Die Flüchtlingsfrage

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Juergen
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen »

Johanniter – Regionalverband Ostwestfalen hat geschrieben:http://www.johanniter.de/index.php?id=5107

Spenden für unsere Flüchtlingsunterkünfte:
Derzeit benötigen wir keine Sachspenden. An dieser Stelle finden Sie jederzeit unseren Bedarf. Die Annahmestellen und Öffnungszeiten werden hier ebenfalls aufgeführt.
Flüchtlingshilfe Münster hat geschrieben:http://www.fluechtlingshilfe-muenster-o ... chspenden/

…Bitte spenden Sie ausschließlich wirklich moderne, einwandfreie, gewaschene und gebügelte Kleidung. Momentan nehmen wir ausschließlich Herbst- und Winterkleidung sowie gut erhaltene, saubere Schuhe an…
Fein, dann kann ich die zwei Stapel Oberhemden, die zwar noch in Ordnung sind, mir aber nicht mehr passen, in der Restmülltonne entsorgen. So spare ich mir auch das Waschen, Bügeln, Auffalten und Abliefern.
Naja, vielleicht wären die Hemden ja sowieso zu „old-fashion“ gewesen. Und kurzärmlige Sommer-Hemden wäre auch ein paar dabei gewesen. Restmülltonne ist die richtige Entscheidung.
Gruß Jürgen

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ar26
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von ar26 »

umusungu hat geschrieben:was willst du uns damit sagen?
Vielleicht, daß es hier einen Anfangsverdacht gegen den Vater des Jungen auf fahrlässige Tötung in drei Fällen gibt. Dieser Anfangsverdacht könnte sich darauf stützen, daß der Vater seine Familie auf ein erkennbar nicht seetüchtiges Schiff verbracht um damit dem (leider realisierten) Risiko auf Tod durch Ertrinken ausgesetzt hat. Zwar könnte diesem Anfangsverdacht entgegenstehen, daß die Verbringung auf das Schiff unvermeidbar war, um größerem Übel an Land zu entgehen. Ob es ein solch größeres Übel wirklich gab, wäre eine für die Presse zu recherchierende Aufgabe.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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martin v. tours
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von martin v. tours »

Kleines Filmchen aus Ungarn:
https://www.youtube.com/watch?v=7L3eSbpETf8#t=4

Ich kann mir vorstellen, das die Polizisten, die hier Dienst gemacht haben, danach richtig motiviert waren diesen armen "Traumatisierten" weiter gerne zu helfen.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Juergen
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen »

martin v. tours hat geschrieben:Kleines Filmchen aus Ungarn:
https://www.youtube.com/watch?v=7L3eSbpETf8#t=4

Ich kann mir vorstellen, das die Polizisten, die hier Dienst gemacht haben, danach richtig motiviert waren diesen armen "Traumatisierten" weiter gerne zu helfen.
Hier nochmal der gleiche Film, aber mit Ton: https://www.youtube.com/watch?v=SRhIXqv5Rc

Wenn ich es richtig höre, dann rufen da welche am Anfang irgendwas wie „Let's go Germany“ und gegen Ende des Film im Sprechchor „No food! No food!“
Gruß Jürgen

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Torsten
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Torsten »

Dahinter steckt wohl die Angst der jungen Männer, abgespeist und nicht ins gelobte Land gelassen zu werden.

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Juergen
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen »

umusungu hat geschrieben:was willst du uns damit sagen?
Ich will damit gar nichts sagen.
Wenn sich jemand Gedanken zu dem Text machen will, muß er es selbst tun.
Gruß Jürgen

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Juergen
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen »

http://www.ksta.de/ehrenfeld/-bezirksve ... 96394.html

BEZIRKSVERTRETUNG EHRENFELD
Politik fordert von GAG mehr Wohnungen für Flüchtlinge

Ehrenfelder Politiker haben die Wohnungsbaugesellschaft GAG aufgefordert, mehr Wohnungen bereitzustellen, um eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen zu gewährleisten.
Gruß Jürgen

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umusungu
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu »


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umusungu
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu »


Caviteño
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño »

Aus der Predigt des Pfarrers Brandebusemeyer in Lingen - eine Aufforderung zum Kirchenaustritt:
Nochmal auf deutsch: Nicht die vielen Flüchtlingsströme, und mögen es noch so viele sein, stellen die eigentliche Herausforderung für Deutschland dar, sondern die Nachrichten, wie Rechtsradikale mit unseren Gästen umgehen – Gäste, die den Terror hinter sich gelassen zu haben glaubten. Ich bin gern bereit, anzuerkennen, dass Verfahren beschleunigt, Trittbrettfahrer aussortiert und Geldleistungen hinterfragt werden können. Aber soweit es in meiner Macht als kleiner Pfarrer liegt: Lassen Sie uns alle bitte nicht auf ein Niveau herabrutschen, dessen man sich wieder schämen muss. Stellen wir uns am Stammtisch, auf Facebook und beim Kaffeeklatsch hinter die christliche Botschaft des Abgebens und Teilens, des Mitleidens und Mitaushaltens, und beziehen wir Position, wenn wir als deutsche Bürgerinnen und Bürger noch etwas auf unsere christliche Prägung geben.
Ich weiß, dass wir Christen in Deutschland zahlenmäßig auf dem Rückzug sind, aber alle, die sich noch als Christin und Christ bezeichnen, sollten ganz klar wissen, dass Solidarität mit den Armen, den Flüchtlingen und Bedrängten stets und zu jeder Zeit Aufgabe der Kirche waren, sind und bleiben. Sollte jemand in diesem Punkt grundsätzlich anderer Meinung sein, bitte ich ihn oder sie erstmals öffentlich, aus der Kirche auszutreten. Man kann meines Erachtens nicht Christ sein und sich gleichzeitig an Demonstrationen gegen die Existenz von Menschen beteiligen, denen keine Wahl gelassen wird, oder gar mit Gewalt gegen dieselben vorgehen. Hier gibt es keine zwei Meinungen!!
http://www.mk-lingen.de/one.news/index. ... -2.33.11

Man muß leider feststellen, daß der Pfarrer an dem Problem wortgewaltig vorbeiredet. Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern das unter dem Sammelbegriff "Flüchlinge" alle einwandernden Personen subsumiert werden, auch wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen. Wie steht er denn zu den "Trittbrettfahrern", was soll mit denen passieren? Es handelt sich nicht um eine vernachlässigbare Minderheit - sie stellen die Mehrheit der "Flüchtlinge", für die der Pfarrer Hilfe fordert.
Leider wieder keine klaren Aussagen, alles bleibt im nebulösen Bereich und bei Rückfragen kann man sich auf die beliebte Linie zurückziehen, daß man das "nicht so gesagt habe", es "falsch verstanden" wurde und man dies "natürlich nicht gemeint" habe.

Wie in der Politik - klare Aussagen = Fehlanzeige.

Caviteño
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño »

Kommentarfunktion ausgeschaltet - dann kann man sich auch das Lesen ersparen.....

Schon beeindruckend, wie die Presse bei diesem Thema gleichgeschaltet ist.
Jedenfalls entspricht die dort veröffentlichte Meinung nicht meiner Erfahrung aus Gesprächen mit Nachbarn, Bekannten, Freunden... aber wahrscheinlich wohne ich in einer extrem rechtsradikalen Gegend, in der für die SPD die Wahlergebnisse von unter 55% als Niederlage gelten...... :breitgrins:

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umusungu
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu »

Caviteño hat geschrieben:Aus der Predigt des Pfarrers Brandebusemeyer in Lingen - eine Aufforderung zum Kirchenaustritt:
Man muß leider feststellen, daß der Pfarrer an dem Problem wortgewaltig vorbeiredet. Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern das unter dem Sammelbegriff "Flüchlinge" alle einwandernden Personen subsumiert werden, auch wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen.
Dann tritt aus der Kirche aus!
Deine Feststellungen sind leider falsch - oder soll ich sagen Lügen?

Tinius
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Tinius »

umusungu hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Aus der Predigt des Pfarrers Brandebusemeyer in Lingen - eine Aufforderung zum Kirchenaustritt:
Man muß leider feststellen, daß der Pfarrer an dem Problem wortgewaltig vorbeiredet. Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern das unter dem Sammelbegriff "Flüchlinge" alle einwandernden Personen subsumiert werden, auch wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen.
Dann tritt aus der Kirche aus!
Deine Feststellungen sind leider falsch - oder soll ich sagen Lügen?
Richtig. Christsein und dieser abgrundtiefe Gass sind nicht vereinbar. Das Evangelium verbietet diese widerliche Denkweise. Spmit sind alle diese Hasser von Christus vollständig getrennt.

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Siard
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Siard »

Tinius hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Aus der Predigt des Pfarrers Brandebusemeyer in Lingen - eine Aufforderung zum Kirchenaustritt:
Man muß leider feststellen, daß der Pfarrer an dem Problem wortgewaltig vorbeiredet. Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern das unter dem Sammelbegriff "Flüchlinge" alle einwandernden Personen subsumiert werden, auch wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen.
Dann tritt aus der Kirche aus!
Deine Feststellungen sind leider falsch - oder soll ich sagen Lügen?
Richtig. Christsein und dieser abgrundtiefe Gass sind nicht vereinbar. Das Evangelium verbietet diese widerliche Denkweise. Spmit sind alle diese Hasser von Christus vollständig getrennt.
:hae?: :hae?: :hae?: :hae?:

Mauritius
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Mauritius »

Christen sollten sich mit Christen solidarisch zeigen. Für die Christen im Nahen Osten wird zu wenig getan und die europ. Christen
vom Balkan werden wieder nach Hause geschickt!
Der Pfarrer soll seine Kirche öffnen (vielleicht wird ja bald eine Moschee draus, denn es sind nur noch wenige Christen hier), Altkleidermüll und rostige Fahrräder braucht niemand.

Caviteño
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño »

umusungu hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Aus der Predigt des Pfarrers Brandebusemeyer in Lingen - eine Aufforderung zum Kirchenaustritt:
Man muß leider feststellen, daß der Pfarrer an dem Problem wortgewaltig vorbeiredet. Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern das unter dem Sammelbegriff "Flüchlinge" alle einwandernden Personen subsumiert werden, auch wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen.
Dann tritt aus der Kirche aus!
Deine Feststellungen sind leider falsch - oder soll ich sagen Lügen?
Welche Feststellungen sollen denn nach Deiner Ansicht falsch sein?

Caviteño
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño »

Mauritius hat geschrieben: Der Pfarrer soll seine Kirche öffnen (vielleicht wird ja bald eine Moschee draus, denn es sind nur noch wenige Christen hier),
Der Emskreis Lingen ist katholisch und man kann ihn durchaus mit Bayern vergleichen. Wahlergebnisse von über 55% für die CDU sprechen eigentlich nicht dafür, daß dort viele Moscheen entstehen könnten. Dort gibt es noch viele Christen und wenige Moslems - insofern dürfte auch der Blick des Pfarrers getrübt sein.

Mauritius
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Mauritius »

Wer "zahlenmäßig auf den Rückzug ist", sollte sich um andere Probleme kümmern!
In Not gerät hier keiner und arm bin ich selber! :(

Fridericus
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Fridericus »

The devastating populism of Pope Bergoglio on immigration is in contrast with the wisdom of the Catholic Church

The Catholic Church and the “Bergoglio Party” are at odds also on the immigration question. Bergoglio states that there are masses of people, who, because of hunger, have the absolute and unmitigated right to emigrate to our Countries.

However, if the current flow of migrants were really caused by hunger the drama of [lack of] food should be dealt with there [in their own countries] not by forcing the hungry to uproot their lives and find themselves in the hands of the merchants of death.

The Church has always taught differently from Bergoglio on this issue. John Paul II for example, said that: “the primary right of man is [to be able ] to live in his own country: a right, however, becomes effective only if the factors that spur immigration are constantly monitored”.

And Benedict XVI repeated: “In the current socio-political context… the right not to immigrate must be affirmed even before the right to immigrate, that is to say - to be in the condition to remain in one’s own country”.

Likewise, the African Church, in line with the perennial Magisterium until Wojtyla and Ratzinger, speaks even now of the duty not to immigrate.

“STAY HOME”

A few days ago, the African Bishops launched an appeal to the youth of their countries: “Do not let yourselves be deceived by the illusion of leaving your Countries in search of non-existent employment in Europe and America”.
...
http://rorate-caeli.blogspot.com/215/ ... .html#more

Robert Weemeyer
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Robert Weemeyer »

Caviteño hat geschrieben:Wie steht er denn zu den "Trittbrettfahrern", was soll mit denen passieren?
Dazu hat Pfarrer Brandebusemeyer gesagt:
Ich bin gern bereit, anzuerkennen, dass [...] Trittbrettfahrer aussortiert [...] werden können.
Ich finde, das ist klar genug. Im Übrigen war es nicht das Anliegen des Pfarrers, eine komplette Ausländer- und Einwanderungspolitik zu formulieren, sondern einen unabdingbaren und unumstößlichen Kern christlicher Moral herauszustellen - und das ist ihm, wie ich finde, hervorragend gelungen.

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Juergen
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen »

Wenn ich es im Radio gerade mit halbem Ohr richtig verstanden habe, dann haben sie sich im Radio darauf verständigt, in Zukunft keine Zahlen bezüglich neu angekommener Flüchtlinge mehr zu nennen, um die Stimmung nicht „anzuheizen“.
:roll:

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Koalition einigt sich auf vorerst 6 Milliarden Euro Hilfe:
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... linge.html

Bund gibt sechs Milliarden Euro für Flüchtlinge
Die große Koalition einigt sich im Kanzleramt auf eine Doppelstrategie: Für Kriegsflüchtlinge gibt es Milliarden. Wer kaum Chancen auf Asyl hat, wird dagegen abgeschreckt. Ein Problem bleibt dennoch.

Angela Merkel lässt sich ungern überraschen. Der Koalitionsausschuss in der vergangenen Nacht war von allen Beteiligten akribisch vorbereitet worden. Durch ein Bündel von Maßnahmen sollte die Flüchtlingskrise endlich gebändigt werden. Doch kurz zuvor musste sich die Bundeskanzlerin noch um Ungarn kümmern…
Gruß Jürgen

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Robert Weemeyer
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Robert Weemeyer »

Juergen hat geschrieben:Wenn ich es im Radio gerade mit halbem Ohr richtig verstanden habe, dann haben sie sich im Radio darauf verständigt, in Zukunft keine Zahlen bezüglich neu angekommener Flüchtlinge mehr zu nennen, um die Stimmung nicht „anzuheizen“.
Ich schlage vor, hierüber jetzt nicht zu diskutieren, bevor nicht jemand mit ganzem Ohr hingehört hat und sagen kann, was genau gemeldet wurde. Gerüchteküche hilft hier nicht weiter.

HeGe
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von HeGe »

umusungu hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Aus der Predigt des Pfarrers Brandebusemeyer in Lingen - eine Aufforderung zum Kirchenaustritt:
Man muß leider feststellen, daß der Pfarrer an dem Problem wortgewaltig vorbeiredet. Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern das unter dem Sammelbegriff "Flüchlinge" alle einwandernden Personen subsumiert werden, auch wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen.
Dann tritt aus der Kirche aus!
Deine pastorale Besorgtheit um deine katholischen Schäfchen ist immer wieder bewundernswert.
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Niels
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Niels »

HeGe hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Aus der Predigt des Pfarrers Brandebusemeyer in Lingen - eine Aufforderung zum Kirchenaustritt:
Man muß leider feststellen, daß der Pfarrer an dem Problem wortgewaltig vorbeiredet. Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern das unter dem Sammelbegriff "Flüchlinge" alle einwandernden Personen subsumiert werden, auch wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen.
Dann tritt aus der Kirche aus!
Deine pastorale Besorgtheit um deine katholischen Schäfchen ist immer wieder bewundernswert.
Gell?!
"Barmherzigkeit pur", möchte man fast sagen... :nuckel:

Caviteño
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño »

Robert Weemeyer hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Wie steht er denn zu den "Trittbrettfahrern", was soll mit denen passieren?
Dazu hat Pfarrer Brandebusemeyer gesagt:
Ich bin gern bereit, anzuerkennen, dass [...] Trittbrettfahrer aussortiert [...] werden können.
Ich finde, das ist klar genug. Im Übrigen war es nicht das Anliegen des Pfarrers, eine komplette Ausländer- und Einwanderungspolitik zu formulieren, sondern einen unabdingbaren und unumstößlichen Kern christlicher Moral herauszustellen - und das ist ihm, wie ich finde, hervorragend gelungen.
Nein, das ist eben nicht klar genug. Was passiert denn mit ihnen nach dem "aussortieren" (nicht meine Wortwahl)? Einmal ganz davon abgesehen, daß nach gegenwärtigem Verwaltungshandeln nur ein ganz geringer Teil abgeschoben wird bzw. werden kann - sind es nicht die Kirchen, die z.B. mit "Kirchenasyl" hier versuchen, auf staatliche und gerichtliche Entscheidungen Einfluß zu nehmen bzw. diese auszuhebeln?

Was Du mit großen Worten einen "unabdingbaren und unumstößlichen Kern christlicher Moral" nennst, ist doch überhaupt nicht umstritten oder steht zur Debatte. Niemand will das Asylrecht für politisch Verfolgte aufheben, niemand will die Genfer Konvention, die Flüchtlingen aus Kriegsgebieten Schutz gewährt, kündigen. Darüber wird doch überhaupt nicht diskutiert. Die Frage ist doch, was geschieht mit der großen Anzahl, die eben nicht in diese Kategorien fallen, die z.B. aus sicheren Herkunftsstaaten kommen oder die nur aufgrund wirtschaftlicher Gründe ihr Land verlassen haben. Das ist der Kern der Diskussion.

Insofern kann man nur zu dem Ergebnis kommen, daß der Pfarrer hier Plattheiten verkündet hat oder nicht versteht, worum die Diskussion läuft. Beides wäre traurig.

Caviteño
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño »

Eritrea gehört zu den Hauptherkunftsländern der "Flüchtlinge". In der Schweiz wurde vom Honorarkonsul des Landes ein Vorschlag unterbreitet, den in der Schweiz befindlichen Eritreern einen Anreiz zur Heimkehr zu bieten:
Die längerfristige Integration junger Eritreer wird vielleicht zu 15 Prozent gelingen: Nur die gut gebildeten, hoch motivierten Eritreer werden es mit grosser Unterstützung an Integrationsmassnahmen schaffen. Etwa 85 Prozent werden auch längerfristig in der Sozialhilfe bleiben – das ist gegen die Würde eines Volkes, das ein hohes Arbeitsethos hat. Diesen jungen Menschen muss die Perspektive der Rückkehr nach Eritrea geöffnet werden.
Das Projekt soll heissen: temporäre Integration in Hinblick auf eine Rückkehr. Es soll ein Anreiz-System entwickelt werden mit dem Ziel, RückkehrBonus-Punkte zu sammeln («Rückkehr-Bonus-Sparbuch»). Die jungen Männer verzichten auf ein sinnloses Asylverfahren, sie arbeiten statt Sozialhilfe zu beziehen und erhalten einen Teil der Kostenersparnis gutgeschrieben. Die folgenden Kostenschätzungen stammen aus Medienberichten:
> Verzicht auf den Gratisanwalt: Fr. 136.–
> Verzicht auf die Durchführung eines ordentlichen Asylverfahrens: Fr. 3.–. Denn die Asyl-Verfahren sind teuer und unnötig, weil kein junger Eritreer im Land an Leib und Leben bedroht ist – sie zwingen die Eritreer zu lügen.
> Rasche Arbeitsintegration statt Sozialhilfe (Fr. 18 .–/Jahr): Fr. 2.–
> Verzicht auf aufwendige Integrationsmassnahmen (Fr. 24 .–), dafür sinnvolle Massnahmen der Integration wie Englisch-Sprachkurse und Hilfe bei der Arbeitssuche: Fr. 3.–
> Ziel des Rückkehr-Sparbuches: Fr. 15 .– für den Neubeginn in Eritrea.
Dieses Sparbuch-Guthaben wird bei der Rückkehr nach Eritrea verwaltet durch die zukünftige Schweizer Botschaft in Asmara in Zusammenarbeit mit der Eritrean Development Bank. Diese gibt auf der Basis des Sparbuch-Guthabens Kredite für die Gründung von KMU und Start-ups. Das BonusAnreiz-System ist vorübergehend: Es gilt für die jungen Menschen, die bereits hier sind oder in den nächsten Monaten in die Schweiz kommen.
http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/ ... vorschlag/

Ob dieser Vorschlag realisiert wird oder nicht - er zeigt, das es mit Phantasie durchaus Möglichkeiten gibt, sinnvolle Hilfe zu leisten.

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umusungu
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu »


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Sascha B.
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Sascha B. »


Diese armen Menschen, total Abgemagert, in kaputter Kleidung und Ungepflegt. Die Flucht muss echt er absolute Horror sein. Ein Wunder dass hier überhaupt wer ankommt. Das erklärt aber auch warum fast nur junge Männer ankommen.

Wir brauchen viel mehr Willkommenskultur und bunte Fähnchen.


:panisch:

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Dottore Cusamano
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Dottore Cusamano »

Gibt es eigentlich belastbare Zahlen, wieviele Migranten insgesamt 2014 und 2015 ins Bundesgebiet gekommen sind und aus welchen Ländern sie stammen? Mit sog. "Trittbrettfahrern" sind hier wahrscheinlich sog. "Wirtschaftsflüchtlinge" vom Balkan gemeint, die angeblich keine Asylrecht haben. Wie hoch ist eigentlich deren Anteil an der Migrantenzahl für 2015 insgesamt? Ich habe hierzu bislang nur widersprüchliche Angaben gefunden. Har jemand etwas belastbares im Netz gefunden?

Da jetzt sehr bald weitere Balkanländer und die Türkei zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt werden, könnte sich die Verfahrenszeit hinsichtlich illegal Eingewanderten aus Serbien, Albanien und dem Kosovo verkürzen. Indes soll in den zuständigen Behörden Personalmangel herrschen, da ein solcher Migrantenzustrom nicht absehbar gewesen sein soll.
"Da erhob sich ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und auch der Drache und seine Engel kämpften. Doch sie richteten nichts aus und es blieb kein Platz mehr für sie im Himmel." (Offb 12, 7-8)

Caviteño
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño »

Dottore Cusamano hat geschrieben:Gibt es eigentlich belastbare Zahlen, wieviele Migranten insgesamt 214 und 215 ins Bundesgebiet gekommen sind und aus welchen Ländern sie stammen?
Natürlich gibt es die und sie sind auch ganz einfach zu finden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge veröffentlicht monatliche Statistiken, die auch die 1 Hauptherkunftsländer ausweisen.

Die Zahlen für Juli 215, die Vergleichwerte für das Vorjahr usw. können hier abgerufen werden:

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/D ... cationFile

Da das Bundesamt für die Durchführung der Asylverfahren zuständig ist, sind die Zahlen auch "belastbar".
Dottore Cusamano hat geschrieben: Mit sog. "Trittbrettfahrern" sind hier wahrscheinlich sog. "Wirtschaftsflüchtlinge" vom Balkan gemeint, die angeblich keine Asylrecht haben. Wie hoch ist eigentlich deren Anteil an der Migrantenzahl für 215 insgesamt?
Für 1-7/15 ca. 8. bei Gesamtanträgen von ca. 195. - die genauen Zahlen s. obiger link.

Insbesondere bei den Zahlen der Flüchtlingen aus Syrien ist inzwischen Vorsicht angebracht. Es gibt Presseberichte, daß viele "Flüchtlinge" sich inzwischen - auch unter Vorlage gefälschterr Dokumente - als Syrer ausgeben und so leichter eine Duldung zu erhalten. Ein entsprechender Pressebericht ist weiter oben verlinkt.
Dottore Cusamano hat geschrieben: Da jetzt sehr bald weitere Balkanländer und die Türkei zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt werden, könnte sich die Verfahrenszeit hinsichtlich illegal Eingewanderten aus Serbien, Albanien und dem Kosovo verkürzen. Indes soll in den zuständigen Behörden Personalmangel herrschen, da ein solcher Migrantenzustrom nicht absehbar gewesen sein soll.
Eine Diskussion, die Türkei zu einem sicheren Herkunftsland zu erklären, ist mir nicht bekannt. Nach meinem Wissen soll dies ausschl. für die Balkanstaaten gelten.
Die Auswirkungen sollten mE aber nicht überschätzt werden:
Seit dem Asylkompromiss Anfang der neunziger Jahre sind im Anhang des Asylverfahrensgesetzes einige Länder aufgezählt, die neben den EU-Staaten als sicher gelten. Anträge aus diesen Ländern werden nach Paragraph 29a des Gesetzes als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt, es sei denn, der Betroffene kann belegen, dass ihm trotz der eigentlich sicheren Lage in seinem Heimatland Verfolgung droht. Fast alle europäischen Staaten nutzen ähnliche Regelungen, um Verfahren zu vereinfachen. In Frankreich waren nach der Aufnahme Albaniens in die Liste im vergangenen Jahr die Anträge aus dem Land deutlich zurückgegangen.
Dabei bedeutet die Einstufung als sicherer Herkunftsstaat in der Praxis der Asylverfahren nur eine geringe Änderung. Weiterhin muss jeder Asylantrag vom Balkan geprüft und der Betroffene angehört werden. Die Grundsätze des deutschen Verwaltungsrechts schreiben vor, dass jeder Mensch gehört werden muss, bevor gegen ihn ein ablehnender Bescheid ergeht. In der Diskussion wird immer wieder die Zahl von zehn Minuten Zeitersparnis pro Antrag genannt – eine Schätzung, die das Bundesinnenministerium vor der Aufnahme der Balkanländer in die Liste der sicheren Staaten angestellt hatte. Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hält man sich mit solchen Zahlen zurück. Die Zeitersparnis sei schwer zu ermitteln, aber merkbar, heißt es. Vor allem die Begründung des Bescheides gehe nun schneller, da es reiche, auf den sicheren Herkunftsstaat hinzuweisen mit der Anmerkung, dass der Antragsteller keine Tatsachen vorgebracht habe, dass er entgegen der Regelvermutung in dem Staat politisch verfolgt werde.
Ähnliches gilt für die Verwaltungsgerichte. Für Klagen gegen „offensichtlich unbegründete“ Asylanträge gelten besonders kurze Fristen, auch sind grundsätzlich keine Rechtsmittel gegeben. „Nach einer Woche sind die Kläger dann eigentlich ausreisepflichtig“, sagt Nicola Haderlein, Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht Düsseldorf. Doch auch die Anträge aus den anderen Balkanstaaten werden in den meisten Fällen bereits als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt, da die Voraussetzungen für die Anerkennung offensichtlich nicht vorliegen.
http://www.faz.net/aktuell/politik/die- ... 7182.html

Für mich ist es nicht nachvollziehbar, das es in einem einheitlichen (Schengen-)Reiseraum in den jeweiligen Nationalstaaten unterschiedliche Ansichten über die sicheren Herkunftsstaaten gibt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherer_Herkunftsstaat

Es ist doch klar, das kein "Flüchtling" aus dem Kosovo einen Asylantrag in der Schweiz oder Österreich stellt, wenn dieses Land dort als sicherer Herkungsstaat eingestuft wurde, D. dieser Einschätzung aber nicht folgt.

Sicherlich herrscht in den Behörden Personalmangel, aber andere Länder machen es vor: In Norwegen und in der Schweiz werden Asylverfahren für Staatsangehörige aus den sicheren Herkunftsstaaten innerhalb von 48 Stunden abgewickelt. Da muß man dann eben das deutsche Verfahrensrecht entsprechend anpassen.

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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño »

Das war gestern, heute kann man folgendes lesen:
Ein weiterer Anreiz unter den Flüchtlingen sind die aktuellen Nachrichten. Mehrere Flüchtlinge in Jordanien sagten in Telefoninterviews mit SPIEGEL ONLINE, die Ankündigung Deutschlands zur unbürokratischen Anerkennung von syrischen Asylsuchenden habe sich unter ihren Landsleuten wie ein Lauffeuer verbreitet.
Auch die große Sympathie für Kanzlerin Merkel, die von den Syrern in sozialen Netzwerken teilweise fast wie eine Heilige verehrt wird, bewegt offenbar viele der Flüchtlinge in Jordanien, über eine Reise nach Deutschland nachzudenken oder sie bereits zu planen.
In Deutschland wird die Mobilisierung der syrischen Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten von der Regierung mit Sorge beobachtet. Neben den rund sieben Millionen Binnenflüchtlingen in Syrien selbst stellen die Migranten in den Nachbarländern eine mögliche weitere Großaufgabe für die EU-Länder dar, wenn sie ihre Zuflucht dort verlassen würden.
(...)
Intern fürchtet die Regierung aber bereits eine Ausreisewelle der Flüchtlinge aus den Nachbarländern. Diese würde die Zahl der in Europa ankommenden Syrer noch einmal steigen lassen. Die bisherigen Schätzungen, dass allein dieses Jahr bis zu eine Million Flüchtlinge in Deutschland ankommen, müssten dann nach oben korrigiert werden.
(...)
Bei den Flüchtlingen in Jordanien heißt es, besonders die Bilder aus Deutschland, wo ankommende Syrer fast begeistert an den Bahnhöfen empfangen werden, wirke auf viele erstmals seit Jahren wieder wie eine echte Chance auf ein besseres Leben.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 51756.html

Wurde hier im Strang unter dem Begriff "Sogwirkung" besprochen. Aber eine Kanzlerin, die die Haupthindernisse für die Aufnahme weiterer "Flüchtlinge" in den geltenden Brandschutz- und Dämmvorschriften sieht, ist wohl mit der Folgenabschätzung überfordert.

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Torsten
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Re: Die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Torsten »

tagesschau hat geschrieben:"Counter Speech": Argumente gegen Rechts
[...]
"Geflüchtete und asylsuchende Menschen werden auch dadurch langfristig geschädigt, dass menschenfeindliche Bilder entwickelt und als Wahrheit geglaubt werden."
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2951

(Nur ein Beispiel)

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