Mel Gibson - The Passion of the Christ

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Geronimo

Mel Gibson - The Passion of the Christ

Beitrag von Geronimo » Samstag 14. Februar 2004, 10:41

Da der Film bald in Europa anläuft, wollte ich doch mal fragen, ob schon jemand hier kinomässig was plant.


Geronimo

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Angelika
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Beitrag von Angelika » Samstag 14. Februar 2004, 13:54

Hallo,

ich weiß noch nicht, ob ich mir den Film anschauen werde.
Einerseits interessiert er mich sehr, andererseits sind solch schockierende und brutale Darstellungen nicht mein Ding.

Ich hab erst kürzlich wieder gelesen, dass Mel Gibson "einer Glaubensgruppierung angehört, die u.a. das Zweite Vatikanische Konzil ablehnt". Stimmt das eigentlich, weiß jemand was darüber ?

Ein weiterer Artikel der Berliner Morgenpost zu dem Film ist hier zu finden.

Gruß
Angelika

Ralf
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Beitrag von Ralf » Samstag 14. Februar 2004, 16:35

Das trifft wohl, wenn überhaupt, auf seinen Vater zu.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Geronimo

Beitrag von Geronimo » Sonntag 15. Februar 2004, 13:40

Auf kath. net sind heute Pressestimmen zum Film veröffentlicht.

Geronimo

max72
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Beitrag von max72 » Sonntag 15. Februar 2004, 14:38

Angelika hat geschrieben:Hallo,

ich weiß noch nicht, ob ich mir den Film anschauen werde.
Einerseits interessiert er mich sehr, andererseits sind solch schockierende und brutale Darstellungen nicht mein Ding.

Ich hab erst kürzlich wieder gelesen, dass Mel Gibson "einer Glaubensgruppierung angehört, die u.a. das Zweite Vatikanische Konzil ablehnt". Stimmt das eigentlich, weiß jemand was darüber ?

Ein weiterer Artikel der Berliner Morgenpost zu dem Film ist hier zu finden.

Gruß
Angelika
Ich hab nur auf EWTN gehoert, dass das nicht stimmen soll. Ueberhaupt scheint vieles da nicht zu stimmen. Waehrend Kritiker sagen, Juden fuehlen sich gestoert, haben juedische Vetreter in den USA den Film sogar gelobt. So zumindest EWTN.

Anscheinend werden gerade protestantische Freikirchen das Filmereigniss dazu benutzen um kraeftig zu missionieren, wenn man das so sagen kann. Ich bin mir ja auch nicht sicher, ob die Katholiken sowas machen sollten, aber wenn die dann gar nichts tun....

Gruesse

Max

Marlene
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Re: Mel Gibson - The Passion of Christ

Beitrag von Marlene » Montag 16. Februar 2004, 09:16

Geronimo hat geschrieben:Da der Film bald in Europa anläuft, wollte ich doch mal fragen, ob schon jemand hier kinomässig was plant.
Hallo Geronimo :)
ja, ich hab mir vorgenommen, reinzugehen, einfach weil ich wissen möchte, wie die Passion (und hoffentlich auch die Auferstehung) filmisch umgesetzt wird. Soll ich dann Laut geben, wenn ich ihn gesehen habe?

Übrigens: Mel Gibson behauptet ja, er sei bei dem Film von Heiligen Geist inspiriert worden ...

Gruß
Marlen

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Angelika
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Re: Mel Gibson - The Passion of Christ

Beitrag von Angelika » Montag 16. Februar 2004, 09:21

Marlene hat geschrieben:und hoffentlich auch die Auferstehung

Soweit ich weiß, werden sowohl Grablegung als auch Auferstehung nur kurz angedeutet.
Gruß
Angelika

Geronimo

Re: Mel Gibson - The Passion of Christ

Beitrag von Geronimo » Montag 16. Februar 2004, 09:37

Marlene hat geschrieben:
Geronimo hat geschrieben:Da der Film bald in Europa anläuft, wollte ich doch mal fragen, ob schon jemand hier kinomässig was plant.
Hallo Geronimo :)
ja, ich hab mir vorgenommen, reinzugehen, einfach weil ich wissen möchte, wie die Passion (und hoffentlich auch die Auferstehung) filmisch umgesetzt wird. Soll ich dann Laut geben, wenn ich ihn gesehen habe?

Übrigens: Mel Gibson behauptet ja, er sei bei dem Film von Heiligen Geist inspiriert worden ...

Gruß
Marlen
Grüß dich, Marlene :mrgreen:

soweit ich bis jetzt gehört habe, soll die filmische Umsetzung phänomenal sein (und auch adäquat dem Inhalt).
Ja, gib Laut, wenn du ihn gesehen hast.

Geronimo

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Linus
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Beitrag von Linus » Montag 16. Februar 2004, 10:42

ja auf grablegung und va. auferstehung wurde verzichtet, damits nicht zu verkitscht wird. also es zeigt nur den leidenden/sterbenenden jesus
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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Beitrag von Marlene » Montag 16. Februar 2004, 11:12

Linus hat geschrieben:ja auf grablegung und va. auferstehung wurde verzichtet, damits nicht zu verkitscht wird. also es zeigt nur den leidenden/sterbenenden jesus
Hallo Linus,
wer sagt das mit dem "Verkitschen"?
Was ist denn das nun wieder für eine Bewertung des zentralen Christus-Geschehens?

Gruß
Marlene

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umusungu
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Re: Mel Gibson - The Passion of Christ

Beitrag von umusungu » Montag 16. Februar 2004, 11:31

Angelika hat geschrieben:Soweit ich weiß, werden sowohl Grablegung als auch Auferstehung nur kurz angedeutet.
Die Auferstehung entzieht sich jeglicher filmischer Darstellung.

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Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 16. Februar 2004, 11:41

Weil wir keinen Schimmer haben, wie das konkret ausgesehen hat. – Wie aber Maria von Magdala dem vermeintlichen Gärtner begegnet – »Mariam« – »Rabbuni« –, oder wie Petrus zur Grabstätte läuft und Johannes vorneweg wieselt: das könnte man sehr schön filmisch umsetzen.

Allerdings heißt der Film »Die Passion«. Die Passion Christi lesen wir am Karfreitag. Die Auferstehung kommt erst Ostern. Es läge also vom Titel her nahe zu vermuten, daß es ein echter Karfreitagsfilm ist. Genaues weiß ich nicht, bin jedoch gespannt drauf.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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lancelot
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Re: Mel Gibson - The Passion of Christ

Beitrag von lancelot » Montag 16. Februar 2004, 12:00

umusungu hat geschrieben:Die Auferstehung entzieht sich jeglicher filmischer Darstellung.
Ein sehr dogmatischer Satz. Woher weißt Du das?

Maler haben es doch auch immer wieder versucht. Es muß ja keine naturalistische Darstellung sein, um wirklichkeitsgerecht zu sein.
Allerdings heißt der Film »Die Passion«. Die Passion Christi lesen wir am Karfreitag. Die Auferstehung kommt erst Ostern. Es läge also vom Titel her nahe zu vermuten, daß es ein echter Karfreitagsfilm ist.
Der Kreuzweg heißt auch "Kreuzweg" und hat doch (inzwischen) oft genug eine 15. Station. Ich denke, ein Christ wird nie die Passion darstellen können, ohne wenigstens anzudeuten, daß die Geschichte Jesu damit nicht endet.

Geronimo

Beitrag von Geronimo » Montag 16. Februar 2004, 12:10

Soweit ich informiert bin, wird die Grablegung und Auferstehung irgendwie angedeutet, wie weiß ich natürlich nicht.
Wie gesagt, ich hab mir die Filmtrailier angesehen und bin eigentlich schon nervlich fertig. Ich glaube nicht, dass ich den ganzen Film verkrafte.

Geronimo

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lancelot
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Beitrag von lancelot » Montag 16. Februar 2004, 12:20

Kennt Ihr irgendwelche Initiativen oder Ideen, wie auf Gemeindeebene The Passion begleitet werden soll?

Falls der Film wirklich nicht nur in Programmkinos läuft, sondern auch in den "normalen", und wenn er wirklich so erschütternd und aufwühlend ist, wie man hört und wie es Mel Gibson beabsichtigte, dann darf die Kirche diesen möglichen kairos eigentlich nicht verpassen.

Geronimo

Beitrag von Geronimo » Montag 16. Februar 2004, 12:23

Eben.
Ich bin gerade am Forsten, welcher Verleih in der Bundesrepublik das macht - Constantin, glaube ich. Und wann er anläuft und wo genau ...

Geronimo

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Julia Wolf
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Beitrag von Julia Wolf » Montag 16. Februar 2004, 12:28

Ehrlich gesagt, bin ich sehr skeptisch, wenn ich höre, dass es einen aufwühlenden Film zur Passion gibt. Ob da dann nicht die stillen, inneren Elemente und die Vielschichtigkeit der Passion vor lauter Aufgewühltheit unter gehen?
Ist das nicht auch Zeitgeist: immer aufwühlender?

nun, ich hab den Film nicht gesehen und kanns nicht wirklich beurteilen, bin halt mal skeptisch.

Mir fällt aber auf, dass die dramatischen Psalmgebete in der Gregorianik ja gerade nicht aufgewühlt vertont sind, und gerade aus dieser Spannung ihre ungeheuere Aussagekraft bekommen.
Auch die Schilderungen der Bibel sind eher nüchtern und gerade daher wirklich dramatisch.
Nur der Schwache wappnet sich mit Härte.
Wahre Stärke kann sich Toleranz, Verständnis und Güte leisten.
T. Boesche-Zacharow

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Erich_D
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Beitrag von Erich_D » Montag 16. Februar 2004, 12:33

Geronimo hat geschrieben: Ich bin gerade am Forsten, welcher Verleih in der Bundesrepublik das macht - Constantin, glaube ich.
Richtig. Mittlerweile hat Constantin zum Film eine eigene Website eingerichtet: Die Passion Christi.
"Spiel nicht mit den Schmuddelkindern sing nicht ihre Lieder. Geh doch in die Oberstadt mach´s wie deine Brüder", so sprach die Mutter, sprach der Vater, lehrte der Pastor."

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lancelot
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Beitrag von lancelot » Montag 16. Februar 2004, 12:58

Julia Wolf hat geschrieben:Ehrlich gesagt, bin ich sehr skeptisch, wenn ich höre, dass es einen aufwühlenden Film zur Passion gibt. Ob da dann nicht die stillen, inneren Elemente und die Vielschichtigkeit der Passion vor lauter Aufgewühltheit unter gehen?
Ist das nicht auch Zeitgeist: immer aufwühlender?

nun, ich hab den Film nicht gesehen und kanns nicht wirklich beurteilen, bin halt mal skeptisch.
Der Film ist nun mal, wie er ist. Sicher hätte man und sollte man ... Und imho tut es deutschen Christen (incl. mir selbst) ganz gut, wenn sie mal wieder miterleben müssen, daß die Passion keine Seelenreise und die Inkarnation keine Selbstfindungsprozess des göttlichen Wortes war. Daß der Trost und die Erbaulichkeit, die wir von unserem Glauben bekommen, aus einem trostlosen und ganz und gar nicht erbaulichen Ereignis stammen.

Ist es nicht auch eine sehr tiefgehende und biblisch verwurzelte Aussage des Filmes, daß dem doch wieder sehr attraktiven Jesus(-Darsteller) den Berichten zufolge gleich zu Beginn des Films das linke Auge zuschwillt und von seiner Attraktivität nicht mehr viel übrig bleibt?

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Julia Wolf
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Beitrag von Julia Wolf » Montag 16. Februar 2004, 13:11

Als ich in Jerusalem in der Grabeskirche an der Stelle war, wo angeblich Jesus gestorben ist, hatte ich plötzlich ein sehr realistisches Bild von seinem geschundenen Körper vor mir, schlimmer geschunden als die Darstellungen verschiedener Epochen die ich kenne.

Ich bin nicht jemand, der die Passion verniedlicht. Aber ich bin auch der Meinung, dass ein Schauspieler nicht die wahre Qual rüberbringen kann. Genauso wie ein Schmerzens- oder Angstschrei in der Wirklichkeit immer anders klingt als im Film.
Nur der Schwache wappnet sich mit Härte.
Wahre Stärke kann sich Toleranz, Verständnis und Güte leisten.
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lancelot
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Beitrag von lancelot » Montag 16. Februar 2004, 13:21

Da stimme ich Dir zu: Jeder Film ist ein Film, und nicht einmal eine filmische Dokumentation wäre die Wirklichkeit. Aber wenn der Schmerzensschrei des Films den in der Wirklichkeit nicht identisch abbilden kann: er kann ihn sehr wohl ahnen lassen, und einen lauten Schrei muß der Film nicht auf Zimmerlautstärke bringen.

Ich glaube, Flannery O'Connor hat mal gesagt, daß sie deswegen so drastische Geschichten schreiben müsse, weil ihre Zeitgenossen leise Andeutungen nicht mehr verstehen. Es gibt eine Zeit für Miniaturen und ein Zeit für Wandgemälde auf öffentlichen Plätzen.

Geronimo

Beitrag von Geronimo » Montag 16. Februar 2004, 14:17

Ich hab mal bei Constantin angerufen und auf jeden Fall ein Plakat bestellt, womit man in der Gemeinde Propaganda machen kann; dann will ich versuchen, eine Gruppe zusammenzutrommeln wegen einer Vorführung bei uns in der Nähe.
Bis zu unserer Gemeinde jedenfalls ist die Kunde von dem Film noch nicht gedrungen gewesen ... und ich schätze mal, woanders wirds ähnlich sei. Also Leute - Werbung machen!

Geronimo
Zuletzt geändert von Geronimo am Montag 16. Februar 2004, 17:59, insgesamt 1-mal geändert.

max72
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Beitrag von max72 » Montag 16. Februar 2004, 16:09

Erich Dumfarth hat geschrieben:
Geronimo hat geschrieben: Ich bin gerade am Forsten, welcher Verleih in der Bundesrepublik das macht - Constantin, glaube ich.
Richtig. Mittlerweile hat Constantin zum Film eine eigene Website eingerichtet: Die Passion Christi.
Das ist also der deutsche Titel, die Passion Christi?

Im englischen wurde der Filme von "The Passion of Christ" in "The Passion of the Christ" umbenannt. Angeblich um damit deutlich zu machen, dass Jesus einzigartig ist und nicht wie in New Age einer von mehreren Christussen die wir alle sein koennen.

Hab gerade im google keine Quelle dafuer gefunden...
Max

Lacrima
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Beitrag von Lacrima » Montag 16. Februar 2004, 18:53

Meinen Gruß!

Was ist mit denen, die weinen, wenn sie den Film sehen und danach rausgehen und alle Tränen abwischen und sagen "Es war ein netter Film"? Und was ist mit denen, die weinen und noch nie geweint haben, wenn sie die Bibel gelesen haben oder das Kreuz sahen?

Lacrima.

ps - Was spräche auch dagegen, dass Mel Gibson vom Hl. Geist inspiriert wurde?
For as long as I shall live I will testify to love
I'll be a witness in the silences Where words are not enough
With every breath I take I will give thanks to god above
For as long as I shall live I will testify to love

Edith
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Beitrag von Edith » Montag 16. Februar 2004, 23:16

Vermutlich ist meine Reaktion zurückhaltend, weils ebene schon so viele Filme gegeben hat, die irgendwas aus dem Leben Jesu gemacht haben.

Aber es gibt auch gute Gegenbeispiele, wie zB "Jesus Christ Superstar", dessen Songs mein Gebetsleben echt bereichern!
("I dont know, how to love him...")

Also: mal sehen... dann sag ich Euch meine Meinung. :)

Ralf
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Beitrag von Ralf » Montag 16. Februar 2004, 23:28

Übrigens ist die Hammer führende Hand in der Szene des Annagelns ans Kreuz die vom Regiseeur Gibson selbst, weil er damit noch einmal betonen will, dass wir selbst (ich [Punkt]) mit unseren ([Punkt]) Sünden für den Tod Jesu verantortlich sind (bin).
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Edith
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Beitrag von Edith » Montag 16. Februar 2004, 23:36

Ralf hat geschrieben:...weil er damit noch einmal betonen will, dass wir selbst (ich [Punkt]) mit unseren ([Punkt]) Sünden für den Tod Jesu verantortlich sind (bin).
Ein Gedanke, der mich einmal sehr erschüttert hat.... beinahe zerschlagen...

Ich kann nur sagen: geht vorsichtig mit solchen Gedanken um.
Und nicht ohne Begleitung.

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lancelot
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Beitrag von lancelot » Dienstag 17. Februar 2004, 07:29

Edith hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben:...weil er damit noch einmal betonen will, dass wir selbst (ich [Punkt]) mit unseren ([Punkt]) Sünden für den Tod Jesu verantortlich sind (bin).
Ein Gedanke, der mich einmal sehr erschüttert hat.... beinahe zerschlagen...

Ich kann nur sagen: geht vorsichtig mit solchen Gedanken um.
Und nicht ohne Begleitung.
Dass Du das zu "Passion" sagen musst/kannst, macht für mich den Unterschied zu JC Superstar aus: den kann man einfach zur Unterhaltung sehen und unverändert verlassen. Wenn Songs nachhallen, dann weil wir schon empfänglich dafür hineingegangen sind und uns über die unkonventionelle Sprache für unseren konventionell gewordenen Glauben freuen.

Bei Gibson scheint das anders zu sein.

Interessant übrigens, daß sich die öffentliche Diskussion an den Punkten Antisemitismus und Brutalität festfrisst. Und das für Gibson Entscheidende außer Acht läßt: daß da einer für uns stirbt (wie behauptet wird) und daß Er uns damit nahe kommt wie nie einer davor und danach. Vermeidung von Begegnung durch politische Korrektheit und ästhetische Bedenken. Sicher alles berechtigte Fragen, aber eben mit Ausweichpotential.

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Angelika
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Beitrag von Angelika » Dienstag 17. Februar 2004, 10:19

Ralf hat geschrieben:weil er damit noch einmal betonen will, dass wir selbst (ich [Punkt]) mit unseren ([Punkt]) Sünden für den Tod Jesu verantortlich sind (bin).
Die Erkenntnis, dass es da am Kreuz um mich persönlich geht, dass ER das alles aus Liebe zu mir auf sich genommen hat, war für mich der entscheidende Schritt zum Glauben.

Gruß
Angelika

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Gabriele
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Beitrag von Gabriele » Donnerstag 19. Februar 2004, 11:59

Ich hab mal gelesen,ich glaub es war im Pur-Magazin,
der Papst hat den Film schon gesehen und war begeistert.

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Beitrag von max72 » Donnerstag 19. Februar 2004, 12:04

Gabriele hat geschrieben:Ich hab mal gelesen,ich glaub es war im Pur-Magazin,
der Papst hat den Film schon gesehen und war begeistert.
Er soll gesagt haben "Es ist so wie es war." Der Vatikan hat dann galube ich spaeter widerrufen und gesagt, der Papst haette das nicht gesagt.

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Beitrag von Edith » Freitag 20. Februar 2004, 17:00

Stimmt das, daß der Film am KARSAMSTAG anläuft???

Ich bin gestern gefragt worden, ob ich am Karsamstag mit ins Kino komme.... ich habe entrüstet abgelehnt. :motz:

Am Karsamstag tu ich GAR NICHTS.

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