Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

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Niels
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Niels » Sonntag 25. September 2016, 07:07

Wieviel Bargeld hat man für diese "Studie" wohl rübergeschoben? :pfeif:
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Juergen
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Juergen » Donnerstag 1. Dezember 2016, 10:48

Wer mehr als 50 Münzen einzahlen will, muss mit Gebühren rechnen
Kleingeld kann teuer werden

Halle(WB). Weg vom Kleingeld! Anders kann man den Trend kaum umschreiben, der jetzt bei der Kreissparkasse schon umgesetzt worden und bei der Volksbank noch in Planung ist. Wer in größerem Umfang Münzgeld einzahlen will, muss fürs Zählen und Sortieren Gebühren zahlen.


Die Kreissparkasse hat bereits zum 1. November die Konsequenzen aus der Bargeld-Prüfverordnung der EU gezogen, wie Pressesprecherin Heidi Kirsch auf Anfrage mitteilt. Demnach sind die Geldinstitute verpflichtet, die Echtheit eingezahlter Münzen zu prüfen – »bis zur Ein-Cent-Münze«, sagt Heidi Kirsch.
Gruß
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Raphael
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Raphael » Donnerstag 1. Dezember 2016, 12:43

Juergen hat geschrieben:
Wer mehr als 50 Münzen einzahlen will, muss mit Gebühren rechnen
Kleingeld kann teuer werden

Halle(WB). Weg vom Kleingeld! Anders kann man den Trend kaum umschreiben, der jetzt bei der Kreissparkasse schon umgesetzt worden und bei der Volksbank noch in Planung ist. Wer in größerem Umfang Münzgeld einzahlen will, muss fürs Zählen und Sortieren Gebühren zahlen.


Die Kreissparkasse hat bereits zum 1. November die Konsequenzen aus der Bargeld-Prüfverordnung der EU gezogen, wie Pressesprecherin Heidi Kirsch auf Anfrage mitteilt. Demnach sind die Geldinstitute verpflichtet, die Echtheit eingezahlter Münzen zu prüfen – »bis zur Ein-Cent-Münze«, sagt Heidi Kirsch.
Es gibt mittlerweile auch Banken, die für die Einzahlung von Geldscheinen eine Gebühr verlangen; bspw. die comdirect.
Das hat alles damit zu tun, daß die Banken beim derzeitigen Zinsniveau mit dem Bodensatz auf den Girokonten kein Geld mehr verdienen können, sondern evtl. sogar noch draufzahlen.
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Juergen » Donnerstag 1. Dezember 2016, 12:58

Raphael hat geschrieben:Das hat alles damit zu tun, daß die Banken beim derzeitigen Zinsniveau mit dem Bodensatz auf den Girokonten kein Geld mehr verdienen können, sondern evtl. sogar noch draufzahlen.
Eine Bank, die 0% auf Habenzinsen gibt, aber innerhalb des Dispokreditrahmens 10% und darüber hinaus 15% nimmt, soll mir nicht erzählten, daß sie am Hungertuch nagt.
Gruß
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Raphael
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Raphael » Donnerstag 1. Dezember 2016, 14:16

Juergen hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Das hat alles damit zu tun, daß die Banken beim derzeitigen Zinsniveau mit dem Bodensatz auf den Girokonten kein Geld mehr verdienen können, sondern evtl. sogar noch draufzahlen.
Eine Bank, die 0% auf Habenzinsen gibt, aber innerhalb des Dispokreditrahmens 10% und darüber hinaus 15% nimmt, soll mir nicht erzählten, daß sie am Hungertuch nagt.
Das Geld, was sie dort eventuell verdienen könnten, hau'n sie für Tantiemen, Umstrukturierungskosten und anderes wieder 'raus. :unbeteiligttu:

Viele Kunden sind darüber hinaus vermutlich auf vergleichsweise billige Privatkredite umgestiegen und nehmen den teuren Dispo nicht mehr so sehr in Anspruch. :hmm:
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Juergen » Donnerstag 1. Dezember 2016, 14:34

Raphael hat geschrieben:…billige Privatkredite…
Die vergibt mein russischer Nachbar auch. Da zahlt man nur 1% Zinsen am Tag. :pfeif:
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Hubertus
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Hubertus » Dienstag 27. Dezember 2016, 23:05

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Cath1105 » Dienstag 27. Dezember 2016, 23:08

"Das ist direkter sozialistischer Staatsinterventionismus" - sehr schön.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Sonntag 26. Februar 2017, 11:42

Michael Klonovsky weist darauf hin, das es - obwohl Bargeld noch immer existiert - den Geldbriefträger nicht mehr gibt:
Nachtrag 2: Sieferle erinnerte an ein Phänomen, das er selbst in den 1960er Jahren noch erlebt habe: den Geldbriefträger, einen Beamten, der Bargeld an private Adressen zustellte. Heute, "im besten Deutschland, das es jemals gab" (so CDU-Tauber, Spiegel-Minkmar und was sonst alles auf dieser Frequenz sendet), ist dergleichen kaum mehr vorstellbar. "Da läuft ein älterer Mann mit einer schweren Geldtasche durch die Straßen, von jedem erkennbar, und es geschieht ihm nichts. Heute müßte er von einem Aufgebot an Bodyguards begleitet werden. In der Zeit des Bargelds, als viele Menschen noch kein Girokonto besaßen, war dies aber üblich. Kassierer von Stadtwerken, von Wohnungsgesellschaften oder von Zeitungen sammelten Bargeld ein, und es herrschte ein Klima von Vertrauen, so daß alle Beteiligten sich dabei sicher fühlten. Dies ist auch noch ein Grund, weshalb ältere Menschen heute so häufig und leicht betrogen werden können. Sie haben das Vertrauen, das sie in ihrer Jugend aufgebaut haben, noch nicht verloren.“
http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna - 25. Februar 2017

Das hatte ich auch schon vergessen. Damals wurde Miete noch bar gezahlt und im Mietbuch vermerkt. Zeitungen, Vereins- und Versicherungsbeiträge wurden bar kassiert.
Für den Geldbriefträger wäre heute das gesamte Land eine "no go area".


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Hubertus
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Hubertus » Dienstag 30. Mai 2017, 22:57

Italien schafft 1- und 2-Cent-Münzen ab:
http://www.sueddeutsche.de/geld/kupferg ... .3524184-2
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Sonntag 2. Juli 2017, 16:21

Finanzielle Totalüberwachung auf leisen Sohlen - Nach dem Aus für das Bankgeheimnis stört nur noch das Bargeld

Daß die Reste des Bankgeheimnisses gegenüber den Steuerbehörden abgeschafft wurden, habe ich allerdings auch nur am Rande mitbekommen.
Ist ja auch viel beschlossen worden in den letzten Tagen....... und die "Ehe für alle" war eben das Hauptthema. Da fielen weder die Abschaffung des § 30a AO noch die Verabschiedung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes auf.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Freitag 6. April 2018, 11:31

Chinesischer Zentralbanker spricht sich für „tief negative Zinsen“ aus
Sun schlägt daher vor, eine digitale Währung zu schaffen, die den Gebrauch von Bargeld im Laufe der Zeit verdrängt - also im Grunde geht es nicht um eine „Währung“, sondern um digitales Bargeld.
Dürfte in China wohl auch einfacher durchzuführen sein als in Europa.

http://der-chinese.com/zahlungsmittel-c ... nd-alipay/
Selbstverständlich können Sie stets auch in Bar zahlen, allerdings ist Bar zahlen in China nicht mehr in Mode. Chinesen zahlen mit Wechat und Alipay. Wo? Ganz einfach überall. Egal ob im Restaurant, am Kiosk an der Ecke oder nach der wöchentlichen Massage: Digitales Zahlen ist in China absolut normal und allgegenwärtig. Wer mit Bargeld daher kommt läuft in China demnach definitiv der Zeit hinten nach.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Niels » Freitag 6. April 2018, 11:36

"Anglikanische Kirche führt bargeldlose Kollekte ein": https://www.welt.de/newsticker/news2/ar ... e-ein.html
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Niels » Freitag 6. April 2018, 14:20

"Das Land macht sich angreifbar": https://www.focus.de/finanzen/news/tren ... 22578.html
Schweden gilt als Vorreiter des bargeldlosen Alltags. Selbst die Spende in der Kirche kann dort mit Karte bezahlt werden. Doch im Land geht die Angst um, zu weit gegangen zu sein: Eine Kommission rät mittlerweile, eine "Bargeld-Grundversorgung" einzuführen.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Montag 11. Februar 2019, 14:06

In der Wissenschaft wird ein neuer Vorschlag diskutiert, das Bargeld abzuschaffen. Es soll zwei Parallelwährungen geben: das Bargeld und das Buchgeld, für die es einen Umtauschkurs gibt.
Dieser Umtauschkurs kann dann mit der Zeit verändert werden, damit das Halten von Bargeld jederzeit so attraktiv ist wie Einzahlungen bei der Bank. Bei einem Negativzins von minus fünf Prozent zum Beispiel würde dann Bargeld pro Jahr um eben jene fünf Prozent gegenüber den Einlagen abgewertet. Beide Parallelwährungen verlören also gleich viel an Wert. Unter dem Strich, so Agarwal und Krogstrup, könnten auf diese Weise „stark negative Zinsen eine realisierbare Option werden“. Zentralbanken würden „komplett befreit“ von ihrem Dilemma.
Der Kommentar von Prof. Sinn dazu ist auch die Überschrift der Meldung:

„Dann wäre es für Deutschland Zeit, den Euro aufzugeben“

Eine Parallelwährung nicht denkbar? Wer hätte sich vor dreißig Jahren vorstellen können, daß ein Zins bei Null liegt und Banken tlw. für höhere Einlagen bereits Minuszinsen (euphemistisch: Einlagegebühr) berechnen? Um den Euro zu retten wird die Politik zu allem bereit sein.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 21. Februar 2019, 23:27

Bargeld schützt vor noch stärker negativen Zinsen – manchen Ökonomen ist es ein Dorn im Auge

Der Vorschlag, die Geldmenge in Bargeld und e-Geld aufzuteilen und je nach Zahlungsart unterschiedliche Preise zu verlangen, führt zu einer intensiven Diskussion.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Juergen » Dienstag 18. Juni 2019, 12:03

[urlhttps://www.nzz.ch/finanzen/facebook-stellt-die ... ld.1489690]Facebook stellt die «Weltwährung» Libra vor[/url]

Der amerikanische Internetkonzern macht Genf zum Zentrum seiner Zukunftsvision vom «Internet of Money»: Die neue Kryptowährung Libra soll den Umgang mit Geld so einfach machen wie das Verschicken einer SMS. Hat das Projekt Erfolg, könnte es das Finanzsystem umkrempeln.

Gerüchte machten schon eine Weile die Runde, nun werden sie wahr. Facebook kündigt die Einführung einer Kryptowährung namens Libra an. Nicht sofort, sondern Anfang bis Mitte nächsten Jahres. Das Ziel ist ambitioniert. So soll sich die Libra als erste rein digitale «Weltwährung» überhaupt etablieren und zusammen mit der Technologie, auf der sie basiert, das Leben von Milliarden von Menschen erleichtern. Das klingt äusserst anspruchsvoll und fast wie ein Märchen ­– aber was ist dran?
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Dienstag 18. Juni 2019, 13:01

Genau das dürfte die erste Zielgruppe sein:
Zugleich gebe es aber auch Länder mit hoher Inflation und schlecht ausgebauten Banksystemen - und dort könne eine Digitalwährung wie Libra eine viel grössere Rolle spielen, «weil sie eine Lösung für viele Probleme bieten kann».
aber auch in Hochsteuerländern könnte Libra attraktiv sein:
Nutzer können in dem Libra-System unter Pseudonymen agieren und mehrere Zugänge haben. «Transaktionen enthalten keine Verbindung zur Identität der Nutzer in der realen Welt», hiess es in einem Papier.
Die übliche Regulierung - also zum Beispiel Massnahmen gegen Geldwäsche - werde auf Ebene der Wallets greifen, sagte Marcus. "Wir haben mit Regulierern rund um die Welt gesprochen."
Jetzt kommt die digitale Weltwährung von Facebook

In dem von Juergen verlinkten Artikel aus der NZZ wird auf das Beispiel AliPay und WechatPay verwiesen. Das Unternehmen war 2013 kaum bekannt und wickelt heute Zahlungen iHv 15 Billionen USD jährlich ab.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Juergen » Dienstag 18. Juni 2019, 13:42

Facebook ist ja keine Wohltätigkeitsorganisation, sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen.
Was hat Facebook also davon?
Verdient Facebook an jeder Transaktion in Form von Minigebühren?
Verdient Facebook beim Umtausch Geld gegen Libra?
Hat Facebook Einblick in die Transaktionen wer mit wem wieviel umsetzt? Geht es also um Wissen, das dann wieder für Werbung etc. vermarktet wird?


:hmm:

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Dienstag 18. Juni 2019, 15:13

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 13:42
Facebook ist ja keine Wohltätigkeitsorganisation, sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen.
Was hat Facebook also davon?
Verdient Facebook an jeder Transaktion in Form von Minigebühren?
Verdient Facebook beim Umtausch Geld gegen Libra?
Hat Facebook Einblick in die Transaktionen wer mit wem wieviel umsetzt? Geht es also um Wissen, das dann wieder für Werbung etc. vermarktet wird?


:hmm:

Ich nehme einmal an, das facebook an jeder Transaktion und beim Umtausch mit Mini-mini-Gebühren Geld verdient. Insbesondere beim Umtausch ist das schwer nachvollziehbar, denn welcher Devisenkurs gilt im Zeitpunkt des Wechsels?

Interessant ist die Seite von Alipay, die den Zahl- und Liefervorgang beschreibt:

https://global.alipay.com/open/product- ... T-Merchant

Der Händler muß einen Vertrag mit Alipay abschließen und darin wird auch die Vergütung geregelt.

Bei dem Transfer zwischen Privatpersonen dürften ebenfalls Mini-Gebühren erhoben werden, wie z.Zt. schon bei anderen Zahlungsdienstleistern (z.B. transferwise). Die Gebühren sind erheblich geringer als bei Banküberweisungen, viel schneller und man benötigt kein Bankkonto - das smartphone reicht. Das Marktpotential für solche Lösungen, insbesondere in Entwicklungsländern, sollte man nicht unterschätzen.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Amigo » Dienstag 18. Juni 2019, 15:26

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 15:13
Juergen hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 13:42
Facebook ist ja keine Wohltätigkeitsorganisation, sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen.
Was hat Facebook also davon?
Verdient Facebook an jeder Transaktion in Form von Minigebühren?
Verdient Facebook beim Umtausch Geld gegen Libra?
Hat Facebook Einblick in die Transaktionen wer mit wem wieviel umsetzt? Geht es also um Wissen, das dann wieder für Werbung etc. vermarktet wird?


:hmm:

Ich nehme einmal an, das facebook an jeder Transaktion und beim Umtausch mit Mini-mini-Gebühren Geld verdient. Insbesondere beim Umtausch ist das schwer nachvollziehbar, denn welcher Devisenkurs gilt im Zeitpunkt des Wechsels?
Ich vermute, dass Facebook hierfür keine Gebühren einheben wird, sondern lieber möglichst schnell möglichst viele Menschen in diesen Dienst hineinbringen möchte; in erster Linie ist Facebook wohl an der Information "der A hat dem B etwas gezahlt" interessiert, denn daraus lassen sich eine Menge Informationen für zielgerichtete Werbung und ähnliche Marketingmaßnahmen gewinnen. Und je mehr Leute in dem System sind, desto vollständiger ist das Transaktionsnetzwerk. (Für diese Daten werden sich dann auch ganz schnell gewisse Regierungsstellen interessieren...)

Die Verknüpfung von Contentprovider und Zahlungsprovider ist an sich schon eine Gefahr für die Privatsphäre; wenn aber dieser Contentprovider auch noch eine Plattform für sehr viele private und höchstpersönliche Informationen ist, dann ist das nochmal eine andere Dimension an gläsernem Konsumenten. Und wenn - auf Drängen diverser Regierungen - WhatsApp (das ja auch Facebook gehört) seine End-to-End-Verschlüsselung durchlöchert, dann klappt die Überwachung auch noch in Echtzeit.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Juergen » Dienstag 18. Juni 2019, 15:29

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 15:13
… Das Marktpotential für solche Lösungen, insbesondere in Entwicklungsländern, sollte man nicht unterschätzen.
Richtig,
Entwicklungsländer sind ja die Länder in denen die Smartphones entwickelt werden. Deswegen heißen sie ja auch so.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von de_las_casas » Dienstag 18. Juni 2019, 16:49

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 15:29
Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 15:13
… Das Marktpotential für solche Lösungen, insbesondere in Entwicklungsländern, sollte man nicht unterschätzen.
Richtig,
Entwicklungsländer sind ja die Länder in denen die Smartphones entwickelt werden. Deswegen heißen sie ja auch so.
:hae?:

Werden die Leute smart, wenn sie sie benutzen, oder werden sie es erst dann, wenn sie sie benutzen? :hmm:

Sind die Leute, die keine Smartphone benutzen, automatisch dumm? Oder sind sie nur anders intelligent? :emil:

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Dienstag 18. Juni 2019, 19:43

Amigo hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 15:26
Die Verknüpfung von Contentprovider und Zahlungsprovider ist an sich schon eine Gefahr für die Privatsphäre; wenn aber dieser Contentprovider auch noch eine Plattform für sehr viele private und höchstpersönliche Informationen ist, dann ist das nochmal eine andere Dimension an gläsernem Konsumenten. Und wenn - auf Drängen diverser Regierungen - WhatsApp (das ja auch Facebook gehört) seine End-to-End-Verschlüsselung durchlöchert, dann klappt die Überwachung auch noch in Echtzeit.
Ich hatte bereits hier darauf hingewiesen, daß die Datenschutzprobleme wohl bei den Nutzern in Europa und den USA eine Rolle spielen, in vielen Ländern ist das aber nicht der Fall.

Vermutlich wird in diesen Ländern "Libra" zunächst eingeführt werden. Selbst in Manila hat nur ein Bruchteil der Bewohner (ca. 20%) ein eigenes Bankkonto, auf dem Lande dürften es noch erheblich weniger sein. Auch in anderen Ländern mit einer schwachen Währung werden die Menschen ehr bereit sein, ihr Geld in Libra von facebook anzulegen als in der Heimatwährung; man muß nur nach Venezuela oder Argentinien schauen. Selbst Indien hat 2016 die hohen Geldscheine für wertlos erklärt; die Beträge mußten auf ein Bankkonto eingezahlt werden, um so die Steuerhinterziehung und Korruption zu bekämpfen. Welches Vertrauen haben nach solchen Ereignissen Regierung und die lokale Währung? :daumen-runter:

Die Transaktionen von Libra sollen über "block-chain" und pseudonym abgewickelt werden. Ich weiß nicht, inwieweit das nachvollziehbar ist. Die Regulierung soll nur auf der Ebene der "wallets" greifen. Inwieweit Regierungen das kontrollieren können.... :hmm: :achselzuck:

Ich sehe die weitaus größere "Gefahr" für die Staaten, daß ihr Geldmonopol ins Wanken gerät. Vertrauen die Leute ihrer Regierung nicht (mehr), haben sie eine einfache Möglichkeit, in eine andere Währung auszuweichen. An- und Verkauf dürften schwierig zu kontrollieren sein, Devisenbewirtschaftung, Währungsumstellungen uä könnten sich als "stumpfe Schwerter" erweisen. Die erheblichen Änderungen werden erst mittelfristig eintreten.

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