"Veggie-Day": donnerstags fleischlos

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ad-fontes
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"Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 6. Juli 2011, 14:42

Linke, implizit antikirchliche Agitprop nimmt neue Formen an und wird bereits in Kommunen als Beschlußvorlage diskutiert und in Mensen praktiziert:

http://www.veggiday.de/

http://www.donnerstag-veggietag.de/start.html

http://www.studentenwerk.uni-freiburg.d ... e-day/15/
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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anneke6
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 6. Juli 2011, 14:43

Paul McCartney hatte mal einen fleischlosen Montag vorgeschlagen.
Der Freitag ist in Vergessenheit geraten…
???

civilisation
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von civilisation » Mittwoch 6. Juli 2011, 14:47

Das ist Diskriminierung der Fleischesser. Man sollte den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einschalten.


Aber offenbar braucht heutzutage jeder seinen eigenen Götzen, und dem will er mit Macht zur alleinglückseligmachenden Herrschaft verhelfen. :roll:

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cantus planus
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 6. Juli 2011, 14:50

Ich würde es da wie der jüngst verstorbene Otto von Habsburg halten, der jedes Jahr eine Zigarette rauchte: am Weltnichtrauchertag.
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von HeGe » Mittwoch 6. Juli 2011, 14:57

cantus planus hat geschrieben:Ich würde es da wie der jüngst verstorbene Otto von Habsburg halten, der jedes Jahr eine Zigarette rauchte: am Weltnichtrauchertag.
Der Mann wird mir immer sympathischer. :klatsch:
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Marion
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Marion » Mittwoch 6. Juli 2011, 15:18

ad-fontes hat geschrieben:Linke, implizit antikirchliche Agitprop nimmt neue Formen an und wird bereits in Kommunen als Beschlußvorlage diskutiert und in Mensen praktiziert:

http://www.veggiday.de/
Warum sind auf der Homepage oben im Banner 2 Kirchtürme abgebildet, wollen die etwa einen christlichen Eindruck erwecken?
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ad-fontes
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 6. Juli 2011, 19:27

Soll man jetzt froh sein, daß sie sich den Donnerstag auserkoren haben und nicht den Mittwoch oder den Freitag oder nicht? :hmm:

Wir verzichten (mittwochs und) freitags ja nicht wegen der Rinder-Pupse aufs Fleisch, sondern wegen (des Verrats des Judas) und der Passion des Herrn.


Wollen sie uns zur Übernahme jüdischer Fastentage bringen? Der Dienstag und der Donnerstag sind als reguläre Fastentage für mich jedenfalls tabu. :regel:
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ChrisCross
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von ChrisCross » Mittwoch 6. Juli 2011, 19:53

Der "Veggiday" richtet sich an folgende Zielgruppen und will... Für Verbraucher ein Ritual schaffen (analog zu "freitags Fisch"), das Gewohnheiten in Frage stellt und in der Folge zu einem nachhaltigen und (klima)bewussten Konsumverhalten führt.
Da hätte man auch gleich den Freitag nehmen können. Die Kirche müsste dann nurnoch den grund des fastens besser erklären und bekennen und schon hätte man ein Problem weniger. Den Donnerstag allerdings als Ersatzritual einzuführen, ist entweder grob uninformiert oder antikirchlich motiviert.
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taddeo
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von taddeo » Mittwoch 6. Juli 2011, 20:41

Als mein persönliches Protest-Posting gegen diesen "Veggiday"-Schwachsinn darf ich hier auf folgenden, hochinteressanten Blogeintrag hinweisen - auch wenn der genausogut im Rezepte-Strang stehen könnte. Pflanzen kann man auch dann essen, wenn sie schon durch ein Viech durch sind:

Los Wochos oder die Erde ist keine Scheibe
In wohl jedem Beruf gibt es Gesetzmäßigkeiten, die ganz einfach nicht diskutabel sind. Man erzählt einem Metzger nicht, dass eine 18 Jahre alte Kuh ohne Weiteres essbar ist. Der Rücken nach langem Abhängen gar als rosa gebratenes Steak. Schließlich stellt ja auch niemand in Frage, ob der Papst katholisch ist. Und selbst der hat sich irgendwann von der festen Vorstellung verabschiedet, dass die Erde eine Scheibe sei (hat er doch, oder?).
...
Wer kann ernsthaft glauben, dass man das alte Fleisch einer ausgemergelten Kuh essen kann?
Vor meinem geistigen Auge sieht das so aus: Die Hüftknochen stehen dem armen Tier weit heraus, das Fell hängt wie eine Decke über die Knochen, die glashart sind und leicht splittern, die Muskeln sind zurückgebildet und überhaupt: Wie lang soll das eigentlich noch gehen, wenn das gute Tier schon mal 18 Jahre alt ist? Das Vieh hat doch jetzt eher das Gnadenbrot als den Schlachthof verdient. Dennoch, ich habe so ein Trumm bestellt, denn interessiert hat´s mich schon, was alle so toll daran finden.

So wurde also “el Txuletón”, das Kotelett aus der Hochrippe (lomo alto), 5 kg schwer und 5 cm dick, am Knochen im Leinensäckchen angeliefert. Mein Vater, der Metzgermeister, war vom Anblick des schwarz abgehangenen Stück Kuh gar nicht begeistert. Der Haustechniker, der ebenfalls in den Sack mit dem Fleisch gelinst hatte, war sich nicht sicher, ob sich die 18 Jahre nun auf das Lebensalter der Kuh oder den Todeszeitpunkt dieses Tieres bezogen haben. Denn nach dem Abhängen war das Fleisch eher schwarz als rot.

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phylax
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von phylax » Mittwoch 6. Juli 2011, 21:30

Problematisch wirds doch dann, wenn solche Initiativen irgendwann als political correct gelten und sich diejenigen,
die sich nicht dran halten wollen, rechtfertigen müssen. Dahinter steckt doch die Idee, durch alle möglichen
Vorschriften das Leben endlos zu verlängern, im Grund HYbris.
Zuletzt geändert von phylax am Mittwoch 6. Juli 2011, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
Von Gott kommt mir ein Freudenschein,/ wenn Du mich mit den Augen Dein/ gar freundlich tust anblicken

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Pit
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Pit » Mittwoch 6. Juli 2011, 21:42

Marion hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Linke, implizit antikirchliche Agitprop nimmt neue Formen an und wird bereits in Kommunen als Beschlußvorlage diskutiert und in Mensen praktiziert:

http://www.veggiday.de/
Warum sind auf der Homepage oben im Banner 2 Kirchtürme abgebildet, wollen die etwa einen christlichen Eindruck erwecken?
Weiss ich nicht, aber warum die Idee antikirchlich sein soll verstehe ich nicht.
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von taddeo » Mittwoch 6. Juli 2011, 21:47

Pit hat geschrieben:... warum die Idee antikirchlich sein soll verstehe ich nicht.
Ich schon, ich empfinde das auch so.

Da weiß man (zumindest theoretisch noch immer) genau, daß in der katholischen Kirche seit unvordenklichen Zeiten das Gebot besteht, am Freitag kein Fleisch zu essen (während der Donnerstag in vielen Gegenden ein traditioneller "Fleischtag" war, zwischen den Sonntagen) - aber man will partout nicht, daß die Erfindung irgendwie damit in Zusammenhang gebracht werden könnte.
(In Deggendorf haben sie diesen Schrott auch offiziell "eingeführt", etliche Wirtshäuser erhoffen sich dadurch wohl Zusatzeinnahmen, und m. W. machen sogar Schulen und die FH-Mensa dabei mit - von den überwiegend offiziell katholischen Stadtvätern und -müttern, die das befürwortet haben, hält sich wahrscheinlich nur ein Bruchteil daheim an das Freitagsgebot. Aber dann so einen Schwachsinn mitmachen.)

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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Pit » Mittwoch 6. Juli 2011, 21:51

ad-fontes hat geschrieben:Soll man jetzt froh sein, daß sie sich den Donnerstag auserkoren haben und nicht den Mittwoch oder den Freitag oder nicht? :hmm:

Wir verzichten (mittwochs und) freitags ja nicht wegen der Rinder-Pupse aufs Fleisch, sondern wegen (des Verrats des Judas) und der Passion des Herrn.


Wollen sie uns zur Übernahme jüdischer Fastentage bringen? Der Dienstag und der Donnerstag sind als reguläre Fastentage für mich jedenfalls tabu. :regel:
Wenn ich es richtig verstehe geht es nicht um einen zusätzlichen Fasttag (und nebenbei ist für Katholiken Fasten ja auch mehr als nur Verzicht auf Fleisch) sondern um die Haltung, mit der wir Nahrung konsumieren.
- Müssen wir jeden (!) Tag Fleisch essen?
- Müssen wir es akzeptieren, daß Tiere deswegen oft über immense Entfernungen transportiert werden, wobei nicht wenige Tiere schon den Transport nicht überleben?
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Pit » Mittwoch 6. Juli 2011, 21:56

taddeo hat geschrieben: ...
Aber dann so einen Schwachsinn mitmachen.)
ich nerv mal wieder bisschen: wenn man es so durchführte, bekäme ich auch Bauchschmerzen, denn man kann niemandem etwas aufzwingen.
Übrigens bin ich in erster Linie für eine Veränderung der Einstellung- wie man das erreicht, da gibt es verschiedene Methoden.
Interessant finde ich, daß es in Taize einen Tag in der Woche gibt, an dem die Besucher durch die Brüder darum gebeten werden, die Mahlzeiten schweigend (!) einzunehmen und viele wundern sich--weil sie jahrelang nicht mehr so bewusst gegessen haben.
Und was das Fleischverbot am Freitag betrifft:
Ist Fisch erlaubt, weil Fisch kein Fleisch ist?
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Edi
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Edi » Mittwoch 6. Juli 2011, 22:00

Ich wäre für mehrere solche Veggidays, denn schaden kann das nicht und ausserdem kann man vegetarisch viel mehr Menschen ernähren als über den Fleischkonsum.

Wenn der Hintergrund allerdings antikirchlich ist, dann halte ich das für ungut. Zudem kann man so etwas auch aus andern wie etwa auch obigen Gründen machen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Pit » Mittwoch 6. Juli 2011, 22:09

Edi hat geschrieben: ...
Wenn der Hintergrund allerdings antikirchlich ist, ...
Wenn (!) er antikirchlich ist- aber da würde ich mich nicht auf Theorien und Vermutungen verlassen, sondern auf Fakten.
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von overkott » Mittwoch 6. Juli 2011, 22:11

Der katholische Veggie-Day ist traditionell freitags.

Aber seit in Bremen freitags nicht mehr so oft Fisch gegessen wird, fastet man für den Himmel dort neuerdings donnerstags.

Aus ökumenischen Grünen kann man jetzt im Bremen nach einem Fischtag am Dienstag (wegen Omega-3-Fettsäuren), auch am Donnerstag und Freitag Veggie-Days einrichten.

Die Fleischerinnung empfiehlt allerdings für den Mittwoch und Donnerstag auch Veggie-Days mit Veggie-Steaks von vegetarisch ernährten Rindern.

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Sempre
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Sempre » Mittwoch 6. Juli 2011, 22:24

Die Welt geht unter, weil die Viecher furzen, und die Kommunisten retten uns mit einem "Veggie-Day".

Hurra, wir verblöden!
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Pit » Mittwoch 6. Juli 2011, 22:47

Sempre hat geschrieben:Die Welt geht unter, weil die Viecher furzen, und die Kommunisten retten uns mit einem "Veggie-Day".

Hurra, wir verblöden!
Gibt es einen konkreten Beleg, daß die Betreiber der HP Kommunisten sind?
Ja oder Nein?
Und was die "Viecher" betrifft:
ich nerv mal wieder bisschen: die Welt geht dadurch sicher nicht unter, aber es schadet nicht, sich Gedanken zu machen, ob man
- in NRW Fleisch von Schweinen oder Kühen aus Norddeutschland, z.B. Niedersachsen oder Schleswig-Holstein essen muss,
- im Oktober Erdbeeren essen muss oder
- ob man jeden (!) Mittag Fleisch auf dem Teller haben muss?
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von taddeo » Mittwoch 6. Juli 2011, 22:57

Sempre hat geschrieben:Die Welt geht unter, weil die Viecher furzen, und die Kommunisten retten uns mit einem "Veggie-Day".

Hurra, wir verblöden!
Es gibt soviele Rindviecher, an deren heißer Luft die Welt zugrundegehen kann - da kommt es auf die paar eßbaren Exemplare auch nicht mehr drauf an. ;D

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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Pit » Mittwoch 6. Juli 2011, 22:59

taddeo hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Die Welt geht unter, weil die Viecher furzen, und die Kommunisten retten uns mit einem "Veggie-Day".

Hurra, wir verblöden!
Es gibt soviele Rindviecher, an deren heißer Luft die Welt zugrundegehen kann - da kommt es auf die paar eßbaren Exemplare auch nicht mehr drauf an. ;D
Und trotzdem hat er mir immer noch keinen Beweis erbracht, weswegen er weiss, daß die Betreiber der HP Kommunisten sind!
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von taddeo » Mittwoch 6. Juli 2011, 23:02

Pit hat geschrieben:Und trotzdem hat er mir immer noch keinen Beweis erbracht, weswegen er weiss, daß die Betreiber der HP Kommunisten sind!
Ach komm, jetzt sei halt nicht so penetrant. Man könnt ja meinen, Du fühlst Dich persönlich angesprochen. ;D

"Kommunisten" ist halt eine Sammelbezeichnung für alles, was nicht strictissime katholisch ist. Mein Schwiegervater sagt auch über jeden, der am Sonntag mal nicht in der Kirche war "lauter Kommunisten" (zu denen er natürlich NICHT gehört :pfeif: , weil er ja immer gute Gründe hat ...).

Wenn ein Bayer über "die Preißn" schimpft, meint er ja auch alles Mögliche, und nicht nur Bewohner ehemals preußischer Territorien.
;D

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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Sempre » Mittwoch 6. Juli 2011, 23:06

Pit hat geschrieben:Gibt es einen konkreten Beleg, daß die Betreiber der HP Kommunisten sind?
Ja oder Nein?
Ja, und Fallobst-Jakobiner.

Pit hat geschrieben:Und was die "Viecher" betrifft:
ich nerv mal wieder bisschen: die Welt geht dadurch sicher nicht unter, aber es schadet nicht, sich Gedanken zu machen, ob man
- in NRW Fleisch von Schweinen oder Kühen aus Norddeutschland, z.B. Niedersachsen oder Schleswig-Holstein essen muss,
- im Oktober Erdbeeren essen muss oder
- ob man jeden (!) Mittag Fleisch auf dem Teller haben muss?
Die wollen aber nicht zum Nachdenken anregen, sondern die wollen:
Für Verbraucher ein Ritual schaffen (analog zu "freitags Fisch"), das Gewohnheiten in Frage stellt und in der Folge zu einem nachhaltigen und (klima)bewussten Konsumverhalten führt.

[...]

Rituale schaffen Gewohnheiten

Am Donnerstag soll Gemüse gegessen werden, lecker zubereitet, möglichst regionale Produkte von Bauern aus dem Umland. Die Regelmäßigkeit will Öffentlichkeit schaffen, bewusstes Essen mit Genuss und Verstand zelebrieren und eine Art bürgerschaftliches Gemeinschaftsgefühl beim "Klimaschutz der kleinen Schritte" bewirken.

Rituale prägen sich bekanntlich ein und schaffen Gewohnheiten - neue, gesunde, klimaschützende Gewohnheiten. Mit positiven Nebeneffekten für Vegetarier, Tier- und Umweltschützer.
Gruß
Sempre
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Niels » Donnerstag 7. Juli 2011, 00:09

overkott hat geschrieben:Der katholische Veggie-Day ist traditionell freitags.
:ja: :daumen-rauf:
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 7. Juli 2011, 03:50

Pit hat geschrieben: Und was die "Viecher" betrifft:
ich nerv mal wieder bisschen: die Welt geht dadurch sicher nicht unter, aber es schadet nicht, sich Gedanken zu machen, ob man
- in NRW Fleisch von Schweinen oder Kühen aus Norddeutschland, z.B. Niedersachsen oder Schleswig-Holstein essen muss,
- im Oktober Erdbeeren essen muss oder
- ob man jeden (!) Mittag Fleisch auf dem Teller haben muss?
Ich habe mir folgende Gedanken gemacht:

1. Die Produktion von Schweinen und Rindern in NRW dürfte nicht ausreichen, den Fleischkonsum der dort lebenden 17+ Mio zu decken. Außerdem, wer sollte dann die erhöhten Fleischmengen in Niedersachsen und S.-H. "vertilgen"? Sollen die Tiere gekeult werden? :nein:

2. Die im Oktober angebotenen Erdbeeren kommen überwiegend aus Staaten der sog. "Dritten Welt" und ermöglichen den dortigen Landwirten Einnahmen. Bei dem zu erwartende Hinweis auf den möglichen Anbau anderer Produkte für den lokalen Markt ist zu berücksichtigen, daß mit dem Anbau höherwertiger Früchte auch ein höherer Erlös zu erzielen ist und insofern eine Wohlstandsmehrung dort eintritt. Wir sollten nicht nur darauf achten, nur "unsere" Produkte zu verkaufen, sondern auch bereit sein, die Produkte anderer Länder zu erwerben - auch wenn dies überwiegend Nahrungsmittel sind. Das ist gelebte Solidarität. :ja:

3. Freitags muß (darf) natürlich kein Fleisch auf dem Teller sein. :neinfreu:

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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 7. Juli 2011, 15:55

Pit hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: ...
Aber dann so einen Schwachsinn mitmachen.)
ich nerv mal wieder bisschen: wenn man es so durchführte, bekäme ich auch Bauchschmerzen, denn man kann niemandem etwas aufzwingen.
Es wird einem nicht direkt aufgezwungen, sondern einfach kein Fleisch donnerstags angeboten; -das ist das perfide daran.
Pit hat geschrieben: Interessant finde ich, daß es in Taize einen Tag in der Woche gibt, an dem die Besucher durch die Brüder darum gebeten werden, die Mahlzeiten schweigend (!) einzunehmen und viele wundern sich--weil sie jahrelang nicht mehr so bewusst gegessen haben.
Und wann ist das? ...am Freitag (Essen ist zudem fleischlos, sonst nicht).
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 7. Juli 2011, 15:57

taddeo hat geschrieben:von den überwiegend offiziell katholischen Stadtvätern und -müttern, die das befürwortet haben, hält sich wahrscheinlich nur ein Bruchteil daheim an das Freitagsgebot. Aber dann so einen Schwachsinn mitmachen.)
So ähnlich dürfte es in meiner Kommune auch sein..die einzigen, die dagegen protestieren, sind die Landwirte. Von der (einst) mächtigen Katholischen Kirche hört man nichts, andererseits diese antikirchliche Maßnahme ist auch so dumm-dreist, wie die verkaufsoffenen Sonntage..wer will da schon immer nur dagegen sein und miese Laune verbreiten, von den Kirchenleuten.
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 7. Juli 2011, 16:00

Pit hat geschrieben:
Edi hat geschrieben: ...
Wenn der Hintergrund allerdings antikirchlich ist, ...
Wenn (!) er antikirchlich ist- aber da würde ich mich nicht auf Theorien und Vermutungen verlassen, sondern auf Fakten.
Dann halt akirchlich.


Im Grunde genommen vergleichbar mit dem grundsätzlichen Verzicht in Schulmensen auf Schweinefleisch wegen der muslimischen Kinder.
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Pit » Donnerstag 7. Juli 2011, 17:43

Sempre hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Gibt es einen konkreten Beleg, daß die Betreiber der HP Kommunisten sind?
Ja oder Nein?
Ja, ....
...
Gruß
Sempre
....und welchen?
Oder ist es so, daß für Sie einfach alle, die keine katholischen Traditionalisten sind, per se "Kommunisten" sind? :freude: :patsch: :vogel:
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Pit » Donnerstag 7. Juli 2011, 17:52

ad-fontes hat geschrieben: ...
Pit hat geschrieben: Interessant finde ich, daß es in Taize einen Tag in der Woche gibt, an dem die Besucher durch die Brüder darum gebeten werden, die Mahlzeiten schweigend (!) einzunehmen und viele wundern sich--weil sie jahrelang nicht mehr so bewusst gegessen haben.
Und wann ist das? ...am Freitag (Essen ist zudem fleischlos, sonst nicht).
Habe ich es behauptet?
Nein, es ist nicht der Freitag, ich kann nicht mehr sagen, an welchem Tag es war, wichtig war und ist mir auch nicht, ob das Montags oder Freitags war, sondern die Tatsache, daß man so dazu gebracht wurde, wieder bewusster zu essen.
Übrigens ist die Idee bei den Mahlzeiten zu schweigen keineswegs neu.
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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von Sempre » Donnerstag 7. Juli 2011, 20:28

Pit hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Gibt es einen konkreten Beleg, daß die Betreiber der HP Kommunisten sind?
Ja oder Nein?
Ja, ....
....und welchen?
Oder ist es so, daß für Sie einfach alle, die keine katholischen Traditionalisten sind, per se "Kommunisten" sind? :freude: :patsch: :vogel:
Sehr geehrter Herr Pit,

Nein, es verhält sich nicht so wie Sie sagen. Es gibt sogar auch Ungläubige, die keineswegs Kommunisten sind.

Kennzeichen des Kommunismus ist, dass er die Gesellschaft politisieren und die Politik ideologisieren will. Man braucht nur Veggie-Day querzulesen, um zu erkennen, dass es darum geht, dass die Menschen selbst beim Mittagstisch, das wir mit einem Gebet beginnen, in dem wir den dreifaltigen Gott preisen, über den Weltuntergang durch Vieh-Fürze nachdenken und über Möglichkeiten, diesen allein mit menschlicher Anstrengung zu verhindern.

Dazu kommt die Verpackung des ganzen, die den Anschein erwecken will, die bekannten und entlarvten Unwahrheiten und Halbwahrheiten beruhten auf wissenschaftlicher Erkenntnis.

Schließlich rühmt man sich, Stadträte davon überzeugt zu haben, so dass diese die falsche Ideologie der Bevölkerung aufzwingen, während die eigentliche Aufgabe der Stadträte gemäß demokratischen Prinzipien darin besteht, den Wählerwillen umzusetzen, und die eigentliche Aufgabe der Stadträte gemäß den Prinzipien der Kirche darin besteht, den Willen Gottes umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sempre
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: "Veggie-Day": donnerstags fleischlos

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 7. Juli 2011, 22:46

Pit hat geschrieben: Nein, es ist nicht der Freitag, ich kann nicht mehr sagen, an welchem Tag es war
Du kannst nicht mehr sagen, an welchem Tag es war, aber kannst sagen, daß es nicht der Freitag war? :achselzuck:


Ich wette 'ne Kiste Mâconnais auf Freitag, Pit!
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