Was tun gegen den Klimaschwindel?

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Raphael
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Raphael » Sonntag 21. Oktober 2018, 12:34

Der emeritierte Professor Horst Malberg, ehemals Leiter des Instituts für Meteorologie an der Freien Universität Berlin, zum Thema Klimawandel:
*** klick mich ***
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

gotthardus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von gotthardus » Sonntag 21. Oktober 2018, 13:48

Die Erderwärmung? Hat's doch schon immer gegeben!

[b]https://www.zeit.de/wissen/umwelt/20 ... nsicht[/b]

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Peti
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Peti » Sonntag 21. Oktober 2018, 15:58

gotthardus hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 13:48
Die Erderwärmung? Hat's doch schon immer gegeben!

[b]https://www.zeit.de/wissen/umwelt/20 ... nsicht[/b]
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018- ... cc-bericht
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Juergen
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Sonntag 21. Oktober 2018, 16:56

Wenn CO2 durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht, dann fragt man sich, wie eigentlich in die fossilen Brennstoffe der Kohlenstoff rein gekommen ist. Bild

Da könnte man überlegen, daß die fossilen Brennstoffe aus totem Bio-Material (Bäume etc.) entstanden sind. Doch woher hatten die Bäume den Kohlenstoff? Bild

Hatten die ihn aus der Luft? Bild

Das kann ja nicht sein, sonst hätte es damals ja immens viel CO2 in der Luft geben müssen und somit die Erde als Riesentreibhaus den Hitzestod sterben müssen. Bild
Gruß
Jürgen

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Amigo
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Sonntag 21. Oktober 2018, 18:17

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 16:56
Wenn CO2 durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht, dann fragt man sich, wie eigentlich in die fossilen Brennstoffe der Kohlenstoff rein gekommen ist. Bild

Da könnte man überlegen, daß die fossilen Brennstoffe aus totem Bio-Material (Bäume etc.) entstanden sind. Doch woher hatten die Bäume den Kohlenstoff? Bild

Hatten die ihn aus der Luft? Bild

Das kann ja nicht sein, sonst hätte es damals ja immens viel CO2 in der Luft geben müssen und somit die Erde als Riesentreibhaus den Hitzestod sterben müssen. Bild
Ja, es gab zeitweise viel mehr CO2. Hauptgrund dafür, dass das nicht zu einem Hitzetod der Erde führte, ist, dass die Intensität der Sonnenenergie im Lauf von Jahrmilliarden zunimmt (ca. 8% pro Jahrmilliarde), vgl. zB Figure 5.2 in dieser Website: https://www.nap.edu/read/11798/chapter/7#69

Die Erdatmosphäre hatte früher zeitweise jeweils unterschiedliche Zusammensetzungen, teils auch viel mehr Treibhausgase, aber eben auch weniger Energieeinstrahlung von außen.

Die Schöpfung ist ein wirklich geniales und komplexes Ding... :klatsch:

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Peti
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Peti » Sonntag 21. Oktober 2018, 20:29

Da dies keine philosophische- oder theologische Frage ist, am besten seriöse Naturwissenschaftler fragen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Leugnung_ ... _Erwärmung
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Raphael » Sonntag 21. Oktober 2018, 22:17

Peti hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 20:29
Da dies keine philosophische- oder theologische Frage ist, am besten seriöse Naturwissenschaftler fragen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Leugnung_ ... _Erwärmung
Ist der emeritierte Professor Horst Malberg, ehemals Leiter des Instituts für Meteorologie an der Freien Universität Berlin, etwa kein seriöser Naturwissenschaftler? :detektiv:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
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Juergen
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Montag 22. Oktober 2018, 14:49

Peti hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 20:29
Da dies keine philosophische- oder theologische Frage ist, am besten seriöse Naturwissenschaftler fragen.

Gute Idee,
doch was die Wikipedia damit zu tun. :hmm:
Gruß
Jürgen

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Niels
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Niels » Montag 22. Oktober 2018, 17:00

Juergen hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 14:49
Peti hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 20:29
Da dies keine philosophische- oder theologische Frage ist, am besten seriöse Naturwissenschaftler fragen.

Gute Idee,
doch was die Wikipedia damit zu tun. :hmm:
Für Naivlinge ist das "die Wahrheit", was bei der Wiki steht. Manchmal gibt es da gute Artikel. Aber: Selber recherchieren, Fragen stellen und nachdenken macht klug. :anton:
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
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Hubertus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hubertus » Freitag 30. November 2018, 18:49

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Lupus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Lupus » Freitag 18. Januar 2019, 10:50

Ein intensiver Sommer, wie ich ihn einst 1947 erlebt habe, ist vorüber gegangen.
Ein schneereicher Winter, zuminest bei uns im Süden, zeigt seine Herrschergewalt immer noch unverändert.
Wie ist denn das nun mit dem oft so überbetonten, grünlackierten "Klimawandel"? :pfeif: :hae?: :achselzuck:

+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Peti
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Peti » Freitag 18. Januar 2019, 13:27

Lupus hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 10:50
Ein intensiver Sommer, wie ich ihn einst 1947 erlebt habe, ist vorüber gegangen.
Ein schneereicher Winter, zuminest bei uns im Süden, zeigt seine Herrschergewalt immer noch unverändert.
Wie ist denn das nun mit dem oft so überbetonten, grünlackierten "Klimawandel"? :pfeif: :hae?: :achselzuck:
Pfarrer Richard Kocher aus Balderschwang:
Das Außergewöhnliche oder das Beängstigende ist, dass wir an Weihnachten noch keinen Schnee hatten und die Leute mit Schneeschnaufeln die Loipen spuren mussten. Jetzt ist aber innerhalb von 14 Tagen so viel Schnee gekommen. Das ist das Außergewöhnliche.
Vor einem Monat war in einer Nachbargemeinde auf österreichischer Seite - 20 Kilometer von uns entfernt - Wassermangel. Das hat es seit Menschengedenken noch nicht gegeben, dass es im November oder Dezember Wassermangel gegeben hat. Insofern glaube ich schon, dass das insgesamt dem Klimawandel geschuldet ist. Nicht, dass es mal mehr Schnee gibt, sondern dieses Wetterextrem.
https://www.domradio.de/themen/bistümer ... e-gelassen
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martin v. tours
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von martin v. tours » Freitag 18. Januar 2019, 14:08

Einen Klimawandel kann doch kein vernünftiger Mensch bestreiten.
Das Klima wandelt sich seit es "das Klima" gibt.
Man schaue nur die Warm und Kälteperioden der letzten 2000 Jahre.
Als die Wikinger Grönland besiedelten nannten sie es Grünland. Ein paar hundert Jahre mussten Sie wieder aufgeben weil es zu kalt wurde.
Wer kennt nicht Bilder holländischer Meister von eislaufenden Holländern auf zugefrorenen Grachten?

Ich bestreite, wie viele andere, nur den menschengemachten Klimawandel. Das tun übrigens auch viele Nobelpreisträger und Wissenschaftler.
Meist aber erst nachdem sie in Pension sind um der medialen Inquisition zu entgehen.
Schließlich ist der menschengemachte Klimawandel dogmatisiert und "leugnen" oder auch nur unbequeme Fragen stellen wird von selbsternannten Hexenjägern in den Medien streng geahndet.

Mich stört es auch nicht wenn andere menschen an den menschengemachten Klimawandel glauben aber die Art wie heute mit bösen klimaleugnern umgegangen wird sagt viel über unsere Meinungsfreiheit aus.
Ich bin sicher gerade unter Grünlingen gäbe es viele die würden Personen wie mich gerne in ein Umerziehunglager stecken.Natürlich nur zu meinem Besten und mit völlig reinem Gewissen.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Freitag 18. Januar 2019, 14:58

martin v. tours hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 14:08
Schließlich ist der menschengemachte Klimawandel dogmatisiert und "leugnen" oder auch nur unbequeme Fragen stellen wird von selbsternannten Hexenjägern in den Medien streng geahndet.
Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung

Da drängt sich der Verdacht auf, der Wiki-Artikel wäre von greenpeace & Co verfaßt.... :D

martin v. tours hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 14:08
Mich stört es auch nicht wenn andere menschen an den menschengemachten Klimawandel glauben aber die Art wie heute mit bösen klimaleugnern umgegangen wird sagt viel über unsere Meinungsfreiheit aus.
Ich bin sicher gerade unter Grünlingen gäbe es viele die würden Personen wie mich gerne in ein Umerziehunglager stecken.Natürlich nur zu meinem Besten und mit völlig reinem Gewissen.
Jawoll!
Das ist ja das Mindeste und da kommst Du noch gut bei weg! Soviel Nachsicht hast Du eigentlich nicht verdient! :ja:

Radikales Professoren-Plädoyer: "Todesstrafe für Leugner des Klimawandels"

ganz so weit geht es in den USA noch nicht:

Turning up the heat on 'climate change deniers' - Democrats would punish skeptics for their opinions
“The bottom line is simple,” New York Attorney General Eric Schneiderman said at a recent press conference. “Climate change is real.” He was joined by more than a dozen other state attorneys general who vowed to investigate — and quite possibly prosecute — individuals and organizations that criticize the conventional wisdom on climate change.
Their crusade has captured the sympathy of U.S. Attorney General Loretta Lynch, who on March 9 told the Senate Judiciary Committee that she has discussed internally the possibility of pursuing civil actions against “climate change deniers.” Worse, she has “referred it to the FBI to consider whether or not it meets the criteria for which we could take action.”
Eine deutschsprachige Zusammenfassung hier

Da kann man ermessen, welche Reaktion die Aufkündigung des Klimaabkommens durch Trump ausgelöst hat. Glücklicherweise hat das Recht auf freie Meinungsäußerung in den USA einen viel höheren Stellenwert als in EUropa, was im letzten Absatz des verlinkten Artikels noch einmal deutlich wird:
As President Truman once said, “In a free country, we punish men for the crimes they commit, but never for the opinions they have.” The question is, are we still in a free country?
:daumen-rauf:

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Amigo
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Freitag 18. Januar 2019, 19:40

Ich komme gerade von einer Chinareise zurück. Dieses faszinierende Riesenreich hat in den letzten 6 Jahren seinen ohnehin schon gigantischen Energieverbrauch verdoppelt, denn gerade in den Großstädten boomt die Wirtschaft, und der steigende Lebensstandard in den Metropolen tut sein übriges. Satte 66% des Stroms in China werden derzeit aus Kohlenkraftwerken gewonnen, Verkehr und Industrie tun ein übriges Auch wenn es in den letzten Jahren besser geworden ist, sieht man auch an einem sonnigen Tag die Sonne in einer Stadt meist nur hinter einem Smogschleier.

Wer meint, dass der Mensch keinen Einfluss auf den Klimawandel hat, dem kann ich nur empfehlen, Shanghai vom fast 600m hohen Shanghai Tower aus zu betrachten. Wir verseuchen diese einzige Heimat, die wir haben, mit rasanter Nachlässigkeit. An menschlichem Einfluss auf das Klima zu zweifeln oder hinter entsprechenden Studien bloß politische Agenden zu sehen halte ich für fatale Blindheit gegenüber unübersehbaren und vermutlich bereits unumkehrbaren Zeichen.

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taddeo
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von taddeo » Freitag 18. Januar 2019, 23:10

Amigo hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 19:40
Wer meint, dass der Mensch keinen Einfluss auf den Klimawandel hat, dem kann ich nur empfehlen, Shanghai vom fast 600m hohen Shanghai Tower aus zu betrachten. Wir verseuchen diese einzige Heimat, die wir haben, mit rasanter Nachlässigkeit. An menschlichem Einfluss auf das Klima zu zweifeln oder hinter entsprechenden Studien bloß politische Agenden zu sehen halte ich für fatale Blindheit gegenüber unübersehbaren und vermutlich bereits unumkehrbaren Zeichen.
Natürlich beeinflußt der Mensch das Klima, und ebenso natürlich nicht zum Besseren. Das ist seit der Antike so, als die Griechen den Peloponnes, die Etrusker Mittelitalien und die Römer halb Europa abholzten.

Aber was heute dagegen getan wird, sind überwiegend Maßnahmen, die wenig bringen und die kleinen Leute überproportional treffen. Über ein Dieselverbot lacht die Umwelt nur. An die fetten Kreuzfahrtstinker und die Milliarden Flugmeilen traut sich kein Umweltschützer ran, weil die ja selber um den Globus fliegen zu ihren siebengescheiten Konferenzen. Als nach den Attentaten von 9/11 in Amerika tagelang keinerlei Flugverkehr stattfand, was passierte da? Es gab plötzlich strahlend blauen Himmel und Sonnenschein in Städten, die das nur noch vom Hörensagen kannten.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Samstag 19. Januar 2019, 02:58

Amigo hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 19:40
Auch wenn es in den letzten Jahren besser geworden ist, sieht man auch an einem sonnigen Tag die Sonne in einer Stadt meist nur hinter einem Smogschleier.
Wer meint, dass der Mensch keinen Einfluss auf den Klimawandel hat, dem kann ich nur empfehlen, Shanghai vom fast 600m hohen Shanghai Tower aus zu betrachten.
Ist das denn so ein großer Unterschied zum Ruhrgebiet in den 50'iger und 60'iger Jahren? Das wage ich mal zu bezweifeln. Damals mußten auch die Fensterbänke zweimal täglich abgewischt werden, weil sich der Ruß der Kokoreien, Zechen und Stahlwerke dort sammelte. Der "blaue Himmel über der Ruhr" kam erst in den 80'iger und 90'iger Jahren und der frühere Slogan unserer Stadtwerbung ("Die Stadt der 1.000 Feuer) würde heute als Negativimage durchgehen...
Allerdings ging es damals noch nicht um die "Rettung der Welt", sondern um die Gesundheit der Menschen in der betroffenen Region:
„Erschreckende Untersuchungsergebnisse zeigen, dass im Zusammenhang mit der Verschmutzung von Luft und Wasser eine Zunahme von Leukämie, Krebs, Rachitis und Blutbildveränderungen sogar schon bei Kindern festzustellen ist. Es ist bestürzend, dass diese Gemeinschaftsaufgabe, bei der es um die Gesundheit von Millionen Menschen geht, bisher fast völlig vernachlässigt wurde. Der Himmel über dem Ruhrgebiet muss wieder blau werden!“
https://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Hi ... note-sp1-1

Das zeigt aber auch, daß der "Kampf gegen den Klimawandel" nicht zuerst in den entwickelten Staaten (Europa/Nordamerika) geführt werden muß, denn dort lassen sich zu exorbitanten Kosten nur noch Änderungen im Promillebereich erzielen.
Was bringt es in Europa/D den Diesel zu verbieten, Flugreisen zu verteuern, wenn gleichzeitig die Zulassungszahlen und Reisen vor allem in Asien zunehmen?
Was bringt es in der EU einen Kampf gegen Plastik in den Weltmeeren zu führen und dabei Plastikbesteck uä verbieten zu wollen, wenn über 90% der Vermüllung aus den Drittwelt-Ländern stammt?

Wer grundlegende Änderungen erreichen will, muß dort ansetzen, wo die größten Verschmutzer sitzen und wie Du selbst schreibst, hat sich in China einiges zum Besseren geändert.

@taddeo:
Die Kreuzfahrtschiffe machen doch nur einen ganz geringen Teil des Schiffsverkehrs aus. Der überwiegende Teil entfällt auf Frachtschiffe und die machen genausoviel Dreck - nur will niemand auf die Waren aus China usw. verzichten.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von taddeo » Samstag 19. Januar 2019, 08:47

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 02:58
@taddeo:
Die Kreuzfahrtschiffe machen doch nur einen ganz geringen Teil des Schiffsverkehrs aus. Der überwiegende Teil entfällt auf Frachtschiffe und die machen genausoviel Dreck - nur will niemand auf die Waren aus China usw. verzichten.
Das stimmt natürlich. Die Kreuzfahrtschiffe waren auch nur als Beispiel gedacht - schau dir nur mal Venedig an, da liegen diese Riesenpötte direkt vor der Stadt und blasen ihre Schwerölabgase in die Luft. Oder Regensburg: Die Altstadt ist "Umweltzone", man darf nur mit Grüner Plakette in die Innenstadt fahren. Sinnigerweise endet die Umweltzone vor den Kaimauern an der Donau, wo jährlich 1400 Flußkreuzfahrtschiffe vor Anker liegen.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Samstag 19. Januar 2019, 12:52

taddeo hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 08:47
Oder Regensburg: Die Altstadt ist "Umweltzone", man darf nur mit Grüner Plakette in die Innenstadt fahren. Sinnigerweise endet die Umweltzone vor den Kaimauern an der Donau, wo jährlich 1400 Flußkreuzfahrtschiffe vor Anker liegen.
Das zeigt doch ganz deutlich das Versagen der Regierung - in Bayern der CSU:
Man kann nicht dauernd von Umweltschutz faseln und sich dann über Touristenschiffe mit Dieselantrieb beklagen. Als wir in Argentinien waren, fuhren auf dem Nahuel Huapi bei Bariloche ausschließlich(!) Elektroboote - vor fast 15 Jahren und auch die Toiletten waren wie Flugzeugtoiletten gebaut.... - aus Gründes des Umweltschutzes.
Aber in D. stehen die "amigos" den Regierungen näher als die Bevölkerung; Lobbyisten haben Narrenfreiheit, werden gern gehört und schmerzhafte Eingriffe werden bei den Interessengruppen vermieden - dafür baut man dann einen Popanz auf, egal ob Diesel oder Flugverkehr.

Es geht - man muß nur wollen, wie die Kanzlerin einmal zutreffend bemerkte. Aber - hier kann man die Bibel bemühen (Mt 7,20) - die Handlungen zeigen deutlich, daß es nicht gewollt ist:
Gibt es Anpassungen im Baurecht für die (erwartete) große Zahl der Elektroautos? :nein:
Warum wird nicht verbindlich vorgeschrieben, daß bei Neubauten oder Straßenerneuerungen entsprechende Anschlüsse in den Garagen oder an den Laternenmasten vorgehalten werden müssen? :hmm:
Das hätte alles schon seit Jahren gemacht werden können, als die Politik die "Rettung der Welt" durch erneuerbare Energien zum Ziel erklärte. Wäre doch auch billiger, denn Sonne und Wind schicken keine Rechnung, wie der frühere MP von Niedersachsen, McAllister, einmal meinte, bemerken zu müssen. :vogel:

Stattdessen versucht man die Dieselfahrer gegen die Kreuzfahrttouristen und die Flugreisenden auszuspielen... - dabei liegen die Probleme nicht in D. oder Europa sondern überwiegend in den Entwicklungsländern. Aber auf ein solches Bekenntnis wird man bei unserem politischen Personal lange warten können. Da fabuliert man lieber von der Vorreiterrolle und dem wirtschaftlichen Vorsprung (Photovoltaik, Windenergie), den eine "Energiewende" bringen würde - leider nutzt es bisher nur den Chinesen und die haben keine "Energiewende". :D

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von taddeo » Samstag 19. Januar 2019, 12:56

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 12:52
taddeo hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 08:47
Oder Regensburg: Die Altstadt ist "Umweltzone", man darf nur mit Grüner Plakette in die Innenstadt fahren. Sinnigerweise endet die Umweltzone vor den Kaimauern an der Donau, wo jährlich 1400 Flußkreuzfahrtschiffe vor Anker liegen.
Das zeigt doch ganz deutlich das Versagen der Regierung - in Bayern der CSU:
Ähm, nö, das zeigt das Versagen der Regensburger Stadtregierung - geführt von der SPD (Wolbergs, dürfte bekannt sein). :pfeif:

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Samstag 19. Januar 2019, 14:58

taddeo hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 12:56
Ähm, nö, das zeigt das Versagen der Regensburger Stadtregierung - geführt von der SPD (Wolbergs, dürfte bekannt sein). :pfeif:
Liegt die Zuständigkeit für die Zulassung und den Betrieb von Flussschiffen nicht beim Land (oder ggfs. beim Bund)? Es ergäbe doch keinen Sinn, dies bei dem Kommunen anzusiedeln.
Deine Beschwerde zielte doch auf die Kreuzfahrtschiffe - zu Recht, denn hier könnte man am schnellsten Abhilfe schaffen und für die "Umwelt" und das "Klima" etwas machen...
Der "Umwelt" wäre doch nicht geholfen, wenn man die Grüne Plakette in Regensburg abschafft - mit der Begründung, es gibt ja auch 1.400 Kreuzfahrtschiffe im Jahr, die hier anlegen und mit Diesel fahren.... :breitgrins:

Wenn man etwas für die Umwelt tun will, sollte man zunächst Maßnahmen ergreifen, die nur wenige (hier: die Flußreeder) treffen und trotzdem zu einer spürbaren Einschränkung der (behaupteten) Umweltbelastung führen. Mit der Begründung kann man dann anschließend auch weitere Maßnahmen ergreifen, die einen größeren Teil der Bevölkerung treffen.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Peti » Sonntag 20. Januar 2019, 09:11

Immerhin: Bayern ist Spitzenreiter bei den Ladestationen für E-Autos
https://de.finance.yahoo.com/nachrichte ... 17890.html
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von holzi » Sonntag 20. Januar 2019, 11:20

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 14:58
taddeo hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 12:56
Ähm, nö, das zeigt das Versagen der Regensburger Stadtregierung - geführt von der SPD (Wolbergs, dürfte bekannt sein). :pfeif:
Liegt die Zuständigkeit für die Zulassung und den Betrieb von Flussschiffen nicht beim Land (oder ggfs. beim Bund)? Es ergäbe doch keinen Sinn, dies bei dem Kommunen anzusiedeln.
Die Donau ist Bundeswasserstraße. Aber die Anlegestellen für die Flusskreuzer sind kommunal betrieben. Wo kämen wir denn hin, wenn die Passagiere (dem Aussehen nach überwiegend Amerikaner) draußen am Stadtrand im normalen Hafen zwischen den Güterschiffen an- und ablegen müssten? :breitgrins:

Unser alter VW-Lieferwagen ist mittlerweile über die dreißig Jahre, hat das Oldtimergutachten bestanden und darf dann bald wieder die Altstadt verschönern. Aber keine Angst, Feinstaub kommt bei dem alten Diesel nicht raus, eher ganze Briketts!
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Montag 21. Januar 2019, 01:37

Peti hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 09:11
Immerhin: Bayern ist Spitzenreiter bei den Ladestationen für E-Autos
https://de.finance.yahoo.com/nachrichte ... 17890.html
Was sagt die absolute Zahl der Ladestationen denn aus? Muß man hier nicht die Zahl der angemeldeten Elektroautos kennen und außerdem die Flächengröße des Bundeslandes?

Davon abgesehen liegen die Probleme doch woanders; sie werden in dem Artikel auch angesprochen. Man benötigt - um das Ziel von einer Million ElektroKfz zu erreichen - ca. 100.000 öffentliche Ladestationen sowie 1 Mio privater Ladepunkte notwendig ist. Wo sollen die denn herkommen?

1. In Tiefgaragen kann man keine eigene Ladestation errichten, da der Strom dort über die Gemeinschaftskosten abgerechnet wird.
2. Bei Garagenhöfen haben die einzelnen Garagen in den meisten Fällen keine Stromleitung. Hier müßte der gesamte Hof aufgerissen werden, um neue Leitungen zu legen.
3. Es werden sog. Laternentankstellen diskutiert. Dafür müßten die Leitungen für Straßenbeleuchtung verstärkt werden, da die für hohe Stromdurchleitungen nicht ausgelegt sind.
4. Wer z.B. von München in die Berge fahren will, wird sich immer fragen (müssen), ob an der Talstation, wo er parken und "tanken" will, die wenigen Ladestationen nicht gerade besetzt sind - und dann? Ähnliches gilt für Parkplätze bei Stadien, Theater, Veranstaltungshallen - überall dort, wo Menschen hinfahren, sich für einige Stunden aufhalten und anschließend zurück müssen. Der ideale Ort, um die Batterie zu laden und wo sind die Ladestationen?

Wo ist denn der masterplan, um diese Probleme anzugehen? Kein Bundesland hat doch bisher die Bauvorschriften entsprechend geändert, weder Bayern, noch das grün-scharz regierte Baden-Württemberg oder gar Schleswig-Holstein mit seinem fortschrittlichen MP. Jetzt werden die Straßen aufgerissen, um schnelles Internet zu verlegen - warum werden dabei nicht auch die bestehenden Stromleitungen verstärkt?

Es wird/sollte sich jeder fragen, wo er seinen Elektrowagen laden würde, wenn er keine eigene Garage mit Stromanschluß hat.... Da muß man sich nicht wundern, daß die ganze Offensive für Elektroautos nutzlos ist und die Zahlen kaum steigen.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von ar26 » Montag 21. Januar 2019, 08:45

Caviteño hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 01:37
Peti hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 09:11
Immerhin: Bayern ist Spitzenreiter bei den Ladestationen für E-Autos
https://de.finance.yahoo.com/nachrichte ... 17890.html
Was sagt die absolute Zahl der Ladestationen denn aus? Muß man hier nicht die Zahl der angemeldeten Elektroautos kennen und außerdem die Flächengröße des Bundeslandes?

Davon abgesehen liegen die Probleme doch woanders; sie werden in dem Artikel auch angesprochen. Man benötigt - um das Ziel von einer Million ElektroKfz zu erreichen - ca. 100.000 öffentliche Ladestationen sowie 1 Mio privater Ladepunkte notwendig ist. Wo sollen die denn herkommen?

1. In Tiefgaragen kann man keine eigene Ladestation errichten, da der Strom dort über die Gemeinschaftskosten abgerechnet wird.
2. Bei Garagenhöfen haben die einzelnen Garagen in den meisten Fällen keine Stromleitung. Hier müßte der gesamte Hof aufgerissen werden, um neue Leitungen zu legen.
3. Es werden sog. Laternentankstellen diskutiert. Dafür müßten die Leitungen für Straßenbeleuchtung verstärkt werden, da die für hohe Stromdurchleitungen nicht ausgelegt sind.
4. Wer z.B. von München in die Berge fahren will, wird sich immer fragen (müssen), ob an der Talstation, wo er parken und "tanken" will, die wenigen Ladestationen nicht gerade besetzt sind - und dann? Ähnliches gilt für Parkplätze bei Stadien, Theater, Veranstaltungshallen - überall dort, wo Menschen hinfahren, sich für einige Stunden aufhalten und anschließend zurück müssen. Der ideale Ort, um die Batterie zu laden und wo sind die Ladestationen?

Wo ist denn der masterplan, um diese Probleme anzugehen? Kein Bundesland hat doch bisher die Bauvorschriften entsprechend geändert, weder Bayern, noch das grün-scharz regierte Baden-Württemberg oder gar Schleswig-Holstein mit seinem fortschrittlichen MP. Jetzt werden die Straßen aufgerissen, um schnelles Internet zu verlegen - warum werden dabei nicht auch die bestehenden Stromleitungen verstärkt?

Es wird/sollte sich jeder fragen, wo er seinen Elektrowagen laden würde, wenn er keine eigene Garage mit Stromanschluß hat.... Da muß man sich nicht wundern, daß die ganze Offensive für Elektroautos nutzlos ist und die Zahlen kaum steigen.
Hieran anknüpfend. Es ist nicht nur das Problem fehlender Hausanschlüsse. Um Strommengen einer nennenswerten Größenordnung zu transporten, müssten nicht nur die Verteilnetze sondern auch die Übertragungsnetze ausgebaut werden. Und es müsste mehr Strom produziert werden. 40 Millionen E-Autos würden den dt. Stromverbrauch um ein Drittel erhöhen. Dieser Strom muss irgendwo herkommen.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Montag 21. Januar 2019, 10:56

ar26 hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 08:45
Hieran anknüpfend. Es ist nicht nur das Problem fehlender Hausanschlüsse. Um Strommengen einer nennenswerten Größenordnung zu transporten, müssten nicht nur die Verteilnetze sondern auch die Übertragungsnetze ausgebaut werden. Und es müsste mehr Strom produziert werden. 40 Millionen E-Autos würden den dt. Stromverbrauch um ein Drittel erhöhen. Dieser Strom muss irgendwo herkommen.
Da die "erneuerbaren" im Grunde ausscheiden (nachts scheint die Sonne nicht und der Wind weht meist viel schwächer als am Tage) bleiben nur zusätzliche Kraftwerke. Was man also bei den Verbrennungsmotoren einspart, wird durch die Kraftwerke in die Luft geblasen.

Ein weiterer Punkt ist die Preisgestaltung. Ich ging bisher selbstverständlich davon aus, daß man nur die bezogenen Strom bezahlt - also nach kwh abgerechnet wird und man im Grunde überall an jeder Säule tanken kann.
Dem ist nicht so. Es gibt z.B. Energieversorger, die rechnen bei den Ladestationen nach Minuten ab. Begründet wird das damit, daß die Ladesäule eben nicht lange belegt werden soll, damit der Nächste an den begehrten Saft kommt.
Für eine öffentliche Ladestation (Stromtankstelle) wird fast immer eine sogenannte Ladekarte benötigt. Hier gibt es verschiedenste Anbieter mit sehr unterschiedlicher Preis-Gestaltung.
(...)
An den allermeisten Stromtankstellen wird die Aufladung Ihres Elektroautos pro Stunde abgerechnet. Schnellere Ladeverfahren sind immer teurer als langsamere, aber auf die Speicherkapazität der Batterie bezogen, bezahlen Sie fast immer dasselbe.
https://www.energieheld.de/mobilitaet/e ... n-aufladen
Während Innogy pauschal pro Ladevorgang abrechnet, bezahlen Kunden an Ladesäulen der EnBW nach Zeit. Das Stromnetz Hamburg/Hamburg Energie wiederum rechnet ausschließlich nach getankter Kilowattstunde ab.
Und auch die Zugangsvoraussetzungen variieren je nach Anbieter: Bei manchen ist E-Tanken jederzeit möglich, andere verlangen eine vorherige Registrierung per SMS, App, online oder Ladekarte – ein für den Kunden undurchsichtiges und unnötig kompliziertes Verwirrspiel.
https://aiomag.de/elektroauto-laden-zur ... ungel-8984

Hat man also in seiner Garage keinen Stromanschluß und will über Nacht aufladen, muß man ggfs. um 02:00 Uhr aufstehen, um den Ladevorgang zu beginnen oder zu beenden - bequem ist was anderes.... Selbst wenn sich das Angebot langfristig ändern sollte, solche Umstände schrecken in der Einführungsphase viele Käufer ab.

Alles in allem bleibt der Eindruck, daß die Politik hier mal wieder gehandelt hat, ohne die Folgen zu bedenken. Wirklich überraschend ist das allerdings nicht.

Nachtrag:
Jetzt wird bekannt:

Europas Stromnetz stand am Rande des Totalausfalls
Millionen Haushalte in Europa mitten im kalten Winter ohne Strom: Dieses Szenario hätte vergangene Woche beinahe eintreten können. Das zeigt die Stromnetzfrequenz, die letzten Donnerstag gegen 21 Uhr auf 49,8 Hertz abgesunken ist. Für Experten ist das die entscheidende Grenze, ab der Schutzmechanismen in Kraft gesetzt werden – zuletzt vor zwölf Jahren, als in Frankreich zehn Millionen Haushalte präventiv vom Strom genommen wurden. Offenbar konnten dieses Mal Gegenmaßnahmen greifen, sodass es zu keinen großflächigen Ausfällen kam.
s.a. hier

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Petrus » Montag 21. Januar 2019, 13:32

Caviteño hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 01:37

1. In Tiefgaragen kann man keine eigene Ladestation errichten, da der Strom dort über die Gemeinschaftskosten abgerechnet wird.
könnte das vielleicht so funktionieren, wie bei uns, im Waschkeller?

Also, da stehen in unserem Gemeinschaftswaschkeller eine Gemeinschaftswaschmaschine und ein Gemeinschaftswäschetrockner.

Da wirfst Du ne Münze rein, und schon geht der Trockner los.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von holzi » Montag 21. Januar 2019, 20:15

So kommt der Strom in die Tiefgarage - oder eben auch nicht: https://www.golem.de/news/elektromobili ... 27330.html
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Montag 21. Januar 2019, 23:07

Petrus hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 13:32
könnte das vielleicht so funktionieren, wie bei uns, im Waschkeller?

Also, da stehen in unserem Gemeinschaftswaschkeller eine Gemeinschaftswaschmaschine und ein Gemeinschaftswäschetrockner.

Da wirfst Du ne Münze rein, und schon geht der Trockner los.
Mit Sicherheit nicht, denn da würdest Du einen(!) Platz haben, an dem Du tanken kannst und wie heißt es schon zutreffend in der Bibel: "Herr, was ist das für so viele?"

Natürlich kann man das ganze Stromnetz in der Tiefgarage und im Haus modernisieren und das Betanken der Autos ermöglichen - holzi hat ja einen entsprechenden Artikel verlinkt. Das geht alles, vor allem wenn Geld keine Rolle spielt....

Mein Punkt ist aber der: Wo wird diese Verkabelung für Neubauten bereits jetzt gefordert? Wo sind die entsprechenden Bauvorschriften? Was machen die Kommunen, wenn sie Straßen neu gestalten? Bei uns wurde die Strecke vom Theater zum Rathaus vollkommen neu gemacht incl. Parkbuchten. Was man hier vergebens sucht, sind Ladesäulen für Elektroautos, wobei die sich gerade hier anbieten würden (Auftanken während des Theater- oder Gaststättenbesuchs am Abend usw.).

Das Verhalten der Politik(er) ist anmaßend und arrogant. Man stellt sich großspurig hin, wirft der Autoindustrie ein "Versagen" vor, weil man den "offensichtlichen Trend zum Elektroauto verschlafen" habe - und hat selbst bis heute nicht verstanden, daß dafür eine vollkommen neue Infrastruktur erforderlich ist. Wo sind denn die gesetzlichen Änderungen des WEG (Wohnungseigentumsgesetzes), um entsprechende Investitionen ohne große Probleme durchführen zu können?

Man berauscht sich an seiner eigenen (vermeintlichen) Bedeutung, will anderen Vorschriften machen und ist selbst nicht in der Lage oder willens, das Vorhaben gesetzlich zu begleiten.
Dass die Regierung in Sachen Elektromobilität nicht unbedingt auf sinnvolle Förderung, sondern auf Symbolpolitik setzt, hat schließlich die Elektroautoprämie bewiesen.
Quelle: s.o. von holzi verlinkter Artikel

@holzi: Danke für den verlinkten Artikel. Die technischen und rechtlichen Probleme werden da sehr gut benannt. :klatsch:

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Peti » Dienstag 22. Januar 2019, 08:12

Da ist man bei uns schon etwas weiter.
In unserer neuen Wohnung nach dem Einheimischenmodell hat man für Elektromobilität geplant:
"Bei den gemeindlichen Wohnbauprojekten (bspw. für Einheimische und Bedienstete) wird die Elektromobilität bereits in der Planung berücksichtigt, sodass speziell in den Tiefgaragen bauliche Vorkehrungen geschaffen werden, damit dort bei Bedarf ohne großen Aufwand Ladestationen eingerichtet werden können."

Geheizt wird mit Fernwärme aus der Geothermie und auch der regenerativ erzeugte Strom kommt vom Gemeindewerk. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich keinen einzigen rauchenden Kamin. Auch unser Caritas Altenheim wurde an die Geothermie angeschlossen.
https://www.oberhaching.de/de/Rathaus-S ... Geothermie
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Dienstag 22. Januar 2019, 08:40

Die Heizung ist auch so ein Punkt.....

Als unser Haus gebaut wurde (1982) waren das Nachbarhaus und das Haus gegenüber bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen, das bei überall in der Innenstadt verfügbar ist. Bei uns gab es eine Gasheizung. Als die ihren Geist aufgab, konnte ich (dank Putin, der die Erdgaslieferungen durch die Ukraine zu dem Zeitpunkt drosselte) durchsetzen, daß wir ebenfalls mit Fernwärme versorgt werden. Es gab sogar noch einen staatlichen Zuschuß, der die Anschlußkosten im wesentlichen abdeckte.

Warum wird in den kommunalen Bausatzungen in entsprechender Anschluß nicht dort vorgeschrieben, wo dies problemlos möglich ist? Könnte der Grund sein, daß die Stadt GE zwar Alleineigentümer der Stadtwerke ist, aber keine Beteiligung an der STEAG hält? :achselzuck: :hmm: :breitgrins:

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von holzi » Dienstag 22. Januar 2019, 10:30

Caviteño hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 23:07
@holzi: Danke für den verlinkten Artikel. Die technischen und rechtlichen Probleme werden da sehr gut benannt. :klatsch:
Bitte, gerne! Der Artikel war auch für mich bzw. meine Hausverwaltung interessant. Ich habe eine ETW in einer Wohnanlage mit 50 Parteien und Tiefgarage. Ich hatte mich interessiert für einen Elektroroller, aber den kann ich auf meinem Stellplatz auch nicht aufladen. Elektroauto ist momentan für mich deswegen noch völlig ungeeignet, und dann auch wegen des Preises. Wo ich aber definitiv in die Elektromobilität einsteigen will, das ist beim Fahrrad. Also Human-Hybrid. Wir haben in der Arbeit ein Lastenrad mit großer Kiste, das ist erstens unheimlich praktisch und macht einen Heidenspaß zum Fahren. Vollgefedert über's Kopfsteinpflaster sausen...: (Riese & Müller Load)
Und sowas in der Art möchte ich mir zulegen.
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