Moogeleien bei Suchmaschinen

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overkott
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Moogeleien bei Suchmaschinen

Beitrag von overkott » Donnerstag 27. November 2014, 23:59

In Europa gibt es eigentlich nur eine Suchmaschine. Denn zu 90 Prozent erfolgen Abfragen über Google, heißt es. Wie ist so etwas im freien Wettbewerb möglich? Dies hat sicherlich nicht nur etwas mit Komfort und Bekanntheit zu tun, sondern auch mit Vorinstallation auf Browsern. Dort ist inzwischen Firefox Marktführer. Und der Marktführer hat Google vorinstalliert. Nach aktuellen Meldungen soll das jedoch nicht mehr lange so bleiben. Denn Firefox will jetzt zu Yahoo wechseln. Das kommt offenbar einem Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel gleich. Denn Yahoo war bisher mit dem Viertplatzierten unter den Browsern verbandelt, dem Internet-Explorer von Microsoft. Internetnutzer können jedoch frei ihre Standardsuchmaschine bestimmen, wodurch sich an der Marktposition von Google wenig ändern könnte.

Das Europaparlament sieht in der Marktposition von Google eine Gefahr, Moogeleien durch Bevorzugung eigener Dienste zum Beispiel und fordert Neutralität bei den Suchergebnissen. Wer will diese Neutralität jedoch definieren und kontrollieren?

Wäre es nicht viel sinnvoller, Bewusstsein zu schaffen und die Medienkompetenz der Internetnutzer zu stärken? Wäre es nicht Aufgabe der Medien selbst, Metasuchmaschinen und Suchmaschinen in ihren jeweiligen Stärken und Schwächen vorzustellen sowie Internetnutzern zu raten, sich nicht auf Google allein zu verlassen?