Wahlen in Frankreich

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Caviteño
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Montag 12. Juni 2017, 16:27

Stabilitas loci hat geschrieben:
Montag 12. Juni 2017, 09:23
Ingsgesammt kann man sagen wenn man sich die Wahlen in Westeuropa anschaut die Jungen haben genug von den Rezepten von vorgestern
Was sollen denn Rezepte von "vorgestern" sein?

Wenn ich mir die letzten Wahlen in "Westeuropa" (ob F. dazu gehört oder ehr dem südlichen Teil des Kontinents zuzuordnen wäre, darüber kann man trefflich streiten) kann man das eigentlich nicht feststellen:

In den NL (zweifelsfrei zu Westeuropa gehörig) ist der Amtsinhaber bestätigt worden (zwar mit Stimmverlusten, aber immerhin). Der "Wahlverlierer" Wilders hat Stimmen dazugewonnen.

In GB haben die Jungen vor allem die Labour Party gewählt. Warum diese mit ihren sozialistischen Ideen keine Rezepte von "vorgestern" verschreiben soll, ist mir auch nicht ganz klar - einmal abgesehen davon, das sie keine Regierung stellt. Die Mehrheit der Briten will offensichtlich den Brexit nicht rückgängig machen und fühlt sich im eigenständigen Nationalstaat (ohne EU-Oberaufsicht) wohl. Ein Rezept von vorgestern? :D

Was schließlich F. betrifft: Warten wir erst einmal ab, wie Macron bei der chronisch streikbereiten und -willigen Bevölkerung Reformen durchsetzen kann. Selbst wenn D. "Macron helfen" will wird es in der nächsten Legislaturperiode schwieriger werden: Zum ersten Mal wird voraussichtlich eine Partei im Parlament vertreten sein, die Haftungen, Vergemeinschaftungen usw. nicht pauschal abnickt, sondern diese kritisch sieht. Das wird zu Verzögerungen (Nachfragen, Organklagen) und größerer Vorsicht auf Seiten der Regierung führen.
Der von Macron sicherlich beabsichtigte Weg, eine Party zu feiern und die Rechnung nach Berlin zu schicken, wird nicht mehr so einfach wie bisher.

Noch eins: Nur weil die von Dir so titulierten "Marktschreier" die Wahlvorhersagen nicht erreichen, sind die Probleme nicht verschwunden. Das Wettbewerbsdefizit der Südländer (einschl. F) besteht nach wie vor und man darf gespannt sein, wie Macron und der künftige ital. MP dieses "sozialverträglich" beheben wollen. :D

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Raphael
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Raphael » Montag 12. Juni 2017, 16:34

Caviteño hat geschrieben:
Montag 12. Juni 2017, 16:27
Was schließlich F. betrifft: Warten wir erst einmal ab, wie Macron bei der chronisch streikbereiten und -willigen Bevölkerung Reformen durchsetzen kann. Selbst wenn D. "Macron helfen" will wird es in der nächsten Legislaturperiode schwieriger werden: Zum ersten Mal wird voraussichtlich eine Partei im Parlament vertreten sein, die Haftungen, Vergemeinschaftungen usw. nicht pauschal abnickt, sondern diese kritisch sieht. Das wird zu Verzögerungen (Nachfragen, Organklagen) und größerer Vorsicht auf Seiten der Regierung führen.
Der von Macron sicherlich beabsichtigte Weg, eine Party zu feiern und die Rechnung nach Berlin zu schicken, wird nicht mehr so einfach wie bisher.
Die Entzauberung des jungen und dynamischen Macron wird schneller erfolgen als es vielen lieb sein kann. :hmm:
Man kann auf Dauer ([Punkt]) sowenig gegen die ökonomischen Gesetze regieren wie gegen die Naturgesetze.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Stabilitas loci
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Stabilitas loci » Montag 12. Juni 2017, 16:40

Nochmals die Marktschreier sind weit hinter den Erwartungen geblieben; mehr hab ich nicht gesagt:
Was Herr Macron tun wird kann niemand sagen wichtig ist nur das weder Herr Wilders noch Frau Le Pen oder Herr Strache sagen können die Mehrheit seht hinter ihnen und ihrer Islam Paranoia.
Interessant wird das Abschneiden der AfD in der Bundesrepublik und der FPÖ hier in Österreich bei den heurigen Wahlen

Lilaimmerdieselbe
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Montag 12. Juni 2017, 16:53

Was mich irritiert an den Frankreichwahlen ist die unterirdische Wahlbeteiligung. GB, die Niederlande und auch NRW haben doch aus guten Gründen mal wieder was vorzeigbares zustande gebracht. Warum Frankreich in dieser Situation nicht?
Eine Radiomoderation WDR5 hatte die Idee, es läge am französischen Wahlsystem. Wenn man in einigen Wahlkreisen 20 Leute zur Auswahl hat, von denen man die meisten nicht kennt, wartet man ab, bis es nur noch zwei sind und hat noch eine Woche Zeit, sich dann zu entscheiden. Kann dann zwar Pest und Cholera sein, aber völlig unsinnig kam es mir nicht vor.

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overkott
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von overkott » Freitag 16. Juni 2017, 01:25

Der zweite Wahlgang nächste Woche wird Frankreich sinnvollerweise eine handlungsfähige Mehrheit bringen. Die etablierten Parteien stehen vor der Herausforderung, sich in der Opposition personell zu erneuern. Der FN wird dann wieder schrumpfen.

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overkott
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von overkott » Montag 19. Juni 2017, 10:47

Die Wahlen am Sonntag haben die handlungsfähige Mehrheit erbracht. Dass der liberale Macron mit 43 Prozent die absolute Mehrheit der Sitze erreichen konnte, ist erträglich dadurch, dass auch Kleinparteien unter 5 Prozent ( etwa die Linksliberalen ) mit einem Sitz im Parlament überrepräsentiert sind. Dennoch ist die Opposition nicht zersplittert. Für demokratische Kontrolle sorgen vor allem die konservativen Republikaner, die im Vergleich zur Regierungspartei Republik im Aufbruch ein Drittel der Sitze erreichten. Dagegen spielten die Rechtspopulisten auch im zweiten Wahlgang keine große Rolle.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Stabilitas loci » Montag 19. Juni 2017, 10:53

und das ist wiederum ein sehr positives Zeichen für Westeuropa

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von TeDeum » Montag 19. Juni 2017, 16:07

Ein "weiter so wie bisher" ? Mit einem Goldman Sachs Mann an der Spitze? Mir wird da eher übel.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Montag 19. Juni 2017, 16:38

TeDeum hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 16:07
Ein "weiter so wie bisher" ? Mit einem Goldman Sachs Mann an der Spitze? Mir wird da eher übel.
Er war nicht bei Goldman Sachs, sondern bei Rothschild & Cie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Emmanuel_ ... mentbanker

Diese "Herkunft" dürfte es ihm auch schwer machen, die notwendigen Reformen in F. durchzusetzen. Bei den streikfreudigen Gewerkschaften wird das - trotz seiner Mehrheit im Parlament - keine einfache Aufgabe. Ob die Unterstützung seiner Enarchen ausreicht, um der Bevölkerung diesen Sparkurs mit Einschnitten zu verordnen, muß man abwarten.

Vielleicht gilt die alte Astronomenweisheit auch in der Politik: Sterne strahlen am hellsten kurz vor ihrem Verglühen. Wenn ich da an Martin Schulz oder Herrn von und zu Guttenberg (im Ausland fallen mir da Renzi und Monti, auch Obama ein) denke, scheint das nicht so ganz abwegig zu sein.

Aber immerhin schön, daß unsere Medien nach Trump und Brexit jetzt wieder etwas zu jubeln haben.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Stabilitas loci » Dienstag 20. Juni 2017, 10:28

was er machen wird werden wir sehen wichtig ist das diese ganzen Islamo und Eu Paranoiker meilen weit von einer Mehrheit in Europa sind obwohl sie immer so tun als würden sie für das Volk sprechen'
Ich gebe gerne zu daß das Ergebnis von Madame Le Pen und des FN mir eine wirkliche Wonne ist

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overkott
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von overkott » Dienstag 20. Juni 2017, 17:44

Der Wähler beauftragt Macron mit einer Parlamentsreform, mit einer Schlankheitskur für die Verwaltung sowie einer Privatisierung der Wirtschaft. Während in Deutschland jeder dritte Arbeitnehmer mit Autos Geld verdient, arbeitete vor zehn Jahren in Frankreich noch jeder vierte für den Staat. Im Zuge der Sanierung der Staatsfinanzen sollen auch die Altersbezüge von öffentlicher Hand und privater Wirtschaft angeglichen werden. Macron hat am Sonntag die notwendige Mehrheit bekommen; viele Franzosen sind jedoch Philosophen geblieben.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Dienstag 20. Juni 2017, 22:27

Macrons Bewährungsprobe

Es dürfte schwierig werden, denn trotz des strahlenden Ergebnisses hat nur ein geringer Teil der Franzosen für Macron gestimmt:
Aber die Legitimation ist trotz der Mehrheiten dünn. Denn sie besteht de facto nur mathematisch. Mehr als die Hälfte aller Wähler ist schon beim ersten Wahlgang zuhause geblieben, beim zweiten waren es noch mehr, die Wahlbeteiligung lag bei 43 Prozent. Macron kann sich de facto gerade mal auf rund 15 Prozent der Wählerschaft und etwa halb so viel Wähler wie bei seiner eigenen Wahl stützen.
Er will mit Dekreten regieren - damit es schneller geht. Merkwürdig, daß das in der deutschen Presse noch nicht groß thematisiert wurde. Bei Trump war das anders.....

Aber Rettung naht bereits: Die Kanzlerin kann "sich vorstellen" auf einen Teil seiner Forderungen einzugehen:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich offen für einen Euro-Finanzminister und ein eigenes Budget für die Währungsgemeinschaft gezeigt. "Man kann natürlich über einen gemeinsamen Finanzminister nachdenken, wenn die Rahmenbedingungen stimmen", sagte Merkel auf dem Tag der deutschen Industrie in Berlin.
(...)
"Man kann sehr wohl über ein Eurobudget nachdenken, wenn klar ist, dass man damit wirklich Strukturen stärkt und sinnvolle Dinge macht", sagte sie.
(...)
Deshalb könne man sich "sehr gut eine Wirtschaftsregierung vorstellen".
http://www.n-tv.de/politik/Merkel-ist-o ... 98923.html

Kommt alles bekannt vor. Auch der Euro sollte nur eingeführt werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Nach der Wahl wird dann auch über eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung und eine Vergemeinschaftung der Einlagensicherung gesprochen werden. Jetzt würde es die "Menschen verunsichern"..... :D

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von umusungu » Dienstag 20. Juni 2017, 22:38

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 20. Juni 2017, 22:27

Kommt alles bekannt vor. Auch der Euro sollte nur eingeführt werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Nach der Wahl wird dann auch über eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung und eine Vergemeinschaftung der Einlagensicherung gesprochen werden.
All das ist sinnvoll und auf Dauer notwendig.
Der Berliner Senats-Schlendrian wird auch von allen bezahlt, bzw der Luxus der selbständigen Stadtstaaten.

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overkott
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von overkott » Mittwoch 21. Juni 2017, 09:36

Nach der Wahl am Sonntag baut Präsident Macron das Kabinett um. Die Minister der gemäßigten Demokratischen Bewegung treten wegen einer Scheinbeschäftigungsaffäre ihrer Partei zurück. Der Bewegung wird vorgeworfen, dass EU-Abgeordnete Mitarbeiter statt für parlamentarische Aufgaben parteiintern eingesetzt haben sollen. Sie hatte Macron bei der Präsidentschaftswahl unterstützt. Nach seiner Wahl hatte dieser Mitte Mai das Kabinett Philippe ernannt. deren Minister ein breites Spektrum der Parteien repräsentieren. Außer dem Premier Philippe gehören die Minister für Wirtschaft und Haushalt den konservativen Republikaner an. Fast die Hälfte der Minister wird keiner Partei zugerechnet. Macrons eigene Partei Republik im Aufbruch stellt einen Minister und zwei Staatssekretäre. Nachdem die Partei über die absolute Mehrheit im Parlament verfügt, könnten aus ihren Reihen Minister nachrücken.

Stabilitas loci
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Stabilitas loci » Mittwoch 21. Juni 2017, 11:07

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 20. Juni 2017, 22:27
Macrons Bewährungsprobe

Es dürfte schwierig werden, denn trotz des strahlenden Ergebnisses hat nur ein geringer Teil der Franzosen für Macron gestimmt:
Aber die Legitimation ist trotz der Mehrheiten dünn. Denn sie besteht de facto nur mathematisch. Mehr als die Hälfte aller Wähler ist schon beim ersten Wahlgang zuhause geblieben, beim zweiten waren es noch mehr, die Wahlbeteiligung lag bei 43 Prozent. Macron kann sich de facto gerade mal auf rund 15 Prozent der Wählerschaft und etwa halb so viel Wähler wie bei seiner eigenen Wahl stützen.
Er will mit Dekreten regieren - damit es schneller geht. Merkwürdig, daß das in der deutschen Presse noch nicht groß thematisiert wurde. Bei Trump war das anders.....

Aber Rettung naht bereits: Die Kanzlerin kann "sich vorstellen" auf einen Teil seiner Forderungen einzugehen:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich offen für einen Euro-Finanzminister und ein eigenes Budget für die Währungsgemeinschaft gezeigt. "Man kann natürlich über einen gemeinsamen Finanzminister nachdenken, wenn die Rahmenbedingungen stimmen", sagte Merkel auf dem Tag der deutschen Industrie in Berlin.
(...)
"Man kann sehr wohl über ein Eurobudget nachdenken, wenn klar ist, dass man damit wirklich Strukturen stärkt und sinnvolle Dinge macht", sagte sie.
(...)
Deshalb könne man sich "sehr gut eine Wirtschaftsregierung vorstellen".
http://www.n-tv.de/politik/Merkel-ist-o ... 98923.html

Kommt alles bekannt vor. Auch der Euro sollte nur eingeführt werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Nach der Wahl wird dann auch über eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung und eine Vergemeinschaftung der Einlagensicherung gesprochen werden. Jetzt würde es die "Menschen verunsichern"..... :D
langsam langsam
Das Präsident Trump mit Dekreten etwas einführen will ist eine Sache daß es zum Teil idiotische Dinge sind eine zweite die Presse berichtet darüber eine dritte aber alle nicht von Bedeutung das Einzige was von bedeutung ist daß die Justiz sagt husch husch die Waldfee kommt nicht in Frage wenn Herr Macron ein Dekret erläßt kann auch jeder der davon betroffen ist ein Gericht einschalten wie auch in Deutschland und Österreich alles ganz normal

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Pilgerer » Mittwoch 21. Juni 2017, 11:23

Napoleon hatte bei seiner Wahl zum Kaiser mehr Zustimmung: https://en.wikipedia.org/wiki/French_co ... ndum,_1804
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 21. Juni 2017, 11:46

Stabilitas loci hat geschrieben:
Mittwoch 21. Juni 2017, 11:07
Das Präsident Trump mit Dekreten etwas einführen will ist eine Sache daß es zum Teil idiotische Dinge sind eine zweite die Presse berichtet darüber eine dritte aber alle nicht von Bedeutung das Einzige was von bedeutung ist daß die Justiz sagt husch husch die Waldfee kommt nicht in Frage wenn Herr Macron ein Dekret erläßt kann auch jeder der davon betroffen ist ein Gericht einschalten wie auch in Deutschland und Österreich alles ganz normal
"Idiotisch" liegt immer im Auge des Betrachters bzw. gibt die Meinung der deutschsprachigen Medien wieder.

Daß es in den USA nicht möglich sein soll, sich bei persönlicher Betroffenheit eines Dekrets an die unabhängigen Gerichte zu wenden, ist mir neu. Da wirst Du sicherlich noch Belege nachreichen.

Ach so, ganz so "idiotisch" scheinen die Wähler die Politik von Trump nicht zu sehen. Zumindest waren die Republikaner bei den Nachwahlen erfolgreich. :breitgrins:

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Mittwoch 21. Juni 2017, 11:59

Du hast den Inhalt des Beitrags nicht verstanden. Natürlich wurde Präsident Trump bei seinen Dekreten durch Gerichte ausgebremst.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 21. Juni 2017, 20:29

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Mittwoch 21. Juni 2017, 11:59
Du hast den Inhalt des Beitrags nicht verstanden. Natürlich wurde Präsident Trump bei seinen Dekreten durch Gerichte ausgebremst.
Das mag ja sein - liegt dann aber nicht an mir, sondern an der fehlenden Interpunktion des Foranten. Eigentlich sollte man auf so etwas überhaupt nicht antworten.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von overkott » Mittwoch 21. Juni 2017, 20:42

Man darf gespannt sein, ob die personelle und moralische Erneuerung in Frankreich nur ein Projekt bleibt, die eigene Position zu stärken.

Außerdem sollte man im Hinblick auf einen EU-Finanzminister schauen, wie Frankreich die eigenen Finanzen vorbildlich in den Griff bekommt. Denn man darf wohlwollend unterstellen, dass Frankreich nicht die französischen Probleme zu einem europäischen machen möchte. Gerade im Hinblick auf den geplanten Bürokratieabbau in Frankreich und die erfolgreichen Konsolidierungsbemühungen beim EU-Haushalt, sollte man jetzt nicht leichtfertig die teure EU-Bürokratie weiter aufblähen und die Zügel bei der Konsolidierung schleifen lassen. In der notwendigen Debatte über die Vertiefung der europäischen Finanzbeziehungen sollte man die Einnahmen- und Ausgabenverantwortung in einen engen Zusammenhang stellen und subsidiar nur dann Mitgliedsstaaten bei der Ausgabenverantwortung entlasten, wenn sie mit der Einnahmenverantwortung überfordert sind.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von overkott » Mittwoch 21. Juni 2017, 21:56

Während die zwangsfinanzierte Fragenschau aus der Regierungsumbildung ein Suchspiel macht und das Publikum über die politische Ausrichtung im Unklaren lässt, übt sich das zwangsfinanzierte Gegenstück aus Mainz in stiller Post und berichtet direkt aus zweiter Hand.

Macron setzt mit dem Regierungsumbau seiner großen Koalition einen sozialistischen Akzent vor allem in den Bereichen Justiz und Verteidigung. Künftig wird eine Frau mehr als bisher dem Kabinett angehören. Der Bündnispartner Demokratische Bewegung verlässt die Regierung nach einem Monat. Anlass dafür ist eine Scheinbeschäftigung. Konservative Republikaner verantworten die Ministerien für Wirtschaft und Haushalt.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Freitag 23. Juni 2017, 14:14

Pannenserie in Paris - Es brennt im Élysée-Palast

Innerhalb von zwei Wochen nach den Wahlen hat Macron schon drei Minister verloren, die wichtigen Minsterien (Verteidigung, Justiz und Europa) vorstanden.
Mit der zurückhaltenden Berichterstattung in den deutschen Medien beschäftigt sich der oa Artikel.
Was für ein Unterschied zu den Tagen, als die deutschen Leitmedien noch von der Eigen-Imagination beseelt waren, die Trump-Administration in Washington könnte bei nur ausreichend konzentriertem Dauerfeuer in Bälde auseinanderfallen. Jeder Rücktritt, und sei es der eines Subalternen oder einer noch von Obama ernannten Vize-Ministerin, kündete von der nahenden Trump-Dämmerung.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Sonntag 23. Juli 2017, 22:54

Macron verliert deutlich an Zustimmung

Man hat wahrscheinlich die geringe Wahlbeteiligung ausgeblendet, mit der Macron zum Sieger gewählt wurde. Für einen großen Teil der Franzosen waren offensichtlich weder Macron noch LePen die geeigneten Kandidaten.

Wir dürfen gespannt sein, wie Macron seine Agenda bei den streiklustigen Franzosen durchsetzen will. Aber Merkel wird schon ein paar Schecks ausstellen, um "Macron zu helfen" - Bezogener ist der deutsche Steuerzahler.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Pilgerer » Montag 24. Juli 2017, 14:13

Nach Chirac haben die französischen Präsidenten nur je 5 Jahre (eine Amtsperiode) auf dem Thron geschafft: Sarkozy, Hollande, jetzt vielleicht auch Macron. Wie müsste ein Präsident in Frankreich sein, der eine Wiederwahl schaffen würde?
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Montag 24. Juli 2017, 15:24

Pilgerer hat geschrieben:
Montag 24. Juli 2017, 14:13
Nach Chirac haben die französischen Präsidenten nur je 5 Jahre (eine Amtsperiode) auf dem Thron geschafft: Sarkozy, Hollande, jetzt vielleicht auch Macron. Wie müsste ein Präsident in Frankreich sein, der eine Wiederwahl schaffen würde?
Ob es den in Zeiten der EU und des Euros überhaupt geben könnte? :hmm:

Wenn nur wirtschaftliches Wachstum zu einem höheren (oder zumindest gleichbleibendem) Lebensstandard führt, wird es schwierig für einen Präsidenten, der eine zweite Amtszeit anstrebt.
Wo soll das Wachstum denn herkommen, ohne schmerzhafte Reformen durchzuführen? Die sind aber bei der chronisch streikbereiten Bevölkerung kaum durchsetzbar.
Natürlich kann ein Präsident versuchen, mittels verschiedener "Vergemeinschaftungen" Zugriff auf den Bundeshaushalt zu bekommen und die bisherigen Sozialstandards noch eine Weile aufrechtzuerhalten. Aber auf Dauer ist das auch keine Lösung - sofern es überhaupt durchsetzbar ist.

Das früher häufig genutzte Instrument der Währungsabwertung funktioniert nicht mehr. Wenn aber eine äußere Abwertung nicht möglich ist und eine innere Abwertung (durch Lohnkürzungen) auf den Widerstand der Gesellschaft stößt - wie soll ein Präsident da erfolgreich sein? :achselzuck:

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Torsten
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Torsten » Dienstag 25. Juli 2017, 22:13

Du hast ein ganz wichtiges Element vergessen oder unterschlagen: Wettbewerbsfähigkeit.

Und vor diesem Hintergrund wirkt das Gerede von "schmerzhaften Reformen" und "Lohnkürzungen" nicht nur nicht zielführend, sondern geradezu armselig. Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit werden von technischer Innovation und Fortschritt befeuert. Sowohl was die Produkte angeht als auch ihre Herstellung. Du dagegen redest hier der Inflation und Stagnation das Wort. :D

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Torsten » Dienstag 25. Juli 2017, 22:30

Relativer und absoluter Mehrwert

Vielleicht solltest du mal sowas lesen, anstatt "völkischer Angstfantasien"?

Pilgerer
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Pilgerer » Mittwoch 26. Juli 2017, 09:54

Torsten hat geschrieben:
Dienstag 25. Juli 2017, 22:13
Du hast ein ganz wichtiges Element vergessen oder unterschlagen: Wettbewerbsfähigkeit.

Und vor diesem Hintergrund wirkt das Gerede von "schmerzhaften Reformen" und "Lohnkürzungen" nicht nur nicht zielführend, sondern geradezu armselig. Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit werden von technischer Innovation und Fortschritt befeuert. Sowohl was die Produkte angeht als auch ihre Herstellung. Du dagegen redest hier der Inflation und Stagnation das Wort. :D
Es ist durchaus möglich, eine Wirtschaft so zu reformieren, dass sie besser und freiheitlicher läuft, und gleichzeitig einen Sozialstaat mit guter Grundsicherung zu unterhalten. Armutsbekämpfung ist immer machbar. Was teuer ist, ist der Sozialstaat für die Mittelschicht, wo allerdings die Mehrzahl der Wähler sitzt, weshalb die Regierungen dazu neigen, hier zu viele Wohltaten zu verteilen.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Freitag 28. Juli 2017, 15:16

Torsten hat geschrieben:
Dienstag 25. Juli 2017, 22:13
Du hast ein ganz wichtiges Element vergessen oder unterschlagen: Wettbewerbsfähigkeit.

Und vor diesem Hintergrund wirkt das Gerede von "schmerzhaften Reformen" und "Lohnkürzungen" nicht nur nicht zielführend, sondern geradezu armselig. Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit werden von technischer Innovation und Fortschritt befeuert. Sowohl was die Produkte angeht als auch ihre Herstellung. Du dagegen redest hier der Inflation und Stagnation das Wort. :D
Wo habe ich das vergessen?
Die Wettbewerbsfähigkeit ist doch die Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum. Wie könnte ein nichtwettbewerbsfähiges Land noch ein Wirtschaftswachstum ausweisen? :breitgrins:

Sicher fördern Innovation und technischer Fortschritt die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bzw. einer Industrie. Nur wo siehst Du diese Voraussetzungen in Frankreich denn erfüllt? Da fällt doch nicht nur F sondern da fallen alle EU-Staaten ab. Warte einmal ab, wenn sich in einigen Jahren bei der Automobilindustrie der technisch weitaus anspruchslosere Elektromotor durchsetzt. Ein Blick in den Wirtschaftsteil ist da sehr aufschlußreich.

Im übrigen habe ich nicht damit gerechnet, daß die Entzauberung des "Europäers" Macron so schnell kommen würde:

Macron düpiert Italien

Er annulliert eine frühere Vereinbarung der Regierung Hollande über den Verkauf der größten Schiffswerft an eine ital. Konsortium und will die Werft verstaatlichen.
Dieser harte Eingriff passt nicht nur wenig zur liberalen Wirtschaftspolitik von Macron. Auch sein Bekenntnis zu einem stärker integrierten Europa erscheint damit in einem anderen Licht. Wenn ein EU- Partner kein zuverlässiger Anteilseigner sein soll, wie soll Europa dann zusammenwachsen?
Auch seine Politik bzgl. der "Flüchtlings"lager in Libyen ist weder mit der EU noch mit den Partnern abgesprochen. Besonders bemerkenswert:
Allerdings erscheint mittlerweile sein überraschend anberaumtes Treffen mit dem lybischen Regierungschef Fayez al-Sarraj und dem mit diesem verfeindeten General Chalifa Haftar in einem anderen Licht. Möglicherweise diente es vor allem den Zweck, beide zu überzeugen, Flüchtlinge in Lybien festzusetzen, damit sie nicht die Reise über das Mittelmeer antreten. Italien hatte an dem Treffen teilnehmen wollen, wurde von Macron aber nicht eingeladen.
Damit erklärt F das Nachbarland IT praktisch zu einem Partner 2. Klasse. Klar, von Berlin erhofft er sich im Augenblick wohl einen größeren Geldsegen. Wahrscheinlich werden uns die Medien nach der Wahl schon klarmachen, daß "wir" Macron "helfen" müssen - damit es in "Europa" weitergeht....

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Sonntag 30. Juli 2017, 20:47

Hans-Werner Sinn schlägt Alarm: Macrons Euro-Reform bedroht deutsche Steuerzahler
Frankreichs neuer starker Mann wolle außerdem, so argumentiert Sinn, über eine gemeinsame Einlagenversicherung für die Banken und eine Europäische Arbeitslosenversicherung „einen direkten Geldfluss von Norden in den Süden organisieren“.
(...)
Die sogenannte Fiskalunion ist für Hans-Werner Sinn nichts anderes als eine Transfer- und Schuldenunion. Wirtschaftlich könne sie gar nicht im Interesse Deutschlands sein. Denn eine Bankenunion à la Macron bedeutete eigentlich, dass die nördlichen Länder der Euro-Zone, vor allen anderen Deutschland, in den südlichen Ländern und in Irland einen großen Teil der Sicht- und Spareinlagen absichern müssten. Sinn beziffert das Volumen auf die gigantische Summe von 3,69 Billionen Euro.
Prof. Sinn äußert sich auch zu der angedachten Vergemeinschaftung der Arbeitslosenversicherung. Er sieht hier erhebliche Manipulations- (besser: Betrugs-)Möglichkeiten. So könne der in den Südländern übliche frühe Rentenbeginn nach hinten verschoben werden - die Zahlung bis dahin leistet die europ. Arbeitslosenversicherung.

Man darf getrost davon ausgehen, daß die alte und (vermutlich) neue Kanzlerin nach der Wahl alles tun wird, um Macron "zu helfen". Das wird insbesondere dann geschehen, wenn sich in F. die ersten Proteste gegen eine möglich Kürzung der Sozialleistungen zeigen werden. Für den deutschen Steuerzahler wird es teuer.

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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Caviteño » Dienstag 6. Februar 2018, 11:40

Deutsche Journalisten lieben Macron - die NZZ untersucht, warum das so ist:

Woher kommt die Liebe der deutschen Journalisten zu Macron?
Macron hat den deutschen Horror verhindert: eine Wahl von Marine Le Pen. Ein Held sei, wer einen Drachen töte, schrieb die «Süddeutsche Zeitung». Macron wurde zum Helden erklärt.
(...)
Die Unfähigkeit deutscher Politiker, in vernünftiger Zeit eine Regierung zu bilden, wäre man noch geneigt hinzunehmen, liesse man nicht Macron warten. Das ist für deutsche Journalisten fast das Unerträglichste an der jetzigen Situation: der wartende Macron. Der arme Träumer, der warten muss, bis er Europa retten kann, wird in vielen Artikeln beschrieben.
Die FT weist am gleichen Tag darauf hin, daß es mit Macrons Rückhalt wohl nicht so ganz weit her ist:
Mr Macron’s approval ratings have fallen below the 50 per cent line this month, as discontent has risen over an array of issues including higher taxes on pensioners and cigarette smokers. Mr Macron’s pro-business reforms, intended to boost economic growth and reduce high unemployment, are viewed by working class voters as favouring the wealthy. The government has faced walkouts in hospitals, prisons and universities over cuts and reforms and endured criticism over a tougher than expected immigration bill.
France’s ancien regime resists Macron’s revolution

Schon verständlich, daß man von Schulz & Co hören konnte, man müsse "Macron helfen" - was im Endeffekt auf eine Finanzierung franz. Sozialleistungen durch deutsche Steuergelder hinauslaufen würde. Denn nur so kann Macron schmerzhafte Reformen und ein Aufbegehren der streikwilligen Franzosen vermeiden.

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Niels
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Re: Wahlen in Frankreich

Beitrag von Niels » Sonntag 11. März 2018, 17:05

Von Raider zu Twix, von "FN" zum "RN"?: https://www.welt.de/politik/ausland/art ... issen.html
Die französische Front National soll künftig „Rassemblement National“ (Nationaler Zusammenschluss) heißen.
Der neue Name solle ein „Aufruf sein, sich uns anzuschließen“. Der Begriff "Front“ klinge zu militärisch.
Die FN-Mitglieder sollen nun per Briefwahl darüber abstimmen, ob die Partei sich tatsächlich umbenennt.
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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