Zarqawi getötet
Verfasst: Donnerstag 8. Juni 2006, 14:20
Zarqawi bei Luftangriff getötet
Endlich wurden meine Gebete erhört!
Endlich wurden meine Gebete erhört!
Na, zu diesem Smilie passt der Text in Mt 7,1 aber nicht...Walter hat geschrieben:Mt 7,1
Es geht nicht um einen "verachtenswerten" Menschen, sondern um einen gemeingefährlichen Terroristen.Pierre hat geschrieben:Darf ein Christ um den Tod eines wenn auch verachtenswerten Menschen beten?
Pierre,
Knecht Ruprecht hat geschrieben:Jeder ist ersätzlich. Kanzler kommen und gehen ebenfalls.
Wie heißt es beim Militär? Der Mensch ist kostenlos und leichter zu ersetzen als ein militärisches Gerät.
Hier hat niemand gerichtet. Es herrscht Krieg, und da werden Feinde eben getötet.Pit hat geschrieben:die Grundüberzeugung, daß jeder Mensch ein Recht auf Leben hat, und ein Mensch nicht über das Leben eines anderen entscheiden/richten darf
Pelikan hat geschrieben:Hier hat niemand gerichtet. Es herrscht Krieg, und da werden Feinde eben getötet.Pit hat geschrieben:die Grundüberzeugung, daß jeder Mensch ein Recht auf Leben hat, und ein Mensch nicht über das Leben eines anderen entscheiden/richten darf
Und ja, für einen Sieg der verbündeten Armee darf man beten.
@Alle: Wer wäre eigentlich berechtigt, in diesem "Krieg" Friedensverhandlungen durchzuführen?Pelikan hat geschrieben:Hier hat niemand gerichtet. Es herrscht Krieg, und da werden Feinde eben getötet.
@Pelikan/nemesis: Was verbündet euch denn mit der Armee, die die Luftangriffe durchgeführt hat?Pelikan hat geschrieben:Und ja, für einen Sieg der verbündeten Armee darf man beten.
Ich denke es gibt keine negativen Gebete und Fürbitten in der Kirche. Es gibt positive Gebete und Fürbitten. Für Frieden, für Gesundfheit etc. aber nicht gegen etwas.Pierre hat geschrieben:Darf ein Christ um den Tod eines wenn auch verachtenswerten Menschen beten?
Pierre,
Hartz 4 + 49 m² Wohnung + AOK Krankenversicherung und das in Deutschland. Anderswo ist der Mensch weniger wert.Pit hat geschrieben:Soll das heissen, daß der Mensch nichts wert ist ?
Knecht Ruprecht hat geschrieben:Wobei ein lebendiger Zarqawi mehr wert wäre als ein toter. Siehe Saddam. Seine Zeit wird noch kommen, wo er im Rampenlicht nach der WM2006, seine Strafe entgegennehmen wird.
Als Notwehrakt ja. Das Martyrium für mich selbst kann ich verantworten, das Martyrium für andere, für die ich ebenfalls (mit)verantwortlich bin nicht. Ich kann für mich sagen ehe ich einen Menschen töte lasse ich mich selbst umbringen und ertrage die schlimmsten ungerechtigkeiten, ich kann das aber nicht für andere entscheiden. Und da man verpflichtet ist auch dem anderen gegenüber und auch das Leben des Nächsten schützen muß kann das im schlimmsten Fall den Tod eines anderen in einem Notwehrakt bedeuten.Pit hat geschrieben:Unabhängig davon ,wieviel Katholiken oder Protestanten im Widerstand gegen Hitler waren, ging meine Frage in eine andere Richtung, wie Du sicher gelesen hast:
Ist es - unter der Voraussetzung, daß man in einer Diktatur lebt, und jeder andere Widerstand erfolglos war -, erlaubt, den Diktator zu töten, um dadurch die Bevölkerung vor weiterer Unterdrückung zu bewahren?
Gruß, Pit
Du hast einen protestantischen Namen ins Spiel gebracht, damit anscheinend die Tatsache verfälscht werden sollte, dass die überweltigende Mehrheit der deutschen Protestanten Hitler hofierte. Als nächstes hast du keinen katholischen Namen ins Spielgebracht, wonach die Tatsache, nach der die überweltigende Mehrheit der Katholiken gegen Hitler war, zu Ungunsten der Katholiken ausgelegt werden sollte und schreibst jetzt, dir geht es weder um Protestanten noch um Katholiken.Pit hat geschrieben:Unabhängig davon ,wieviel Katholiken oder Protestanten im Widerstand gegen Hitler waren, ging meine Frage in eine andere Richtung, wie Du sicher gelesen hast:
Ist es - unter der Voraussetzung, daß man in einer Diktatur lebt, und jeder andere Widerstand erfolglos war -, erlaubt, den Diktator zu töten, um dadurch die Bevölkerung vor weiterer Unterdrückung zu bewahren?
Gruß, Pit
Eben das beklage ich. So böse dieser Mensch war, dass er ohne Prozess einfach gelyncht wurde, beklatschen jetzt auch noch alle.Knecht Ruprecht hat geschrieben:Ach, auf der Welt sterben so viele Menschen, dass der Tod von Zarqawi auch verkraftet werden wird.
Hm. Ich hätte bis eben gedacht: um ein Phantom … um eines mit derStephen Dedalus hat geschrieben:Es geht nicht um einen "verachtenswerten" Menschen, sondernPierre hat geschrieben:Darf ein Christ um den Tod eines wenn auch verachtenswerten
Menschen beten?
um einen gemeingefährlichen Terroristen.
Knecht Ruprecht hat geschrieben:Ach, auf der Welt sterben so viele Menschen, dass der Tod von Zarqawi auch verkraftet werden wird.
Ethisch problematischer ist der Tod vom ehemaligen Hamasführer, der nach dem Moscheebesuch im Krieg, da ist ja immer Krieg, getötet wurde.
Besser der, als 40 Christen oder Moslems, die einer moslemischen Konkurrenzkonfession angehören.HeGe hat geschrieben:Eben das beklage ich. So böse dieser Mensch war, dass er ohne Prozess einfach gelyncht wurde, beklatschen jetzt auch noch alle.Knecht Ruprecht hat geschrieben:Ach, auf der Welt sterben so viele Menschen, dass der Tod von Zarqawi auch verkraftet werden wird.
HeGe hat geschrieben:
Eben das beklage ich. So böse dieser Mensch war, dass er ohne Prozess einfach gelyncht wurde, beklatschen jetzt auch noch alle.
Gilt auch für Stalin, Mao, Bush, Kim Jong il und andere:Pit hat geschrieben:Aber meine Gedanken gehen in die Richtung, ob es z.B. unter bestimmten Umständen erlaubt ist/sein kann, einen Diktator zu töten, um die von ihm unterdrückten Menschen zu schützen. (Stichwort: Hitler).
KKK Nummer 2266 hat geschrieben:Der Schutz des Gemeinwohls der Gesellschaft erfordert, daß der Angreifer außerstande gesetzt wird schaden. Aus diesem Grund hat die überlieferte Lehre der Kirche die Rechtmäßigkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzmäßigen öffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verhängen, ohne in schwerwiegendsten Fällen die Todesstrafe auszuschließen. Aus analogen Gründen haben die Verantwortungsträger das Recht, diejenigen, die das Gemeinwesen, für das sie verantwortlich sind, angreifen, mit Waffengewalt abzuwehren.
Die Straft soll in erster Linie die durch das Vergehen herbeigeführte Unordnung wiedergutmachen. Wird sie vom Schuldigen willig angenommen, gilt sie als Sühne. Zudem hat die Strafe die Wirkung, die öffentliche Ordnung und die Sicherheit der Personen zu schützen. Schließlich hat die Strafe auch eine heilende Wirkung: sie soll möglichst dazu beitragen, daß sich der Schuldige bessert [Vgl. Lk 23,40—43.].
Nein, Linus, auf keinen Fall. Mit dem Recht und der Pflicht des Staats zu strafen kannst du doch keinen Mord begründen. Auch den „Tyrannenmord“ verwirft die Kirche.Linus hat geschrieben:Gilt auch für Stalin, Mao, Bush, Kim Jong il und andere:Pit hat geschrieben:Aber meine Gedanken gehen in die Richtung, ob es z.B. unter bestimmten Umständen erlaubt ist/sein kann, einen Diktator zu töten, um die von ihm unterdrückten Menschen zu schützen. (Stichwort: Hitler).KKK Nummer 2266 hat geschrieben:Der Schutz des Gemeinwohls der Gesellschaft erfordert, daß der Angreifer außerstande gesetzt wird schaden. Aus diesem Grund hat die überlieferte Lehre der Kirche die Rechtmäßigkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzmäßigen öffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verhängen, ohne in schwerwiegendsten Fällen die Todesstrafe auszuschließen. Aus analogen Gründen haben die Verantwortungsträger das Recht, diejenigen, die das Gemeinwesen, für das sie verantwortlich sind, angreifen, mit Waffengewalt abzuwehren.
Die Straft soll in erster Linie die durch das Vergehen herbeigeführte Unordnung wiedergutmachen. Wird sie vom Schuldigen willig angenommen, gilt sie als Sühne. Zudem hat die Strafe die Wirkung, die öffentliche Ordnung und die Sicherheit der Personen zu schützen. Schließlich hat die Strafe auch eine heilende Wirkung: sie soll möglichst dazu beitragen, daß sich der Schuldige bessert [Vgl. Lk 23,40—43.].
Der Präsident, seine Minister oder Generäle.Walter hat geschrieben:Wer wäre eigentlich berechtigt, in diesem "Krieg" Friedensverhandlungen durchzuführen?
Der nordatlantische Bündnisvertrag. Seit den Attacken von 9/11 gilt der Bündnisfall.Walter hat geschrieben:Was verbündet euch denn mit der Armee, die die Luftangriffe durchgeführt hat?
Du bist, was du anderen so gern vorwirfst: Ein Traumtänzer. Deine regelmäßigen lyrischen Wortschwalle können niemanden über deinen zunehmenden Realitätsverlust hinwegtäuschen. Zarkawi und seine Mordbanden sind keine politischen Gegner, sondern feindliche Kämpfer, die gewohnheitsmäßig unschuldige Zivilisten mit militärischen Mitteln überfallen und töten. Dementsprechend sind sie zu behandeln. Wenn ihnen das nicht paßt, hätten sie sich Flakbatterien kaufen sollen, bevor sie einem Staat mit einsatzbereiter Luftwaffe unmißverständlich den Krieg erklären.Ewald Mrnka hat geschrieben:Das Liquidieren von politischen Gegnern ohne Prozeß und Gerichtsverhandlung...
Ich glaube, daß wir als Christen aufgerufen sind, für ihn und die anderen Getöteten zu beten - nicht nur für seine (mutmaßlichen) Opfer.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Friede seiner Seele.