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Beleidigung der Nationalhymne
Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 19:42
von Christian
http://www.gew.de/Binaries/Binary18640/ ... Anlage.pdf
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gibt ein Pamphlet mit dem Titel "Argumente gegen das Deutschlandlied" heraus.
Das bestätigt immer mehr meine Meinung das Lehrer in Wirklichkeit Leerkörper sind. Vom Staat Beamtensold kassieren und dann noch die nationalen Symbole verballhornen .
Die Ströbeles und Konsorten können mich mal.
christian
Re: Beleidigung der Nationalhymne
Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 19:54
von Pit
Hallo Christian,
nana, es gibt auch Lehrer, die keine Leerkörper sind.
Ich kenne so manche.
Aber mal im Ernst:
Die Vertreter der GEW hätten sich mal mit den Hintergründen des "Deutschlandliedes" beschäftigen sollen. Dann hätten sie auch gemerkt, daß das Lied absolut nicht nationalistisch gemeint ist, zumindest nicht vom Komponisten - und missbrauchen kann man leider jedes Lied.
Gruß, Pit
Christian hat geschrieben:
Das bestätigt immer mehr meine Meinung das Lehrer in Wirklichkeit Leerkörper sind. Vom Staat Beamtensold kassieren und dann noch die nationalen Symbole verballhornen .
Die Ströbeles und Konsorten können mich mal.
christian
Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 20:26
von Knecht Ruprecht
Deutschland kann gar nicht nationalistisch sein. Weil alles auf dem 3. Reich gründet. Selbst ein bundesrepublikanischer Patriotismus kann kann nicht sein, weil alles auf das 3. Reich zurückgeht & jeder deutsche Patriotismus in der Verherrlichung des 3. Reiches endet. Das ist wie ein Reflex der jeden deutschen Patriotismus begleitet.
Das selbe Problem hat auch Russland mit seinem Lenin und Stalin Reich.
Da geht nix mehr. Bißchen im Gesicht schwarz, rot, gelb malen und das war`s, tiefer geht es nicht.
Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 21:09
von Linus
Ich bin auch dafür, dass man das Deutschlandlied nicht mehr so singt. Dem ollen "Freiherr" Hoffmann ("von") aus Fallersleben wurde schon genug gehuldigt.
man singe bitte wieder die Originaltextur: "Gott erhalte"

inklusive eines Anschlusses Deutschlands an Österreich

(wohlgemerkt nicht umgekehrt; das 13 Jährige-Reichsexperiment hat ja gereicht um zu zeigen, wohin ein geeintes "preußisches" unter sozialistischer Tyrannis geführtes Deutschland führt....)
Re: Beleidigung der Nationalhymne
Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 22:03
von Ewald Mrnka
Christian hat geschrieben:http://www.gew.de/Binaries/Binary18640/ ... Anlage.pdf
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gibt ein Pamphlet mit dem Titel "Argumente gegen das Deutschlandlied" heraus.
Das bestätigt immer mehr meine Meinung das Lehrer in Wirklichkeit Leerkörper sind. Vom Staat Beamtensold kassieren und dann noch die nationalen Symbole verballhornen .
Die Ströbeles und Konsorten können mich mal.
christian
Du sprichst mir aus dem Herzen.
Dieses GEW-Geschmeiß ist typisch: Opportunistisch und feige. Die hängen immer das Fähnchen nach dem Wind. Unter dem Kaiser stramm kaiserlich; nachdem er in Doorn Holz hackte, bespuckte man ihn und gab sich ganz republikanisch-demokratisch. Unter dem Führer war man dann nationalsozialistisch und um die Reihaltung des Blutes der arischen Rasse bemüht. Nach der "Befreiung" 45´drehte man sich wieder mal um 180 Grad. In der DDR war man sozialistisch, im Westen gab es etwas mehr Alternativen; doch vorzugsweise tendierte man eher zu den verschiedenen marxistischen Konfessionen - eine Posse.
Aber es geht wohl nicht anders. Die Lehrerschaft ist halt Reflex, Anhängsel und Claqueur der jeweils Herrschenden - das kann man ihnen vielleicht noch nicht einmal ernsthaft zum Vorwurf machen.
Wer kann es sich schließlich schon leisten wider den Stachel zu löcken und auch nur ansatzweise Charakter zu zeigen?!
Bevor jetzt alle GutmenschInnen über mich herfallen: Ja, ja, ich weiß & räume ein, daß es, wie immer (aber dann, bitteschön auch für wirklich Alle), Ausnahmen gibt.

Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 22:11
von Petra
Man kann eine Nationalhymne doch nicht beleidigen
Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 22:22
von Ewald Mrnka
Petra hat geschrieben:Man kann eine Nationalhymne doch nicht beleidigen
Interessant, nachdenkenswert. Wen oder was kann man überhaupt beleidigen. Da kann man lange debattieren.
Strafrechtlich schaut die Sache schon eindeutig aus. Da gibt es, vor allem im Ausland, sehr wohl z.T. strenge Strafen für die Herabsetzung oder Beleidigung von Hymnen, Symbolen und dergleichen.
Bei uns und im guten Österreiche wird man sogar eingesperrt, wenn man bestimmte Symbole :ikb_hitler: verwendet.
Es werden durchaus Tabus um solche Dinge wie Hymnen errichtet. Positiv & negativ.
Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 23:29
von Martin O
Das Pamphlet der GEW enthält falsche Behauptungen bzw. solche, die erst bewiesen werden müssen. Ich kenne keinen Musiklehrer, der die erste Strophe des Deutschlandliedes singen lässt und ich habe sie seit ewig nicht in der Öffentlichkeit gehört.
Außerdem ist es historischer Unsinn, Hoffmann von Fallersleben imperialistische Gedanken zu unterstellen - wer ein wenig Ahnung von der Situation im Deutschen Bund damals hat, weiß, dass Deutschland überhaupt nicht die leiseste Chance dazu hatte.
Auf ähnlichem Niveau wie die Verfasser des Pamphlets bewegt ihr, Christian und Ewald, euch aber leider auch: Die GEW ist nicht "die Lehrerschaft", auch wenn sie vielleicht gerne tut als ob. Sie vertritt (in Bayern) nicht einmal ein Drittel der Lehrer, anderswo mögen es mehr sein, doch nirgends ist die GEW so dominierend, dass eine Aussage der GEW als Meinung aller Lehrer interpretiert werden und unser Ewald in seiner sattsam bekannten Schwarzweißmalerei alle Lehrer als Parteigänger der Herrschenden Klassen (so wie alle Türken als dumm, faul und gewalttätig und alle Demokraten als verkommen) bezeichnen könnte.
Die Aussage "Alle Lehrer identifizieren sich mit der GEW" ist so "richtig" wie "Alle Deutschen sind/waren Nazis" oder "Alle Perser sind aggressive Antisemiten".
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 01:33
von Robert Ketelhohn
Das GEW-Pamphlet ist in weiten Teilen so ideologisch – obschon es auch Richtiges enthält –, daß ich keine Lust habe, darauf einzugehen. – Hoffmanns Deutschlandlied ist weitaus harmloser als die Hymnen etwa Frankreichs oder Italiens, welche, von Blut triefend, mehr dem Horst-Wessel-Liede gleichen, das ihnen ebenso wie den Kampfgesängen der Internationale nacheifert.
Nichtsdestotrotz atmet es den Ungeist der aufrührerisch-nationalistischen Bewegung der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, gleich der schwarz-rot-goldenen Tricolore. Nicht umsonst stehen beide symbolhaft für den ersten großen Ausbruch dieses Ungeists der Auflehnung und des Herrschenwollens im modernen Deutschland: für die 48er Revolution. Als gläubiger Sohn der Kirche kann ich beide nur ablehnen.
Übrigens entstammen viele Nationalhymnen diesem Geist, ja schon die Idee, eine „Nationalhymne“ haben zu müssen, stammt daher. Aus diesem Grund sind auch viele ihrer Texte so widerwärtig. Oder aber sie sind, vor allem bei Neuschöpfungen – von Dichtungen zu schreiben sträubt sich die Feder –, nichtssagend bis stumpfsinnig, läppisch und banal. Eine Ausnahme macht der Text der neuen russischen Hymne. Auch jener der serbischen. Sonst finde ich ziemlich finster, was die modernen Staaten da so bieten.
Ich jedenfalls brauche keine „Nationalhymne“ zu Identifikation. Meine Identität liegt woanders, hier bin ich bloß auf Durchreise.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 01:35
von Robert Ketelhohn
Martin O. hat geschrieben:ich habe sie seit ewig nicht in der Öffentlichkeit gehört.
Vorgestern klang sie laut aus einem Porsche-Cabrio vor meiner Haustür.
Anno ’74 sind wir Nachbarsjungs durch die Straßen gezogen und haben
sie gesungen. Zwischendurch haben wir auch mal Strophe zwei und drei
probiert, aber dann blieben wir doch bei der ersten. Sie traf unsere Stim-
mungslage.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 05:57
von Ewald Mrnka
Die Deutschen wären gerne Patrioten, wie andere Nationen auch; das kann man gegenwärtig auf den Straßen beobachten - nur dürfen sie nicht wollen, weil sie ja eine "jüngste"

"Geschichte"

haben, eine "dunkle" Vergangenheit, die nicht vergehen darf. Dafür sorgen die beauftragten Geschichtsexegeten, Gralshüter der (richtigen!) "Erinnerung" und eine riesige Schar von Volkspädagogen, die dem Volk (ich meine nicht Bevölkerung) permanent und auf allen Kanälen rund um die Uhr das schlechte Gewissen suggerieren & wachhalten.
Die armen Deutschen, sie dürfen bis zu ihrem Aussterben nicht mehr normal werden! Immer in Sack & Asche, ganz ohne Glanz & Gloria, höchstens a bisserl platonisch-anämischer "Verfassungspatriotismus".
Nur zu ganz seltenen Gelegenheiten, wie einer Fußball-WM im eigenen(?) Lande dürfen sie Fähnchen schwenken.
Nur der Haß aufs Eigene, die Nestbeschmutzung, ist ihnen erlaubt, da dürfen sie loslegen - und genau das machen die kümmerlichen GEW-Wichte. Will man, ja kann man es Ihnen überhaupt verargen, diesen gut gelungenen Produkten der alliierten Umerziehung?
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 10:37
von FioreGraz
JA legt eure Hymne ab und gebt sie uns wieder zurück. Und gleichzeitig bin ich der Meinung sollte wir in Össiland wieder ein konstitutionelle Monarchie einführen.
LG
Fiore
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 10:44
von Petra
Während der WM behalten wir sie aber noch. Umdichten auf "Gott erhalte Franz, den Kaiser" wäre noch drin.

Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 12:18
von Martin O
FioreGraz hat geschrieben:JA legt eure Hymne ab und gebt sie uns wieder zurück. Und gleichzeitig bin ich der Meinung sollte wir in Össiland wieder ein konstitutionelle Monarchie einführen.
LG
Fiore
Nix da! Bevor der nächste Hymnenstreit losgeht, muss ich doch einmal fragen, wer ernsthaft etwas gegen Einigkeit, Recht oder Freiheit haben kann oder wer bestreitet, dass es unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen.
Und was Österreich betrifft: Schickt euch, solange Otto noch lebt. Was danach käme, taugt nichts mehr - und einen Kaiser für die Regenbogenpresse wünsch ich euch nicht.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 13:02
von FioreGraz
Und was Österreich betrifft: Schickt euch, solange Otto noch lebt. Was danach käme, taugt nichts mehr - und einen Kaiser für die Regenbogenpresse wünsch ich euch nicht.
Für mehr als Nationalsstolz und Regenbogenpresse und somit die Touristenwirtschaft wird er ja nicht benötigt. Zum Regieren haben wir eine Regierung und das Parlament.
LG
Fiore
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 14:59
von Christian
Martin O hat geschrieben: Nix da! Bevor der nächste Hymnenstreit losgeht, muss ich doch einmal fragen, wer ernsthaft etwas gegen Einigkeit, Recht oder Freiheit haben kann oder wer bestreitet, dass es unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen.
Ich halte die deutsche Nationalhymne immer noch für eine der besseren Hymnen , wenn man bedenkt wie blurünstigt und nationalistisch andere Hymnen sind.
Einigkeit und Recht und Freiheit sind meiner Meinung nach erstrebenswerte Ziele eines jeden Menschen daher halte ich das Schreiben der GEW für mehr als überflüssig und die Argumentation erinnert mich mehr und mehr an Spätachtundsechziger die nie Gegenwart angekommen sind. Leute wie Ströbele eben.
christian
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 15:25
von Linus
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 15:28
von Linus
Martin O hat geschrieben: Und was Österreich betrifft: Schickt euch, solange Otto noch lebt. Was danach käme, taugt nichts mehr - und einen Kaiser für die Regenbogenpresse wünsch ich euch nicht.
Gib mir Joszi aus Berlin (oder wenn es kein Cousin sein soll: Georg aus Budapest) samt angetrauter Gräfin Chotek äh Fürstin Hohenberg

und ich bin zufrieden.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 15:52
von Ewald Mrnka
FioreGraz hat geschrieben:JA legt eure Hymne ab und gebt sie uns wieder zurück. Und gleichzeitig bin ich der Meinung sollte wir in Össiland wieder ein konstitutionelle Monarchie einführen.
LG
Fiore
Du hast Recht, Haydns Melodie eignet sich besser als Nationalhymne als Mozarts Freimaurerweise.

Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 16:07
von Pit
Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Also ist Deiner Überzeugung nach jeder Deutsche, der sein Land liebt, trotz allem gerne in der Bundesrepublik lebt und auch dazu steht, ein Nazionalsozialist?
Oder wolltest Du mit Deinem Beitrag sagen, daß die Bundesrepublik im Grunde politisch sozusagen das Erbe des "Dritten Reiches" ist, oder was wolltest Du überhaupt sagen?
"Knecht", Du schreibst in Rätseln !
Gruß, Pit
Deutschland kann gar nicht nationalistisch sein. Weil alles auf dem 3. Reich gründet. Selbst ein bundesrepublikanischer Patriotismus kann kann nicht sein, weil alles auf das 3. Reich zurückgeht & jeder deutsche Patriotismus in der Verherrlichung des 3. Reiches endet.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 16:12
von Pit
Hallo Robert,
gehört für Dich - auf Grund der geschichtlichen Hintergründe - der KV (Kartellverband) auch am besten abgeschaftt, immerhin atmen der auch diesen "Ungeist" ?
Und was sprach gegen die "48er-Revolution" ?
Gruß, Pit
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Nichtsdestotrotz atmet es den Ungeist der aufrührerisch-nationalistischen Bewegung der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, gleich der schwarz-rot-goldenen Tricolore. Nicht umsonst stehen beide symbolhaft für den ersten großen Ausbruch dieses Ungeists der Auflehnung und des Herrschenwollens im modernen Deutschland: für die 48er Revolution. Als gläubiger Sohn der Kirche kann ich beide nur ablehnen.
Übrigens entstammen viele Nationalhymnen diesem Geist, ja schon die Idee, eine „Nationalhymne“ haben zu müssen, stammt daher. Aus diesem Grund sind auch viele ihrer Texte so widerwärtig.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 17:06
von Linus
Pit, ich krieg an lachkrampf. Wenn hier jemand den nationalen Ungeist atmet, dann sind das bezogen auf Korporationen vor allem die Burschenschaften, besonders die der Ostmark. (Wobei es auch Ausnahmen gibt: die Verbindung mit dem regelmässigsten gemeinsamen Messbesuch ist in Wien wohl die Burschenschaft Albia[leider keine KV, MKV CV oder sonstwie "christliche" Verbindung])
Zwecks Weiterbildung empfehle ich dir sie seiten burschenschaft.de, und das Korpo-Portal der Wikipedia
Re: Beleidigung der Nationalhymne
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 17:20
von Ralf B.
Ewald Mrnka hat geschrieben:
Dieses GEW-Geschmeiß
Ja, genau so spricht ein guter Christ über andere Menschen. Und Gott notiert auf seiner Liste "Ich habe Menschen erschaffen, und einer, der sich auf mich beruft, bezeichnet diese Menschen als Kot.", und dann denkt er sich: "Na, da werd ich wohl mal meine Offenbarung ändern und sie dem authentischen Lehramt von Ewald Mrnka anpassen müssen."
Re: Beleidigung der Nationalhymne
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 18:49
von Ewald Mrnka
Ralf B. hat geschrieben:Ewald Mrnka hat geschrieben:
Dieses GEW-Geschmeiß
Ja, genau so spricht ein guter Christ über andere Menschen. Und Gott notiert auf seiner Liste "Ich habe Menschen erschaffen, und einer, der sich auf mich beruft, bezeichnet diese Menschen als Kot.", und dann denkt er sich: "Na, da werd ich wohl mal meine Offenbarung ändern und sie dem authentischen Lehramt von Ewald Mrnka anpassen müssen."
Ich habe mich etwas im Ton vergriffen. Manchmal geht mit mir das Temperament duch und dann neige ich zu hemmungslosen Formulierungen. Es gibt sicher auch anständige Leute unter den führenden GEW-Aktivisten.
In jeder Bewegung finden sich anständige Menschen - selbst unter Kommunisten und Nationalsozialisten.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 19:05
von Pit
Hallo Linus,
dann scheine ich wohl Robert missverstanden zu haben.
Aber die konservativen Kreise, die seinerzeit auch für die Niederschlagung der Revolution waren, haben wohl kaum die "schwarz-rot-goldene Tricolore" in der Hand gehabt, auf die sich Robert bezog.
Gruß, Pit
Übrigens kenne ich die von Dir verlinkte Website.
Linus hat geschrieben:Pit, ich krieg an lachkrampf. Wenn hier jemand den nationalen Ungeist atmet, dann sind das bezogen auf Korporationen vor allem die Burschenschaften, besonders die der Ostmark. (Wobei es auch Ausnahmen gibt: die Verbindung mit dem regelmässigsten gemeinsamen Messbesuch ist in Wien wohl die Burschenschaft Albia[leider keine KV, MKV CV oder sonstwie "christliche" Verbindung])
Zwecks Weiterbildung empfehle ich dir sie seiten burschenschaft.de, und das Korpo-Portal der Wikipedia
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 20:27
von Linus
Pit hat geschrieben:Hallo Linus,
dann scheine ich wohl Robert missverstanden zu haben.
Aber die konservativen Kreise, die seinerzeit auch für die Niederschlagung der Revolution waren, haben wohl kaum die "schwarz-rot-goldene Tricolore" in der Hand gehabt, auf die sich Robert bezog.
Gruß, Pit
In ihren Anfängen (also bis in die 1870) war die Burschenschaft sicher nicht konservativ. sondern liberal (so wie in andern Ländern halt auch, mit einem ordentlich nationalen Anstrich).Progreß- und Reformburschenschaften haben immer wieder geschaut das das auch so bleibt. Als konservativ gelten sie (und alle anderen Korporationen)erst seit die linke Kamarilla auf den Unis ab den 1960ern jegliches Studentisches Ehr-, und Standesgefühl (und die damit verbundene gesellschaftliche Verpflichtung eines angehenden Akademikers) zu unterbinden suchte: und siehe es ist ihr gelungen (schau dich mal um: du kannst auf der uni den durchschnittstudenten vom arbeitslosen punk odervom bettelnden sandler nicht unterscheiden.)
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 20:56
von Ewald Mrnka
Schwarz-Rot-Gold mochte ich noch nie: Ich finde Schwarz-Weiß-Rot schöner.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 21:57
von Pit
nun, daß auch die Burschenschaften ursprünglich - also besonders in der Anfangszeit (ca. 1815 - 1870) keineswegs nationalistisch, sondern im Gegensatz durchaus im positiven Sinne liberal gesinnt waren, ist nichts Neues.
Es waren ja auch Burschenschaftler (also Verbindungs-, Corpsstudenten) die z.B. auf dem Hambacher Fest 1830 für Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit und dergleichen gestritten haben, und teilweise sassen - mit nicht geringem Einfluss - Burschenschaftler in der Frankfurter Paulskirchenversammlung.
Allerdings ist es nicht zu verleugnen, daß viele - nicht alle [Punkt] - Burschenschaften heutzutage im rechtskonservativen "Lager" zu finden sind.
Nebenbei gefragt:
Was ist für Dich "studentisches Ehr-, und Standesgefühl ?
Gruß, Pit
Linus hat geschrieben:
In ihren Anfängen (also bis in die 1870) war die Burschenschaft sicher nicht konservativ. sondern liberal (so wie in andern Ländern halt auch, mit einem ordentlich nationalen Anstrich).Progreß- und Reformburschenschaften haben immer wieder geschaut das das auch so bleibt. Als konservativ gelten sie (und alle anderen Korporationen)erst seit die linke Kamarilla auf den Unis ab den 1960ern jegliches Studentisches Ehr-, und Standesgefühl (und die damit verbundene gesellschaftliche Verpflichtung eines angehenden Akademikers) zu unterbinden suchte: und siehe es ist ihr gelungen (schau dich mal um: du kannst auf der uni den durchschnittstudenten vom arbeitslosen punk odervom bettelnden sandler nicht unterscheiden.)
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 22:11
von Linus
Ewald Mrnka hat geschrieben:Schwarz-Rot-Gold mochte ich noch nie: Ich finde Schwarz-Weiß-Rot schöner.
ich liebe schwarz rot gold vor allem wenn der rote streifen immer kleiner wird, biss nur mehr schwarzgold übrigbleibt

Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 22:16
von Petra
Schwarz wie die Kohle, Rot wie die Lippen der Frauen, Gold wie das Bier.
Das Rot kleiner. Soso, Linus

Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 22:29
von Linus
Pit hat geschrieben:nun, daß auch die Burschenschaften ursprünglich - also besonders in der Anfangszeit (ca. 1815 - 1870) keineswegs nationalistisch, sondern im Gegensatz durchaus im positiven Sinne liberal gesinnt waren, ist nichts Neues
liberalismus und (gesunder) patriotismus sind immer gemeinsam aufgetreten, nur in deutschland hats da probleme gegeben lesetipp Dietrich Schwanitz :Bildung, Alles, was man wissen muß. Das Kapitel über deutsche Geschichte ist ganz gut (nebenbei die Geschichte Englands ist mM auch große klasse)
Es waren ja auch Burschenschaftler (also Verbindungs-, Corpsstudenten) die z.B. auf dem Hambacher Fest 1830 für Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit und dergleichen gestritten
hau bitte nicht Corpsstudenten mit Burschenschaftern in einen Topf, die herren Corpsiers mögen das garnicht.
haben, und teilweise sassen - mit nicht geringem Einfluss - Burschenschaftler in der Frankfurter Paulskirchenversammlung.
Allerdings ist es nicht zu verleugnen, daß viele - nicht alle [Punkt] - Burschenschaften heutzutage im rechtskonservativen "Lager" zu finden sind.
Kommt aufs Land an
Was ist für Dich "studentisches Ehr-, und Standesgefühl ?
Das man Normal angezogen auf der Uni erscheint. Das man die Haustiere zuhause lässt, dass man nicht jeden (und vor allem nicht die Lehrenden) duzt, man selbst die Contenance bewahrt wenns an die vierundzwanzigste bierflasche geht (ich kenne leute, die betreiben da noch immer gepflegte konversation; ich bin nach der 10 Flasche am Höflichkeit auf den Abort tragen

) als grundvoraussetzung. Letzlich: sich so benimmt als trüge man die verantwortung die man mit dem sponsionseid (der ist in ö leider nur mehr ad libitum

) übernimmt, schon.
Verfasst: Freitag 16. Juni 2006, 22:32
von Linus
Petra hat geschrieben:Schwarz wie die Kohle, Rot wie die Lippen der Frauen, Gold wie das Bier.
Das Rot kleiner. Soso, Linus

kann aus meiner haut nicht raus, ich steh zu bundesbruder habsburg. (der kommt im übrigen auch regelmässig, und schreibt des öfteren briefe)