Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

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Edi
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Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Edi »

Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen so eine Senkung, aber wie soll man das in der Praxis bewältigen, weil es so kurzfristig angesagt ist? Das gibt doch viel Arbeit für die Progammierer und das soll praktisch von heute auf morgen geschehen, denn in diesem Monat gilt ja noch der alte Mwst-Satz von 19 %. Wieder nichts gedacht von Merkel und Co, die Drecksarbeit sollen andere machen wie immer.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 02392.html
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Irmgard
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Irmgard »

So schlimm ist das nicht. Die meisten Kassensysteme und Firmen-Finanzsoftwares enthalten die MwSt als Variable. Das lässt sich schnell anpassen. Ich sehe das Problem tatsächlich nicht so wie der FAZ-Artikel.

Man muss doch nicht immer das Negative sehen in jeder Regierungsentscheidung.

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Edi
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Edi »

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 12:04
So schlimm ist das nicht. Die meisten Kassensysteme und Firmen-Finanzsoftwares enthalten die MwSt als Variable. Das lässt sich schnell anpassen. Ich sehe das Problem tatsächlich nicht so wie der FAZ-Artikel.

Man muss doch nicht immer das Negative sehen in jeder Regierungsentscheidung.
Zu deinem letzten Satz, darum geht es ja hier nicht in erster Linie. Mag sein, dass sich das schnell anpassen lässt, aber am 1.Juli wollen dann VIELE Firmen schon den neuen Satz haben und die Umstellung kann nicht jede Firma selber machen, denn viele brauchen jemand von aussen, der das machen kann und dieser jemand, muss ja auch in sehr kurzer Zeit bei vielen Firmen die Umstellung machen, denn die wollen und können nicht tagelang warten bis sie Rechnungen und Lieferscheine mit den neuen Sätzen schreiben können.
Bei den Steuerberatern könnte das anders sein, wenn sie mit DATEV arbeiten.
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Siard
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Siard »

Das Problem ist i.d.R. nicht die Änderung eines Steuersatzes. Wenn ein weiterer dazukommt, wird es aber meist schwierig.

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Robert Ketelhohn
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Die Umsatz- oder Mehrwertsteuer an sich ist Räuberei reicher Pfeffersäcke mit Hilfe des von ihnen kontrollierten Staats am arbeitenden Volk und den Armen. Nicht umsonst eine Erfindung kapitalistischer Calvinisten. Sie gehört ebenso abgeschafft und verboten wie die Zinsnahme bei Darlehensgeschäften.
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Juergen
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 12:04
So schlimm ist das nicht. Die meisten Kassensysteme und Firmen-Finanzsoftwares enthalten die MwSt als Variable. Das lässt sich schnell anpassen. Ich sehe das Problem tatsächlich nicht so wie der FAZ-Artikel.
Man muss doch nicht immer das Negative sehen in jeder Regierungsentscheidung.
Wenn die MwSt-Senkung an die Kunden weitergegeben wird, müssen allen Läden im Non-Food-Bereich (im Food-Bereich wo 7% gelten, ändert sich ja nichts) alle Regalpreisauszeichnungen (RPA) geändert werden. D.h. von Dienstag auf Mittwoch müssen je nach Ladengröße mehrere Tausend Etiketten ausgetauscht werden, sofern es keine elektronische RPA gibt. Dort wo Etiketten mit Preis an der Ware kleben, müssen die alle innerhalb einer Nacht überklebt werden.

Ja, ne… alles keine Problem


Und in einem halben Jahr muß das ganze wieder zurückgeändert werden von 16% auf dann vielleicht 21% oder so… :tuete:
Gruß Jürgen

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Marcus, der mit dem C
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Marcus, der mit dem C »

Im Foodbereich ändert sich meines Wissens auch was, denn wimre wird der Satz von 7% auf 5% gesenkt.
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

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Robert Ketelhohn
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Marcus, der mit dem C hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 16:29
Im Foodbereich ändert sich meines Wissens auch was, denn wimre wird der Satz von 7% auf 5% gesenkt.
Bald wird noch viel mehr gewimmert.
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Juergen
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Marcus, der mit dem C hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 16:29
Im Foodbereich ändert sich meines Wissens auch was, denn wimre wird der Satz von 7% auf 5% gesenkt.
Ach du Schei**


Das Einfachste ist freilich, die Preise gar nicht zu ändern, sondern nur den MwSt-Satz. :tuete:
Gruß Jürgen

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Edi
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Edi »

Juergen hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 16:46
Marcus, der mit dem C hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 16:29
Im Foodbereich ändert sich meines Wissens auch was, denn wimre wird der Satz von 7% auf 5% gesenkt.
Ach du Schei**


Das Einfachste ist freilich, die Preise gar nicht zu ändern, sondern nur den MwSt-Satz. :tuete:
Das stimmt, die Regierung erwartet aber, dass die Verkäufer die Preise senken. Das macht dann etwa 2,5 % Preissenkung aus, wenn man von 19 auf 16 % Umsatzsteuer zurückfährt.

Wenn eine Firma Preislisten mit Bruttopreisen hat, müssen die alle geändert werden, falls die Preise reduziert werden sollten. Muss man aber nicht unbedingt machen.
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Juergen
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Edi hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 17:27
Wenn eine Firma Preislisten mit Bruttopreisen hat, müssen die alle geändert werden, falls die Preise reduziert werden sollten. Muss man aber nicht unbedingt machen.
Man muß wohl unterscheiden, ob es sich um Handel zwischen Kaufleuten handelt oder zwischen Kaufleuten und Nicht-Kaufleuten.

Im ersten Fall ist die MwSt bzw. Vorsteuer ja sowieso von untergeordnetem Interesse. Im zweiten Fall gilt die Preisangabenverordnung.
Gruß Jürgen

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Caviteño
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Caviteño »

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 12:04
So schlimm ist das nicht. Die meisten Kassensysteme und Firmen-Finanzsoftwares enthalten die MwSt als Variable. Das lässt sich schnell anpassen. Ich sehe das Problem tatsächlich nicht so wie der FAZ-Artikel.

Man muss doch nicht immer das Negative sehen in jeder Regierungsentscheidung.
Wenn Du das Problem nicht so sieht, wie in dem FAZ-Artikel solltest Du Dich vielleicht als Problemlöser bei DATEV & Co bewerben. Wie stellst Du Dir das denn so vor?
Natürlich muß man für das 2. Halbjahr 2020 in der Buchführung vier USt-Sätze haben, weil die Erbringung der Leistung zählt und nicht das Rechnungsdatum.
Beispiel: Leistung erbracht im Mai, Rechnung geschrieben und verbucht im Juli - Umsatzsteuer 19% oder 7%.

Wie sieht es denn bei größeren Leistungen (z.B. Bauvorhaben) aus, bei denen Abschlagrechnungen üblich sind, z.B. Bauvorhaben über den Zeitraum 2019 - 2021?

Denk mal an Deine Stromrechnung, die ein ganzes Jahr umfaßt. Klar kann man rechnerisch aufteilen - aber dafür muß die software komplett neu geschrieben werden. Einfach geht anders.

Nein - das hat nichts mit "dem Sehen vom Negativen in Regierungsentscheidungen" zu tun. Es zeigt, wie weltfremd bei den höchsten Gremien Entscheidungen getroffen werden und die Ausführung wird dann den nachgeordneten Behörden und den Gerichten überlassen.
Der Arbeitsaufwand für die neue software -egal ob DATEV oder ein anderes Buchführungsprogramm- ist immens - und dann noch kurzfristig und während der Urlaubssaison....

und bei Urlaub fällt mir ein: Bei einem Hotelaufenthalt vom 20. 06. bis 15. 07. mit Frühstück muß die Rechnung vier Umsatzsteuersätze. Da bei der Verbuchung immer nur der Bruttobetrag erfaßt wird, sind also auch vier USt-Schlüssel zwecks Errechnung der Vorsteuer beim Leistungsempfänger notwendig.

Aber Hauptsache, nicht kritisieren....

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Juergen
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 00:50
Irmgard hat geschrieben:
Samstag 6. Juni 2020, 12:04
So schlimm ist das nicht. Die meisten Kassensysteme und Firmen-Finanzsoftwares enthalten die MwSt als Variable. Das lässt sich schnell anpassen. Ich sehe das Problem tatsächlich nicht so wie der FAZ-Artikel.

Man muss doch nicht immer das Negative sehen in jeder Regierungsentscheidung.
Wenn Du das Problem nicht so sieht, wie in dem FAZ-Artikel solltest Du Dich vielleicht als Problemlöser bei DATEV & Co bewerben. Wie stellst Du Dir das denn so vor?
Natürlich muß man für das 2. Halbjahr 2020 in der Buchführung vier USt-Sätze haben, weil die Erbringung der Leistung zählt und nicht das Rechnungsdatum.
Beispiel: Leistung erbracht im Mai, Rechnung geschrieben und verbucht im Juli - Umsatzsteuer 19% oder 7%.


Wie sieht es denn bei größeren Leistungen (z.B. Bauvorhaben) aus, bei denen Abschlagrechnungen üblich sind, z.B. Bauvorhaben über den Zeitraum 2019 - 2021?

Denk mal an Deine Stromrechnung, die ein ganzes Jahr umfaßt. Klar kann man rechnerisch aufteilen - aber dafür muß die software komplett neu geschrieben werden. Einfach geht anders.
Das Problem hatte man früher auch schon bei Umstellungen von MwSt-Sätzen. Doch soweit ich mich erinneren, geschah die Umstellung immer zum Jahreswechsel und am Jahreswechsel hat man es ja sowieso bilanziell mit Rechnungsabgrenzungen zu tun.
Im Prinzip müßte man zum 30.06. eine Art „Halbjahresabschluß“ machen, um alle Posten richtig zu erfassen. Entsprechend müßten Energieversorger, Wasserwerke etc. eine Zwischenablesung machen, damit alles sauber-korrekt abgerechnet werden kann.
Gruß Jürgen

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Edi
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Edi »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 12:51
Im Prinzip müßte man zum 30.06. eine Art „Halbjahresabschluß“ machen, um alle Posten richtig zu erfassen. Entsprechend müßten Energieversorger, Wasserwerke etc. eine Zwischenablesung machen, damit alles sauber-korrekt abgerechnet werden kann.
Und jetzt haben wir es ja mit zwei Umstellungen innerhalb einer recht kurzen Frist zu tun. Raus aus den 19 bzw. 7 Prozent und dann ab 1. Januar 2021 wieder rein. Die Buchhalter werden sich freuen. Ob der gewünschte Effekt so gross sein wird, daran kann man Zweifel haben. Der muss sich ja nicht unbedingt auf den Endpreis auswirken. Niemand ist ja verpflichtet die Verbraucherpreise zu senken.
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Irmgard
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Irmgard »

Ich antworte jetzt mal allgemein auf die vorhergehenden Posts hier.

Mir ist der allgemeine Tenor in diesem Forum in den letzten Tagen viel zu negativ. Alle Maßnahmen, die getroffen werden, werden kritisiert. Es werden nur die Probleme gesehen, nicht die evtl. vorhandenen Chancen. Die Mehrwertsteuer, was immer man von ihr hält, ist eine Steuer, die nur den Endverbraucher trifft, d.h., wenn man sie senkt, entlastet man den Endverbraucher. Selbstverständlich ist darauf zu achten, dass die Unternehmen, die an Endverbraucher verkaufen, das auch weitergeben. Da braucht es öffentlichen Druck.

Da tatsächlich die Finanztransaktionen der allernmeisten Unternehmen digitalisiert sind, ist aus buchhalterischer Sicht die Umstellung kein Problem. Das kann man zeitgenau abbilden, umsetzen und abgrenzen. Das kann jede Finanzsoftware, nicht nur DATEV. Für Unternehmen ohne Digitalisierung und Geschäfte, die ihre Waren mit Aufklebern auszeichnen, mag das ein Problem sein, aber kein Unüberwindliches. Und ja, ich weiß, wovon ich da rede.

Ich würde mir weniger Meckern und mehr konstruktive Diskussion wünschen. Wie soll denn eurer Meinung nach das Konjunkturpaket aussehen?

Gesegneten Sonntag
Irmgard

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Juergen
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Irmgard hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 13:39
… Selbstverständlich ist darauf zu achten, dass die Unternehmen, die an Endverbraucher verkaufen, das auch weitergeben. Da braucht es öffentlichen Druck.
Bei Firmen, die das nicht an Endverbrauchern weitergeben, kann man ja Sätze wie: „Kauft nicht bei…“ ans Fenster schmieren.
Irmgard hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 13:39
…Für Unternehmen ohne Digitalisierung und Geschäfte, die ihre Waren mit Aufklebern auszeichnen, mag das ein Problem sein, aber kein Unüberwindliches. Und ja, ich weiß, wovon ich da rede.…
Ja, erzähl mal. Bild
Gruß Jürgen

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Caviteño
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Caviteño »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 12:51
Das Problem hatte man früher auch schon bei Umstellungen von MwSt-Sätzen. Doch soweit ich mich erinneren, geschah die Umstellung immer zum Jahreswechsel und am Jahreswechsel hat man es ja sowieso bilanziell mit Rechnungsabgrenzungen zu tun.
Im Prinzip müßte man zum 30.06. eine Art „Halbjahresabschluß“ machen, um alle Posten richtig zu erfassen. Entsprechend müßten Energieversorger, Wasserwerke etc. eine Zwischenablesung machen, damit alles sauber-korrekt abgerechnet werden kann.[/font]
Es gab schon Umstellung im Laufe des Jahres, z. B. bei Einführung im Jahre 1968 - da wurde zum 01. 07. 1968 die MwSt von 10% auf 11% erhöht. Das letzte Mal sogar zum 01. 04. 1998 von 15% auf 16%.
Allerdings gab es da immer einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf - genau das fehlt jetzt.

Christian
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Christian »

Ich bin froh das wir nur Gewerbekunden haben. Wir haben eine Nettoliste und die Mwst. ist uns egal.

Caviteño
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Caviteño »

Irmgard hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 13:39
Ich antworte jetzt mal allgemein auf die vorhergehenden Posts hier.

Mir ist der allgemeine Tenor in diesem Forum in den letzten Tagen viel zu negativ. Alle Maßnahmen, die getroffen werden, werden kritisiert. Es werden nur die Probleme gesehen, nicht die evtl. vorhandenen Chancen. Die Mehrwertsteuer, was immer man von ihr hält, ist eine Steuer, die nur den Endverbraucher trifft, d.h., wenn man sie senkt, entlastet man den Endverbraucher. Selbstverständlich ist darauf zu achten, dass die Unternehmen, die an Endverbraucher verkaufen, das auch weitergeben. Da braucht es öffentlichen Druck.
Welche Chancen sollen das denn sein? Glaubst Du wirklich an einen Nachfrageschub, weil die Umsatzsteuer um 3 Prozentpunkte gesenkt wird?
Gehen wir doch mal die Höhe durch. Ein Artikel, dessen Bruttopreis 100 € (netto= 84,03 €) beträgt, würde dann für 97,47 € verkauft - eine Ersparnis von 2,50 €. Die Preissenkung ist also gering, entspricht noch nicht einmal der Preissenkung bei Sonderangeboten. Bei Lebensmitteln ist die Preisauswirkung noch geringer und wird wohl kaum zu Preissenkungen z.B. bei einem Brot oder Brötchen führen.
Im Grunde kann jeder eine ähnliche oder vielleicht sogar höhere Preissenkung bei genauen Preisvergleichen erreichen.
Irmgard hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 13:39
Wie soll denn eurer Meinung nach das Konjunkturpaket aussehen?
Muß es denn ein Konjunkturpaket geben? Wenn ja - nur für bestimmte Branchen oder mit der Gießkanne?

Die generelle Frage ist doch, ob die Menschen nach der Erfahrung des lock-down überhaupt bereit sind, wieder Geld in den Konsum zu stecken oder ob sie nicht lieber sparen. Es gibt gute Gründe anzunehmen, daß man zunächst eben auf Urlaubsreisen, Gaststättenbesuche und große Einkäufe verzichtet, weil die Lage unsicher ist.
Die Politik kann nicht dauernd vor einer zweite Welle warnen und gleichzeitig darauf setzen, daß der Konsum anspringt, weil die Umsatzsteuer ein wenig gesenkt wird und die Preise im Schnitt dadurch um ca. 2,5% sinken müßten. Ich bin zwar sicher, daß die Preise sinken werden, aber nicht wegen der USt-Reduzierung, sondern weil die Lager voll sind und man die Ware losschlagen muß. Die Preissenkung wäre daher auch ohne USt-Senkung gekommen.

ME wäre es ein weitaus besseres und billigeres "Konjunktur"programm das verlorengegangene Vertrauen wieder aufzubauen. Dies könnte man erreichen, wenn alle Beschränkungen (vielleicht bis auf Großveranstaltungen) aufgehoben würden und den Menschen so signalisiert wird: "Es ist vorbei, es ist beherrschbar und jetzt geht es normal weiter."

Dann könnte die Bevölkerung wieder Vertrauen fassen und würde auch konsumieren - vielleicht sogar ohne teuere Konjunkturprogramme.

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Siard
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Siard »

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 20:41
Dann könnte die Bevölkerung wieder Vertrauen fassen und würde auch konsumieren - vielleicht sogar ohne teuere Konjunkturprogramme.
Die vielleicht, die noch nicht von den Folgen des Shutdowns getroffen wurden und noch Geld haben.
Jeder Groschen hilft!

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ar26
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von ar26 »

Ob die Maßnahmen der Bundesregierung den Konsum ankurbeln? Ich soll ja € 900 für die Kinder erhalten. Werd ich die als guter Staatsbürger anständig verfrühstücken? Never ever! Und wenn man mir das Verdienstkreuz noch dazu gäbe.

Habe heite beim Edelmetallhändler meines Vertrauens einen 'sovereign' für €361 erworben (97,5% reiner Goldpreis, nur der Rest Aufschlag). Für die anderen €539 werde ich ebenfalls Metall oder Aktien kaufen. Ich bin sicher nicht der Einzige, der so agiert. Gerade wer Kinder hat, sollte Vorsorge betreiben.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Juergen
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 7. Juni 2020, 20:41
Es gibt gute Gründe anzunehmen, daß man zunächst eben auf Urlaubsreisen, Gaststättenbesuche und große Einkäufe verzichtet, weil die Lage unsicher ist.
Naja. Für die ersten beiden Dinge (Urlausreisen und Gaststättenbesuch) mag das vielleicht stimmen. Ansonsten merkt man eine hohe Nachfrage nach: Fahrrädern, Trampolinen, Schwimmingpools etc. Es scheint, daß das Geld, das nun nicht für die Urlaubsreise eingesetzt wird, für den Urlaub zu Hause ausgegeben wird. – Mit und ohne Konjukturpaket.
Gruß Jürgen

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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Pius PP »

Ich prognostiziere, dass im Einzelhandel die Preise am 30.06.2020 identisch sein werden mit denen am 01.07.2020.

Ich wüsste nicht, auf Grund welcher Rechtslage z. B. der Handel gezwungen sein sollte, seine Endverbraucherpreise anzupassen.

Im B2B Bereich ist das eh egal.
Ich glaube an Gott, liebe die Kirche, leide wegen ihres Schicksals, will ihr dienen, jedoch nicht um den Preis der Anpassung, um diesen schrecklichen Preis, den die Kirchenleitung bezahlt und den zu bezahlen man auch mir anbietet.
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Edi
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Edi »

Pius PP hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 16:11
Ich prognostiziere, dass im Einzelhandel die Preise am 30.06.2020 identisch sein werden mit denen am 01.07.2020.

Ich wüsste nicht, auf Grund welcher Rechtslage z. B. der Handel gezwungen sein sollte, seine Endverbraucherpreise anzupassen.

Im B2B Bereich ist das eh egal.
Ich war heute in einem kleinen Naturkostladen, ca. 120 qm. Der hat auf Nachfrage ca. 2000 Artikel. 2-3 Aushilfen. Der kann niemals alle Preise umzeichnen, erst recht nicht über Nacht. Der Inhaber sagte mir, er wolle evt. 1% Rabatt an der Kasse geben (genau gerechnet wären es 1,9 %), er wisse aber nicht ob und wie das technisch gehe und ob er den Rabatt vielleicht sogar jedes mal eintippen müsste.
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Edi hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 16:22
Ich war heute in einem kleinen Naturkostladen, ca. 120 qm. Der hat auf Nachfrage ca. 2000 Artikel. 2-3 Aushilfen. Der kann niemals alle Preise umzeichnen, erst recht nicht über Nacht. Der Inhaber sagte mir, er wolle evt. 1% Rabatt an der Kasse geben (genau gerechnet wären es 1,9 %), er wisse aber nicht ob und wie das technisch gehe und ob er den Rabatt vielleicht sogar jedes mal eintippen müsste.
Real-Märkte haben – je nach Größe – bis zu 80.000 Artikel…
Gruß Jürgen

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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Siard »

Schlagt vor Österreich zu folgen.
Normal: 20%, ermäßigt: 10%, Direktvermarktung: 12,5%
Ach ja, hier gibt es keine Senkung.

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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Siard hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 17:52
Schlagt vor Österreich zu folgen.
Normal: 20%, ermäßigt: 10%, Direktvermarktung: 12,5%
… und als „Einfuhrumsatzsteuer“ 11% für Waren aus der DDR :tuete:
Gruß Jürgen

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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Edi »

Juergen hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 17:13
Edi hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 16:22
Ich war heute in einem kleinen Naturkostladen, ca. 120 qm. Der hat auf Nachfrage ca. 2000 Artikel. 2-3 Aushilfen. Der kann niemals alle Preise umzeichnen, erst recht nicht über Nacht. Der Inhaber sagte mir, er wolle evt. 1% Rabatt an der Kasse geben (genau gerechnet wären es 1,9 %), er wisse aber nicht ob und wie das technisch gehe und ob er den Rabatt vielleicht sogar jedes mal eintippen müsste.
Real-Märkte haben – je nach Größe – bis zu 80.000 Artikel…
Ein Softwaremensch sagte mir heute, es gäbe vom Finanzministerium noch keine Ausführungsverordnung und die Zeit zur Umstellung sei in dem Fall viel zu kurz. Die Softwarefirma würde erst alle Kunden anschreiben und eine pauschale Lösung gebe es auch nicht, da jeder Kunde eine eigene Konfiguration der Warenwirtschaftssoftware habe. Der Programmierer der Firma sei bis nächste Woche im Urlaub und wisse noch gar nichts von seinem "Glück".
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Siard »

Edi hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 18:53
Ein Softwaremensch sagte mir heute, es gäbe vom Finanzministerium noch keine Ausführungsverordnung und die Zeit zur Umstellung sei in dem Fall viel zu kurz.
Typisch! Wenn es Politikern nur darum geht, gut auszusehen. Nicht nur in der BRD.

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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Juergen »

Edi hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 18:53
Ein Softwaremensch sagte mir heute, es gäbe vom Finanzministerium noch keine Ausführungsverordnung und die Zeit zur Umstellung sei in dem Fall viel zu kurz…
Unsere Orgaabteilung in der Zentrale wird sicher noch ein passendes Orgatelegramm (OT) oder eine Ablaufbeschreibung (ALB) herausgeben. Ich habe seit heute Mittag 13:00 Uhr erstmal Urlaub und muß erst am 26. Juni – also noch vor der Umstellung – wieder arbeiten.
…sofern es dann real noch gibt.

Gut haben es die Einzelhändler, die bereits elektronische RPA haben. Das sind diese LCD-Schilder am Regal. Hier in Paderborn kenne ich das von Saturn und REWE in einigen Märkten.
Gruß Jürgen

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Caviteño
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Caviteño »

Die befristete Senkung der Umsatzsteuer ist ja nur ein Teil der gesamten Maßnahmen, die ergriffen werden. Alle Vorhaben sind hier aufgeführt:

https://www.bundesfinanzministerium.de/ ... onFile&v=9

Da kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß jeder, der "hier" schrie bei der Sitzung des Koalitionsausschusses, mit Mrden bedacht wurde, z.B.:
- Stärkung der Kulturinfrastruktur - 1 Mrde €
- nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder (0,7 Mrden €)
- Erhöhung des Bundesanteils bei den Kommunen bei den Kosten der Zusatzversorgungssystemen der DDR (340 Mio €)
- Prämie für KMU für neuabgeschlossene Ausbildungsverträge von 2.000 oder 3.000 € - 0,5 Mrden €)
- Ladestelleninfrastruktur = 2,5 Mrden €
- Sofortprogramm "Saubere Schiffe" - 1 Mrde €
- wenn Schiffe, dann auch Flugzeuge - 1 Mrde €
- bei der öffentl. Verwaltung werden folgende Programme aufgesetzt: Registermodernisierung und Online-Zugangs-Gesetz (3 Mrden €),
- 3 Mrden für den "Compact with Africa"....
- Investitionsförderprogramm für den Stallumbau (wg. Umsetzung des Kastenstandurteils) - 0,3 Mrden €
usw. usf.

Die Aufstellung liest sich wie ein Wunschzettel aller Lobbygruppen und man muß dann auch fragen, warum es Covid19 bedurfte, um sie umzusetzen. Das Geld ist ja nicht plötzlich vom Himmel gefallen, sondern wird gedruckt. Das hätte man auch schon früher machen können.

Offensichtlich glaubt man wohl, durch die gewaltige Höhe der "Investitionen" das Virus bekämpfesen zu können oder man gefiel sich in der Rolle des Weihnachtsmannes.

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Siard
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Re: Umsatzsteuersenkung der Bundesregierung

Beitrag von Siard »

Caviteño hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 21:06
- 3 Mrden für den "Compact with Africa"....
Weil es im Land ja keine Leute gibt, die ihre Arbeit verloren haben und kaum über die Runden kommen können.
Caviteño hat geschrieben:
Montag 8. Juni 2020, 21:06
Das Geld ist ja nicht plötzlich vom Himmel gefallen, sondern wird gedruckt.
Es wird getippt, nicht gedruckt. Eine physische Form des Geldes ist nicht (mehr) notwendig.

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