Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Weltgeschehen.
Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23168
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Niels » Freitag 19. Oktober 2018, 13:42

Peti hat geschrieben:Dass die bei uns wesentlich geringer ist, darüber brauchte man nicht zu diskutieren.
Ein völlig sinnloser Satz.
Peti hat geschrieben: Dich kann er ja sowieso nicht überzeugen. Das kann man akzeptieren.
Wer ist "man"? :detektiv:
Attende Domine, et miserere, quia peccavimus tibi.

Caviteño
Beiträge: 9658
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Freitag 19. Oktober 2018, 15:35

Peti hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 13:09
Am 2. Oktober war bei uns im Ort eine Veranstaltung mit dem Bürgermeister der Gemeinde Reinsdorf im Landkreis Zwickau mit dem Thema:" Sachsen-wohin ?"
Und gerade die größere Ausländerfeindlichkeit, gefördert auch durch die AfD, war eine seiner Thesen.
Dass die bei uns wesentlich geringer ist, darüber brauchte man nicht zu diskutieren.
Beantwortet aber nicht meinen Einwand, daß es eine Frage der Definition ist, was man unter "Ausländerfeindlichkeit" subsumieren will. Darf man inzwischen den Mißstand, daß es Hunderttausende von Ausreisepflichtigen gibt, die sich illegal aufhalten, gleichwohl aber vom deutschen Steuerzahler unterstützt werden, nicht mehr benennen, weil das "ausländerfeindlich" ist?

Natürlich suchen die Parteien und Medien einen Schuldigen, warum Sachsen und andere Länder im Osten so stark vom bundesdeutschen Konsens in dieser Frage abweichen und dies auch zu deutlich anderen Wahlergebnissen führt. Die Schuld bei einer Partei zu suchen, halte ich für ausgesprochen naiv.
Warum erzielt die AfD denn im Westen keine ähnlichen Erfolge wie im Osten? Sind die Wähler im Osten "dümmer" oder "ticken" sie nur anders?

Vielleicht wollen sie keine Zustände wie in Berlin, Duisburg oder Dortmund.
Vielleicht haben sie nach 40 Jahren Indoktrination ein viel feineres Sensorium entwickelt und fühlen, daß sie "auf Linie" gebracht werden und das Regierungshandeln absegnen sollen.
Vielleicht merken sie auch, daß die Medien - wie früher - eine einheitliche Berichterstattung zu einigen Themen pflegen und Kritik daran - ebenfalls wie früher - nicht erwünscht ist.
Vielleicht können sie auch nicht nachvollziehen, daß plötzlich zig oder hundert Milliarden für "Flüchtlinge" da sind und vorher finanzielle Wünsche aus Geldmangel abgelehnt wurden.
Wenn sie dann eine andere Partei wählen, sind sie dann "ausländerfeindlich" oder sollten die Parteien, die abgewählt werden, nicht einmal darüber nachdenken, warum das so ist und eine Änderung ihrer Politik anstreben. Ein Wirtschaftsunternehmen, das dauernd Kunden an einen Konkurrenten verliert, würde jedenfalls eine neue Strategie entwickeln und falls es dann nicht funktioniert, den Vorstand in die Wüste schicken.

In Reinsdorf kann man diesen Prozeß gut nachvollziehen. Während bei den Gemeinderatswahlen 2014 die AfD überhaupt nicht antrat, wurde sie bei der BTW 2017 mit knapp 25% (2013 = 5,8%) zweitstärkste Kraft hinter der CDU (34%; in 2013 = 47,7%).

https://de.wikipedia.org/wiki/Reinsdorf ... germeister

https://www.statistik.sachsen.de/wpr_ne ... 65&p_art=2

https://www.statistik.sachsen.de/wpr_al ... 65&p_art=2

Man kann auch einmal darüber nachdenken, wer und welche Handlung für den Anstieg der AfD verantwortlich ist.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 19. Oktober 2018, 18:29

ar26 hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 10:33
Peti hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 08:38
Meiner Meinung nach fasst der katholischer Publizist Püttmann
das Strangthema gut zusammen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ka ... _id=377585

"Es fehlt glaube ich da bei den Schwestern und Brüdern,
die sich nun völlig überworfen haben mit der CDU,
der Sinn für die Kompromissnotwendigkeiten von Politik
und auch in gewisser Weise der demokratische Sinn,
als natürlich keine Politik absolut gegen Wertvorstellungen
der Bevölkerung gemacht werden kann.
Also, ein totales Abtreibungsverbot kann man einfach
in der heutigen Gesellschaft nicht mehr durchsetzen. "

Christliche Begründung eines Abtreibungsverbotes findet man in der AfD
auch kaum.
Man sorgt sich eher aus völkischen Gründen um die "Fruchtbarkeitsraten" der Frauen.
Püttmann? Dieser Mensch ist absolut diskursunfähig und blockt auf Twitter jeden, der nicht seine Auffassungen teilt. Er hat eine Obszession für die Spätphase der Weimarer Republik und teilt die Welt danach ein. Was das Thema Abtreibung angeht, habe ich entsprechendes verlinkt. Da mag sich jeder ein Bild machen. Ich wage zu behaupten, dass ohne die AfD die Union beim Par. 219 StGB längst umgefallen wäre, weil sie sich dem von Püttmann gepriesenen bundesrepublikanischen Kompromisszwang unterworfen hätte. Dieser Kompromisszwang teibt die Republik seit Jahrzehnten permanent nach links und ist daher abzulehnen.
Es ist das Trauma etlicher Konservativer, daß aus ihren Reihen heraus - von ein paar Ausnahmen abgesehen - kein effektiver Widerstand vor der Machtergreifung Hitlers stattfand.
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Petrus
Beiträge: 2521
Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 20:58

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Petrus » Freitag 19. Oktober 2018, 19:38

Raphael hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 12:48
Petrus hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 11:52
ich habe diesmal die Grünen gewählt (na, net die Greana - die sinn wos ganz wos anders).
Womit 'mal wieder der Aphorismus "Errare humanum est!" seine Bestätigung gefunden hat! 8)

ja, Schatzi.

damit hast Du, Raphael,
wieder mal vollkommen total recht.

gotthardus
Beiträge: 7
Registriert: Dienstag 16. Oktober 2018, 13:57

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von gotthardus » Freitag 19. Oktober 2018, 19:46

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 15:35
Darf man inzwischen den Mißstand, daß es Hunderttausende von Ausreisepflichtigen gibt, die sich illegal aufhalten, gleichwohl aber vom deutschen Steuerzahler unterstützt werden, nicht mehr benennen, weil das "ausländerfeindlich" ist?
Kein Illegaler bekommt in unserem Land staatliche Unterstützung.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 19. Oktober 2018, 21:41

gotthardus hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 19:46
Caviteño hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 15:35
Darf man inzwischen den Mißstand, daß es Hunderttausende von Ausreisepflichtigen gibt, die sich illegal aufhalten, gleichwohl aber vom deutschen Steuerzahler unterstützt werden, nicht mehr benennen, weil das "ausländerfeindlich" ist?
Kein Illegaler bekommt in unserem Land staatliche Unterstützung.
Bild
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 8418
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Samstag 20. Oktober 2018, 00:34

Raphael hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 06:53
Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 18. Oktober 2018, 23:28
Wer wählt, ist mitschuldig am Ausgang der Wahl. Indem er freiwillig wählt, akzeptiert er das demokratische System und stimmt jedem Wahlergebnis zu.
Die Kirche verpflichtet keines ihrer Mitglieder zur Fundamentalopposition gegenüber demokratisch organisierten Systemen.
Na und?

Wenn Du AfD wählst und Dr. Merkel gewinnt, hast Du der Regierung Merkel zugestimmt.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 8418
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Samstag 20. Oktober 2018, 00:37

CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 08:01
Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 18. Oktober 2018, 23:28
Wer wählt, ist mitschuldig am Ausgang der Wahl. Indem er freiwillig wählt, akzeptiert er das demokratische System und stimmt jedem Wahlergebnis zu.
also nicht wählen ?
lieber schimpfen und nix tun weil es sind ja alles ganz pöse Freimaurer?
Lieber ein Zeichen gegen die korrupte und ferngesteuerte Bananenrepublik setzen.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Samstag 20. Oktober 2018, 04:51

Sempre hat geschrieben:
Samstag 20. Oktober 2018, 00:34
Wenn Du AfD wählst und Dr. Merkel gewinnt, hast Du der Regierung Merkel zugestimmt.
Non sequitur!
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

CIC_Fan
Beiträge: 8818
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 20. Oktober 2018, 09:02

Sempre hat geschrieben:
Samstag 20. Oktober 2018, 00:37
CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 08:01
Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 18. Oktober 2018, 23:28
Wer wählt, ist mitschuldig am Ausgang der Wahl. Indem er freiwillig wählt, akzeptiert er das demokratische System und stimmt jedem Wahlergebnis zu.
also nicht wählen ?
lieber schimpfen und nix tun weil es sind ja alles ganz pöse Freimaurer?
Lieber ein Zeichen gegen die korrupte und ferngesteuerte Bananenrepublik setzen.
wie schaut das Zeichen aus an wem ist es gerichtet und welche Wirkung löst es aus?

Petrus
Beiträge: 2521
Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 20:58

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Petrus » Sonntag 21. Oktober 2018, 22:22

Sempre hat geschrieben:
Samstag 20. Oktober 2018, 00:37
CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 08:01
Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 18. Oktober 2018, 23:28
Wer wählt, ist mitschuldig am Ausgang der Wahl. Indem er freiwillig wählt, akzeptiert er das demokratische System und stimmt jedem Wahlergebnis zu.
also nicht wählen ?
lieber schimpfen und nix tun weil es sind ja alles ganz pöse Freimaurer?
Lieber ein Zeichen gegen die korrupte und ferngesteuerte Bananenrepublik setzen.

also, Sempre.

Du meinst,
dass die Bundesrepublik Deutschland
- korrupt sei
- ferngesteuert sei
- eine "Bananenrepublik" (was immer das auch sein mag) sei.

da habe ich noch Fragen, dazu.

a) habe ich Deine Aussage richtig verstanden?
b) kannst Du das noch ein bißchen erläutern?

weil,
ich bin ein neugieriger Mensch.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Montag 22. Oktober 2018, 05:27

Petrus hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 22:22
..........
weil,
ich bin ein neugieriger Mensch.
Wobei Du natürlich weder neu noch gierig bist, nicht wahr? :pfeif:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 8418
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Montag 22. Oktober 2018, 23:43

Raphael hat geschrieben:
Samstag 20. Oktober 2018, 04:51
Sempre hat geschrieben:
Samstag 20. Oktober 2018, 00:34
Wenn Du AfD wählst und Dr. Merkel gewinnt, hast Du der Regierung Merkel zugestimmt.
Non sequitur!
Befürworter der Idee der Demokratie wählen das, was sie für das geringste Übel halten, und stimmen dem Wahlergebnis zu, wie auch immer das ausfällt.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Siard
Beiträge: 5179
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Siard » Dienstag 23. Oktober 2018, 06:34

Sempre hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 23:43
Befürworter der Idee der Demokratie wählen das, was sie für das geringste Übel halten, und stimmen dem Wahlergebnis zu, wie auch immer das ausfällt.
Das Wahlergebnis in einer Demokratie ist kein Vorschlag, sondern ein Diktat.
So gesehen hast Du recht.
Aber, das Grundgesetz kennt auch unter solchen Umständen ein Widerstandsrecht!
Nur wann es zu Anwendung kommen darf, scheint mir reichlich unklar.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

Berthold Brecht

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Oktober 2018, 06:48

Sempre hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 23:43
Raphael hat geschrieben:
Samstag 20. Oktober 2018, 04:51
Sempre hat geschrieben:
Samstag 20. Oktober 2018, 00:34
Wenn Du AfD wählst und Dr. Merkel gewinnt, hast Du der Regierung Merkel zugestimmt.
Non sequitur!
Befürworter der Idee der Demokratie wählen das, was sie für das geringste Übel halten, und stimmen dem Wahlergebnis zu, wie auch immer das ausfällt.
Immer noch Non sequitur!! 8)

Wer an einer demokratischen Wahl teilnimmt, wählt genau die Partei, bei der er "sein Kreuzchen macht".

Nach der allgemeinen Lebenserfahrung wird er noch nicht einmal mit der gewählten Partei in ausnahmslos allen Positionen übereinstimmen. Damit wählt man normalerweise das geringste Übel.
Allerdings ist (es logisch) auch nicht auszuschließen, daß es eine Partei gibt (bzw. geben könnte), bei der zwischen dem Willen des Wählers und dem schriftlich verfassten Willen der Partei (auch bekannt als "DAS PARTEIPROGRAMM") völlige Übereinstimmung herrscht.

Eine Zustimmung des Wählers zum Gesamtausgang der Wahl, dichtest Du Dir hinzu. :unbeteiligttu:
Wer an einer demokratischen Wahl teilnimmt, muß noch nicht einmal die Demokratie für die beste aller Möglichkeiten für die Regierungsbildung in einem Staate halten. Denn in einer Demokratie wird nicht die Demokratie gewählt, sondern ein Weg der allgemeinen Willensbildung praktiziert.

Ein Blick in die Staatsformenlehre erweitert den Horizont .....................
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

CIC_Fan
Beiträge: 8818
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. Oktober 2018, 08:29

es gibt vor allem schlicht keine Alternative zur Demokratie die akzeptabel wäre also lieber ein Dikat der Demokratie als eine Klerikale Diktatur egal welcher Konfession oder politisch Links oder Rechts angesiedelt

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 8418
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Mittwoch 24. Oktober 2018, 00:06

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 06:48
Immer noch Non sequitur!! 8)

Wer an einer demokratischen Wahl teilnimmt, wählt genau die Partei, bei der er "sein Kreuzchen macht".

Nach der allgemeinen Lebenserfahrung wird er noch nicht einmal mit der gewählten Partei in ausnahmslos allen Positionen übereinstimmen. Damit wählt man normalerweise das geringste Übel.
Allerdings ist (es logisch) auch nicht auszuschließen, daß es eine Partei gibt (bzw. geben könnte), bei der zwischen dem Willen des Wählers und dem schriftlich verfassten Willen der Partei (auch bekannt als "DAS PARTEIPROGRAMM") völlige Übereinstimmung herrscht.

Eine Zustimmung des Wählers zum Gesamtausgang der Wahl, dichtest Du Dir hinzu. :unbeteiligttu:
Wer an einer demokratischen Wahl teilnimmt, muß noch nicht einmal die Demokratie für die beste aller Möglichkeiten für die Regierungsbildung in einem Staate halten. Denn in einer Demokratie wird nicht die Demokratie gewählt, sondern ein Weg der allgemeinen Willensbildung praktiziert.

Ein Blick in die Staatsformenlehre erweitert den Horizont .....................
Wer die Demokratie ablehnt, der wählt nicht. Wer aber wählt, der stimmt der Demokratie zu. Und wer der Demokratie zustimmt, gibt zum einen seine Stimme ab und akzeptiert andererseits jedes Wahlergebnis.

You can't eat the cake and have it too.

Wer Kindermordberatungsbescheinigungen ausstellt, der stimmt Kindermorden zu. Du kennst doch die Prinzipien. Warum stellst Du Dich hier stur?
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 24. Oktober 2018, 08:05

Sempre hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 00:06
Wer die Demokratie ablehnt, der wählt nicht.

Wer aber wählt, der stimmt der Demokratie zu.

Und wer der Demokratie zustimmt, gibt zum einen seine Stimme ab und akzeptiert andererseits jedes Wahlergebnis.
Ein non sequitur nach dem anderen! :doktor:

Wer die Demokratie ablehnt, darf trotzdem mitwählen; aber er muß nicht.
Wer aber wählt, der wählt eine bestimmte Partei, nicht aber prinzipiell die Demokratie, denn diese steht bei einer Wahl wie dieser, über die wir sprechen, nicht zur Wahl.
Wer bei einer Wahl seine Stimme abgibt, stimmt keineswegs implizit dem Wahlergebnis zu.

Offensichtlich unterläuft Dir bei Deinen Überlegungen ein Kategorienfehler ...................
Sempre hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 00:06
You can't eat the cake and have it too.
Cooler Spruch, aber keine logische Begründung für die von Dir geäußerte Ansicht! 8)
Sempre hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 00:06
Wer Kindermordberatungsbescheinigungen ausstellt, der stimmt Kindermorden zu. Du kennst doch die Prinzipien. Warum stellst Du Dich hier stur?
Es gilt dasselbe, was ich vor Kurzem dem Ex-Moderator taddeo ins Stammbuch zu schreiben hatte: :pfeif:
Falsche Analogien wie diese führen den Anwender nahezu zwangsläufig in die Fehlbewertung! :doktor:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 24. Oktober 2018, 08:19

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 08:29
es gibt vor allem schlicht keine Alternative zur Demokratie die akzeptabel wäre
Völliger Quatsch und vollkommen ahistorisch dahergeschwätzt! :daumen-runter:
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 08:29
also lieber ein Dikat der Demokratie als eine Klerikale Diktatur egal welcher Konfession oder politisch Links oder Rechts angesiedelt
Die Anarchie ist auch eine Herrschaftsform, bei der es allerdings letzten Endes zumeist auf das Recht des Stärkeren hinausläuft ..................
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 8418
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Donnerstag 25. Oktober 2018, 00:54

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 08:05
Sempre hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 00:06
Wer die Demokratie ablehnt, der wählt nicht.

Wer aber wählt, der stimmt der Demokratie zu.

Und wer der Demokratie zustimmt, gibt zum einen seine Stimme ab und akzeptiert andererseits jedes Wahlergebnis.
Ein non sequitur nach dem anderen! :doktor:

Wer die Demokratie ablehnt, darf trotzdem mitwählen; aber er muß nicht.
Wer aber wählt, der wählt eine bestimmte Partei, nicht aber prinzipiell die Demokratie, denn diese steht bei einer Wahl wie dieser, über die wir sprechen, nicht zur Wahl.
Wer bei einer Wahl seine Stimme abgibt, stimmt keineswegs implizit dem Wahlergebnis zu.

Offensichtlich unterläuft Dir bei Deinen Überlegungen ein Kategorienfehler ...................
Sempre hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 00:06
You can't eat the cake and have it too.
Cooler Spruch, aber keine logische Begründung für die von Dir geäußerte Ansicht! 8)
Sempre hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 00:06
Wer Kindermordberatungsbescheinigungen ausstellt, der stimmt Kindermorden zu. Du kennst doch die Prinzipien. Warum stellst Du Dich hier stur?
Es gilt dasselbe, was ich vor Kurzem dem Ex-Moderator taddeo ins Stammbuch zu schreiben hatte: :pfeif:
Falsche Analogien wie diese führen den Anwender nahezu zwangsläufig in die Fehlbewertung! :doktor:
Du hast die Zusammenhänge nun verstanden. Deine Schlußfolgerungen überlasse ich Dir.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 26. Oktober 2018, 06:20

Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 00:54
Du hast die Zusammenhänge nun verstanden.
Besser wäre es, wenn auch Du sie verstehen würdest ..................
Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 00:54
Deine Schlußfolgerungen überlasse ich Dir.
Nach Deinem Eingangsstatement hätte man gar nicht mehr erwarten dürfen, daß Du am Ende so überaus großzügig wirst! :roll:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 8418
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Samstag 27. Oktober 2018, 05:35

Raphael hat geschrieben:
Freitag 26. Oktober 2018, 06:20
Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 00:54
Du hast die Zusammenhänge nun verstanden.
Besser wäre es, wenn auch Du sie verstehen würdest ..................
Ich habe sie Dir ja erklärt: Wer der Demokratie zustimmt, der stimmt dem Wahlergebnis zu, ganz egal, wie es ausgeht und was er selbst gewählt hat. Einer Demokratie zustimmen heißt, die entsprechenden Wahlergebnisse so oder so zu billigen. Das ist Dir wohl kaum etwas neues, es war Dir wohl nur nicht so recht bewusst.

Es ist genau so, wie bei dem Kindermordberatungsschein. Ihn auszustellen bedeutet, seine wie auch immer geartete Nutzung zu unterstützen. Er dient nur einem Zweck, genau wie die Demokratie. Die Demokratie dient dem Mehrheitswillen. Und sei dieser wider das Naturrecht oder wider unseren Herrn Jesus Christus.

Da Du zu den helleren Köpfen gehörst, hattest Du das bereits verstanden und deswegen auch keinen ernstzunehmenden Einwand vorgetragen.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Samstag 27. Oktober 2018, 07:26

Sempre hat geschrieben:
Samstag 27. Oktober 2018, 05:35
Raphael hat geschrieben:
Freitag 26. Oktober 2018, 06:20
Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 00:54
Du hast die Zusammenhänge nun verstanden.
Besser wäre es, wenn auch Du sie verstehen würdest ..................
Ich habe sie Dir ja erklärt: Wer der Demokratie zustimmt, der stimmt dem Wahlergebnis zu, ganz egal, wie es ausgeht und was er selbst gewählt hat.
Das, was Du da Erklärung nennst, ist aber keine Erklärung, sondern eine unlogische Zusammenballung von Worten. DAS war es, was ich Dir erklärt ( ! ! ! ) hatte, auch wenn Du es offenbar nicht verstehen willst. 8)
Raphael hat geschrieben:
Freitag 26. Oktober 2018, 06:20
Sempre hat geschrieben:
Samstag 27. Oktober 2018, 05:35
Einer Demokratie zustimmen heißt, die entsprechenden Wahlergebnisse so oder so zu billigen. Das ist Dir wohl kaum etwas neues, es war Dir wohl nur nicht so recht bewusst.
Nein, wer an einer demokratischen Wahl teilnimmt, billigt nicht generell alle Wahlergebnisse, die naturgemäß bei einer solchen Wahl entstehen können.
Noch einmal: Du machst einen Kategorienfehler!
Oder anders ausgedrückt: Du verwechselst die Ebenen!

Bei einer demokratischen Wahl wie den BTW oder einer LTW in Hessen jetzt am Wochenende steht nicht das System zur Wahl, sondern die sich zur Wahl stellenden Parteien.

Das System stand zur Wahl als sich die Väter des Grundgesetzes im Parlamentarischen Rat versammelten und ein Grundgesetz erarbeiteten. Merkwürdigerweise wurde über diese Grundgesetz vom Souverän, also dem Staatsvolk, aber gar nicht abgestimmt. :hmm:
Sempre hat geschrieben:
Samstag 27. Oktober 2018, 05:35
Es ist genau so, wie bei dem Kindermordberatungsschein. Ihn auszustellen bedeutet, seine wie auch immer geartete Nutzung zu unterstützen. Er dient nur einem Zweck, genau wie die Demokratie. Die Demokratie dient dem Mehrheitswillen. Und sei dieser wider das Naturrecht oder wider unseren Herrn Jesus Christus.
Nein, die Demokratie dient nicht dem Mehrheitswillen, sondern ist ein Weg, den Mehrheitswillen zu ermitteln.

Und dem Herrn Jesus Christus kann man in einer kommunistischen Diktatur genauso dienen wie in einer absolutistischen Monarchie oder einer permissiven Gesellschaft wie den westlichen Zivilisationen.
Sempre hat geschrieben:
Samstag 27. Oktober 2018, 05:35
Da Du zu den helleren Köpfen gehörst, hattest Du das bereits verstanden und deswegen auch keinen ernstzunehmenden Einwand vorgetragen.
Letzteres magst Du Dir zur Selbstbestätigung einreden ...............
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Caviteño
Beiträge: 9658
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Samstag 27. Oktober 2018, 13:18

Früher teilten sich Union und SPD die Erststimmen. Diese Zeiten dürften vorbei sein, wie die WELT aus einer Studie zitiert:

Prognose für die Erststimme: AfD holt deutschlandweit 37 Direktmandate

Noch mehr - nämlich 40 Direktmandate - würden an die Grünen gehen:
Insgesamt würden Union und SPD insgesamt 74 Direktmandate verlieren. Große Gewinner wären Grüne und AfD, die gemeinsam insgesamt 73 Wahlkreise mehr gewinnen könnten. Die SPD würde sich sogar halbieren – von 59 vor einem Jahr auf jetzt nur noch 30 Wahlkreise. Die Grünen würden 40 Direktkandidaten durchbringen – drei mehr als die AfD. An die Linke gingen statt fünf jetzt sechs Mandate.
Der Osten würde -bis auf wenige Ausnahmen- blau und auch Städte im Westen mit einem hohen Facharbeiteranteil, wie "Neckarsulm, Mannheim, Gelsenkirchen oder Duisburg sind prädestiniert für hohe AfD-Werte."
Direktmandate der SPD: 30 - eine Halbierung.

Juergen
Beiträge: 22887
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43
Kontaktdaten:

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Juergen » Samstag 27. Oktober 2018, 19:41

https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Biel ... k-Kampagne

Mutige Frauen kündigen rechtliche Schritte an
AfD nutzt couragierte Helferinnen für Facebook-Kampagne

Bielefeld/Gütersloh (WB). Durch mutiges Eingreifen haben Linda Cariglia (20) aus Gütersloh und Karolina Smaga (21) aus Rietberg eine Vergewaltigung durch einen Marokkaner in Bielefeld verhindert. Nun hat die AfD die heldenhafte Aktion auf ihrer Facebook-Seite aufgegriffen – mit dem Zusatz »Wehrt euch, Mädchen und Frauen. Ihr seid kein Freiwild.«

Das ärgert die beiden. »Die AfD hat uns instrumentalisiert, um gegen Flüchtlinge zu hetzen«, kritisiert Linda Cariglia im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie kündigt rechtliche Schritte gegen die AfD an, da die Partei den Facebook-Post trotz Aufforderung nicht gelöscht habe. Linda Cariglia stellt klar: »Unsere Botschaft war, dass man die Augen aufmachen, hinsehen und handeln soll und nicht einfach dumm danebenstehen. Und was macht die AfD daraus? Hetze gegen Flüchtlinge und Ausländer.«

:hae?:
Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Benutzeravatar
Hubertus
Beiträge: 11255
Registriert: Montag 3. Mai 2010, 20:08

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Hubertus » Samstag 27. Oktober 2018, 20:07

Juergen hat geschrieben:
Samstag 27. Oktober 2018, 19:41
https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Biel ... k-Kampagne

Mutige Frauen kündigen rechtliche Schritte an
AfD nutzt couragierte Helferinnen für Facebook-Kampagne

Bielefeld/Gütersloh (WB). Durch mutiges Eingreifen haben Linda Cariglia (20) aus Gütersloh und Karolina Smaga (21) aus Rietberg eine Vergewaltigung durch einen Marokkaner in Bielefeld verhindert. Nun hat die AfD die heldenhafte Aktion auf ihrer Facebook-Seite aufgegriffen – mit dem Zusatz »Wehrt euch, Mädchen und Frauen. Ihr seid kein Freiwild.«

Das ärgert die beiden. »Die AfD hat uns instrumentalisiert, um gegen Flüchtlinge zu hetzen«, kritisiert Linda Cariglia im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie kündigt rechtliche Schritte gegen die AfD an, da die Partei den Facebook-Post trotz Aufforderung nicht gelöscht habe. Linda Cariglia stellt klar: »Unsere Botschaft war, dass man die Augen aufmachen, hinsehen und handeln soll und nicht einfach dumm danebenstehen. Und was macht die AfD daraus? Hetze gegen Flüchtlinge und Ausländer.«

:hae?:
Das hier scheint mir der AfD-Post zu sein: https://www.facebook.com/alternativefue ... 16/?type=3


Von "Hetze gegen Flüchtlinge und Ausländer" lese ich da aber nichts. Es wird allerdings erwähnt, daß es sich um einen Marokkaner, der hier Asylbewerber ist, handele. Also wenn das jetzt schon unter "Hetze" läuft ... :glubsch:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

Siard
Beiträge: 5179
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Siard » Samstag 27. Oktober 2018, 20:24

Hubertus hat geschrieben:
Samstag 27. Oktober 2018, 20:07
Juergen hat geschrieben:
Samstag 27. Oktober 2018, 19:41
https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Biel ... k-Kampagne

Mutige Frauen kündigen rechtliche Schritte an
AfD nutzt couragierte Helferinnen für Facebook-Kampagne

Bielefeld/Gütersloh (WB). Durch mutiges Eingreifen haben Linda Cariglia (20) aus Gütersloh und Karolina Smaga (21) aus Rietberg eine Vergewaltigung durch einen Marokkaner in Bielefeld verhindert. Nun hat die AfD die heldenhafte Aktion auf ihrer Facebook-Seite aufgegriffen – mit dem Zusatz »Wehrt euch, Mädchen und Frauen. Ihr seid kein Freiwild.«

Das ärgert die beiden. »Die AfD hat uns instrumentalisiert, um gegen Flüchtlinge zu hetzen«, kritisiert Linda Cariglia im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie kündigt rechtliche Schritte gegen die AfD an, da die Partei den Facebook-Post trotz Aufforderung nicht gelöscht habe. Linda Cariglia stellt klar: »Unsere Botschaft war, dass man die Augen aufmachen, hinsehen und handeln soll und nicht einfach dumm danebenstehen. Und was macht die AfD daraus? Hetze gegen Flüchtlinge und Ausländer.«

:hae?:
Das hier scheint mir der AfD-Post zu sein: https://www.facebook.com/alternativefue ... 16/?type=3


Von "Hetze gegen Flüchtlinge und Ausländer" lese ich da aber nichts. Es wird allerdings erwähnt, daß es sich um einen Marokkaner, der hier Asylbewerber ist, handele. Also wenn das jetzt schon unter "Hetze" läuft ... :glubsch:
Offensichtlich tut es das. :achselzuck:
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

Berthold Brecht

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Sonntag 28. Oktober 2018, 16:51

Für Interessierte: :)

*** klick mich ***
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Caviteño
Beiträge: 9658
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Montag 29. Oktober 2018, 00:52

Das wird wohl kaum in den Medien auftauchen, weil es nicht den herrschenden Vorstellungen entspricht:

AfD bei Wählern mit Migrationshintergrund überraschend stark
Das Wahlverhalten der Menschen mit Migrationshintergrund zeigt, dass diese Gruppe die AfD sogar häufiger gewählt haben als jene Wähler ohne Migrationshintergrund. Das ergab eine Wähleranalyse von Infratest dimap für die ARD.(...)
Profitieren von den Stimmen der Wähler mit Migrationshintergrund konnten auch die Linken und die FDP. Die Liberalen erreichten in dieser Wählergruppe 10 Prozent, die Linke 8. Schwächer schnitten in dieser Wählergruppe die Grünen und die SPD ab (beide 17 Prozent).
Deutlich werden die Unterschiede, wenn man auf die Zahlen blickt:
CDU 27% zu 26% (Wähler mit Migrahi)
SPD 20% zu 17%
Grüne 20% zu 17%

Dort, wo man es vermuten würde, holen SPD und Grüne eben keine Stimmen. Die Grünen sind bei den unter 30jährigen stark und erreicht dort 25%. Die SPD erreicht in dieser Gruppe nur noch 15%.

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 6998
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Ewald Mrnka » Dienstag 30. Oktober 2018, 21:01

Die AfD ist durch und durch eine bürgerliche Partei. Sie ist von ihrem Habitus das, was die Unionsparteien vor ihrer Sozialdemokratisierung mal waren. Daher wandern auch Unionswähler vorzugsweise zur AfD ab. So einfach ist das. Die Frage, ob diese Partei von "Christen" wählbar ist, halte ich für infam/debil.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23168
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Niels » Dienstag 30. Oktober 2018, 21:01

So ist es.
Attende Domine, et miserere, quia peccavimus tibi.

Siard
Beiträge: 5179
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Siard » Dienstag 30. Oktober 2018, 21:23

Sie ist mindestens so wählbar, wie die CDU.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

Berthold Brecht

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema