CDU / CSU - christliche Parteien?

Aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Weltgeschehen.
PascalBlaise
Beiträge: 978
Registriert: Donnerstag 12. November 2015, 11:44

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von PascalBlaise » Sonntag 20. Januar 2019, 19:51

Was ist denn konservativ? Es geht um die Bewahrung des Bewahrenswerten, des Bewährten. Wenn nun im 21. Jahrhundert andere Lebensentwürfe zunehmend eine Rolle spielen und alte Überzeugungen in Frage stellen, so kann auch ein Konservativer zur Erkenntnis gelangen, dass das eigentlich Bewahrenswerte die gemeinsame Sorge für Kinder und der Zusammenhalt in der Familie ist. Das kann, muss aber nicht notwendig in einer traditionellen Familie geschehen. Das ist der Kern von Söders Aussage.
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 9227
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Edi » Sonntag 20. Januar 2019, 22:11

martin v. tours hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 15:57
Die CSU wie auch die CDU haben einfach gemerktes sie mir ihrer klassisch konservativen Ausrichtung keine Mehrheiten mehr kriegt.
Also wird einfach der "Markenkern" geändert.
Bei Konsumprodukten ist das, vielleicht, noch verständlich. So wie die Rügenwalder Mühle. Eigentlich bekannt für ihre Leberwurstpampe.
Nun haben Ihnen offensichtlich Marketinggenies eingeredet nicht auf die junge urbane Selfieverblödete Generation zu vergessen und vegan und vegetarisch ist ja sooo hip !
Also macht man vegetarisches Zeug. Wieviel Chemie da rein muss damit das Zeug auch noch schmeckt -danach fragt die ansonsten so kritische Bio-Kundschaft nicht. Kann ja nicht ungesund sein - ist ja vegetarisch.
Nun, Chemie muß für den Geschmack nicht unbedingt rein. Die Wurst schmeckt ja auch erst durch h die Gewürzmischungen, die da rein kommen. Vegetarisch kann gesund sein oder auch nicht. Früher sprach man von Puddingvegetariern. Fabrikzucker ist auch vegetarisch und sehr ungesund. weil ihm die Vitamine und Mineralien fehlen. Vegetarisch genügt nicht, es muß vollwertig sein, also Vollkorn, statt Weißmehl- Kuchen ist auch vergetarisch und sehr ungesund auf die Dauer. Klar, die Masse weiß das selten, aber mehr pflanzliche Kost ist schon sinnvoller als zu viele tierische auch aus Gründen der Energieersparnis. Was über das Tier geht, da hat man so um die 80 % Verlust an Energie.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Benutzeravatar
Libertas Ecclesiae
Moderator
Beiträge: 1800
Registriert: Montag 15. Juni 2009, 10:46

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 21. Januar 2019, 17:51

PascalBlaise hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 19:51
Was ist denn konservativ? Es geht um die Bewahrung des Bewahrenswerten, des Bewährten. Wenn nun im 21. Jahrhundert andere Lebensentwürfe zunehmend eine Rolle spielen und alte Überzeugungen in Frage stellen, so kann auch ein Konservativer zur Erkenntnis gelangen, dass das eigentlich Bewahrenswerte die gemeinsame Sorge für Kinder und der Zusammenhalt in der Familie ist. Das kann, muss aber nicht notwendig in einer traditionellen Familie geschehen. Das ist der Kern von Söders Aussage.
Markus Söder in der TV-Sendung „Münchner Runde extra“ am 19. Januar 2019 hat geschrieben:„Wir sind offen für jede neue Familienform.“ [...] „Das Leitbild der Familie heißt zunächst einmal: Verantwortung, wo Kinder sind.“
Matthias von Gersdorff hat geschrieben: Zur Erinnerung: Das ist haargenau dasselbe Familienleitbild der rot-grünen Koalition unter Gerhard Schröder (1998-2005). Damals hatte Bundesfamilienministerin Renate Schmidt diesen Slogan ausgerufen und Entsetzen in CDU und CSU ausgelöst.
Ohne jegliche Notwendigkeit erklärt nun Markus Söder diese Parole zum Leitprinzip der neuen CSU. Ein Skandal.
Kampflos übergibt die C-Partei aus Bayern die Deutungshoheit über Ehe und Familie den Linksideologen, die maßgeblich in den letzten Jahrzehnten die Anti-Ehe-Revolution im Geiste der 1968er gesteuert haben.
Quelle
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

Benutzeravatar
Hubertus
Beiträge: 11268
Registriert: Montag 3. Mai 2010, 20:08

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Hubertus » Montag 21. Januar 2019, 17:59

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 17:51
PascalBlaise hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 19:51
Was ist denn konservativ? Es geht um die Bewahrung des Bewahrenswerten, des Bewährten. Wenn nun im 21. Jahrhundert andere Lebensentwürfe zunehmend eine Rolle spielen und alte Überzeugungen in Frage stellen, so kann auch ein Konservativer zur Erkenntnis gelangen, dass das eigentlich Bewahrenswerte die gemeinsame Sorge für Kinder und der Zusammenhalt in der Familie ist. Das kann, muss aber nicht notwendig in einer traditionellen Familie geschehen. Das ist der Kern von Söders Aussage.
Markus Söder in der TV-Sendung „Münchner Runde extra“ am 19. Januar 2019 hat geschrieben:„Wir sind offen für jede neue Familienform.“ [...] „Das Leitbild der Familie heißt zunächst einmal: Verantwortung, wo Kinder sind.“
Matthias von Gersdorff hat geschrieben: Zur Erinnerung: Das ist haargenau dasselbe Familienleitbild der rot-grünen Koalition unter Gerhard Schröder (1998-2005). Damals hatte Bundesfamilienministerin Renate Schmidt diesen Slogan ausgerufen und Entsetzen in CDU und CSU ausgelöst.
Ohne jegliche Notwendigkeit erklärt nun Markus Söder diese Parole zum Leitprinzip der neuen CSU. Ein Skandal.
Kampflos übergibt die C-Partei aus Bayern die Deutungshoheit über Ehe und Familie den Linksideologen, die maßgeblich in den letzten Jahrzehnten die Anti-Ehe-Revolution im Geiste der 1968er gesteuert haben.
Quelle
:daumen-rauf:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

PascalBlaise
Beiträge: 978
Registriert: Donnerstag 12. November 2015, 11:44

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von PascalBlaise » Montag 21. Januar 2019, 22:31

Es stimmt wohl, dass sich die CSU in der Frage auf die Grünen zu bewegt hat. Mit einer lediglich konservativen Weltsicht kann man die Aussage Söders durchaus noch unterstützen - mit dem Zusatz des "C" natürlich nicht.
Man sollte das gelassen sehen: Meine Kinder werden keine größeren seelischen Schäden davontragen, wenn sie sehen, dass es andere Kinder gibt, die zwei Papas oder Mamas haben.
Don't panic early.
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 8418
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Sempre » Dienstag 22. Januar 2019, 00:53

martin v. tours hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 15:57
Die CSU wie auch die CDU haben einfach gemerktes sie mir ihrer klassisch konservativen Ausrichtung keine Mehrheiten mehr kriegt.
Also wird einfach der "Markenkern" geändert.
Bei Konsumprodukten ist das, vielleicht, noch verständlich.
M. E. redest Du Dir die Welt schön. Die Systemparteien sind schlicht fremdgesteuert und deren Wähler via Medien aus derselben Quelle auch. Ganz so wie es früher jeder über die (vierte) Zone wusste.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23172
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Niels » Mittwoch 6. März 2019, 11:09

"Die AfD biete keine Lösungen an, sondern rede die Dinge nur schlecht, findet Markus Söder. Der CSU-Chef erklärt, wie „der Spuk vielleicht ein Ende“ haben kann – und erklärt seine „ausbaufähigen“ Umfragewerte in Bayern.": https://www.welt.de/politik/deutschland ... itten.html
:kugel: :anton: :zirkusdirektor:
Attende Domine, et miserere, quia peccavimus tibi.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23172
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Niels » Mittwoch 6. März 2019, 16:10

Selbst meine Mutter, mit der ich gerade sprach, war schockiert: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ellen.html

Dazu kann ich sagen, (obwohl de Karrneval vorbei is): Vorstellen kann isch mir dat auch... :D
Attende Domine, et miserere, quia peccavimus tibi.

Caviteño
Beiträge: 9662
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 6. März 2019, 23:20

Niels hat geschrieben:
Mittwoch 6. März 2019, 16:10
Selbst meine Mutter, mit der ich gerade sprach, war schockiert: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ellen.html

Dazu kann ich sagen, (obwohl de Karrneval vorbei is): Vorstellen kann isch mir dat auch... :D
Dann, lieber Niels, erzähl uns doch mal, wie das funktionieren soll:
„Deshalb sind auch Muslime, die unsere Werte teilen – die Würde des Menschen, Eigenverantwortung, Solidarität – und zum Grundgesetz stehen, herzlich eingeladen, in der CDU mitzumachen.“
Was Brinkhaus wohlweislich vergessen hat: Die Gleichberechtigung der Frau aufzuführen. Hätte er das getan, wäre jedem sofort aufgefallen, daß der Fraktionsvorsitzende hier einer Wunschvorstellung nachjagt.

Ist ein Muslim, der

- die Frauen als gleichberechtigt ansieht;
- nicht von einer Überlegenheit seiner Religion ausgeht und andere Religionen als minderwertig ansieht;
- nicht die Scharia über die staatlichen Gesetze stellt

noch ein Muslim? Reicht es aus, nur kein Schweineschnitzel zu essen und am Freitag nach Mekka zu beten, um ein Muslim zu sein?
Der Islam ist mit dem Grundgesetz und unserer Gesellschaftsordnung eben nicht kompatibel. Die Träume, einen "Euro-Islam" zu schaffen, haben sich in den letzten Jahren aufgelöst. Würden die in den letzten Jahren aus archaischen Gesellschaften zugewanderten Muslime einen "westlichen" Muslim überhaupt noch als einen der "Ihren" akzeptieren oder würden sie ihm nicht einen Abfall vom Glauben vorwerfen?

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23172
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Niels » Donnerstag 7. März 2019, 10:40

Ich habe ja nicht behauptet, dass es eine schöne Vorstellung ist... :pfeif:

Und so wird's geschehen: Das Ganze läuft dann einfach über taqiya... und alle sind beruhigt. :turban: :umkuck:
Attende Domine, et miserere, quia peccavimus tibi.

Caviteño
Beiträge: 9662
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 7. März 2019, 11:55

Bemerkenswert ist mE, daß sich Herr Brinkhaus zu einer solchen Äußerung gedrängt sieht. Er müßte doch die Stimmung in der Partei kennen:

"Heute säkular, morgen gläubig" - Abgeordnete will keine Muslime in der CDU

Zur CDU gehört nur ein bisschen Islam

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 9227
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Edi » Donnerstag 7. März 2019, 15:42

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 11:55
Bemerkenswert ist mE, daß sich Herr Brinkhaus zu einer solchen Äußerung gedrängt sieht. Er müßte doch die Stimmung in der Partei kennen:

"Heute säkular, morgen gläubig" - Abgeordnete will keine Muslime in der CDU
War das nicht die gleiche Özkan, die mal beim Türkenwulff gesagt hat, deutsche Richter seien fremde Autoritäten. Daran sieht man doch schon wie diese Leute hier sich integriert haben, selbst wenn sie hier geboren wurden.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Juergen
Beiträge: 22891
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43
Kontaktdaten:

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Juergen » Donnerstag 7. März 2019, 15:44

Daniel Sieveke (MdL NRW) zu Brinkmanns Ideen :
Haben wir keine anderen Sorgen?

1. Wer Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden kann, ist verfassungsrechtlich geregelt.

2. Wenn die Verteilung der Religionszugehörigkeiten in Deutschland dafür maßgeblich wäre, dann müssten wir leider bald über einen atheistischen Kanzler sprechen. Ist sie aber nicht und ehrlich gesagt halte ich persönlich es als Christdemokrat für entscheidend, dass dieses Amt eine Person ausübt, die für christliche Werte steht.

3. Welche Vorstellungskraft Ralph Brinkhaus bei diesem Thema hat, darf wohl als „bemerkenswert“ bezeichnet werden. Meine persönliche Vorstellungskraft und die vieler CDU-Mitglieder geht definitiv nicht so weit! Wer Politik macht, sollte sich darauf konzentrieren, was er politisch will, wofür er steht, und nicht darauf, was theoretisch denkbar wäre.


Quelle: https://www.facebook.com/daniel.sieveke ... 6228124486
Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Benutzeravatar
TeDeum
Beiträge: 195
Registriert: Montag 8. Juli 2013, 09:07

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von TeDeum » Freitag 8. März 2019, 07:09

Mit diesem irren Statement hat er sich definitiv keine Freunde gemacht. Weder innerparteilich, noch bei der Wählerschaft. Vielleicht links, aber die würden ihn als CDUler eh nur mit der Kneifzange anpacken... was ihn da geritten haben mag? :hae?:

Caviteño
Beiträge: 9662
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: CDU / CSU - christliche Parteien?

Beitrag von Caviteño » Freitag 8. März 2019, 09:28

TeDeum hat geschrieben:
Freitag 8. März 2019, 07:09
was ihn da geritten haben mag? :hae?:
Der Zeitgeist und der Wunsch "modern" zu sein? Ich glaube es war Gabriel, der sich einmal eine tagesschau-Sprecherin mit Kopftuch vorstellen konnte....

Die Sucht, auch einmal auf die Aufmerksamkeit der Medien zu gewinnen?

Vorbereitungssignale für eine schwarz-grüne Koalition, falls sich die SPD nach der geplanten Überprüfung des Koalitionsvertrages im Herbst (und nach deftig verlorenen Wahlen) aus der Regierung zurückzieht?

:achselzuck: :hmm: :/

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema