Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

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Tritonus
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus »

няш-мяш?

:hmm: Понятия не имею. :hae?: Es geht um das Lied über die Staatsanwältin, oder? Dann kann es kein Schimpfwort sein. :breitgrins:

Spaß beiseite. Aus dem Kontext "Ich lasse kein Njasch-Mjasch zu" vielleicht so etwas wie "Techtelmechtel" oder ähnliches. Oder "Gemauschel"?

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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn »

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Piusderdritte
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Piusderdritte »

Noch 212 bezeichnete das EU-Parlament die ukrainische Partei Swoboda als rassistisch und antisemitisch. Heute gehört Swoboda als Teil der Übergangsregierung in Kiew zu den Partnern der EU.
http://www.freiewelt.net/nachricht/swob ... -128364/

:patsch:
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Gamaliel
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Gamaliel »

Hilfspaket vom IWF

Daraus:
Der Leiter der IWF-Mission in der Ukraine Nikolai Georgiyev hat am Donnerstag in Kiew einen Hilfskredit in Höhe von 14 bis 18 Milliarden Dollar (rund 10 bis 13 Milliarden Euro) angekündigt. [...] Der IWF hat seine Finanzhilfen an klare Bedingungen geknüpft.
Vertreter des staatlichen Energiekonzerns Naftogas teilten am Mittwoch mit, dass das Land den Gaspreis zum 1. Mai um mehr als 50 Prozent erhöhen will. Für regionale Energieunternehmen sollen die Preise ab dem 1. Juli um 40 Prozent steigen. Weitere Preissteigerungen in den kommenden Jahren sind vorgesehen.
[...]
Die ukrainische Zentralbank hat zudem ihre Interventionen zur Stützung der Nationalwährung bereits eingestellt. Das führte dazu, dass die Grywna seit Jahresbeginn im Vergleich zum Dollar mehr als ein Viertel ihres Wertes verlor.

Und Regierungschef Jazenjuk kündigte am Donnerstag Massenentlassungen und Einschnitte ins soziale Netz an. Die Behörden seien angewiesen worden, etwa 24.000 ihrer 249.000 Angestellten zu entlassen, sagte er. Zudem würden Sonderrenten für Staatsanwälte, Richter und die Miliz gestrichen.
[...]
Inflation [...], die im laufenden Jahr bis zu 14 Prozent betragen könnte.

Fragesteller
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Fragesteller »

Das wäre ein Grund zur Freude, aber: ist es andernorts belegt?

Caviteño
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Caviteño »

Gamaliel hat geschrieben:Hilfspaket vom IWF

Daraus:
Und Regierungschef Jazenjuk kündigte am Donnerstag Massenentlassungen und Einschnitte ins soziale Netz an. Die Behörden seien angewiesen worden, etwa 24.000 ihrer 249.000 Angestellten zu entlassen, sagte er. Zudem würden Sonderrenten für Staatsanwälte, Richter und die Miliz gestrichen.
[...]
Inflation [...], die im laufenden Jahr bis zu 14 Prozent betragen könnte.
(Hervorhebung von mir)

Stimmte das also doch mit der Quote von 10% Staatsbeschäftigten....
Wie ich schon schrieb - Griechenland 2.0

Inzwischen kann man den Vergleich mit GR auch hier nachlesen.
„Wenn wir an den Punkt kommen, wo wir die Ukraine stabilisieren müssen, können wir auf die Erfahrungen mit Griechenland zurückgreifen“, sagte Bundesfinanzminister Schäuble am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Universität Duisburg.
Die Möglichkeiten der Ukraine zu helfen werden auch aufgeführt:
Erstens die Abschaffung der Zölle auf ukrainische Exporte in die EU. Zweitens eine Visa-freie Einreise für Ukrainer in die EU. Drittens die Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes für die Menschen von dort. Und viertens die Integration des Landes in das studentische Erasmus-Austauschprogramm.
Vor allem der dritte Punkt dürfte umstritten sein. Bereits die Öffnung des Arbeitsmarktes für Rumänen und Bulgaren hat in Ländern wie Deutschland und Großbritannien für Proteste gesorgt.
Um korrekt zu sein, müßte man auch Punkt 2 - die visafreie Einreise - mit Punkt 3 zusammen betrachten. Das Arbeitsaufnahmeverbot, das mit einem Schengenvisa verbunden ist, wird häufig nicht beachtet.....
Zuletzt geändert von Caviteño am Donnerstag 27. März 2014, 18:25, insgesamt 2-mal geändert.

Christian
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Christian »

Auffallend finde ich das sich Röttgen in Anti- Putin - Polemik immer mehr zu profilieren versucht. Dieser Mann kann nichts und wird jetzt verfeuert, damit Frau Merkel irgendwann umschwenken kann.
Das Volk versteht wenig, aber es spürt das meiste richtig
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Gamaliel
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Gamaliel »

Ergebnis der UNO-Meinungsumfrage zur Akzeptanz der Aufnahme der Krim in die Russische Föderation:



Christian
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Christian »

Gamaliel hat geschrieben:Ergebnis der UNO-Meinungsumfrage zur Akzeptanz der Aufnahme der Krim in die Russische Föderation:
Israel und die USA haben sich auch nicht daran gestört
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Gamaliel
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Gamaliel »

Früchte der Westorientierung der Ukraine:

Magere Ernte

Daraus:
Nun leidet auch der Motor der ukrainischen Exportwirtschaft an der Krise des Landes: Die Getreideernte dürfte in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen, warnten Experten erst vor wenigen Tagen. Bis zu 20 Prozent des Agrarlandes können nicht bestellt werden, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Verband der ukrainischen Agrarwirtschaft UCAB.
[...]
Die wichtigsten Gründe: Die Krimkrise hat seit Anfang 2014 zu einer drastischen Abwertung der Landeswährung Hrywnia geführt. Die Kosten für Saatgut, Dünger und Treibstoff stiegen dadurch. Zudem ist es wegen der unsicheren Lage in der Ukraine schwerer geworden, einen Kredit zu bekommen.

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Raphael
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Raphael »

Gamaliel hat geschrieben:Ergebnis der UNO-Meinungsumfrage zur Akzeptanz der Aufnahme der Krim in die Russische Föderation:


Wie soll das Ergebnis denn zu verstehen sein? :achselzuck:
Die Russian Federation ist gegen die Aufnahme der Krim in die Russian Federation? :hmm:

Mir scheint das keine Meinungsumfrage zu sein, sondern die Abstimmung über die Verurteilung der Russian Federation wegen der Aufnahme der Krim in eben diese Russian Federation.
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

Christian
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Christian »

Raphael hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:Ergebnis der UNO-Meinungsumfrage zur Akzeptanz der Aufnahme der Krim in die Russische Föderation:


Wie soll das Ergebnis denn zu verstehen sein? :achselzuck:
Die Russian Federation ist gegen die Aufnahme der Krim in die Russian Federation? :hmm:

Mir scheint das keine Meinungsumfrage zu sein, sondern die Abstimmung über die Verurteilung der Russian Federation wegen der Aufnahme der Krim in eben diese Russian Federation.
Das ist das Ergebnis einer Resolution der UNO-Vollversammlung, diese ist nicht bindend und interessiert eigentlich niemanden siehe meine vorherigen Einwand.
Das Volk versteht wenig, aber es spürt das meiste richtig
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Caviteño
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Caviteño »

Raphael hat geschrieben:
Mir scheint das keine Meinungsumfrage zu sein, sondern die Abstimmung über die Verurteilung der Russian Federation wegen der Aufnahme der Krim in eben diese Russian Federation.
The resolution "affirms commitment to the sovereignty, political independence, unity and territorial integrity of Ukraine within its internationally recognized borders."
It also calls on UN member states “to desist and refrain from actions aimed at the partial or total disruption” of Ukraine’s national unity.
http://rt.com/news/ukraine-russia-crime ... ution-69/

Steht auch über der Anzeigetafel: "Draft Resolution Territorial Integrity of Ukraine"

Durch das Veto-Recht Rußlands im Sicherheitsrat kann die UN im Grunde im Falle der Ukraine nichts entscheiden, was gegen den Willen Rußlands wäre.

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Torsten
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Torsten »

Gamaliel hat geschrieben:Magere Ernte
Nach dem Pesthauch der brennenden Autoreifen über dem Madan gibt es nun auch weniger Brot, während unsere Verteidigungsministerin schon die Heerscharen in Bewegung gesetzt sehen will, um zu ernten den .. letzten der Reiter.

Und ich erinnere mich der Bergrede, ein einziges Bekenntnis himmlischen Zorns. Und der wird spürbar werden, für jeden einzelnen Protagonisten. Der Tag des Herrn wird ein Tag der Herrlichkeit der Gerechtigkeit. Mithin ein Tag des Erbarmens.

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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Caviteño hat geschrieben:Stimmte das also doch mit der Quote von 10% Staatsbeschäftigten....
Was rechnest du denn da??? :hae?:
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Piusderdritte
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Piusderdritte »

Ukraine: Parlament will IWF-Reformen nicht umsetzen
Das Parlament der Ukraine hat ein Reformpaket von Premier Arseni Jazenjuk abgelehnt. Diese Reformen sind die Voraussetzung für IWF-Kredite im Umfang von bis zu 18 Milliarden Dollar.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... -umsetzen/

:klatsch: :klatsch: :klatsch:

Richtig so! Sie nehmen das Geld von Satan nicht an! Wenn sie es angenommen hätten, kämen sie so ohne weiters nicht mehr aus den "Klauen" von Satans Bänker heraus.
Geld von Satan zu nehemen mag am Anfang die scheinbar beste und leichteste Lösung zu sein.
Die Rechnung dieser Wucherer wird immer erst am Ende der "Party" präsentiert.
Der IWF ist einer satanisch-freimaurerische kriminelle Mafia Organisation die abgeschaft gehört!

gruss, PiusIII.
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Kirchenjahr
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Kirchenjahr »

In der Uno-Vollversammlung stimmt die Welt für "egal":

Fünf Staaten aus den Top 10 der Weltbevölkerung:

China (mehr als 1,35 Mrd Menschen) - Nr. 1
Indien (mehr als 1,25 Mrd Menschen) - Nr. 2
Brasilien (ca. 200 Mio Menschen) - Nr 5.
Pakistan (ca. 200 Mio Menschen) - Nr. 6
Bangladesch (ca. 150 Mio Menschen) - Nr. 8

So funktioniert Demokratie: Liechtenstein hat das gleiche Gewicht wie China. Dabei würden die Chinesen in Liechtenstein in der Gesamtheit nicht mal einen Stehplatz bekommen. Wenige riskieren große Klappe und die Mehrheit der Menschheit muss das ausbaden.

Zumindest China und Indien sind so "schlau", und sitzen die Angelegenheit Krim aus. Sie sind zwar tendenziell auf der Seite Rußlands, möchten aber keine Volksabstimmungen in streitigen Terretorien.

Caviteño
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Caviteño »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Stimmte das also doch mit der Quote von 1% Staatsbeschäftigten....
Was rechnest du denn da??? :hae?:
Die Diskussion war hier:
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=714531#p714531
Die rund 2. Staatsbediensteten auf der Krim, zehn Prozent der Bevölkerung, stehen seit vergangenem Dienstag aus Sicht des Kreml in russischen Diensten.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... ageIndex_2

Piusderdritte
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Piusderdritte »

BüSo konfrontiert George Soros in Berlin

http://www.bueso.de/video

mutige junge Dame! Sind doch noch nicht alle von den GEZ Sendern verblödet! Das bringt Hoffnung!

:klatsch: :klatsch:
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Fragesteller
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Fragesteller »

Caviteño hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Stimmte das also doch mit der Quote von 1% Staatsbeschäftigten....
Was rechnest du denn da??? :hae?:
Die Diskussion war hier:
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=714531#p714531
Die rund 2. Staatsbediensteten auf der Krim, zehn Prozent der Bevölkerung, stehen seit vergangenem Dienstag aus Sicht des Kreml in russischen Diensten.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... ageIndex_2
Kann das nicht damit zusammenhängen, dass die Krim eben kein autarker Wirtschaftsraum ist, sondern bisher Militärangehörige zweier Länder auf recht engem Raum konzentrierte? Lässt sich das wirklich auf die Resukraine übertragen? (Und falls doch: Was wäre so schlimm an den 1%?)

Piusderdritte
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Piusderdritte »

Ukrainian nationalists surround parliament after leader killing, threaten to storm
http://rt.com/news/right-nationalists-s ... raine-71/

Das rechtsextermistische Goldilöckchen und der dunkelbraune Rummelboxer sollen wohl vom Volke gefeiert werden.
Hoffentlich genießen sie das Bad in der Menge............. :D :D
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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Caviteño hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Stimmte das also doch mit der Quote von 1% Staatsbeschäftigten....
Was rechnest du denn da??? :hae?:
Die Diskussion war hier:
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=714531#p714531
Die rund 2. Staatsbediensteten auf der Krim, zehn Prozent der Bevölkerung, stehen seit vergangenem Dienstag aus Sicht des Kreml in russischen Diensten.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... ageIndex_2
Das ist doch völliger Blödsinn. Was hat das mit der Krim zu tun? – Lies noch mal nach, was du oben selber geschrieben hattest: viewtopic.php?p=715369#p715369 , und dann überdenke die Antwort.
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Tritonus
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus »

Der inzwischen mit Rücktrittsforderungen und -ultimaten konfrontierte ukrainische Innenminister Awakow warnte (schon vorgestern) vor somalischen Zuständen in der Ukraine:
Awakow: In Saporoshje gibt es eine Konfrontation zwischen der Miliz und dem "Rechten Sektor"

[Bildunterschrift:] Awakow sagt, dass der "Rechte Sektor" die Ukraine in Somalia verwandelt.

Der Innenminister Arsen Awakow berichtet über Zusammenstöße zwischen Gesetzeshütern und bewaffneten Leuten, die sich selbst als Vertreter des "Rechten Sektors" bezeichnen, noch in zwei weiteren Bezirken der Ukraine. Das sagte er Journalisten vor einem erweiterten Treffen zwischen Regierungsmitgliedern und einer Delegation der EU-Kommission, [...]

"Analoge Situationen (wie im Bezirk Rowno) gibt es noch in zwei weiteren Bezirken des Landes. In Transkarpatien hat sich eine Gruppe von Leuten, die sich "Rechter Sektor" nennt, auf einem privaten Anwesen verbarrikadiert ... Wenn auf der einen Seite Polizeikräfte mit Strafandrohungen usw. stehen, und auf der anderen Seite Leute mit automatischen Waffen und Granatwerfern, dann muss diese Situation geklärt werden", sagte der Minister.

Awakow zufolge gibt es eine weitere solche Situation im Bezirk Saporoshje, "wo auf der Eisenerzhalde eines Kombinates, wenn ich mich nicht irre, Leute auftauchten, die sagten, dass sie angeblich vom "Rechten Sektor" seien und [den Laden] dort leiten werden".

"Und wieder ein Zusammenstoß, bei dem auf der einen Seite Ordnungshüter stehen, und auf der anderen Seite merkwürdige Leute mit automatischen Waffen. Diesen Zuständen muss ein Ende bereitet werden. Wenn politische Regelungen nicht funktionieren, dann muss der Staat Maßnahmen ergreifen. Sonst verwandeln wir uns in Somalia, wenn bei uns auf der Straße Banden herrschen und darüber entscheiden, was passiert und wie. Meine Funktion ist es, das nicht zuzulassen", unterstrich Awakow.

Аваков: В Запорожье - конфронтация между милицией и «Правым сектором»
[Bildunterschrift:]Аваков говорит, что "Правый сектор" превращает Украины в Сомали
Министр внутренних дел Арсен Аваков заявляет о противостоянии правоохранителей с вооруженными людьми, которые называют себя представителями «Правого сектора», еще в двух областях Украины Об этом он сказал журналистам перед расширенной встречей членов правительства с делегацией Европейской комиссии, сообщает Еспресо.TV со ссылкой на УНИАН.
"Аналогичные ситуации (как в Ровенской области) происходят еще в двух областях страны. В Закарпатье, где группа людей, которая называет себя« Правым сектором », забаррикадировалась в частном домовладении ... Когда с одной стороны стоят правоохранительные органы с санкциями суда и т.д., с другой стороны стоят люди с автоматическим оружием, в частности с гранатометами, и эту ситуацию надо решать ", - сказал министр.
По словам Авакова, вторая такая ситуация - в Запорожской области, "когда на отвалах железорудного, если не ошибаюсь, комбината, появились люди, которые сказали, что они якобы с «Правого сектора» и будут здесь руководить".
"И снова столкновение, снова с одной стороны стоят правоохранители, а с другой стороны стоят непонятные люди с автоматами. Этим ситуациям должен быть положен конец. Если политическое регулирование не подходит, то государство должно принимать меры. Иначе мы превращаемся в Сомали, когда у нас на улицах правят банды и решают, что и как происходит. Моя функция этого не допустить ", - подчеркнул Аваков.


( http://zp.comments.ua/news/214/3/26/1721.html )

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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Dabei verkennt Awakow, daß er selber auch bloß Bandenführer ist.
Übrigens gab es weder in Karpatenrußland noch in Saporoschje je-
mals eine Mehrheit für die Majdanowzy. Das ist für die „Feindgebiet“.
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Dabei verkennt Awakow, daß er selber auch bloß Bandenführer ist.
Das Thema "Meine Komplizen sind mir peinlich" wird inzwischen in zahlreichen russischen Presseartikeln thematisiert. Nicht ganz ohne Schadenfreude wird unter anderem berichtet, dass ukrainische Parlamentarier inzwischen die Werchowna Rada gern über unterirdische Ausgänge verlassen, um ihren Genossen von gestern nicht auf offener Straße begegnen zu müssen

Ukrainische Politologen sind gefragte Interviewpartner:
Die "Helden" vom "Rechten Sektor" sind der Alptraum der neuen ukrainischen Regierung

Mitglieder der Organisation beabsichtigen, sich heute erneut vor der Rada zu versammeln und ein Tribunal über den Innenminister der Ukraine zu fordern. Sie verdächtigen ihn des Auftragsmordes an Saschko Bilyj.

Die Mitglieder des "Rechten Sektors" wollen heute zur Werchowna Rada der Ukraine zurückkehren. Gestern am späten Abend hatten sich etwa 2 Anhänger der Organisation in Tarnanzügen und mit Knüppeln bewaffnet am Parlamentsgebäude versammelt und die Entlassung des Innenministers der Ukraine Arsen Awakow sowie ein Tribunal gefordert. Die Radikalen verdächtigen ihn, den Mord an ihrem Mitkämpfer Alexandr Musytschko alias Sascha Bilyj in Auftrag gegeben zu haben. Im Gebäude der Rada selbst befanden sich nur die Wächter, nachdem die Parlamentarier und die Angestellten das Gebäude über einen unterirdischen Ausgang verlassen hatten.
[...]
Der ukrainische Politologe Igor Petruk sagte im Interview mit Business FM, dass die Situation in Kiew im Moment mehr oder weniger ruhig sei, dass aber die Gefahr einer Verschärfung bestehe.

BFM: "Wie kommentieren sie die Aktionen des "Rechten Sektors"?"

Igor Petruk: "Ich würde das keinen 'Sturm' nennen, sondern am ehesten eine öffentliche Massen-PR-Aktion. Wenn sie hätten stürmen wollten, dann hätten sie das gekonnt und wären hineingelangt."

BFM: "Einige Quellen berichten, dass bei einer nächtlichen Sitzung der ukrainischen Machthaber beschlossen wurde, den "Rechten Sektor" zu verbieten. Ist eine solche Wendung denn möglich? Könnte es sein, dass der "Rechte Sektor" der amtierenden Regierung dermaßen unbequem geworden ist, dass diese inzwischen bereit ist, gegen jene vorzugehen, die sie vor kurzem auf dem Maidan noch als Helden bezeichnet hat?"

Igor Petruk: "Das ist eine komplizierte Frage. Man könnte das nur machen, falls man im Land den Ausnahme- oder Kriegszustand ausruft. Andernfalls wird das einfach eine soziale Explosion auslösen und könnte übel enden."

«Герои» из «Правого сектора» кошмарят новую власть Украины
Члены организации намеренны сегодня вновь собраться у Рады и требовать трибунала главы МВД Украины. Его подозревают в заказе убийства Сашко Билого
Члены «Правого сектора» сегодня намерены вернуться к Верховной Раде Украины. Накануне поздно вечером около 2 тысяч сторонников этой организации собрались в камуфляжных костюмах и с битами возле здания парламента, потребовав отставки и трибунала министра внутренних дел Украины Арсена Авакова. Именно его радикалы подозревают в заказе убийства их соратника Александра Музычко, известного также как Саша Билый. В самом здании Рады находилась только охрана, поскольку парламентарии и сотрудники аппарата покинули его по подземному ходу.
[...]
Украинский политолог Игорь Петрук заявил в интервью Business FM, что сейчас ситуация в Киеве более или менее спокойная, но опасность обострения есть.
BFM: Как вы прокомментируете действия «Правого сектора»?
Игорь Петрук: Я не могу назвать это штурмом, это, скорее всего, публичная массовая пиар-акция. Если бы они хотели штурмовать, они смогли бы штурмовать и войти туда.
BFM: Некоторые источники сообщают, что на состоявшемся ночью совещании украинских силовиков принято решение о запрете «Правого сектора». Такой поворот возможен? Может ли быть так, что «Правый сектор» стал неудобен действующей власти настолько, что она готова идти против тех, кого недавно на Майдане называли героями?
Игорь Петрук: Это сложный вопрос. Они могут пойти на такое только в одном случае, если объявить в стране ЧП или военное положение. В другом случае, это просто вызовет социальный взрыв и может плохо закончиться.


( http://www.bfm.ru/news/25237?doctype=article )

Wenzel
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Wenzel »

http://oconomicus.wordpress.com/2014/03 ... oderation/

Offener Brief eines deutschen Oberstleutnant an Wladimir Putin .....

Manche Gedanken mögen dem "normalen" Mediennutzer fremd erscheinen, aber als Zukunftsperspektive sind diese durchaus möglich.

Insbesondere, wenn man jetzt daran denkt, daß unseren "lieben Westfreunde" Deutschland nach der missglückten grün-Energiewende von Rußland entfremden wollen um hier amerikanisch-kanadisches Gas verkaufen zu wollen
Pange, lingua, gloriosi corporis mysterium (Thomas von Aquin)
Westliche Wertegemeinschaft: Kinder- und Alten-Euthanasie, Genderwahn, Homoterror, Abtreibung, Ökowahn, Überwachungsmonströsität, political correctness ....

Tritonus
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus »

Der Rechte Sektor hat, ukrainischen Zeitungsmeldungen zufolge, aus noch unklaren Gründen den Sturm auf das Parlament vorerst abgesagt, obwohl der Innenminister bisher nicht wie gefordert entlassen und vor ein Tribunal gestellt worden ist. Stattdessen wurde ein Untersuchungsausschuss eingerichtet.

Der Innenminister betreibt weiterhin wie gewohnt (d.h. über Facebook) seine Informationspolitik:
Der "Rechte Sektor" strapaziert die Geduld der Allgemeinheit

Der amtierende Innenminister Arsen Awakow fügte der Info-Spalte seiner Facebook-Seite ein Posting über den Konflikt mit der Bewegung "Rechter Sektor" wegen des Todes von Alexandr Musytschko (Sascha Belyj) hinzu.

Awakow warnt "die Marginalen", dass "die Geduld der Allgemeinheit nicht grenzenlos" sei. Weiterhin schreibt der Innenminister, dass man daraus, dass sie [d.h. der Rechte Sektor] mit der Waffe in der Hand in Kiew herumheulen statt in der Uniform ukrainischer Soldaten an den Straßensperren gegen die Separatisten zu stehen, erkennen könne, dass es sich bei ihnen um Verräter handele.

«Правый сектор» испытывает терпение общества
Исполняющий обязанности министра внутренних дел Арсен Аваков пополнил информационную ленту на странице в Facebook очередным постом о конфликте с движением «Правый сектор» из-за гибели Александра Музычки (Саши Белого).
Аваков предупреждает «маргиналов», что «терпение общества не безгранично». Далее и. о. главы МВД пишет, что тем, кто с оружием в руках воюет в центре Киева, а не в форме украинских военных на блокпостах с сепаратистами, стоит понять, что имя им — предатели.


( http://thekievtimes.ua/politics/34691- ... estva.html )
Den Leserkommentaren, soweit noch vorhanden, kann man entnehmen, dass viele Ukrainer die Rivalität zwischen den soeben noch Verbündeten mit einer speziellen Art von Humor nehmen und sie durchaus amüsant finden. Anspielungen in der Art "Hahnenkampf zwischen Gay [gemeint ist der Innenminister] und Rechtem Sektor" -- als ukrainisches/russisches Wortspiel: "Homoseks" gegen "PrawoSeks" -- erfreuen sich besonders großer Beliebtheit unter den Lesern.

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Quasinix
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Quasinix »

Kirchenjahr hat geschrieben:In der Uno-Vollversammlung stimmt die Welt für "egal":

Fünf Staaten aus den Top 10 der Weltbevölkerung:

China (mehr als 1,35 Mrd Menschen) - Nr. 1
Indien (mehr als 1,25 Mrd Menschen) - Nr. 2
Brasilien (ca. 200 Mio Menschen) - Nr 5.
Pakistan (ca. 200 Mio Menschen) - Nr. 6
Bangladesch (ca. 150 Mio Menschen) - Nr. 8

So funktioniert Demokratie: Liechtenstein hat das gleiche Gewicht wie China. Dabei würden die Chinesen in Liechtenstein in der Gesamtheit nicht mal einen Stehplatz bekommen. Wenige riskieren große Klappe und die Mehrheit der Menschheit muss das ausbaden.

Zumindest China und Indien sind so "schlau", und sitzen die Angelegenheit Krim aus. Sie sind zwar tendenziell auf der Seite Rußlands, möchten aber keine Volksabstimmungen in streitigen Terretorien.
Man ziehe noch die üblichen US-Satelliten ab, die aus Prinzip wie diese abstimmen - dann sieht die Bilanz noch magerer aus...
Haltet die Welt an, ich will aussteigen!

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Ewald Mrnka
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Ewald Mrnka »

Zu "Qualitätsmedien" und Journaille:

http://ef-magazin.de/214/3/28/5127-ru ... und-lesern
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Tritonus
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Registriert: Samstag 25. Juni 2011, 03:03

Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus »

Die heutige Hauptmeldung in den meisten ukrainischen Zeitungen:
Ashton verurteilt die Politik der Bewegung "Rechter Sektor"

Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Catherine Ashton verurteilte die Aktivisten des "Rechten Sektors" für ihre Aktionen am Gebäude der Werchowna Rada der Ukraine am 27. März. Sie wertete ihr Verhalten als "Druckausübung" und "Einschüchterung des Parlaments", die demokratischen Normen und Prinzipien nicht entspreche.

Catherine Ashton wandte sich an alle Parteien mit dem Aufruf, auf Gewalt sowie auf die Androhung von Gewaltanwendung zu verzichten. Sie schlug vor, die illegalen Waffen abzugeben, die sich noch in ihrem Besitz befinden.

Auch der Vorsitzende der Werchowna Rada, Alexandr Turtschinow, verurteilte die Druckausübung auf das Parlament und merkte an, dass gewaltsame Versuche, Einfluss auf die Arbeit der legitimen Regierungsorgane zu nehmen, einen destruktiven und destabilisierenden Charakter haben.
[...]

Эштон осудила политику движения «Правый сектор»
Верховный представитель Европейского Союза по иностранным делам и политике безопасности Кэтрин Эштон осудила активистов «Правого сектора» за действия возле стен Верховной Рады Украины вечером 27 марта. Она расценила их поведение как «давление» и «запугивание парламента», которое не соответствует демократическим нормам и принципам.
Кэтрин Эштон обратилась ко всем партиям с призывом воздержаться от насилия и угроз его применения. Она предложила сдать незаконно находящееся на руках оружие, которое у них еще остается.
Осудил давление на парламент и председатель Верховной Рады Александр Турчинов, отметив, что силовые попытки повлиять на работу легитимного органа власти носят деструктивный и дестабилизирующий характер. [...]


( http://thekievtimes.ua/politics/347559- ... ektor.html , Hervorhebung von mir )
Die erkennbare Reaktion der Leserschaft könnte man über weite Strecken mit dem Begriff "trotziger Galgenhumor" zusammenfassen. Die häufigsten Worte in den Kommentarspalten sind "Zynismus", "Verlogenheit" und "Heuchelei".

Thomas_de_Austria
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Thomas_de_Austria »

SWP hat geschrieben:
Die Ukrainer möchten keinen radikalen Präsidenten. Nach einer gemeinsamen Umfrage mehrerer Meinungsforschungsinstitute und dem sozialwissenschaftlichen Rasumkow-Zentrum darf der gemäßigt liberale Wirtschaftsmagnat Pjotr Poroschenko bei der Wahl am 25. Mai mit 24,9 Prozent der Stimmen rechnen. Weit abgeschlagen folgen Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko mit 8,9 Prozent und die frühere Regierungschefin Julia Timoschenko mit 8,2 Prozent.

Sergei Tigipko, der Kandidat der früher regierenden "Partei der Regionen", würde auf 7,9 Prozent der Stimmen kommen. Noch schlechter schneiden prorussische Bewerber ab: Der für seine Anti-Maidan-Sprüche berüchtigte Ex-Gouverneur von Charkow, Michail Dobkin, muss sich bislang mit 4,2 Prozent der Stimmen zufrieden geben, Kommunistenführer Pjotr Simonjenk mit 3,9 Prozent.

Am blamabelsten aber sind die Umfragewerte der Rechtsradikalen: Oleg Tjagnibok, Führer der nationalpopulistischen "Freiheits"-Partei kommt auf 1,7 Prozent, Dmitri Jarosch, Kandidat der nationalistischen Kampforganisation "Rechter Sektor" auf 0, 9 Prozent.

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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn »

http://german.ruvr.ru/2014_03_29/Gesund ... ieder-8271

Dazu habe ich beim Fratzenbuch folgendes geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Statt einer Präsidentschaftswahl sei es sinnvoll, in der Ukraine einen Volksentscheid über die Föderalisierung des Landes durchzuführen, schlug der gestürzte Präsident Viktor Janukowitsch in einer Botschaft an das Volk der Ukraine vor. Recht hat er, ich selber trete seit langem dafür ein. Nur warum hat Janukowitsch nichts davon umgesetzt, solange er noch konnte?

Sicher, jetzt braucht er keinen Oligarchen mehr zu dienen. Das aber ist eben der Unterschied: Lukaschenko hat die Oligarchenbrut schon im Jungtierstadium ausgerottet; Putin hatte es mit adulten Exemplaren zu tun, aber er hat ihnen die Reißzähne ausgebrochen und sie gezähmt. Janukowitsch dagegen hat es nicht einmal versucht.

Geholfen hat es ihm nicht, er mußte gehen, die Oligarchen bleiben, ja sie sind sogar unmittelbarer an der Macht denn je. Es scheint, man habe jetzt – nachdem mit Jazenjuk kein Blumentopf zu gewinnen ist – Poroschenko als neuen Präsidenten auserkoren, einen aus dem innern Kreis der Oligarchen selber.

Poroschenko schwamm immer oben auf, in den verschiedensten politischen Ämtern, bald für diese, bald für jene Partei. Ursprünglich stammt er aus dem Stall der ukrainischen Oligarchenpartei schlechthin, der „Sozialdemokraten“ um Medwedtschuk und die Brüder Surkis (ja, die sind immer noch in der Sozialistischen Internationale, und der Ukrainer ist immer der einzige, der zu den internationalen Treffen mit ’nem Privatflieger anreist).
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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