Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

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Siard
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Siard » Montag 13. Mai 2019, 20:59

Petrus hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 17:19
Niels hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 09:18
Wahnwitzige Pläne eines Architekten für Köln: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 81910.html
das hatten wir doch schon mal - damals war das doch dieser Postkartenmaler, (geb. Schicklgruber?) der den Münchner Hauptbahnhof unter die Erde legen wollte.

nuja.
Stuttgart 21? :turban:

(Wenn, dann war sein Vater der "geb. Schicklgruber".)

Robert Weemeyer
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Robert Weemeyer » Mittwoch 15. Mai 2019, 09:11

Caviteño hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 14:52
Ich hatte in den nächsten Tagen vor, nach Coesfeld zu radeln und nach einer Stärkung im dortigen Brauhaus mit dem Zug über Dorsten zurückzufahren. Das geht natürlich nicht beim SEV. :(
Du müsstest bis Maria Veen radeln, ab da fahren die Züge. Oder du nimmst den Zug von Coesfeld über Dülmen.

Juergen
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Juergen » Samstag 18. Mai 2019, 09:53

Schöne, neue E-mobile Welt:
E-Auto per Autopilot durch die Nacht gesteuert
Polizei ertappt Tesla-Fahrer schlafend auf Autobahn

Hilversum (dpa). Ein Niederländer ist von der Polizei schlafend am Steuer seines Autos ertappt worden, während sein Tesla-Elektroauto per Autopilot durch die Nacht fuhr. Weil der 50-Jährige bei Hilversum auffallend dicht hinter einem anderen Auto fuhr, sei eine Streife neben den Wagen gefahren und habe den schlafenden Mann bemerkt, teilte die Polizei am Freitag mit.
Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Caviteño
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Caviteño » Samstag 18. Mai 2019, 10:09

Mit der Bahntechnik in Europa, z.B. bei der Kuppelung von Güterzügen, beschäftigt sich dieser Artikel aus der Schweiz:

Wie zu Bismarcks Zeiten
Ein Rangierarbeiter kann zwar entkuppeln, ohne dass er ­zwischen den beiden tonnenschweren Güterwagen stehen muss. Aber er kann nur kuppeln, wenn er den ­mehrere Kilo schweren Bügel manuell über den Haken legt – und dafür muss er zwingend zwischen den Wagen stehen, auch bei Schnee und bei Regen. Das ist eine Gefahrenzone. (...)
Die USA kennen seit Jahrzehnten automatische Kupplungen. Das ­Rangieren geht einfacher, schneller, viel ungefährlicher.
In den USA war die Einführung der automatischen Kupplung gemäss den Vorschriften der AAR (Association of American Railroads) 1902 abgeschlossen. Richtig gelesen: 1902!
Außerdem wird über die unterschiedlichen Zugleitsysteme berichtet und man kann dem Autor nur zustimmen wenn er zum Ende schreibt:
Weshalb es eine EU braucht, wenn sie nicht einmal in der Lage ist, in dieser Frage für Modernisierung und Vereinheitlichung zu sorgen – auch im Dienst der Umwelt und der Sicherheit –, ist mir schleierhaft. (...) In meinen Augen, lässt sich Sinn und Unsinn der Union in der existierenden Form an solch handfesten Tatsachen messen.
Mit der Forderung "Mehr Güter auf die Schiene" wird das so nichts werden. Aber daran sind nicht nur die unterschiedlichen Leitsysteme usw. schuld. Deutschland ist nicht in der Lage, die eingegangenen Verpflichtungen zum Streckenausbau z.B. auf der Rheinschiene zu erfüllen. Während in den NL und der Schweiz die Arbeiten beendet sind, befindet sich D. noch im Planfeststellungsverfahren.

Juergen
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Juergen » Samstag 18. Mai 2019, 10:34

https://de.wikipedia.org/wiki/Kupplung_(Bahn)

In Deutschland fand bei der Deutschen Bahn AG nach 1996 mit der Aufteilung der Geschäftsfelder auch eine Aufteilung des Fahrzeugparks statt. In diesem Zusammenhang ergab sich für den Personenverkehr die Möglichkeit, mit der Modernisierung des Fahrzeugparks alle Triebzüge mit Scharfenbergkupplung zu beschaffen. Sie wird überwiegend bei Triebwagenzügen (z. B. S-Bahn, ICE) verwendet; ist jedoch nicht für schwere Güterzüge geeignet, da keine hohen Zugkräfte übertragen werden können. Zwischen zusammengekuppelten Triebwagenzügen ergeben sich teilweise auch deshalb geringere Zugkräfte, da manche einzelne Triebwageneinheiten über einen eigenen Antrieb verfügen. Oft sind jedoch unterschiedliche Baureihen nur eingeschränkt (nur Kuppeln der Mechanischen- und Luftkupplung möglich, Elektrokupplung lässt sich nicht kuppeln) oder gar nicht kuppelbar. (z. B. verschiedene Versionen des Alstom LINT, bei einem Kuppelvorgang würde die Elektrokupplung durch einen Stahlbügel beschädigt werden)

Verschiedene Schmalspur- und Zahnradbahnen wie die Schmalspurbahnen in Sachsen verwenden einfache Formen der Scharfenbergkupplung (oft ohne elektrische Verbindungen) als generelle Kupplung für sämtliche Fahrzeugtypen, was auf Grund der geringeren Zuggewichte keine Probleme bietet.

Ein Video eines kuppelnden ICE findet man hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Scharfenbergkupplung

Bei all diesen Dingen muß man natürlich sagen, daß ein Alleingang eines einzelnen Landes im Hinbblick auf den internationalen (Güter)Verkehr nicht sinnvoll. Da müßte zumindest die gesamte EU mitziehen. Ansonsten braucht man hinterher sowas ähnliches wie Umspurung für Kupplungen – Umkupplung?
Insofern ist es in großflächigen Ländern (USA, Rußland, China) einfacher auf der ganzen Fläche ein System durchzusetzen, da ein großer Teil des (Güter)Verkehrs im eigenen Land stattfindet.
Gruß
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Caviteño » Samstag 18. Mai 2019, 12:08

Es ging in dem Artikel ausschl. um die Kupplung von Güterzügen und dafür ist auch die Scharfenbergkupplung nicht geeignet. So steht es zumindest in dem wikipedia-Artikel.

In der Schweiz -immerhin ein Vorzeigeland des Bahnverkehrs- wurden jetzt die ersten 25 Loks und 100 Güterwagen mit einer automatischen Kupplung ausgerüstet:

https://www.fm1today.ch/gueterzuege-koe ... en/1041391

Ein Treiber für diese Entwicklung scheint wohl auch der Personalmangel zu sein.

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Protasius
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Protasius » Samstag 18. Mai 2019, 12:23

Juergen hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 10:34
https://de.wikipedia.org/wiki/Kupplung_(Bahn)

In Deutschland fand bei der Deutschen Bahn AG nach 1996 mit der Aufteilung der Geschäftsfelder auch eine Aufteilung des Fahrzeugparks statt. In diesem Zusammenhang ergab sich für den Personenverkehr die Möglichkeit, mit der Modernisierung des Fahrzeugparks alle Triebzüge mit Scharfenbergkupplung zu beschaffen. Sie wird überwiegend bei Triebwagenzügen (z. B. S-Bahn, ICE) verwendet; ist jedoch nicht für schwere Güterzüge geeignet, da keine hohen Zugkräfte übertragen werden können. Zwischen zusammengekuppelten Triebwagenzügen ergeben sich teilweise auch deshalb geringere Zugkräfte, da manche einzelne Triebwageneinheiten über einen eigenen Antrieb verfügen. Oft sind jedoch unterschiedliche Baureihen nur eingeschränkt (nur Kuppeln der Mechanischen- und Luftkupplung möglich, Elektrokupplung lässt sich nicht kuppeln) oder gar nicht kuppelbar. (z. B. verschiedene Versionen des Alstom LINT, bei einem Kuppelvorgang würde die Elektrokupplung durch einen Stahlbügel beschädigt werden)

Verschiedene Schmalspur- und Zahnradbahnen wie die Schmalspurbahnen in Sachsen verwenden einfache Formen der Scharfenbergkupplung (oft ohne elektrische Verbindungen) als generelle Kupplung für sämtliche Fahrzeugtypen, was auf Grund der geringeren Zuggewichte keine Probleme bietet.

Ein Video eines kuppelnden ICE findet man hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Scharfenbergkupplung

Bei all diesen Dingen muß man natürlich sagen, daß ein Alleingang eines einzelnen Landes im Hinbblick auf den internationalen (Güter)Verkehr nicht sinnvoll. Da müßte zumindest die gesamte EU mitziehen. Ansonsten braucht man hinterher sowas ähnliches wie Umspurung für Kupplungen – Umkupplung?
Insofern ist es in großflächigen Ländern (USA, Rußland, China) einfacher auf der ganzen Fläche ein System durchzusetzen, da ein großer Teil des (Güter)Verkehrs im eigenen Land stattfindet.
In den USA hat es immerhin 9 Jahre vom Gesetz 1893 bis zur Umsetzung 1902 gedauert, in der Sowjetunion sogar (durch den Großen Vaterländischen Krieg) von 1935 bis 1957.

Ähnliche Gedanken zu automatischen Kupplungen hatte die UIC bzw. die OSShD schon in den 60ern. Damals wurden Mittelpufferkupplungen dies- und jenseits des Eisernen Vorhangs entwickelt, die mit den sowjetischen SA-3-Kupplungen kompatibel waren. Das Problem war damals tatsächlich die Kompatibilität zur Schraubenkupplung, weil Einsätze, mit denen man diese Kupplungen verbinden kann, nur im Rangierbetrieb zugelassen war. Daher hätte man simultan umstellen müssen, was mehrere Mitgliedsstaaten finanziell überfordert hätte.

Mittlerweile wäre das überflüssig, weil diese Einsätze im Betrieb der finnischen Eisenbahnen (nahezu alle Lokomotiven mit automatischer Kupplung, nahezu alle Wagen mit Schraubenkupplung) sich auch im Streckenbetrieb bewährt haben. (Ähnliches gilt für Erzzüge der DB.) Man könnte also nach und nach umstellen ohne die Kompatibilität zu Rollmaterial mit Schraubenkupplungen zu verlieren.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Juergen » Samstag 18. Mai 2019, 12:31

Ja, ich habe den Wikipedia-Artikel auch gelesen. ;D
Gruß
Jürgen
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Protasius » Samstag 18. Mai 2019, 13:24

Juergen hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 12:31
Ja, ich habe den Wikipedia-Artikel auch gelesen. ;D
Was nicht bei Wikipedia steht: Als Japan 1925 nach siebenjähriger Vorbereitung auf automatische Kupplungen umstellte, lief das an einem einzigen Tag ab. Jeder Haltepunkt war mit den erforderlichen Kupplungen, Werkzeugen und Arbeitern ausgerüstet, um zur festgesetzten Stunde die am Bahnhof vorhandenen Fahrzeuge umzurüsten als sämtliche Züge (und Eisenbahnuhren) angehalten wurden. Nach wenigen Stunden waren 3200 Loks, 8400 Personen-, 52000 Güterwagen und 6600 Nebenbahnfahrzeuge umgerüstet.
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Caviteño » Samstag 18. Mai 2019, 14:43

Protasius hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 13:24
Was nicht bei Wikipedia steht: Als Japan 1925 nach siebenjähriger Vorbereitung auf automatische Kupplungen umstellte, lief das an einem einzigen Tag ab. Jeder Haltepunkt war mit den erforderlichen Kupplungen, Werkzeugen und Arbeitern ausgerüstet, um zur festgesetzten Stunde die am Bahnhof vorhandenen Fahrzeuge umzurüsten als sämtliche Züge (und Eisenbahnuhren) angehalten wurden. Nach wenigen Stunden waren 3200 Loks, 8400 Personen-, 52000 Güterwagen und 6600 Nebenbahnfahrzeuge umgerüstet.
:klatsch: :daumen-rauf:

Wahnsinn, wie die Japaner so etwas organisiert haben. Da bewahrheitet sich die Aussage von Angela, der Großen:

"Wo ein Wille, da ein Weg!"

In D. wäre das heute unvorstellbar. Da kommt die Entschuldigung einer einheitlichen europ. Lösung gerade recht...

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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Juergen » Samstag 18. Mai 2019, 15:09

Zuletzt geändert von Juergen am Samstag 18. Mai 2019, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Hubertus » Samstag 18. Mai 2019, 15:10

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 14:43
Protasius hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 13:24
Was nicht bei Wikipedia steht: Als Japan 1925 nach siebenjähriger Vorbereitung auf automatische Kupplungen umstellte, lief das an einem einzigen Tag ab. Jeder Haltepunkt war mit den erforderlichen Kupplungen, Werkzeugen und Arbeitern ausgerüstet, um zur festgesetzten Stunde die am Bahnhof vorhandenen Fahrzeuge umzurüsten als sämtliche Züge (und Eisenbahnuhren) angehalten wurden. Nach wenigen Stunden waren 3200 Loks, 8400 Personen-, 52000 Güterwagen und 6600 Nebenbahnfahrzeuge umgerüstet.
:klatsch: :daumen-rauf:

Wahnsinn, wie die Japaner so etwas organisiert haben.
Ja. Durchdacht und irgendwie auch "unkompliziert". Es wäre fraglich, ob Bahngesellschaften heute noch zu einer solchen konzertierten Aktion fähig wären. :/
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Alles zum Thema Straßen-, Schienen- u. Luftverkehr

Beitrag von Caviteño » Samstag 18. Mai 2019, 16:12

Hubertus hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 15:10
Ja. Durchdacht und irgendwie auch "unkompliziert". Es wäre fraglich, ob Bahngesellschaften heute noch zu einer solchen konzertierten Aktion fähig wären. :/
Wohl kaum
Nach wenigen Stunden waren 3200 Loks, 8400 Personen-, 52000 Güterwagen und 6600 Nebenbahnfahrzeuge umgerüstet.
Dafür dürfte es schon an Personal fehlen. Das Land läuft auf Verschleiß und Neuinvestitionen dauern Jahrzehnte - sofern es sich nicht um die wichtigen Gender- und Klimavorhaben handelt. :breitgrins:

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