Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

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holzi
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von holzi »

Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Abgesehen von der klassenkämpferischen Rhetorik liegt die Aussage des Artikels schon richtig.

Ich erinnere mich, daß vor dem Brexit-Referendum immer wieder die Quoten der Buchmacher in den (deutschen) Medien thematisiert wurden. Sie seien -angeblich- in den allermeisten Fällen zutreffend und sprächen für eine Niederlage der Brexiteers. So weit - so gut (für den öffentl.-rechtl. Rundfunkt).

Nach dem Ergebnis mußte man zugeben, daß vor allem in London (in den besseren Vierteln) hohe Summen eingesetzt wurden, während die Mehrzahl der Glücksspieler ehr niedrige Beträge auf einen Brexit setzten. Da in GB das alte preuß. Drei-Klassen-Wahlrecht nicht gilt, hatte man schlicht und einfach vergessen, die Zahl der "Wettenden" zu zählen. Man hatte sich ausschl. an den Quoten orientiert, die natürlich aufgrund der hohen Einsätze (pro remain) nicht das Ergebnis widerspiegeln konnten. Schließlich wird nach Köpfen und nicht nach Dicke der Brieftasche abgestimmt.

Daß die Journalisten des öffentl-rechtl. Rundfunks weit entfernt von "der Stimmung im Lande" sind, hat man bei Trump gesehen - und jetzt wieder beim Brexit bzw. den Neuwahlen. Da wird der Wunsch zum Vater des Gedankens und die neutrale Berichterstattung bleibt auf der Strecke.

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holzi
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von holzi »

Bei den Schotten könnte sich eine neue Situation ergeben: Will The Tory Landslide Accelerate Scottish Independence?
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

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Siard
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Siard »

Es liegt nicht im Interesse der EU, Trennungsbestrebungen zu unterstützen.
Wobei es der EU selbst egal sein könnte – nur einige Mitgliedstaaten haben große Angst vor ähnlichen Entwicklungen bei sich.

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

holzi hat geschrieben:
Sonntag 15. Dezember 2019, 20:28
Bei den Schotten könnte sich eine neue Situation ergeben: Will The Tory Landslide Accelerate Scottish Independence?
Da bin ich skeptisch. Schon beim letzten Referendum war das Ergebnis 55% zu 45% ziemlich deutlich.

Warum sollte sich inzwischen etwas geändert haben. Die damaligen Gründe bestehen auch heute noch:
- keine finanzielle Selbständigkeit - die Ölreserven neigen sich dem Ende zu;

- der Euro, der dann vertragsgemäß eingeführt werden müßte, genießt weiterhin im Vergleich zum brit. Pfund nur ein geringes Vertrauen; eine Beibehaltung des brit. Pfundes-sofern es vertraglich vereinbart werden könnte- würde Schottland seiner Hoheitsrechte in der Finanz- und Währungspolitik berauben;

- Unsicherheit bzgl. des Aufenthaltsrechtes der schottischen Landsleute in England, Frage der Rentenansprüche ua.

Sollten diese Unsicherheiten durch eine Mitgliedschaft in der EU aufgewogen werden? Daran sind doch wohl erhebliche Zweifel angebracht.

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Siard
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Siard »

Caviteño hat geschrieben:
Montag 16. Dezember 2019, 01:04
Sollten diese Unsicherheiten durch eine Mitgliedschaft in der EU aufgewogen werden?
Daß die EU ein unabhänniges Schottland in absehbarer Zeit aufnehmen würde, dafür gilt auch:
Caviteño hat geschrieben:
Montag 16. Dezember 2019, 01:04
Daran sind doch wohl erhebliche Zweifel angebracht.

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Benedikt
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Benedikt »

Auch in Nordirland verändert der drohende Brexit die politischen Verhältnisse weiter: Im neuen Parlament werden die Hälfte der nordirischen Abgeordneten Parteien angehören, die einen "Anschluss" an die Republik Irland fordern.

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ar26
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von ar26 »

Benedikt hat geschrieben:
Montag 16. Dezember 2019, 13:38
Auch in Nordirland verändert der drohende Brexit die politischen Verhältnisse weiter: Im neuen Parlament werden die Hälfte der nordirischen Abgeordneten Parteien angehören, die einen "Anschluss" an die Republik Irland fordern.
Nein. Denn die Sinn Fein MP's nehmen ihre Mandate ja nie an. Sie müssten dafür nämlich einen Eid auf die Königin schwören. No hommage for a foreign Queen...
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Siard hat geschrieben:
Montag 16. Dezember 2019, 13:12
Daß die EU ein unabhänniges Schottland in absehbarer Zeit aufnehmen würde, dafür gilt auch:
Caviteño hat geschrieben:
Montag 16. Dezember 2019, 01:04
Daran sind doch wohl erhebliche Zweifel angebracht.
Wenn Schottland einvernehmlich aus dem Vereinigten Königreich ausscheiden würde, wäre der Fall mE anders zu beurteilen als die möglichen Sezessionen in Spanien, Frankreich oder Belgien. Aber ob es dazu kommt ist fraglich und es würde lange dauern.

Ein Kommentator in der FT warnt die EU davor, ihre Position bei den kommenden Gesprächen über die künftigen Handelsbeziehungen zu überziehen und weist auf folgendes hin:
Another important consideration for the EU is that the UK is likely to start parallel trade talks with the US. If such a deal were to be concluded first, it might contain passages that could interfere with a not-yet-concluded EU trade deal. For example, American negotiators might insist on access for their chlorinated chicken and genetically modified organisms.
If the EU really wants a strategic partnership with the UK, it is in its interest to conclude that agreement before the US does. If it is the strategic goal of US president Donald Trump to drive a wedge between Britain and the EU, this would be an ideal opportunity.
The EU must rethink its approach to UK trade talks

In der Tat könnte Trump die Gelegenheit nutzen und GB einen besonders vorteilhaften Handelsvertrag anbieten. Der Handel zwischen beiden Ländern ist fast ausgeglichen und noch ausbaufähig, wie der Vergleich mit D. zeigt:
US-Exporte nach GB = 56 Mrden USD, Importe = 53 Mrden USD - Handelsumsatz = 109 Mrden USD
Zum Vergleich: Export D. in die USA = 117 Mrden USD, Importe = 54 Mrden USD - Handelsumsatz = 171 Mrden USD

https://www.uschamber.com/sites/default ... ofiles.pdf

Man darf gespannt sein, ob die EU so flexibel ist und GB entgegenkommt.

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Lycobates
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Lycobates »

Heute war The Queen's Speech, zum 2. Mal in diesem Jahr, wie angekündigt ohne Regalia:

https://www.youtube.com/watch?v=MZxzzPRNvLY

Wie immer, war der wichtigste Satz der letzte (9:45).
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Hubertus
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Hubertus »

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 19. Dezember 2019, 18:12
Heute war The Queen's Speech, zum 2. Mal in diesem Jahr, wie angekündigt ohne Regalia:

https://www.youtube.com/watch?v=MZxzzPRNvLY

Zum Verständnis der gewählten Garderobe:
Quelle hat geschrieben: This is usual for a State Opening following a snap General Election and is all the more likely due to the most recent Queen's Speech being held under two months ago. [...]

There have been two other occasions when the Government has made the decision to conduct a "dressed-down" State Opening - in March 1974 and in 2017.

Both of these decisions were taken due to the snap general elections held in those years.
Anm.: Unter 'snap (General) Election' ist eine vorgezogene Parlamentswahl zu verstehen.


Und das ist, was deutsche Medien daraus machen:

"Null Bock auf Brexit : Der Queen ist die Regierungserklärung nicht die Krone wert" (Überschrift lt. Google News Übersicht)
:roll:


Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 19. Dezember 2019, 18:12
Wie immer, war der wichtigste Satz der letzte (9:45).
:ikb_thumbup:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Lycobates
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Lycobates »

Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 19. Dezember 2019, 20:07
Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 19. Dezember 2019, 18:12
Heute war The Queen's Speech, zum 2. Mal in diesem Jahr, wie angekündigt ohne Regalia:

https://www.youtube.com/watch?v=MZxzzPRNvLY

Zum Verständnis der gewählten Garderobe:
Quelle hat geschrieben: This is usual for a State Opening following a snap General Election and is all the more likely due to the most recent Queen's Speech being held under two months ago. [...]

There have been two other occasions when the Government has made the decision to conduct a "dressed-down" State Opening - in March 1974 and in 2017.

Both of these decisions were taken due to the snap general elections held in those years.
Anm.: Unter 'snap (General) Election' ist eine vorgezogene Parlamentswahl zu verstehen.


Und das ist, was deutsche Medien daraus machen:

"Null Bock auf Brexit : Der Queen ist die Regierungserklärung nicht die Krone wert" (Überschrift lt. Google News Übersicht)
:roll:


Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 19. Dezember 2019, 18:12
Wie immer, war der wichtigste Satz der letzte (9:45).
:ikb_thumbup:
Man kann nur mutmaßen, was die Königin vom Brexit wirklich denkt, jedenfalls hat das nichts mit der vereinfachten Garderobe zu tun, worüber wohl allerhöchsten Ortes, und nicht nur auf Regierungsebene befunden wurde. Die Auftritte der Queen sind garderobenmäßig immer perfekt, etwas anderes wäre auch nicht zu erwarten.
Die ernste Miene der Monarchin wird wohl damit zusammenhängen, daß auch sie sich gesagt haben wird, dies dürfte nach menschlichem Ermessen der letzte Queen’s Speech gewesen sein. Wenn man von einer fünfjährigen Amtszeit der Regierung Johnson ausgeht, wird es danach wohl einen King’s Speech geben.
Man kann der hohen Frau nur die höchste Achtung zollen, wenn man bedenkt, mit welcher Disziplin und welchem Verantwortungsbewußtsein sie als 93-Jährige ihres Amtes waltet.
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Niels
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Niels »

Die Queen und ich haben am selben Tag Geburtstag - ich wünsche ihr noch einige gute Jahre. Prinz Charles sah fast älter aus als sie.
Prinz Philip ist ja jetzt eh schon ein "Gott": https://de.wikipedia.org/wiki/Prinz-Philip-Bewegung
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Siard
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Siard »

Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 19. Dezember 2019, 20:07
Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 19. Dezember 2019, 18:12
Wie immer, war der wichtigste Satz der letzte (9:45).
:ikb_thumbup:
:ikb_thumbup:

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Hubertus
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Hubertus »

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 19. Dezember 2019, 21:38
Die ernste Miene der Monarchin wird wohl damit zusammenhängen, daß auch sie sich gesagt haben wird, dies dürfte nach menschlichem Ermessen der letzte Queen’s Speech gewesen sein. Wenn man von einer fünfjährigen Amtszeit der Regierung Johnson ausgeht, wird es danach wohl einen King’s Speech geben.
Bei der komfortablem Mehrheit im Unterhaus ist davon auszugehen. Dennoch ein interessantes Detail aus der Queen's Speech:
Quelle hat geschrieben:Work will be taken forward to repeal the Fixed-term Parliaments Act.
Dies würde dem Premierminister die Möglichkeit (zurück)geben, jederzeit Neuwahlen zu einem ihm genehmen Zeitpunkt anzusetzen.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Hubertus
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Hubertus »

Der Brexit ist "durch" ... und mit einem sehr deutlichen Ergebnis:
Quelle hat geschrieben:358 Ja-Stimmen gegen 234 Nein-Stimmen. Das ist eine Mehrheit von 124 Stimmen und bedeutet, dass im Unterhaus neben den Abgeordneten der regierenden Tories auch zahlreiche Oppositionspolitiker für den Deal gestimmt haben müssen, vermutlich aus der Labour-Partei.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 20. Dezember 2019, 21:45
Der Brexit ist "durch" ... und mit einem sehr deutlichen Ergebnis:
Allerdings dürfen wir ab Februar damit rechnen, daß die Verhandlungen zu den künftigen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen GB und EU die Nachrichten beherrschen werden. Besonders pikant: Eine Schlüsselrolle fällt dann D. zu; es hat in der zweiten Hälfte 2020 den EU-Vorsitz. Johnson hat eine Verlängerung bereits ausgeschlossen und will auch ein entsprechendes Gesetz durch das Unterhaus bringen. Damit könnte es im Herbst nächten Jahres zum show-down kommen. Insbesondere für D. steht viel auf dem Spiel, ist GB doch einer der größten Handelspartner.

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Edi
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Edi »

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 20. Dezember 2019, 21:45
Der Brexit ist "durch" ... und mit einem sehr deutlichen Ergebnis:
Quelle hat geschrieben:358 Ja-Stimmen gegen 234 Nein-Stimmen. Das ist eine Mehrheit von 124 Stimmen und bedeutet, dass im Unterhaus neben den Abgeordneten der regierenden Tories auch zahlreiche Oppositionspolitiker für den Deal gestimmt haben müssen, vermutlich aus der Labour-Partei.
Die Tories haben doch schon allein 365 Sitze.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Hubertus
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Hubertus »

Edi hat geschrieben:
Samstag 21. Dezember 2019, 08:28
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 20. Dezember 2019, 21:45
Der Brexit ist "durch" ... und mit einem sehr deutlichen Ergebnis:
Quelle hat geschrieben:358 Ja-Stimmen gegen 234 Nein-Stimmen. Das ist eine Mehrheit von 124 Stimmen und bedeutet, dass im Unterhaus neben den Abgeordneten der regierenden Tories auch zahlreiche Oppositionspolitiker für den Deal gestimmt haben müssen, vermutlich aus der Labour-Partei.
Die Tories haben doch schon allein 365 Sitze.
Eshaben nicht alle Abgeordneten abgestimmt.

'Zahlreiche' Oppositionspolitiker ist allerdings auch übertrieben. Mittlerweile liegt das Ergebnis nach einzelnen MPs ja vor:
"How did your MP vote on the Brexit deal?"

Demnach haben sechs Abgeordnete der Arbeitspartei für den Brexit gestimmt.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Hubertus
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Hubertus »

Bemerkenswerte Worte in Boris Johnsons Weihnachtsansprache:
Christmas Day is, first and foremost, a celebration of the birth of Jesus Christ. It is a day of inestimable importance to billions of Christians the world over. [...]

Today of all days, I want us to remember those Christians around the world who are facing persecution. For them, Christmas Day will be marked in private, in secret, perhaps even in a prison cell.

As Prime Minister, that’s something I want to change. We stand with Christians everywhere, in solidarity, and will defend your right to practice your faith. So as a country let us reflect on the year, and celebrate the good that is to come.
Gebe Gott, daß diese Worte mehr als bloß decorum sind. Daß das Faktum überhaupt an so prominenter Stelle thematisiert wird, ist jedoch allein bereits beachtlich. Das weckt natürlich die Neugierde auf das, was man hierzulande zu hören bekommen wird ... :pfeif:

Weihnachtsansprache zum Nachlesen (= Textquelle zum o. Zitat)

Weihnachtsansprache als Video
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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martin v. tours
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von martin v. tours »

Da wirst Du nichts positives lesen.
Schließlich gehört Boris zur Dreifaltigkeit der Bösen (Trump, Johnson, Putin)..
Über die wird grundsätzlich nur schlecht und/oder selektiv berichtet.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Das Oberhaus hat den Brexit genehmigt, GB verläßt somit endgültig am 31. 01. 2020 die EU.

Gunnar Heinsohn beschäftigt sich mit den Zukunftsaussichten:

Ein aus dem EU-Korsett befreites Grossbritannien bietet den Europäern noch kaum bedachte Alternativen

Neben der hier schon erwähnten Möglichkeit einer Schweiz im XXl-Format bzw. eines Singapurs an der Themse beschäftigt er sich auch die Leistungsfähigkeit britischer Universitäten:
Unter den weltbesten dreissig Universitäten stammen sechs aus dem britischen Königreich. Die übrigen Länder der EU können keine einzige vorweisen. Mit Grossbritannien verliert die Gemeinschaft nicht nur einen starken Wissenspool, es erwächst ihr auch neue Konkurrenz.
(...)
Auf dem Kontinent kann allein die Schweiz den Briten noch etwas vormachen. Bei den Matheschülern steht sie näher bei Nordirland als bei England. Mit fünf «Unicorns» bei nur acht Millionen Einwohnern ist sie ganz oben, und die ETH holt sich Platz 11 unter den Top-Universitäten der Welt.
Er kann sich auch nicht verkneifen, auf die -hier politisch nicht korrekten- Vorteile einer eigenen Währung hinzuweisen:
Selbstbewusst prunkt die Schweizer Nationalbank im März 2019 mit der Emission neu gestalteter 1000-Franken-Noten. Nicht zufällig ist diese mit dem Einzug der 500-Euro- Noten verbunden. Schlanke Scheine machen diskrete Umschläge jetzt noch diskreter.
In der Tat sind die Möglichkeiten beachtlich, die GB durch den EU-Austritt erwachsen und Boris Johnson dürfte auch der Premierminister sein, der diese Chancen nutzen wird. Nicht umsonst hat er das Ziel ausgegeben, die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zur EU bis zum Jahresende abzuschließen. Eine Verlängerung hat Johnson ausgeschlossen; sie müßte auch bis zum 30. 06. beantragt werden. Mit seiner komfortablen Unterhausmehrheit kann er auch einen harten Brexit durchsetzen und dann Freihandelsabkommen mit anderen Ländern schließen, allen voran mit den USA:
Donald Trump hat geschrieben: And we look forward to negotiating a tremendous new deal with the United Kingdom. They have a wonderful new Prime Minister and wants very much to make a deal, as they say.
https://www.whitehouse.gov/briefings-st ... itzerland/

Der Vorteil für GB ist, daß es bei den Verhandlungen keine Rücksicht auf die franz. Agrarwirtschaft oder die osteuropäischen Visawünsche nehmen muß. Paßgenau kann man ein Abkommen erreichen und muß keine Zugeständnisse machen, weil andere Länder andere Interessen haben.

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

So allmählich dämmert es, daß GB auch im Falle eines harten Brexits nicht der Verlierer sein wird:

Brexit: UK hat starke Verhandlungsposition gegenüber EU

Grund ist die Zollstrategie, die GB festgelegt hat. Man will zwar nur geringe Zölle auf wenige Produkte erheben (durchschn. Zollsatz 1,2% auf 800 Produkte - EU = 3% auf 80% aller Produkte), aber diese betreffen vorwiegend Automobil und Textilien.
Aufgrund der spezifischen Handelsstruktur wären Exporteure aus der EU besonders betroffen und müssten ohne ein Freihandelsabkommen 4,9 Milliarden Euro an Zöllen an das Vereinigte Königreich abführen. Verlieren europäische Exporteure dadurch Marktanteile in Großbritannien, verursacht dies einen spürbaren wirtschaftlichen Schaden in der EU.
„Großbritannien setzt die EU durch seine Zollstrategie unter Druck. Nach dem Ausscheiden aus der EU wird das Königreich als Handelspartner für andere Länder attraktiver. Europäische Exporteure bekommen deutlich mehr Konkurrenz, dies ist ein starker Anreiz für die EU, ein Freihandelsabkommen mit den Briten zustande zu bringen“, so Felbermayr.
Johnson habe klug verhandelt und eine "Rückfalllösung" durchgesetzt, bei der die EU auf die -nicht zu kontrollierenden- britischen Zollbehörden angewiesen seien.
"Im Vergleich zur May-Lösung und dem Backstopp, der einen Verbleib Großbritanniens in der EU-Zollunion vorgesehen hatte, ist die Johnson-Lösung deutlich teurer, bürokratisch extrem aufwendig und es droht massiver Betrug.“
Man darf wohl kaum erwarten, das Frau Merkel die EU drängen wird, GB entgegenzukommen. Man will ein Exempel statuieren - wobei das auch nach hinten losgehen kann.
Was ist, wenn GB in einigen Jahren viel besser dasteht als die EU? :hmm:

Gutachten des iwf Kiel

Trisagion
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Trisagion »

Hallo allereseits. Ich habe den Strang jetzt nicht weiter durchgelesen. Aber ich lebe und arbeite als Deutscher mit deutschem Paß in England, und habe hier auch mit Familie volles Aufenthaltsrecht ("settled status") nach dem Brexit.

Falls Ihr also Fragen an jemanden "vor Ort" habt, dann schießt mal ruhig los...

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Na, dann nehm ich doch sofort mal das Angebot in Anspruch:

Also, Du hast "settled status" und ich entnehme Deinen Worten, daß dieser auch noch dem Austritt aus der EU bestehen bleibt. Richtig?

Ist Dein Aufenthaltsrecht zeitlich beschränkt? Wenn ja: In welchem Zeitraum muß es erneuert werden?

Wie sieht das bei anderen EU-Bürgern aus? Hat sich GB verpflichtet, allen bereits im Land befindlichen EU-Bürgern diesen "settled status" zu gewähren oder gibt es da Abstufungen? MaW könnte GB bei den ab Februar beginnenden Verhandlungen bzgl. künftiger Beziehungen dieses Druckmittel (Aufenthaltsrecht für EU-Bürger) anwenden, weil nicht alle über ein gesichertes Aufenthaltsrecht verfügen?

Danke schon mal im voraus für die Antworten.

Trisagion
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Trisagion »

"Settled status" ist eine permanente Aufenthaltsberechtigung mit im wesentlichen gleichen Rechten wie ein UK Staatsbürger (Arbeitserlaubnis, kostenlose staatliche Krankenversicherung NHS, Studienzugang, Pensionsrechte, Ein- und Ausreiserecht). Allerdings darf man sich nicht mehr als 5 Jahre am Stück außerhalb der UK aufhalten, sonst verliert man diese Rechte, anders als ein Staatsbürger.

"Settled status" bleibt in der Tat nach dem Austritt (heute!) bestehen. Es ist eine neue Regelung die speziell für den Brexit geschaffen wurde. Wir hatten schon vorher als Familie eine "permanent residence" beantragt und erhalten, in einem sehr aufwendigen Prozeß (knapp 100 Seiten Dokumente...). Das war im wesentlichen dasselbe wie jetzt "settled status", nur mit kürzere Abwesenheitserlaubnis (3 Jahre). Wir hatten sie beantragt weil damals unklar war ob unsere EU Rechte nach dem Brexit erhalten blieben. Die "permanent residence" läuft aber aus (zum 30. Juni 2021), und muß bis dahin durch den "settled status" ersetzt werden. Das ist sehr einfach (online / Reisepaß scannen mit Handy) und kostenlos, und wir haben das schon getan.

Es kann im wesentlichen jeder EU Bürger der bis zum Stichtag 31. Dezember 2020 anfängt in der UK zu leben "(pre-)setted status" erlangen. Der Unterschied zwischen "pre-settled" und "settled" ist, daß man für letzteres mindestens 5 Jahre in den UK wohnhaft sein muß. Leute mit "pre-settled status" dürfen sich nicht länger als 2 Jahre am Stück außerhalb der UK aufhalten, und können wenn sie dann insgesamt 5 Jahre wohnhaft sind "settled status" beantragen.

Kinder von Leuten mit "settled status" die in den UK geboren werden, sind automatisch UK Staatsbürger, bei "pre-settled status" kriegen sie auch nur "pre-settled status".

Die britische Regierung kann diese Regelungen sicher nicht als Druckmittel gebrauchen, außer falls sie ernsthaft alles zurücknehmen will was jetzt schon eine ganze Weile Gesetz ist. Ich glaube (bin mir da aber nicht 100% sicher, da es mich nicht direkt betrifft...), daß in der Übergangsphase von dem Austritt (heute) an bis zum Stichtag 31. Dezember 2020 es für EU Bürger noch immer genauso möglich ist wie jetzt in die UK einzureisen, sesshaft zu werden, zu arbeiten, etc. und dann eben via Bewerbung auf "pre-settled status" auch im Lande zu bleiben.

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Danke für die Erläuterung, Trisagion.

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Es heißt ja immer GB wäre auf den Brexit nicht vorbereitet. Zumindest was die Pässe betrifft, stimmt das nicht:

New blue British passport rollout to begin in March

Weniger als zwei Monate nach dem Austritt werden neue Pässe ausgegeben - Respekt!

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Trotz Corona will GB keine Fristverlängerung für die Verhandlungen mit der EU beantragen. Der Antrag müßte im Juni gestellt werden, andernfalls kommt es zu einem "harten" Austritt.

The UK will not request an extension to the Brexit transition period

London fürchtet, daß die EU GB zu einer finanziellen Beteiligung drängen würde, um die Kosten der Corona-Maßnahmen zu finanzieren. Sollte allerdings die EU um eine Verlängerung bitten, brächte sie GB in eine schwierige Lage:
If the EU did ask for more time, it would put the government in a difficult position. Rejecting the request would sit ill with the idea that the UK wants to be a good neighbour to the EU. Frost and Michel Barnier will video conference today. But it now seems that the only way the transition period will be extended is if the EU requests it.
Eigentlich können es sich die EU und insbesondere D. nicht leisten, einen großen Teil ihrer Exporte nach GB zu gefährden. Die Wirtschaft wird aufgrund der Corona-Maßnahmen schrumpfen - wegfallende Exporte nach GB wären da eine zusätzliche Belastung.

Es sieht so aus, als hätten die Briten im Augenblick die besseren Karten. ;D

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Der Brexit wäre ein riesiger Nachteil für GB, man verlöre den Zugang zur EU - so lautet die bis heute von den Medien immer wieder vorgebrachte Erzählung.

Diese Nachricht heute widerspricht dem deutlich:

Nestlé-Konkurrent Unilever zieht's nach Grossbritannien - Aktienkurs deutlich höher

Bisher gab es einen Doppelsitz in London und in den Niederlanden. Das Vorhaben, den Sitz ganz in die Niederlande zu verlagern, konnte vor einigen Jahren nicht durchgesetzt werden. Jetzt will man nur noch einen Sitz in London haben; die Doppelstruktur soll entfallen.

Natürlich sichert man zu, daß bestimmte Firmenteile weiterhin ihren Sitz in Rotterdam haben werden. Was von solchen Zusicherungen auf Dauer zu halten ist, kann man an der Bonn-Berlin-Vereinbarung sehen.

Sind das schon die ersten Anzeichen eines "Singapurs an der Themse" bzw. einer "Schweiz im XXL-Format" vor den Türen der EU? Jedenfalls zeigt die Ankündigung, daß die Karten GB keineswegs so schlecht sind, wie uns die Medien immer glauben machen wollen.

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Siard
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Siard »

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 13:52
Was von solchen Zusicherungen auf Dauer zu halten ist, kann man an der Bonn-Berlin-Vereinbarung sehen.
Jahr, horrende Kosten über Jahrzente. Aber Ein Wirtschaftsunternehmen kann sich solche Mätzchen – im Unterschied zu Nomenklaturaversorgungseinrichtungen – nicht leisten. Und wird es auch nicht wollen.

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño »

Nicht nur horrende Kosten - auch die Aufteilung bröckelt. Selbst die Minsterien, die ihren ersten Sitz in Bonn haben, werden inzwischen von Berlin aus geführt, weil sich dort der Minister aufhält.

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