Sea-Watch 3 / Carola Rackete

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Vinzenz Ferrer
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Mittwoch 3. Juli 2019, 15:25

Ich mag die "Zeit" nicht besonders, aber immerhin spricht die Wochenzeitung
auch vom "Rammen":
Gleich zweimal nämlich hatte sich Rackete in den vergangenen Tagen den italienischen Anweisungen widersetzt: zunächst am Mittwoch, als sie, zwei Wochen nach der Rettung von 53 Menschen vor Libyens Küste, in die italienischen Hoheitsgewässer steuerte, und dann in der Nacht auf Samstag, als sie in den Hafen Lampedusas einfuhr und beim Anlegemanöver am Kai ein Boot der italienischen Finanzpolizei rammte.
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... ni-italien

Auch die eigentlichen Vorwürfe werden unverfälscht aufgelistet:
Gehorsamsverweigerung gegenüber einem Kriegsschiff, Gewalt- oder Widerstandsakte gegen ein Kriegsschiff, verbotswidrige Navigation in italienischen Hoheitsgewässern, dazu noch Begünstigung der illegalen Einwanderung: Dies sind die Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft vorbringt gegen die Kapitänin der Sea-Watch 3, des unter niederländischer Flagge fahrenden Schiffs der deutschen NGO gleichen Namens, das am Samstag mit 40 Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa eingelaufen war – unter Missachtung aller Verbote.
Zuletzt geändert von Vinzenz Ferrer am Mittwoch 3. Juli 2019, 15:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Vinzenz Ferrer
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Mittwoch 3. Juli 2019, 15:42

Denn Salvini weiß die klare Mehrheit der Italiener auf seiner Seite. In der vergangenen Woche sprachen sich in einer Meinungsumfrage nur 33 Prozent für die Aufnahme der Sea-Watch-Flüchtlinge aus, 61 Prozent waren dagegen. Und unter Salvinis Lega-Wählern erreichte dieser Wert gar 93 Prozent.
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... en/seite-2

8)
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Juergen » Mittwoch 3. Juli 2019, 16:32

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 14:59
Jetzt ist die Kapitänin abgetaucht! :glubsch:
Das war doch zu erwarten. :achselzuck:
Gruß
Jürgen
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 3. Juli 2019, 16:34

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 15:42
Denn Salvini weiß die klare Mehrheit der Italiener auf seiner Seite. In der vergangenen Woche sprachen sich in einer Meinungsumfrage nur 33 Prozent für die Aufnahme der Sea-Watch-Flüchtlinge aus, 61 Prozent waren dagegen. Und unter Salvinis Lega-Wählern erreichte dieser Wert gar 93 Prozent.
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... en/seite-2

8)
Das dürfte auch der Grund sein, warum Salvini erfolgreich ist. Der Trend zeigt sich in vielen Staaten Europas. Parteien, die eine harte Migrationslinie fahren, gewinnen hinzu, selbst wenn sie vorher eine andere Meinung vertreten haben (s. Dänemark).

Ich bin gespannt, wie sich die Union positionieren wird, wenn Merkel nicht mehr zur Wahl steht und der Trend nach unten zeigt...

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Christian » Mittwoch 3. Juli 2019, 20:08

Afrika hat als Kontinent alle Chancen und es wäre wichtig gewesen diese in der Vergangeheit zu nutzen. China kauft sich dort mit billigen aber fordernen Krediten ein. Europa war, ist und bleibt als sog. Gemeinschaft handlungsunfähig. Mir schwebt ein deutscher Marschallplan für Afrika vor. Wir müssen vor Ort Wohlstand schaffen eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Wer in Arbeit und Brot steht flieht nicht das Potential ist dort hoch.

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 3. Juli 2019, 21:39

Christian hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 20:08
Afrika hat als Kontinent alle Chancen und es wäre wichtig gewesen diese in der Vergangeheit zu nutzen. China kauft sich dort mit billigen aber fordernen Krediten ein. Europa war, ist und bleibt als sog. Gemeinschaft handlungsunfähig. Mir schwebt ein deutscher Marschallplan für Afrika vor. Wir müssen vor Ort Wohlstand schaffen eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Wer in Arbeit und Brot steht flieht nicht das Potential ist dort hoch.
Ich glaube da überschätzst Du die Möglichkeiten von "Europa".
Wer soll denn dort investieren? In China ist das relativ einfach - da investieren "Private" mit Rückendeckung des Staates, der dann auch die Bedingungen diktiert.
Warum investiert denn kaum ein Unternehmer in Afrika? Unsichere Rechts- und Eigentumsverhältnisse, korrupte oder unfähige Regierungen und wie sieht es mit dem Bildungsstand der Arbeiter aus? Die Chinesen bringen einen großen Teil ihrer Arbeiter mit, bieten kaum Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung. Warum wohl?!

Welches "kapitalistische" Unternehmen - egal ob aus den USA oder der Europa soll denn unter diesen Bedingungen dort höhere Beträge (= dreistellige Millionenbeträge) investieren? Einen Teil der Investitionssumme müßte man sofort in irgendwelche Steueroasen überweisen - als Bestechungsgelder. Die sind zwar nicht erlaubt, aber ohne "speed money" oder "Beratungshonorar" läuft da nichts.
Haben Daimler oder BMW Produktionsstätten in Afrika? An den Lohnkosten kann es nicht liegen, wenn z.B. BMW einen Teil seiner in den USA gefertigten Autos nach China exportiert.

Warum haben die "global player" denn dort allenfalls Verkaufsstellen, evtl. noch Produktionsbetriebe auf kleinem Niveau? Die würden doch auch die -angeblich- guten Konditionen bei Löhnen usw. nutzen, wenn es sich "rechnen" würde.

Es liegt also an den unsicheren Rechtsverhältnissen dort, daß sich die global players mit Investitionen zurückhalten. Die können aber von der EU nicht geändert werden.

Der erste Schritt wäre daher nicht ein Marshall-Plan, sondern die Öffnung für Produkte aus diesen Ländern - nicht nur bei den Zöllen und Marktordnungen, auch in den Köpfen der deutschen Verbraucher. Wenn aber von den gleichen Apologeten, die den Verzehr von Erdbeeren im Winter als "umwelt- und klimafeindlich" geißeln, die Entwicklung von Afrika gefordert wird, dann fragt man sich, ob diese Personen eigentlich von 12:00 Uhr bis Mittags denken können.

Blumen aus Kenia, Gemüse aus Swasiland, Mangos und Ananas von der Elfenbeinküste oder auch Spargel aus ??. Sie müssen dann auf dem deutschen Markt verfügbar sein, wenn es an lokalen Gemüsen nur Kohl gibt - das wären "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen" für die dortige Bevölkerung.
Es geht nur über Edelprodukte bei Obst und Gemüse. Hirse und Sojabohnen mögen zwar auch hier einige Abnehmer finden, aber damit läßt sich kein Geld verdienen.
Wenn der Verzehr von Erdbeeren im Advent, Kirschen zu Weihnachten und Spargel zu Neujahr als Teil der Entwicklungshilfe und nicht als "Klimaproblem" begriffen wird, kann es auch in Afrika mehr Arbeitsplätze geben.

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Christian » Mittwoch 3. Juli 2019, 21:46

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 21:39


Der erste Schritt wäre daher nicht ein Marshall-Plan, sondern die Öffnung für Produkte aus diesen Ländern - nicht nur bei den Zöllen und Marktordnungen, auch in den Köpfen der deutschen Verbraucher. Wenn aber von den gleichen Apologeten, die den Verzehr von Erdbeeren im Winter als "umwelt- und klimafeindlich" geißeln, die Entwicklung von Afrika gefordert wird, dann fragt man sich, ob diese Personen eigentlich von 12:00 Uhr bis Mittags denken können.

Blumen aus Kenia, Gemüse aus Swasiland, Mangos und Ananas von der Elfenbeinküste oder auch Spargel aus ??. Sie müssen dann auf dem deutschen Markt verfügbar sein, wenn es an lokalen Gemüsen nur Kohl gibt - das wären "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen" für die dortige Bevölkerung.
Es geht nur über Edelprodukte bei Obst und Gemüse. Hirse und Sojabohnen mögen zwar auch hier einige Abnehmer finden, aber damit läßt sich kein Geld verdienen.
Wenn der Verzehr von Erdbeeren im Advent, Kirschen zu Weihnachten und Spargel zu Neujahr als Teil der Entwicklungshilfe und nicht als "Klimaproblem" begriffen wird, kann es auch in Afrika mehr Arbeitsplätze geben.
So ähnlich stelle ich mir das vor.

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Freitag 5. Juli 2019, 13:16

SPON: Rettungsschiff "Alan Kurdi" nimmt 65 Flüchtlinge an Bord
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 75943.html

Tja,...
Sea-Watch 3 hat die Blaupause geliefert.
Happy Schlepping! :vogel:
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Freitag 5. Juli 2019, 13:58

Christian hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 20:08
Afrika hat als Kontinent alle Chancen und es wäre wichtig gewesen diese in der Vergangeheit zu nutzen. China kauft sich dort mit billigen aber fordernen Krediten ein.
China macht es vor: Anstatt Entwicklungshilfe, in Afrika investieren.
Christian hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 20:08
Europa war, ist und bleibt als sog. Gemeinschaft handlungsunfähig.
Du meist wahrscheinlich die EU.
Christian hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 20:08
Mir schwebt ein deutscher Marschallplan für Afrika vor. Wir müssen vor Ort Wohlstand schaffen eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.
Bitte nicht verheben! Bitte keine deutsche Weltbeglückung!
Wie wäre es denn, wenn wir erstmal in Deutschland Wohlstand schaffen?!
Christian hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 20:08
Wer in Arbeit und Brot steht flieht nicht das Potential ist dort hoch.
Nein, die, die fliehen, gehören zu den Wohlhabenderen. Mit steigenden Wohlstand werden sich mehr auf den Weg machen und ihre Länder verlassen.
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Caviteño » Freitag 5. Juli 2019, 14:25

Mit der Problematik der Seenot-Rettung beschäftigt sich auch dieser Artikel:

Die halbe Wahrheit

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Freitag 5. Juli 2019, 14:27

Tinius hat geschrieben:
Dienstag 2. Juli 2019, 20:59
[...]
ich nerv mal wieder bisschen: meine bescheidene Ansicht ist, dass eine Seeblockade der nordafrikanischen Küste erfolgen muss. Jedes Boot, das aufgbracht wird, wird in einen nordafrikanischen Hafen zurückgebracht.
Erst wenn das funktioniert, wird den Schleppern die Geschäftsgrundlage entzogen.
Die Sicherung Europas muss an der Küste Afrikas beginnen. Von afrikanischen Kräften.
Die Seeblockade muss es zusätzlich geben.
Mit Drohnenunterstützung.
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Freitag 5. Juli 2019, 14:33

Die neuste Wendung im Fall Rackete:
"Anwalt von Rackete kündigt Verleumdungsklage gegen Salvini an"
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76003.html
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Juergen » Freitag 5. Juli 2019, 19:29

Was heute der Tagesschau wichtig ist:
Bild
Screenshot von hier: https://www1.wdr.de/fernsehen/aktuelle- ... index.html
Gruß
Jürgen
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Caviteño » Freitag 5. Juli 2019, 20:36

Juergen hat geschrieben:
Freitag 5. Juli 2019, 19:29
Was heute der Tagesschau wichtig ist:
Wie?
Heute mal kein "Klima"? Sind die Leute oder die Journalisten des Themas müde? Bedenklich, wo doch in wenigen Jahren die Welt untergeht, wenn "wir" nichts tun....

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Hubertus
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Hubertus » Samstag 6. Juli 2019, 09:36

Interessantes Interview mit einer Völkerrechtlerin (auch in der "TAZ" erschienen):

Daraus:
Völkerrechtlerin Nele Matz-Lück hat geschrieben:Es gibt zwar eine Rettungspflicht auf See, aber es gibt keine Aufnahmepflicht der Küstenstaaten.
Daraufhin auf ausdrückliche Nachfrage:
Frage: Es gibt doch aber das Recht auf einen Nothafen?

Antwort: Ja, aber dieses Recht ist eng begrenzt. Es gilt nur, wenn das rettende Schiff nun selbst in Seenot ist, zum Beispiel weil es so überladen ist, dass es beim aufkommenden Sturm zu kentern droht.
Ein entscheidendes Detail, das gerne von den NGOs ausgelassen wird, wenn es heißt, man sei verpflichtet, den nächsten sicheren Hafen anzusteuern.

Sie bestätigt zudem, daß es durchaus gesetzlich möglich ist, "humanitär motivierte Hilfe bei der illegalen Einreise" strafrechtlich zu verfolgen, selbst wenn die illegal Eingereisten später Asyl gekommen sollten.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Caviteño » Samstag 6. Juli 2019, 15:03

Hubertus hat geschrieben:
Samstag 6. Juli 2019, 09:36
Interessantes Interview mit einer Völkerrechtlerin (auch in der "TAZ" erschienen):

Daraus:
Völkerrechtlerin Nele Matz-Lück hat geschrieben:Es gibt zwar eine Rettungspflicht auf See, aber es gibt keine Aufnahmepflicht der Küstenstaaten.
Daraufhin auf ausdrückliche Nachfrage:
Frage: Es gibt doch aber das Recht auf einen Nothafen?

Antwort: Ja, aber dieses Recht ist eng begrenzt. Es gilt nur, wenn das rettende Schiff nun selbst in Seenot ist, zum Beispiel weil es so überladen ist, dass es beim aufkommenden Sturm zu kentern droht.
Ein entscheidendes Detail, das gerne von den NGOs ausgelassen wird, wenn es heißt, man sei verpflichtet, den nächsten sicheren Hafen anzusteuern.
Im vorliegenden Fall hatte sogar die Europ. Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) über einen Eilantrag so entschieden:

EGMR lehnt Eilantrag ab - Kein Hafen für die "Sea-Watch 3"

aus der Begründung:
Bislang konnten elf Migranten unter anderem wegen ihres Gesundheitszustandes das Schiff verlassen. Darauf verwies der EGMR in der Begründung der Entscheidung: An Bord gebe es derzeit keine Menschen mehr, die auf dem Schiff gefährdet seien. Deswegen gebe es derzeit keinen Grund für die Anwendung der Maßnahmen.
IT hat sich korrekt verhalten, selbst wenn es der Bundesregierung offensichtlich nicht paßt. Deswegen hat Seehofer beim nächsten Fall schon erklärt, daß D. einen Teil der "Flüchtlinge" übernehmen würde.


Zuspitzung auf der "Alan Kurdi" Seehofer würde Flüchtlinge aufnehmen

Wie man so die Probleme lösen will, kann ich nicht sehen. So werden immer mehr Menschen auf die Schlauchboote getrieben, auch aus Angst, daß die EU plötzlich das Verfahren ändert.

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Juergen » Sonntag 7. Juli 2019, 15:21

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Freitag 5. Juli 2019, 13:16

Tja,...
Sea-Watch 3 hat die Blaupause geliefert.
Happy Schlepping! :vogel:

So ist es.
Niemand will die «Alan Kurdi»
Malta schließt seinen Hafen für deutsches Rettungsschiff

Seit Tagen sucht das deutsche Rettungsschiff «Alan Kurdi» einen sicheren Hafen für 65 Migranten. Jetzt hoffen die Helfer auf Malta. Trotz eines Verbots. Und beginnen schon mal mit der Integration.
Zuletzt geändert von Hubertus am Sonntag 7. Juli 2019, 16:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Überlanges Zitat wg. urheberrechtlicher Bedenken gekürzt.
Gruß
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Hubertus » Sonntag 7. Juli 2019, 16:46

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Juergen » Sonntag 7. Juli 2019, 16:54

…An Bord fingen die Helfer schon mal mit die Integration der Migranten an: «Für die Geretteten gibt es erste Deutschstunden», sagte Isler.…
Bisher weiß keiner, in welchem Land die Migranten mal landen werden, aber man bringt ihnen vorsorglich schonmal Deutsch bei. :roll: Da scheint doch dann Salvinis Idee, die Migranten schnurstracks per Bus in die deutsche Botschaft in Rom zu fahren, ja schon prophetische Züge zu haben.
Gruß
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Sonntag 7. Juli 2019, 17:10

Guter Artikel! :klatsch:
Danke, Hubertus! :ikb_thumbsup:
Der eidgenössische und damit erfrischend andere Blick auf die Misere der "Bunten" Republik Deutschland...
Solche Beiträge werden hier aber von den bundesdeutschen Edelfedern als "rechtspopulistisch" kategorisiert.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Juergen » Sonntag 7. Juli 2019, 19:04

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 7. Juli 2019, 16:54
…An Bord fingen die Helfer schon mal mit die Integration der Migranten an: «Für die Geretteten gibt es erste Deutschstunden», sagte Isler.…
Bisher weiß keiner, in welchem Land die Migranten mal landen werden, aber man bringt ihnen vorsorglich schonmal Deutsch bei. :roll: Da scheint doch dann Salvinis Idee, die Migranten schnurstracks per Bus in die deutsche Botschaft in Rom zu fahren, ja schon prophetische Züge zu haben.
Erleichterung auf Rettungsschiff
Malta lässt "Alan Kurdi"-Migranten an Land

Malta will alle 65 Migranten an Bord des deutschen Rettungsschiffes "Alan Kurdi" an Land lassen. Die Menschen sollen auf andere europäische Länder verteilt werden. Zuvor hatte es Gespräche mit der EU-Kommission und Deutschland gegeben.

Die maltesischen Behörden teilten mit, außerdem sei eine Vereinbarung erzielt worden, dass EU-Länder die Hälfte von 58 Migranten aufnehmen werden, die von der maltesischen Marine aus dem Mittelmeer gerettet worden seien. Deutschland habe angeboten von jedem der beiden Schiffe jeweils 15 bis 20 Menschen aufzunehmen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin.

Wolle ma se reinlasse? – Narrhallamarsch!
Gruß
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Montag 8. Juli 2019, 10:54

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 7. Juli 2019, 19:04
Wolle ma se reinlasse? – Narrhallamarsch!
Narrenschiff :narr:
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Niels » Montag 8. Juli 2019, 11:47

Kollektive Irrenanstalt?
Bild
Surrexit Christus spes mea

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Edi » Montag 8. Juli 2019, 12:01

"Die vielbeschworene Armutsmigration nach Europa ist also ein Mythos."

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76011.html
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Montag 8. Juli 2019, 12:10

SPIEGEL ONLINE: Wer schafft es in der Regel von Afrika nach Europa?

Klingholz: Diese Menschen sind überwiegend zwischen 20 und 30 Jahre alt, meist männlich, vergleichsweise gut gebildet - und nicht arm. Die Leute in den meisten armen Ländern Afrikas, die gern auswandern würden, können sich das nämlich gar nicht leisten. Man muss erst mal zum Mittelstand gehören, um das Wissen anzuhäufen, die Netzwerke zu knüpfen und das nötige Geld zu beschaffen. Die vielbeschworene Armutsmigration nach Europa ist also ein Mythos.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76011.html
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Caviteño » Montag 8. Juli 2019, 14:04

Edi hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 12:01
"Die vielbeschworene Armutsmigration nach Europa ist also ein Mythos."

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76011.html
Schön, daß der Spiegel jetzt das bestätigt, was ich schon vor vier Jahren hier gepostet habe:
Caviteño hat geschrieben: Im Endeffekt sind es nicht die Ärmsten der Armen die kommen, sondern die Mittelschicht, die eigentlich für den Aufbau ihres Landes gebraucht würde.
https://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=6 ... ht#p755061

Ich bin mal gespannt, wann der Mythos fällt, daß die Schwachen und Hilfsbedürftigen kamen bzw. kommen. Es sind/waren die Starken und Gesunden, die 2015 kamen - die Schwachen und Kranken mußten weiterhin in den Lagern in der Türkei bleiben. Es war eben keine "humanitäre Maßnahme" - dann hätte man in den Lagern eine Auswahl treffen müssen.

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Juergen » Montag 8. Juli 2019, 14:07

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 12:10
SPIEGEL ONLINE: Wer schafft es in der Regel von Afrika nach Europa?

Klingholz: Diese Menschen sind überwiegend zwischen 20 und 30 Jahre alt, meist männlich, vergleichsweise gut gebildet - und nicht arm. Die Leute in den meisten armen Ländern Afrikas, die gern auswandern würden, können sich das nämlich gar nicht leisten. Man muss erst mal zum Mittelstand gehören, um das Wissen anzuhäufen, die Netzwerke zu knüpfen und das nötige Geld zu beschaffen. Die vielbeschworene Armutsmigration nach Europa ist also ein Mythos.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76011.html
Die Frage ist doch: Wer ist arm?
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von ar26 » Montag 8. Juli 2019, 23:59

Juergen hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 14:07
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 12:10
SPIEGEL ONLINE: Wer schafft es in der Regel von Afrika nach Europa?

Klingholz: Diese Menschen sind überwiegend zwischen 20 und 30 Jahre alt, meist männlich, vergleichsweise gut gebildet - und nicht arm. Die Leute in den meisten armen Ländern Afrikas, die gern auswandern würden, können sich das nämlich gar nicht leisten. Man muss erst mal zum Mittelstand gehören, um das Wissen anzuhäufen, die Netzwerke zu knüpfen und das nötige Geld zu beschaffen. Die vielbeschworene Armutsmigration nach Europa ist also ein Mythos.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 76011.html
Die Frage ist doch: Wer ist arm?
In dem konkreten Fall all jene, die sich den Versuch der Überfahrt nach Europa eben nicht leisten können. Armut ist eben relativ. Im Vergleich zu Bill Gates ist Donald Trump auch arm, im Vergleich zu mir keinesfalls.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Hubertus » Samstag 13. Juli 2019, 11:54

Bahnt sich eine neue Migrationswelle an?

"SEENOTRETTUNG IM MITTELMEER : Maas kündigt deutsche Initiative bei Verteilung von Flüchtlingen an"

Daraus:
Deutschland sei bereit, „einen substanziellen Beitrag zu leisten und zu garantieren, immer ein festes Kontingent an Geretteten zu übernehmen“
Solche Einlassungen könnten durchaus als Pull-Faktor beim Thema Migration dienen. Parallelen zu 2015 drängen sich auf, als Deutschland ebenfalls mit seiner Migrationshaltung europäische Nachbarn vor den Kopf stieß.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Juergen » Samstag 13. Juli 2019, 12:29

Hubertus hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 11:54
Daraus:
Deutschland sei bereit, „einen substanziellen Beitrag zu leisten und zu garantieren, immer ein festes Kontingent an Geretteten zu übernehmen“

Was heißt in dem Zusammenhang „Kontingent“?

„Wir nehmen eine Anzahl von X Migranten pro Jahr auf“
oder
„Von den Rübergeschipperten nehmen wir – egal wie viele es sind – X % auf“

:hmm:
Gruß
Jürgen
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Osthugo
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Osthugo » Samstag 13. Juli 2019, 13:02

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 1. Juli 2019, 13:29
Wenn die Gutmenschen-Sekte es schafft, innerhalb von 24h über eine Million Euro über Spenden aufzutreiben, kann man Leuten wie Rackete mit Geldstrafen dann nicht mehr beikommen. Die Spender leisten somit Schützenhilfe für den Rechtsbruch.
Glaubwürdiger wäre es, wenn die edlen Spender einen dieser „Flüchtlinge“ bei sich zu Haus aufnähmen, ihn verköstigten und für alle weiteren anfallenden Kosten aufkämen. So hat es halt arg das schale „Gschmäckle“ des Linkspopulismus. :daumen-runter:

Caviteño
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Re: Sea-Watch 3 / Carola Rackete

Beitrag von Caviteño » Samstag 13. Juli 2019, 13:26

Juergen hat geschrieben:
Samstag 13. Juli 2019, 12:29

Was heißt in dem Zusammenhang „Kontingent“?

„Wir nehmen eine Anzahl von X Migranten pro Jahr auf“
oder
„Von den Rübergeschipperten nehmen wir – egal wie viele es sind – X % auf“

:hmm:
Natürlich die zweite Alternative.
Für die Bundesregierung wäre eine feste Anzahl keine Alternative, denn was passiert, wenn plötzlich die "Fluchtbewegung" ansteigt? Wo soll dann der Rest untergebracht werden?

Natürlich ist sind die Äußerungen von Maas ein ganz wesentlicher pull-faktor. 2015 wurde der Ansturm ausgelöst, weil man für Syrer die Regeln von Dublin außer Kraft setzte - es sollte keine Rückführung in das erste Land erfolgen, in dem der "Flüchtling" den Bereich der EU betreten hatte.
Jetzt erklärt man sich bereit, jeden "Geretteten" aufzunehmen, der quotenmäßig zugeteilt wird. Bis zur Einführung eines shuttle-Services mit anschließendem Charterflug nach D. ist es dann nur noch ein kurzer Schritt.

Wie es anders geht, zeigt Dänemark:
Schon mehr als 60 Verschärfungen des Asylrechts hat die derzeitige Regierung seit 2015 veranlasst.
Erst im Dezember wurden die Grenzkontrollen weiter verschärft, und das Land stieg sogar aus dem UNHCR-Programm zur Flüchtlingsverteilung aus, weil es 500 Flüchtlinge pro Jahr aufnehmen sollte.
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... affen.html

Bei dieser Einstellung dürfte Berlin Schwierigkeiten haben, sein "Gutmenschentum" in anderen Staaten durchzusetzen. Dann wird es -wie beim Klima- heißen: "Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen....".

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