Was tun gegen den Klimaschwindel?

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Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Samstag 25. Mai 2019, 10:30

Amigo hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 21:00
Das ist leider korrekt: Die Deutschen sind beim Thema Mehrwegverpackungen schlimme Sünder. Tendenz: negativ
Es geht, wie Jürgen schon ausführte, um die Bequemlichkeit. Ich kaufe auch nur Mineralwasser in 1,5l Einweg-Flaschen. Die sind günstig, bequem und ich schmecke - im Gegensatz zu Bier - keinen Unterschied. Bier aus Dosen oder Einweg-Flaschen schmeckt mir dagegen nicht so gut.

PET-Mehrweg-Flaschen dürften sich nicht rechnen. Wahrscheinlich ist die Sortierung, der Rücktransport und die Reinigung teurer als die Herstellung einer Einweg-Flasche. Außerdem halten sie auch nicht "ewig" und müssen nach x-Durchläufen ersetzt werden.

Eine Alternative wäre evtl. "Kraneberger", das man selbst mit Kohlensäure versetzt (sodastream). Das nutze ich auf den PH. Es schmeckt mir aber nicht so gut wie das Mineralwasser hier.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Samstag 25. Mai 2019, 11:04

Prof. Sinn:

Deutschlands Energiepolitik in der Sackgasse
Es gibt nun nur noch zwei denkbare Auswege aus der Zwickmühle. Der erste besteht darin, die Kohlekraftwerke auf Gas umzustellen, denn bei der Gasverbrennung entsteht nur etwa halb so viel CO2 wie bei der Kohleverbrennung.
(...)
Alternativ kann Deutschland ausländischen Atomstrom kaufen oder selbst neue Atomkraftwerke bauen. Dazu muss es aber erst einmal mit dem Träumen aufhören und die Generation jener Politiker pensionieren, die den Atomausstieg beschlossen haben, um dann, wie Schweden es 2016 tat, unter erhöhten Sicherheitsanforderungen den Ausstieg vom Ausstieg aus der Atomkraft zu realisieren.
Bemerkenswert in dem Artikel ist Prof. Sinns Kritik an Frankreich: F habe - über die EU - die deutsche Automobilindustrie auf den Kurs "Elektroauto" gezwungen.
Das ist sicherlich zutreffend, allerdings hat auch China ähnliche regulatorische Vorschriften erlassen, die die deutsche Automobilindustrie treffen.
Die Umstellung auf Elektroautos würde aber zu einem höheren Stromverbrauch in D. führen und es sei vollkommen unklar, wo der Strom dann erzeugt werden soll.

Die (notwendige) Umstellung der alten Kohle- auf neue Gaskraftwerke (s.o.) würde ebenfalls von F. torpediert. Macron hat Merkel die Unterstützung für Nordstream 2 entzogen und auch die EU-Kommission sieht das Projekt kritisch. Wo soll das Gas dann herkommen? Der Ankauf von LNG aus den USA oder Katar wäre möglich, jedoch ist LNG erheblich teurer als das Pipeline-Gas aus Russland.
Emmanuel Macron hält Deutschlands Wirtschaft für ein Auslaufmodell. Damit könnte er Recht haben, wenn es um die Energieversorgung geht.
Nicht nur die Energieversorgung, auch die Vorzeigeindustrie Automobilbau steckt in einer Krise und es ist ungewiß, ob man in der Lage sein wird, die Probleme zu lösen.

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Amigo
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Samstag 25. Mai 2019, 13:23

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 10:30
Amigo hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 21:00
Das ist leider korrekt: Die Deutschen sind beim Thema Mehrwegverpackungen schlimme Sünder. Tendenz: negativ
Es geht, wie Jürgen schon ausführte, um die Bequemlichkeit.
Ja, das mach Sinn. Für die eigene Bequemlichkeit kann man schon mal die Umwelt in die zweite Reihe stellen. :ja:








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Lycobates
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Lycobates » Samstag 25. Mai 2019, 13:33

Amigo hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 13:23
Caviteño hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 10:30
Amigo hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 21:00
Das ist leider korrekt: Die Deutschen sind beim Thema Mehrwegverpackungen schlimme Sünder. Tendenz: negativ
Es geht, wie Jürgen schon ausführte, um die Bequemlichkeit.
Ja, das mach Sinn. Für die eigene Bequemlichkeit kann man schon mal die Umwelt in die zweite Reihe stellen. :ja:








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Das macht Sinn. It makes sense.
Sagen wir Kontinentalen nicht: Es hat Sinn?
:tuete:

Ich weiß: I’m a grumpy old man
:blinker:
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Samstag 25. Mai 2019, 13:45

Ich gebe dir in allen Punkten dieser Aussage recht :)

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Lycobates
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Lycobates » Samstag 25. Mai 2019, 13:47

Lycobates hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 13:33
Amigo hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 13:23
Caviteño hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 10:30
Amigo hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 21:00
Das ist leider korrekt: Die Deutschen sind beim Thema Mehrwegverpackungen schlimme Sünder. Tendenz: negativ
Es geht, wie Jürgen schon ausführte, um die Bequemlichkeit.
Ja, das mach Sinn. Für die eigene Bequemlichkeit kann man schon mal die Umwelt in die zweite Reihe stellen. :ja:








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Das macht Sinn. It makes sense.
Sagen wir Kontinentalen nicht: Es hat Sinn?
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Ich weiß: I’m a grumpy old man
:blinker:
Die Umwelt kann man schon mal aus Bequemlichkeit, sagen wir: propter notabile incommodum, in die zweite Reihe stellen (solange Dritten kein größerer Schaden entsteht). Sie ist, nach römischem Recht, eine res.
Die Grammatik aber ist eine Göttin!
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Samstag 25. Mai 2019, 13:56

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Leider kann man nicht mehr sagen, dass Plastikmüll keine schwere Beeinträchtigungen verursacht. Die Zeit, das Thema in die zweite Reihe zu stellen, ist vorbei!

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Samstag 25. Mai 2019, 14:36

Amigo hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 13:56
Leider kann man nicht mehr sagen, dass Plastikmüll keine schwere Beeinträchtigungen verursacht. Die Zeit, das Thema in die zweite Reihe zu stellen, ist vorbei!
Wobei man auch darauf hinweisen sollte, daß die Hauptverursacher nicht die Industriestaaten sind sondern die Länder der Dritten Welt, insbesondere in Asien.

Der Jangtse spült am meisten Plastik ins Meer

Plastikmüll im Meer: Die Lösung liegt in Asien

Es ist wie beim CO²: Man versucht auch hier "die Welt(meere) zu retten", hat aber kaum Möglichkeiten, weil die Hauptverursacher andere Staaten sind. Jetzt sollen sogar Trinkstrohhalme und Wattestäbchen aus Plastik verboten werden obwohl D. über ein funktionierendes Recyclingsystem verfügt. :patsch:

Aber Hauptsache: Wir tun was - selbst wenn es nichts bringt - s. die sog. Energie"wende" und die Einsparung von CO². Dann müssen eben weitere Verbote und Steuern her....

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Samstag 25. Mai 2019, 15:03

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 14:36

Wobei man auch darauf hinweisen sollte, daß die Hauptverursacher nicht die Industriestaaten sind sondern die Länder der Dritten Welt, insbesondere in Asien.
Solange andere noch mehr Dreck machen als ich, ist eh alles soweit ok. Ist es das, was du damit ausdrücken möchtest?

Europa hat eine Plastikrecyclingquote von ca. 30%. Nicht übel, aber auch nicht toll.

http://www.europarl.europa.eu/news/de/h ... und-fakten

und was passiert mit dem großen Rest? Ab nach... genau: Asien! :patsch:

https://www.zeit.de/2018/52/kunststoffa ... -recycling

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Juergen
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Samstag 25. Mai 2019, 17:03

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 25. Mai 2019, 10:30
Eine Alternative wäre evtl. "Kraneberger", das man selbst mit Kohlensäure versetzt (sodastream). Das nutze ich auf den PH. Es schmeckt mir aber nicht so gut wie das Mineralwasser hier.
Wenn ich meine Mutter besuche trinke ich Kranenberger (ohne nachträgliche Blubber). Das schmeckt mir besser als ihr Mineralwasser. Die Sorte mag ich nicht.
Sodastream® ist eine gute Idee, doch leider ist das damit produzierte Blubberwasser teurer als das Billigwasser aus dem Supermarkt.


Noch etwas zu den Einwegflaschen: Bei mir landet keine einzige Einwegflasche mit Einwegpfand im Müll oder in der Natur, sondern ich bringe sie brav zurück. Einwegflaschen ohne Pfand landen im entsprechenden Sammelcontainer bzw. der „Wertstofftonne“.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Donnerstag 30. Mai 2019, 09:44

Gestern war in der Lesung (Bittmesse a.o. Form) aus dem 5. Kapitel des Jakobusbriefes zu hören:
… Elija war ein Mensch wie wir; er betete inständig, es solle nicht regnen, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht auf der Erde. Und wiederum betete er; da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Früchte hervor.…
Lange Trockenheit gibt/gab es also auch ohne große CO2-Produktion.
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Samstag 1. Juni 2019, 11:05

Junge Klimaaktivistin
Greta Thunberg geht ein Jahr lang nicht zur Schule

Stockholm (dpa) - Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg will von diesem Sommer an ein Jahr lang nicht zur Schule gehen. Die 16-Jährige will sich nach Abschluss der neunten Klasse ganz auf ihren Kampf gegen die Klimakrise konzentrieren, wie die Deutsche Presse-Agentur aus ihrem Umfeld erfuhr.

Im September wolle sie am Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York teilnehmen, im Dezember dann an der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile…
Wenn das dem Klima hilft, soll sie es tun.

Mal schauen, wie viele Schüler es ihr in Deutschland gleichtun.

Da sie keine Flugreisen macht, aber nach NY und Chili will, braucht sie das Jahr natürlich auch, um es zeitlich zu schaffen, mit dem Paddelboot dorthin zu paddeln.

Da Thunberg aus Klimaschutzgründen nicht fliegt, arbeitet ihre Familie nach dpa-Informationen an Alternativen, wie sie nach Übersee kommen kann. Im Gespräch ist demnach, den Atlantik per Schiff zu überqueren.
Wie war das noch? Schiffe fahren mit Schweröl. War das nicht was mit CO2, Stickoxiden, Ruß etc? :hmm:

Wäre es nicht einfacher und für das Klima besser, wenn per Telko oder ähnliches am Gipfel teilnimmt?
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Siard » Samstag 1. Juni 2019, 14:20

Juergen hat geschrieben:
Samstag 1. Juni 2019, 11:05
Wie war das noch? Schiffe fahren mit Schweröl. War das nicht was mit CO2, Stickoxiden, Ruß etc? :hmm:
Es gibt ja noch, bzw. wieder Segelschiffe.
Oder Ruderboote. :pfeif:

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holzi
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von holzi » Dienstag 4. Juni 2019, 11:41

Ich bin gestern mit dem Fahrrad hinter einer Gruppe Gymnasiasten nachgefahren. Zuerst ging es um die Freitagsdemos. Tenor: "Klar sind wir dabei, wir müssen ja was für die Umwelt tun!" aber schon eine Ampel weiter: "Ich freu mich schon so auf Mallorca, das wird so geil!"
Ich schätze, der fährt nicht mit dem Rad oder der Bahn und nimmt dann das Segelboot. :ikb_boat:

Heuchler! Genau so wie wir alten Säcke! :ikb_wheelchair:
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Hanspeter
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Hanspeter » Dienstag 4. Juni 2019, 12:22

holzi hat geschrieben:
Dienstag 4. Juni 2019, 11:41
Ich bin gestern mit dem Fahrrad hinter einer Gruppe Gymnasiasten nachgefahren. Zuerst ging es um die Freitagsdemos. Tenor: "Klar sind wir dabei, wir müssen ja was für die Umwelt tun!" aber schon eine Ampel weiter: "Ich freu mich schon so auf Mallorca, das wird so geil!"
Ich schätze, der fährt nicht mit dem Rad oder der Bahn und nimmt dann das Segelboot. :ikb_boat:

Heuchler! Genau so wie wir alten Säcke! :ikb_wheelchair:
Wahrscheinlich wird der Arme von seinen Eltern gezwungen, mitzukommen und versucht jetzt, es sich schön zu reden.......

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Lupus
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Lupus » Dienstag 4. Juni 2019, 15:40

Vielleicht hilft ihm eine Novene zur "hl. Klimagretel!"
+L.
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holzi
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von holzi » Dienstag 4. Juni 2019, 15:46

Lupus hat geschrieben:
Dienstag 4. Juni 2019, 15:40
Vielleicht hilft ihm eine Novene zur "hl. Klimagretel!"
+L.
Nehmen wir sie auf in die Allerheiligenlitanei: "Sancta Margareta de Thunberg - ora pro nobis!"
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 5. Juni 2019, 17:39

Nordpol bereits in fünf Jahren eisfrei
Die bisher dramatischste Klimavorhersage ist vom Klimaexperten Wieslaw Maslowski von der Naval Postgraduate School in Monterey beim jährlichen Treffen der American Geophysical Union präsentiert worden. Schon in fünf bis sechs Jahren wird der Nordpol im Sommer eisfrei sein. Bisherige Berechnungen wären falsch gewesen.
(...)
"Unsere Berechnungen, wonach der Sommer 2013 erstmals eisfrei sein wird, hat auch den zweiten Rekordsommer 2005 nicht miteinbezogen", erklärt der Forscher. Würde man diese Ereignisse einbeziehen, könnte der Zeitpunkt 2013 noch als "konservativ gelten".
(Hervorhebung von mir)

Die Meldung der WELT -s.o.- wurde am 13. 12. 2007 veröffentlicht... :breitgrins:

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Mittwoch 5. Juni 2019, 17:54

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juni 2019, 17:39
Nordpol bereits in fünf Jahren eisfrei
Die bisher dramatischste Klimavorhersage ist vom Klimaexperten Wieslaw Maslowski von der Naval Postgraduate School in Monterey beim jährlichen Treffen der American Geophysical Union präsentiert worden. Schon in fünf bis sechs Jahren wird der Nordpol im Sommer eisfrei sein. Bisherige Berechnungen wären falsch gewesen.
(...)
"Unsere Berechnungen, wonach der Sommer 2013 erstmals eisfrei sein wird, hat auch den zweiten Rekordsommer 2005 nicht miteinbezogen", erklärt der Forscher. Würde man diese Ereignisse einbeziehen, könnte der Zeitpunkt 2013 noch als "konservativ gelten".
(Hervorhebung von mir)

Die Meldung der WELT -s.o.- wurde am 13. 12. 2007 veröffentlicht... :breitgrins:
Was beweist man, indem man die dramatischste Vorhersage von vor 12 Jahren hernimmt und zeigt, dass sie zu dramatisch war? Dass das Thema insgesamt nicht stimmt?

NB: Der Rückgang der Eisdecke an beiden Polen in den letzten Jahrzehnten ist dank Satelliten gut dokumentiert und steht wohl kaum in Frage. Oder?

NB: Im Sommer 2018 ist das Meereis über dem Nordpol erstmals in historischer Zeit aufgebrochen. Das ist zwar fünf Jahre später als diese hier zitierte Vorhersage (die "2013 eisfrei" sagt) und kann schwerlich als "Nordpol eisfrei" bezeichnet werden, aber die Veränderung ist offensichtlich.

Wie schon mehrmals betont, steht aufgrund der leicht zugänglichen Beobachtungsdaten nicht in Frage, ob das Klima sich erwärmt - das tut es -, sondern woran es liegt, spezifisch wie groß der Einfluss des Menschen daran ist, wie schnell es geht, was die Auswirkungen dieser Erwärmung sein werden und was - falls man schädliche Auswirkungen annimmt und es nicht als positiv (Bananen in Mitteleuropa und geringere Heizkosten...) - dagegen getan werden kann.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Mittwoch 5. Juni 2019, 20:02

Die Zecke als Klimaratter. :auweia:

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Edi » Mittwoch 5. Juni 2019, 20:38

holzi hat geschrieben:
Dienstag 4. Juni 2019, 11:41
Ich bin gestern mit dem Fahrrad hinter einer Gruppe Gymnasiasten nachgefahren. Zuerst ging es um die Freitagsdemos. Tenor: "Klar sind wir dabei, wir müssen ja was für die Umwelt tun!" aber schon eine Ampel weiter: "Ich freu mich schon so auf Mallorca, das wird so geil!"
Ich schätze, der fährt nicht mit dem Rad oder der Bahn und nimmt dann das Segelboot. :ikb_boat:

Heuchler! Genau so wie wir alten Säcke! :ikb_wheelchair:
Ähnliches hat jemand gesagt, der in Freiburg etliche jugendliche Klimarettungsdemonstranten befragt hatte.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 5. Juni 2019, 22:00

Amigo hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juni 2019, 17:54
Was beweist man, indem man die dramatischste Vorhersage von vor 12 Jahren hernimmt und zeigt, dass sie zu dramatisch war?
Daß hier ein ganz großer Hype betrieben wird.

Man sollte die ganzen "wissenschaftlichen" Vorhersagen weitaus gelassener sehen und nicht in Panik verfallen, wie es im Augenblick propagiert wird. Vielleicht reicht es auch, mal einen Blick auf andere Länder zu werfen. Die machen weder ein so radikale Energiewende (mit hohen Stromkosten und keiner CO²-Reduktion) noch erbauen die sich an Vorschlägen wie "kein Fliegen, kein Fleisch, kein Auto".... :patsch:

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Mittwoch 5. Juni 2019, 23:08

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juni 2019, 22:00
Amigo hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juni 2019, 17:54
Was beweist man, indem man die dramatischste Vorhersage von vor 12 Jahren hernimmt und zeigt, dass sie zu dramatisch war?
Daß hier ein ganz großer Hype betrieben wird.
OK, dem kann ich nicht widersprechen, es wird ein großer Hype betrieben. Dies als Argument im Kontext des Themas "Klimawandel erstzunehmen oder nicht?" - so verstehe ich deinen Beitrag - herzunehmen, erinnert mich an jenen japanischen Archäologen (Shinichi Fujimura), der "fake Dinosaurierfunde" erfand. Kann man so jemanden legitimerweise als Argument hernehmen, um die Existenz der Dinosaurier zu leugnen? (Womit ich keineswegs dem oben zitierten Klimaexperten Wieslaw Maslowski vorwerfen möchte, seine drastische und nicht eingetroffene Vorhersage in gleichartig betrügerischer Weise gemacht zu haben!)
Man sollte die ganzen "wissenschaftlichen" Vorhersagen weitaus gelassener sehen und nicht in Panik verfallen, wie es im Augenblick propagiert wird.
Ich habe bislang niemanden wahrgenommen, der im Kontext der Klimathematik ernsthaft propagiert, in Panik zu verfallen. Ich kenne nur Aufrufe zum dringlichen Handeln. Meinst du das mit "Panik"? Vermutlich. Die Anführungszeichen um "wissenschaftlich" könnten bedeuten, dass du lediglich vor jenen Vorhersagen mahnst, die eben nicht wissenschaftlich sind, aber mein (vielleicht falscher) Eindruck ist, dass du damit eigentlich jeglicher Vorhersage zum Thema Klima bzw. Klimawandel die Wissenschaftlichkeit absprichst. Falls dem so ist, verzeih, dass ich deine Zeit mit einer sinnlosen Diskussion stehle, ich würde in diesem Fall sofort damit aufhören.
Vielleicht reicht es auch, mal einen Blick auf andere Länder zu werfen. Die machen weder ein so radikale Energiewende (mit hohen Stromkosten und keiner CO²-Reduktion) noch erbauen die sich an Vorschlägen wie "kein Fliegen, kein Fleisch, kein Auto".... :patsch:
"Reicht" - wofür? Um sagen zu können "egal ob es menschgemachten Einfluss auf das Klima gibt oder nicht - andere tun auch nix und sind schlimmere Umweltsünder als wir, also brauchen wir uns auch nicht anstrengen"?

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Protasius » Donnerstag 6. Juni 2019, 07:19

Amigo hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juni 2019, 23:08
Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juni 2019, 22:00
Man sollte die ganzen "wissenschaftlichen" Vorhersagen weitaus gelassener sehen und nicht in Panik verfallen, wie es im Augenblick propagiert wird.
Ich habe bislang niemanden wahrgenommen, der im Kontext der Klimathematik ernsthaft propagiert, in Panik zu verfallen. Ich kenne nur Aufrufe zum dringlichen Handeln. Meinst du das mit "Panik"?
Eines der Dinge, die mich an Greta Thunberg von Beginn an gestört haben, war folgende Aussage auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: Ich will, dass ihr in Panik geratet
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Donnerstag 6. Juni 2019, 08:42

Stimmt, Greta sagte das. Hier die Rede in Übersetzung:
Greta Thunberg Davos 2019 hat geschrieben: Our house is on fire, I am here to say our house is on fire. According to the IPCC we are less than 12 years away from not being able to undo our mistakes.

In that time unprecedented changes in all aspects of society needs to have taken place including a reduction of our co2 emissions by at least 50% and please note that those numbers do not include the aspect of equity which is absolutely necessary to make the Paris agreement work on a global scale. Nor does it include tipping points or feedback loops like the extreme powerful methane gas being released from the thawing Arctic permafrost.

At places like Davos people like to tell success stories but their financial success has come with an unthinkable price tag. And on climate change we have to acknowledge that we have failed. All political movements in their present form have done so. And the media has failed to create broad public awareness. But Homo sapiens have not yet failed. Yes we are failing but there is still time to turn everything around we can still fix this, we still have everything in our own hands. But unless we recognize the overall failures of our current systems we must probably those probably don't stand a chance.

We are facing a disaster of unspoken sufferings for enormous amounts of people and now is not the time for speaking politely, we're focusing on what we can or cannot say. Now it's the time to speak clearly. Solving the client crisis is the greatest and most complex challenge that Homo sapiens has have ever faced.

The main solution however is so simple that even a small child can understand it. We have to stop the emissions of greenhouse gases. And either we do that or we don't. You say nothing in life is black or white but that is a lie, a very dangerous lie. Either we prevent a 1.5 degree of warming or we don't. Either we avoid setting off that irreversible chain reaction beyond the human control, or we don't. Either we choose to go on as a civilization or we don't. That is as black or white as it gets.

There are no gray areas when it comes to survival. Now we all have a choice. We can create transformational action that will safeguard the future living conditions for humankind, or we can continue with our business as usual and fail. That is up to you and me.

Some say that we should not engage in activism, instead we should leave everything to our politicians and just vote for change instead. But what do we do when there is no political will? What do we do when the politics needn't are nowhere in sight?

Here in Davos, just like everywhere else, everyone is talking about money. It seems that money and growth are our only main concerns. And since the climate crisis is a crisis that has never once been treated as a crisis, people are simply not aware of the full consequences of our everyday life.

People are not aware that there is such a thing as a carbon budget, and just how incredible small that remaining carbon budget is. And that needs to change today. No other current challenge can match the importance of establishing a wide public awareness and understanding of our rapidly disappearing carbon budgets that should and must become a new global currency in the very heart of future and present economics.

We are now at a time in history where everyone with any insight of the climate crisis that threatens our civilization and the entire biosphere must speak out in clear language, no matter how uncomfortable and unprofitable that may be. We must change almost everything in our current societies. The bigger your carbon footprint is, the bigger your moral duty. The bigger your platform the bigger your responsibility.

Adults keep saying we owe it to the young people to give them hope. But I don't want your hope, I don't want you to be hopeful. I want you to panic, I want you to feel the fear I feel every day. And then I want you to act, I want you to act as if you would in a crisis. I want you to act as if the house was on fire, because it is.
Sie verbindet den Panik-Sager also mit einem Aufruf zum Handeln. Eh logisch.

Aber mir ging es vornehmlich um die Anführungszeichen rund um „wissenschaftlich“...

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Donnerstag 6. Juni 2019, 12:55

In den folgenden Grafiken steht wird die Klimaerwärmung anschaulich dargestellt. Eine kleine "Sonne" steht für ein Kalenderjahr (von 1900-2016), jeder der "Sonnenstrahlen" für ein Land, und die Farbe eines "Sonnenstrahls" für die durchschnittliche Temperatur in diesem Land in diesem Jahr.
Bild

Bild
Quelle: http://www.openculture.com/2017/08/a-ce ... video.html

Hier auch als Video-Sequenz zu sehen: https://youtu.be/hLSZ6U_VyGk

Caviteño
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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 6. Juni 2019, 16:59

Amigo hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juni 2019, 23:08
Ich habe bislang niemanden wahrgenommen, der im Kontext der Klimathematik ernsthaft propagiert, in Panik zu verfallen. Ich kenne nur Aufrufe zum dringlichen Handeln. Meinst du das mit "Panik"? Vermutlich.
Wahrscheinlich eine Geschmackssache. Allerdings neigen solche Aufrufe in den letzten beiden Tagen(!) schon mehr zur Panik als zum "dringlichen Handeln":

Alarmierende Studie: So bald schon droht das Ende der Welt, wie wir sie kennen
Eine Studie des National Centre for Climate Restoration im australischen Melbourne sagt eine äußerst düstere Zukunft für die Erde voraus: Die Welt, so wir sie kennen, wird es demnach schon in 30 Jahren vielleicht nicht mehr geben.
Laut der Studie ist der Klimawandel eine „kurz- bis mittelfristige existenzielle Bedrohung der menschlichen Zivilisation“.
und auch ein Nobelpreisträger stößt in das gleiche Horn und sieht den Klimawandel als Dritten Weltkrieg an:

Nobelpreisträger Joe Stiglitz: „Der Klimawandel ist unser Dritter Weltkrieg“

Da wollen die deutschen Kommunen nicht abseits stehen und rufen schon mal den "Klimanotstand" aus. Was das genau sein soll und welche Folgen er in Konstanz, Kiel usw. haben wird :achselzuck:
Caviteño hat geschrieben:Vielleicht reicht es auch, mal einen Blick auf andere Länder zu werfen. Die machen weder ein so radikale Energiewende (mit hohen Stromkosten und keiner CO²-Reduktion) noch erbauen die sich an Vorschlägen wie "kein Fliegen, kein Fleisch, kein Auto".... :patsch:
Amigo hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juni 2019, 23:08
"Reicht" - wofür? Um sagen zu können "egal ob es menschgemachten Einfluss auf das Klima gibt oder nicht - andere tun auch nix und sind schlimmere Umweltsünder als wir, also brauchen wir uns auch nicht anstrengen"?
Na ja, die anderen Länder werden ja auch nicht von Idioten regiert. Man sollte sich schon mal fragen, warum sie sich anders verhalten.
Dazu reicht es, sich einfach einmal Gedanken zu machen, ob der deutsche Weg zweckmäßig und erfolgreich ist und somit als Modell dienen könnte. Merz hat es ja auf den Punkt gebracht:
„Nach dem Ergebnis dieser Europawahl muss sich die CDU fragen, warum wir nach 14 Jahren Klimakanzlerin unsere Klimaziele verfehlen, Haushalte und Unternehmen mit den höchsten Strompreisen Europas belasten und zugleich die strategische und kulturelle Kontrolle über das Thema verloren haben“,
https://www.welt.de/politik/deutschland ... richt.html

Das, was als "Energiewende" hier verkauft wird, ist doch -gemessen an den Zielen die erreicht werden sollen und die Kosten, die dafür anfallen - eine grandiose Pleite. Die Strompreise sind inzwischen die zweithöchsten in der EU und der CO²-Ausstoß ist gleich geblieben oder nur minimal gesunken. Das ein solches "Modell" von keinem anderen Land kopiert wird, ist nachvollziehbar. Nach fünfzehn Jahren werden immer mehr Nebenwirkungen deutlich. Es wäre Zeit einmal innezuhalten und die ganze "Energiewende" auf den Prüfstand zu stellen.

Will man wirklich eine hochtechnisierte Volkswirtschaft vom Flatterstrom der Erneuerbaren abhängig machen? Das ginge doch nur, wenn im Grunde ein ganzer Kraftwerkspark vorgehalten würde, um bei windstillen und sonnenarmen Tagen einspringen zu können - insbesondere im Winter, wenn der Stromverbrauch am höchsten ist. Das sich kein anderes Land auf ein solches Experiment mit horrenden Kosten einlassen will, ist im Grunde klar - Klima hin oder her.

Hinzu kommt, daß D. nur eine minimale Menge des weltweit produzierten CO² ausstößt. Auch wenn D. unter erheblichen Wohlstandsverzichten kein CO² mehr produzieren würde, wäre die Auswirkung im Weltmaßstab kaum meßbar. Im übrigen wird -soweit es den europaweiten Emissionshandel betrifft- auch kein CO² gespart, denn was deutsche Unternehmen einsparen, können die Italiener, Polen oder Franzosen in die Luft blasen.

Natürlich könnte man den CO²-Ausstoß problemlos erheblich mindern, wenn man wieder auf Atomkraft setzen würde. F macht es vor, aber in D. geht so etwas nicht.
So ist man in der Zwickmühle, produziert an sonnenreichen und windigen Tagen zuviel Strom, der bezahlt und dann verklappt werden muß und darf bei Windstille und Bewölkung Strom hinzukaufen - solange es welchen gibt. Für wen soll ein solches Modell denn attraktiv sein? :hmm:

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Juergen » Donnerstag 6. Juni 2019, 17:07

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 16:59

und auch ein Nobelpreisträger stößt in das gleiche Horn und sieht den Klimawandel als Dritten Weltkrieg an:
Vielleicht wäre der Dritte Weltkrieg der Lösung des Klimawandels. Stichwort: Nuklearer Winter. :hmm:

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Amigo » Donnerstag 6. Juni 2019, 17:42

Das, was als "Energiewende" hier verkauft wird, ist doch -gemessen an den Zielen die erreicht werden sollen und die Kosten, die dafür anfallen - eine grandiose Pleite.
Dass gerade in Deutschland bei der Energienwende volkswirtschaftlich eine Menge schiefgelaufen ist, will ich nicht bestreiten.

Jedoch darf der Frust über die mißlungenen Maßnahmen in Deutschland nicht dazu führen, dass die Bemühungen zu dem Thema zum Erliegen kommen oder gar wieder umgekehrt laufen. Die wirksamste und daher wichtigste Maßnahme zur Reduktion von Treibhausgasen aus Energiegewinnung ist ganz klar: Energiesparen! Es stimmt: Nur mit "immer noch mehr Wind- und Solarenergie" ist diese Wende nicht zu schaffen. Wenn Mitteleuropa seinen Energiehunger um 20% reduzieren könnte (ich habe das in unserem 4-Personen-Haushalt binnen 5 Jahren locker geschafft, ca. um 30% weniger Energieverbrauch, und wir waren vorher auch keine großen Verschwender; für die Industrie kann ich das Potenzial nicht wirklich einschätzen, aber auch da ist definitiv einiges zu machen, ich vermute mehr als 30%) und auch andere Alternativenergiequellen angeht, ist das aktuelle Ziel (ich glaube über 25% erneuerbare Energien bis 2030) definitiv machbar, und auch auf diesen hypothetischen (weil ja noch nicht errungenen) Lorbeeren kann man sich natürlich nicht ausruhen. Geht halt nur schrittweise. Die Skandinavier haben das schon ziemlich gut vorgemacht.

Auf Dauer ist unser Lebensstandard so oder so nicht zu halten. Man könnte ihn aber "gezielt reduzieren".

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von taddeo » Donnerstag 6. Juni 2019, 17:54

Amigo hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 17:42
Die Skandinavier haben das schon ziemlich gut vorgemacht.
"Die Skandinavier" sind da ein denkbar schlechtes Beispiel für Deutschland. Wenn ich zB von Norwegen ausgehe (da war ich schon), dann ist das ein extrem dünn besiedeltes Land. Wasser und Wind gibt es im Überfluß, aber kaum Energieverbraucher (5,26 Mio Einwohner); Schweden hat gut 10 Mio Einwohner, Finnland ca. 5,5 Mio - und das bei einer Fläche jeweils ähnlich oder größer als Deutschland. Nur leben bei uns hier 83 Mio Menschen und (ver)brauchen Energie.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von TeDeum » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:27

Auf Dauer ist unser Lebensstandard so oder so nicht zu halten. Man könnte ihn aber "gezielt reduzieren".
Echt? Warum? Naturgesetz? Wenn ich mir die Chancen von Digitalisierung / Automatisierung ansehe, komme ich zu einer anderen Hoffnung.

Ansonsten vor denen hüten, die Angst verbreiten, um Menschen zu manipulieren.

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Re: Was tun gegen den Klimaschwindel?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 6. Juni 2019, 22:18

Amigo hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 17:42

Dass gerade in Deutschland bei der Energienwende volkswirtschaftlich eine Menge schiefgelaufen ist, will ich nicht bestreiten.
Das kann man auch nicht bestreiten - allenfalls könnte die Formulierung "eine Menge" durch "fast alles" ersetzt werden.
Amigo hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 17:42
Jedoch darf der Frust über die mißlungenen Maßnahmen in Deutschland nicht dazu führen, dass die Bemühungen zu dem Thema zum Erliegen kommen oder gar wieder umgekehrt laufen.
Ich habe keinen Frust, weil die Energiewende - so wie sie geplant ist - nicht funktionieren konnte. Zu schnell, zu einseitig, ohne Planung - da waren Dilettanten am Werk.
Wenn man akzeptiert, daß der aus Erneuerbaren produzierte Flatterstrom keine Alternative für eine Industriegesellschaft ist, hat man nur zwei Möglichkeiten:
- entweder man setzt auf Kohle/Gas oder
- auf Atomkraft.

Eine andere Möglichkeit zur sicheren Stromversorgung sehe ich nicht.
Amigo hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 17:42
Die wirksamste und daher wichtigste Maßnahme zur Reduktion von Treibhausgasen aus Energiegewinnung ist ganz klar: Energiesparen! Es stimmt: Nur mit "immer noch mehr Wind- und Solarenergie" ist diese Wende nicht zu schaffen. Wenn Mitteleuropa seinen Energiehunger um 20% reduzieren könnte (ich habe das in unserem 4-Personen-Haushalt binnen 5 Jahren locker geschafft, ca. um 30% weniger Energieverbrauch, und wir waren vorher auch keine großen Verschwender; für die Industrie kann ich das Potenzial nicht wirklich einschätzen, aber auch da ist definitiv einiges zu machen, ich vermute mehr als 30%) und auch andere Alternativenergiequellen angeht, ist das aktuelle Ziel (ich glaube über 25% erneuerbare Energien bis 2030) definitiv machbar, und auch auf diesen hypothetischen (weil ja noch nicht errungenen) Lorbeeren kann man sich natürlich nicht ausruhen.
Ich weiß nicht, wie Du Euren Energieverbrauch eingeschränkt hast - aber für mich gilt:
Ich möchte weder kalt duschen noch im Winter bei 18° Grad in der Wohnung sitzen (muß ich auch nicht mehr, da ich nicht hier bin).
Man sollte nicht unbedingt das eigene Verhalten zum Maßstab für andere machen.
Amigo hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 17:42
Geht halt nur schrittweise. Die Skandinavier haben das schon ziemlich gut vorgemacht.
Wie taddeo schon schrieb: Da herrschen andere Voraussetzungen.
Norwegen hat ausreichend Möglichkeiten, regenerativ erzeugten Strom auch zu speichern. Das ist in D. nicht der Fall. Es wurde sogar überlegt, das Norwegen der Akku Europas wird und dann den Strom exportieren kann:

Norwegen, der Akku Europas

Dieses Projekt wurde verworfen - wie im übrigen auch "Desertec", bei dem der Strom aus der Sahara kommen sollte.
Man kann es drehen und wenden wie man will: Im Endeffekt ist jeder Nationalstaat darauf angewiesen, daß er die benötigte Energie selbst erzeugt. Wer will sich schon darauf verlassen, daß im absoluten Krisenfall der Nachbar die benötigte Energie liefert und dafür die eigene Bevölkerung im Dunkeln sitzen läßt. :vogel:
Ich bin wirklich kein Autarkist, aber im Gegensatz zu Getreide, Öl und Gas läßt sich Strom nicht speichern. Eine Vorsorge ist daher nicht möglich - es sei denn, man baut entsprechende Kraftwerke.
Amigo hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 17:42
Auf Dauer ist unser Lebensstandard so oder so nicht zu halten. Man könnte ihn aber "gezielt reduzieren".
Wenn diese Aussage stimmen sollte, dürfte der Klimawandel mit Sicherheit den geringsten Anteil haben. Im übrigen stimme ich TeDeum zu:
Ansonsten vor denen hüten, die Angst verbreiten

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