehen. (vgl. das heutige Evangelium)[/quote]
richtig und dann kümmert ER sich auch darum, wie es weitergeht.

NUEVA, die Gottes "komische Wege" mit ihrer Familie geht und täglich SEINE Gnade erfahren darf

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 22:27
von John Grantham
Pierre hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben:Mein "Plan" wäre eher, diese Krankheiten irgendwie zu heilen oder zu lindern.

Ich denke auch, daß es den Menschen zumutbar sein muß, daß sie mal krank sind, auch daß ihre Familien krank sind. Die Angst vor Krankheit ist so extrem, daß Menschen sich irgendwie schämen und wegschauen, wenn die Omi nicht mehr geistlich fit ist. Das gehört aber nunmal zum Leben im Alter. Warum müssen wir diese Menschen in Altenheimen verstecken, als ob sie uns peinlich sind?

Der Gipfel wäre, es wird so "peinlich", demenzkrank oder altersschwach zu sein, daß man meine, man muß sich das Leben nehmen.

Wenn Kinder zu laut werden oder in die Hose machen, geben wir ihnen kein Zyanid. Warum sollen wir das mit Alten machen?

Lieber Pierre, ich wünsche Dir viele weitere fruchtbare Jahre.
Im Grunde geht es natürlich auch um die Ängste, irgend wann einmal ein Leben führen zu müssen, dass wir in dieser, meist sehr eingeschränkten und oft abhängigen Form, nicht leben wollen.

Wer sein Leben lang selbständig lebte, will meist im Alter anderen nicht zur Last fallen.....

Und vielleicht gibt es ja noch andere Leben, die gelebt werden können.... so nach dem Motto: Beim nächsten Mal werde ich aber.....

Pierre mit einem Lächeln
Hi Pierre,

Ich verstehe zwar Deinen Ansatz -- Selbstverantwortung und Vorsorge, die immer das erste Gebot sein sollen --, aber geht es auch nicht darum, wie wir alle füreinander verantwortlich sind?

Zwar sollen wir alle immer immer immer versuchen, unsere eigenen Leben verantwortungsvoll zu gestalten und nicht andere Menschen unnötig zu belasten. Das ist goldrichtig. Auch ich habe versucht, für meine grauen Jahre vorzusorgen (u.a. weil ich den deutschen und amerikanischen Staaten nichts zutraue :P ). Aber bei manchen Menschen geht das nunmal schief. Was dann? Und was ist mit der Verantwortung der Familie, die sich um ihre Alten kümmern soll?

Diese Erwartung, daß die Kinder genauso um die Eltern kümmern, wie die Eltern um die Kinder gekümmert haben, finde ich einfach nur gerecht und fair. Man kann es natürlich übertreiben, aber irgendwo muß es doch dieses Fairness da sein.

Darüber hinaus gibt es Verantwortung unter uns Christen und -- noch weiter -- unter uns Menschen. Diese Verantwortung mußt Du -- erst recht als Freimaurer -- nachvollziehen können. Jeder von uns hat Wert, erst recht, wenn wir andere Menschen geholfen haben -- dann verdienen wir es auch, geholfen zu werden. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

Wenn man das alles sieht, dann sind diese Ängste nicht mehr so groß, ja sogar unnötig. Denn die christliche und menschliche Gesellschaft -- die "Familie" im engeren und globalen Sinne -- ist für uns da. Gott ist dann auch für uns da in diesem familiären Sinne. Gott ist Gesellschaft, Kirche ist Gesellschaft. Das ist nicht nur Theorie, sondern es hat Jahrhunderte lang wunderbar funktioniert. Erst als diese Familiengesellschaft zerrissen wurde -- ersatzlos -- ging das alles kaputt und die Menschen sind nun alleine, hilflos und voller Angst. Wer kümmert sich um mich?

Daher denke ich, daß man wieder anfangen sollte, Familie aufzubauen. Damit meine ich auch nicht unbedingt "Familie" im Sinne von Papa und Mama, wobei das die beste und bewährteste Form ist. Es gibt sicherlich auch andere Modelle, die dazu kommen können. Aber Familie ist auch Kirche und Gesellschaft, und diese sind eben die beste Antwort auf die realen Ängste, die Du ansprichst.

Die Antwort auf Krankheit und Angst ist Heilung, nicht der Tod. Sei es seelische Heilung oder medizinische. Ich kann mir zwar in sehr -- sehr -- hochdefinierten und speziellen Fällen vorstellen, wo man keine Hoffnung auf Heilung mehr hat, daß man z.B. Geräte für künstliche Beatmung o.ä. abstellt, auf Wunsch des Patienten. (Es gibt auch in der Römisch-Katholischen Kirche solche vorgesehenen Fälle.) Aber auch da muß die Latte enorm hoch sein, um Mißbrauch zu vermeiden. Euthanasie (aktives Sterben) aber -- sich einfach das Leben nehmen, weil man meint, man sei eine Last -- das ist mir viel zu einfach.

Cheers,

John

Verfasst: Sonntag 1. Juli 2007, 22:28
von John Grantham
Linus hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben: Lieber Pierre, ich wünsche Dir viele weitere fruchtbare Jahre.
Ich mag mich irren, aber ich glaub das Thema Fortpflanzung ist bei ihm schon abgeschlossen. :D
:D :D :D

Na ja, so gut kenne ich den Pierre nicht. Vielleicht hat er eine Überraschung für uns. ;-)

Cheers,

John

Verfasst: Montag 2. Juli 2007, 19:37
von pierre10
Hallo John,

alle Beiträge haben ihren Sinn, mir geht es aber in erster Linie um die Frage, ob und wie wir die erhöhte Lebenserwartung so beeinflussen können, dass es nicht um ein Wegdämmern im Pflegeheim geht. Unsere Medizin hat viele Fortschritte gebracht, aber auch den Nachteil, dass viele am "natürlichen", also evtl. gottgegebenen Sterben gehindert werden, oft auch eine Frage der persönlichen Ehre (bei mir sterben die Menschen später) oder auch des finanziellen Interesses.

Ohne die moderne Medizin würde ich nicht mehr leben, nun überlege ich, ob und wie ich die daraus evtl. entstehenden Nachteile verhindern kann.

Und das hat nun wirklich nichts mit FM zu tun, ich finde es ausgesprochen unsachlich, dass einige darauf herumreiten und alles was ich schreibe in diesen Zusammenhang bringen.

Pierre

Verfasst: Montag 2. Juli 2007, 19:38
von pierre10
John Grantham hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben: Lieber Pierre, ich wünsche Dir viele weitere fruchtbare Jahre.
Ich mag mich irren, aber ich glaub das Thema Fortpflanzung ist bei ihm schon abgeschlossen. :D
:D :D :D

Na ja, so gut kenne ich den Pierre nicht. Vielleicht hat er eine Überraschung für uns. ;-)

Cheers,

John
Komisch käme ich mir vor, mit 75 Kinder zu zeugen, die das Alter meiner Urenkel hätten.

Pierre

Verfasst: Montag 2. Juli 2007, 20:18
von Linus
Pierre hat geschrieben:
Komisch käme ich mir vor, mit 75 Kinder zu zeugen, die das Alter meiner Urenkel hätten.

Pierre
Du wärst auch nur unwesentlich älter als Karl Blecha, der SPÖ- Pensionistensprecher, der mit jenseits der 60 noch mal Vater geworden ist... (offenbar hast du dir aber einen gewissen Realitätssinn bewahrt)

Verfasst: Montag 2. Juli 2007, 23:23
von John Grantham
Pierre hat geschrieben:Hallo John,

alle Beiträge haben ihren Sinn, mir geht es aber in erster Linie um die Frage, ob und wie wir die erhöhte Lebenserwartung so beeinflussen können, dass es nicht um ein Wegdämmern im Pflegeheim geht. Unsere Medizin hat viele Fortschritte gebracht, aber auch den Nachteil, dass viele am "natürlichen", also evtl. gottgegebenen Sterben gehindert werden, oft auch eine Frage der persönlichen Ehre (bei mir sterben die Menschen später) oder auch des finanziellen Interesses.

Ohne die moderne Medizin würde ich nicht mehr leben, nun überlege ich, ob und wie ich die daraus evtl. entstehenden Nachteile verhindern kann.
Nun, Du sprichst in dem Fall nicht von "geplantem Sterben". Das wäre Euthanasie, aktives Sterben, Suizid. Das Weglassen von medizinischen Eingriffen ist aber nicht notwendigerweise dasselbe. Das ist sogar u.U. in der katholischen Theologie vorgesehen.

(Und Du hast Recht, das hat tatsächlich nichts mit Freimaurerei zu tun. Daher versuche ich, eher auf allgemeiner Ebene zu argumentieren.)

Die Frage ist, wann "darf" man solche Eingriffe ablehnen? Immer? Nur bedingt? Niemals? Ehrlich gesagt habe ich da keine gute Antwort. Ich neige dazu zu sagen, daß man zwar nicht aktiv sich das Leben nehmen kann oder darf (moralisch gesehen), aber andererseits immer das Recht hat, medizinische Behandlung abzulehnen -- auch im Voraus im Form von "living wills" (gibt es eigentlich etwas vergleichbares im deutschen Recht?). Das würde, glaube ich, Deine Bedenken ansprechen.

Cheers,

John

Verfasst: Montag 2. Juli 2007, 23:27
von John Grantham
Linus hat geschrieben:
Pierre hat geschrieben:Komisch käme ich mir vor, mit 75 Kinder zu zeugen, die das Alter meiner Urenkel hätten.
Du wärst auch nur unwesentlich älter als Karl Blecha, der SPÖ- Pensionistensprecher, der mit jenseits der 60 noch mal Vater geworden ist... (offenbar hast du dir aber einen gewissen Realitätssinn bewahrt)
Na, Gott sei Dank. ;-) (Es war sowieso eine scherzhafte Anmerkung von mir. Ich habe Pierre nicht wirklich so eingeschätzt...)

Ein alter Prof von mir wurde auch mit Anfang 60 Vater (Mama war jedoch viel jünger). Kurz darauf starb er an Alterskrankheiten. Irgendwie spricht das Bände für mich.

Cheers,

John

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 08:41
von Raimund J.
John Grantham hat geschrieben:[
Ein alter Prof von mir wurde auch mit Anfang 60 Vater (Mama war jedoch viel jünger). Kurz darauf starb er an Alterskrankheiten. Irgendwie spricht das Bände für mich.
Na, wenn er bis dahin noch keine Nachkommen hatte, ist das doch diese Fortpflanzung eigentlich sehr positiv zu sehen.

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 09:28
von Linus
naja, willst du mit 75 einen 15jährigen Pubertäter zum Sohn haben? Meine Mutter (66) ist froh, wenn sie ihre Enkel (2,5,6,7, 8, 10 und 17)wieder abgeben kann. die Belagern sie nämlicjh teilweise für verlängerte Wochenenden....

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 09:41
von John Grantham
Raimund Josef H. hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben:[
Ein alter Prof von mir wurde auch mit Anfang 60 Vater (Mama war jedoch viel jünger). Kurz darauf starb er an Alterskrankheiten. Irgendwie spricht das Bände für mich.
Na, wenn er bis dahin noch keine Nachkommen hatte, ist das doch diese Fortpflanzung eigentlich sehr positiv zu sehen.
Wie denn? Irgendwie denke ich, daß Elternschaft im höheren Alter mehr als ein wenig verantwortungslos ist, weil das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit mit nur einem Elternteil auskommen muß (geschweige von Großeltern). Das ist dem Kind einfach nicht fair.

Zwar freue ich mich um jedes Kind. Aber nicht um jeden Preis. Man muß doch auch um seine Verantwortung bewußt sein und nicht gleich in Narzissismus verfallen.

(Ob er andere Kinder hatte, weiß ich allerdings nicht, aber das spielt für mich ehrlich gesagt nur eine nachrangige Rolle.)

EDIT: Linus hat auch mit seinem Beitrag auch Recht: Ältere Menschen haben nunmal weniger Kraft und Ausdauer. Ich mit meinen 36 Jahren habe Schwierigkeiten genug mit zwei kleinen Kindern. Ich will nicht wissen, wie es wäre, als z.B. 60-Jähriger, die beiden Kleinen zu bändigen.

Cheers,

John

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 09:43
von FioreGraz
Auserdem ist der Generationsunterschied dann schon zu gewaltig, das kann zu großen Spannungen führen und zu Fehlentwicklungen.

LG
Fiore

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 10:03
von Raimund J.
Linus hat geschrieben:naja, willst du mit 75 einen 15jährigen Pubertäter zum Sohn haben? Meine Mutter (66) ist froh, wenn sie ihre Enkel (2,5,6,7, 8, 10 und 17)wieder abgeben kann. die Belagern sie nämlicjh teilweise für verlängerte Wochenenden....
Na ja, meine Mutter wäre froh überhaupt Enkel zu haben...

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Nein, ich sehe es nicht als wünschenswert wenn der Vater im Großvateralter ist, aber im o.g. Beispiel des 60 jährigen, stand ja dabei, daß die Mutter etliches jünger war. Und aus Sicht des Kindes erübrigt es sich sowieso, die Frage "hätte das denn noch sein müssen" zu stellen.

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 10:27
von John Grantham
Raimund Josef H. hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:naja, willst du mit 75 einen 15jährigen Pubertäter zum Sohn haben? Meine Mutter (66) ist froh, wenn sie ihre Enkel (2,5,6,7, 8, 10 und 17)wieder abgeben kann. die Belagern sie nämlicjh teilweise für verlängerte Wochenenden....
Na ja, meine Mutter wäre froh überhaupt Enkel zu haben...

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Nein, ich sehe es nicht als wünschenswert wenn der Vater im Großvateralter ist, aber im o.g. Beispiel des 60 jährigen, stand ja dabei, daß die Mutter etliches jünger war. Und aus Sicht des Kindes erübrigt es sich sowieso, die Frage "hätte das denn noch sein müssen" zu stellen.
Es geht aber u.a. darum, zu fragen, was wünschenswert ist, und was nicht; was als Vorbild hochgehalten wird, und was nicht.

Sicherlich sollte man niemanden verteufeln, allein deswegen, daß man Kind bekommen hat. Andererseits ist es im höheren Alter einfach keine so gute Idee, Kinder zu bekommen, wenn man verantwortungsbewußt mit seinem Leben umgeht.

Hinzu kommt -- in diesem speziellen Beispiel -- daß das Kind außerehelich war und diverse andere Dimensionen der Geschichte. Das Kind hatte also kein stabiles Zuhause, keine Familie außer der Mutter. Mit anderen Worten: Das Kind hatte vor vorne herein schlechte Chancen im Leben, weil der Papa nicht verantwortungsvoll gedacht und gehandelt hat.

Daher denke ich, daß es besser ist, nicht mehr einfach wegzuschauen und einfach sagen, alles ist OK, Hauptsache Kind. Wir müssen immer noch im Auge behalten, daß es Vorbilder gibt, an die wir uns orientieren sollen -- nicht sklaverisch, aber immerhin -- und aus der Erfarhung anderer profitieren, und das seit Generationen. Das, was der Prof gemacht hat, war m.E. nicht vorbildlich.

Cheers,

John

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 10:36
von Robert Ketelhohn
Sach ma, kennter eijentlich diesen Abraham mit seine Olle, die Sara?

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 10:47
von John Grantham
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Sach ma, kennter eijentlich diesen Abraham mit seine Olle, die Sara?
Der wiederum eine Familie hatte, um die Kinder zu kümmern, im Gegensatz zu meinem Beispiel?

Cheers,

John

Fragen Fragen Fragen

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 10:58
von sofaklecks
John hat geschrieben:

"weil der Papa nicht verantwortungsvoll gedacht und gehandelt hat. "

Kann man also davon ausgehen, dass das Kind das Ergebnis einer Vergewaltigung war?

Ergänzungsfrage:

Darf eine jüngere Frau einen älteren Mann heiraten?

Darf sie mit ihm das tun, was verheiratete Männer und Frauen tun, die sich lieben (es gibt im Deutschen dafür kein angemessenes Wort, was tief blicken lässt)?

Oder muss sie dann verhüten? Oder er? Ist das dann keine (tod-)sünde? Ab welchem Alter gilt der Satz von dem Kind, das ein Geschenk Gottes ist, also nicht mehr?

Ich kenne mich mit Frauen nicht so aus, aber im Fernsehen sind es durchweg die Frauen, die sich ein Kind mit dem Mann wünschen, den sie lieben.



sofaklecks

Re: Fragen Fragen Fragen

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 11:18
von John Grantham
Hi sofaklecks,
sofaklecks hat geschrieben:John hat geschrieben:

"weil der Papa nicht verantwortungsvoll gedacht und gehandelt hat. "

Kann man also davon ausgehen, dass das Kind das Ergebnis einer Vergewaltigung war?
Nein, Ergebnis einer Affäre innerhalb der Hochschule. Die Frau war Studentin.
sofaklecks hat geschrieben:Ergänzungsfrage:

Darf eine jüngere Frau einen älteren Mann heiraten?
Es ist m.E. keine Frage des "dürfens", sonden "sollens". Ist es sinnvoll?

Ich darf den ganzen Tag nur noch Cola trinken. Aber das ist keine so gute Idee auf Dauer.
sofaklecks hat geschrieben:Darf sie mit ihm das tun, was verheiratete Männer und Frauen tun, die sich lieben (es gibt im Deutschen dafür kein angemessenes Wort, was tief blicken lässt)?

Oder muss sie dann verhüten? Oder er? Ist das dann keine (tod-)sünde? Ab welchem Alter gilt der Satz von dem Kind, das ein Geschenk Gottes ist, also nicht mehr?
Hier gibt es m.E. keine strenge Regel, also man kann keinen bestimmten Alter festlegen. Manche Leute sind mit 50 so fit wie andere mit 30. Also pauschal kann man es nicht sagen und es kommt auf die Situation an. Aber man muß der Verantwortung bewußt sein. Man bringt ein Kind zur Welt, und Kinder sind kostbare Dinge.

Allzuoft sehe ich, wie sehr Leute zwar Kinder "wollen", als ob sie Eigentum sind oder als ob man Recht auf Kind hat. Wenn das so ist, fein, adoptiere welche. Gibt ja genug in der Dritten Welt. Oder spende Geld für Weisenhäuser "drüben". Aber die eigenen Wünsche blenden die Nöte des Kindes aus. Das ist für mich irgendwie völlig verkorkst, als ob das Kind nur noch Ausdruck des eigenen Narzissismus ist.

Ab einem gewissen Punkt denke ich, daß es tatsächlich verantwortungsvoller ist, auch als Christ, zu verhüten -- je nach Methode -- als einfach Kinder zu erzeugen oder dem "Kinderwunsch" um jeden Preis zu erfüllen.

Cheers,

John

Pardon

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 11:45
von sofaklecks
Pardon, John,

wir beide sind cum grano salis wohl einer Auffassung.

Es kommt auf die Person an. Auf den einzelnen. Da lassen sich Regeln nicht aufstellen. Mir war nur aufgefallen, dass in deinem Beispiel der Mann alleine hätte vernünftig sein müssen.

Und natürlich waren meine Beispiele so gewählt, dass man duchaus an eine Familienplanung im Sinne einer Verhütung denkt. Aber warum hier und anderswo nicht?

Nur bei einer Antwort von dir hab ich geschmunzelt. Ob es sinnvoll sei, dass eine jüngere Frau einen älteren Mann heirate.

Was heisst sinnvoll, wenn sie sich lieben?

sofaklecks

Re: Pardon

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 11:47
von John Grantham
sofaklecks hat geschrieben:Was heisst sinnvoll, wenn sie sich lieben?
Also da haben wir's. Die Liebe muß verboten werden! *auftischhau*

Oh sorry. Ich bin echt viel zu lange in Deutschland. ;-) :D

Cheers,

John