Umgang mit der Zukunft

Aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Weltgeschehen.
Wenzel
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Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Wenzel »

Welche der heiß diskutierten Themen haben denn eine Relevanz über einige Jahre hinaus, dienen nicht nur der Beschäftigung heute, welche Themen werden auch noch die nächste, vielleicht übernächste Generation als markant für das beginnende 21. Jahrhundert benennen können ?

- Finanzkrise / Wirtschaftskrise
- Zuwanderung - Thema Islam / Islamisierung
- Kirchen und Religionsbashing
- Gender und Themen rund um Sodom und Gomorrah
- Politisch gewollte Auflösung von Ehe und Familie
- Politischer Linksdrift - kaum noch unterschiede zwischen den Parteien und "Lagern"
- Bürokratisierung / EUkratie
- Klima - Öko - Lebensstil

oder ein anderes - mehrere andere Themen ?
Pange, lingua, gloriosi corporis mysterium (Thomas von Aquin)
Westliche Wertegemeinschaft: Kinder- und Alten-Euthanasie, Genderwahn, Homoterror, Abtreibung, Ökowahn, Überwachungsmonströsität, political correctness ....

Juergen
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Juergen »

Wenzel hat geschrieben:Welche der heiß diskutierten Themen haben denn eine Relevanz über einige Jahre hinaus, dienen nicht nur der Beschäftigung heute, welche Themen werden auch noch die nächste, vielleicht übernächste Generation als markant für das beginnende 21. Jahrhundert benennen können ?

- Finanzkrise / Wirtschaftskrise
- Zuwanderung - Thema Islam / Islamisierung
- Kirchen und Religionsbashing
- Gender und Themen rund um Sodom und Gomorrah
- Politisch gewollte Auflösung von Ehe und Familie
- Politischer Linksdrift - kaum noch unterschiede zwischen den Parteien und "Lagern"
- Bürokratisierung / EUkratie
- Klima - Öko - Lebensstil

Finanzkrise / Wirtschaftskrise
→ Was ist das? Das Geld wurde abgeschafft.

Zuwanderung - Thema Islam / Islamisierung
→ Komisches Thema. Deutschland ist doch ein islamischer sodomitischer Gottesstaat.

Kirchen und Religionsbashing
→ Kirchen und Christentum waren eine kurzzeitige Erscheinung bis alles sich zum Islam bekehrt haben

Gender und Themen rund um Sodom und Gomorrah
→ Die Themen sind überstanden und alle drei Dinge haben sich als Staatsräson durchgesetzt

Politisch gewollte Auflösung von Ehe und Familie
→ mit Sondergenehmigung dürfen die ewig Gestrigen noch heiraten. Kinder und Kinderzeugung werden vom Staat kontrolliert und passenden Zwei- oder Mehrpersonengruppen zugeteilt.

Politischer Linksdrift - kaum noch unterschiede zwischen den Parteien und "Lagern"
→ Seit Mufti Aladin XII. und seiner Fatwa gibt es keine Parteien mehr

Bürokratisierung / EUkratie
→ Deutschland geht es – wie allen europäischen Ländern – innerhalb der arabischen Liga gut.

Klima - Öko - Lebensstil
→ Strom wird inzwischen vollständig aus importierter Kernenergie gewonnen. Deutschland braucht keine AKWs. Heizkosten sind auf fast Null gesunken, da Heizungen kaum mehr nötig sind.



:narr:
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Torsten
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Torsten »

Wenzel hat geschrieben: - Finanzkrise / Wirtschaftskrise
- Zuwanderung - Thema Islam / Islamisierung
- Kirchen und Religionsbashing
- Gender und Themen rund um Sodom und Gomorrah
- Politisch gewollte Auflösung von Ehe und Familie
- Politischer Linksdrift - kaum noch unterschiede zwischen den Parteien und "Lagern"
- Bürokratisierung / EUkratie
- Klima - Öko - Lebensstil
Meines Erachtens der erste und der letzte Punkt. Die Wirtschafts- und Finanzkrise berührt das Selbstverständnis der Arbeitsgesellschaft in ihrem Innersten. Da geht es um das Wichtigste: Um das Geld, und damit die Art, wie wir uns als Gesellschaft organisieren. Zuwanderung, Kirchenbashing, Gender und Bürokratie sind nur Randerscheinungen, die noch auf der Illusion gelingender Kapitalverwertung basieren, und damit den Vorstellungen von Zukunft, die sich damit verknüpfen. Als eine moderne Gesellschaft, die an der südlichen Peripherie Europas bereits ihre barbarische Fratze zeigt. Gegenüber dem Lebensstil, der sich auf dem gründet, was jetzt hier in die Krise geraten ist.

Caviteño
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Caviteño »

Wenn diese Annahmen richtig sind:
Juergen hat geschrieben:
Zuwanderung - Thema Islam / Islamisierung
→ Komisches Thema. Deutschland ist doch ein islamischer sodomitischer Gottesstaat.

Kirchen und Religionsbashing
→ Kirchen und Christentum waren eine kurzzeitige Erscheinung bis alles sich zum Islam bekehrt haben

Politischer Linksdrift - kaum noch unterschiede zwischen den Parteien und "Lagern"
→ Seit Mufti Aladin XII. und seiner Fatwa gibt es keine Parteien mehr

Bürokratisierung / EUkratie
→ Deutschland geht es – wie allen europäischen Ländern – innerhalb der arabischen Liga gut.
können diese Annahmen nicht zutreffen, da sie mE nicht dem dann herrschenden Islam entsprechen würden:
Juergen hat geschrieben: Gender und Themen rund um Sodom und Gomorrah
→ Die Themen sind überstanden und alle drei Dinge haben sich als Staatsräson durchgesetzt

Politisch gewollte Auflösung von Ehe und Familie
→ mit Sondergenehmigung dürfen die ewig Gestrigen noch heiraten. Kinder und Kinderzeugung werden vom Staat kontrolliert und passenden Zwei- oder Mehrpersonengruppen zugeteilt.
Von allen Punkten halte ich in ca. 50 Jahren (= 2065 also 1-2 Generationen) nur einen erheblich höheren muslimimischen Anteil an der Gesamtbevölkerung für relevant. Die sich daraus ergebenden Änderungen sind nicht absehbar.

Die jetzige Finanz- und Wirtschaftskrise ist vergessen. Entweder gibt es keinen EU(ro)-Verbund mehr oder über die "Vereinigten Staaten von Europa" wird ein Finanztransfer geregelt.

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Raphael
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Raphael »

Der Juergen ist ein Spaßhase! :pfeif:
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

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Tipheret
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Tipheret »

Na Juergen, siehst Du das nicht etwas zu pessimistisch?

Finanzkrise / Wirtschaftskrise
→ Nachdem die chinesische Zentralbank die Geldwirtschaft in Europa übernommen hat,
sind die Geldsorgen vergessen.

Zuwanderung - Thema Islam / Islamisierung
→ nachdem in Ägypten die moslemische Bruderschaft auf Grund eines Volksaufstandes vertrieben wurden, griff die Demokratisierung auf sämtliche islamische Staaten über.
Die Minderheit islamische Radikalisten wurden sukzessive in Europa verurteilt, oder gingen in politischen Parteien auf.

Kirchen und Religionsbashing
→ seit Religionen aller Art ihren Sonderstatus verloren haben fließen die Gelder, die bisher an christlichen Kirchen gingen, in Sozialprojekte.
Religion ist als persönlicher Glaube durch staatliche Gesetze geschützt.
Christen, Moslems, Juden und sämtliche anderen Religionsgemeinschaften erfahren gleichartige Wertschätzung.

Gender und Themen rund um Sodom und Gomorrah
→ Männer und Frauen werden gleichwertig behandelt, gleichgeschlechtliche Verbindungen sind als gleichwertige Verbindung unter Menschen anerkannt.

Missbräuche jedweder Art werden konsequent als Verbrechen behandelt.

Politisch gewollte Auflösung von Ehe und Familie
→ der Anteil nichtverheirateter Paare ist weiter gestiegen, die Kinderzahl hat sich bei 1 bis 2 Kinder stabilisiert, weil kostenfreie Kindergärten, KITA’s und Schulen ergänzt durch flexible Arbeitszeitmodelle und gleichem Lohn für Männer und Frauen persönliche Kinderbetreuung erleichtern.
Paare, die ihre Kinder nicht „öffentlichen Einrichtungen“ übergeben, erhalten die dadurch ersparten Kosten als Zuschuss oder Steuervorteil ..

Politischer Linksdrift - kaum noch Unterschiede zwischen den Parteien und "Lagern"
→ es existiert ein Zweiparteiensystem. Es gibt einen konservativen Block und einen progressiven Block. Religiös geprägte Parteien haben sich wegen der konsequenten Trennung von Kirche und Staat überlebt.

Bürokratisierung / EUkratie
→ Die Bürokratie ist ein lästiges Übel, dass trotz Europäisierung nicht beseitigt werden konnte –die Macht der Beamten zu stoppen ist ein immerwährendes Problem- Lösung kaum in Sicht.

Klima - Öko - Lebensstil
→ Deutschland, vor allem der Norden und die Mittel- und Hochgebirge sind zugeknallt mit Windrädern. Das Ausland spricht deshalb nicht mehr von Deutschland, sondern von „Spargelland“.
Deutschland ist größter Stromexporteur der Welt und beliefert fast ganz Europa mit Strom.
AKW’s werden in D, F, noch als „stille Reserve“ auf Minimalleistung vorgehalten.

Ich halte meine Perspektive , wir sprechen ja über einen Zeitraum der die nächsten Generationen betrifft, für die optimistischere und auch –mit Abstrichen – für die Wahrscheinlichere.
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Jarom1
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Jarom1 »

Das dominante Thema wird in den nächsten Jahren der Rückgang der Bevölkerung und die damit verbundene Überalterung der Gesellschaft sowie die islamische Einwanderung sein. Alle anderen Themen sind Neben- oder Folgeprobleme.
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Torsten
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Torsten »

Das dominante Thema wird in den nächsten Jahren der Rückgang der Bevölkerung und die damit verbundene Überalterung der Gesellschaft
Bevölkerungsrückgang und "Überalterung" der Gesellschaft sind auch wieder Themen, die vor allem vor dem Hintergrund "Wirtschaft" gesehen werden. Da wird dann von einem drohenden Fachkräftemangel geredet, während es an Lehr- und Erwerbsstellen mangelt, und eine immer weitere Anhebung des Rentenalters gefordert, während die Jugendarbeitslosigkeit steigt. Und es wird zusätzlich private Vorsorge verlangt, um das Problem der Altersarmut wirksam - (Achtung!) - zu bekämpfen. Auf der anderen Seite der "Timeline" menschlicher Existenz werden immer weniger Kinder geboren, weil sie als das größte Armutsrisiko gelten. Und zwar zu Recht, weil sie sowohl erwerbsmindernd wirken, aufgrund der Zeit, die investiert werden muss, als auch hohe zusätzliche Kosten für den Privathaushalt bedeuten, die von staatlichen Zuschlägen nur zum geringsten Teil gedeckt werden.
sowie die islamische Einwanderung
Und die ist für die oben angesprochenen Probleme verantwortlich? Ist für den Glaubensverlust hierzulande verantwortlich?
Auch der moderne Antisemitismus als solcher wurzelt in der Aufklärungsphilosophie, wie Poliakov gezeigt hat; und das ist ja kein Zufall, sondern spiegelt jenen inneren Widerspruch des modernen bürgerlichen Bewußtseins, das den Anspruch der vernünftigen Selbstreflexion ausgerechnet in der Form der Selbstunterwerfung unter die Pseudo-Naturgesetze einer blinden Gesellschaftsphysik erhebt - ein irrationaler Grundsachverhalt, der bei jedem kapitalistischen Entwicklungs- und Krisenschub in der Projektion auf das »jüdische Fremdwesen« scheinaufgelöst wurde.(Robert Kurz - Schwarzbuch Kapitalismus)
Es müssen nicht immer die Juden sein. Der Verlierer dieser blinden Gesellschaftsphysik ist das Fremdwesen schlechthin. Und das, was ihm immanent ist, wird bekämpft: Die Armut.
Und es wird kein Weg aus ihr gefunden, weil das bedeuten würde, den "Anspruch der vernünftigen Selbstreflexion in der Form der Selbstunterwerfung unter die Pseudo-Naturgesetze einer blinden Gesellschaftsphysik" aufzugeben. Und eine andere Form von Bewusstsein zu finden, die das moderne bürgerliche als das erkennt, was es ist: Die pure Selbsttäuschung in Sachen Aufgeklärtheit und Freiheit. Eine in der Geschichte einmalige Form der Unterdrückung menschlichen Geistes. Und hier liegt die wirkliche Chance, für das Evangelium zu werben. In der geistigen Unterwerfung unter einen anderen Herrn, als es diese blinde Physik ist. Für offene Augen.

Caviteño
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Caviteño »

Wenzel hat geschrieben:
oder ein anderes - mehrere andere Themen ?
z. B. eine mögliche staatliche Neuordnung in Europa durch das Entstehen neuer Staaten.

Ich denke an das geplante Refenderum in Schottland, die Pläne Kataloniens, die Abspaltungtendenzen der Flamen in Belgien oder der Lombarden in Italien. Das sind Entwicklungen, die sich bereits jetzt abzeichnen und andere Gebiete (Basken, Bayern?) könnten folgen.
Sollte es tatsächlich dazu kommen, dürfte eine solche Entwicklung auch die EU in ihrer gegenwärtigen Form berühren.

Selbst innerhalb D. gibt es bei zwei thüringischen Kreise den Wunsch, das Bundesland zu wechseln und Bayer zu werden:

http://www.welt.de/politik/article11336 ... hseln.html

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Peregrin
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Peregrin »

Caviteño hat geschrieben: Selbst innerhalb D. gibt es bei zwei thüringischen Kreise den Wunsch, das Bundesland zu wechseln und Bayer zu werden:

http://www.welt.de/politik/article11336 ... hseln.html
Im Grunde gebe es nur einen Ausweg nur über einen Volksentscheid
Wieviele Genzverschiebungen in der Geschichte über einen Volksentscheid zustandegekommen sind, möchte ich einmal wissen.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Protasius
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Protasius »

Peregrin hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben: Selbst innerhalb D. gibt es bei zwei thüringischen Kreise den Wunsch, das Bundesland zu wechseln und Bayer zu werden:

http://www.welt.de/politik/article11336 ... hseln.html
Im Grunde gebe es nur einen Ausweg nur über einen Volksentscheid
Wieviele Genzverschiebungen in der Geschichte über einen Volksentscheid zustandegekommen sind, möchte ich einmal wissen.
Die Zusammenlegung von Baden, Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden zu Baden-Württemberg ist schon mal eine.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Caviteño
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Caviteño »

Protasius hat geschrieben: Die Zusammenlegung von Baden, Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden zu Baden-Württemberg ist schon mal eine.
Die Eingliederung des Saarlandes 1957 nach einer Volksbefragung und die - durch Volksentscheid abgelehnte - Zusammenlegung der Bundesländer Berlin und Brandenburg weitere.

Durch freiwillige Übereinkunft wurden auch die niederländisch besetzten Gebiete einschl. ihrer Einwohner 1963 bzw. 2002 an D. zurückgegeben.

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Peregrin
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Peregrin »

Klassischer wär trotzdem, Bayern würde Thüringen den Krieg erklären und die Kreise einfach annektieren. :D
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Tipheret
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Tipheret »

Warum nicht gleich eine Gebietsaufteilung nach dem Motto :
cuius regio eius religio wessen das Land dessen die Religion :breitgrins:

Nur dürften dabei Christen auch nicht so gut abschneiden, weil der Anteil der Religionsfreien schon bei ca. 35Prozent liegt, während Katholiken und Protestanten jeweils gerade 20 bis 25 Prozent halten.

Vielleicht wird das aber durch den Kirchenbesitz an Grundstücken und Gebäuden wieder ausgeglichen. :blinker:

Und Vorsicht, die Moslems kaufen mit ihren "Petro-Euros" derzeit alles was sie kriegen können, nicht dass die uns durch diese Hintertür überlisten :pfeif:
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Torsten
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Torsten »

dw hat geschrieben: Schwarzgeld-Affäre überschattet Berlin-Besuch 04.02.2013

Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise, Ministerpräsident Rajoy unter Korruptionsvorwürfen. Schwierige Vorzeichen für seinen Deutschland-Besuch, bei dem Merkel ihm den Rücken stärkte.
[...]
"Wir können jetzt schon positive Auswirkungen in der spanischen Wirtschaft sehen", sagte Rajoy während der deutsch-spanischen Regierungskonsultationen in Berlin.

"Aber das merken die Bürger noch nicht direkt, vor allem nicht im Bereich der Arbeitslosigkeit." Tatsache ist: Fünf Millionen Spanier haben keine Arbeit, unter den jungen Leuten ist jeder zweite ohne Job. Diese Perspektivlosigkeit einer ganzen Generation führt zu großen sozialen Spannungen.

merkur online hat geschrieben:Sechs Touristinnen in Hotel vergewaltigt 05.02.13

Ein bewaffnetes Kommando ist in Mexiko in eine Hotelanlage bei Acapulco eingedrungen und hat sechs spanische Touristinnen vergewaltigt. Sieben männliche Begleiter, ebenfalls Spanier, wurden gefesselt und ausgeraubt, wie die Behörden in Acapulco am Montag (Ortszeit) mitteilten. Bis Dienstag konnte kein Tatverdächtiger identifiziert oder festgenommen werden. [...]
„Was passiert ist, ist sehr bedauerlich, aber gut, so was passiert überall auf der Welt“, erklärte der Bürgermeister
gloria.tv hat geschrieben:Bombe in Madrider Kathedrale gefunden 7.2.2013

(gloria.tv/ KNA) In einem Beichtstuhl der katholischen Almudena-Kathedrale in Madrid ist am Donnerstag eine Bombe gefunden worden. Es habe sich um eine offenbar selbstgebaute Vorrichtung mit 200 Gramm Sprengstoff, einem Kilogramm Schrauben und einer Campinggasflasche gehandelt, die durch einen Wecker zur Detonation gebracht werden sollten.
dtoday hat geschrieben:Spanien: Eine Million Unterschriften für Rajoy-Rücktritt 07.02.2013

Wegen der Korruptionsvorwürfe gegen die konservative Regierungspartei PP in Spanien haben mehr als eine Million Bürger in einer Online-Petition den Rücktritt von Regierungschef Mariano Rajoy und vorgezogene Neuwahlen gefordert. [...] Die Petition war am 31. Januar gestartet worden, dem Tag, als die Tageszeitung "El País" über einen Korruptionsskandal bei der seit Ende 2011 regierenden Volkspartei (PP) berichtet hatte. [...] Rajoy und der ehemalige PP-Schatzmeister Luis Bárcenas wiesen die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Ihre Partei kündigte am Montag Klagen gegen sämtliche Personen oder Organisationen an, die Korruptionsvorwürfe gegen ihr Führungspersonal erhoben oder verbreitet haben.
Der Überfall und die Vergewaltigungen in Acapulco waren eine Auftragsarbeit? Die "überall auf der Welt passieren kann." Vor allem auch in Spanien selbst? Die Bombe in der Kathedrale ist die Aufforderung, sich zu entscheiden? Die in Spanien regierenden, korrupten Konservativen reagieren auf mehr als eine Million Unterschriften mit der Androhung von Klagen "gegen sämtliche Personen, die Korruptionsvorwürfe gegen ihr Führungspersonal erhoben oder verbreitet haben." Das ist der Hammer, oder? Wie soll man das verstehen? Sie zeigen damit, dass sie keine Witze machen und jederzeit bereit sind, Gewalt einzusetzen, wenn sich die Spannungen in Spanien zuspitzen und entladen sollten, und damit der Machtverlust für das System droht, in dem die Mehrheit der Bevölkerung keine Zukunft mehr findet?

Wenzel
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Wenzel »

Aber welche dieser jetzt tagesaktuellen Themen wird denn noch in 25Jahren jemanden tangieren.

Die Korruption in Spanien ist vergleichbar mit der "Doktorschwemme" die in Deutschland derzeit grassiert oder der Korruption in Griechenland über die vor einigen Monaten breit berichtet wurde ( zwischenzeitig aus den Medien wohl verschwunden )
Zu Spanien : Wer erinnert sich denn heute noch ausserhalb Spaniens an den Putschversuch 1981, der nur durch das Eingreifen von König Juan Carlos nicht gelang?

Und die Berichte aus aller Welt über Vergewaltigungen - das Gebiete wie Indien oder Brasilien nicht gerade kriminalitätsarm sind sollte allgemein bekannt sein.

Was soll daraus entstehen ? - Ein Systemwechsel (?) Richtung mehr Staat, mehr Sozialismus, mehr persönliche Unfreiheit, mehr Kontrollen - das haben die Menschen in der ehem. DDR und den Staaten mit real existierendem Sozialismus doch vor ungefähr 25 Jahren deutlich abgelehnt und wird auch heute wohl von den meisten Menschen sowohl in Deutschland als auch in Europa nicht gewünscht.

Ein auf "klassischen" Werten aufgebautes Staatswesen (?) - aber mit welchem Führungspersonal und mit welcher Bevölkerung ?
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Caviteño »

Und was bringt das in Zeiten des SAT-Fernsehens und des Internets? :achselzuck:
Oder kaufen sie jetzt mit EU-Unterstützung die Software der Great Firewall of China und filtern entsprechend?

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Torsten
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Torsten »


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lutherbeck
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von lutherbeck »

Tja - wo man Politikern, Bankern und Betriebswirten das Ruder überläßt kommt halt nix anderes heraus...

:kotz:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Torsten
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Torsten »

Am Ruder ist das Geld und nix anderes. Und nirgendwo anders als beim Geld wird deutlicher, wie groß die Macht des Dieners ist, denn es soll uns ja dienen. Hätte das Geld, in seiner Rolle als unser größter Diener, ein Bewusstsein, dann hätte es sicher bereits das Mitleid mit seinem Herrn - mit uns - entwickelt, zu dem wir solange nicht fähig sind, wie es in unseren Diensten steht. Als Vermittler.

Eine menschliche Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, dass es ihren Lieblingen - den Hunden, an nichts mangelt und an nichts fehlt, und dass sie Top Lebensbedingungen vorfinden und ihr Leben als Hund genießen können, sprich, eine Gesellschaft, die all ihre wirtschaftlichen und kulturellen Fragen mit dem Wohl des Hundes beantwortet, die mag etwas verschroben erscheinen, aber glaubt mir: Diese Gesellschaft wäre nachhaltiger und viel überlebensfähiger und auch für den Menschen lebenswerter, als unsere modernen Gesellschaften.

Caviteño
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Caviteño »

Wenzel hat geschrieben: Welche der heiß diskutierten Themen haben denn eine Relevanz über einige Jahre hinaus, dienen nicht nur der Beschäftigung heute, welche Themen werden auch noch die nächste, vielleicht übernächste Generation als markant für das beginnende 21. Jahrhundert benennen können ?
Bei der Lektüre dieses Artikels über die Verhältnisse in den Niederlanden (einem Nachbar- und EU-Land) scheint mir dies ein Thema der Zukunft zu sein: Die wachsende Kontrolle über den Einzelnen.
Auch seinen Kunden bietet Decos Digitalisierung pur: Das Unternehmen liefert ihnen Software, um alle Dokumente elektronisch zu speichern – aber auch Produkte zur totalen Überwachung von Mitarbeitern. Sein „Cartracker“ verfolgt jede Dienstreise, alle fünf Sekunden wird das Fahrzeug frisch verortet. „Hiermit haben Sie immer eine aktuelle Übersicht, wo sich Ihre Autos und Mitarbeiter befinden“, wirbt Decos. Mehr noch: Der Fahrstil wird ständig überwacht und sogar benotet: „Aufgrund der Höchstgeschwindigkeit, des Bremsverhaltens und der Beschleunigung berechnet ,Decos Cartracker‘ eine individuelle Zensur für das Fahrverhalten jedes Fahrers.“
Nun mag es bei Geldtransportern noch sinnig sein, ihnen aus Sicherheitsgründen aus der Ferne zu folgen. In allen anderen Fällen gilt: Wohl dem, der einen weniger progressiven Arbeitgeber hat – einen, der vertraut, statt nonstop zu überwachen. Aber die Digitalisierung nimmt zu, sie wird zur Norm – und das nicht nur im Beruf, auch im öffentlichen Raum. Und die Niederlande sind hier in mancherlei Hinsicht schon weiter fortgeschritten als Deutschland.
Im Juli schaffte das Land endgültig die Fahrkarte aus Papier im öffentlichen Verkehr ab – für die zuvor schon schrittweise eingeführte „ÖV-Chipkarte“, die den Preis in der Regel je Kilometer berechnet. Für den Kunden bedeutet sie außer 7,50 Euro Anschaffungskosten vor allem Umstände: für das Aufladen, für das Ein- und Auschecken bei jeder Fahrt. Wer das versäumt oder an einen kaputten Kartenleser gerät, ist schnell ein Sümmchen los; man muss dann auf Kulanz hoffen und per Online-Antrag versuchen, es erstattet zu bekommen.
Was aber noch schwerer wiegt: Die Chipkarte speichert so die Fahrstrecke – und da die Standardversion alle wesentlichen Nutzerdaten enthält (inklusive Kontonummer), kann sie das Reiseverhalten des Bürgers erfassen. Wer anonym mit einem Einmal-Ticket fahren will, muss Aufschlag zahlen – nicht viel, einen Euro momentan, aber immerhin; und vielleicht ist das ja auch nur der Anfang. Viel gravierender noch: Wer eine Studenten- oder Rentnerkarte braucht, muss zwingend die personengebundene Version mit den Daten wählen.
(...)
Nach Amsterdam führt jetzt auch Rotterdam stadtweit das „Kennzeichenparken“ ein: Wer das Auto abstellt, muss am Automaten die Buchstaben und Ziffern des Nummernschilds eingeben. Mit Bargeld darf er auch nicht mehr zahlen, nur mit Karte oder per Mobiltelefon – auch dies ein nationaler Trend. Wieder eine digitale Spur hinterlassen, wieder ein Stück Anonymität dahin. Die gemeinnützige Gruppe Privacy Nederland befürchtet als Nächstes eine Pflicht für Smart Meters in Wohnungen: Ablesegeräte, die viel mehr erfassen können als nur den Energieverbrauch in den Wohnungen. Die Industrie lobbyiere schon kräftig dafür. Nicht zu reden von den zahllosen Überwachungskameras in Städten, der massenweisen Kennzeichenerfassung auf Autobahnen und Polizeidrohnen mit Kamera. Die Bedenken der Datenschützer werden gerne abgetan: Wer nichts zu verbergen hat, muss doch nichts befürchten? Aber das ist die falsche Haltung, sie kehrt ein grundlegendes Recht um: das Recht, sich unbewacht zu bewegen.
(Hervorhebung von mir)

Wenn man dann noch andere Entwicklungen, wie z.B. die in Skandinavien diskutierte Abschaffung des Bargeldes, dazunimmt, kann man schon in's Grübeln kommen, welche Welt den Kindern hinterlassen wird.

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Niels
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Re: Umgang mit der Zukunft

Beitrag von Niels »

Ich bringe diese Rezension mal hier (ggf. bitte verschieben):

David Engels, Was tun? – Leben mit dem Niedergang Europas

„Entweder überlassen wir uns der Verzweiflung und beschleunigen hierdurch noch das Unausweichliche, oder aber wir tun alles in unserer Macht Stehende, um unserem Dasein einen Sinn zu verleihen und unsere Ehre und Würde so lange wie möglich zu wahren. Genauso steht es mit dem Abendland“ (32f).
(...)
Engels ermutigt sodann konkret zu Realismus, Eigeninitiative und Zusammenschluß mit Gleichgesinnten, am besten im ländlichen Raum, zu langfristigem Denken, zu einer positiven Einstellung zur Natur und zum Leib, zum Pflegen von Schönheit, zur Gründung einer Familie und dem Erziehen von Kindern, zur alltäglichen Pflichterfüllung, zur Toleranz, aber gleichzeitig auch zum Wahrnehmen legitimer Rechte, zum Glauben oder zumindest zu einer positiven Einstellung zum Christentum, zur gut ausgewählten Lektüre, zu einer Überwindung des Rechts-Links-Denkens in der Politik, zur Aufkündigung des Gehorsams gegenüber einem korrupten System, zur Zurückeroberung Europas und zum Stolz auf die eigene Geschichte und schließlich zur Wahl des je persönlichen Schlachtfeldes.
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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