Kindererziehung, für welche Zukunft?

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pierre10
cum angelis psallat Domino
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Kindererziehung, für welche Zukunft?

Beitrag von pierre10 »

Kindererziehung, für welche Zeit?

Trotz Geburtenrückgang oder vielleicht deswegen scheint es interessant, sich Gedanken zu machen, wie und für welche Zeit wir unsere Kinder erziehen. Das ist ganz besonders wichtig in dieser schnelllebigen Zeit, in der sich die Lebensbedingungen viel schneller ändern als es früher der Fall war. Außerdem werden wir heute im Schnitt viel älter als vor 100 Jahren.

Lasst mich die Frage an meinem Leben erklären. Meine Mutter wurde 1902 geboren, mich bekam sie 1931. Sie versuchte mich „für das Leben“ zu erziehen, doch für welches Leben? Damals war ihre eigene Erfahrung die zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sicher konnte sie in keiner Weise vorstellen, was sich für den kleinen Jungen alles ändern sollte in den bisher 76 Jahren. Was wir von der Menschheitsgeschichte kennen besagt, dass sich die Lebensbedingungen nie so schnell wandelten als es in den letzten 100 Jahren geschah.

Ich habe dann in den 50ern meine Kinder bekommen, aber auch ich konnte sie nur so erziehen, wie ich das Leben kannte. Meine Enkel kamen fast alle in den 80er Jahren….. und so geht es fort.

Vielleicht kommen viele Probleme der Menschen ganz einfach aus der Schwierigkeit der Eltern, ihre Kinder für eine unbekannte Zukunft zu erziehen.

Wie aber könnte die Welt in 50 Jahren aussehen, für die heutige Eltern ihre Kinder erziehen sollten? Oder können wir den Kindern nur ein moralisch-seelisches Rüstzeug mitgeben mit dem sie dann ihr eigenes Leben gestalten müssen?

Wie denkt Ihr darüber?

Pierre
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

Das ist eine bedrängende Frage. Ich antworte: fürs Bestehen unter dem Szepter des Antichrists.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Das ist eine bedrängende Frage. Ich antworte: fürs Bestehen unter dem Szepter des Antichrists.
Man kann es auch "weltlich-politisch" umschreiben: Für überstaatliche Mächte, fremde Völker, für die ewigen Reparationen & die untilgbaren Verbindlichkeiten, die sich aus der Zinsknechtschaft ergeben.

So haben die Kindlein immer gut zu tun und kommen nicht so leicht auf dumme und vor allem eigenständige Gedanken; vor allem bleiben sie unfähig das Heraufdämmern des Antichrist wahrzunehmen.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Noch habe ich keine Kinder…aber wenn ich welche haben sollte, dann denke ich, daß man sie schon darauf vorbereiten muß, daß es in der Zukunft (genau wie jetzt) schwer sein kann, einen christlichen Hintergrund zu haben.
Hier werden häufig Kinder gehänselt, weil sie jeden Sonntag in die Kirche gehen. Vielleit wird mein Sohn Karol (sollte ich einen haben, werde ich ihn so nennen) weinen, weil er meint, er müsse sich zwischen der Lehrerin und mir entscheiden, weil die Lehrerin gesagt hat, die Mama ist eine Heuchlerin, weil sie Abtreibung nicht gut findet.
Zudem wird sich möglicherweise die "Tierrechtsbewegung" weiter entwickeln. Zuerst habe ich gedacht, das hätte sich wieder eingerenkt…ich bin auf der Straße bis jetzt erst einmal wegen meines Pelzes angesprochen worden.
Aber dennoch…als ich neulich im Wartezimmer saß, blätterte ich in einer Zeitschrift, in der Bilder von Mirja und Sky Dumont waren, sowie ein Kommentar von ihr über die Tötung von Ratten für die Epilepsieforschung. Ich hatte bald Lust bekommen, ihr zu schreiben, was ich darüber denke, nämlich daß aufgrund solcher Tierversuche Menschen wie ich ein normales Leben führen können.
Die Jugendlichen, die sich heute für so etwas begeistern, unterichten morgen unsere Kinder…
???

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Marcus
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Beitrag von Marcus »

anneke6 hat geschrieben:Noch habe ich keine Kinder…aber wenn ich welche haben sollte, dann denke ich, daß man sie schon darauf vorbereiten muß, daß es in der Zukunft (genau wie jetzt) schwer sein kann, einen christlichen Hintergrund zu haben.
Hier werden häufig Kinder gehänselt, weil sie jeden Sonntag in die Kirche gehen. Vielleit wird mein Sohn Karol (sollte ich einen haben, werde ich ihn so nennen) weinen, weil er meint, er müsse sich zwischen der Lehrerin und mir entscheiden, weil die Lehrerin gesagt hat, die Mama ist eine Heuchlerin, weil sie Abtreibung nicht gut findet.
Zudem wird sich möglicherweise die "Tierrechtsbewegung" weiter entwickeln. Zuerst habe ich gedacht, das hätte sich wieder eingerenkt…ich bin auf der Straße bis jetzt erst einmal wegen meines Pelzes angesprochen worden.
Aber dennoch…als ich neulich im Wartezimmer saß, blätterte ich in einer Zeitschrift, in der Bilder von Mirja und Sky Dumont waren, sowie ein Kommentar von ihr über die Tötung von Ratten für die Epilepsieforschung. Ich hatte bald Lust bekommen, ihr zu schreiben, was ich darüber denke, nämlich daß aufgrund solcher Tierversuche Menschen wie ich ein normales Leben führen können.
Die Jugendlichen, die sich heute für so etwas begeistern, unterichten morgen unsere Kinder…
Bis jetzt hatte ich immer gedacht, Du seist eine Nonne...Offensichtlich habe ich da was mal etwas grob falsch verstanden...

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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Nein, bin ich nicht…obwohl ich mich bereits bei zwei Gemeinschaften umgeguckt habe…aber irgendwie hatte ich das Gefühl, ich spüre nur Begeisterung, keine Berufung.
???

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taddeo
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Beitrag von taddeo »

@ Pierre

Ich meine, eine Antwort (von vielleicht mehreren möglichen) gibt das Evangelium des heutigen Sonntags (meine Frau und ich haben uns das zu unserer Trauung gewählt, und es ist uns seither immer wieder eine Orientierung, nach der wir unser Leben zu gestalten versuchen):
Der Evangelist Matthäus (Kap. 6, 24-34) hat geschrieben:Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? ... Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.
Auf Deine Frage bezogen, könnte das bedeuten: Wir wissen nicht, wie die Welt sein wird, für die wir unsere Kinder großziehen und erziehen müssen. Sie wird immer Gottes Welt bleiben, und deswegen bin ich überzeugt, daß Gott die Welt nicht insgesamt ins Verderben führen wird. Sicher ist, daß sie nur dann eine lebenswerte Welt sein wird, wenn sie eine Welt ist, in der Christen nach ihrem Glauben leben und handeln und auch gesellschaftlich eine aktive Rolle spielen. Dafür erziehe ich meine Kinder katholisch; wie sie ihren Glauben einmal in die Tat umsetzen, muß ich ihnen überlassen, denn sie werden (wie schon meine Frau und ich) das in einer anderen Welt tun müssen als ihre Eltern. Wichtig wäre mir nur, daß sie es einmal selbständig tun.

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

taddeo hat geschrieben:@ Pierre

Ich meine, eine Antwort (von vielleicht mehreren möglichen) gibt das Evangelium des heutigen Sonntags (meine Frau und ich haben uns das zu unserer Trauung gewählt, und es ist uns seither immer wieder eine Orientierung, nach der wir unser Leben zu gestalten versuchen):
Der Evangelist Matthäus (Kap. 6, 24-34) hat geschrieben:Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? ... Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.
Auf Deine Frage bezogen, könnte das bedeuten: Wir wissen nicht, wie die Welt sein wird, für die wir unsere Kinder großziehen und erziehen müssen. Sie wird immer Gottes Welt bleiben, und deswegen bin ich überzeugt, daß Gott die Welt nicht insgesamt ins Verderben führen wird. Sicher ist, daß sie nur dann eine lebenswerte Welt sein wird, wenn sie eine Welt ist, in der Christen nach ihrem Glauben leben und handeln und auch gesellschaftlich eine aktive Rolle spielen. Dafür erziehe ich meine Kinder katholisch; wie sie ihren Glauben einmal in die Tat umsetzen, muß ich ihnen überlassen, denn sie werden (wie schon meine Frau und ich) das in einer anderen Welt tun müssen als ihre Eltern. Wichtig wäre mir nur, daß sie es einmal selbständig tun.
Gute Antwort, nur reicht es nicht, wenn nur Christen so denken......

Vielleicht müssen wir mehr tun, damit unsere Kinder glücklich ein dieser Welt leben können.

Pierre
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Leguan
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Beitrag von Leguan »

Die wirklich wichtigen Dinge haben sich in den letzten 100 Jahren nicht geändert und werden sich auch in den nächsten 100 nicht ändern.

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Leguan hat geschrieben:Die wirklich wichtigen Dinge haben sich in den letzten 100 Jahren nicht geändert und werden sich auch in den nächsten 100 nicht ändern.
Daran könnte die Menschheit zu Grunde gehen...... wenn sich nichts ändert.

Es kommt natürlich darauf an, was Mensch unter den wirklich wichtigen Dingen versteht.

Ich (77) habe die Chance, auf fast 60 Jahre bewusst zurückblicken zu können, da haben sich in meinen Augen unendlich viele "wichtigen" Dinge verändert. Dass unsere Politiker nicht voraus denken sondern immer nur reagieren statt zu agieren, ist sicher einer der Gründe für viel Schaden....

Pierre
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Jacinta
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Beitrag von Jacinta »

Pierre hat geschrieben: Dass unsere Politiker nicht voraus denken sondern immer nur reagieren statt zu agieren, ist sicher einer der Gründe für viel Schaden....

Pierre
Soweit ich weiss, erwählen wir uns unsere Politiker immer noch selbst. Deshalb haben wir nun genau die bekommen, die die Mehrheit haben will. Warum also auf sie schimpfen?

Doch bevor man zu lange über die Qualität der Politik fabuliert, sollte man die Zeit besser nutzen und selbst aktiv werden. Den Kindern muss das natürlich auch beigebracht werden. Unsere Zeit krankt auch an zu wenig Eigeninitiative und zu viel Konsumdenken.

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Leguan hat geschrieben:Die wirklich wichtigen Dinge haben sich in den letzten 100 Jahren nicht geändert und werden sich auch in den nächsten 100 nicht ändern.
:jump:

Und der "Mensch" ändert sich erst recht nicht - daher die ewige "Modernität" der antiken Autoren und die zwanghafte Wiederholung von Torheiten jedweder Art.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Jacinta hat geschrieben:
Soweit ich weiss, erwählen wir uns unsere Politiker immer noch selbst. Deshalb haben wir nun genau die bekommen, die die Mehrheit haben will. Warum also auf sie schimpfen?

Doch bevor man zu lange über die Qualität der Politik fabuliert, sollte man die Zeit besser nutzen und selbst aktiv werden. Den Kindern muss das natürlich auch beigebracht werden. Unsere Zeit krankt auch an zu wenig Eigeninitiative und zu viel Konsumdenken.
Recht haste, nur warum wählt die Mehrheit immer solche Politiker? Ist die Mehrheit eher dumm?

Pierre nachdenklich
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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Ewald Mrnka hat geschrieben: Und der "Mensch" ändert sich erst recht nicht - daher die ewige "Modernität" der antiken Autoren und die zwanghafte Wiederholung von Torheiten jedweder Art.
Da ich nicht weiß, wen Du kennst..... ich kenne jede Menge Menschen, die sich verändert haben, zum Besseren aber auch zum Schlechteren.

Sprichst Du dagegen vom Durchschnitt aller Menschen... wer kann schon sagen wie er aussieht.... dann ist die Entwicklung sicher langsam.

Pierre :roll:
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sofaklecks
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Weiser vom Berg

Beitrag von sofaklecks »

@Leguan

"Die wirklich wichtigen Dinge haben sich in den letzten 100 Jahren nicht geändert und werden sich auch in den nächsten 100 nicht ändern."

Die Dame meines Herzens sagt zu mir, wenn ich solche Feststellungen treffe, "Weiser vom Berg".

Man kann natürlich als wirklich wichtig nur das Verhältnis von Gott zu dem Menschen und vice versa ansehen. Dann kann man solche Feststellungen treffen. Das trifft dann allerdings für die letzten zweitausend Jahre zu.

Und dann kann es einem natürlich gleichgültig sein, dass das Ebenbild Gottes unter falsch verstandener Befolgung des Gebotes aus der Genesis sich darin gefällt, die Ressourcen dieses Planeten sinnlos zu verschwenden. Das jedenfalls wird keine hundert Jahre mehr so fortgehen können.

Die vornehme Feststellung, es ändere sich ohnedies nichts wesentliches, führt indessen ebenso wie der Versuch, kurz vor Ladenschluss noch möglichst viel zu raffen genau zu derselben Maxime: " après moi, le déluge".

Nur, dann sollte man keine Kinder in die Welt setzen, die dann von der Flut verschlungen werden. Und damit erübrigt sich dann auch die Frage jedweder Erziehung, es sei denn, in der Form spartanischer Agoge zum Trainig im Überlebenskampf.

Damit teilen sich die Menschen in die weltabgewandten Heiligen, die auf das Jenseits warten und das Diesseits verachten und diejenigen, die das carpe diem zum Wahlspruch nehmen.

Es scheint mir manchmal, dass das mittlerweile auch allseits akzeptiert ist. Die grosse Mehrheit ist eh zur Verdammnis verurteilt, wie ich hier gelernt habe.

Arme Kinder.

Nur schön, dass die von dem ganzen Pessimismus erst angesteckt werden, wenn sie alt werden.


sofaklecks

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Raphael
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Re: Weiser vom Berg

Beitrag von Raphael »

sofaklecks hat geschrieben:Nur schön, dass die von dem ganzen Pessimismus erst angesteckt werden, wenn sie alt werden.
Mir ist nicht erklärlich, wie man den nüchternen Blick auf die conditio humana zu einem Pessimismus umkodieren kann.

Die Tatsache der gefallenen Natur des Menschen - Inhalt der kirchlichen Lehre seit Anbeginn - wird nicht dadurch falsch, daß man seit der Aufklärung vermehrt der Ansicht huldigt, Gott seie eine entbehrliche Wesenheit. Was die kirchliche Lehre über all die Jahrhunderte seit Christi Tod am Kreuz auszeichnet, ist ihre Beständigkeit bei der Sicht auf alles, was man unter den Begriff „Welt“ fassen kann. Dazu gehört selbstverständlich auch der Blick auf die conditio humana, zuletzt noch einmal bekräftigt im Credo des Gottesvolkes von Papst Paul VI..

Auch der Pessimismus - IMHO eine faule Frucht des Humanismus - wird im Kreuzestod besiegt. Eine neue Schöpfung entsteht, die - hymnisch gesprochen - vom Himmel niedergeht: Während die Welt vergeht, schreitet das Volk Christi durch die Zeit ihrem Schöpfer entgegen.

Die zu bewältigenden Aufgaben werden für unsere Kinder nicht leichter sein als diejenigen, welche sich unsere Generation zu stellen hat bzw. hatte. Aber mit Gottes Hilfe werden auch diese Aufgaben lösbar sein!
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

Nueva
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Beitrag von Nueva »

Es ist ja sehr interessant, auf was für Ideen ihr aufgrund dieses Ausgangssthreads so kommt. Nur, so wirklich beantwortet hat dies Frage von Pierre so niemand. Anscheinend stehen hier nur wenige vor diesem Problem WIe erziehe ich meine Kinder in einer so schnelllebigen(tatsächlich mit 3 L, Rechtschreibreform). Fast jährlich kommen für jedes Lebnsjahr eines Kindes und Jugendlichen neue Erziehungsmodelle- und Konzpte raus, die sich ein paar Jahre später als er vollkommene Bluff herausstellen. Jeder muss seinen eigenen Erziehungsstil finden, ein Patentrezept für das WIE gibt es nicht - eher Richtlinien. Das hängt doch soviel mit den Familienverhältnissen, der finanziellen Situation undund zusammen. das einzige was ich meinen Kindern mitgeben kann und möchte ist das Vertrauen auf und in den lebendigen Gott.

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taddeo
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Beitrag von taddeo »

Nueva hat geschrieben:Es ist ja sehr interessant, auf was für Ideen ihr aufgrund dieses Ausgangssthreads so kommt. Nur, so wirklich beantwortet hat dies Frage von Pierre so niemand. Anscheinend stehen hier nur wenige vor diesem Problem WIe erziehe ich meine Kinder in einer so schnelllebigen(tatsächlich mit 3 L, Rechtschreibreform). Fast jährlich kommen für jedes Lebnsjahr eines Kindes und Jugendlichen neue Erziehungsmodelle- und Konzpte raus, die sich ein paar Jahre später als er vollkommene Bluff herausstellen. Jeder muss seinen eigenen Erziehungsstil finden, ein Patentrezept für das WIE gibt es nicht - eher Richtlinien. Das hängt doch soviel mit den Familienverhältnissen, der finanziellen Situation undund zusammen. das einzige was ich meinen Kindern mitgeben kann und möchte ist das Vertrauen auf und in den lebendigen Gott.
Genau das habe ich mit meiner Antwort auch auszudrücken versucht.

(Die "Erziehungsmodelle" könnte man, wie Du richtig sagst, im Grunde alle in der Pfeife rauchen - wenn sie nicht so furchtbar schmecken würden, möchte ich als Pfeifenraucher da anfügen. Das einzige "Modell", das meiner Meinung nach auf Dauer funktioniert, ist, seine Kinder zur Selbständigkeit im Denken und Handeln zu erziehen, auf der Basis eines gesunden, kirchlichen Glaubens. Das hat bloß manchmal den Nachteil, daß die Kinder mit zunehmendem Alter immer mehr die erworbene Selbständigkeit auch gegenüber den Eltern einsetzen. Das muß man auch erst einmal aushalten können.
Und was die Umgangsformen betrifft, halte ich eine gewisse Strenge in der Erziehung für unerläßlich - meine eigenen Kinder, 10 und 7, stellen das auch schon fest, daß sie vielleicht "ziemlich streng" erzogen werden, daß das aber durchaus von Vorteil sein kann. Wie sagte mein Kleiner neulich, als er vom Spielen bei einem Freund heimkam: "Dem N. seine Mama möcht ich nicht sein - die muß immer nur schimpfen, weil er nie folgt!")

Nueva
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Beitrag von Nueva »

Ja, Umgangsformen ist auch so Stichwort: Da muss ich immer wieder und wieder auf deren Einhaltung pochen und ich denk mir manchemal, das wird niiiie was mit denen. Aber kaum sind die lieben Kinder woanders, zeigen sie ihre Umgangsformen. :ja:


Taddeo schrieb:
Das einzige "Modell", das meiner Meinung nach auf Dauer funktioniert, ist, seine Kinder zur Selbständigkeit im Denken und Handeln zu erziehen, auf der Basis eines gesunden, kirchlichen Glaubens. Das hat bloß manchmal den Nachteil, daß die Kinder mit zunehmendem Alter immer mehr die erworbene Selbständigkeit auch gegenüber den Eltern einsetzen. Das muß man auch erst einmal aushalten können.

Das kann ich voll und ganz unterschreiben und bestätigen. Na, wenn sie ihre erworbene Selbständigkeit einsetzen und dabei auch ihre Grenzen kennen - ist doch okay, oder? Außerdem halte ich ein gewisses Maß an Disziplin für dringend notwendig und auch hilfreich.
Eines Tages müssen die Kinder selber über ihr Handeln entscheiden und auch die Konsequenzen tragen. Auch das sollten sie leren, dass jedes Handeln eine Konsequenz hat.
womit wir eigentlich wieder bei der guten alten humanistischen Bildung wären..

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Ob ich es besser machte wie andere mit der Erziehung meiner Kinder weiss ich nicht. Aber im Grunde war mir das Experiment wichtig, ein Beispiel nachstehend:

Es ging damals um das Rauchen. Nur wenige Raucher sind sich der Probleme bewusst, was es für die Gesundheit bedeutet, vor allem im Entwicklungsalter zu rauchen.

All die Argumente wie cool, erwachsen wirken wollen usw. sind Ausreden, wenn wir unseren Kindern den Sinn für Eigenverantwortung nicht mitgeben oder vermitteln konnten.

Ich weiß wovon ich spreche, es war nicht ganz einfach. meinen Töchtern zu helfen, nicht zu rauchen. An ihren 12. bzw. 14. Geburtstag (1968), sie wurden nur mit wenigen Tagen Abstand (aber in verschiedenen Jahren) geboren, bekamen sie von mir offiziell die Erlaubnis zu rauchen, allerdings mit Bedingungen. Nie außerhalb des Hauses (damit wir nicht als unmögliche Eltern in Verruf kamen), nur in unserem Wohnraum und in unserer Anwesenheit,. Sofort gingen sie los um Zigaretten zu kaufen, rauchten stolz und wir, meine Frau und ich husteten in schöner Harmonie dazu. Das ging so etwa 10 Tage, immer mit unserem Husten. Dann meinte die Ältere, das sei nichts für sie und hörte auf. Die Jüngere, Alter oblige, rauchte noch eine Woche weiter und hörte auch auf.

Beide sind heute über 50, rauchen immer noch nicht und auch ihre 4 Töchter 12, 2x19 und 22 rauchen nicht.

Ich bin mir nicht sicher, ob es bei allen Kindern und vor allem heute noch so funktionieren kann, bei uns hat es jedenfalls gezogen. Nicht an der Zigarette.

Mir war immer schon klar, dass guter Rat bei weitem nicht so wirkt wie ein Experiment.

Pierre

PS. Mit Drogen anderer Art hätte ich das Spiel nicht gemacht.
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holzi
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Beitrag von holzi »

Hallo Pierre,

so ähnlich hat ein guter Bekannter seinem jüngeren Bruder das Rauchen gründlich abgewöhnt: am 15. Geburtstag des Jüngeren hat ihn mein Bekannter zum Essen eingeladen und zur Feier des Tages zum Abschluss eine dicke Zigarre spendiert. Die hat sich der Bub auch anständig inhaliert, mit dem Ergebnis, dass er gespieben hat wie ein Reiher - und seitdem nie wieder geraucht hat. Das hat inzwischen gute 40 Jahre hergehalten.
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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

An einer Zigarre zu inhalieren ist gar nicht so einfach…obwohl nicht ganz unmöglich. ;)
Auf jeden Fall weiß ich nicht so recht, ob das wirklich der wahre Jakob ist. Viele von uns haben schon mal soviel Bier, Apfelwein, Erdbeerbowle…getrunken, bis sie sich erbrechen mußten. Aber wieviele von uns haben danach nie Alkohol angerührt? Ich jedenfalls nicht. (Erste Erfahrung mit Alkohol: Mit sechzehn, auf einem Kirchenfest, mit Erdbeerbowle.)
Und um auf das Rauchen zurückzukommen…manche vertragen ihre erste Stogie durchaus ohne, daß ihnen schlecht wird.
Und wieder andere sind in dieser Hinsicht sehr empfindlich. Ein Bekannter von mir hatte mal angefangen, Zigarren zu rauchen (war schon über 20 Jahre alt) und wählte in sehr kurzer Zeit immer wuchtigere Dinger, Langblätter, die weit über die üblichen 30 Minuten hinaus qualmen. Eines Tages fiel er mit käseweißem Gesicht von der Hollywoodschaukel.
???

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Linus
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Beitrag von Linus »

anneke6 hat geschrieben:An einer Zigarre zu inhalieren ist gar nicht so einfach…obwohl nicht ganz unmöglich. ;)
Echt? :D
Auf jeden Fall weiß ich nicht so recht, ob das wirklich der wahre Jakob ist. Viele von uns haben schon mal soviel Bier, Apfelwein, Erdbeerbowle…getrunken, bis sie sich erbrechen mußten.
Taizetreffen Stuttgart, Neujahr Asti Gesoffen was das Zeug hält - wer gerade nicht trinkt, drehte sich um die eigene Achse....
Aber wieviele von uns haben danach nie Alkohol angerührt? Ich jedenfalls nicht. (Erste Erfahrung mit Alkohol: Mit sechzehn, auf einem Kirchenfest, mit Erdbeerbowle.)
Und um auf das Rauchen zurückzukommen…manche vertragen ihre erste Stogie durchaus ohne, daß ihnen schlecht wird.
Und wieder andere sind in dieser Hinsicht sehr empfindlich. Ein Bekannter von mir hatte mal angefangen, Zigarren zu rauchen (war schon über 20 Jahre alt) und wählte in sehr kurzer Zeit immer wuchtigere Dinger, Langblätter, die weit über die üblichen 30 Minuten hinaus qualmen. Eines Tages fiel er mit käseweißem Gesicht von der Hollywoodschaukel.
Kein Wunder, der hat die Zigarre gefressen. Ich brauche für Shortfiller/Mediumfiller schon mindestens 30 Minuten. Eine Longfillerzigarre geht nicht unter 70 Minuten.....

Ich rauche ca. 1 - 3 mal in der Woche, anlaßbezogen: Sonntag, Feiertag oder gute Beichte (das jedesmal nacxh dem beichten hab ich aus geldmangel aufgegeben, und die Frequenz will ich nicht verringern) Manchmal auch garnicht - wochenlang.

Linus, sein erstes Päckchen Zigarette (allersdings rauche ich Zigaretten nur mehr knapp am Koma (=Mehr als 12 Flaschen Bier) bzw bei akuter Einsamkeit (das war das letzte Mal vor gut 10 Jahren) JPS an seinem ersten Schultag (gemeinsam mit dem Kindergartenfreund) geraucht habend - danach war unds 3 Tage lang speiübel...
:D

Aber die Erziehungsmethode hat was, ich glaub ich werd das Modifizieren: "Ja, Bua, du deafst schnackseln, aber nur in elterlicher Aufsicht." :D :D
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus »

Linus hat geschrieben:Kein Wunder, der hat die Zigarre gefressen. Ich brauche für Shortfiller/Mediumfiller schon mindestens 30 Minuten. Eine Longfillerzigarre geht nicht unter 70 Minuten.....

Ich rauche ca. 1 - 3 mal in der Woche, anlaßbezogen: Sonntag, Feiertag oder gute Beichte (das jedesmal nacxh dem beichten hab ich aus geldmangel aufgegeben, und die Frequenz will ich nicht verringern) Manchmal auch garnicht - wochenlang.
Richtig. Für eine gute Zigarre braucht man Zeit. Allerdings gibt es fast keine Arbeit, bei der man nicht auch rauchen könnte. ;D
Ich gebe zu, ich rauche täglich mehr, als ich sollte.

cp,
dem in der Pfarrei nachgesagt wird, man sähe ihn nur ohne Zigarre, wenn er gerade eine Kaffeetasse in der Hand hätte...
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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Linus
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Beitrag von Linus »

cantus planus hat geschrieben:dem in der Pfarrei nachgesagt wird, man sähe ihn nur ohne Zigarre, wenn er gerade eine Kaffeetasse in der Hand hätte...
Hast du deinen eigenen Thuriferar (hier: Ministrant der dir die Zigarre während des Spielens hält) an der Orgel? :D
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cantus planus
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Beitrag von cantus planus »

Linus hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:dem in der Pfarrei nachgesagt wird, man sähe ihn nur ohne Zigarre, wenn er gerade eine Kaffeetasse in der Hand hätte...
Hast du deinen eigenen Thuriferar (hier: Ministrant der dir die Zigarre während des Spielens hält) an der Orgel? :D
Nein. Die erste Messe am Sonntag Morgen feiere ich an der Orgel komplett mit. In der zweiten Messe verschwinde ich während der Predigt ins Turmkammerl und bringe in Ruhe mein Rauchopfer dar. :mrgreen:

Gegen die Weihrauch-Wut eines unserer Zelebranten würde ich übrigens mit einem Dutzend Zigarren nicht ankommen. In der Osternacht konnte ich vom Spieltisch aus kaum den Kirchenchor sehen, obwohl die Fenster geöffnet waren. Gott sei Dank wird bei uns eine byzantinische Mischung verwendet, und nicht die katholischen Mottenkugeln, die unter der Bezeichnung "Pontifikal" verschleudert werden.
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taddeo
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Beitrag von taddeo »

Pierre hat geschrieben:Mir war immer schon klar, dass guter Rat bei weitem nicht so wirkt wie ein Experiment.

Pierre

PS. Mit Drogen anderer Art hätte ich das Spiel nicht gemacht.
Wenn ich Dein Beispiel recht verstehe, dann wolltest Du damit ja Deine Töchter auch nur zum Handeln aus eigenem Verständnis hinführen, von dem ich vorher geschrieben habe, oder?

Auch in puncto Alkohol etwa ist man bei der Erziehung auf einer Gratwanderung. Immer wieder liest man, daß sich Jugendliche ins Koma saufen. Selbst wenn man seinen Kindern jeglichen Alkohol komplett verbietet (und möglichst dann auch zuhause keinen hat bzw. trinkt), kann man nicht verhindern, daß sie irgendwann auswärts damit anfangen, welchen zu probieren. Und weil alles Verbotene besonders reizt, kann das dann schon ausarten.

Ich versuche, meinen kleinen eine andere Sichtweise davon mitzugeben: wir trinken nicht oft Alkohol, seltenst mal ein Bier (ich vertrage das gesundheitlich nicht wegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, dadurch haben wir kaum welches zuhause), aber zu einem guten Essen oder an Feiertagen gerne mal ein Glas Wein. Für unsere Kinder ist Alkohol dadurch nichts, was man einfach so säuft, sondern ein Begleiter besonderer Anlässe, bei dem es eher auf die Qualität ankommt und nicht auf die Menge. Und wenn sie dann der Opa mal vom Weißbier trinken läßt, ist das auch nicht schlimm, finde ich. (Ich hoffe, daß meine Kinder auch in ein paar Jahren noch sich daran halten.)

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

taddeo hat geschrieben: Wenn ich Dein Beispiel recht verstehe, dann wolltest Du damit ja Deine Töchter auch nur zum Handeln aus eigenem Verständnis hinführen, von dem ich vorher geschrieben habe, oder?
Ist doch schön, auch im Alter etwas weiter geben zu können. Und das Beispiel ist immer besser als der gesprochene Hinweis.

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Beitrag von Nueva »

Na, Pierre, da haste deinen Töchtern aber ihre Grenze erfahren lassen. - und ich denke, das ist genau der Punkt: Die Jugendlichen müssen genau ihre Grenzen kennen. Wie sie dorthin kommen, ob durch Ausprobieren oder durch nachdenken (solche Typen soll es ja auch geben), ist ein andere Sache. Ich denke aber, die Grenzen selber erkennen beginnt schon im Kiga-Alter. Grenzen erkennen allein schützt noch lange die nicht, die Jugendlichen brauchen auch viel Selbstbewußtsein, um "NEIN" zu sagen. Auch das Selbstbewußtsein entwickeln die Kiddies nicht von heute auf morgen. Da beginnt die Erziehung auch spätestens im KLeinkindalter. Was die bis zur Pubertät nicht entwickelt haben, ist dann später schwer abrufbar.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Linus hat geschrieben:[
Aber die Erziehungsmethode hat was, ich glaub ich werd das Modifizieren: "Ja, Bua, du deafst schnackseln, aber nur in elterlicher Aufsicht." :D :D
Der wird sich wohl denken: Hilfe, der Papa ist nicht mehr ganz dicht…
???

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Linus
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Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus »

anneke6 hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:[
Aber die Erziehungsmethode hat was, ich glaub ich werd das Modifizieren: "Ja, Bua, du deafst schnackseln, aber nur in elterlicher Aufsicht." :D :D
Der wird sich wohl denken: Hilfe, der Papa ist nicht mehr ganz dicht…
Das werden sie schon vorher wissen, fürcht ich. :D
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Jacinta
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Beitrag von Jacinta »

Nueva hat geschrieben:Na, Pierre, da haste deinen Töchtern aber ihre Grenze erfahren lassen. - und ich denke, das ist genau der Punkt: Die Jugendlichen müssen genau ihre Grenzen kennen. Wie sie dorthin kommen, ob durch Ausprobieren oder durch nachdenken (solche Typen soll es ja auch geben), ist ein andere Sache. Ich denke aber, die Grenzen selber erkennen beginnt schon im Kiga-Alter. Grenzen erkennen allein schützt noch lange die nicht, die Jugendlichen brauchen auch viel Selbstbewußtsein, um "NEIN" zu sagen. Auch das Selbstbewußtsein entwickeln die Kiddies nicht von heute auf morgen. Da beginnt die Erziehung auch spätestens im KLeinkindalter. Was die bis zur Pubertät nicht entwickelt haben, ist dann später schwer abrufbar.
Ich habe zur Zeit das Problem, dass mein Kind nur wirklich drakonsiche Strafen ernst nimmt.

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