Hat Dr. Helmut Kohl den Friedensnobelpreis verdient?
Hat Dr. Helmut Kohl den Friedensnobelpreis verdient?
Nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Kommission soll der Alt-Bundeskanzler für seine Verdienste um die Wiedervereinigung Deutschlands geehrt werden. Diese sei nicht selbstverständlich gewesen, habe politischen Mut und Sensibilität verlangt.
Was meinen die Kreuzgangster? Hat Kohl den Preis, den bereits Willy Brandt erhielt, verdient?
Was meinen die Kreuzgangster? Hat Kohl den Preis, den bereits Willy Brandt erhielt, verdient?
Helmut Kohl steht wie kein anderer für ein vereintes Deutschland in einem freien Europa. Christdemokratie war für ihn der Titel seines Programms und kein Fremdwort. Das Ende seiner Amtszeit war eine Folge des Generationenwechsels, der schon im Wahlkampf Thema war. Seine politischen Enkel entdecken wieder die christlichen Grundlagen der Demokratie. Es wird Zeit, dass die Enkel auch in der Partei wieder stärker sichtbar werden und das Christliche nicht an andere Parteien verlieren.
- Robert Ketelhohn
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Ja, weil ein Friedenspreis, mit dem Menachem Begin, Henry Kissinger, der Dalai Lama, Theodore Roosevelt und Rigoberta Menchú ausgezeichnet wurde, auch dem schrägsten Vogel verdient verliehen werden könnte.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Merkel setzt sich nicht für Kohl ein
Daraus:
Wenn aber nicht Kohl den Nobelpreis verdient hat, wer dann? Es kommt nicht von ungefähr, daß Barroso ihn vorschlägt. Denn für die europäische Einigung hat außer Kohl nur noch Genscher mehr getan.
Daraus:
Nur eine blieb kühl: Kanzlerin Angela Merkel. Erst hielt sie es nicht für nötig, überhaupt etwas zum Thema zu sagen, was aus Sicht Kohls schon ärgerlich genug war. Dann, als die Fragen immer drängender wurden, überließ sie es Thomas Steg, sich zu äußern - dem SPD-Regierungssprecher, der schon unter dem Kohl-Bezwinger Gerhard Schröder gedient hat. Gewiss, die Kanzlerin würdige die Verdienste Kohls, sagte Steg. Sie halte es aber nicht für nötig, die Initiative des Kommissionspräsidenten "durch weitere schriftliche Eingaben zu verstärken".
Wenn man sich den Umgang der CDU mit ihren verdientesten Parteimitlgiedern anschaut, dann kann man sich nur angewidert abwenden. Dr. Kohl konnte und kann niemand in der CDU das Wasser reichen, er bleibt der Politiker schlechthin. Und was Rückgrat bedeutet, hat er während der sog. Spendenaffäre bezeugt. Es verwundet nicht, daß er auch hier Klartext spricht:Merkels Berater haben hin und her gewogen, wie sie mit der Nominierung umgehen sollen. Ein Engagement für den Nobelpreis würde auch das Thema CDU-Ehrenvorsitz wieder auf die Tagesordnung setzen, ein Amt, das Kohl während der Spendenaffäre zurückgab. Es wäre sehr schwer zu erklären, warum der Altkanzler die eine Würdigung verdient, die andere aber nicht.
Diese Dame, diese formidable, springt heuer ebenso mit Herrn Oettinger um: Opportunismus pur. Pfui Deibel.Von seiner Nach-Nachfolgerin hält er seit einigen Jahren nicht mehr viel. Wenn er über sie spricht, dann vorzugsweise als "die Pfarrerstochter" oder "diese Dame, diese formidable". Es war Merkel, die sich als Erste in der Union von ihm losgesagt hat, damals in jenen dunklen Tagen der Spendenaffäre Ende 1999.
Wenn aber nicht Kohl den Nobelpreis verdient hat, wer dann? Es kommt nicht von ungefähr, daß Barroso ihn vorschlägt. Denn für die europäische Einigung hat außer Kohl nur noch Genscher mehr getan.
- Robert Ketelhohn
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Mitarbeiter des Kanzleramts unter Kohl – und ohne Zweifel in seinem Auftrag – haben bis in den Oktober 1989 hinein die seit Anfang 1988 besonders aktiven Initiativen zur Erringung der Wiedervereinigung mit allen schmutzigen Tricks innerparteilicher Dissidentenunterdrückung bekämpft. Darin war Kohl Meister. (Ich rede hier nicht vom Hörensagen, ich war dabei.)overkott hat geschrieben:Helmut Kohl steht wie kein anderer für ein vereintes Deutschland in einem freien Europa.
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Für diese Erkenntnis ist es glücklicherweise nie zu spät.Kurt hat geschrieben:kann man sich nur angewidert abwenden.
Zum Friedensnobelpreis: Der ist den Bach runtergegangen, als sie begonnen haben, ihn an Politiker zu verleihen. Natürlich ist es seither kaum mehr möglich, "unwürdig" zu sein.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Wobei? Doch wohl nicht bei den schmutzigen Tricks und der "Dissidenten-"bekämpfung.Robert Ketelhohn hat geschrieben:ich war dabei.
Was derweil Kohls Gegner 1989, Kanzlerkandidat Lafontaine (damals SPD), so umtrieb:
Und heute: BLÜHENDE LANDSCHAFTEN, wie von Kohl prophezeit [Punkt] (Schaut in den GartenWikipedia hat geschrieben:Nach dem Fall der Berliner Mauer sagte Lafontaine, er wolle einen Kollaps der DDR-Wirtschaft und politische Komplikationen mit den vier Siegermächten des 2. Weltkriegs vermeiden. Um DDR-Bürger verstärkt zu bewegen, in ihrer Heimat zu bleiben, schlug er Wirtschaftshilfen für die DDR vor. Am 27. November 1989 riet er zudem dazu, den Zuzug von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik administrativ zu begrenzen. Er beauftragte die saarländische Staatskanzlei, zu prüfen, ob man die Übersiedlung rechtlich von einem Nachweis von Wohnsitz und Arbeitsplatz im Westen abhängig machen könne...Er bezeichnete Kohls Pläne als unbezahlbar...Wegen des fehlenden Rückhalts für seinen Kurs bot Lafontaine daraufhin parteiintern seinen Rücktritt von der Kanzlerkandidatur an. Doch kein Anderer war im SPD-Bundesvorstand zu kandidieren bereit. Bei der folgenden Abstimmung im Bundesrat lehnten nur das von Lafontaine regierte Saarland und das von Gerhard Schröder regierte Niedersachsen den Staatsvertrag zur Währungsunion ab. Nachdem britische und französische Vorbehalte gegen die staatliche Einheit Deutschlands aufgegeben wurden, beschlossen Bundestag und Bundesrat am 20. und 21. September 1990 mit den Stimmen der SPD-Fraktion und aller SPD-geführten Bundesländer den Einigungsvertrag. Das ermöglichte mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes, der am 3. Oktober offiziell erfolgte. Damit war Lafontaines Alternativkonzept durch den Gang der Ereignisse überholt: Folglich verlor er die anschließende erste gesamtdeutsche Bundestagswahl im Dezember 1990. Dabei erreichte die SPD mit 33,5 Prozent der Stimmen ihr schlechtestes Ergebnis seit der Bundestagswahl 1957. Danach zog Lafontaine sich zunächst aus der Bundespolitik zurück, verzichtete auf den ihm angebotenen SPD-Vorsitz und blieb saarländischer Ministerpräsident.
- Robert Ketelhohn
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Nein, bei der (von Kohls Gehilfen bekämpften) Avantguarde der Wiedervereinigung.Kurt hat geschrieben:Wobei? Doch wohl nicht bei den schmutzigen Tricks und der "Dissidenten-"bekämpfung.Robert Ketelhohn hat geschrieben:ich war dabei.
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- Robert Ketelhohn
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- Ewald Mrnka
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Immerhin hat es die Welt Kohl zu verdanken, daß Deutschland der ewige Zahlmeister bleibt.
Das ist schon einen Friedensnobelpreis wert!
Kohl hat nur sehr selten deutsche Interessen vertreten - man sollte ihm mindestens zwei Friedensnobelpreise anhängen; er hat es verdient, obwohl der Hosenanzug seinen Job noch tüchtiger macht.
Aber die kann nach nach ihrer Verrentung auch noch an die Reihe kommen.
Das ist schon einen Friedensnobelpreis wert!
Kohl hat nur sehr selten deutsche Interessen vertreten - man sollte ihm mindestens zwei Friedensnobelpreise anhängen; er hat es verdient, obwohl der Hosenanzug seinen Job noch tüchtiger macht.
Aber die kann nach nach ihrer Verrentung auch noch an die Reihe kommen.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
Der Fiorettiorden ist auch ein Orden wider den tierischen Durst.Peregrin hat geschrieben:Klingt wie der Programmpunkt einer Faschingssitzung.overkott hat geschrieben:Die Bonaventuraner schlagen Blüm für den Fiorettiorden vor.
- Ewald Mrnka
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Für den Hosenanzug müßte man sich etwas ganz apartes, neues ausdenken.
Ich denke an was maritimes; immerhin läßt sie, sine pecunia, deutsche(?) Fregatten an der libanesischen Küste herumschippern und verschenkt teure U-Boote, die mit Atomraketen ausgerüstet werden können.
Ich denke an was maritimes; immerhin läßt sie, sine pecunia, deutsche(?) Fregatten an der libanesischen Küste herumschippern und verschenkt teure U-Boote, die mit Atomraketen ausgerüstet werden können.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
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WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
Ich möchte Helmut Kohl nicht schlecht machen, aber wenn ich mir die CDU nach Kohl anschaue, dann ist das ein Zeichen dafür, dass er versagt hat.
Wer so Machtbesessen ist und nicht an seine Nachfolge denkt, ist gescheitert.
Das Loch das nach Helmut Kohl klaffte, zeigt wie Egozentrisch er gewirkt hat.
Bei der Wiedervereinigung ist er auf den fahrenden Zug aufgesprungen.
Gorbatschow und Genscher sind die Männer der Wiedervereinigung.
Wer so Machtbesessen ist und nicht an seine Nachfolge denkt, ist gescheitert.
Das Loch das nach Helmut Kohl klaffte, zeigt wie Egozentrisch er gewirkt hat.
Bei der Wiedervereinigung ist er auf den fahrenden Zug aufgesprungen.
Gorbatschow und Genscher sind die Männer der Wiedervereinigung.
- Ewald Mrnka
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Die "Wiedervereinigung" hat keine "Väter". Das System war bankrot, wie heute de facto U$rael & deren Vasallen.
Das fällt (noch) keinem so recht auf
Geldpolitik ist auch zu kompliziert. Das Geschwätz von Massenvernichtungswaffen, atomare Bedrohung durch den Iran, "Klimakatastrophe" und sonstiger Blödsinn sind griffiger und geeigneter den Pöbel auf die kommenden Kriege einzustimmen.
Das fällt (noch) keinem so recht auf
Geldpolitik ist auch zu kompliziert. Das Geschwätz von Massenvernichtungswaffen, atomare Bedrohung durch den Iran, "Klimakatastrophe" und sonstiger Blödsinn sind griffiger und geeigneter den Pöbel auf die kommenden Kriege einzustimmen.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
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sofaklecks
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Richtig und falsch
Ewald hat Recht. Die DDR war zahlungsunfähig. Und es ging ihr wie dem Kaiser ohne Kleider: Als der erste laut rief: Wir sind das Volk (ncht ihr), war das das Ende. Finanziell und ideologisch bankrott.
Was mich nur immer gewundert hat: Ich hab gesehen, wie in der DDR unter Mangelbedingungen die Menschen wirklich was geleistet haben und war damals ebenfalls der Auffassung, wenn die Menschen dort Zugang zu unseren Ressourcen hätten, dann würden dort tatsächlich blühende Landschaften entstehen. Ich hab mich geirrt.
Und nein, Kohl hat viele Fehler gemacht. Aber er war es, der im geeigneten Moment zugegriffen hat. Genscher war viel zu sehr Diplomat, um sich die Sympathien Englands und Frankreichs zu verscherzen. Das ist das Verdienst Kohls, im einzig richtigen Moment zugegriffen zu haben. Aber das ist kein Kriterium für die Verleihung des Friedensnobelpreises.
Dass er es konnte, verdankte er den alten Genosen im Politbüro, die gegen den Willen Gorbatschows nach Bonn gefahren waren, um mit der Becher-Hymne empfangen zu werden. Und das Geld zu kriegen, das sie unbedingt brauchten. Sie hatten keines mehr.
Als sie das taten, liess Moskau sie fallen. Und sie fielen sehr tief.
sofaklecks
Was mich nur immer gewundert hat: Ich hab gesehen, wie in der DDR unter Mangelbedingungen die Menschen wirklich was geleistet haben und war damals ebenfalls der Auffassung, wenn die Menschen dort Zugang zu unseren Ressourcen hätten, dann würden dort tatsächlich blühende Landschaften entstehen. Ich hab mich geirrt.
Und nein, Kohl hat viele Fehler gemacht. Aber er war es, der im geeigneten Moment zugegriffen hat. Genscher war viel zu sehr Diplomat, um sich die Sympathien Englands und Frankreichs zu verscherzen. Das ist das Verdienst Kohls, im einzig richtigen Moment zugegriffen zu haben. Aber das ist kein Kriterium für die Verleihung des Friedensnobelpreises.
Dass er es konnte, verdankte er den alten Genosen im Politbüro, die gegen den Willen Gorbatschows nach Bonn gefahren waren, um mit der Becher-Hymne empfangen zu werden. Und das Geld zu kriegen, das sie unbedingt brauchten. Sie hatten keines mehr.
Als sie das taten, liess Moskau sie fallen. Und sie fielen sehr tief.
sofaklecks
Re: Richtig und falsch
Das bestreite ich ja nicht, aber das ist nicht die Ursache der Wiedervereinigung gewesen, sonst müsste Korea schon längst wiedervereinigt sein.sofaklecks hat geschrieben:Ewald hat Recht. Die DDR war zahlungsunfähig. Und es ging ihr wie dem Kaiser ohne Kleider: Als der erste laut rief: Wir sind das Volk (ncht ihr), war das das Ende. Finanziell und ideologisch bankrott.
Ja, da gab’s ja sehr viele Interessenten die dass zu verhindern wussten.Was mich nur immer gewundert hat: Ich hab gesehen, wie in der DDR unter Mangelbedingungen die Menschen wirklich was geleistet haben und war damals ebenfalls der Auffassung, wenn die Menschen dort Zugang zu unseren Ressourcen hätten, dann würden dort tatsächlich blühende Landschaften entstehen. Ich hab mich geirrt.
Ich kam aber auch in manchen Altbundesländern rum, da sah ich Gegenden, dagegen blüht es bei uns in Sachsen aber sehr gut.
Mein Reden, er ist auf den fahrenden Zug aufgesprungen(für so ne sportliche Leistung gilt ihm Respekt, aber kein NobelpreisUnd nein, Kohl hat viele Fehler gemacht. Aber er war es, der im geeigneten Moment zugegriffen hat.
sofaklecks
- Ewald Mrnka
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Mit Korea kenne ich mich nicht aus; kommentiere ruhig den Rest meines Beitrages, wenn Dir danach ist. Du kannst nach Herzenslust austeilen. Ich habe mich noch nie über Beleidigungen oder Unterstellungen beschwert. Ich bin keine Mimose und vieles gewöhnt.asderrix hat geschrieben:Schlimmer als heute Nordkorea?Ewald Mrnka hat geschrieben:Die "Wiedervereinigung" hat keine "Väter". Das System war bankrot,
Wenn ich den Rest deines Beitrags kommentiere, bekomm ich meine erste Verwarnung, also lass ich's.
Was ich wirklich verabscheue, das sind verlogene und verheuchelte Moderatoren - aber gegen die ist man machtlos; man kann sie nur von Herzen verachten und auf die Verwarnungen spucken.
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- Nietenolaf
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- Wohnort: Blasegast
Ich denke, es geht ihnen mit Dir oftmals wie mit der sprichwörtlichen rechten Hand: wenn sie einen zu sehr versucht, wird sie eben abgehackt. Das hat nichts mit Heuchelei zu tun, sondern als Moderator muß man möglichst für das gesamte Publikum mitdenken.Ewald Mrnka hat geschrieben:Was ich wirklich verabscheue, das sind verlogene und verheuchelte Moderatoren - aber gegen die ist man machtlos; man kann sie nur von Herzen verachten und auf die Verwarnungen spucken.
- Ewald Mrnka
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Ich habe zwei Verwarnungen bekommen, weil die Moderatoren meine Text nicht zu oberflächlich gelesen hatten und voreilig zuschnappten. Sie haben mir das schriftlich bestätigt, nachdem ich protestiert hatte, aber die Verwarnungen bleiben ja stehen.Nietenolaf hat geschrieben:Ich denke, es geht ihnen mit Dir oftmals wie mit der sprichwörtlichen rechten Hand: wenn sie einen zu sehr versucht, wird sie eben abgehackt. Das hat nichts mit Heuchelei zu tun, sondern als Moderator muß man möglichst für das gesamte Publikum mitdenken.Ewald Mrnka hat geschrieben:Was ich wirklich verabscheue, das sind verlogene und verheuchelte Moderatoren - aber gegen die ist man machtlos; man kann sie nur von Herzen verachten und auf die Verwarnungen spucken.
Eine dritte Verwarnung empfand ich zwar als willkürlich, aber das ist natürlich subjektiv und da will ich positiv unterstellen, daß der Moderator in der Tat "für das gesamte Publkum" gedacht und gehandelt hat; schließlich neige ich gelegentlich zu etwas hemmungslosen Formulierungen und da ist eine Rüge gerechtfertigt.
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Re: Richtig und falsch
Was für ein krasses Fehlurteil.sofaklecks hat geschrieben:Und nein, Kohl hat viele Fehler gemacht. Aber er war es, der im geeigneten Moment zugegriffen hat. Genscher war viel zu sehr Diplomat, um sich die Sympathien Englands und Frankreichs zu verscherzen. Das ist das Verdienst Kohls, im einzig richtigen Moment zugegriffen zu haben. Aber das ist kein Kriterium für die Verleihung des Friedensnobelpreises.
Versetz Dich mal zurück in die 70er und 80er Jahre. Damals drohte Dir allein für die Befürwortung und Realistischsetzung der Wiedervereinigung in der Bundesrepublik ein ähnliches Schicksal wie heute Oettinger oder Mixa: Die mediale Steinigung.
In diesem unwirtlichen Klima stand Kohl stets für die Wiedervereinigung, die über ihn - wie über alle - plötzlich als Chance hereinbrach. Auch er brauchte Zeit, aber er reagierte schneller. Und sein Verdienst ist nicht die wirtschaftliche Komponente der Wiedervereinigung, sondern die friedenssichernde, auf europäischer Ebene.
Man kann sagen: Er hat hat (mit Fehlern) das einzig Richtige getan: Den Kalten Krieg beendet - koste es was es wolle. Auf mitteleuropäischer Ebene eine Ruhmestat, auch in der Tradition Adenauers!
Dafür - für die Vision der Friedenssicherung auf europäischer Ebene - hat er den Preis mehr verdient als alle anderen!
- Robert Ketelhohn
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Kohl hatte einen einzigartigen Machtinstinkt. Der ließ ihn im letzten Augenblick erkennen, was die Stunde geschlagen hatte. Sonst wäre er weg gewesen vom Fenster. – Ja, diesen Instinkt hatte er all seinen Lakaien voraus. Darum war er auch der Kanzler und keiner der Lakaien.
Aus demselben Instinkt heraus hatte Kohl zuvor jedoch die Wiedervereinigung bekämpfen lassen. Verdienste? – Ein Jahrzehnt Kanzlerschaft hat er sich damit verdient.
Aus demselben Instinkt heraus hatte Kohl zuvor jedoch die Wiedervereinigung bekämpfen lassen. Verdienste? – Ein Jahrzehnt Kanzlerschaft hat er sich damit verdient.
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- Ewald Mrnka
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Robert Ketelhohn hat geschrieben:Kohl hatte einen einzigartigen Machtinstinkt. Der ließ ihn im letzten Augenblick erkennen, was die Stunde geschlagen hatte. Sonst wäre er weg gewesen vom Fenster. – Ja, diesen Instinkt hatte er all seinen Lakaien voraus. Darum war er auch der Kanzler und keiner der Lakaien.
Aus demselben Instinkt heraus hatte Kohl zuvor jedoch die Wiedervereinigung bekämpfen lassen. Verdienste? – Ein Jahrzehnt Kanzlerschaft hat er sich damit verdient.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
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Was ist problematisch an Macht? Nichts, sie ist im Staat notwendig, und wenn jemand über Machtinstinkt verfügt, dann ist es eine positive Eigenschaft. Das sagt überhaupt nichts über die maßgebliche Frage aus, wofür er die Macht genutzt hat.
Natürlich hat die Bundesrepublik Deutschland - nicht nur in der Ära Kohl - die Wiedervereinigung mit dem Mittel der Geduld herbeigeführt. Jene, die zu ungeduldig und zu früh kamen, mögen frustriert gewesen sein, aber in diesem Punkt hat Kohl eben die Kunst der Geduld über den schnellen Erfolg gestellt (er nannte es: Aussitzen).
Wer prinzipiell meint, ein Problem mit Macht oder Mächtigen zu haben, der ist entweder ein Anarchist (Kohl nannte sie: linke Chaoten), oder er schielt selber nach der Macht und steht nicht dazu.
Und wenn Kohls Motivation Machtlust und Ruhmesstreben war, so sind es legitime Motive. Das ist nicht entscheidend, sondern die Frage, was er wie erreichen wollte. Stets hat er sich der europäischen Idee, der Wiedervereinigung und dem Frieden verpflichtet gefühlt. Nicht immer ästhetisch, aber erfolgreich!
Natürlich hat die Bundesrepublik Deutschland - nicht nur in der Ära Kohl - die Wiedervereinigung mit dem Mittel der Geduld herbeigeführt. Jene, die zu ungeduldig und zu früh kamen, mögen frustriert gewesen sein, aber in diesem Punkt hat Kohl eben die Kunst der Geduld über den schnellen Erfolg gestellt (er nannte es: Aussitzen).
Wer prinzipiell meint, ein Problem mit Macht oder Mächtigen zu haben, der ist entweder ein Anarchist (Kohl nannte sie: linke Chaoten), oder er schielt selber nach der Macht und steht nicht dazu.
Und wenn Kohls Motivation Machtlust und Ruhmesstreben war, so sind es legitime Motive. Das ist nicht entscheidend, sondern die Frage, was er wie erreichen wollte. Stets hat er sich der europäischen Idee, der Wiedervereinigung und dem Frieden verpflichtet gefühlt. Nicht immer ästhetisch, aber erfolgreich!
Kethelhohn hat Recht.Während der ganzen Ära Kohl vor 1989 verkam das
Ziel der Wiedervereinigung in der CDU ebenso wie das zu christlichen
Werten mehr und mehr zu einem bloßen Lippenbekenntnis und wurde nur
noch von einem Journalisten namens Löwenthal im ZDF Magazin und einigen
Leuten mit Beziehung zur Deutschland-Stiftung hochgehalten.Den wesentlichen
Anteil an der Wiedervereinigung haben Reagan und Gorbatschow;die geistigen
Grundlagen legte Papst JPII;Kohl hat lediglich den sprichwörtlich vorbeirauschenden Mantel der Geschichte im rechten Augenblick ergriffen und
es verstanden ,die alten antideutschen Ressentiments der europäischen Nachbarn
die allerdings aus den Erfahrungen der 45 Nachkriegsjahre heraus eh nicht mehr
so tief waren, zu zerstreuen.Das war ein echter Verdienst-aber ein Friedens
nobelpreis ist dafür unangemessen.
Ziel der Wiedervereinigung in der CDU ebenso wie das zu christlichen
Werten mehr und mehr zu einem bloßen Lippenbekenntnis und wurde nur
noch von einem Journalisten namens Löwenthal im ZDF Magazin und einigen
Leuten mit Beziehung zur Deutschland-Stiftung hochgehalten.Den wesentlichen
Anteil an der Wiedervereinigung haben Reagan und Gorbatschow;die geistigen
Grundlagen legte Papst JPII;Kohl hat lediglich den sprichwörtlich vorbeirauschenden Mantel der Geschichte im rechten Augenblick ergriffen und
es verstanden ,die alten antideutschen Ressentiments der europäischen Nachbarn
die allerdings aus den Erfahrungen der 45 Nachkriegsjahre heraus eh nicht mehr
so tief waren, zu zerstreuen.Das war ein echter Verdienst-aber ein Friedens
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Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)
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sofaklecks
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Vom Nutzen eines Ministeriums
Die Bundesrepublik leistet sich über all die Jahre eine Ministerium für innerdeutsche Angelegenheiten.
Als dann die Wiedervereinigung möglich wurde, war keiner darauf eingerichtet.
Was haben die denn die ganze Zeit gemacht ausser der Organisation von Mauerführungen?
sofaklecks
Als dann die Wiedervereinigung möglich wurde, war keiner darauf eingerichtet.
Was haben die denn die ganze Zeit gemacht ausser der Organisation von Mauerführungen?
sofaklecks
- Robert Ketelhohn
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