"Ausnahmezustand" in GB

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Ewald Mrnka
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Ewald Mrnka »

Vir Probatus hat geschrieben:Selbstverständlich kann man niemandem begreifbar machen, daß er selbst keine Perspektive hat, während eine immer grösser werdende Clique von "Monarchen" auf Kosten dieser Hoffnungslosen in Saus und Braus lebt und "Traumhochzeiten" auf Steuerzahlerkosten zelebriert. Die Anzahl der Könige im Standby-Zustand umfasst demnächst drei komplette Generationen.
Da müsste durchgegriffen werden.
Die Könige im Standby-Zustand kosten im Vergleich zu den übersättigten, faulen, "Jugendlichen mit ihrem kriminellen Antriebsüberschuß wenig, und noch weniger als die vielen sehr verehrten Herrn Alt-Bundespräsidenten und ähnliche Kostgänger der immens teuren Parlamentarischen Demokratie.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Ewald Mrnka
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Ewald Mrnka »

Peregrin hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Selbstverständlich kann man niemandem begreifbar machen, daß er selbst keine Perspektive hat, während eine immer grösser werdende Clique von "Monarchen" auf Kosten dieser Hoffnungslosen in Saus und Braus lebt und "Traumhochzeiten" auf Steuerzahlerkosten zelebriert. Die Anzahl der Könige im Standby-Zustand umfasst demnächst drei komplette Generationen.
Da müsste durchgegriffen werden.
Liest eigentlich irgendwer die Artikel? Die Mär vom "Aufstand der Perspektivenlosen" scheint nicht sehr haltbar.
Wenn man sich nicht anstrengt, keine Disziplin einhält, moralisch verkommen ist und nur auf Kosten anderer ein Luxus-Lotterleben zu führen gedenkt, dann ist man freilich auf Dauer "perspektivlos"; insoferne war der Pöbelaufstand in GB in der Tat eine Randale von "Perspektivlosen"; das wird so jeder Soze, Gutmensch, Herz-Jesu-Bolschewik unterschreiben.

Der gute alte Karl Marx hat dieses Gesocks als "Lumpenproletariat" bezeichnet.
Recht hatte er.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Ivo Matthäus
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Ivo Matthäus »

Caviteño hat geschrieben:Die "Strafe" des Zwölfjährigen (neunmonatige Teilnahme an einem Jugendprojekt) ist wohl kaum als unangemessen zu beurteilen - in Deutschland wäre nichts passiert, weil Strafmündigkeit erst mit 14 eintritt. Wie soll dann ein "Schuß vor den Bug" aussehen. :achselzuck:
Ist es richtig, daß Kinder, die zum Einbrecher, Taschendieb usw. ausgebildet und nach D. gebracht werden, hier nicht belangt werden können, weil sie - angeblich - noch unter 14 sind? :hmm:
Hallo Caviteno,

in Bayern gibt es vor 14 schon Möglichkeiten, deliquente Kinder aus den Verkehr zu ziehen, das Stichwort heisst "Clearingstelle" und ist ein Unterbringung in einen geschlossenen Heim. Sowas macht beispielweise das Kinderzentrum St. Vinzenz der KJF Regensburg für den ostbayerischen Bereich. Das war eine der Konsequenzen aus dem Fall des Intensivtäters Mehmet in den 90er Jahre. Das Problem ist der hohe Kostensatz, der aus der personalintensiven Einsatz und den Sicherungsmassnahmen herrührt und der die Jugendämter wegen des knappen Budgets davor etwas zurückschrecken lässt.

Gleiches gilt auch für den (Jugend-)strafvollzug, wo es an qualifizierten Personal und Geld fehlt. Dann kommt die generelle Überlastung der Justiz dazu, was nicht unbedingt ein schnelles Verfahren erwarten lässt. Das war der Punkt, an dem im übrigen die tote Kerstin Heisig angesetzt hat, Schnelle Verfahren und jahrelange personelle Konstanz bei der Betreuung des einzelnen Straftäters, da kannte der StA und der Jugendrichter seine Pappenheimer nur zu gut, wenn dann konsequent die Möglichkeiten des Jugendstrafrecht, das von sehr weich bis knochenhart alles im Werkzeugkasten hat, nutzt, ist die Rückfallquote recht gering (80 - 95 % ohne jede weitere Auffälligkeit in den nächsten Jahren).

Wenn schnell und konsequent vorgeht, kriegt man die Problematik in den Griff, wenn aber wegschaut und nichts tut wie in GB, dann bekommt man die Rechnung irgendwann unter die Nase gehalten, denn je später man jemanden sozialisieren muss, desto teurer kommt das der Gesellschaft. Ein gut funktionierendes Elternhaus ist dafür nunmal die beste Garantie.

I. M.
Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch. Ich nehme das Herz von Stein aus Eurer Brust und gebe Euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist auf Euch und bewirke, dass .. Ihr auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. (Ez 36)

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Maurus
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Maurus »

Yeti hat geschrieben:Soweit ich den für Laien erläuterten Paragraphen verstehe, handelt es sich beim § 417 StPO immer um ein einzeln von der Staatsanwaltschaft zu beantragendes Verfahren. In England scheint dies aber durchweg der Fall zu sein. Ich vermute mal als Laie, dass dies auch an der fehlenden Verfassung in England liegen könnte. Die Rechtsprechung dort bezieht sich offenbar lediglich auf Präzedenzrechtsprechung - würde mich übrigens auch mal interessieren, ob das EU-konform ist, wie viele andere anachronistische geschriebene und ungeschriebene Vorschriften dort auch.
Die angelsächsische Rechtstradition ist eine case-law Tradition, anders als die kontinentaleuropäische. Europarechtskonform ist das auf jeden Fall, aber die beiden unterschiedlichen Ansätze erklären, warum es auf EU-Ebene manchmal äußerst kompliziert ist, sich über Rechtssachen zu einigen.

In Deutschland werden die §§ 417ff StPO tatsächlich eher selten angewendet, aber so Fälle wie in England sind ja da auch eher selten. Wenn jemand nicht auf frischer Tat ertappt ist, ist für ein Schnellverfahren mE kein Raum mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in England auch in solchen Fällen zur Anwendung kommt - man müsste ja auch Zeugenvernehmung etc verzichten. Das wäre dann mE wirklich nicht europarechtskonform (faires Verfahren).

Ivo Matthäus
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Ivo Matthäus »

Das deutsche Schnellverfahren wird eher bei "Großlagen" praktiziert, auf die man sich personell einstellen kann, zum Beispiel Fußballspiele mit besonderen Konfliktpotential zwischen den Ultras und Demos mit Links-Rechts-Konfrontation, und bei denen die Beweislage der angeklagten Fälle dank USK/BFT glasklar ist. Man darf nicht vergessen, dass die Strafe maximal ein Jahr betragen (§ 419) darf, ab 6 Monaten ist ein Verteidiger zwingend (§ 418) dazu zu ziehen. Man kann damit die einfachen Fälle abhandeln, mehr aber nicht.

I. M.
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lutherbeck
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von lutherbeck »

Raphael hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Du bist also der Meinung, daß in unserem Lande alles zum Besten bestellt ist?

Auch das könnte ein bedenklicher Fall von Wahrnehmungsstörungen sein...

:ikb_doctor:
Nein, aber Dein Hypermoralismus geht mir gewaltig "auf den Sack"! :ikb_bangin:
Hypermoralismus?

Du bist also der Meinung, daß Moral "relativ" ist?

:achselzuck:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

Raphael

Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Raphael »

lutherbeck hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Du bist also der Meinung, daß in unserem Lande alles zum Besten bestellt ist?

Auch das könnte ein bedenklicher Fall von Wahrnehmungsstörungen sein...

:ikb_doctor:
Nein, aber Dein Hypermoralismus geht mir gewaltig "auf den Sack"! :ikb_bangin:
Hypermoralismus?
Ja, Hypermoralismus!

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ...............

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Yeti
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Yeti »

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Selbstverständlich kann man niemandem begreifbar machen, daß er selbst keine Perspektive hat, während eine immer grösser werdende Clique von "Monarchen" auf Kosten dieser Hoffnungslosen in Saus und Braus lebt und "Traumhochzeiten" auf Steuerzahlerkosten zelebriert. Die Anzahl der Könige im Standby-Zustand umfasst demnächst drei komplette Generationen.
Da müsste durchgegriffen werden.
Die Könige im Standby-Zustand kosten im Vergleich zu den übersättigten, faulen, "Jugendlichen mit ihrem kriminellen Antriebsüberschuß wenig, und noch weniger als die vielen sehr verehrten Herrn Alt-Bundespräsidenten und ähnliche Kostgänger der immens teuren Parlamentarischen Demokratie.
Du willst doch dieses morganatische Disney-Land auf der Insel hoffentlich nicht als Monarchie bezeichnen.
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Yeti
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Yeti »

Diesem Artikel kann ich voll und ganz aus eigener Erfahrung zustimmen.
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Gamaliel
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Gamaliel »

Quelle hat geschrieben:Anfang August hatten Tausende meist junge Engländer Häuser und Autos in Brand gesteckt, die Scheiben von Läden und Wohnungen eingeworfen und Schaufenster geplündert. Fünf Menschen starben.

Der Sachschaden wird auf weit über eine halbe Milliarde Pfund (rund 590 Millionen Euro) geschätzt.

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Yeti
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von Yeti »

Gamaliel hat geschrieben:
Quelle hat geschrieben:Anfang August hatten Tausende meist junge Engländer Häuser und Autos in Brand gesteckt, die Scheiben von Läden und Wohnungen eingeworfen und Schaufenster geplündert. Fünf Menschen starben.

Der Sachschaden wird auf weit über eine halbe Milliarde Pfund (rund 590 Millionen Euro) geschätzt.
Das kommt vom Lumpenproletariat, das man sich selbst herangezüchtet hat. Es kann nun mal nicht jeder Banker oder Börsenmakler werden. Es gibt sowieso zuviel davon.
#gottmensch statt #gutmensch

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holzi
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Re: "Ausnahmezustand" in GB

Beitrag von holzi »

Yeti hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:
Quelle hat geschrieben:Anfang August hatten Tausende meist junge Engländer Häuser und Autos in Brand gesteckt, die Scheiben von Läden und Wohnungen eingeworfen und Schaufenster geplündert. Fünf Menschen starben.

Der Sachschaden wird auf weit über eine halbe Milliarde Pfund (rund 590 Millionen Euro) geschätzt.
Das kommt vom Lumpenproletariat, das man sich selbst herangezüchtet hat. Es kann nun mal nicht jeder Banker oder Börsenmakler werden. Es gibt sowieso zuviel davon.
Im Vergleich zum Schaden, den die Bankster und Politiker den europäischen Volkswirtschaften beschert haben, klingt das nach einer Lappalie.

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