Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

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Peregrin
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Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Peregrin » Mittwoch 19. März 2014, 22:18

Fortsetzung von hier.

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lifestylekatholik
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 19. März 2014, 22:55

Ilija hat geschrieben:empfand es nur als Gerecht!
Jeder Hassprediger empfindet seine Hasspredigten als gerecht, das ist gar nicht die Frage. Ich hätte dazu auch nichts gesagt, wenn du dich nicht selber als Unschuldslämmchen präsentiert hättest.

Du hast – die Belege habe ich gebracht – die Forenteilnehmer, die deine Meinung beim Thema Ukraine nicht teilen, als Idioten, Nationalisten und Faschisten verunglimpft und ihnen nahegelegt, das Land zu verlassen. Du hast den russischen Präsidenten als Diktator und »Führer« beschimpft und ihn noch mit weiteren solchen Ehrentiteln bedacht. Du hast dich für eine militärische Eskalation in der Ukraine durch die NATO ausgesprochen.

Das kannst du natürlich alles machen. Aber eines geht dann nicht mehr – dass du hier das Rührstück vom missverstandenen Friedensengel gibst. Du bist wie auch andere in diesem Strang ein gewöhnlicher Scharfmacher.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Tritonus
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus » Donnerstag 20. März 2014, 01:05

Yeti hat geschrieben:Hier auch, in diesem Fall Viktor Jerofejew:
Die euphorische Stimmung in seiner Heimat schildert der direkt aus Moskau angereiste Schriftsteller in finstersten Farben. Niemals hätten die nationalen Medien derart schamlos indoktriniert und gelogen wie jetzt, das stelle sogar die Sowjetpropaganda während der Kuba-Krise oder der Niederschlagung des Prager Frühlings in den Schatten. (...) Angesichts der verbreiteten Euphorie werde ihm das eigene Volk unheimlich. Die Russen seien politisch naive, nette Leute, aber die Hälfte von ihnen finde Stalin gut - dagegen seien die Ukrainer gefeit. Abgesehen von rund fünfzehn Prozent europäisch denkender Russen, lebten die meisten seiner Landsleute anthropologisch im zwanzigsten, neunzehnten oder gar noch früheren Jahrhunderten.
Da hat man sich ja genau den richtigen Interviewpartner herausgesucht. Auf der Suche nach möglichst "russischen" Kronzeugen für das längst vorgefasste eigene Urteil ist man sich nicht zu schade, selbst vollkommen gescheiterte Existenzen zu recyceln, die in Russland schon lange niemand mehr ernst nimmt, und "den direkt aus Moskau angereisten Schriftsteller" hier nochmal vor das Mikrofon zu zerren. Und der debilste Teil der deutschen Leserschaft jubelt über die vermeintlichen Insider-Einblicke, die er über Russland erhält (und im Grunde immer schon wusste), die in Wirklichkeit nur Ergüsse eines seit Jahren Delirierenden sind.

Einige sehr kurze Auszüge aus Jerofejews Buch "Enzyklopädie der russischen Seele". Mehr braucht man eigentlich kaum zu lesen, denn jetzt kennt man schon so gut wie das ganze Buch. (Und nein, das Folgende ist keine Ironie):
Die Russen muss man mit dem Stock schlagen.
Die Russen muss man erschießen.
Die Russen muss man an die Wand schmieren.
[...]
Man hat die Russen nämlich aus ästhetischen Gründen nicht in die NATO aufgenommen, weil sie nicht durch die Gesichtskontrolle kamen.
[...]
Ein Behinderter ruft bei den Russen Lachkrämpfe und Bosheit hervor sowie den Wunsch, ihn zu töten.

Русских надо бить палкой.
Русских надо расстреливать.
Русских надо размазывать по стене.
[...]
Русских не взяли в НАТО именно по эстетическим соображениям, как не прошедших face control.
[...]
Инвалид вызывает у русских спазм смеха, злобу и желание прикончить.


Online: http://lib.ru/EROFEEW_WI/encyclopedia.txt
Ansonsten werden Leute wie Jerofejew immer dann rausgeholt und nach Deutschland verfrachtet, wenn deutsche Zeitungen etwas über "russische oppositionelle Künstler", d.h. über Pussy Riot schreiben wollen. (z.B. http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 5657.html)

Und zu dem, was Du da zitierst: Das Wort von der "Sowjetpropaganda" habe ich in den letzten Tagen ziemlich oft gehört und gelesen, zum Teil auch von Leuten, von denen ich das nie erwartet hätte. Er betraf aber die deutsche Medienlandschaft.

Tritonus
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus » Donnerstag 20. März 2014, 03:09

Die Ukraine tritt aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten aus und führt die Visapflicht für russische Staatsbürger ein, nachdem ihr von Seiten der EU Visaerleichterungen versprochen wurden:
Die Ukraine wird aus der GUS austreten

Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hat beschlossen, die Prozedur zum Austritt aus der GUS zu beginnen. Darüber informierte der Sekretär des RNBO, Andrej Parubij, während eines Briefings in der Werchowna Rada.

Украина выходит из СНГ
Совет национальной безопасности и обороны Украины принял решение о начале процедуры выхода из Содружества независимых государств. Об этом на брифинге в Верховной Раде Украины заявил секретарь СНБО Андрей Парубий.

( http://obozrevatel.com/politics/36918-u ... iz-sng.htm )
Die Ukraine führt das Visumsverfahren mit Russland ein

Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hat beschlossen, das Visumsverfahren mit der Russischen Föderation einzuführen. Darüber informierte der Sekretär des RNBO, Andrej Parubij, während eines Briefings in der Werchowna Rada.

Украина вводит визовый режим с Россией
Совет национальной безопасности и обороны Украины принял решение ввести визовый режим с Российской Федерацией. Об этом на брифинге в Верховной Раде Украины заявил секретарь СНБО Андрей Парубий.

( http://obozrevatel.com/politics/6498-s ... ossiej.htm )
Typische Leserkommentare in verschiedenen Zeitungen unter dieser Nachricht:

"Das ist eine gute Nachricht! Für die Tadschiken. Ihre größten Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt, die Ukrainer, wird man bald nicht mehr ohne Visum nach Russland lassen." oder
"Endlich kommen die zwei Millionen, die in Russland arbeiten, wieder zurück in die Heimat."

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Ewald Mrnka
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Ewald Mrnka » Donnerstag 20. März 2014, 07:17

Den Marsch von Frau Merkel begonnen,
Im Blauhemd der eFDeJot.
Vollenden die bunten Kolonnen
das Menschenbeglückungs-Gebot!

Von Finnland bis zum Schwarzen Meer:
Vorwärts! Vorwärts!
Vorwärts nach Osten, du schwules Heer!
Gay-Pride das Ziel, Cola und Bier!
Merkel, befiehl – wir folgen dir!

Die Schimpfkanonade nach Osten,
Ins russische Land hinein.
Journalist_innen, auf eure Posten!
Der Sieg wird unser sein!

Von Finnland bis zum Schwarzen Meer:
Vorwärts! Vorwärts!
Vorwärts nach Osten, du schwules Heer!
Gay-Pride das Ziel, Cola und Bier!
Merkel, befiehl – wir folgen dir!
Quelle:
http://eulenfurz.wordpress.com/214/3/19/ruslandlied/
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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holzi
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von holzi » Donnerstag 20. März 2014, 07:58

Böse, aber nicht unzutreffend!
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

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asderrix
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von asderrix » Donnerstag 20. März 2014, 08:07

holzi hat geschrieben:Böse, aber nicht unzutreffend!
Was daran treffend sein soll, außer dass der Autor einen gewaltigen Treffer hat, weiß ich nicht.

Ich möchte noch einmal den mit Abstand besten Beitrag des vorhergehenden Stranges hierher kopieren:
Lupus hat geschrieben:Gut, dass heute das Hochfest des hl. Joseph, Patricius Christi und Schutzpatrons der Kirche gefeiert wird;

denn ich habe, lieber Robert, am gestrigen Tag mich fast verschluckt beim Lesen Deiner roten Anmerkungen und Diskussionsbeiträge zum Thema dieses Threads.
Da lese ich um 16 Uhr 28: "Biermeier (gemeint ist wohl Roland Noé) betreibt im übrigen übelste Ustascha- Propaganda, wie die ganze Paneuropasekte. Pfui Teufel."
SICHER HAST DU DAS DEM MANNE SELBER ZUGESCHICKT?!
Dann lese ich kurz danach um 16:35: "Aberwitzige Hasspropaganda, die im 18. Jhdt stecken geblieben ist."
ABER DU LEBST SCHON UNTER UNS IM 21.?
Schließlich weiß ich noch nicht so ganz genau, ob ich mir folgende Bemerkung von 17 Uhr 16 an das eigene Revers stecken muss, oder ob Du noch mal Gnade vor Recht walten lässest: "Für kommunikationsunfähige Kretins ist dieses Forum nicht geeignet."

Darf ich trotzdem weiterhin wenigstens mitlesen, was so mancher gläubige Katholik hier zur Diskussion beiträgt?
Wenn nicht, dann sag´s mir und ich... na ja!...

Heiliger Joseph, bitte für uns!

+Lupus
Lieber Lupus es tröstet mich, dass ich nicht der einzige bin, der traurig sieht wie hier ein Enkel Stalins seine machtpolitischen Spielchen treibt und von der Masse der Gegen-er, gehuldigt wird.
Wie ich schon schrieb, die Anderen, wer immer das ist, sind nicht besser, --- aber halt auch nicht schlechter und die Art wie hier von Ewald, Robert und Co. über die von Gott eingesetzte Regierung geschrieben/dacht wird, ...............................
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!

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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 20. März 2014, 08:25

Tritonus hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:Hier auch, in diesem Fall Viktor Jerofejew …
Da hat man sich ja genau den richtigen Interviewpartner heraus-
gesucht. … Einige sehr kurze Auszüge aus Jerofejews Buch "Enzy-
klopädie der russischen Seele". …
Die Russen muss man …
Übrigens ist Jerofejew kein Russe.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Anno Nühm
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Anno Nühm » Donnerstag 20. März 2014, 08:26

Dass die USA rücksichtslos ihre Interessen durchsetzen, ist nichts Neues. Dass Russland entschlossen handelt, wenn sein unmittelbares Nachbarland unter den direkten Einfluss der NATO zu geraten droht, ist selbstverständlich.

Die mittel- und westeuropäischen Staaten glauben, man müsse sich als Europäer zwischen den USA und Russland entscheiden, und haben ihre Wahl getroffen. Ebenso meinen sie, die Ukraine könne sich nur dem Westen, der EU einerseits oder Russland andrerseits anschließen. Diese Ansicht teilen die USA sicherlich, Russland vielleicht, vielleicht nicht, ich weiß es nicht.

Wenn wir vernünftig wären, ließen wir jene dreihundertzehn, dreihundertzwanzig Millionen Leute auf der anderen Seite des Atlantiks sitzen, ließen diese hundertvierzig Millionen in unserem Nordosten sitzen, ließen beide in Frieden, solange sie uns in Frieden lassen, trieben mit beiden Handel und arbeiteten mit beiden zusammen, wo sie sinnvolle und gerechte Ziele verfolgen.

Piusderdritte
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Piusderdritte » Donnerstag 20. März 2014, 08:52

hier ein Video von den Leuten die von "unserer Regierung" unterstützt werden:

https://www.youtube.com/watch?v=zRy4_1OLe9M
19 März 214, die Stadt Nemiriw in der Ukraine. Rechtsextremistischer "Rechter Sektor" überfällt und plündert die Produktionswerke des Wodka-Herrstellers "Nemiroff" aus. Die Polizei sieht dabei hilflos zu, Faschisten haben nun die Macht dank der Hilfe von USA/EU!
Dieses Video von Beginn an des Angriffs auf Nemiroff Produktionswerke
:kotz:
"Katholische Haus- und Schulbibel" (aus1928) von Paul Bergmann, ist eine sehr gute Zusammenfassung der Bibel! Sollte jeder Katholik mal gelesen haben. Verständlich geschrieben und schnell durchgelesen!

Fragesteller
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Fragesteller » Donnerstag 20. März 2014, 09:46

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Tritonus hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:Hier auch, in diesem Fall Viktor Jerofejew …
Da hat man sich ja genau den richtigen Interviewpartner heraus-
gesucht. … Einige sehr kurze Auszüge aus Jerofejews Buch "Enzy-
klopädie der russischen Seele". …
Die Russen muss man …
Übrigens ist Jerofejew kein Russe.
Jewrej?

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lutherbeck
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von lutherbeck » Donnerstag 20. März 2014, 09:48

Putin will mehr als die kleine Krim - er hat bereits neue Pläne:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 241,d.Yms

Wie lange wird man da wohl noch tatenlos zusehen?

:|
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Ilija
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Ilija » Donnerstag 20. März 2014, 09:50

lifestylekatholik hat geschrieben:
Ilija hat geschrieben:empfand es nur als Gerecht!
Jeder Hassprediger empfindet seine Hasspredigten als gerecht, das ist gar nicht die Frage. Ich hätte dazu auch nichts gesagt, wenn du dich nicht selber als Unschuldslämmchen präsentiert hättest.

Du hast – die Belege habe ich gebracht – die Forenteilnehmer, die deine Meinung beim Thema Ukraine nicht teilen, als Idioten, Nationalisten und Faschisten verunglimpft und ihnen nahegelegt, das Land zu verlassen. Du hast den russischen Präsidenten als Diktator und »Führer« beschimpft und ihn noch mit weiteren solchen Ehrentiteln bedacht. Du hast dich für eine militärische Eskalation in der Ukraine durch die NATO ausgesprochen.

Das kannst du natürlich alles machen. Aber eines geht dann nicht mehr – dass du hier das Rührstück vom missverstandenen Friedensengel gibst. Du bist wie auch andere in diesem Strang ein gewöhnlicher Scharfmacher.
y
Es stimmt wohl! Leider habe ich mich auf ein gewisses Niveau heruntergelassen und bin somit auch ein Scharfmacher! Gott sei Dank sind unsere EU oder USA Oberhäupter nicht wie wir hier! Ich verstehe die Parteinahme Putins wirklich nicht.Mag der Westen viele Fehler haben aber DaS ist hier immer noch Liebenswerter als unter solchen Bedingungen wie z.b in Russland

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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Fragesteller » Donnerstag 20. März 2014, 09:51

asderrix hat geschrieben: Wie ich schon schrieb, die Anderen, wer immer das ist, sind nicht besser, --- aber halt auch nicht schlechter
Dann solltest Du diese Erkenntnis so umsetzen, dass Du Deine Skepsis gleichmäßig auf alle hier Schreibenden verteilst, nicht nur auf die Russsenfreunde.
asderrix hat geschrieben:und die Art wie hier von Ewald, Robert und Co. über die von Gott eingesetzte Regierung geschrieben/dacht wird, ...............................
Zu Gehorsam sind wir verpflichtet. Zu positivem Schreiben oder gar Denken keinesfalls.

Fragesteller
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Fragesteller » Donnerstag 20. März 2014, 09:51

lutherbeck hat geschrieben:Putin will mehr als die kleine Krim - er hat bereits neue Pläne:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 241,d.Yms

Wie lange wird man da wohl noch tatenlos zusehen?

:|
Was für "Taten" schlägst Du denn vor?

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Ilija
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Ilija » Donnerstag 20. März 2014, 09:52

asderrix hat geschrieben:
holzi hat geschrieben:Böse, aber nicht unzutreffend!
Was daran treffend sein soll, außer dass der Autor einen gewaltigen Treffer hat, weiß ich nicht.

Ich möchte noch einmal den mit Abstand besten Beitrag des vorhergehenden Stranges hierher kopieren:
Lupus hat geschrieben:Gut, dass heute das Hochfest des hl. Joseph, Patricius Christi und Schutzpatrons der Kirche gefeiert wird;

denn ich habe, lieber Robert, am gestrigen Tag mich fast verschluckt beim Lesen Deiner roten Anmerkungen und Diskussionsbeiträge zum Thema dieses Threads.
Da lese ich um 16 Uhr 28: "Biermeier (gemeint ist wohl Roland Noé) betreibt im übrigen übelste Ustascha- Propaganda, wie die ganze Paneuropasekte. Pfui Teufel."
SICHER HAST DU DAS DEM MANNE SELBER ZUGESCHICKT?!
Dann lese ich kurz danach um 16:35: "Aberwitzige Hasspropaganda, die im 18. Jhdt stecken geblieben ist."
ABER DU LEBST SCHON UNTER UNS IM 21.?
Schließlich weiß ich noch nicht so ganz genau, ob ich mir folgende Bemerkung von 17 Uhr 16 an das eigene Revers stecken muss, oder ob Du noch mal Gnade vor Recht walten lässest: "Für kommunikationsunfähige Kretins ist dieses Forum nicht geeignet."

Darf ich trotzdem weiterhin wenigstens mitlesen, was so mancher gläubige Katholik hier zur Diskussion beiträgt?
Wenn nicht, dann sag´s mir und ich... na ja!...

Heiliger Joseph, bitte für uns!

+Lupus
Lieber Lupus es tröstet mich, dass ich nicht der einzige bin, der traurig sieht wie hier ein Enkel Stalins seine machtpolitischen Spielchen treibt und von der Masse der Gegen-er, gehuldigt wird.
Wie ich schon schrieb, die Anderen, wer immer das ist, sind nicht besser, --- aber halt auch nicht schlechter und die Art wie hier von Ewald, Robert und Co. über die von Gott eingesetzte Regierung geschrieben/dacht wird, ...............................
Dem schließe ich mich an! Danke an euch beiden.

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lutherbeck
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von lutherbeck » Donnerstag 20. März 2014, 10:04

Fragesteller hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Putin will mehr als die kleine Krim - er hat bereits neue Pläne:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 241,d.Yms

Wie lange wird man da wohl noch tatenlos zusehen?

:|
Was für "Taten" schlägst Du denn vor?
ICH schlage gar nichts vor - ich sehe nur voller Sorge in die Zukunft...
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 20. März 2014, 10:19

Fragesteller hat geschrieben:Jewrej?
Конечно.
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rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Thomas_de_Austria
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Thomas_de_Austria » Donnerstag 20. März 2014, 10:21

holzi hat geschrieben:Böse, aber nicht unzutreffend!

Blogger hat geschrieben:Sturmgeschwätz der Demokratie

[…]
Was in der Ukraine nämlich auf dem Spiel steht, ist weit mehr als die Frage von Demokratie und pipapo, für die sich ja auch sonst keiner interessiert. Und so demonstriert der schwedische Außenminister nicht nur hohe Kompetenz in Sachen neue Medien, sonder vor allem aktive Beherrschung des machtbesoffenen Carl-Schmittschen geopolitischen Großraumgequatsches, wenn er als Reaktion auf eine Polizeiaktion bei der Barrikaden abgeräumt werden, folgendes „tweetet“: „Eurasien gegen Europa heute auf den Straßen von Kiew. Staatsmacht gegen das Volk, Repression statt Reformen“. Die Fronten sind klar: Zivilisation gegen Barbarei, ein Boxer gegen Lenin, Westen gegen Russland kurz: eben Europa gegen die slawischen Horden, aka: Eurasien.
Man kann, ja sollte, das eklig finden. Aber das politische Personal, das sich hier echauffiert, hat nun mal einen Job zu machen, und zwar für das heimische Kapital. Und da fragt man sich nur, ob das nicht zumindest wortkarger, weniger die Auffassungsgabe des Publikums vermüllender, geht. Schlimmer als das ist allerdings: die Presse. Der Spiegel z.B. tut, wozu sein Name ihn verflucht, nämlich den grenzdebilen Blödsinn der in ihn hineingrient, völlig unbearbeitet: zu reflektieren.
[…]
Man wünscht sich, dass der Korrepondent, der dies zusammengeschustert, wie auch der Redakeur, der es abgenickt hat, bei ihrer eigenen kleinen Operation Blablarossa in diesem Sumpf steckenbleiben, festfrieren, und als Mahnmal für künftige Generationen dort stehen bleiben.


---
asderix hat geschrieben:[…] aber halt auch nicht schlechter und die Art wie hier von Ewald, Robert und Co. über die von Gott eingesetzte Regierung geschrieben/dacht wird,


Von welchem Gott denn? Mammon?

Was denn für eine Regierung? Potestas, die (rechtliche Voll-)Macht. Dabei würde ich auch zwischen Institution mit Organisation und Funktion und den konkreten, über gewisse Verfahren bestimmte Organenwaltern unterscheiden. Und wo wir gerade bei rechtlicher Vollmacht sind: Die ist bei denen in Kiew mehr als fragwürdig.

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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 20. März 2014, 10:33

lutherbeck hat geschrieben:Putin will mehr als die kleine Krim - er hat bereits neue Pläne:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 241,d.Yms

Wie lange wird man da wohl noch tatenlos zusehen?

:|
Sag mal, redest du hier einem Krieg um Rohstoffe das Wort? – Informier dich mal über die Völkerrechtsregeln dazu, auf die man sich verständigt hat, um genau so etwas auszuschließen.
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 20. März 2014, 10:38

Слава Україні!
Die neue Nationalgarde der demokratischen Ukraine (ehemals Prawyj Sektor) befreit die Wodkafabrik „Nemiroff“
(in Nemirow, Oblast Winniza).



Ja, wo sind denn die Pullen? (Die Flaschen sind ja nicht zu übersehen.)
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 20. März 2014, 10:47

Слава Україні! – Смерть пляшкам!
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Piusderdritte » Donnerstag 20. März 2014, 11:03

Vielleicht sollten wir uns mal über die Person Nikita Chruschtschow informieren.

Der hat ja diese Insel der Ukraine zugeschlagen, obwohl sie in der Geschichte der Ukraine noch nie zur Ukraine gehört hat.

Vielleicht kann Ilija mal eine Stellungnahme abgeben, zu den großartigen Taten dieses Führes der UdSSR! ;D
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von lutherbeck » Donnerstag 20. März 2014, 11:52

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Putin will mehr als die kleine Krim - er hat bereits neue Pläne:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 241,d.Yms

Wie lange wird man da wohl noch tatenlos zusehen?

:|
Sag mal, redest du hier einem Krieg um Rohstoffe das Wort? – Informier dich mal über die Völkerrechtsregeln dazu, auf die man sich verständigt hat, um genau so etwas auszuschließen.
Ich rede niemals einem Krieg das Wort - ich denke aber, dass Wladimir mit allen Mitteln versuchen wird, den größten Teil des Kuchens frech für sich herauszuschneiden,
denn Russland hat ja selbst keine große funktionierende Wirtschaft,
sondern ist eben nur ein großer Rohstofflieferant für andere...

Und der Westen wird daher,
in einer wie auch immer gearteten Appeasement-Politik,
so lange um Wladimir herumeiern,
bis er irgendwann evtl. doch die Nase voll hat...

:roll:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

Paulus Minor
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Paulus Minor » Donnerstag 20. März 2014, 11:57

Als Laie, der weder über die Ukraine noch über Russland viel weiß, wundert man sich doch über das sogenannte Referendum, das anscheinend als Feigenblatt für die russische Annexion der Krim dienen soll.

Die Bevölkerung der Krim besteht zu ca. 59% aus Russen, 25 % aus Ukrainern und zu 12 % aus Krimtataren (die kleineren Ethnien mal unberücksichtigt). Bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % haben 96,77 % für das Referendum gestimmt.

Ist es glaubhaft, dass Ukrainer und Krimtataren in nennenswertem Umfang für den Anschluss an Russland gestimmt haben? Es hätte doch gereicht, wenn man verkündet hätte, 60 % hätten für den Anschluss gestimmt. Die 96,77 % erinnern einen doch sehr fatal an die "Wahlergebnisse" zu Sowjetzeiten ...

Der Abstimmungszettel für das Referendum sah kein Kästchen für die Beibehaltung des Status Quo vor. Denen, die einen Verbleib bei der Ukraine unter den bisherigen Bedingungen vorgezogen hätten, war keine Möglichkeit gegeben, ihrer Auffassung Ausdruck zu verleihen.

Und in welcher Stimmung mögen die Bürger der Krim, die nicht für einen Anschluss waren, gewesen sein, wo seit geraumer Zeit als "prorussische Selbstverteidigungskräfte" getarnte russische Soldaten mit schussbereiten Waffen durch die Straßen und Gassen streiften.

Fragesteller
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Fragesteller » Donnerstag 20. März 2014, 12:30

Paulus Minor hat geschrieben:Als Laie, der weder über die Ukraine noch über Russland viel weiß, wundert man sich doch über das sogenannte Referendum, das anscheinend als Feigenblatt für die russische Annexion der Krim dienen soll.

Die Bevölkerung der Krim besteht zu ca. 59% aus Russen, 25 % aus Ukrainern und zu 12 % aus Krimtataren (die kleineren Ethnien mal unberücksichtigt). Bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % haben 96,77 % für das Referendum gestimmt.

Ist es glaubhaft, dass Ukrainer und Krimtataren in nennenswertem Umfang für den Anschluss an Russland gestimmt haben? Es hätte doch gereicht, wenn man verkündet hätte, 60 % hätten für den Anschluss gestimmt. Die 96,77 % erinnern einen doch sehr fatal an die "Wahlergebnisse" zu Sowjetzeiten ... [...]
Und in welcher Stimmung mögen die Bürger der Krim, die nicht für einen Anschluss waren, gewesen sein, wo seit geraumer Zeit als "prorussische Selbstverteidigungskräfte" getarnte russische Soldaten mit schussbereiten Waffen durch die Straßen und Gassen streiften.

1. Die kleineren Ethnien haben zum Boykott des Referendums aufgerufen. Unter den 17%, die nicht abgestimmt haben, dürften überproportional viele Ukrainer und Tataren gewesen sein.
2. Irgendwo hier war zu lesen, dass (generell in der Ukraine) die Statistiken bezüglich der Zahl der "Ukrainer" geschönt seien. In vielen Fällen dürfte es ja auch gar keinen ethnische-, sondern eine Gesinnungsfrage sein - fragt man aus ethnischem Blickwinkel, muss also auch ohne weitere Verfälschung ein fragwürdiges Ergebnis herauskommen. Wenn im gegenwärtigen, 2010 gewählten Parlament der Krimrepublik die prorussische Partei der Regionen 80% hat (und auch einige von den kleineren Parteien scheinen prorussische zu sein), dann spricht das für ganz andere statitische Verhältnisse.
3. Wenn aber der gegenwärtige Übergangspremier trotz dieser klaren Mehrheit nicht von der PdR, sondern von einer ebenfalls prorussischen 3%-Partei gestellt wird, sollte das misstrauisch machen. Ich denke: eine wirklich saubere Abstimmung ist unter den gegenwärtigen faustrechtlichen Verhältnissen nicht möglich. Im Kiewer Parlament aber eben auch nicht.

Tritonus
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus » Donnerstag 20. März 2014, 13:20

Paulus Minor hat geschrieben:Die Bevölkerung der Krim besteht zu ca. 59% aus Russen, 25 % aus Ukrainern und zu 12 % aus Krimtataren (die kleineren Ethnien mal unberücksichtigt). Bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % haben 96,77 % für das Referendum gestimmt.

Ist es glaubhaft, dass Ukrainer und Krimtataren in nennenswertem Umfang für den Anschluss an Russland gestimmt haben? Es hätte doch gereicht, wenn man verkündet hätte, 6 % hätten für den Anschluss gestimmt. Die 96,77 % erinnern einen doch sehr fatal an die "Wahlergebnisse" zu Sowjetzeiten ...
Im Gegensatz zu dem, was uns hier verkündet wird, hat zwar ein Teil der Krimtataren und Ukrainer das Referendum boykottiert. (Das ist ihr gutes Recht.) Von denen, die teilnahmen, hat aber tatsächlich ein großer Teil für das Referendum gestimmt.

Krimtataren & Co sind, was ihre schweigende Mehrheit angeht, alles andere als Idioten. Wenn man die unmittelbare Aussicht auf eine sehr deutliche Steigerung des Lebensstandards hat, wird man diese Gelegenheit beim Schopf ergreifen. Wenn man die Gelegenheit hat, neben Russisch auch Ukrainisch und Tatarisch als regionale Amtssprache einzuführen (und auch sicher zu behalten), wird man das tun.

Meldungen in der regionalen Presse im Vorfeld des Referendums wie "Tatarstan [das ist eine Autonome Republik innerhalb der Russischen Föderation mit mehrheitlich tatarischer Bevölkerung] wird ab Mai eine Direktflugverbindung nach Simferopol einrichten" ( http://sevastopol.su/world.php?id=58956 ) oder "Die Krim und Tatarstan unterzeichneten eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit" ( http://sevastopol.su/world.php?id=58276 ) oder "Der Präsident von Tatarstan kam auf die Krim" ( http://sevastopol.su/news.php?id=58228 ) usw. usw. zeugen von intensiven Bemühungen und ließen die Tataren auf der Krim keineswegs unbeeindruckt. Im Vorfeld des Referendums fanden intensive Gespräche zwischen hochrangigen Vertretern der Krimtataren und Vertretern der RF statt.

Zu den Ukrainern: Man vergisst schnell, dass schon im Februar große Teile der auf der Krim befindlichen ukrainischen Soldaten zur AR Krim "übergelaufen" waren, darunter auch solche von höchstem Rang. Ob das vorrangig wirtschaftliche oder politische Gründe hatte, darüber kann man streiten. Einige hohe Offiziere haben jedenfalls damals in Interviews erklärt, dass sie die derzeitige "Regierung" in Kiew nicht als rechtmäßig anerkennen und einer Junta nicht dienen werden. Ganz ähnlich wird es vielen auf der Halbinsel lebenden Ukrainern gehen.

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Ewald Mrnka
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Ewald Mrnka » Donnerstag 20. März 2014, 13:34

lutherbeck hat geschrieben:
Fragesteller hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Putin will mehr als die kleine Krim - er hat bereits neue Pläne:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 241,d.Yms

Wie lange wird man da wohl noch tatenlos zusehen?

:|
Was für "Taten" schlägst Du denn vor?
ICH schlage gar nichts vor - ich sehe nur voller Sorge in die Zukunft...
Natürlich ist der Weltfrieden gefährdet, solange Russland die US-Bodenschätze (die sich leider auf russichem Territorium befinden) nicht freiwillig herausrückt.

Putin der Schreckliche ist ähnlich unbelehrbar und stiernackig wie weiland Saddam Hussein & Muammar al-Gaddafi - leider ist Russland aber eine größere Auster, die sich nicht so leicht über den Schnabel nehmen läßt.

Ja, ja, es ist eben zu wenig Liebe unter den Menschen...................... :breitgrins:
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Robert Ketelhohn
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 20. März 2014, 14:01

1. 97 % der Bevölkerung der Krim bevorzugen im Alltag die russische Sprache (Erhebung von 2005), also auch die ganz überwiegende Mehrheit der „ethnischen Ukrainer“ und der Tataren.

2. Nur 10 % der Bevölkerung der Krim bezeichnen sich als ukrainische Muttersprachler, also 2/5 der angeblichen „ethnischen Ukrainer“ – mutmaßlich vor allem aus den westlichen Teilen der Ukraine Zugezogene. 60 % der „ethnischen Ukrainer“ unterscheiden sich ethnisch von den „ethnischen Russen“ überhaupt nicht; die Differenz liegt lediglich darin, ob die Vorfahren irgendwann mal von diesseits oder jenseits der reichlich zufällig gezogenen Grenze stammten.

3. Von den Tataren bezeichnen sich immerhin 94 % als tatarische Muttersprachler; angesichts der Zahlen zur bevorzugten Alltagssprache und zweier Generationen in der Verbannung kann man vermuten, daß bei einem nicht unwesentlichen Teil da der Wunsch die tatsächliche Kompetenz überwiegt – doch auch das sagt etwas über das Selbstverständnis aus.

4. Die übrigen nationalen Minderheiten sind als weitestgehend russisch sozialisiert anzusehen.

5. Bei der Parlamentswahl 2012 betrug die Wahlbeteiligung auf der Krim etwas unter 50 %. Diesmal war der Mobilisierungsgrad also sehr hoch. Selbst wenn man aber bei den Befürwortern eines Anschlusses an Rußland eine deutlich überdurchschnittliche Wahlbeteiligung annehmen kann, wäre es angesichts der denkbar geringen Wahlbeteiligung bei früheren Wahlen und generellen Erfahrungen mit Wahlbeteiligungen auch in andern Ländern völlig unrealistisch, für die „Russophilen“ eine Beteiligung von über 90 % anzunehmen.

Das wären also 59 % (Russen) + 15 % (russischsprachige Ukrainer) + 4 % (sonstige Nationalitäten) = 78 %, davon 90 %, macht 70 % der Wahlberechtigten. Die restlichen 13 % Beteiligung müssen von Tataren und Westukrainern gekommen sein. Das würde etwa 15,6 % der abgegebenen Stimmen ausmachen. Die Stimmen der „Russophilen“ trügen zum Abstimmungsergebnis 84,3 % bei, wenn sie ausnahmslos für den Beitritt gestimmt hätten. In diesem Fall müßte eine große Mehrheit auch dieser Gruppe abstimmender Westukrainer und Tataren – nämlich 12,4 von jenen 15,6 Prozentpunkten, mithin vier Fünftel – für Rußland gestimmt haben.

Bleiben die Nichtwähler und Boykotteure, ungefähr 17 % aller Wahlberechtigten. Wir hatten 10 % der „Russophilen“ als Nichtwähler angesetzt, das sind 7,8 % der Wahlberechtigten. Die restlichen 9,2 % würden dann also Tataren und Westukrainer stellen.

Den Rest mag jemand anders weiterberechnen, falls Bedarf besteht. Jedenfalls war die Boykottquote bei den Tataren deutlich höher als bei den Westukrainern. Es ergibt sich aber in jedem Fall, daß selbst bei den Tataren ein erklecklicher Anteil für Rußland gestimmt haben muß.
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Ilija
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Ilija » Donnerstag 20. März 2014, 14:13

Piusderdritte hat geschrieben:Vielleicht sollten wir uns mal über die Person Nikita Chruschtschow informieren.

Der hat ja diese Insel der Ukraine zugeschlagen, obwohl sie in der Geschichte der Ukraine noch nie zur Ukraine gehört hat.

Vielleicht kann Ilija mal eine Stellungnahme abgeben, zu den großartigen Taten dieses Führes der UdSSR! ;D
Was für ein Problem hast du? Das Problem ist doch gar nach nicht die Krim! Ob es früher nie zur Ukraine gehörte, spielt doch keine Rolle und außerdem gehörte die Ukraine damals auch zum russischen Reich und da es keine Grenzen hatte spielt es heute keine Rolle! Die Wahrheit ist das der großartige Sowjetische Führer die Krim ans Festland gebunden hat und der Ukraine gegeben hat und seitdem ist ein Teil der Ukraine. Entschuldige das ich dir die Frage stelle, hast du zuviel Votka intus, weil du mich immer Provozieren möchtest? Ich bin gegen Nazis, egal wo sie leben aber ich erkenne die Selbstbestimmung eines jeden Staats an wohin es möchte, egal ob EU oder Eurasische Union! Dasder Russland seine Interssen hat stort mich nicbt a er Mich stört das WIE!lg und bleib Locker...

Fragesteller
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Fragesteller » Donnerstag 20. März 2014, 14:24

@ Robert: Hältst du diese Werte für glaubhaft? (Ich wollte mit meinem Hinweis auf die geringere Zahl der tatsächlichen Philukrainer und auf ihren Wahlboykott Paulus' Verdacht auf Wahlfälschung etwas entkräften. Wenn Du nun nachweist, dass nach den uns vorliegendenden Zahlen auhc die Philukrainer und Tataren zumeist prorussisch abgestimmt haben müsstne, steht der Verdacht wieder im Raum.)

Tritonus
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Re: Der Staatsstreich in der Ukraine und seine Folgen

Beitrag von Tritonus » Donnerstag 20. März 2014, 14:41

Eva Herman ist wieder da. Nein, nicht in der Tagesschau, sondern in der Stimme Russlands: http://german.ruvr.ru/214_3_19/Brutal ... igen-8579/

Die deutschen Medien merken langsam, dass sie für die Leser zur Lachnummer geworden sind. Sie äußern sich besorgt bis empört, und gehen teilweise zum Gegenangriff auf die Leser, teilweise zum Angriff auf die Feindsender über:

http://www.n-tv.de/politik/Die-Maer-vom ... 78666.html
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... reibt.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... ageIndex_2
Daraus:
Wer sich allerdings die Zeit nimmt, mit den elektronischen Reaktionen auf die ukrainische Krise – vor allem in Deutschland – vertraut zu werden, wird sehr bald realisieren, dass dort eigentlich niemand den Politikern und „den Medien“ solche Ehrlichkeit zutraut. Im Gegenteil, das Wort, welches am direktesten die neue Volks-Stimmung zu repräsentieren scheint, ist die allerseits beliebte Fäkalinjurie „verarscht“.
Was mit einer m.E. durchaus zutreffenden Beobachtung anfängt -- wem könnte das auch in letzter Zeit entgehen? --, endet nach einigen Verbalflatulenzen des Autors politisch korrekt mit der volksweiten Diagnose "gekränkter Kollektivnarzissmus".

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