Der Islam gehört zu Deutschland

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Caviteño
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Caviteño » Sonntag 17. April 2016, 10:39

Na toll, daß die AfD ist auch endlich gemerkt hat:

Von Storch: „Islam nicht mit Grundgesetz vereinbar“

Bevor hier wieder über die AfD hergefallen wird, sollte mand diesen Artikel lesen, der schon vor sechs Jahren auf die Probleme des Islams mit dem Grundgesetz hingewiesen hat. Er beschäftigt sich zwar vor allem mit Fragen eines islamischen Religionsunterrichtes in D., weist aber zugleich auf die Unvereinbarkeit bestimmter Positionen hin:
Hier ist vor allem Artikel 1 des Grundgesetzes von Bedeutung, der Schutz der Menschenwürde. Eine Religionslehre, die eine Abkehr von dem Respekt vor der Menschenwürde werbend empfiehlt, bedeutet gleichzeitig die Verletzung der Treue zur Verfassung, und gemäß Artikel 18 des Grundgesetzes ist das Recht zur Lehre verwirkt. Viele Vorschriften des Korans und der Scharia sind mit den Werten des Grundgesetzes nicht vereinbar. Es sei nur an Regeln des Familienrechts erinnert, an das grundsätzliche Verständnis von dem Verhältnis der Geschlechter zueinander, an die Strafempfehlungen der Scharia oder an die Konsequenzen für den Abfall vom islamischen Glauben.
Doch es mag genügen, die Menschenwürde näher zu betrachten. Sie wird nach dem Geist des Grundgesetzes völlig anders aufgefasst wie nach demjenigen des Islams. Nach dem Grundgesetz ergibt sich ihr Inhalt, auch wenn er abstrakt schwer fassbar ist, doch weitgehend aus den einzelnen Wertvorstellungen, die das Grundgesetz betont, etwa aus dem Gedanken und dem Charakter des Persönlichkeitsschutzes, der Eigentumsordnung, des Toleranzgebots, des Gleichheitssatzes oder der Religionsfreiheit, um nur wesentliche Werte zu nennen. Auf allen diesen Gebieten stehen Islam und Grundgesetz zueinander im schroffen Gegensatz. Immer wieder betont der Islam beziehungsweise seine Vertreter, dass die islamische Menschenwürde dann voll erfüllt sei, wenn der Muslim sein Leben in voller Übereinstimmung mit Koran und Scharia einrichte, wie das schon sehr klar 1981 auf einer Konferenz in Kairo bei Behandlung der Menschenrechte im Islam erklärt würde.
Natürlich wird - sobald die Diskussion auf diese Themen kommt - immer wieder auf einen "gemäßigten" Islam (früher sprach man mal vom "Euro-Islam" wie vom "Euro-Kommunismus" eines Enrico Berlinguer) verwiesen, den es zu entwickeln gelte. Der Autor schreibt dazu:
Nun wird häufig gesagt, dass der Koran und die Scharia auch Auslegungen zulassen, die in gewisser Weise „gemäßigt“ seien und eine Einschränkung oder gar Abkehr von überkommenen islamischen Wertvorstellungen zuließen. Das Verhalten aber des überwiegenden Teils der islamischen Bevölkerung steht dem entgegen. Strikte Unterordnung der Frauen etwa unter die Herrschaft des Mannes wird so weitgehend praktiziert, und zwar auch in der Fremde und unter fremden Rechtsordnungen lebenden Muslimen, dass man an einer Effektivität dieser „gemäßigten Auffassung und Auslegung“ zweifeln muss. Es steht hier ähnlich wie bei Rechtsordnungen, die eine Ideologie als ihren „Überbau“ bezeichnen.
Antworten wird man auf Fragen nach der Vereinbarkeit von Islam und GG nie bekommen, allenfalls Verweise, daß es sich in der Zukunft schon regeln werde - wenn denn die "Integration" glücken sollte. Mich erinnert das an die politischen Reden, wenn wieder ein "Europaprojekt" aufgenommen wurde, wie z.B. der Euro. Bedenken werden nicht ernst genommen und mit dem Hinweis, man werde (in diesem Fall) schon zusammenwachsen, die gemeinsame Währung werde eine gemeinsame Politik erzwingen, abgetan.
Leider zeigt die Entwicklung, daß die Optimisten blauäugig waren und die Kritiker mit ihren Bedenken meist Recht behielten. Ich sehe keinen Grund, warum das gerade bei der Islamfrage anders sein sollte.

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lutherbeck
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von lutherbeck » Sonntag 24. April 2016, 09:40

Kommt eine "Islamsteuer" für Mohammedaner (analog zur Kirchensteuer) in Schland?

Das würde evtl. die missionarischen Hintergedanken von Geldgebern aus Türkei, Saudi Arab. u. ä. eindämmen...

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 5492,d.bGg
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 24. April 2016, 12:59

Ich würde islamische Kirchensteuer gegenüber der Finanzierung durch das türkische Kulturministerium oder saudischen und anderen Stiftungen bei weitem vorziehen, halte es aber für völlig aussichtslos, weil die meisten deutschen Muslime unorganisiert sind und selbst den organisierten das deutsche Model nicht vermittelbar ist.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Caviteño » Sonntag 24. April 2016, 13:41

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Ich würde islamische Kirchensteuer gegenüber der Finanzierung durch das türkische Kulturministerium oder saudischen und anderen Stiftungen bei weitem vorziehen, halte es aber für völlig aussichtslos, weil die meisten deutschen Muslime unorganisiert sind und selbst den organisierten das deutsche Model nicht vermittelbar ist.
Zumal das deutsche Kirchensteuersystem seine Begründung in der Enteignung durch den Reichsdeputationshauptschluß von 1803 sowie dem Wegfall der an den Grund und Boden gebundenen dinglichen und persönlichen Leistungen in 1848 hat. Näheres hier.

Es dürfte sich wieder einmal um die üblichen Nebelkerzen des Politikbetriebes handeln, um von anderen Fragen - z.B. Vereinbarkeit islamischer Vorschriften mit dem GG - abzulenken.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 24. April 2016, 14:20

In diesem Fall bringst Du selbst staatliche Kirchenfinanzierung und Kirchensteuer durcheinander.
Steuern dürfen Körperschaften des öffentlichen Rechts bei ihren Mitgliedern erheben, so auch die Juden. Wie die einkassiert werden, ist noch mal eine andere Strophe.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von offertorium » Sonntag 24. April 2016, 15:41

Das Kirchensteuersystem ist nicht einmal für die Kirche selbst über die Landesgrenzen hinaus überzeugend. In Deutschland wird es aus meiner Sicht nur deshalb gehalten, weil der Staat durch die Verwaltungsgebühr daran verdient.

Allerdings wundert mich die Diskussion. In Berlin kommen zu den muslimischen Freitagsgebeten teilweise 1000 - 3000 Leute. Wieso sollte es nicht möglich sein, dass die Gemeinden einen Imam selbst bezahlen? In vielen Religionsgemeinschaften gibt es zudem ehrenamtliche Prediger. Ein Problem sehe ich nicht.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Caviteño » Sonntag 24. April 2016, 17:22

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:In diesem Fall bringst Du selbst staatliche Kirchenfinanzierung und Kirchensteuer durcheinander.
Steuern dürfen Körperschaften des öffentlichen Rechts bei ihren Mitgliedern erheben, so auch die Juden. Wie die einkassiert werden, ist noch mal eine andere Strophe.
Das glaube ich weniger, daß ich da etwas "durcheinander" bringe.

Natürlich dürfen nur Körperschaften des öffentlichen Rechts (KöR) Steuern erheben, aber inzwischen wurde auch einer muslimischem Gemeinde von Hessen (die Verleihung ist Ländersache) dieser Status zugesprochen:
Hessen hat als erstes Bundesland eine muslimische Vereinigung als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Das teilte die Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) mit. Durch die Anerkennung hat die AMJ die gleichen Rechte wie die großen christlichen Kirchen und könnte auch eigene Steuern erheben. Abdullah Uwe Wagishauser, der Vorsitzende der Gemeinde, sagte, die AMJ wolle den Status nutzen, um zum Beispiel islamische Friedhöfe im Rhein-Main-Gebiet und in Hamburg zu eröffnen. Steuern sollen vorerst nicht erhoben werden.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... rperschaft

Im übrigen ist es schon bemerkenswert, daß nur die christlichen (Ev., kath. und alt-kath.) und die jüdische Kirchen, die durch den Reichsdeputationshauptschluss "Verluste" erlitten, Steuern erheben. Die damaligen Ereignisse führten - wie ich ausgeführt habe - zum von Staats wegen eingeführtem Kirchensteuersystem. Die oa aufgeführten Kirchen waren im 19. Jdh. auch die vorherrschenden Religionsgemeinschaften in D. - andere (z.B. Baptisten, Adventisten usw.) spielten keine Rolle. Sie haben allerdings heute den Status einer KöR. Auch die Zeugen Jehovas haben sich diesen Status vor Gericht erstritten - erheben aber trotzdem, ebenso wie Baptisten oder Adventisten, keine Kirchensteuern.

http://verfassungsblog.de/bverfg-und-di ... in-bremen/

Bei den muslimischen Gemeiden liegt das Problem einer Anerkennung als KöR in zwei Bereichen:
1. Handelt es sich hier überhaupt um Religionsgemeinschaften?
und
2. Wie sieht es mit der Rechtstreue zum GG aus?

zu 1:
Aber der Begriff der Religionsgemeinschaft, wie er in Art. 137 WRV verwendet wird, ist ein verfassungsrechtlicher Begriff, unter den nicht jede Form religiöser Vereinigung fällt. Religionsgemeinschaft ist ein Verband, der die Angehörigen eines oder mehrerer verwandter Glaubensbekenntnisse zu allseitiger Erfüllung der durch das gemeinsame Bekenntnis gestellten Aufgaben zusammenfasst.
Im Kern geht es um den Zusammenschluss natürlicher Personen. Die großen muslimischen Verbände aber sind Dachverbände, die hunderte von selbstständigen Moscheevereinen zusammenfassen oder deren Mitglieder wiederum Dachorganisationen sind. Nach der Rechtsprechung kann zwar auch ein Dachverband selbst Religionsgemeinschaft sein. Dann muss die Gemeinschaft aber durch ein organisatorisches Band zusammengehalten werden, das vom Dachverband an der Spitze bis hinunter zum einfachen Gemeindemitglied reicht.
Eng damit verknüpft ist die Frage nach der Mitgliedschaft der Gläubigen in einem islamischen Verband. Da Organisationen im Islam theologisch gesehen keine wichtige Rolle spielen, fehlt es oft an klaren Vorschriften zur persönlichen Mitgliedschaft.
Eine eindeutige Regelung der Mitgliedschaft natürlicher Personen ist jedoch für eine Religionsgemeinschaft, die Körperschaft öffentlichen Rechts werden will, unverzichtbar: Das Recht, "Kirchen"-Steuern zu erheben und damit hoheitliche Tätigkeit auszuüben, kann nicht nach dem Maßstab eines vagen Zugehörigkeitsgefühls, sondern nur anhand einer rechtlich überprüfbaren Mitgliedschaft ausgeübt werden.
http://www.lto.de/recht/hintergruende/h ... undgesetz/

Der zweite von mir oben aufgeführte Punkt der Rechtstreue betrifft eben auch die Wertvorstellungen des GG - z. B. Gleichberechtigung von Mann und Frau, (auch negative) Religionsfreiheit ua.
Die muslimische Religionsgemeinschaft, der von Hessen der Status einer KöR verliehen wurde, gilt - lt. Artikel - als eine "gemäßigte muslimische Reformbewegung". Es könnte sein, daß dies die Entscheidung für die Behörden einfacher gemacht hat.

Die Frage der Kirchenfinanzierung ist durch die Konkordate geregelt, die z.B. festlegen, daß Bischöfe durch den Staat besoldet werden. Diese Frage stellt sich bzgl. der muslimischen Gemeinden überhaupt nicht.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 24. April 2016, 21:41

Die Ahmadiyya, die in Hessen als Körperschaft des öffentlichen Rechtes anerkannt wurde, hat vor allem den Vorteil, dass völlig klar ist, wer dazu gehört und wer nicht. Den Status haben sie auch nicht gebraucht, um Steuern zu erheben, ihre Mitgliedsbeiträge ziehen sie auch so sehr erfolgreich ein. Ihr Ziel sind Friedhöfe. Gemäßigt sind sie wie die Zeugen Jehowas. Als Staat kann man davon ausgehen, dass sie keinen Ärger machen, nach innen sind sie ziemlich totalitär.
Aber schon an der Zugehörigkeit zu einer religiösen Institution hapert es bei den meisten deutschen Muslimen, unabhängig davon, ob sie praktizieren oder nicht. Das Verfahren war sehr fragwürdig, aber der damalige Innenminister mußte sich tatsächlich seine Islamkonferenzteilnehmer selbst backen, auch die Verbände haben nur eine sehr dünne Basis.

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Edi
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Edi » Donnerstag 28. April 2016, 23:05

Neues von der "Religion des Friedens": http://kath.net/news/54997
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Edi » Sonntag 1. Mai 2016, 14:18

So ein Schleimer, der sehr wohl die Fakten kennt, sie aber öffentlich verschweigt. Als ob er nicht wüsste, daß der Islam auch eine politische Ideologie ist und daß in islamischen Staaten Christen verfolgt, umgebracht oder zumindest ihre Religionsausübung sehr eingeschränkt wird. Selbst in der noch realativ toleranten Türkei , werden Christen behindert, kann die orthoxe Kirche nur unter Einschränkungen wirken.
Was sind doch diese Bischöfe oder gar Kardinäle für Hosenscheißer und die sollen oder wollen die Nachfolger der Apostel sein. Nie und nimmer [Punkt]

Ich kenne hier niemand auch nicht von der AfD, der die Praktizierung der islamischen Religion hier verbieten will wie es dieser bischöfliche Schwätzer unterstellt. Würde er diffenzieren und die Fakten nennen, statt nur dumpfe Vorurteile zu haben, dann könnte man vor ihm Respekt haben, so aber nicht.

Seit Jahren wird doch selbst von den Systemparteien einschliesslich der Grünen immer wieder neu betont, daß sich die Mohammdaner an unsere Rechtsordnung halten müssten. Warum wird das denn betont? Weil es doch Tendenzen gibt, sich nicht daran zu halten und schariaartige Regeln da und dort zu einzuführen. Hat dieser ominöse Herr Kardinal noch nie etwas davon gehört, aber äussert sich dümmlich zu dem Thema.

https://www.facebook.com/Erzbistum/vide ... =2&theater
Zuletzt geändert von Edi am Sonntag 1. Mai 2016, 14:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von martin v. tours » Sonntag 1. Mai 2016, 14:31

Was für ein Dummschwätzer !
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Tinius » Sonntag 1. Mai 2016, 15:37

Ich finde seine Ansprache klasse.
Und er ist doch nicht "ominös".

Der Mann motiviert, katholisch zu werden. Alleine um diesen wahren Nachfolger der Apostel zu unterstützen.

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offertorium
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von offertorium » Sonntag 1. Mai 2016, 18:33

Edi hat geschrieben:Weil es doch Tendenzen gibt, sich nicht daran zu halten und schariaartige Regeln da und dort zu einzuführen.
Klar und morgen springen Muslime auf den Reichstag, schnippen mit den Fingern und auf einmal agieren Staatsanwaltschaft, Gerichte, Richter, Polizei und Anwälte nach Saudi-Arabischen Vorbild.

Mir wäre ja so eine Paranoia eher peinlich als dass ich sie ernsthaft offiziell äußern würde. Ansonsten hat Woelki alles gesagt, was gut, richtig und wichtig ist.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Protasius » Sonntag 1. Mai 2016, 18:44

offertorium hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Weil es doch Tendenzen gibt, sich nicht daran zu halten und schariaartige Regeln da und dort zu einzuführen.
Klar und morgen springen Muslime auf den Reichstag, schnippen mit den Fingern und auf einmal agieren Staatsanwaltschaft, Gerichte, Richter, Polizei und Anwälte nach Saudi-Arabischen Vorbild.

Mir wäre ja so eine Paranoia eher peinlich als dass ich sie ernsthaft offiziell äußern würde. Ansonsten hat Woelki alles gesagt, was gut, richtig und wichtig ist.
Ich entsinne mich, daß es Berichte über nach der Scharia urteilende Friedensrichter gab, die Streitigkeiten unter Muslimen schlichten, ohne daß die Behörden eingeschaltet werden.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von offertorium » Sonntag 1. Mai 2016, 19:08

Mir wäre neu, dass nach Sharia-Recht Privatpersonen, die keine staatliche Gewalt haben, irgendein Rechtsurteil sprechen dürften. Zumal Sharia nichts anderes als Thora bedeutet: der Weg zur Quelle. Mir ist allerdings weder ein Muslim noch ein Jude über den Weg gelaufen, der hier eine Steinigung einführen wollte. Davon abgesehen, dass ich es sowieso fragwürdig finde, wenn religiöse Menschen das religiöse Recht anderer Religionen auf irgendeinen Regelsatz reduzieren wollen. Reicht schon, wenn die Atheisten das tun.

Vielleicht sollte man nicht jede kriminelle Eigenheit von Großfamilien und die speziellen Regelungen innerhalb des organisierten Verbrechens auf eine Religion schieben. Das könnte das friedliche Miteinander durchaus fördern. Manchmal wünschte ich, die Leute sollten einfach mal einen Blick darauf werfen, wie hier Gesetze entstehen oder verändert werden, dann würde sich vielleicht auch diese irrationale Panik vor der "Sharia" entspannen.

In meiner Heimatstadt laufen mir jedenfalls ständig Spanier über den Weg. Angst, dass die hier spanisches Recht einführen könnten, habe ich jedenfalls bislang nicht.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 1. Mai 2016, 19:26

Protasius hat geschrieben:
offertorium hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Weil es doch Tendenzen gibt, sich nicht daran zu halten und schariaartige Regeln da und dort zu einzuführen.
Klar und morgen springen Muslime auf den Reichstag, schnippen mit den Fingern und auf einmal agieren Staatsanwaltschaft, Gerichte, Richter, Polizei und Anwälte nach Saudi-Arabischen Vorbild.

Mir wäre ja so eine Paranoia eher peinlich als dass ich sie ernsthaft offiziell äußern würde. Ansonsten hat Woelki alles gesagt, was gut, richtig und wichtig ist.
Ich entsinne mich, daß es Berichte über nach der Scharia urteilende Friedensrichter gab, die Streitigkeiten unter Muslimen schlichten, ohne daß die Behörden eingeschaltet werden.
Die Gerichtsbarkeit der katholischen Kirche ist auch ein "Rechtssystem" das parallel zum staatlichen agiert.
Dieser Beitrag ist sehr informativ.
http://www.daserste.de/information/repo ... s-108.html
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Edi » Sonntag 1. Mai 2016, 19:50

Deutsche Gerichte wenden Scharia an

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 2222.html
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Caviteño » Sonntag 1. Mai 2016, 21:16

Ein alter Hut.

Bereits 28 haben die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages darauf hingewiesen.

http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show. ... 88&id=125

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Edi » Montag 2. Mai 2016, 14:12

Caviteño hat geschrieben:Ein alter Hut.

Bereits 28 haben die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages darauf hingewiesen.

http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show. ... 88&id=125
Offenbar aber etlichen hier nicht bekannt.
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Edi » Montag 2. Mai 2016, 14:15

"Zur Beziehung Kirche und Politik gehört aber auch das einfache Prinzip: Leute der Kirche sind wie jeder Mensch verpflichtet, nicht moralisierend und ohne nötige Sachkenntnisse Politiker anzugreifen. So kürzlich geschehen, wenn ein deutscher Kardinal jene schlechtmacht, die die Frage stellen, ob der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar sei oder nicht. Zuerst müsste man doch fragen, was man mit „Islam“ meint, was im Islam enthalten ist. Religionsfreiheit ja, da sind wir uns alle einig, aber weiß der Kardinal z.B. nicht, was der Koran z.B. über die Frauen lehrt oder über das Töten von „Ungläubigen“? Auch das heutige Verhalten der Muslime zu den Juden müsste bedacht werden, vor allem auch wenn man sich erinnert, wie einig sich der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin Al-Husseini und Hitler waren! Der Kardinal sollte auch bedenken, dass es „den Islam“ nicht gibt so wenig wie „das Christentum“ und z.B. die „Alewiten“ eine ganz andere Gemeinschaft sind als Schiiten und Sunniten.

Nein, einen angeblich christlichen Kuschelkurs mit dem Islam zu fördern ist verantwortungslos. Wer nicht unterscheidet, der verwechselt, und das kann gefährlich sein. Das Zusammenleben mit Muslimen kann nur gut gehen, wenn sich diese von bestimmten Lehren des Koran und ihres Mohammeds deutlich distanzieren, wie das Juden und Christen mit einigen wenigen Sätzen ihrer gemeinsamen Bibel längst getan haben. Darauf müssen wir mit den Muslimen hinarbeiten, die den Mut dazu aufbringen. Gott sei Dank, es gibt auch solche, sie sind jene Vertreter dieser Religion, mit denen wir leben können! Kritische Vernunft, die sich am Gewissen und an den Geboten Gottes orientiert ist gefragt für richtiges Wahlverhalten und den Umgang mit anderen Religionen."

http://kath.net/news/5531

Dem Woelki guckt doch die Angst aus den Augen!
Zudem sollte er von seinem Vorgänger Kardinal Meisner wissen, wie es in der Türkei mit den Christen aussieht. Meisner hat sich als er noch im Amt war, um Christen in der Türkei gekümmert und Eingaben bei der Regierung gemacht, damit diese nicht mehr so behindert werden. Sehr erfolgreich war sein Bemühen offenbar nicht, was nicht ihm anzurechnen ist, sondern der türk. Regierung.
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Caviteño » Montag 2. Mai 2016, 16:57

Edi hat geschrieben:" Zuerst müsste man doch fragen, was man mit „Islam“ meint, was im Islam enthalten ist. Religionsfreiheit ja, da sind wir uns alle einig,
Also nach meinem Kenntnisstand gehört zur Religionsfreiheit nicht nur die Freiheit, seine Religion ausüben zu können sondern auch die Freiheit keine Religion zu haben oder seine Religion zu wechseln.
Ist da beim Islam eine Änderung eingetreten? :hmm: Kann ein Moslem jetzt die Religion problemlos wechseln und Christ werden? Mein Wissensstand ist noch immer dieser:

https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam

Solltest Du allerdings die Religionsfreiheit des Einzelnen meinen, machst Du mE wie der Herr Kardinal: Er verwechselt das Grundrecht auf Religionsfreiheit mit der Grundgesetzfähigkeit des Islam. Eine Religion, die in ihren Lehren gegen die Grundrechte verstößt, ist nicht "grundgesetzfähig" - daß der Einzelne trotzdem seine Religion ungestört von staatlicher Beeinflussung im Rahmen der geltenden Gesetze ausüben kann, ist unstrittig.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Edi » Montag 2. Mai 2016, 17:27

Caviteño hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:" Zuerst müsste man doch fragen, was man mit „Islam“ meint, was im Islam enthalten ist. Religionsfreiheit ja, da sind wir uns alle einig,
Also nach meinem Kenntnisstand gehört zur Religionsfreiheit nicht nur die Freiheit, seine Religion ausüben zu können sondern auch die Freiheit keine Religion zu haben oder seine Religion zu wechseln.
Ist da beim Islam eine Änderung eingetreten? :hmm: Kann ein Moslem jetzt die Religion problemlos wechseln und Christ werden? Mein Wissensstand ist noch immer dieser:

https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam

Solltest Du allerdings die Religionsfreiheit des Einzelnen meinen, machst Du mE wie der Herr Kardinal: Er verwechselt das Grundrecht auf Religionsfreiheit mit der Grundgesetzfähigkeit des Islam. Eine Religion, die in ihren Lehren gegen die Grundrechte verstößt, ist nicht "grundgesetzfähig" - daß der Einzelne trotzdem seine Religion ungestört von staatlicher Beeinflussung im Rahmen der geltenden Gesetze ausüben kann, ist unstrittig.

Ich habe den Text ja nicht geschrieben, der ist nur zitiert (in Anführungszeichen) aus dem angeführten Link und von Weihbischof Laun.

Was deinen Text zu Kard. Woelki angeht, hast du recht. Ich denke nicht, daß der Mann so dumm ist, das nicht unterscheidenund zu wissen, sondern daß er das absichtlich falsch darstellt. Es muß doch jeder wissen, daß in Deutschland so gut wie niemand und damit auch nicht die AfD, den Mohammedanern das Recht abspricht, ihre Religion auszuüben. Anders ist es nur dann, wenn sie meinen, sie könnten in Deutschland die deutschen Gesetze umbiegen.
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von offertorium » Montag 2. Mai 2016, 17:57

Caviteño hat geschrieben:Kann ein Moslem jetzt die Religion problemlos wechseln und Christ werden?
Warum auch nicht. Allein bei YouTube findet man genügend ehemalige Muslime, die augenscheinlich angstfrei über ihre Konversion berichten. Niemand, der Angst um sein Leben hat, würde das tun.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Edi » Montag 2. Mai 2016, 18:39

offertorium hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Kann ein Moslem jetzt die Religion problemlos wechseln und Christ werden?
Warum auch nicht. Allein bei YouTube findet man genügend ehemalige Muslime, die augenscheinlich angstfrei über ihre Konversion berichten. Niemand, der Angst um sein Leben hat, würde das tun.
Ja, möglichst nur einseitig berichten. Nicht wenige, die über ihre Konversion offen berichten, sind bedroht und haben auch Polizeischutz hier bei uns. Deine Schlußfolgerung, daß diejenigen, die gefährdet sind, nicht offen berichten, stimmt eben nicht. Nimm mal deine Brille ab.

http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... euebt.html
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von offertorium » Montag 2. Mai 2016, 20:14

Die, die die Polizeischutz haben, sind Menschen, die Unfrieden stiften wollen, ich würde sie sogar als Hetzer bezeichnen, die sind nur eine Handvoll und können nicht als repräsentativ gelten. Solche Menschen werden häufig bedroht. Das macht es nicht gut, aber hat nichts mit ihrer Konversion zu tun, sondern dass sie mit ihrer Hetze Leuten auf die Füße treten.
Ich meine hingegen die normalen Christen, die früher Muslime waren und von ihren Erfahrungen und Erlebnissen berichten.
Mohammed hat Gewalt gelehrt? Keine Ahnung. Moses wohl auch, wenn ich ins AT schaue. Und distanzieren wir uns jetzt von Moses ? Es würde schon reichen, wenn wir das, was wir uns für unsere eigene Religion wünschen und für den Umgang mit ihr, auch selbst gegenüber anderen Religionen zeigten und nicht uns über Steinbruchexegese des Koran freuen, bei der wir, wenn sie jemand bei der Bibel brächte, sofort auf die Barrikaden gingen.

Wer Sabatina James für kompetent hält, der lädt auch Michael Schmidt-Salomon als kompetenten Kenner des Christentums ein.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von martin v. tours » Montag 2. Mai 2016, 20:22

offertorium:
Bei allem Respekt für deine Meinung , aber mit deinem letzten Satz hast Du dich selbst disqualifiziert.
Beide Personen so zu vergleichen ist ein schlechter Scherz.
:daumen-runter:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von offertorium » Montag 2. Mai 2016, 20:26

martin v. tours hat geschrieben:offertorium:
Bei allem Respekt für deine Meinung , aber mit deinem letzten Satz hast Du dich selbst disqualifiziert.
Beide Personen so zu vergleichen ist ein schlechter Scherz.
:daumen-runter:
Was ist denn der qualitative Unterschied? Beide betreiben Steinbruchexegese. Schmidt-Salomon hat wenigstens noch einen Dr.Ph. und demnach einen gewissen geisteswissenschaftlichen Hintergrund. Was hat denn Sabatina James vorzuweisen? Ich meine, außer die Mitleidskompetenz einer angeblichen Zwangsheirat.

Caviteño
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Caviteño » Montag 2. Mai 2016, 20:46

offertorium hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Kann ein Moslem jetzt die Religion problemlos wechseln und Christ werden?
Warum auch nicht. Allein bei YouTube findet man genügend ehemalige Muslime, die augenscheinlich angstfrei über ihre Konversion berichten. Niemand, der Angst um sein Leben hat, würde das tun.
Es gibt mindestens genausoviele Gegenbeispiele, z.B. Darauf steht die Todesstrafe
Im Sudan (StGB aus dem Jahre 1991, Art. 126), Jemen und Iran sowie in Saudi-Arabien, Katar, Pakistan, Afghanistan, Somalia und in Mauretanien (StGB aus dem Jahre 1984, Art. 36) kann Abfall vom Islam noch heute mit dem Tode bestraft werden, und es werden vereinzelt auch Hinrichtungen durchgeführt, so etwa im Jahre 2 bei einem somalischen Staatsbürger. Der Gelehrte Mahmud Muhammad Taha wurde im Sudan am 18. Januar 1985 offiziell wegen „erwiesener Apostasie“ hingerichtet. Pakistan plante im Jahre 27 die Einführung eines Gesetzes, das die Todesstrafe für männliche Apostaten und lebenslange Haft für weibliche vorsieht. Zwei muslimische Zeugen sollten für eine Verurteilung ausreichen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie ... schen_Welt

Andere Folgen können zivilrechtlicher Natur sein (Einzug des Vermögens, Auflösung der Ehe uä).

Aber das hat natürlich alles nichts mit dem Islam zu tun, es sind die staatlichen Gesetze, die so etwas vorsehen....... :D :kugel:

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Caviteño » Montag 2. Mai 2016, 20:49

Edi hat geschrieben: Was deinen Text zu Kard. Woelki angeht, hast du recht. Ich denke nicht, daß der Mann so dumm ist, das nicht unterscheidenund zu wissen, sondern daß er das absichtlich falsch darstellt. Es muß doch jeder wissen, daß in Deutschland so gut wie niemand und damit auch nicht die AfD, den Mohammedanern das Recht abspricht, ihre Religion auszuüben. Anders ist es nur dann, wenn sie meinen, sie könnten in Deutschland die deutschen Gesetze umbiegen.
Das ist eben genau das verlogene Verhalten, es wird etwas behauptet - obwohl man es besser weiß, um den anderen als Idioten darstellen zu können. Das hat weder etwas mit Lehramt noch mit christlich zu tun. Das ist simple Propaganda - allerdings der billigsten Art.

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offertorium
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von offertorium » Montag 2. Mai 2016, 20:57

Caviteño hat geschrieben: Aber das hat natürlich alles nichts mit dem Islam zu tun, es sind die staatlichen Gesetze, die so etwas vorsehen....... :D :kugel:
ich halte diese Länder schlichtweg nicht für islamisch.

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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Siard » Dienstag 3. Mai 2016, 22:26

offertorium hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben: Aber das hat natürlich alles nichts mit dem Islam zu tun, es sind die staatlichen Gesetze, die so etwas vorsehen....... :D :kugel:
ich halte diese Länder schlichtweg nicht für islamisch.
Sondern?

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Niels
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Re: Der Islam gehört zu Deutschland

Beitrag von Niels » Mittwoch 4. Mai 2016, 05:57

Siard hat geschrieben:
offertorium hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben: Aber das hat natürlich alles nichts mit dem Islam zu tun, es sind die staatlichen Gesetze, die so etwas vorsehen....... :D :kugel:
ich halte diese Länder schlichtweg nicht für islamisch.
Sondern?
Das frage ich mich auch.
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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