Donald Trump - 45. Präsident der USA

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martin v. tours
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von martin v. tours » Sonntag 13. November 2016, 08:11

Man stelle sich vor, einige weisse Trump-Fans würden einen einzelnen schwarzen Clinton-Fan verprügeln. So ein Video würde nicht, wie dieses, bei youtube gelöscht.
http://1nselpresse.blogspot.co.at/216/ ... r-mob.html
Nein, das wäre die Schockmeldung bei der Tagesschau und bei Maischberger und Co. würden die Welterklärer hyperventilieren.
Aber so…

Oder heute in der Printausgabe des Focus gesehen, ein Foto von Demonstranten mit einer Trump-Puppe am Galgen. Nicht so schlimm, ist ja nur eine Demonstration.
Und, wie war das noch vor einigen Monaten als in Deutschland bei irgendeiner Demo (AfD? Pegida?) jemand mit einem Galgen mitgemacht hat ?
Was gab es da für eine Empörung.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Caviteño
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 13. November 2016, 10:52

Das Bild des neuen Ausgabe des Spiegels kommentiert Michael Klonovsky:
Erinnern wir uns angesichts des allgemeinen Entsetzens, in welches die US-Wahlen das Gros der Besserdeutschen gestürzt haben, an die „Yes we can!“-Besoffenheit und die Obama-Seligkeit vor acht Jahren. Im Grunde ist es dieselbe Reaktion, nur eben um 18 Grad in die Gegenrichtung gedreht. An die Stelle des Messias aus Übersee ist heute der überseeische Teufel getreten. In solchen kollektiven Aufwallungen tritt ein archaisches, herdenhaftes, zutiefst infantiles Verhältnis zu den Ereignissen der großen Politik zutage. Die vermeintlich Aufgeklärten benehmen sich so hysterisch wie mittelalterliche Weltuntergangssekten. Dass der Spiegel Donald Trump auf besagtem Titel als einen auf die Erde zurasenden Kometen darstellt, passt trefflich in dieses Bild.
http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna - 12. November 216

Dazu paßt ein Buch - herausgegeben 29:

OBAMA (The New York Times ) Hoffnung für die Welt

:D

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Torsten
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Torsten » Sonntag 13. November 2016, 11:37

Caviteño hat geschrieben:Wenn es stimmt, daß die Wahl diesmal nicht durch die Medien, sondern vor allem im Netz entschieden wurde, dürfte dieses video einen erheblichen Anteil daran haben:

Dieses Video macht Trump zum US-Präsidenten!

Hochprofessionell gemacht - besser geht es nicht. Mit deutschen Untertiteln. Da dürfte auch dem Letzten klar werden, warum es Trump gelang, soviele Menschen zur Stimmabgabe und den Wechsel zu bewegen.
Zur Erinnerung:
https://www.youtube.com/watch?v=8P6fK9zhSX4
Obama über Clinton: 28 und 216.

Aber lassen wir uns mal von Trump überraschen. Viel mehr können wir eh nicht tun.

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Libertas Ecclesiae
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonntag 13. November 2016, 12:14

„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

Caviteño
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 13. November 2016, 12:32

:D :daumen-rauf:

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Juergen
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Juergen » Sonntag 13. November 2016, 12:55

Trump dankt Merkel für ihre Belehrungen

Ich habe aus dritter Hand einige Hinweise auf die künftige Politik des neuen amerikanischen Präsidenten erhalten. Sie sind ohne Gewähr, aber es sieht so aus, als wolle Donald Trump in Ermangelung einer eigenen Ethik eine hochkarätig besetzte Ethik-Kommission bilden, die er überwiegend mit deutschen Persönlichkeiten besetzen möchte. Den Vorsitz, so wird gemunkelt, soll Angela Merkel übernehmen.



Immerhin: Man sei außerordentlich dankbar, von deutschen Führungspersönlichkeiten in Fragen der Ethik und der Menschenrechte beraten zu werden. Denn wenn es um das Belehren anderer gehe, seien die Deutschen nun mal unschlagbar.
:D
Gruß Jürgen

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Fragesteller
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Fragesteller » Sonntag 13. November 2016, 14:02

Juergen hat geschrieben:Tritt in den Arsch der Wähler. [...] Gehtsnoch?
Torsten hat geschrieben:lupenreine Demokratie
Caviteño hat geschrieben:Demokratieverständnis
Moment. Mehrheitswahlrecht und "the winner takes it all" einerseits, faithless electors andererseits sind zwei Mechanismen, die gleichermaßen den Wählerwillen verzerren, dabei aber gleichermaßen folgerichtige und verfassungsgemäße Konsequenzen desselben Systems der indirekten Wahl sind. Wer die Legitimität der ersten Verzerrung verteidigt, darf sich über die zweite nicht beschweren; wenn ihm daran gelegen ist, einen "Tritt in den Arsch der Wähler" zu vermeiden, müsste er sich sogar freuen, wenn die zweite Verzerrung der ersten entgegenwirkte. -- Nur eintreten wird das halt nicht ...

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von ar26 » Sonntag 13. November 2016, 18:10

Fragesteller hat geschrieben:Moment. Mehrheitswahlrecht und "the winner takes it all" einerseits, faithless electors andererseits sind zwei Mechanismen, die gleichermaßen den Wählerwillen verzerren, dabei aber gleichermaßen folgerichtige und verfassungsgemäße Konsequenzen desselben Systems der indirekten Wahl sind. Wer die Legitimität der ersten Verzerrung verteidigt, darf sich über die zweite nicht beschweren; wenn ihm daran gelegen ist, einen "Tritt in den Arsch der Wähler" zu vermeiden, müsste er sich sogar freuen, wenn die zweite Verzerrung der ersten entgegenwirkte. -- Nur eintreten wird das halt nicht ...
Das ist so nicht richtig. Das Mehrheitswahlrecht ist eine vor der Wahl allen bekannte Tatsache. Faithless electors sind es nicht. Im Übrigen scheint es der Wille der US-Verfassungsväter gewesen zu sein, daß ein Präsident die Mehrheit der Bundestaaten hinter sich haben muss, was durch ein absolutes Verhältniswahlrecht nicht gewährleistet wäre. Da die USA aber ein Bundesstaat mit weitgehender Autonomie der Einzelstaaten ist, spiegelt das gegenwärtige System auch diesen Aspekt wieder. Warum sollte man sich in Arkansas oder Texas ständig vom Willen der Neu Jorker oder Kalifornier dominieren lassen?

Zwar muss die Zahl der electors den tatsächlichen Bevölkerungsverhältnissen hinreichend entsprechen. Dies ist jedoch nicht immer mathematisch exakt möglich und darf auch nicht zu einer dauerhaften Dominanz weniger bevölkerungsreicher Staaten über viele dünner besiedelten Staaten führen.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonntag 13. November 2016, 18:18

„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Juergen
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Juergen » Sonntag 13. November 2016, 18:30

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Erstes TV-Interview:
Donald Trump will drei Millionen illegale Migranten abschieben
Und?
Hat Frau Merkel schon zugesagt, diese Leute aufzunehmen?
Gruß Jürgen

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umusungu
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von umusungu » Sonntag 13. November 2016, 23:10

Juergen hat geschrieben:
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Erstes TV-Interview:
Donald Trump will drei Millionen illegale Migranten abschieben
Und?
Hat Frau Merkel schon zugesagt, diese Leute aufzunehmen?
hat sie dir doch schon geschrieben.......

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Torsten
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Torsten » Sonntag 13. November 2016, 23:15

tagesschau hat geschrieben:Trump will drei Millionen "Illegale" abschieben
[...]Ausgewiesen werden sollten "Kriminelle, Bandenmitglieder, Drogendealer", sagte Trump laut den vorab veröffentlichten Auszügen eines Interviews mit dem Sender CBS, das um 01:00 Uhr deutscher Zeit ausgestrahlt werden soll. "Wir schaffen sie außer Landes, oder wir sperren sie ein", so Trump.
[...]
Auf den Philippinen geht man damit noch ganz anders um.

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umusungu
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von umusungu » Sonntag 13. November 2016, 23:39

Torsten hat geschrieben:
tagesschau hat geschrieben:Trump will drei Millionen "Illegale" abschieben
[...]Ausgewiesen werden sollten "Kriminelle, Bandenmitglieder, Drogendealer", sagte Trump laut den vorab veröffentlichten Auszügen eines Interviews mit dem Sender CBS, das um 01:00 Uhr deutscher Zeit ausgestrahlt werden soll. "Wir schaffen sie außer Landes, oder wir sperren sie ein", so Trump.
[...]
Auf den Philippinen geht man damit noch ganz anders um.
klar, schick sie einfach ins Meer!

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Sempre » Montag 14. November 2016, 01:11

Dank sei dem Herrn für Regierende, die ihr Volk vor Kriminellen, Bandenmitgliedern und Drogendealern schützen.
Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Montag 14. November 2016, 01:33

wenn sie dafür keine Mörderbanden brauchen und keine Unschuldigen umbringen.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Sempre » Montag 14. November 2016, 02:23

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:wenn sie dafür keine Mörderbanden brauchen und keine Unschuldigen umbringen.
Der Schutz des Volkes vor Kriminellen, Bandenmitgliedern und Drogendealern ist wohl kein niederer Beweggrund.
Und wo gehobelt wird, da fallen Späne. Das aber ist kein rechtfertigender Grund, das Volk im Stich zu lassen.

Der Schutz der Täter und das im Stichlassen der Opfer unter allerlei dämlichen Ausflüchten sollte langsam mal ein Ende haben.
Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Montag 14. November 2016, 03:30

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:wenn sie dafür keine Mörderbanden brauchen und keine Unschuldigen umbringen.
Du legst - wie die meisten Kommentatoren - hohe Maßstäbe an, die aber leider nicht erfüllt sind. Was soll die Forderung nach fairen Gerichtsverfahren, wenn das Justizsystem im Lande nicht funktioniert? Selbst die Bundesregierung schreibt dazu:
Das Justizsystem ist überlastet, wenig effektiv, unterfinanziert und wird beschuldigt, z.T. offen für Korruption zu sein. Gerichtsverfahren leiden an langer Dauer, erfolgen z. T. unter Umkehr der Beweislast und einer einseitigen Bevorzugung des Zeugenbeweises.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Ausse ... _node.html

Die deutsche Botschaft in Manila wird bzgl. des phil. Rechtssystems noch deutlicher und rät generell von Gerichtsverfahren auf den PH ab, weil Rechtsstaatlichkeit - so wie wir sie kennen - nicht gewährleistet ist. Solche "diplomatischen" Äußerungen über das Gastland toppen selbst den deutschen Chefdiplomaten Steinmeier, der den Glückwunsch zu einer gewonnen Wahl "vergessen" hat.

Im übrigen bewundere ich die deutschen Journalisten, die nach dem Regierungswechsel häufig hier eingeflogen sind und sofort die Umstände glaskar analysieren können. Es stimmt, es werden viele Drogendealer und Drogenabhängige festgenommen und den Rehabilitationszentren zugeführt. Allerdings sind die meisten auch bekannt, weil hier auch in einer Großstadt die soziale Kontrolle viel, viel besser funktioniert als in D.. In seiner Umgebung kennt jeder jeden. In unserer subdivision ist z.B. genau bekannt, wer Drogen nimmt bzw. verkauft und die beiden Verkäufer wurden "abgeholt". Sie sind aber inzwischen wieder zu Hause - verkaufen aber nicht mehr. Die "Belehrungen" waren wohl erfolgreich.

Duterte wurde gewählt, obwohl seine "harte Hand" aus seiner Zeit als Bürgermeister der drittgrößten Stadt, Davao, bekannt war. Er machte im Wahlkampf keinen Hehl daraus, das es "blutig würde", wenn er Präsident wird. Das Volk hat ihn trotzdem mit einer überwältigenden Mehrheit gewählt und die Zustimmung liegt nach den Umfragen noch immer bei über 8%. Ich kenne hier niemanden, der seine Drogenpolitik kritisiert. Verständlich, wenn man an den Straßenkreuzungen steht und "Schnüffelkinder" versuchen, Deine Tasche zu stehlen oder Dein Auto zu zerkratzen, um Geld für ihre Sucht zu bekommen.

Im philippinenforum berichtet jemand aus einem kleinen Ort in Palawan auf die Frage, was sich durch Duterte geändert hat - nur zum Thema "Drogen" und Polizei:
Drogen: nach Aufruf haben sich hier 35 Schabubenutzer gemeldet und werden rehabilitiert. Ob und wieviel Erfolge dem beschieden ist, weiss ich nicht, aber die Familien sind happy und es gibt große Hoffnung, da ja der Verkauf auch nicht mehr, wenigstens offen, so einfach ist.
die Coastguard fährt wieder auf Patrouille. Scheinbar hat man "verboten" den Diesel in Emparador umzutauschen. Jedenfalls sind sie vermehrt zu sehen und unterwegs. Mir als Segler ist das SEHR willkommen. Und den Schildkröten wirds hoffentlich auch helfen.
Natürlich sind die Berichte der main-stream-medien "richtig". Die lagen ja schließlich auch bei der Darstellung der Bevölkerungsstimmung in den USA vor der Wahl nicht daneben. :D
Merkwürdig ist allerdings, daß die gleiche Verachtung für die politischen Eliten und die Presse, die in den USA Trump ins Weiße Haus gebracht hat, auch auf den PH einen "Populisten" die Wahl Präsidenten ermöglichte. :hmm: Vielleicht hat ein Umdenken eingesetzt und die Menschen fordern einen "starken" Staat, der Verbrechen und Kriminelle mit Polizei und nicht mit Sozialarbeitern bekämpft. Eine Regierung, die sie wieder in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns stellt und nicht nur als Steuerzahler sieht.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Montag 14. November 2016, 07:46

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Erstes TV-Interview:

Donald Trump will drei Millionen illegale Migranten abschieben
Im Wahlkampf waren es noch 7 schauen wir mal wie viele es werden wenn die Sache vom Supreme Court entschieden ist der wird viel Arbeit haben und es war bisher noch jedem Präsidenten außer durch die Ernenungen dieses Gericht zu "steuern"

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overkott
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Montag 14. November 2016, 11:40

Der Wahlsieg Trumps war nicht abzusehen. Als Vertreter des Anti-Establishments hat er sich gegen die Establishment-Vertreterin von unten nach oben gearbeitet. Kurz vor dem Wahlsieg stand die Entscheidung noch Spitz auf Knopf. Trump hat in einem faktischen Zwei-Parteien-System durch Polarisierung einen Wechsel geschafft. Vermutlich kommt jetzt eine Frau an die Regierung, die es nicht zur Präsidentschaftskandidatin geschafft hat: Die Ex-Gouvernante von Alaska und Trump-Mate von Anfang an soll Innenministerin werden, lautet eine Spekulation. Damit würde Trump der Welt signalisieren, dass er nicht nur auf schwarze Männer setzt. Dagegen wird in Deutschland die Kanzlerin den Weg der Großen Koalitionen solange weiter beschreiten und die bisherigen Großparteien klein schrumpfen, bis es halt nicht mehr anders geht. Wenn es den Rechtspopulisten nicht gelingt, sich zur besseren FDP zu mausern, wird die Kanzlerin ab nächstem Jahr wohl eine SPD-Regierung moderieren müssen oder in Rente gehen.

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Niels
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Montag 14. November 2016, 12:37

overkott hat geschrieben:Der Wahlsieg Trumps war nicht abzusehen.
Manche haben ihn vorhergesehen, und das ist auch gut dokumentiert. :onkel:
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Gallus
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Gallus » Montag 14. November 2016, 13:10

Trump will nicht, wie alle anderen vor ihm, seinen Hauptwohnsitz im Weißen Haus nehmen. Wenn er jetzt noch Camp David als Sommerwohnsitz verschmäht, dann ist er der amerikanische Franz.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Montag 14. November 2016, 13:39

Auf sein Gehalt verzichtet er auch - wahrscheinlich würde die Steuerbelastung dann zu hoch. ;D

Ich bin mal gespannt, ob er weiter mit seinem eigenen Flugzeug fliegt oder die Regierungsmaschine nimmt. Seine eigene Boeing 757 ist vermutlich viel luxuriöser:

https://www.youtube.com/watch?v=UZq3iCn2y74

Vergoldete Armaturen kennt man ja, aber vergoldete Sitzgurte waren mir neu.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Juergen » Montag 14. November 2016, 13:58

Gallus hat geschrieben:Trump will nicht, wie alle anderen vor ihm, seinen Hauptwohnsitz im Weißen Haus nehmen. Wenn er jetzt noch Camp David als Sommerwohnsitz verschmäht, dann ist er der amerikanische Franz.
Trump hatte ja schon bei seiner Wahl gesagt, das wäre dann das erste Mal, daß er in ein Haus zöge, welches er nicht selbst gebaut habe.
Gruß Jürgen

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Raphael » Montag 14. November 2016, 14:03

Gallus hat geschrieben:Trump will nicht, wie alle anderen vor ihm, seinen Hauptwohnsitz im Weißen Haus nehmen. Wenn er jetzt noch Camp David als Sommerwohnsitz verschmäht, dann ist er der amerikanische Franz.
Er hat vermutlich einmal zu oft Roland Emmerichs Film White House Down geschaut! :narr:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von marcus-cgn » Montag 14. November 2016, 14:09

Gallus hat geschrieben:.... dann ist er der amerikanische Franz.
...über Trump wird ja auch gesagt, dass er derjenige Bewerber für das Präsidentenamt in der amerikanische Geschichte sei, der dafür keinerlei Eignung mitbringe. :tuete:

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Juergen » Montag 14. November 2016, 14:14

marcus-cgn hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:.... dann ist er der amerikanische Franz.
...über Trump wird ja auch gesagt, dass er derjenige Bewerber für das Präsidentenamt in der amerikanische Geschichte sei, der dafür keinerlei Eignung mitbringe. :tuete:
Ganz im Gegensatz zu Reagan. Der konnte Schauspielern. :emil:
Gruß Jürgen

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Montag 14. November 2016, 14:16

der wird sogar ganz liberal und Vernünftig
"Ja zur Homoehe" da werden die Evangelikalen aber angetan sein
http://orf.at/stories/2366548/2366545/

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Protasius » Montag 14. November 2016, 14:26

CIC_Fan hat geschrieben:der wird sogar ganz liberal und Vernünftig
"Ja zur Homoehe" da werden die Evangelikalen aber angetan sein
http://orf.at/stories/2366548/2366545/
Dann ist es halt wie weiland im Schröder-Song: „Denn jetzt habt ihr mich gewählt, / und jetzt habt ihr den Salat, / ich bin noch mal für'n paar Jahre euer Kanzler!“
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von ar26 » Montag 14. November 2016, 14:37

Ich glaube, niemand hat von Trump einen generellen roll-back erwartet. Entscheidend für diese Themen wird sein, welche Richter er für den Supreme Court ernennt. Für mich als Deutschen wird vor allem wichtig sein, ob er bereit ist, seine Besatzungstruppen abzuziehen.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Siard » Montag 14. November 2016, 15:18

marcus-cgn hat geschrieben:...über Trump wird ja auch gesagt, dass er derjenige Bewerber für das Präsidentenamt in der amerikanische Geschichte sei, der dafür keinerlei Eignung mitbringe. :tuete:
Die einzige Voraussetzung für das Präsidentenamt in Usa ist der Wallstreet zu gehorchen – und deren Wirtschaftsinteressen (skrupellos) mit allen Mitteln zu fördern.
Also war diese Aussage wohl ein Lob. :pfeif:
Superkalifragiliſtiſchexpialigetiſch

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Gallus » Montag 14. November 2016, 15:39

Caviteño hat geschrieben:Auf sein Gehalt verzichtet er auch - wahrscheinlich würde die Steuerbelastung dann zu hoch. ;D
Und rote Schuhe trägt er auch nicht. Nur eine Frage der Zeit, bis die Presse einen Kult um Trump, den Demütigen macht. :narr:

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von marcus-cgn » Montag 14. November 2016, 16:19

Juergen hat geschrieben:
marcus-cgn hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:.... dann ist er der amerikanische Franz.
...über Trump wird ja auch gesagt, dass er derjenige Bewerber für das Präsidentenamt in der amerikanische Geschichte sei, der dafür keinerlei Eignung mitbringe. :tuete:
Ganz im Gegensatz zu Reagan. Der konnte Schauspielern. :emil:
Okay, Reagan war immerhin acht Jahre Gouverneur von Kalifornien; es ging aber gar nicht so sehr um Trump, sondern generell um das Phänomen, dass Männer in höchste Ämter gewählt werden, von denen sich nachher herausstellt, dass sie dafür nur bedingt geeignet sind.

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