Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

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Gallus
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Gallus » Montag 7. April 2014, 20:13

Quasinix hat geschrieben:Gallus mag irgendwie den Titel dieses Strangs nicht - es geht nicht um einen Griff in die Tasche der Bürger, sondern um die Abschaffung des Bargelds. Geld bedeutet ab einer gewissen Menge Macht, und hier geht es um Macht und Kontrolle über die Bevölkerung.
Ja, was willst Du denn? Als ich oben auf Deine Überwachungs-Ängste eingegangen bin, hast doch selbst darauf bestanden, die beiden von Dir verlinkten Artikel mit Negativzinsen und Vermögensabgabe zu diskutieren. Und jetzt soll plötzlich wieder die Kontrolle im Mittelpunkt stehen? Entscheide Dich mal. :achselzuck:

Und die Apokalypse des Johannes wird so oft mit so vielen modernen Dingen in Verbindung gebracht... da sage ich nur:


koukol
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von koukol » Montag 7. April 2014, 21:15

Vielleicht sollte man nach und nach sein Vermögen in 1-Cent-Münzen umtauschen. So hat man wenigstens bleibenden Wert.

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Quasinix
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Montag 7. April 2014, 22:55

Gallus hat geschrieben:Ja, was willst Du denn? Als ich oben auf Deine Überwachungs-Ängste eingegangen bin, hast doch selbst darauf bestanden, die beiden von Dir verlinkten Artikel mit Negativzinsen und Vermögensabgabe zu diskutieren. Und jetzt soll plötzlich wieder die Kontrolle im Mittelpunkt stehen? Entscheide Dich mal.
In beiden Artikeln geht es um die Abschaffung des Bargelds, und der finale Zweck der Übung ist letztlich die totale Kontrolle über jeden Kauf und Verkauf. Ist das so schwer zu kapieren? Daß man auf diese Weise auch alle irgendwo gehorteten Bargeldbestände in die Krallen bekommt, um damit failed states bzw. dort fehlengagierte Banken zu "retten", ist nur ein praktischer Nebeneffekt. Beängstigend, daß es wirklich Leute gibt, mit denen der Staat alles machen kann.
Gallus hat geschrieben:Und die Apokalypse des Johannes wird so oft mit so vielen modernen Dingen in Verbindung gebracht...
Genau, und deshalb kommt das alles auch ganz bestimmt nicht! Jetzt haste noch das Schlußwort und kannst danach weiterschlafen...
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Gallus
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Gallus » Montag 7. April 2014, 23:07

Quasinix hat geschrieben:Ist das so schwer zu kapieren? Daß man auf diese Weise auch alle irgendwo gehorteten Bargeldbestände in die Krallen bekommt, um damit failed states bzw. dort fehlengagierte Banken zu "retten", ist nur ein praktischer Nebeneffekt. Beängstigend, daß es wirklich Leute gibt, mit denen der Staat alles machen kann.
Keine Sorge. Einfach immer Deinen Alufolienhut tragen, dann könnense Dir nüscht.


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Quasinix
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Montag 7. April 2014, 23:20

Mann, Du bist echt ein Bilderbuch-Heilewelt-Träumer :emil:

Wenn Du den Unterschied zwischen purer Panikmache einerseits und Erkennen der Zeichen der Zeit sowie entsprechendem Handeln andererseits nicht erkennst, tuts mir leid für Dich, aber qua Selbstverschulden und andere als depperte panische Hühnchen Hinstellender auch nicht zu sehr.

Leute wie Du freuen sich noch über den milden Herbst, wenn sie im Kessel bei Kannibalens auf kleiner Flamme geröstet werden :koch:
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Raphael » Mittwoch 9. April 2014, 08:26

Quasinix hat geschrieben:Mann, Du bist echt ein Bilderbuch-Heilewelt-Träumer :emil:
Und Du solltest aufpassen, daß Du nicht in paranoide Gedankenwelten abgleitest ..........
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Dieter » Mittwoch 9. April 2014, 09:54

Raphael hat geschrieben:
Quasinix hat geschrieben:Mann, Du bist echt ein Bilderbuch-Heilewelt-Träumer :emil:
Und Du solltest aufpassen, daß Du nicht in paranoide Gedankenwelten abgleitest ..........


Solche Reibungen entstehen, wenn immer die selben Leute von morgens bis abends am Internet sitzen und meinen, zu jedem Beitrag ihren Senft dazu geben zu müssen.

Einigen täte es gut, wenn sie stattdessen öfter mal an die frische Luft gehen oder sich für soziale Projekte einsetzen würden.

Vielleicht wäre auch eine Selbsthilfegruppe für Internetsüchtige hilfreich....

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Peti » Mittwoch 9. April 2014, 12:33

Dieter hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Quasinix hat geschrieben:Mann, Du bist echt ein Bilderbuch-Heilewelt-Träumer :emil:
Und Du solltest aufpassen, daß Du nicht in paranoide Gedankenwelten abgleitest ..........
Solche Reibungen entstehen, wenn immer die selben Leute von morgens bis abends am Internet sitzen und meinen, zu jedem Beitrag ihren Senft dazu geben zu müssen.

Einigen täte es gut, wenn sie stattdessen öfter mal an die frische Luft gehen oder sich für soziale Projekte einsetzen würden.
Vielleicht wäre auch eine Selbsthilfegruppe für Internetsüchtige hilfreich....
Da kann man dir nur recht geben.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von ad_hoc » Mittwoch 9. April 2014, 18:21

Es ist nicht zu fassen. Die Weichgespülten (einige sind versehentlich nur heute irrtümlich bei diesem Haufen gelandet) können nur noch ohne Sinn rumbolzen.

Wer traut sich von denen denn zu, die Aussage Quasinix zu widerlegen?

Ich bin übrigens auch der Meinung, dass es zu viele Bilderbuch-Heilewelt-Träumer gibt. Einmal deshalb, weil sie einfache Zusammenhänge nicht ekrennen können, und zum anderen, weil sie einfach uninformiert sind.

Gruß, ad_hoc
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Pit » Mittwoch 9. April 2014, 18:37

Dieter hat geschrieben: Einigen täte es gut, wenn sie stattdessen öfter mal an die frische Luft gehen oder sich für soziale Projekte einsetzen würden.
Das mache ich auch,also mich sozial einsetzen, und ich mache es immer noch gerne und aus Überzeugung.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Donnerstag 10. April 2014, 02:01

Hier ist ein interessanter Beitrag genau zu der Frage, warum das alles fast keinen mehr kratzt (1):
Dieses allumfassende Spionagesystem ist auf hinterlistige Art genial. Denn wir haben selbst darin investiert. Wir haben Zeit und Geld, ja sogar Liebe in unsere schicken Abhörwanzen – unsere Smartphones – gesteckt, in unsere Apps und in unsere sozialen Netzwerke. Aber wir bezahlen noch einen weiteren heftigen, unsichtbaren Preis – die massive Überwachung.

Menschen hassen es, auf handfeste Vorteile zu verzichten, nur um eine unsichtbare Schandtat zu stoppen. Besonders deutlich wird das immer dann, wenn wir irgendwelchen Nutzungsbedingungen von Apps zustimmen, die Zugriff auf unser Adressbuch, unsere Anrufliste oder unseren Standort haben wollen – nur damit wir aktuelle Restaurant-Bewertungen oder so etwas bekommen.

Wir scheinen täglich einen solchen Pakt mit dem Teufel einzugehen. Für manche ist die Überwachung durch Geheimdienste wohl nur eine weitere skandalöse Lizenzvereinbarung, und sie sind darauf konditioniert, ihr zuzustimmen.
Suarez weiß, wovon er redet - er hat 19 Jahre lang Big-Data-Systeme konzipiert...

Ein anderer Ansatz hier (2):
Doch woher rührt diese selbstsichere Unbekümmertheit? Vielleicht ist es ein bestimmtes Gefühl, womöglich das Gefühl einer Generation, das sich auf Twitter so ausdrückte: "NSA und der britische Geheimdienst spionieren mich aus? und was wollen sie mit meinen Daten tun? meiner Mama erzählen? wuoh! ich zittere." Das Gefühl, doch beschützt zu werden. Wie von einer Mama. In Deutschland heißt sie Mutti, Angela Merkel. Beschützt aufgewachsen, glauben sie, dass Mutti es schon richtet.

Die Epoche, in der Volkszählungen aufgebrachte Menschen auf die Straßen trieben, gehört der Vergangenheit an. Die Kinder der Demonstranten von damals, die nun so stillen digitalen Grenzgänger, also jene, die noch ohne das Internet aufwuchsen, heute aber heavy user sind, scheinen über ein schier unerschütterliches Urvertrauen in den Rechtsstaat und seine Institutionen zu verfügen. Zumindest könnte man diesen Eindruck gewinnen: Wer nicht protestiert, der vertraut.

War für die Eltern der heute jungen Erwachsenen das Misstrauen gegen den Staat ein Generationenmerkmal, so ist es bei den Nachgeborenen andersherum. Schließlich werden sie, seit sie denken können, geleitet und regiert von jenen, die damals demonstrierten – einer Eltern- und Politikergeneration, stets bemüht, fürsorglich und in ihrer Schutzhaltung den Jüngeren gegenüber eher überengagiert. Einer Kohorte, die es von jeher gut meinte, die schützte und unterstützte, wo sie nur konnte, so lange, bis man sie regelrecht dazu zwingen musste, den Dauerauftrag aufs Konto ihrer bereits erwachsenen Kinder einzustellen. Das prägt. Wie die Eltern, so die Politiker – sie werden uns doch vor bösen Spitzeln schützen.
Links:

1: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/ ... egen-prism
2: http://www.zeit.de/2013/27/snowden-reak ... net-nutzer
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martin v. tours
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von martin v. tours » Freitag 11. April 2014, 07:27

ad_hoc hat geschrieben:Es ist nicht zu fassen. Die Weichgespülten (einige sind versehentlich nur heute irrtümlich bei diesem Haufen gelandet) können nur noch ohne Sinn rumbolzen.

Wer traut sich von denen denn zu, die Aussage Quasinix zu widerlegen?

Ich bin übrigens auch der Meinung, dass es zu viele Bilderbuch-Heilewelt-Träumer gibt. Einmal deshalb, weil sie einfache Zusammenhänge nicht ekrennen können, und zum anderen, weil sie einfach uninformiert sind.

Gruß, ad_hoc
ad_hoc: Die dritte Variante hast Du vergessen. Die, die es nicht wissen wollen. Die "ahnen" das da etwas sein könnte, aber es dann aus Angst es könnte etwas unangenehmes sein, das nichts ins " heile Welt"-Bild passt, wegschieben.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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ad_hoc
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von ad_hoc » Freitag 11. April 2014, 13:13

Das stimmt. Die Gleichgültigkeit ist zu einem der größten Übel unserer Zeit geworden.

Gruß, ad_hoc
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Caviteño
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Freitag 11. April 2014, 13:43

Als EU-Bürger ist man einigermaßen geschützt, denn hier müßten, z.B. bei einer Bargeldabschaffung, alle Euro-Länder zustimmen. Wer glaubt denn, daß die Länder, in denen die Steuermoral nicht so ausgeprägt ist wie in Nordeuropa, einer Bargeldabschaffung zustimmen würden? Ja, ich weiß, in Italien sind Barzahlungen über 1. € nicht erlaubt und in der Umgebung eines Restaurants oä kann man nach der Quittung gefragt werden. Aber es ist eine Sache strenge Gesetze zu haben und eine zweite, diese auch durchzusetzen. Ist denn in Italien oder Spanien die Steuerhinterziehung geringer, weil die Guardia di Finanza mehr Befugnisse hat oder die Steuerämter in Spanien technisch besser ausgestattet und vernetzt sind als in D.? :nein:
Gefährlich wird es doch dann, wenn deutsche Politiker die strengen Gesetze des Südens kopieren und diese dann von einer effizienteren Verwaltung auch tatsächlich umgesetzt werden. Aber es ist leider verpönt, diese Unterschiede im Verwaltungshandeln deutlich und laut zu benennen.

Man sollte auch bedenken, daß "unsere" Politiker bisher vom Bargeld profitiert haben. Wie hätte Schäuble die 1. € verstecken sollen, wenn es sich um einen Scheck gehandelt hätte und auch Kohl hat doch Barspenden von unbekannten Spendern angenommmen..... :hmm:

Das Beispiel Schweden zeigt auch, daß man wohl versucht, den Bargeldverkehr einzudämmen. Ob dies jedoch zu einer vollkommenen Abschaffung des Bargeldes führen würde, ist zweifelhaft:

http://www.welt.de/finanzen/article161 ... affen.html

Ob die immer wieder behaupteten Kosteneinsparungen beim Einzelhandel tatsächlich anfallen, kann auch bezweifelt werden. Wenn bei ALDI oder REWE jemand mit Karte zahlt, dauert es meist länger als bei einer Bargeldzahlung (Karte einstecken, Verbindung abwarten, Beleg ausdrucken, unterschreiben, Karte entnehmen). Den geringeren Kosten des wegfallenden Bargeldverkehrs würden u.U. Kosten für mehr Personal entgegenstehen. Eine Alternative wären Läden wie die Nespresso-Botiquen (z.B. in Düsseldorf). Dort kauft man ein, ohne überhaupt mit einem Verkäufer zu reden: Man zieht sich die gewünschten Mengen aus dem Spender und stellt die Tasche auf ein waagenähnliches Gerät. Dieses stellt die eingekauften Mengen und Sorten fest (wie :achselzuck: ), man bezahlt mit Karte und verläßt den Laden, ohne mit einem Menschen in Kontakt getreten zu sein....

Was die Kontrollsucht staatlicher Stellen über die privaten Vermögensverhältnisse betrifft: Sie hat sicherlich zugenommen. Andererseits war es auch noch nie so einfach, sich diesem Kontrollwunsch durch ein Konto im Ausland zu entziehen und dieses über das Internet zu führen. Innerhalb der EU ist es in den meisten Fällen überhaupt kein Problem und auch in anderen Staaten werden Konten für EU-Bürger (noch) eröffnet - US-Bürger haben es dagegen deutlich schwerer.
Wer den örtlichen Banken mißtraut, kann auch auf Tochtergesellschaften internationaler Banken in den großen Finanzzentren zurückgreifen. Nicht umsonst war Schäuble in Singapur, um den Stadtstaat für einen Informationsaustausch zu gewinnen. Automatische Meldungen wie zwischen den EU-Ländern oder z.B. mit den USA konnte er allerdings nicht erreichen....

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Freitag 11. April 2014, 21:00

Caviteño hat geschrieben:Ob die immer wieder behaupteten Kosteneinsparungen beim Einzelhandel tatsächlich anfallen, kann auch bezweifelt werden. Wenn bei ALDI oder REWE jemand mit Karte zahlt, dauert es meist länger als bei einer Bargeldzahlung (Karte einstecken, Verbindung abwarten, Beleg ausdrucken, unterschreiben, Karte entnehmen). Den geringeren Kosten des wegfallenden Bargeldverkehrs würden u.U. Kosten für mehr Personal entgegenstehen.
Die angeführten Vorteile sind ja nur ein Teil der Motivation, das eigentliche Ziel ist der gläserne Kunde und die totale Kontrolle. EC- und Kreditkarten sind zudem sowieso Steinzeittechnologie: Aktuell sind Technologien wie NFC Payment zum "berührungslosen Bezahlen" per RFID (1) mit allen Folgen (2). Oder man macht das gleich so (3):
Mit einer Party im März 2004 [!] feiert die Szene-Discothek "Baja Beach" in Barcelona ihren siebten Geburtstag. An diesem Abend will der Club mehr bieten als nur Spaß bei Strandatmosphäre. Erstmals können sich gut betuchte Stammgäste gegen Geld einen reiskorngroßen Chip in den Arm spritzen lassen, der die Funktion der Geldkarte übernimmt: Indem sie sich an einem Lesegerät vorbeibewegen, können sie damit künftig ihre Zeche begleichen.
Toller Nebeneffekt: Das schützt auch vor Entführungen, hilft beim Wiederfinden von Kindern und Dementen usw. Mehr dazu von diesem Befürworter (4):
Im Grunde handelt es sich dabei um eine tolle Technologie. Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssen ihre Haustür nicht mehr aufschließen – stattdessen öffnet sie sich von alleine, sobald Sie (bzw. der in den Oberarm implantierte Chip) sich ihr nähern. Oder stellen Sie sich vor, Sie müssen am Computer kein Passwort mehr eingeben – stattdessen springt der Computer von alleine an, sobald er den Chip im Oberarm erkannt hat.
Links:

1: http://t3n.de/news/nfc-deutschland-beru ... s-438558/1
2: http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 25893.html
3: http://www.heise.de/tr/artikel/Der-Chip ... 36048.html
4: http://scienceblogs.de/klausis-krypto-k ... r-vortrag/
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Freitag 11. April 2014, 23:59

Caviteño hat geschrieben:Was die Kontrollsucht staatlicher Stellen über die privaten Vermögensverhältnisse betrifft: Sie hat sicherlich zugenommen. Andererseits war es auch noch nie so einfach, sich diesem Kontrollwunsch durch ein Konto im Ausland zu entziehen und dieses über das Internet zu führen. Innerhalb der EU ist es in den meisten Fällen überhaupt kein Problem und auch in anderen Staaten werden Konten für EU-Bürger (noch) eröffnet - US-Bürger haben es dagegen deutlich schwerer. Wer den örtlichen Banken mißtraut, kann auch auf Tochtergesellschaften internationaler Banken in den großen Finanzzentren zurückgreifen. Nicht umsonst war Schäuble in Singapur, um den Stadtstaat für einen Informationsaustausch zu gewinnen. Automatische Meldungen wie zwischen den EU-Ländern oder z.B. mit den USA konnte er allerdings nicht erreichen....
Das meinst Du aber nicht ernst, oder? Das klassische Bankgeheimnis gibt es doch wenn überhaupt nur noch in extrem abgespeckter Form, und der länderübergreifende Datenabgleich wird immer stärker ausgebaut. Sind SWIFT und das SWIFT-Abkommen (1) ein Begriff? Oder wurde SEPA nur eingeführt, um die Merkfähigkeit für Zahlen zu trainieren?

Und "sich diesem Kontrollwunsch durch ein Konto im Ausland entziehen" einerseits und "dieses über das Internet zu führen" andererseits in einen Satz zu packen ist doch nicht ernstgemeint, oder? Achso, die Kommunikation beim Onlinebanking ist per SSL verschlüsselt? Das macht sie inkl. der Rahmenbedingungen so sicher wie ein Kind unsichtbar für andere wird, wenn es die Augen schließt :tuete:

Außer immer wieder neuen Sicherheitslücken wie dem aktuellen OpenSSL-Scheunentor (2) gibt es da noch Trojaner, Keylogger usw.

Den Verweis auf "Tochtergesellschaften internationaler Banken in den großen Finanzzentren" halte ich für den Versuch, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben.

Links:

1: http://www.haufe.de/recht/datenschutz/s ... 04952.html
2: http://www.heise.de/security/meldung/Pa ... 66861.html
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Tritonus » Samstag 12. April 2014, 00:42

Caviteño hat geschrieben: ... stellt die eingekauften Mengen und Sorten fest (wie :achselzuck: ) ...
Mit RFID-Technik. (Hat Quasinix auch schon erwähnt, sehe ich gerade). Jedes Stück Ware enthält einen stecknadelkopf- bis handtellergroßen Transponder (auch "Funketikett" genannt), der bei Bestrahlung durch einen im Lesegerät enthalten kleinen Sender eine entsprechende Waren- und Mengenkennzeichnung an die Kasse zurückmeldet.

Das bedeutet erstens, dass jeder Neugierige, der sich am Ausgang eines Ladens oder an einer beliebigen anderen Stelle postiert und über ein entsprechendes Lesegerät verfügt (was technisch gesehen absolut kein Hexenwerk darstellt), sich ebenfalls im günstigsten Fall in Sekundenschnelle einen Überblick über sämtliche Waren verschaffen kann, die Du gekauft hast, und zwar unbemerkt, während Du an ihm vorbeigehst.

Das bedeutet zweitens, dass es zu Verwechslungen, falschen Rechnungen und Fehlalarmen kommen kann, wenn Du mal zufällig und unabsichtlich einen fremden baugleichen Transponder an einem Deiner Kleidungsstücke oder an irgendeinem Gegenstand mitführst. Beispiel: Immer wenn ich Bücher in unserer Stadtbibliothek ausleihe und dann, weil's zufällig auf dem Weg liegt, den "Kaufhof" betrete, ist die Hölle los. Wenn ich reingehe (Alarm an der Tür), wenn ich tatsächlich irgendwas kaufe (die Kasse spinnt total), am Ausgang (wieder Alarm an der Tür).

Vielleicht lässt sich ja ein Sport daraus machen, der wäre besonders wirkungsvoll bei Läden ohne Personal ...

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Samstag 12. April 2014, 07:42

Doch der Unterhaltswert dieser Minichips ist ernorm. Ich habe mal einen im Hosenbund nicht gefunden. Feinwäsche bei 40 Grad steckt so ein Ding problemlos weg. Nachdem ich mehrfach als Diebin untersucht worden bin, war ich es aber doch leid.

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martin v. tours
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von martin v. tours » Samstag 12. April 2014, 08:14

Tritonus
Ja die RFID-Technik ist eigenes Kapitel. Gehört zwar auch in den Strang - Abschaffung des Bargeldes - aber mit dieser Technologie tun sich ganz neue Welten auf.
Der unbedarfte Zeitgenosse mag sich vielleicht denken: "Ist mir doch egal, wenn jemand sehen kann, welchen Joghurt ich gekauft habe", aber diese Technologie wird uns zu gläsernen Menschen machen. Von sowas konnte der grosse Bruder aus 1984 nur träumen.

Ganz wird man das Bargeld vermutlich nicht abschaffen. Es gibt ja jetzt schon Länder in denen es verboten ist Rechnungen die höher sind als z.B. 1000 Euro in bar zu bezahlen (Italien). Vermutlich wird es so eine Regelung dann überall geben, mit einem niedrigerem Höchstbetrag.
Alles was niedriger ist als 100 Euro wir man noch bar zahlen dürfen. Ein bisschen Münzgeklimper wird man dem Pöbel (also uns) lassen um ihm nicht den letzten Rest der Illusion vom anonymen und selbstbestimmtem Leben zu rauben.
Letztendlich wird unsere materielle Existenz (Urkunden/Vermögen/Führerschein/Pass/Geld/ etc..) sich in einem "Smartphone der Zukunft/Chip/ o.ä. manifestieren.
Was wir dann haben/besitzen/dürfen lässt sich dann mit ein paar Mausklicks manipulieren.

Der "unbedarfte Zeitgenosse" mag jetzt einwenden: Das klingt mir zu apokalyptisch und schliesslich habe er nichts zu verbergen, ausserdem leben wir in einem demokratischen Rechtsstaat".
Dem möchte ich entgegnen: Mag sein, aber wer sagt Dir das dies immer so bleibt! Staatsformen und Rechtssysteme können sich ändern, die Technologie wird bleiben.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Samstag 12. April 2014, 11:43

Quasinix hat geschrieben:Das meinst Du aber nicht ernst, oder? Das klassische Bankgeheimnis gibt es doch wenn überhaupt nur noch in extrem abgespeckter Form, und der länderübergreifende Datenabgleich wird immer stärker ausgebaut. Sind SWIFT und das SWIFT-Abkommen (1) ein Begriff? Oder wurde SEPA nur eingeführt, um die Merkfähigkeit für Zahlen zu trainieren?
Mir ist SWIFT ein Begriff, ich habe bereits vor zwei Jahren hier darüber geschrieben.
Aber kennst Du das Hawala-Banking? Auch Geldüberweisungen durch die amerikanischen Geldtransferbüro money graham oder Western Union oder anderen Geldtransfer-Büros können einfach "getürkt" werden: der echte Einzahler läßt den Vorgang gegen eine geringe Gebühr einen Strohmann mit dessen Papieren vornehmen. :breitgrins:

Immer stärkerer Datenaustausch?
Bisher funktioniert der - halbwegs - mit den EU-Ländern und demnächst([Punkt]) mit der Schweiz und den USA. Die beiden letzteren Abkommen werden noch verhandelt (Schweiz) bzw. sind über FACTA bereits unterzeichnet, aber noch nicht gesetzesmäßig umgesetzt.
Die "Ausbeute" bezeichne ich als nicht gerade umfangreich. Ein flächendeckender automatischer(!) Datenaustausch mit der Mehrzahl der Länder dürfte wohl sehr, sehr lange auf sich warten lassen - sofern es ihn überhaupt jemals geben wird.
Quasinix hat geschrieben: Und "sich diesem Kontrollwunsch durch ein Konto im Ausland entziehen" einerseits und "dieses über das Internet zu führen" andererseits in einen Satz zu packen ist doch nicht ernstgemeint, oder? Achso, die Kommunikation beim Onlinebanking ist per SSL verschlüsselt? Das macht sie inkl. der Rahmenbedingungen so sicher wie ein Kind unsichtbar für andere wird, wenn es die Augen schließt :tuete:
Nur wenn die Kontoführung vom "home-computer" aus erfolgt ist eine Identifizierung einwandfrei möglich. Nutzt man dafür ein Internet-Cafe oder das eigene smart-phone mit einer erworbenen, gebrauchten SIM-Karte, ist eine Nachverfolgung erheblich schwieriger, evtl. sogar unmöglich.
Quasinix hat geschrieben: Den Verweis auf "Tochtergesellschaften internationaler Banken in den großen Finanzzentren" halte ich für den Versuch, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben.
D. konnte auch die deutschen (Landes-)Banken nicht zwingen, Auskünfte über das Vermögen deutscher Kunden zu geben, das bei den Tochtergesellschaften in Luxemburg oder der Schweiz gehalten wird/wurde. Tochtergesellschaften unterliegen dem Recht des Sitzstaates, sie sind keine exterritoriale Niederlassung der Muttergesellschaft.

Menschen haben und werden immer versuchen, staatliche Reglementierungen zu umgehen und häufig sind sie dabei erfolgreich.
Man kann es - weil dies mit dem Strangthema in Zusammenhang steht - bei der Geldwäsche sehen. Die USA haben 1986 den Kampf gegen die Geldwäsche ausgerufen, weil man glaubte, damit Drogenhandel, Mafia, Korruption usw. "in den Griff" zu kriegen. Ist das gelungen? :nein:
Ganz im Gegenteil, es wurden/werden verfeinerte Methoden entwickelt, die weitaus schwieriger nachzuweisen sind. Inzwischen ist die Geldwäsche nicht mehr bargeldfixiert, sondern es werden neue finanzielle Instrumente (z.B. Derivate) genutzt, die die bisherigen Transaktionskaskaden über Länder mit hohem Standard beim Bankgeheimnis (Schweiz, Singapur) und niedrig regulierten off-shore-Standorten überflüssig machen. Diese alten "Waschverfahren" sind nicht sicher, da sich die Spur des illegalen Geldes mit viel Aufwand zurückverfolgen läßt und die Gefahr der Entdeckung damit gegeben ist.
Auch aus rein empirischer Sicht scheint das aus der Welt der illegalen Drogen stammende bargeldfixierte Dreiphasenmodell nicht mehr zeitgemäss. Die Erträge im Drogenhandel fallen längst nicht mehr nur in Form von Bargeld an. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Zwischenhändler, aber auch die Detailversorger der mittleren und oberen Kundensegmente der Kokain- und Heroinkonsumenten vermehrt auf Bezahlung mit Kreditkarten, Bank- oder Postüberweisungen drängen.
(,,,)
Der generelle Trend der Verlagerung der Geldwäscherei vom Bargeldbereich in den Achtzigerjahren in den Nichtbargeldbereich in den Neunzigerjahren, wird auch von den ökonometrischen Modellschätzungen des IWF-Oekonomen Peter Quirk bestätigt.
(...)
Wie jede marktgängige Technologie - ob legal oder illegal - unterliegt auch die Geldwäscherei einem ständigen Innovationsdruck. Zeitperidoden grundlegender Umwälzungen, wie im globalisierten Finanzgeschäft der Neunzigerjahre, verstärken diesen Druck. Die Umwälzungen auf den Finanzmärkten erfassten auch sämtliche für die Geldwäscherei relevanten Bereiche:
Finanzmärkte und Produkte ebenso sehr wie die Finanzinstitutionen und ihre Standorte.
In Kombination mit der verstärkten Geldwaschbekämpfung haben diese Umwälzungen neue Geldwäschereitechniken entstehen lassen. Zum Beispiel die Geldwäscherei mit Derivaten, welche die illegale Herkunft von schmutzigem Bargeld nicht in drei Schritten tarnt, sondern schmutziges Buchgeld mit einer einzigen chirurgisch gezielten Derivattransaktion in einen rechtlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich einwandfreien legitimierten Finanzwert verwandelt.
(...)
Geldwäscherei mit Derivaten ist der gesteuerte Durchlauf des schmutzigen Geldes durch einen solchen Derivatkontrakt, sodass die Kontraktpartei mit dem schmutzigen Geld verliert. Aufgrund des Nullsummenspiel-Charakters der Derivate taucht dieses Geld bei der anderen Kontraktpartei als legitimer Gewinn im Derivatgeschäft wieder auf. Die andere Kontraktpartei kann entweder die Partei mit dem Geldwaschbedürfnis selber sein, dann hat sie mit sich selbst gehandelt. Oder aber die andere Kontraktpartei ist ein Strohmann, der das saubere Geld später wieder zurückschiebt.
(Hervorhebung von mir)

http://www.wolfgang-hafner.ch/media/Gel ... ivaten.pdf

Ein Artikel der FAZ über die Geldwäsche chinesischer Beamter mit Hilfe von "Wetter-Derivaten" hier.

Für die Geldwäsche verliert also die Bargeldkontrolle an Bedeutung. Es wird wahrscheinlich noch etwas dauern, bis die Regierungen bereit sind, daraus Folgerungen zu ziehen.

Ich habe auch erhebliche Zweifel, ob die neuen erheblichen technischen Möglichkeiten überhaupt zur flächendeckenden Überwachung eingesetzt werden können. Technisch wird das sicherlich möglich sein und auch entsprechende Filtersysteme könnten die Anzahl der verdächtigen Fälle reduzieren. Trotzdem bliebe noch immer eine Vielzahl von Fällen im Netz, die dann personell bearbeitet werden müßten. Dafür fehlt es an geschultem Personal und ob die dann u.U. arbeitslosen ALDI-Verkäuferinnen oder Schlecker-Frauen entsprechend umgeschult werden könnten, ist zumindest zu hinterfragen.

Man kann sich natürlich ein Szenario zurechtmalen, das irgendwo zwischen DDR 2. und Nord-Korea liegt - aber wie wahrscheinlich ist das? :/

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Samstag 12. April 2014, 15:25

Hier noch etwas zum Thema "Tracking", diesmal per iBeacon:

http://www.computerwoche.de/a/i-beacons ... 6&pm_ln=55
(i)Beacons sind kleine Funksender, die über den neuen Bluetooth-Standard 4.0 (BLE - Bluetooth Low Energy) einfache Informationen (IDs) an mobile Geräte senden. Dadurch sind verschiedene Einsatzszenarien möglich: Zunächst kann ein Shop-Inhaber messen, wie viele Kunden seinen Laden benutzen, wo sie sich bewegen und wo sie stoppen und anhand dieser Erkenntnisse Produkte und Einrichtung anpassen. Zudem lassen sich Kunden mit der Technik beispielsweise in Geschäften direkt am Regal per Push-Nachricht über ein bestimmtes Produkt informieren - dank Triangulation mit einer Genauigkeit von zirka zehn Zentimetern. (...)

Zu wissen, welche Anzahl von Leuten einen Shop betreten, wie lange sie bei einem Produkt stehen und wohin sie anschließend im Laden gehen, genüge nicht, um die Profite zu steigern, Dazu müssten besondere Angebote basierend auf den individuellen Vorlieben der Nutzer gemacht werden.
Auch wieder so ein "Dual Use"-Ding: Man kann das anonymisiert nutzen, um die Regalbestückung zu optimieren, aber so richtig interessant wird das erst auf individueller Basis und mit Kenntnis der sonstigen Gewohnheiten des individuellen Konsumenten.

Wer so eine App hat, weiß zudem nie, wohin diese die Daten übermittelt - die Datensammelei und -übertragung aller möglichen Apps ist ja ein bekanntes Thema. Und nun muß man nur noch auch außerhalb der Läden Beacons positionieren und hat damit noch perfektere Bewegungsprofile als eh schon durch die Handydaten möglich (per klassicher Sendertriangulation oder "petzenden" GPS-Daten nutzenden Apps). Noch interessanter wird es dann, wenn man analysiert, wer wann und wie oft mit wem am gleichen Ort ist (falls die Leute das nicht eh schon per FourSquare dokumentieren).
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Samstag 12. April 2014, 15:36

@Caviteño:

Dein Beitrag zeigt sehr schön, daß sich die Geldwäsche im großen Stil bzw. die Finanztransaktionen der Kriminellen nicht mit den Mitteln in den Griff kriegen lassen, die angeblich deswegen eingeführt werden. Zudem bin (nicht nur) ich der Ansicht, daß der weltweite Drogenhandel überhaupt nicht wirkungsvoll verhindert werden soll, aber das ist ein anderes Thema. Viel wichtiger ist, jeden Spargroschen der 99,999% Normalos zurückverfolgen zu können, um ihnen diesen zur Rettung von failed states oder sonstige sinnvolle Zwecke abknöpfen zu können.

Du hast ja auch schön aufgezeigt, daß man mit ein paar organisatorischen Klimmzügen immer noch ein "weißer (oder zumindest grauer) Fleck" auf der Landkarte bleiben kann; auch meine Empfehlung lautet letztlich "seit wachsam, hinterfragt vermeintliche Segnungen der modernen Technik und macht es den Schnüfflern und Überwachern nicht zu leicht"!
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Sonntag 13. April 2014, 11:47

Quasinix hat geschrieben: auch meine Empfehlung lautet letztlich "seit wachsam, hinterfragt vermeintliche Segnungen der modernen Technik und macht es den Schnüfflern und Überwachern nicht zu leicht"!
Das kann man nur unterstreichen.
Wenn sich mehr Menschen für die kritische Beobachtung der modernen Technik und für ihre eigenen finanziellen Angelegenheiten und deren Sicherung die gleiche Zeit nehmen würden, die sie den Sportereignissen widmen, wäre schon viel gewonnen.
Man muß auch erkennen, daß viele "gutgemeinten" Vorschläge der Politiker letztendlich darauf hinzielen, einen Teil der Kontrolle, die sie durch das Internet verloren haben, zurückzugewinnen. Ich denke da z.B. an die Vorschläge von Frau von der Leyen vor der Bundestagswahl 2009, das Internet zu kontrollieren, um den "Pädophilensumpf" trocken zu legen. Vom Ziel her sicher ein sehr löbliches Vorhaben. Nur garantiert niemand, daß nicht nur die Schmutzseiten, sondern - später - auch politisch unliebsame Seiten (z.B. gg. "Rassenhetze" - also Migrantenzuzug usw. usf.) gesperrt werden. Sind die Beschränkungen einmal in Kraft und ist die technische Möglichkeit geschaffen, entsprechende Seiten zu sperren, dürfte es fast unmöglich sein, dieses wieder rückgängig zu machen.

Deswegen ist es so wichtig, daß diese Themen (im Internet) diskutiert werden.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Benedikt » Montag 14. April 2014, 00:26

Quasinix hat geschrieben:Interessant in diesem Zusammenhang:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... bschaffen/
Interessant in diesem Zusammenhang: Wer die Deutschen Wirtschafts Nachrichten liest ist doof
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Peregrin » Montag 14. April 2014, 01:06

Caviteño hat geschrieben: Man muß auch erkennen, daß viele "gutgemeinten" Vorschläge der Politiker letztendlich darauf hinzielen, einen Teil der Kontrolle, die sie durch das Internet verloren haben, zurückzugewinnen.
Das kannst du laut sagen. Wenn nach dem Syrienfeldzug jetzt auch noch der Rußlandfeldzug scheitert, weil das Volk die Mobilisierung verweigert und sich dazu auf unlizenzierten Blogs, in unzuverlässigen Webforen und in schlecht überwachten Kommentarspalten aufwiegelt, steht das nächste Ziel der Friedensnobelpreisträger so gut wie fest.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Linus » Montag 14. April 2014, 10:28

Tritonus hat geschrieben:Immer wenn ich Bücher in unserer Stadtbibliothek ausleihe und dann, weil's zufällig auf dem Weg liegt, den "Kaufhof" betrete, ist die Hölle los. Wenn ich reingehe (Alarm an der Tür), wenn ich tatsächlich irgendwas kaufe (die Kasse spinnt total), am Ausgang (wieder Alarm an der Tür).

Vielleicht lässt sich ja ein Sport daraus machen, der wäre besonders wirkungsvoll bei Läden ohne Personal ...
Meine Frau hat eine Bluse mit Metallknopfen, damit lässt sichs bei Lidl nicht einkaufen...
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Montag 14. April 2014, 12:20

Benedikt hat geschrieben:
Quasinix hat geschrieben:Interessant in diesem Zusammenhang:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... bschaffen/
Interessant in diesem Zusammenhang: Wer die Deutschen Wirtschafts Nachrichten liest ist doof
Na, da hat aber jemand nach nur 8 Tagen ganz schnell aufs Stichwort "DWN" reagiert - Respekt! Damit kann man sämtliche anderen Quellen zu diesem Thema sicher auch pauschal abtun. Und stell Dir vor - manchmal zitiere ich sogar aus Spiegel, Stern oder Alice Schwarzer, obwohl ich die alle zutiefst verabscheue.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Montag 14. April 2014, 12:29

Hier zur Abwechslung mal wieder Facebook (1):
Lebensmittel mit Facebook-Daten bezahlen - wer würde so weit gehen? Mehr Menschen, als man denkt.

Toastbrot, H-Milch, Obst - diese und viele andere Lebensmittel konnten Hamburger Bürger in einer Edel-Modeboutique kaufen. Der Data Scientist Florian Dohmann und die Werbeexperten Maximilian Hoch und Manuel Urbanke hatten sie für eine Woche in ein Lebensmittelgeschäft verwandelt. Bezahlen konnten die Kunden nicht mit Barem, sondern nur mit Facebook-Likes, Facebook-Posts, Fotos auf Facebook oder Facebook-Nachrichten. (...)

Dohmann und seine Freunde interpretieren die Unbekümmertheit, mit der viele Kunden ihre privaten Daten zum Warentausch hergaben, als Vertrauen. (...)

Vielen dämmerte irgendwann, was da eine Woche lang in der Hamburger Trend-Boutique wirklich vor sich ging. Beim Betrachten des Kassenbons, auf dem seine Facebook-Daten en détail zu lesen waren, fragte ein Kunde: "So etwas könnt ihr wirklich auslesen?" (...)

Trotzdem wurde einigen mulmig. "Aber ihr könnt jetzt nicht wirklich alle meine privaten Nachrichten lesen?" fragte mancher beunruhigt. Doch, hätten sie gekonnt. Die Kunden hatten dem Trio den Zugriff auf alle Nachrichten und Postings gewährt. (...)

Wer großen Hunger hat, legte gerne seine Privatsphäre offen. Manchen wurde erst beim Blick auf den Kassenbon klar, was sie den Datenmarkt-Künstlern als Gegenwert für die Lebensmittel gegeben hatten: "Was? Da werden auf dem Bon die wirklichen Texte und Fotos ausgedruckt? Nicht nur die Anzahl der Bilder und Postings? Echt voll krass." (...)

Das genau war die Wirkung, die die drei erzeugen wollten: Menschen sollen erleben, dass Daten im Netz einen wirtschaftlichen Wert bilden, dass sie eine echte Währung sind.

Neu ist das natürlich nicht. Lange vor der NSA-Affäre war klar, dass Daten massenhaft gesammelt werden. "Google", argumentiert Dohmann, "ist nicht umsonst eine der wertvollsten Marken der Welt. Die verdienen mit Datensammeln ihr Geld." Dagegen sei auch nichts einzuwenden. Man müsse sich dessen aber bewusst sein. (...)

Anderen war hingegen nicht bewusst, wie weit die Datenkraken im Web ihre Arme schon ausbreiten. Insbesondere ältere Menschen zuckten mit den Schultern: "Uns betrifft das nicht." Dohmann fragte: "Nutzen Sie Gutscheine oder Coupons, oder sammeln Sie Punkte im Supermarkt?" Und den Probanden wurde klar, dass sie auch hier mit persönlichen Daten bezahlen.
Da bietet sich dann gleich der nächste Schritt an (2):
Zahlen die Europäer schon bald mit Facebook-Geld? Das Online-Netzwerk steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Erhalt einer Banklizenz in Irland. Mit der Zulassung durch die irische Notenbank dürfte der Konzern in der Europäischen Union gültiges eigenes elektronisches Geld ausgeben, schrieb die "Financial Times".
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Freitag 21. November 2014, 01:08

In jüngster Zeit berichtet die Presse vermehrt von Überlegungen, das Bargeld abzuschaffen. Grund ist, daß "unsere" Notenbanker wohl nicht mehr wissen, was sie noch machen sollen. Die Zinsen sind praktisch bei %, Unternehmensanleihen sind im Euroraum dünn gesät - Draghi kann sie nur beschränkt aufkaufen und der Aufkauf von Staatsanleihen würde - zumindest in D. - wohl als Offenbarungseid der Geld- und Notenbankpolitik gedeutet.
Daß die Überwachungsmöglichkeiten verbessert würden, wenn man nur noch bargeldlos zahlen könnte, wäre ein angenehmer Nebeneffekt, der billigend von den Sicherheitsbehörden und dem Fiskus in Kauf genommen würde. :)

Hier ein Artikel der FAZ zu diesen Überlegungen.

Diese Gedankenspiele nimmt Roland Tichy auf's Korn:
Ja, so hätten die Zentralbanken in New York und Frankfurt es gern: Jedes Konto entwertet sich pro Jahr um vier, oder fünf Prozent. Weil niemand gerne zuschaut, wie das Geld schrumpft, hauen wir es raus. Sofort. Lieber ein neues Auto als zuschauen, wie das Geld verreckt. Lieber Champagner statt Negativzinsen, Bier war gestern. Das kurbelt die Wirtschaft an! Da freut sich der Staat – Mehrwertsteuer, Schaumweinsteuer, Biersteuer, alles sprudelt. Die monströsen Staatsschulden bezahlen sich von alleine. Die Welt der Schuldenstaaten wäre plötzlich wieder schön.
Das hätte auch noch andere Effekte: Wir alle wären kontrollierbar. Was immer wir tun, was immer wir kaufen, wo immer abgebucht wird – es ist dann nachvollziehbar. Keine Spende im Klingelbeutel, kein Schwarzgeld, kein Trinkgeld bliebe unentdeckt; jeder Kauf wäre kontrolliert, ein fünftes von der Krankenkasse nicht erlaubtes Bier? Trinken Sie es auf Ihr Wohl, aber ihr Kassenbeitrag steigt, weil sie sich nicht gesundheitskonform verhalten. Von peinlicheren Dingen, die Sie heimlich kaufen, gar nicht zu sprechen. Alles wird transparent. Der gläserne Bürger? Hach, was wird da immer über Google oder Facebook gejammert – aber das wären datenvirtuelle Peantus gegen diese eine, diese ganz große Lösung. Endlich die totale Kontrolle über die Menschen. Es gäbe kein Entkommen. Gold? Hinterlässt ebenso Bezahlspuren wie Diamanten. Nichts wäre mehr irgendwie nicht-öffentlich.
Und noch etwas: Sparen für das Alter? Wäre unmöglich. Denn Sparen ist des Teufels, wird ja bestraft. Die Rente schrumpft, noch während sie sparen. Endlich hätten sie uns da, wo sie uns wollen: Als Stallhasen, die angewiesen darauf sind, dass ihnen der Rentenbeamte der Staatsversorgungskasse eine Kleinigkeit auszahlt. Was heißt auszahlt? Überweist.
http://www.rolandtichy.de/daili-es-sent ... politikern

Roland Tichy wurde als Chefredakteur der Wirtschaftswoche durch die systemtreue Miriam Meckel ersetzt. Er kann sich jetzt nur noch im eigenen Blog äußern. Wenn man den obigen Artikel liest, weiß man warum. Dazu auch ein Kommentar hier.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Raphael » Freitag 21. November 2014, 05:34

Caviteño hat geschrieben:Roland Tichy wurde als Chefredakteur der Wirtschaftswoche durch die systemtreue Miriam Meckel ersetzt.
Nicht das dies unbedingt von Interesse wäre, aber man darf in diesem Zusammenhang dann auch 'mal in Erinnerung rufen, daß MM die Lebenspartnerin von Frau Anne Will ist. :|
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 1. Januar 2015, 13:18

Wieder rührt der sog. "Starökonom" Rogoff die Werbetrommel für die Abschaffung des Bargeldes und fängt dabei mit den 5 €-Scheinen an. Damit will er die Steuerhinterziehung und die Kriminalität bekämpfen - aber noch wichtiger: Die Zentralbanken könnten dann flächendeckend Negativzinsen einführen.

http://www.finanzen.net/nachricht/aktie ... 34-478869

Im übrigen sagt er nicht Neues, wenn er zugibt, daß Politik und Notenbank mit ihrem Latein am Ende sind...

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Freitag 8. Mai 2015, 15:16

Kleinere Läden, Tankstellen und Restaurants müssen künftig in Dänemark kein Bargeld mehr annehmen.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur ... -ab-78668

Das dürfte nur der erste Schritt sein. Die Begründung der hohen Kosten für Zählen, Lagerung und Transport trifft auf große Supermärkte oder Kaufhäuser in höherem Umfang zu. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis die entsprechenden Regelung auch auf diesen Bereich ausgedehnt werden, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Formal bleibt das Bargeld natürlich bestehen, nur der Annahmezwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels wird aufgehoben.

Früher tauschte man - mehr oder weniger werthaltige - Edelmetallmünzen, dann Papier- bzw. Baumwollscheine und die nächste Stufe sind virtuelle Beträge......

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