Erfolgreiche Integrationspolitik?

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Caviteño
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño »

Niels hat geschrieben:Ja ne, is klar.
Und die wählen dann alle "grün".
Versteh ich nicht.... :achselzuck:

Das ist eine Entscheidung des Arbeitsministeriums (SPD) und der Bundesanstalt für Arbeit. Baden-Württemberg wurde augewählt, weil dort ein hoher Fachkräftebedarf besteht. Die Bewerber mit ausreichender Punktzahl kommen nämlich in einen Pool, aus dem sich die Arbeitgeber des Bundeslandes "bedienen" können. Eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis wird erst erteilt, wenn ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegt.

Einreise und Aufenthalt nur, wenn auch ein Arbeitsplatz sicher ist - was kann man gegen ein solches Angebot haben?

PS:
Ich hatte eigentlich erwartet, daß hier der Wegfall der Vorrangprüfung kritisiert würde. Dadurch besteht nämlich die Gefahr des Mißbrauchs.

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Juergen
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Juergen »

Nach der Willkommenskultur gibt es nun auch die Kommenskultur
Kommens-Kultur für Migranten
:roll:
Gruß Jürgen

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Amanda
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Amanda »

Juergen hat geschrieben:Nach der Willkommenskultur gibt es nun auch die Kommenskultur
Kommens-Kultur für Migranten
:roll:
Für die mehrheitlich muslimischen Zuwanderer dürfte dies lediglich ein weiterer Beleg des sittlichen Verfalls im westlichen Europa sein.
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
Gilbert Keith Chesterton

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Juergen
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Juergen »

Amanda hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Nach der Willkommenskultur gibt es nun auch die Kommenskultur
Kommens-Kultur für Migranten :roll:
Für die mehrheitlich muslimischen Zuwanderer dürfte dies lediglich ein weiterer Beleg des sittlichen Verfalls im westlichen Europa sein.
Richtig erkannt. :daumen-rauf:
Gruß Jürgen

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Caviteño
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño »

Könnte künftig häufiger vorkommen:
Eine Muslimin weigert sich, vor dem Münchener Landgericht ihren Schleier abzunehmen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, ist die Frau in dem Prozess als Zeugin geladen. Der Angeklagte soll sie beleidigt haben.
Richter Thomas Müller bat die Angeklagte dem Bericht zufolge, ihr Gesicht zu zeigen und begründete: „Ich möchte gerne in Ihr Gesicht sehen, um Ihre Reaktionen und Ihre Mimik zu sehen.“
Die Muslima lehnte das laut „Bild“ „wegen ihres Glaubens“ strikt ab. Auch die Anmerkung des Richters er habe ansonsten „erhebliche Probleme bei der Bewertung“ der Aussage, beeindruckte sie nicht.
„Ich habe einen Gott am Ende der Welt, der mir am Ende recht geben wird“, so die Frau. Der Richter lässt sie fürs Erste gewähren.
Doch weil der Fall am 17. März in Berufung geht, soll die Strafkammer laut „Bild“ nun sogar die Einschätzung eines Scheichs aus Saudi-Arabien eingeholt haben. Und der ist der Meinung: Der Schleier darf vor Gericht abgelegt werden.
http://www.focus.de/finanzen/recht/gott ... 47224.html

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Edi
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Edi »

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

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umusungu
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von umusungu »

Integration heißt doch, ich muss meine persönlichen Überzeugungen opfern.

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guatuso
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von guatuso »

umusungu hat geschrieben:Integration heißt doch, ich muss meine persönlichen Überzeugungen opfern.
Das klingt ja sehr verwerflich und gerade so als sei es ein Verbrechen sich zu integrieren, denn dieses Opfer, nein, das darf man nicht bringen. Wie kaeme ich dazu etwas zu opfern?
Integration heisst also nach dieser Lesart Opfern.
Quatsch.
Integration heisst, die juristischen, moralischen, sittlichen und ueberlieferten Werte der neuen Gesellschaft, in die ich mich freiwillig begeben habe, anzuerkennen und sie, soweit mir das moeglich ist, auch zu leben, mit zu leben, innerhalb der Gesellschaft mit dieser Gesellschaft zu leben. Das bedeutet nicht, dass ich meinen Charakter, meine Mentalitaet oder persoenliche Ueberzeugung "opfern", also preis geben muss. Ich kann in der neuen Gesellschaft alle traditionellen Taenze mitmachen und deswegen denoch weiterhin ein deutsches Arschloch bleiben.
Jeder Mensch der in eine neue Gesellschaft geht, lebt zwischen Baum und Borke, das ist der Preis des neuen Lebens, und er hat die Pflicht, schon aus Respekt vor dem Gastland, hier die Balanze zu finden. Und sei es, dass ich eine Ueberzeugung habe, die fuer die neue Gesellschaft nicht mehr gueltig ist und ich deshalb umdenken muss. Mit "opfern" hat das nicht das geringste zu tun, nur wer stur an seiner Ansicht festhalten will und inflexibel und starr die Welt sieht wird das Gefuehl haben er muss seine Starrheit opfern.

Ich lebe ja selber seit 20 Jahren in einer neuen Gesellschaft und weiss was Integration bedeutet und welche Probleme da auftauchen. Ich bin integriert und dnenoch der Auslaender, ich bin integriert und habe dennoch meine deutschen Wurzeln die mich immer wieder wie ein Deutscher verhalten lassen.
Im uebrigen - niemand der Invasoren wurde persoenlich gerufen, es war jedes Menschen einzelne Entscheidung hierher zu kommen, aus welchen Gruenden auch, und es verlangt der Respekt dass sie sich hier den Werten des deutschen Landes unterwerfen. Wer es nicht tut will sich nicht integrieren und der gehoert schnellstens rausgeschmissen. Denn er will nur Schmarotzen ohne Gegenleistung.
Und wenn er denkt er muss seine persoenliche Ueberzeugung opfern, dann kann er ja wieder gehen wenn ihm dieser Preis zu hoch ist.

Wenn ich das schon hoere - opfern weil ich freiwillig in eine neue Gesellschaftsform gehe....mir kommen die Traenen.

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Sempre
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Sempre »

umusungu hat geschrieben:Integration heißt doch, ich muss meine persönlichen Überzeugungen opfern.
Wenn Du Dich in die Gemeinschaft der noch übrigleibenden Katholiken integriertest, die am Glauben der Kirche festhalten, und die nicht ihre Altvorderen als Deppen und Arschl*cher darstellen, die ihre Schafe veräppeln, wäre das mal was, was tatsächlich von Interesse ist.

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martin v. tours
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von martin v. tours »

guatuso :daumen-rauf: :daumen-rauf:

p.s.
selber lang im Ausland gelebt habend und mit einer Ausländerin verheiratet.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Caviteño
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño »

"Erfolgreiche Integrationspolitik" kostet und muß natürlich auch bezahlt werden. Dazu gibt es neue Instrumente, die sog. "social impact bonds", die in diesem Artikel vorgestellt werden:
Ein Beispiel für solche innovativen Ansätze ist der «Soziale Wirkungskredit». Dieser rückt die Wirksamkeit von Sozialleistungen ins Zentrum: Es ist nicht mehr die Anzahl «Massnahmen» von Bedeutung (bearbeitete Fälle, geleistete Stunden, gehaltene Kurse), sondern es zählt nur noch, was auch funktioniert. Zudem verzichtet der Staat darauf, alles selber zu machen. Stattdessen fördert er private Initiativen und nutzt privates Kapital von Investoren, die eine finanzielle Rendite anstreben, zugleich aber eine «soziale Rendite» als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung erachten. Wie funktioniert ein solcher Wirkungskredit? Bund, Kantone oder Gemeinden schliessen mit einem Verband, einer NGO oder einer privaten Sozialunternehmung einen Vertrag. Dieser legt Ziele im Hinblick auf einen klar definierten Zweck fest. Ein Beispiel könnte sein, einen konkreten Prozentsatz von Asylbewerbern innert einer bestimmten Zeitspanne erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Denn scheitert die Arbeitsmarkt-Integration, besteht die Gefahr lebenslanger Abhängigkeit von der Sozialhilfe und anderen öffentlichen Transferleistungen.

Private Investoren schiessen dann der jeweiligen Organisation die Gelder vor, die sie zur Erreichung der Ziele benötigt. Werden die Ziele erreicht, erhalten die Geldgeber das investierte Kapital plus eine definierte Rendite vom Staat zurück – gewissermassen als Entschädigung für die eingesparten Sozialkosten. Auch die Organisation könnte von einer Bonuszahlung profitieren. Werden die Ziele jedoch nicht erreicht, erhalten die Investoren ihr Geld nicht oder nur teilweise zurück. Das finanzielle Risiko geht also zumindest teilweise vom Staat auf Private über.
Was bei vielen hier ein Stirnrunzeln auslösen wird, ist bereits in anderen Ländern umgesetzt und auch in D. gibt es erste Pilotprojekte:
Seit September 213 läuft die Zeit für vier Nonprofit Unternehmen und vier gemeinnützige Investoren. Bis Ende 215 müssen sie es schaffen, mindestens 2 Jugendliche aus der Region Augsburg, die seit mehr als zwei Jahren arbeitslos sind in „Lohn und Brot“ zu bringen. Dabei soll diesen jungen Menschen nicht nur ein Arbeits- oder Ausbildungsplatz vermittelt werden, sondern sie müssen bis zum Ende der Bond-Laufzeit mindestens neun Monate lang darin verblieben sein. Gelingt das Projekt, so bekommen die Investoren ihren sechsstelligen investierten Geldbetrag zuzüglich eines Aufschlags von drei Prozent vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration zurück. Gelingt es nicht, so ist das Sozialkapital aus Investorensicht verloren. Eine unabhängige Anwaltssozietät wird am Ende der Laufzeit das Ergebnis evaluieren und über „Hop oder Top“ entscheiden. Ermöglicht wird das gesamte Unterfangen durch die von der Benckiser Stiftung gegründete Juvat gGmbH.
http://www.betterplace-lab.org/de/erste ... utschland/

homepage: http://www.eleven-augsburg.org/modellprojekt.php

Fraglich ist allerdings, ob sich genügend Investoren finden. Bei dem Pilotprojekt haben sich ua zwei Stiftungen von BMW daran beteiligt.
Andererseits - bei den Forderungen, die z.B. die Kirchen erheben und bei ihren Finanzmitteln: Könnten sie nicht nach dem Bibelwort "An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen" einen großen Teil der Investitionen schultern? Sie sind doch vom Erfolg der Zuwanderung überzeugt oder ist das nur leeres Gerede? Man wird doch wohl auch nicht als moralische Instanz dieses Feld den kapitalistischen Unternehmen überlassen wollen, oder?

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Edi
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Edi »

„Deutschland hat bei der Sicherheit völlig versagt“

http://www.faz.net/aktuell/politik/flue ... 18226.html
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Caviteño
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño »

Das könnte Merkel mehr nützen als ihre Propaganda-Show bei Illner:

Kultpaar aus "Bauer sucht Frau" Narumol und Josef nehmen zehn Flüchtlinge auf
Mit ihren Gastgebern verständigen sie sich zum großen Teil noch mit Hand und Fuß - doch Josef und Narumol sind von ihren Gästen begeistert.
"Wir freuen uns, dass wir Kriegsvertriebenen helfen können", so Josef. "Und sie freuen sich, dass sie aufgenommen werden." Narumol und er wollten Vorbilder sein. Zugleich lerne man viel durch das Zusammenleben: So werde viel diskutiert und geredet - das sei einfach toll. Und: "Sie haben eine eigene Kultur und eigene Essgewohnheiten, da kann man noch was dazulernen." RTL zufolge nennt der Bauer die Flüchtlinge bereits seine "Söhne aus Syrien".
Vielleicht kommt RTL jetzt auf die Idee, "Integrationsshows" zu produzieren. Für Unterhaltung wäre gesorgt und richtig gemacht könnten sie ein "Renner" werden. Aber dafür muß man wahrscheinlich eine andere Zielgruppe auswählen. :D

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martin v. tours
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von martin v. tours »

Interessanter Artikel (und Leserbriefe)
http://diepresse.com/home/4944517/Warum ... Cote-dAzur
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Jarom1
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Jarom1 »

Todesfälle könnten in Verbindung mit falschen Informationen durch Fluchthelfer stehen:

http://www.breitbart.com/london/2016/03 ... -detained/
Consciousness of sin, certainty of faith, and the testimony of the Holy Spirit

Dieter
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Dieter »

Konflikte in Berliner Flüchtlingsheimen Hass im Gepäck

Ahmed, Abdul und Mohammed leben in einem Berliner Flüchtlingsheim. Aus ihrer Heimat haben sie ihren Ehrenkodex mitgebracht. Und den Hass auf Schwule, Schwarze und Andersgläubige. Es wird lange dauern, bis sie wirklich ankommen. von Hannes Heine
http://www.tagesspiegel.de/berlin/queer ... bile=false

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overkott
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von overkott »

Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten heute und morgen über ein Flüchtlingsabkommen mit der Türkei. Der türkische Ministerpräsident wird zum Abschluss der Beratungen erwartet. Die Türkei bietet einen Austausch eins zu eins zuwanderungswilliger Syrer an. Für jeden von der EU der Türkei zugewiesenen illegal Zuwanderungswilligen will die Türkei an die EU einen legal Zuwanderungswilligen abgeben. Damit würde die Türkei zum offiziellen Transitland für Zuwanderungswillige in die EU. Der Modus der Auswahl legaler Zuwanderer geht aus den Meldungen nicht hervor. Auch ist die Forderung der Türkei nach Einreiseerleichterungen ist dabei eine wichtige Frage. Ob mit jedem legalen Syrer ein legaler Türke in die EU einreist, geht aus den Meldungen nicht hervor. Linke Schlepper glauben nicht an Methode Nummer 6:

http://www.vice.com/de/read/die-5-beste ... inzureisen

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overkott
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von overkott »

Die Türkei berechnet für ihre Dienstleistungen als Migrationsbehörde im Auftrag der EU 6 Milliarden Euro. Darin enthalten sind nicht nur die Verwaltungsgebühren, sondern ebenfalls die Versorgung der Antragsteller.

Caviteño
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Caviteño »

Warten wir doch erst einmal ab. Mir erscheint es mir als Träumerei von Frau Merkel und der deutschen Presse. Warum sollten andere EU-Länder einem deal mit der Türkei zustimmen? Viele sind von den sog. "Flüchtlingsströmen" nicht betroffen - warum sollten sie Migranten aus Syrien aufnehmen?
Im übrigen: Was passiert eigentlich, wenn die Türkei ihre Grenzkontrollen "schludern" läßt und die "Syrer" wieder nach GR einwandern? Sie werden dann zurückgeschickt und für jeden "Syrer", der zurück in die Türkei geht, fliegt einer nach Europa..... Mit ein bißchen Phantasie könnten so die Flüchtlingslager geräumt werden.
Für die Türkei ein Nullsummenspiel: Entweder fliegen die "Syrer" aufgrund der Rücknahmevereinbarung legal nach Europa oder sie sind bereits in GR und werden nicht zurückgenommen. Die Türkei ist sie auf jeden Fall los....

Die einzige wirksame Maßnahme ist eine robuste Grenzkontrolle und Unattraktivität als Zielland. Sich von anderen Ländern und deren Wohlwollen abhängig zu machen, bringt auf Dauer nichts. Egal ob es sich im Augenblick um die Türkei oder dannach vielleicht um Russland handelt.

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Torsten
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Torsten »

dlf hat geschrieben:Söder: "Balkanstaaten machen europäische Lösung vor"
Markus Söder im Gespräch mit Jochen Spengler 17.03.2016

[...]
"Der Bund muss seiner politischen Verantwortung nachkommen"
Spengler: Ich möchte zum Schluss noch auf die Finanzierung der Flüchtlingsunterbringung etc. zu sprechen kommen. Sie haben zusammen mit Ihrem nordrhein-westfälischen Amtskollegen als bayerischer Finanzminister in einem Brief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verlangt, dass sich der Bund zur Bewältigung der Flüchtlingskrise und ihrer Kosten mit mehr Geld beteiligen soll, bis zur Hälfte beteiligen soll, nicht wie bislang mit einem Fünftel etwa.
Jetzt hat Herr Schäuble geantwortet, dass die Länder laut Grundgesetz zuständig sind für Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen. Damit hat er doch recht, oder?
Söder: Na ja, eine sehr einfache Sichtweise. Der Bund ist zuständig, und zwar zu 100 Prozent verantwortlich für die Zuwanderung nach Deutschland. Wir haben keine Möglichkeit, die Zuwanderung nach Deutschland zu steuern. Dafür ist der Bund zuständig, und zwar zu 100 Prozent. Er kann den Ländern aber nicht nur wie im bayerischen Fall 17 oder in anderen Ländern 20 Prozent der Kosten ersetzen. Das ist unfair! Es gibt eine politische Konnexität zwischen Zuwanderung und Kosten, die dort anfallen.
Und schauen Sie, bei den Kommunen kommt jetzt eine zusätzliche Belastung. Es geht nicht nur um die Kosten der jetzigen Asylverfahren und deren Unterbringung. In dem Moment, wo die Menschen eine Anerkennung bekommen, werden sie ja nach Einschätzung von Bundesagentur und Bundesarbeitsministerium in überragender Zahl, fast 90 Prozent, in die soziale Sicherung zuwandern, in Hartz IV.
Dann entsteht für die Kommunen ein enormes Kostenrisiko, beispielsweise bei der Unterkunft. Auch da muss sich der Bund einfach stellen. Der Bund kann sich nicht an der Stelle einfach drücken und auf irgendwelche Rechtsvorschriften verweisen. Er muss da seiner politischen Verantwortung nachkommen, und zwar rasch und dringend.
[...]
Man darf gespannt sein, wie das weitergeht. Und man bekommt einen kleinen Einblick in das Denken mancher Spitzenpolitiker, hier Schäuble. Dem muss doch selber klar sein, dass die Kommunen das finanziell nicht stemmen können. "Das ist mir egal, das Gesetz ist so, und seht mal zu wo ihr bleibt." Dabei müsste er doch schon mindestens seit einem halben Jahr regelmäßig Krisentreffen mit den Finanzministern der Länder abhalten. So stelle ich mir verantwortungsvolle Politik naiverweise vor. Vielleicht geht es gar nicht um Geld, sondern nur darum, denen, die wenig haben, auch noch das letzte zu nehmen? Ich weiß es nicht, ich finde keine Erklärung für dieses Theater.

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overkott
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von overkott »

Reiseerleichterungen für Türken - was steckt dahinter?

In den Verhandlungen über den Austausch von zuwanderungswilligen Syrern geht es auch um Reiseerleichterungen für Türken. Grundsätzlich gilt für Türken noch die Visumpflicht. Sie benötigen also für die Einreise in die EU einen Sichtvermerk in ihrem Reisepass. Diesen bekommen sie nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dabei geht es um Angaben zum Zweck der Reise, um die Finanzierung, den Krankenversicherungsschutz sowie um die Rückreise. Demgegenüber können sich Bürger der EU in der EU frei bewegen und auch wohnen, wo sie wollen. Viele Rumänen und Bulgaren nutzen diese Chance zur wirtschaftlichen und sozialen Absicherung. Ein beliebtes Reiseziel ist Deutschland. Die meisten Zuwanderer in Deutschland kommen bereits jetzt schon aus der Türkei. Die Bundesrepublik hat nämlich vor Jahrzehnten Türken als Arbeitskräfte angeworben und anschließend den Familiennachzug geregelt. Durch Reisefreiheit für Türken in der EU wären der Anwerbestopp und Regelungen für den Familiennachzug praktisch aufgehoben. Verhandelt werden aber derzeit erst einmal Reiseerleichterungen vor allem für Geschäftsleute. Die EU erwartet von der Türkei biometrische Pässe sowie Kooperation in der Migrations- und Asylpolitik. Dazu gehören insbesondere Rückübernahmen aus Griechenland und Bulgarien, darüber hinaus Kooperation mit dem EU-Grenzschutz Frontex sowie mit der EU-Polizei Europol. Die EU stellt der Türkei langfristig Reisefreiheit in Aussicht.

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Juergen
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Juergen »

In Paderborn gibt es eine ehem. britische Kaserne, die Alanbrook Kaserne. Zeitweise war geplant dort die dringend benötigte neue Stadtverwaltung unterzubringen. Der gesamte Komplex liegt rund 1,5km vom Stadtzentrum entfernt. Auf den fast 20 ha stehen etwa 90 Gebäude (teilweise denkmalgeschützt).
Wie heute durch die Presse geht, soll es aber nun doch eine Flüchtlingsunterkunft werden. Das war auch schon von Zeit zu Zeit immer mal wieder im Gespräch. Die Kosten für den Umbau übernimmt das Land NRW.
http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/ ... rtier.html

Alanbrooke-Kaserne wird Massenquartier
Ab 1. Januar: Grünes Licht für eine Notunterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge

Paderborn. Die noch durch britische Streitkräfte genutzte Alanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße kann ab 1. Januar eine Notunterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge werden. Das ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen der Stadt, der Bezirksregierung und des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW. Wie der städtische Beigeordnete Wolfgang Walter gestern Abend vor dem Stadtrat sagte, soll die Flüchtlingsunterkunft vom Land betrieben werden, das einen Ersatz für seine Leichtbauhallenunterkünfte sucht.…
1.000 Eingewanderte nahe beisammen unterzubringen, halte ich nicht für besonders sinnvoll. So etwas führt nicht zur Integration, sondern höchstens zur Ghettoisierung.
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martin v. tours
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von martin v. tours »

Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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overkott
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von overkott »

Wahlen vorbei, Flüchtlingsfrage gelöst - so scheint es nach der Einigung zwischen der EU und der Türkei auf einen Austausch von illegalen gegen legale Zuwanderer. Die Türkei bekommt dafür Reiseerleichterungen und sechs Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Ab nächster Woche soll der Austausch beginnen. Unklar ist, wann und wieviele legale Zuwanderer nach Europa kommen werden und wie diese verteilt werden. Wie kam es zu diesem Kompromiss? Was stimmt die EU so optimistisch, dass die Mitgliedsstaaten auch tatsächlich ihre Kontingente aufnehmen?

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Edi
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Edi »

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von umusungu »

https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-h ... 3216.html

Geschichte wiederholt sich
und manchmal überholen die Ereignisse die Gesellschaft....
Zuletzt geändert von Hubertus am Samstag 19. März 2016, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Überlanges Zitat wg. urheberrechtlicher Bedenken entfernt.

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guatuso
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von guatuso »

Juergen hat geschrieben:In Paderborn gibt es eine ehem. britische Kaserne, die Alanbrook Kaserne. Zeitweise war geplant dort die dringend benötigte neue Stadtverwaltung unterzubringen. Der gesamte Komplex liegt rund 1,5km vom Stadtzentrum entfernt. Auf den fast 20 ha stehen etwa 90 Gebäude (teilweise denkmalgeschützt).
Wie heute durch die Presse geht, soll es aber nun doch eine Flüchtlingsunterkunft werden. Das war auch schon von Zeit zu Zeit immer mal wieder im Gespräch. Die Kosten für den Umbau übernimmt das Land NRW.
http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/ ... rtier.html

Alanbrooke-Kaserne wird Massenquartier
Ab 1. Januar: Grünes Licht für eine Notunterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge

Paderborn. Die noch durch britische Streitkräfte genutzte Alanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße kann ab 1. Januar eine Notunterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge werden. Das ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen der Stadt, der Bezirksregierung und des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW. Wie der städtische Beigeordnete Wolfgang Walter gestern Abend vor dem Stadtrat sagte, soll die Flüchtlingsunterkunft vom Land betrieben werden, das einen Ersatz für seine Leichtbauhallenunterkünfte sucht.…
1.000 Eingewanderte nahe beisammen unterzubringen, halte ich nicht für besonders sinnvoll. So etwas führt nicht zur Integration, sondern höchstens zur Ghettoisierung.
Ach ja, stoehn, das gleiche sage ich staendig ueber viele Deutsche hier, die sich in Kolonien zusammenrotten. Santa Ana, Atenas, Puerto Viejo, alles fest in Deutschtuemmelnder Hand (mit Kaiserfahne! Und mit DDR-Fahne!!) bis zum erbrechen. Da integriert sich keiner, das erwartet man nur von den "elenden" Auslaendern die nach Deutschland kommen. Der Deutsche braucht das nicht im Ausland. Der braucht seine Schweinshaxe in der Karibik oder in Asien. Und wie ich hoere, sagen solche Deutsche auch, diese karibischen Einwohner koennen nicht mal "anstaendig Karneval feiern".
Ja ja, ein lustiges Voelkchen das sich aufgemacht hat die deutschen Werte den anderen einzubleuen, bis sie es nicht mehr wagen das Maul aufzumachen. Heisst natuerlich nicht, dass Integration ueberfluessig ist. Im Gegenteil.

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Juergen
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Juergen »

2 Millionen … wir schaffen das
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 73923.html

Rekordwert
Zwei Millionen Ausländer kamen 2015 nach Deutschland

Noch nie sind mehr Ausländer neu nach Deutschland gekommen als im vergangenen Jahr. Bis zum Jahresende 2015 wurde der Zuzug von knapp zwei Millionen ausländischen Personen registriert.

Das ist das Ergebnis einer vorläufigen Schnellschätzung, die das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden vorlegte. Laut Destatis ist das die höchste Zuwanderung seit Bestehen der Statistik…
Gruß Jürgen

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umusungu
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von umusungu »


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Torsten
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Torsten »

focus hat geschrieben:Noch nie sind mehr Ausländer neu nach Deutschland gekommen als im vergangenen Jahr.
Das sehe ich ja bei mir im Ghetto, wohlgemerkt auf dem ostdeutschen ... osthüringischen (!) Dorf. Hier ist mein mozambiquanischer Nachbar, der vor 30 Jahren im Rahmen sozialistischer Bruderhilfe in die DDR kam, halbwegs integriert. Aber die afghanischen Familien vom letzten Jahr?

Wenn jeder seine Steuern zahlte, dann bekämen wir die vielleicht nicht nur durchgefüttert, sondern auch in notwendige Arbeit für die Kommune. Aber wenn die Reichen und Superreichen - ganze Konzerne - sich völlig asozial verhalten, dann kann ich mit dem Afghanen von nebenan auch nur den Ärger über den jüngsten Hartz-IV Bescheid mit (dem billigsten) Whiskey runterspülen. Es gibt hier mehr als genug Arbeit, sie kann nur nicht bezahlt werden.
Sie kostet nur Geld. Und"Jede Arbeit ist besser als gar keine Arbeit.", das zählt hier nicht.

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umusungu
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von umusungu »

Wie viele hunderttausende polnische Frauen sind in 2015 nach Deutschland eingewandert?

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Torsten
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Re: Erfolgreiche Integrationspolitik?

Beitrag von Torsten »

Aber wenn die Reichen und Superreichen - ganze Konzerne - sich völlig asozial verhalten
Den Vorwurf will ich zeitnah zurücknehmen. Sie verhalten sich kapitalistisch rational.

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