Was tun gegen den Klimaschwindel?

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Benedikt
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Benedikt » Dienstag 5. März 2019, 10:45

Ich finde es ja lustig, dass hier diejenigen, die sonst immer gegen die staatliche Schulpflicht wettern, das Schwänzen auf einmal ganz schlimm finden.

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass unsere Jugend gegen die derzeitige Politik des Aussitzens und des Stillstands auf die Straße geht.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Hubertus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hubertus » Dienstag 5. März 2019, 10:52

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Niels
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Niels » Dienstag 5. März 2019, 12:46

Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 10:45
Ich finde es auf jeden Fall gut, dass unsere Jugend gegen die derzeitige Politik des Aussitzens und des Stillstands auf die Straße geht.
Goldig. :kugel:

Wenn sie das mal täten... :roll:
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Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Dienstag 5. März 2019, 12:55

Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 10:45
Ich finde es auf jeden Fall gut, dass unsere Jugend gegen die derzeitige Politik des Aussitzens und des Stillstands auf die Straße geht.
Frei nach Wilhelm Busch aus Max & Moritz:
Das ist freilich angenehmer
Und dazu auch viel bequemer,
Als in Kirche oder Schule
Festzusitzen auf dem Stuhle.

Aber wehe, wehe, wehe,
Wenn ich auf das Ende sehe!!

https://www.wilhelm-busch.de/werke/max- ... z-vorwort/

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ar26
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von ar26 » Mittwoch 6. März 2019, 10:43

Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 10:45
Ich finde es ja lustig, dass hier diejenigen, die sonst immer gegen die staatliche Schulpflicht wettern, das Schwänzen auf einmal ganz schlimm finden.

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass unsere Jugend gegen die derzeitige Politik des Aussitzens und des Stillstands auf die Straße geht.
Es ist wohl eher die Ungleichbehandlung, die sauer aufstößt. Mir persönlich ist es ja wurscht. Als Schüler wäre ich vmtl. damit einverstanden gewesen, wenn die Spinner einen Tag pro Woche nicht da sind.

Welchen Stillstand meinst Du? Die Öko-Diktatur nimmt von Tag zu Tag konkretere Formen an. Einen Stillstand kann ich hier leider nicht erkennen. In den Medien wird bereits ungeniert darüber diskutiert, dass man zwecks Klimaschutz auf Kinder verzichten sollte. Würde mich nicht wundern, wenn wir hier in 5 oder 10 Jahren chinesische Verhältnisse in der Familienpolitik haben. Abtreiben fürs Klima o.s.ä.
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Hubertus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hubertus » Mittwoch 6. März 2019, 10:59

ar26 hat geschrieben:
Mittwoch 6. März 2019, 10:43
Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 10:45
Ich finde es ja lustig, dass hier diejenigen, die sonst immer gegen die staatliche Schulpflicht wettern, das Schwänzen auf einmal ganz schlimm finden.

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass unsere Jugend gegen die derzeitige Politik des Aussitzens und des Stillstands auf die Straße geht.
Es ist wohl eher die Ungleichbehandlung, die sauer aufstößt. Mir persönlich ist es ja wurscht. Als Schüler wäre ich vmtl. damit einverstanden gewesen, wenn die Spinner einen Tag pro Woche nicht da sind.

Welchen Stillstand meinst Du? Die Öko-Diktatur nimmt von Tag zu Tag konkretere Formen an. Einen Stillstand kann ich hier leider nicht erkennen. In den Medien wird bereits ungeniert darüber diskutiert, dass man zwecks Klimaschutz auf Kinder verzichten sollte. Würde mich nicht wundern, wenn wir hier in 5 oder 10 Jahren chinesische Verhältnisse in der Familienpolitik haben. Abtreiben fürs Klima o.s.ä.
:ja:
Und das ist mitnichten ein Hirngepinst - diese Agenda rollt bereits:
https://www.kreuzgang.org/viewtopic.php ... 60#p841760
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Benedikt » Mittwoch 6. März 2019, 15:42

ar26 hat geschrieben:
Mittwoch 6. März 2019, 10:43
Welchen Stillstand meinst Du? Die Öko-Diktatur nimmt von Tag zu Tag konkretere Formen an. Einen Stillstand kann ich hier leider nicht erkennen.
Was wurde denn in den letzten 10 Jahren in Sachen Umweltschutz getan, dass wirklich Auswirkung hat? Da gab es bei uns nur Symbolpolitik und markige Worte. Aber was will man von einer Groko auch erwarten. Leider gibt es keine Partei, die auch nur ansatzweise Aussichten hat, diese großen Fragen anzupacken.

Das derzeitige Zupflastern des Globus mit immer mehr Straßen, Eigenheimen, die immer weiter fortschreitende Industrialisierung der Landwirtschaft zulasten der Natur kann es auf jeden Fall nicht sein. Lösungansätze jenseits sogen. Verbotspolitik sind immer gern gesehen, geliefert werden sie aber nicht.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von ar26 » Mittwoch 6. März 2019, 16:19

Ich will Dir ja zu Gute halten, dass wir mglw. aneinander vorbei reden. Das mag daran liegen, dass der Begriff Umweltschutz widersprüchlich und teilweise gegensätzlich ist. Vogelfreunde werden Windräder anders beurteilen als CO2-Ideologen. Im Sinne letzterer ist allerdings viel getan worden, man bedenke die künstlich angestoßene Energiewende und die damit einhergehende Verteuerung von Energie bishin zu CO2-"Strafsteuern".

Was die anderen Themen angeht, so magst Du global recht haben, allerdings glaube ich nicht so recht, dass Deutschland hier wirklich auf die Anklagebank gehört. Wer wie ich die Transformation der Braunkohleindustrie von schmutzigen DDR-Zeiten zu heutigen Standards erlebt hat, der kennt sehr viel Positives.

Mit diesen hyperideologisierten Bürgerkindern, die im Privatleben keinerlei Verzicht üben, hat das aber alles nichts zu tun.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von ar26 » Mittwoch 6. März 2019, 16:20

Ergänzend sei die Entwicklung der Biolandwirtschaft erwähnt. Das war vor 10 Jahren noch ein ziemliches Nischending, heute ist es nahezu Allgemeingut.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Niels » Freitag 8. März 2019, 13:23

Herr Steinmeier unterstützt beim Schulschwänzen... goldig! (Offiziell natürlich so: (...) "sodass wir uns eigentlich nur herzlich bedanken können, euch ermutigen, das weiter zu tun – innerhalb der Schule natürlich als Thema im Schulunterricht und natürlich auch außerhalb der Schulzeit.") :zirkusdirektor: :umkuck:
Aber nicht in Berlin, da ist heute schulfrei. Dann lieber klimaschädlich nach Neumünster fahren... :kugel:
https://www.welt.de/politik/deutschland ... etzer.html
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schülerproteste für mehr Klimaschutz ausdrücklich begrüßt. Viele der Erwachsenen hätten noch nicht gemerkt, „dass es fünf vor zwölf ist“, sagte Steinmeier am Freitag in Neumünster (...).

Es gehe nicht nur um Schutz des Klimas, sondern auch um den Schutz der Weltmeere, sagte Steinmeier. Er verwies auf seine Eindrücke vor zwei Wochen bei seinem Besuch der Galapagosinseln.
Ist er da wohl (mit Greta?) klimaneutral hin- und zurückgepaddelt? :ikb_boat: Goldig! :fieselschweif: :kugel:
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von ar26 » Freitag 8. März 2019, 13:38

Derartig lächerliche Propaganda hat das Pankower Regime erst in der Endphase von sich gegeben. Ich liebe doch alle Menschen usw. Vlt. lässt das ja hoffen.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Freitag 8. März 2019, 13:43

Solange die kids für Klimapolitik demonstrieren, müssen die wirklichen Probleme auch nicht behandelt werden, meint Daniel Stelter und sieht ein Ablenkungsmanöver:

FridaysForFuture - Merkt Ihr nicht, wie wir Alten Euch ausplündern?
Denn die Aufgaben und Schwierigkeiten, die auf Euch zukommen, sind weitaus größer, als Ihr denkt. Ihr habt allen Grund, sauer zu sein auf die Politik der vergangenen Jahrzehnte. Dabei dürften die Folgen dieses Politikversagens für Euch weitaus verheerender sein als der Klimawandel.
(...)
Wohl keine Generation ist so egoistisch mit den Ressourcen eines Landes umgegangen wie die heute regierende. Die Liste der Versäumnisse ist lang und erschreckend. Wenn Ihr die lest und überdenkt, habt Ihr erst recht Grund, nächste Woche wieder auf die Straße zu gehen – dann aber für die Zukunft unseres Landes.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Freitag 8. März 2019, 15:06

Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 10:45
Ich finde es ja lustig, dass hier diejenigen, die sonst immer gegen die staatliche Schulpflicht wettern, das Schwänzen auf einmal ganz schlimm finden.

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass unsere Jugend gegen die derzeitige Politik des Aussitzens und des Stillstands auf die Straße geht.
Es ist nicht nur das Schuleschwänzen, das stört. Es stört der verlogene, erhobene Zeigefinger.

Sie gehen ja nicht auf die Straße und sagen: Schaut uns an! Schaut was wir gegen die Klimaerwärmung tun!
Nein, sie gehen hin und sagen: Wir wissen was IHR tun müßt. Ihr müßt… usw.
Ein typisches (grünes) Gutmenschentum besteht nämlich nicht darin gutes zu Tun, sondern darin, sich selbst als moralisch höherstehend und das Ganze überblickend darzustellen und anderen zu sagen, was sie tun sollen.

Wenn also bei dieser kalten und doch klimaerwärmten Jahreszeit die Jugendlichen in wetterfesten Steppjacken aus Synthetikgewebe mit Turnschuhen an den Füßen durch die Straßen ziehen und dabei ein Schild hochhalten auf dem steht: »Kein Plastik mehr!«, da kommt mir an der Sache irgendwas nicht so ganz stimmig vor.

Konsequent würden sie ihre Turnschuhe/Sneakers ausziehen und Holzschuhe anziehen (Leder ist ja auch böse, da dafür Tiere sterben müssen). Sie würden ihre moderne, wasserdichte High-Tech-Kleidung ablegen und sich sich was aus Baumwolle oder Leinen anziehen (Wolle ist ja auch böse, wegen der leidenden Schafe). Dann dürfen sie ein Schild mit der oben genannten Forderung hochhalten, solange sie keine Acrylfarbe zum schreiben der Schrift benutzen. Am besten wäre ein Holzschild mir Beschriftung aus Kreide/Kohle. Oder wie wäre es mit einem schönen Transparent und luftigem Leinengewebe mit aufgesticktem Text (oder können die Schüler/-innen heute nicht mehr Sticken?)

Alles andere ist Heuchelei.

Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Niels » Freitag 8. März 2019, 15:08

Eben - und am Wochenende wird nicht "demonstriert".
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ar26
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von ar26 » Freitag 8. März 2019, 15:10

"Stelter nailed it" würde der Angelsachse wohl sagen. :klatsch:
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Niels » Freitag 8. März 2019, 15:13

Man kann sich auch auf die Suche nach einer Fahrgemeinschaft machen, um die Umwelt zu schützen: https://www.youtube.com/watch?v=RBGPSJBbDl0
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von TeDeum » Freitag 8. März 2019, 16:54

Treffend beschrieben, Juergen!

Aber wir sind uns einig, diese medial gewollte Demo wird insbesondere durch die Mainstream Medien und diverse NGOs getrieben. Die beiden Jugendlichen in meinem Umfeld (einer immerhin an der Waldorfschule) die ich dazu befragte, meinten alle, man gehe da halt mal kurz mit Freunden hin und verkrümmelt sich dann wieder zeitig um den freien Freitag zu geniessen. Das wissen ja auch die Organisatoren ...

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von martin v. tours » Freitag 8. März 2019, 17:39

Jürgen :klatsch: :daumen-rauf:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Benedikt
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Benedikt » Freitag 8. März 2019, 17:58

Juergen hat geschrieben:
Freitag 8. März 2019, 15:06


Alles andere ist Heuchelei.
Deiner Meinung muss also jeder, der sich für besseren Umweltschutz einsetzt, als Einsiedler in Wald Leben. Mit derselben Argumentation darf ein Libertärer keine Straßen nutzen und nicht Mitglied der Krankenkasse sein. Ein Kritiker der gegenwärtigen Agrarpolitik darf nichts mehr essen.

Jürgen, dein Beitrag war sinnfreies Getöse.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Niels » Freitag 8. März 2019, 18:13

Hä?! :detektiv:
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Marcus, der mit dem C » Freitag 8. März 2019, 18:20

"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

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Hubertus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hubertus » Freitag 8. März 2019, 19:13

Juergen hat geschrieben:
Freitag 8. März 2019, 15:06
Benedikt hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 10:45
Ich finde es ja lustig, dass hier diejenigen, die sonst immer gegen die staatliche Schulpflicht wettern, das Schwänzen auf einmal ganz schlimm finden.

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass unsere Jugend gegen die derzeitige Politik des Aussitzens und des Stillstands auf die Straße geht.
Es ist nicht nur das Schuleschwänzen, das stört. Es stört der verlogene, erhobene Zeigefinger.

Sie gehen ja nicht auf die Straße und sagen: Schaut uns an! Schaut was wir gegen die Klimaerwärmung tun!
Nein, sie gehen hin und sagen: Wir wissen was IHR tun müßt. Ihr müßt… usw.
Ein typisches (grünes) Gutmenschentum besteht nämlich nicht darin gutes zu Tun, sondern darin, sich selbst als moralisch höherstehend und das Ganze überblickend darzustellen und anderen zu sagen, was sie tun sollen.

Wenn also bei dieser kalten und doch klimaerwärmten Jahreszeit die Jugendlichen in wetterfesten Steppjacken aus Synthetikgewebe mit Turnschuhen an den Füßen durch die Straßen ziehen und dabei ein Schild hochhalten auf dem steht: »Kein Plastik mehr!«, da kommt mir an der Sache irgendwas nicht so ganz stimmig vor.

Konsequent würden sie ihre Turnschuhe/Sneakers ausziehen und Holzschuhe anziehen (Leder ist ja auch böse, da dafür Tiere sterben müssen). Sie würden ihre moderne, wasserdichte High-Tech-Kleidung ablegen und sich sich was aus Baumwolle oder Leinen anziehen (Wolle ist ja auch böse, wegen der leidenden Schafe). Dann dürfen sie ein Schild mit der oben genannten Forderung hochhalten, solange sie keine Acrylfarbe zum schreiben der Schrift benutzen. Am besten wäre ein Holzschild mir Beschriftung aus Kreide/Kohle. Oder wie wäre es mit einem schönen Transparent und luftigem Leinengewebe mit aufgesticktem Text (oder können die Schüler/-innen heute nicht mehr Sticken?)

Alles andere ist Heuchelei.

:daumen-rauf:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von ar26 » Freitag 8. März 2019, 21:05

Benedikt hat geschrieben:
Freitag 8. März 2019, 17:58
Juergen hat geschrieben:
Freitag 8. März 2019, 15:06


Alles andere ist Heuchelei.
Deiner Meinung muss also jeder, der sich für besseren Umweltschutz einsetzt, als Einsiedler in Wald Leben. Mit derselben Argumentation darf ein Libertärer keine Straßen nutzen und nicht Mitglied der Krankenkasse sein. Ein Kritiker der gegenwärtigen Agrarpolitik darf nichts mehr essen.

Jürgen, dein Beitrag war sinnfreies Getöse.
Solange dem Libertären Steuern abgepresst werden, kann er auch die Straßen nutzen. An KKK kommt er wegen des gesetzl. Zwangs eh nicht vorbei. Der Agrarkritiker sollte sich vornehmlich im Biomarkt blicken lassen, denn sonst unterstützte er ja, was er kritisiert.

Die Schüler sollten zumindest ansatzweise realisieren, was die Konsequenzen ihrer Forderungen wären, nämlich in der Tat die partielle Rückkehr in die Subsistenzwirtschaft. Wobei ich ja eher davon ausgehe, dass das Recht zu CO2-Emission ein Wirtschaftsgut wird, dass sich der eine leisten kann, der andere halt nicht. Die Bürgerkinder und Jet-Set-Prinzessin glauben natürlich, auch dann noch alle auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Vlt. sollten die mal W. Leonhardts Buch über kinderfressende Revolutionen lesen.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Freitag 8. März 2019, 23:22

TeDeum hat geschrieben:
Freitag 8. März 2019, 16:54
Aber wir sind uns einig, diese medial gewollte Demo wird insbesondere durch die Mainstream Medien und diverse NGOs getrieben. Die beiden Jugendlichen in meinem Umfeld (einer immerhin an der Waldorfschule) die ich dazu befragte, meinten alle, man gehe da halt mal kurz mit Freunden hin und verkrümmelt sich dann wieder zeitig um den freien Freitag zu geniessen. Das wissen ja auch die Organisatoren ...
Es sollte eigentlich jeden stutzig machen, daß auch die Kanzlerin diese Demo "begrüßt". Hatte sie während ihrer langen Regierungszeit nicht genügend Zeit, entsprechende Vorhaben durchzusetzen? Aber wer die Atomkraftwerke abstellt und sich dann wundert, daß die CO²Emissionen steigen, dem ist nicht zu helfen. Und wer glaubt, eine hochtechnisierte Volkswirtschaft könne ausschl. mit "erneuerbaren" Energien betrieben werden, der handelt grob fahrlässig.

Im übrigen: Wer hätte als Schüler denn nicht die Gelegenheit genutzt, schulfrei zu haben?

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Sonntag 10. März 2019, 18:53

Ausschnitt aus öffentlicher Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nunkleare Sicherheit im Bundestag, am 20.02.2019. Thema: „Kohlendioxidausstoß bei schweren Nutzfahrzeugen“. Und weiteres…

https://www.youtube.com/watch?v=yrDoeg3-Vpw
Gruß
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Benedikt » Montag 11. März 2019, 14:59

Studie: Autoverkehr kostet Kommunen das Dreifache des ÖPNV
Darum stellte der Kasseler Verkehrswissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer jetzt in einem Forschungsprojekt die Frage: „Welche Kosten verursachen verschiedene Verkehrsmittel wirklich?“ und kam zu einer klaren Antwort: Der Radverkehr erhält die geringsten Zuschüsse. Der PKW-Verkehr in einer deutschen Großstadt kostet die öffentliche Hand und die Allgemeinheit etwa das Dreifache wie der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Denn der PKW-Verkehr erfordert zwar durchaus auch – wie der ÖPNV – Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und deren Unterhalt, bringt aber den Kommunen keine unmittelbaren Einnahmen wie der ÖPNV.

[...]

Um die öffentlichen Zuschüsse für den LKW- und PKW- sowie die externen Kosten dieser Verkehre durch eine City-Maut auszugleichen, müsste Bremen 36,7 Cent je LKW-Kilometer berechnen, Kassel 55,9 Cent je Kilometer und Kiel 28,7 Cent je Kilometer. Für den PKW-Kilometer müsste die Maut in Bremen 12,9 Cent, in Kassel 12,2 Cent und in Kiel 6,6 Cent betragen.
So eine Citymaut wäre in Städten > 50.000 Einwohner sicher sinnvoll, um die Kosten des Autoverkehrs richtig einzupreisen.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hubertus » Montag 11. März 2019, 19:29

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Benedikt » Montag 11. März 2019, 20:47

In Deutschland. :patsch:

Global gesehen sieht es anders aus: https://data.giss.nasa.gov/gistemp/graphs_v3/
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Lupus » Montag 11. März 2019, 21:32

Heute vormittags gegen 10::00 Uhr heulte ganz plötzlich ein Schneesturm durch unsre Stadt. Innert 20 Minuten lagen 5 cm Schnee! Ich wollte gerade meinen Polo aus der Tiefgarage holen, als es anfing. Ich bin natürlich zuhause geblieben!
Jetzt, gegen 21:30 Uhr ist wieder der ganze Schnee weggetaut; da könnte doch eigentlich morgen der Fröhling anfangen!
Ach, wär das schön!
+L.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von ar26 » Dienstag 12. März 2019, 00:14

Benedikt hat geschrieben:
Montag 11. März 2019, 14:59
Studie: Autoverkehr kostet Kommunen das Dreifache des ÖPNV
Darum stellte der Kasseler Verkehrswissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer jetzt in einem Forschungsprojekt die Frage: „Welche Kosten verursachen verschiedene Verkehrsmittel wirklich?“ und kam zu einer klaren Antwort: Der Radverkehr erhält die geringsten Zuschüsse. Der PKW-Verkehr in einer deutschen Großstadt kostet die öffentliche Hand und die Allgemeinheit etwa das Dreifache wie der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Denn der PKW-Verkehr erfordert zwar durchaus auch – wie der ÖPNV – Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und deren Unterhalt, bringt aber den Kommunen keine unmittelbaren Einnahmen wie der ÖPNV.

[...]

Um die öffentlichen Zuschüsse für den LKW- und PKW- sowie die externen Kosten dieser Verkehre durch eine City-Maut auszugleichen, müsste Bremen 36,7 Cent je LKW-Kilometer berechnen, Kassel 55,9 Cent je Kilometer und Kiel 28,7 Cent je Kilometer. Für den PKW-Kilometer müsste die Maut in Bremen 12,9 Cent, in Kassel 12,2 Cent und in Kiel 6,6 Cent betragen.
So eine Citymaut wäre in Städten > 50.000 Einwohner sicher sinnvoll, um die Kosten des Autoverkehrs richtig einzupreisen.
Ich bin ja als Zwangsfahrer im ÖPNV und passionierter Umweltverschmutzer mit meinen geliebten PKW nicht grundsätzlich gegen Maut, sofern ich dadurch mehr Fahrkomfort durch bessere Straßen und mehr Parkplätze erhalte. An der Berechnung fehlt mir aber die Gegenrechnung mit den Steuereinnahmen aus Benzin und Diesel sowie der USt aus Autokäufen. In 2018 wurden immerhin 41 Mrd. € Steuern aus Mineralöl generiert, aus USt. für Neuwagenabsatz ca. 14 Mrd. Dass diese 55 Mrd. nicht unbedingt den Kommunen zugute kommen, kann man ja unsereins nicht anlasten.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Dienstag 12. März 2019, 00:57

Die Frage ist doch auch, ob sich z.B. durch die LKW-Maut der LKW-Verkehr verringert hat und z.B. mehr Güter auf der Schiene transportiert werden. Wahrscheinlich ist das nicht der Fall.

Da verstärkt sich dann der Eindruck, daß die Citymaut nur eine zusätzliche Einnahmequelle sein soll. Natürlich kann man das gesamte Steuer- und Abgabensystem umbauen, um z.B. den Umweltschutzgedanken stärker zur Geltung zu bringen oder die Verursacher ungewollter volkswirtschaftlicher Folgen zur Kasse zu bitten. Das wird ja auch gemacht, z.B. CO²-Emissionszertifikate.

Um die Akzeptanz für eine solche Maßnahme herzustellen, wäre es aber notwendig, entsprechenden Entlastung an anderer Stelle zu beschließen. Davon hört man allerdings nie etwas. Verständlich, wenn der Bürger sich dann doppelt und dreifach abgezockt fühlt.

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martin v. tours
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von martin v. tours » Dienstag 12. März 2019, 07:02

Mehr Güter auf die Schiene.... ein schöner Traum :)
Ich hatte beruflich mal mit dem Thema Logistik zu tun.
Wenn es um exakte Liefertermine und das Thema just in time geht ist die Bahn nicht die erste Wahl.
Unsere Internetbestellerei und Amazonities tut ein übriges.
Und wenn sich Susi Sorglos wieder einmal ein Paar Schuhe bei Zalando bestellt oder Max Mustermann seine Pizza bei Lieferheld, dann kommt das eher nicht mit der Bahn.
Aber natürlich ist es einfacher über die böse Wirtschaft oder Politiker zu schimpfen als seine eigenen Kaufgewohnheiten zu überdenken,
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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