Jetzt bin ich aber gespannt...Hannover (dpa) - Der Solidaritätszuschlag für die ostdeutschen Bundesländer ist verfassungswidrig. Das entschied das niedersächsische Finanzgericht. Es verwies die Klage eines leitenden Angestellten deswegen zur Klärung an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Der 37-Jährige klagt gegen die Rechtmäßigkeit des Soli im Jahr 2007.
Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
- cantus planus
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Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
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civilisation
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Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
cantus planus hat geschrieben:Jetzt bin ich aber gespannt...Hannover (dpa) - Der Solidaritätszuschlag für die ostdeutschen Bundesländer ist verfassungswidrig. Das entschied das niedersächsische Finanzgericht. Es verwies die Klage eines leitenden Angestellten deswegen zur Klärung an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Der 37-Jährige klagt gegen die Rechtmäßigkeit des Soli im Jahr 2007.
Das würde also jetzt bedeuten: Widerspruch gegen die Steuerbescheide ab 2007 einlegen.
- cantus planus
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Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
Vermutlich ähnlich wie bei der Pendlerpauschale damals. Ein Versuch schadet jedenfalls nicht.
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Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
Thierse stellt parteipolitischen Konsens über Rechtsprechung. Soviel zum Thema Rechtsstaat.
Süddeutsche Zeitung hat geschrieben:Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat das Urteil des Finanzgerichts Hannover zur Verfassungsmäßigkeit des Solidaritätszuschlags scharf kritisiert. "Es befremdet mich sehr, dass 18 Jahre nach Einführung des Solidaritätszuschlags eine kleine Gruppe von Richtern befindet, dass der Soli von Beginn an verfassungswidrig gewesen sei", sagte Thierse dem Kölner Stadt-Anzeiger. Über die Notwendigkeit des Solidaritätszuschlags habe von Beginn an über die Parteigrenzen hinweg Konsens bestanden.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum das Gericht im Nachhinein die breite gesellschaftliche und politische Übereinkunft in Frage stelle. "Wenn Richter gegen gesamtdeutsche Solidarität urteilen, dann wird es in Deutschland sehr ungemütlich, dann wird es auch gefährlich", sagte der SPD-Politiker weiter. Nun müsse man abwarten, "wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe urteilt und ob es auch Solidarität für verfassungswidrig erklärt".
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civilisation
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Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
cantus planus hat geschrieben:Thierse stellt parteipolitischen Konsens über Rechtsprechung. Soviel zum Thema Rechtsstaat.![]()
Süddeutsche Zeitung hat geschrieben:Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat das Urteil des Finanzgerichts Hannover zur Verfassungsmäßigkeit des Solidaritätszuschlags scharf kritisiert. "Es befremdet mich sehr, dass 18 Jahre nach Einführung des Solidaritätszuschlags eine kleine Gruppe von Richtern befindet, dass der Soli von Beginn an verfassungswidrig gewesen sei", sagte Thierse dem Kölner Stadt-Anzeiger. Über die Notwendigkeit des Solidaritätszuschlags habe von Beginn an über die Parteigrenzen hinweg Konsens bestanden.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum das Gericht im Nachhinein die breite gesellschaftliche und politische Übereinkunft in Frage stelle. "Wenn Richter gegen gesamtdeutsche Solidarität urteilen, dann wird es in Deutschland sehr ungemütlich, dann wird es auch gefährlich", sagte der SPD-Politiker weiter. Nun müsse man abwarten, "wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe urteilt und ob es auch Solidarität für verfassungswidrig erklärt".
Ach, c.p.! - Träumst Du noch manchmal in der Nacht?
Hoffentlich nicht mehr. Träume sind verboten. Wir leben doch in einer Diktatur. Erstmal in der Diktatur unter der Merkel und dem Westerwelle, dann unter der Diktatur der EU und dann noch unter dem Knebel der UN.
Und dann kommen noch die konspirativen Zusammenarbeiten zwischen der EU und der USA. - Siehe meinem eben eröffneten Strang.
Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
Thierse hat da einen ganz wunden Punkt berührt.cantus planus hat geschrieben:Thierse stellt parteipolitischen Konsens über Rechtsprechung. Soviel zum Thema Rechtsstaat.![]()
Süddeutsche Zeitung hat geschrieben:Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat das Urteil des Finanzgerichts Hannover zur Verfassungsmäßigkeit des Solidaritätszuschlags scharf kritisiert. "Es befremdet mich sehr, dass 18 Jahre nach Einführung des Solidaritätszuschlags eine kleine Gruppe von Richtern befindet, dass der Soli von Beginn an verfassungswidrig gewesen sei", sagte Thierse dem Kölner Stadt-Anzeiger. Über die Notwendigkeit des Solidaritätszuschlags habe von Beginn an über die Parteigrenzen hinweg Konsens bestanden.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum das Gericht im Nachhinein die breite gesellschaftliche und politische Übereinkunft in Frage stelle. "Wenn Richter gegen gesamtdeutsche Solidarität urteilen, dann wird es in Deutschland sehr ungemütlich, dann wird es auch gefährlich", sagte der SPD-Politiker weiter. Nun müsse man abwarten, "wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe urteilt und ob es auch Solidarität für verfassungswidrig erklärt".
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Raphael
Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
Nein, Thierse erzählt Unfug!overkott hat geschrieben:Thierse hat da einen ganz wunden Punkt berührt.cantus planus hat geschrieben:Thierse stellt parteipolitischen Konsens über Rechtsprechung. Soviel zum Thema Rechtsstaat.![]()
Süddeutsche Zeitung hat geschrieben:Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat das Urteil des Finanzgerichts Hannover zur Verfassungsmäßigkeit des Solidaritätszuschlags scharf kritisiert. "Es befremdet mich sehr, dass 18 Jahre nach Einführung des Solidaritätszuschlags eine kleine Gruppe von Richtern befindet, dass der Soli von Beginn an verfassungswidrig gewesen sei", sagte Thierse dem Kölner Stadt-Anzeiger. Über die Notwendigkeit des Solidaritätszuschlags habe von Beginn an über die Parteigrenzen hinweg Konsens bestanden.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum das Gericht im Nachhinein die breite gesellschaftliche und politische Übereinkunft in Frage stelle. "Wenn Richter gegen gesamtdeutsche Solidarität urteilen, dann wird es in Deutschland sehr ungemütlich, dann wird es auch gefährlich", sagte der SPD-Politiker weiter. Nun müsse man abwarten, "wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe urteilt und ob es auch Solidarität für verfassungswidrig erklärt".
Seine Ausführungen sollen glauben machen, daß eine kleine Gruppe von Richtern dem deutschen Staat ihre Rechtsauffassung(en) aufoktroyieren könnte.
Richtig ist, daß das BVerfG den Soli bereits als verfassungsgemäß eingestuft hat.
Richtig ist weiterhin, daß das niedersächsische FG im jetzt neu ergangenen Urteil den Soli nicht als von Beginn an verfassungswidrig beurteilt hat.
Richtig ist außerdem, daß das niedersächsische FG mit seinem jetzigen Urteil die Frage aufwirft, ab wann der Soli von der Ergänzungsabgabe zur Steuer mutiert ist.
Diese Frage - und nichts anderes - wird das BVerfG wahrscheinlich demnächst zu entscheiden haben.
Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
Das Gericht hat nichts entschieden, sondern lediglich eine Richtervorlage vorgenommen, weil es den Soli für verfassungswidrig hält. Ob das auch so ist, wird dann das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Nur darauf kommt es letztendlich an.
- cantus planus
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Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
Aktuell:
Berlin (dpa) - Der Solidaritätszuschlag wird nach Zweifeln des niedersächsischen Finanzgerichts an seiner Verfassungsmäßigkeit nur noch unter Vorbehalt erhoben. Darauf haben sich die Finanzbehörden von Bund und Ländern verständigt, teilte das Bundesfinanzministerium mit. Der «Soli» wird danach rückwirkend für den Veranlagungszeitraum von 2005 an nur vorläufig festgesetzt. Steuerzahler brauchen nun nichts mehr zu unternehmen, um Geld zurückzuerhalten, falls das Bundesverfassungsgericht den «Soli» am Ende wirklich kippen sollte.
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Re: Finanzgericht: Solidaritätszuschlag verfassungswidrig
Der Bundesvizebär sollte sich mal den Art. 100 GG anschauen. Offenkundig wissen die noch nicht einmal, worauf die vereidigt werden.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!