Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

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Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Freitag 17. Mai 2019, 21:22

Die Situation von Theresa May wird hier gut beschrieben:

Mays Betteln um drei Wochen

Interessant ist das Wahlverfahren für einen neuen Vorsitzenden der Tories: Zunächst werden von der Unterhaus-Fraktion alle Kandidaten ausgesiebt, bis zwei übrig bleiben. Dann entscheiden die Parteimitglieder per Briefwahl.
Unterstützung könnte einer der Kandidaten dann von unerwarteter Stelle bekommen: Trump besucht Anfang Juni GB. Dann sind die "Europa"-Wahlen vorbei und die vierte Abstimmung im Unterhaus steht an oder ist bereits erledigt. An einen Erfolg von May glaubt nach dem Rückzug von Labour niemand mehr.
Was der amerikanische Präsident über May und deren Brexit-Verhandlungskünste denkt, wissen die Briten, seit er Boris Johnson als den geeigneteren britischen Verhandlungsführer benannt hat. Es wird erwartet, dass Trump während seines Aufenthalts „Boris“ seine Aufwartung machen wird.

Caviteño
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 23. Mai 2019, 06:14

Am Abend vor den Wahlen zum EU-Parlament in GB der nächste Schlag für Theresa May:

Ministerin aus Mays Kabinett tritt zurück
Die britische Ministerin für Parlamentsfragen, Andrea Leadsom, ist zurückgetreten. Als Grund gab Leadsom in einem auf Twitter veröffentlichten Schreiben Bedenken gegen den jüngsten Brexit-Kurs der Regierung an. Unter anderem unterstütze sie das Angebot Mays nicht, das Parlament über die Möglichkeit eines Referendums über den Brexit abstimmen zu lassen.
Leadsom nahm als „Leader of the House of Commons“ eine zentrale Rolle im Kabinett der Premierministerin Theresa May ein.

Juergen
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Juergen » Donnerstag 23. Mai 2019, 15:01

Heute wählen die Briten bei der EU-Wahl mit. Gleichzeitig hört man was von „Rücktritt von May“ oder „neues Referendum“ oder „Mißtrauensvotum gegen May“ usw. – Es ist schon einigermaßen verrückt, was das in GB passiert.
Gruß
Jürgen
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 23. Mai 2019, 16:29

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 15:01
Es ist schon einigermaßen verrückt, was das in GB passiert.
Vor allem, wenn man bedenkt, daß lt. Umfragen eine erst vor wenigen Wochen gegründete Partei deutlich und mit großem Abstand die meisten Stimmen erhalten könnte. Ein solcher Erfolg einer Parteigründung dürfte einmalig sein.

Wie sagte ihr Vorsitzender Farage treffend: "Uns dürfte es eigentlich nicht geben - (wenn Ihr Euren Job gemacht hättet)".
Man sieht: Die Wähler sind heute viel wechselbereiter als vor zehn, zwanzig Jahren. Das Phänomen neuer Parteien ist ja nicht nur in GB zu beobachten. Auch in IT, in ES oder jetzt in den NL sind Parteineugründungen erfolgreich und alle Neugründungen eint: Die kritische Distanz zur EU und zur Migration.

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Freitag 31. Mai 2019, 15:07

Das ist keine leere Drohung von Nigel Farage und wird auch bei unschlüssigen Tories wirken:
Nigel Farage hat geschrieben: I promise that if we do not leave the EU on October 31st, I will lead The Brexit Party into the next general election and sweep away parties that have dominated British politics for over 100 years.
https://twitter.com/Nigel_Farage/status ... 3873768448

Sollte die brit. Parteienlandschaft durch Theresa May und ihre zögerliche Brexit-Politik umgestaltet werden - ähnlich wie Merkel es mit ihrer "Flüchtlings"politik in D. erreicht hat?

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Sonntag 9. Juni 2019, 09:39

Damit könnte Boris Johnson Punkte im Rennen um den Parteivorsitz sammeln:

Boris Johnson gegen Ausstiegszahlungen an die EU

Er lehnt solche Zahlungen nicht grundsätzlich ab, sondern will Klarheit über das weitere Vorgehen haben. Verständlich, denn der Brexit-Vertrag regelt nur eine Übergangsfrist von zwei Jahren, in denen Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen GB und EU geführt werden sollen. Wie diese Beziehungen dann aussehen werden (von Zollunion bis vertragsfrei ist alles denkbar), ist ungeklärt.

Mal sehen ob die EU es auf einen "harten" Brexit ankommen läßt und das Paket noch einmal aufschnürt....

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Montag 10. Juni 2019, 20:21

Die zehn Kandidaten für die Parteivorsitz der Tories - und damit auch für den Posten des künftigen Ministerpräsidenten:

Diese zehn Kandidaten kämpfen um die May-Nachfolge

Es fällt auf, daß die Brexit-Hardliner deutlich in der Überzahl sind. Das Ergebnis soll bis zum 22. Juli vorliegen.

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Dienstag 18. Juni 2019, 22:08

Lieber auf Schottland und Nordirland verzichten als auf den Brexit!
Eine neue Umfrage unter den Mitgliedern der Tories ist dennoch verblüffend: Sie zeigt eine politisch radikalisierte Partei, deren Anhänger fast jedes Opfer dafür in Kauf nähmen, wenn ihr Land nur ja die Europäische Union verlässt.
Dem Meinungsforschungsinstitut Yougov sagten zum Beispiel 61 Prozent der Befragten, sie würden akzeptieren, wenn die britische Volkswirtschaft erheblichen Schaden durch den EU-Austritt erleiden sollte. (...)
54 Prozent der Mitglieder würde es für den Brexit auch hinnehmen, wenn ihre eigene Partei am Streit um den EU-Austritt zerbrechen sollte.
Sogar das Vereinigte Königreich würden sie für den Brexit opfern: 59 Prozent gaben an, sie hielten ein Ausscheiden der Provinz Nordirlands aus der britischen Union eher für verschmerzbar als einen Verzicht auf den EU-Austritt. 63 Prozent würden eine Abspaltung des mehrheitlich proeuropäischen Schottlands in Kauf nehmen.
Damit dürfte wohl nur ein klarer Befürworter des Brexits als Nachfolger von May in Frage kommen, denn die Parteimitglieder haben das letzte Wort.

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 11. Juli 2019, 06:05

Entgegen den häufigen Behauptungen in den Medien muß der Brexit für die Briten keine Katastrophe sein meint Daniel Stelter:

„Der Brexit ist für die Briten alles – aber kein Desaster“
Das Brexit-Desaster für die Briten ist nicht so ausgemacht, wie es gerne dargestellt wird. Vor die Wahl gestellt, auf die Problemlösungsfähigkeit der EU oder die Anpassungsfähigkeit der Briten zu setzen, wäre meine Wahl klar.

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holzi
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von holzi » Freitag 12. Juli 2019, 07:20

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 06:05
Entgegen den häufigen Behauptungen in den Medien muß der Brexit für die Briten keine Katastrophe sein meint Daniel Stelter:
[...]
So wie die Politik hüben wie drüben das bisher gehandhabt hat, hat das sehr wohl das Zeug zu einer ganz großen Katastrophe!
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Freitag 12. Juli 2019, 10:19

holzi hat geschrieben:
Freitag 12. Juli 2019, 07:20
Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 06:05
Entgegen den häufigen Behauptungen in den Medien muß der Brexit für die Briten keine Katastrophe sein meint Daniel Stelter:
[...]
So wie die Politik hüben wie drüben das bisher gehandhabt hat, hat das sehr wohl das Zeug zu einer ganz großen Katastrophe!
Die Vorhersagen vom angeblichen Wirtschaftseinbruch nach der Brexit-Entscheidung haben sich auch als falsch erwiesen und andere Behauptungen halten einer Nachprüfung ebenfalls kaum stand:

Beispiel: Die beliebten angeblichen LKW-Schlangen vor Dover im Falle eines harten Brexits (natürlich nicht in F.- warum eigentlich nicht?). Das dürfte auch in die Rubrik "fakenews" fallen. Warum? Zollkontrollen finden heute nur stichprobenweise an der Grenze statt. Normalerweise wird die Ladung verplombt und die Ladung wird dann am Zollamt des Empfängers geprüft.

Wahrscheinlich muß es erst einmal zu einem harten Brexit kommen, damit man die Schwierigkeiten und Reibungen sieht und diese dann in zielgerichteten, punktgenauen Verhandlungen beseitigen kann. Dann wird die EU auch merken, daß sie mehr nach GB exportiert als GB in die EU ausführt und ein Interesse daran haben, daß dort nicht eine Schweiz im XXL-Format entsteht - mit niedrigen Steuersätzen, einem intern. Finanzzentrum und einem funktionierenden Rechtssystem.

Langfristig dürfte es GB ohne die EU besser gehen. Schließlich darf man nicht vergessen, daß die EU ein Staatenbund mit dann 27 Staaten (pls. ggfs. weiteren Ländern des Westbalkans) ist, die alle unterschiedliche Interessen haben. Das kann man fast täglich in den Zeitungen lesen, z.B. heute die Drohungen bzw. möglichen Reaktionen der USA auf die Einführung einer Digitalsteuer, die vor allem Google & Co treffen wird:
Die US-Regierung öffnet im Handelsstreit eine neue Front. Lighthizer kündigte am Mittwoch eine Untersuchung an, an deren Ende neue Strafzölle stehen könnten – wieder einmal.
Dieses Mal richten sich die Mühen gezielt gegen Frankreich. Anlass sind französische Pläne für eine Digitalsteuer auf die Einnahmen amerikanischer Tech-Giganten wie Google, Facebook oder Amazon. Paris will multinationale Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Niedrigsteuer-EU-Ländern errichten, zur Kasse bitten.
Trump eröffnet im Handelsstreit eine neue Front

Zölle werden gegen die EU-Staaten verhängt und da die Exporte von F. in die USA geringer sind als die deutschen Ausfuhren, trifft es F. auch weniger, während in D. sofort viele Arbeitsplätze im Feuer ständen.

Lt. dem Artikel kann die Autoindustrie ab November mit Strafzöllen rechnen. Ein Industriezollabkommen - Trump hatte einen beiderseitigen Zollsatz von 0% für Autos angeboten - kommt nicht vom Fleck, weil F. den Agrarmarkt nicht öffnen will.

Diese Abhängigkeit von einer gemeinsamen EU-Position dürfte wohl häufig den -angeblichen- "Größenvorteil" der EU zunichte machen. Was bringt es, wenn man nicht zielgenau für die eigenen Interessen verhandeln kann, weil andere Staaten blockieren? :hmm:
Man muß sich nur einmal vor Augen führen, daß durch die Konstrukion "EU" eine innerstaatliche Steuergesetzgebung eines EU-Mitgliedstaates direkte Auswirkungen auf die hiesige Industrie hat. D. hat keine Möglichkeit, hier einzugreifen. Ähnliches gilt im übrigen für das Aufenthaltsrecht von Drittstaatlern, das diese durch "Goldene Visa" von den Südländern käuflich erwerben können. Auch hier wird deutsches Recht durch einseitige Maßnahmen anderer Staaten ausgehebelt.

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Hubertus
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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Hubertus » Freitag 26. Juli 2019, 16:25

Der Wechsel von Theresa May zu Boris Johnson hat auch dem sehr erfrischenden Jacob Rees Mogg einen Kabinettsposten beschert: als Vorsitzender des Unterhauses.

Gestern nun stand er in dieser Eigenschaft zum ersten Mal an der despatch box: https://www.youtube.com/watch?v=8YwOb0GGK1Y

Ein Beispiel für seine Schlagfertigkeit, als ihn ein Vertreter der Liberaldemokraten wegen seines "viktorianischen Wertesystems" angreifen möchte:


:D
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Samstag 27. Juli 2019, 09:19

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 26. Juli 2019, 16:25
Der Wechsel von Theresa May zu Boris Johnson hat auch dem sehr erfrischenden Jacob Rees Mogg einen Kabinettsposten beschert: als Vorsitzender des Unterhauses.

Ein Beispiel für seine Schlagfertigkeit, als ihn ein Vertreter der Liberaldemokraten wegen seines "viktorianischen Wertesystems" angreifen möchte:
Er ist nicht nur schlagfertig, sondern auch sehr traditionsbewußt und hat seine Mitarbeiter ua aufgefordert, künftig die alten Maße statt des metrischen Systems zu verwenden.

Jacob Rees-Mogg issues style guide to staff

https://news.images.itv.com/image/file/ ... am_img.jpg

Vielleicht schafft er es sogar, die alte Währungseinteilung in Pfund, Schilling und Pence aufleben zu lassen... :breitgrins:

Bei seinem ersten Telefonat mit dem neuen britischen Premierminister hat Trump ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen den beiden Staaten in Aussicht gestellt.
Die USA streben ein "sehr umfassenden Freihandelsabkommen" mit Großbritannien an. Das hat US-Präsident Donald Trump dem neuen britischen Premier Boris Johnson nach eigenen Angaben bei einem Telefonat gesagt. Der geplante Deal könne den bestehenden Handel um das Fünffache erhöhen.
Bisher sei der Handel zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich durch dessen Beziehungen zur Europäischen Union "gehemmt" worden, ergänzte Trump. Doch mit dem Brexit "könnten wir viel, viel mehr Handel treiben und rechnen damit, das zu tun."
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... is-johnson

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Samstag 27. Juli 2019, 12:30

Boris Johnson's first speech as Prime Minister: 24 July 2019

Hier auf Deutsch:

„An der Zeit, die Schallplatte zu wechseln“
Und vor allem steht sie [Anm: die britische Fahne] für Demokratie. Und deshalb werden wir am 31. Oktober aus der EU austreten. Denn letztendlich war der Brexit eine grundsätzliche Entscheidung der britischen Bürger, die ihre Gesetze von Menschen machen lassen wollen, die sie wählen können, und die sie aus dem Amt entfernen können. Und diese Entscheidung müssen wir jetzt respektieren.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von TeDeum » Samstag 27. Juli 2019, 15:50

Laut Wiki ist Rees Mogg Katholik und Vater von 5 Kindern. Das macht ihn schon mal sympathisch. Bin gespannt, was weiterhin von ihm kommt.

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Samstag 27. Juli 2019, 16:17

TeDeum hat geschrieben:
Samstag 27. Juli 2019, 15:50
Laut Wiki ist Rees Mogg Katholik und Vater von 5 Kindern. Das macht ihn schon mal sympathisch. Bin gespannt, was weiterhin von ihm kommt.
:nein: :nein: :nein:

Also für mich zählen auch Mädchen als Kinder.... :breitgrins:
Das Ehepaar hat eine Tochter und fünf Söhne.
"Helena and I announce with great joy that we have a baby Sixtus Dominic Boniface Christopher, a brother for Peter, Mary, Thomas, Anselm and Alfred." Mr Rees-Mogg said.
The other children's full names are Alfred Wulfric Leyson Pius, Thomas Wentworth Somerset Dunstan, Peter Theodore Alphege, Anselm Charles Fitzwilliam and Mary Anne Charlotte Emma Rees-Mogg.
https://www.bbc.co.uk/news/uk-politics-40506109

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Sonntag 28. Juli 2019, 10:18

Johnson bereitet das Land auf einen "harten" Brexit vor:

Großbritannien bereitet "auf Hochtouren" Brexit ohne Abkommen vor
Staatsminister Michael Gove, der als rechte Hand von Premierminister Boris Johnson über die No-Deal-Planungen wacht, sagte der "Sunday Times", die Regierung gehe von der Annahme aus, dass Brüssel kein neues Abkommen aushandeln werde. "Die gesamte Maschinerie der Regierung werde auf Hochtouren arbeiten", um sich auf einen No-Deal vorzubereiten.
(...)
Finanzminister Sajid Javid sagte dem "Sunday Telegraph" laut PA, es würden erhebliche zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um Großbritannien darauf vorzubereiten, die EU am 31. Oktober mit oder ohne Abkommen zu verlassen.
Mit dem zusätzlichen Geld solle eine der größten öffentlichen Kampagnen aller Zeiten finanziert werden, um sicherzustellen, dass Einzelpersonen und Unternehmen für einen No Deal bereit seien.
Das hört sich doch ganz anders an als das Lavieren von Frau May, die wohl nicht zu wissen schien, was sie eigentlich wollte.
Das Unterhaus hat sich zwar gegen einen Brexit ohne Vertrag ausgesprochen, aber was geschieht, wenn die Regierung keinen Verlängerungsantrag stellt? Dann müßte GB automatisch am 31. 10. 19 aus der EU ausscheiden, oder? Natürlich kann das Unterhaus einen Mißtrauensantrag einbringen, aber selbst im Falle eines Erfolges müßte man eine neue Regierung wählen/installieren, die um Verlängerung bittet.
Ob die Zeit dafür ausreicht? :hmm:

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von TeDeum » Sonntag 28. Juli 2019, 12:05

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 27. Juli 2019, 16:17

:nein: :nein: :nein:

Also für mich zählen auch Mädchen als Kinder.... :breitgrins:
Als Papa von drei Mädels zählt für mich jedes Mädel mal 5. Gilt sowohl für die Freude als auch die Scherereien mit ihnen.

(jaja, hat sich TeDeum halt bei Wiki verguckt ;-) )

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Montag 29. Juli 2019, 11:05

Die neue britische Innenministerin hat eine Änderung der Migrationspolitik angekündigt:
„Frei von den Fesseln der EU und dem automatischen Recht für deren Bürger, ins Land zu kommen – ob mit oder ohne Arbeit –, werden wir in Zukunft brilliante Wissenschaftler, Akademiker und hochqualifizierte Arbeiter bevorzugen“, stellte sie in einem Gastbeitrag für die Daily Mail klar.
Hart arbeitende Menschen, die über Talente und Fähigkeiten verfügten, „die unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft nutzen“, seien weiterhin willkommen. Wer einwandern wolle, müsse in Zukunft nicht nur Englisch sprechen, sondern auch einen Job nachweisen können.
(...)
Auch werde die Regierung künftig prüfen, ob Neuankömmlinge über eine kriminelle Vorgeschichte verfügten, „um sicherzustellen, daß wir diejenigen draußen halten, die aufgrund ihrer Vergangenheit bei uns nicht willkommen sind“.
https://jungefreiheit.de/politik/auslan ... gspolitik/

Sie ist eine Tochter indischer Einwanderer, die vor Idi Amin aus Uganda flohen.

Man darf gespannt sein, wie sich die Situation der polnischen Migranten entwickelt, wenn es zu einem harten Brexit kommt. In der bisherigen Vereinbarung war vorgesehen, ihnen ein sicheres Aufenthaltsrecht zu gewähren. Daran wäre man im Falle eines harten Brexits nicht mehr gebunden und GB kann dann mit Polen (und nicht mit der EU) Verhandlungen über deren Status aufnehmen. Mal sehen ob es den Briten dann doch gelingt, die bisher einheitliche Front der EU-Staaten zum Einsturz zu bringen.

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von Caviteño » Dienstag 30. Juli 2019, 10:24

Boris Johnson ist alles, sicherlich nicht dumm

Interessant der Leserbrief zu dem Artikel, der auf ein Dilemma des Unterhauses hinweist und sich mit der Frage beschäftigt: Was geschieht eigentlich, wenn Johnson keinen Fristaufschub beantragt, eine entsprechende Aufforderung des Parlaments ignoriert und GB damit am 31. 10. automatisch aus der EU ausscheidet?
Richard Ott hat geschrieben: Oder glauben Sie, das Parlament zwingt Johnson dazu, einen weiteren Brexit-Fristaufschub zu beantragen, was Johnson ja kategorisch ausgeschlossen hat, und was einen Konflikt provozieren würde, der auch höchstwahrscheinlich mit einem Misstrauensvotum und Neuwahlen enden würde, dann mit völlig ungewissem Ausgang? Die Bemühungen für einen Fristaufschub könnten dann auch vergeblich gewesen sein, wenn das ganze hin und her zu lange gedauert hat und es keine neue Regierung gibt, die einen Fristaufschub beantragen kann, bevor der 31. Oktober verstrichen ist.
Wie weiter ausgeführt wird, müßte - falls ein Mißtrauensvotum erfolgreich wäre - innerhalb von zwei Wochen eine neue Regierung gebildet und vom Parlament bestätigt werden. Geschieht das nicht, gibt es Neuwahlen.
Damit wird die Zeit knapp. Im übrigen ist es mE auch zweifelhaft, ob die Tories große Lust auf Neuwahlen haben, bevor der Brexit vollzogen ist. GB im Zustand eines Noch-EU-Mitglieds wäre Wasser auf die Mühlen von Nigel Farage und könnte vielen Abgeordneten -nicht nur bei den Tories- ihren Sitz kosten. Mir scheint daher ein Szenario, bei dem Johnson sich weigert einen Verlängerungsantrag zu stellen und GB am 31. 10. ausscheidet am wahrscheinlichsten zu sein. Danach kann er dann Neuwahlen ausrufen und so ggfs. seine Entscheidung demokratisch legitimieren lassen.
The strategy will be to take the negotiations with the EU to the brink, and then either agree a deal at the last minute or walk away. We have argued from the beginning that the UK parliament massively overestimates its own role in being able to micro-manage the stages of the Art. 50 process. Its ability to force an extension is far more limited than is widely acknowledged in the UK. A no-deal Brexit will be a consequence of the EU not agreeing to a deal, or of the UK parliament not voting in favour of a deal that Johnson presents. At no point will he advocate no deal himself. All he needs to do is not to seek an extension.
(Hervorhebung von mir)

EU About to Face 2 Realities: Johnson Will Deliver Brexit, Eurozone in Recession

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Re: Rule Britannia...Politik im (noch) Vereinigten Königreich

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 2. August 2019, 06:33

jonson verliert nach wahl zum Unterhaus mehrheit der Regierung nun 1 Stimme
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