Inflationsrate

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ar26
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Beitrag von ar26 »

Ewald hat geschrieben:Ja, MBA-Wissen nebst juristische Spiegelfechtereien werden nicht mehr gefragt sein; derlei Künste werden schon in Kürze unnütz ein wie ein Kropf.
Na da kann ich ja den Ergebnissen des 2. Staatsexamens, die mich bald ereilen werden, beruhigt entgegenschauen :D

Naja seis drum, hier auf dem Land im elterlichen Haus sind die Vorratskammern gut gefüllt, selbst wenn meine Eltern meine Skepsis nicht teilen.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. »

ar26 hat geschrieben:
Ewald hat geschrieben:Ja, MBA-Wissen nebst juristische Spiegelfechtereien werden nicht mehr gefragt sein; derlei Künste werden schon in Kürze unnütz ein wie ein Kropf.
Na da kann ich ja den Ergebnissen des 2. Staatsexamens, die mich bald ereilen werden, beruhigt entgegenschauen :D

Naja seis drum, hier auf dem Land im elterlichen Haus sind die Vorratskammern gut gefüllt, selbst wenn meine Eltern meine Skepsis nicht teilen.
Nach den Ewaldschen apokalyptischen Ahnungen wird ja diese Speisekammer von bewaffneten Plünderern gestürmt werden.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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ar26
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Beitrag von ar26 »

Da gibt es bei uns hier im Dorf wahrlich interessantere Angriffsziele. Unser Grundstück beispielsweise liegt zwischen zwei größeren Bauerhöfen.

Ne Wumme werd ich mir auch noch zulegen. Leider gibt es Probleme mit den Waffengesetzen :(
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Raimund Josef H. hat geschrieben:
Nach den Ewaldschen apokalyptischen Ahnungen wird ja diese Speisekammer von bewaffneten Plünderern gestürmt werden.
"We should all hope for the best, but be prepared for the worst."
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Kurt
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Beitrag von Kurt »

ar26 hat geschrieben:Naja seis drum, hier auf dem Land im elterlichen Haus sind die Vorratskammern gut gefüllt, selbst wenn meine Eltern meine Skepsis nicht teilen.
;D

Weiß jemand, wie man Schnaps brennt?

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Linus
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Beitrag von Linus »

Ja bloß: das als Zahlungsmittel? (und ohne rechte Erfahrung wird das nur ein Häfn-Pomerantschka)
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ar26
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Beitrag von ar26 »

Ich weiß, daß dies vor allem aus Sachen gemacht wird, die ansonsten als Grundnahrungsmittel durchgehen (außer Kräuterschnapps vieleicht). Wenn Du von denen soviel überschüssig hast, dann musst Du über eine recht große landwirtschaftliche Produktion verfügen. Beim Schnappes hat auch der Staat noch den Daumen drauf.
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Esperanto
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Beitrag von Esperanto »

Wie Kurt schon sagte, entweder selber produzieren und verkaufen, was unbedingt gebraucht wird, oder aber Mietwohnungen kaufen und vermieten. Dann hat man auch immer Geld - das ist mehr wert als Gold. So war es ja auch bei der letzten Depression: die Leute, die Immobilien hatten, die sie vermieten konnten, kamen am schnellsten wieder auf die Beine.
Nur wird uns das auch nicht nützen, wenn jetzt vielleicht der globale Weltstaat-Sozialismus kommt, wo der gesamte Mittelstand enteignet wird und also auch nichts mehr mit Vermieten u.ä. ist.

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Esperanto hat geschrieben:Wie Kurt schon sagte, entweder selber produzieren und verkaufen, was unbedingt gebraucht wird, oder aber Mietwohnungen kaufen und vermieten.
Ich kenne Leute, die mit Vermietungen böse Erfahrungen gemacht haben. Vermieten lohnt sich nur dann, wenn man sehr viele Einheiten besitzt, denn dann kann man den einen oder anderen Ausfall besser verkraften.

Mieter, die z.B. viele Kinder haben, kann man de facto kaum aus der Wohnung bekommen - selbst wenn sie keine Miete bezahlen.

Es gibt eben keine Sicherheit. Man sollte versuchen auf viele Pferde zu setzen und somit die Risiken zu streuen.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
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sofaklecks
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Man kann aber auch

Beitrag von sofaklecks »

Man kann aber auch alle Eier in einen Korb legen und auf den gut aufpassen. Sagte Warren Buffet, der gut damit gefahren ist.

sofaklecks

Albert
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Beitrag von Albert »

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Esperanto hat geschrieben:Wie Kurt schon sagte, entweder selber produzieren und verkaufen, was unbedingt gebraucht wird, oder aber Mietwohnungen kaufen und vermieten.
Ich kenne Leute, die mit Vermietungen böse Erfahrungen gemacht haben. Vermieten lohnt sich nur dann, wenn man sehr viele Einheiten besitzt, denn dann kann man den einen oder anderen Ausfall besser verkraften.

Mieter, die z.B. viele Kinder haben, kann man de facto kaum aus der Wohnung bekommen - selbst wenn sie keine Miete bezahlen.

Es gibt eben keine Sicherheit. Man sollte versuchen auf viele Pferde zu setzen und somit die Risiken zu streuen.
Ja, das sind und waren die Miet-Nomaden.
Da gibt’s ein probates Mittel der Selbsthilfe den "Freunden" klar zu machen das am nächsten 1. hier aber absolut Schluß ist.
Heute noch stehen knapp über 6.000,-- DM bei mir aus.

Der Nikkei donnerte mit heute mit 9,4% Südwärts, fast 1000 Punkte.
Nach der Immobilienblase mit dem Finanzdesaster kommt jetzt das Wirtschaftschaos.

Jetzt ist Schluß mit lustig für die Spaß- und Quizgesellschaft!!

Das eigentliche Problem ist doch folgendes: wir haben keine Antenne für eine ECHTE Krise.
Die Typen löschen das Feuer mit Benzin, es gibt nur noch NULLEN, die man garnicht mehr zählen kann.

Und das Finanzamt schreibt kräftig mit, wer wie viel Geld abgeholt hat und verifiziert das mit der Steuererklärung. Das läuft wie geschmiert, aber ist im Moment auch egal, rette sich wer kann!

Bedenkliche Grüße,
Albert

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Albert hat geschrieben:Heute noch stehen knapp über 6.000,-- DM bei mir aus.
Das Leid eines Eigentümers - Eigentum verpflichtet. Leider gibt es Zeitgenossen, die das ausnutzen. Das kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Desillusionierend. Die Welt ist schlecht.
Zuletzt geändert von Gerhard am Mittwoch 8. Oktober 2008, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.
"Ad Deum, qui laetificat juventutem meam."

Kurt
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Beitrag von Kurt »

Albert hat geschrieben:Die Typen löschen das Feuer mit Benzin, es gibt nur noch NULLEN, die man garnicht mehr zählen kann.
Das ist gut formuliert. Positiv an der Angelegenheit ist, dass inzwischen immer mehr Privatanleger die Lage realisieren. Aber noch lange nicht alle. Immer noch gibt es den überwiegenden Teil, der tiefgläubig ist und meint, es könne nichts passieren.

Aber wenn sich Banken gegenseitig nicht mehr vertrauen, warum sollten ihnen dann Kunden vertrauen? Merken die eigentlich nicht, dass sie sich mit ihrer Mauerblümchentaktik den Ast, auf dem sie sitzen selbst abschneiden? Sollen sie, verdient haben sie's schon lange.

Schaut Euch mal ein Musterexemplar eines "Bankers" an, der zeigt, wie es geht:

Fritz Vogt

Dieser Beitrag liegt schon seit 2006 auf meinem Tisch. Der Mann ist sozusagen der Lefebvre der Banker. Gestern abend war er schon bei Maischberger zu sehen. Solche Leute braucht das Land!

Mit Schnaps im übrigen kann man Steine kaufen. Nicht selber trinken, aber wer z.B. aus preiswerten Futterknollen Schnaps brennen kann, wird in der Krise gut leben können. Aus Steinen können Häuser gebaut werden. Es gibt viele Beispiele, wie man mit einfachen Mitteln und Einsatz des Denkgerätes gut im Chaos durchkommt. Mit Gottes Hilfe!

Kurt
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Beitrag von Kurt »

Ich kann mir vorstellen, dass der Börsenhandel bald ausgesetzt wird (die Russen haben das schon gemacht) und zunächst mal jeder auf seinem Kram sitzen bleibt.

(Dabei ist die Aussetzung des Allerheiligsten doch normalerweise etwas sehr schönes)

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Warum soll der Börsenhandel ausgesetzt werden? Die Krise scheint mir zu weiten Teilen hausgemacht zu sein.
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sofaklecks
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Damit

Beitrag von sofaklecks »

Damit die Leute wieder zur Vernunft kommen und diese in der jetzigen Phase idiotischen computergesteuerten Geschäfte unterbrochen werden.

Moskau erlebt nicht die ersten Tage mit einer Aussetzung des Handels. Dort ist das in den letzten Wochen schon fast zur Regel geworden.

Auch in anderen Ländern war das der Fall, etwa in Brasilien.

Die russische Börse macht mir besonders Sorgen. Vor zehn Jahren haben dort sehr viele Leute, die sich gerade eine neue Existenz aufgebaut hatten, alles verloren.

Im Moment macht eine Aussetzung keinen Sinn. Wir haben gerade fast den ganzen Verlust aufgeholt, nachdem in einer konzertierten Aktion die Leitzinsen gesenkt wurden.

sofaklecks
Zuletzt geändert von sofaklecks am Mittwoch 8. Oktober 2008, 14:07, insgesamt 1-mal geändert.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Indonesien hat auch ausgesetzt. Wusste gar nicht, dass die eine Börse haben :freude:
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Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. »

Gerhard hat geschrieben:Indonesien hat auch ausgesetzt. Wusste gar nicht, dass die eine Börse haben :freude:
Was eine Börse ist, weißt Du aber?
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Albert hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:
Esperanto hat geschrieben:Wie

Und das Finanzamt schreibt kräftig mit, wer wie viel Geld abgeholt hat und verifiziert das mit der Steuererklärung. Das läuft wie geschmiert, aber ist im Moment auch egal, rette sich wer kann!

Bedenkliche Grüße,
Albert
Das ist richtig, denn die letzten beißen die Hunde.

http://www.staatsverschuldung.de/schuldenuhr.htm

Das System ist nicht mehr zu retten. Es geht nur noch darum, wie hart die Landung auf dem Boden der Tatsachen sein wird. Insofern sind die Beruhigungspillen von der ehemaligen FDJ-Sekretärin & ihren Schranzen in gewisser Hinsicht hilfreich: Sie verhindern (noch) eine Panik.
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Ein Schmankerl für Systemgläubige:
http://de.finance.yahoo.com/q?s=^GDAXI

aber:

http://www.goldseiten.de/content/kurse/ ... e_gold.php
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft ... enzen.html

Trost: Man kann aber noch jede Menge an Papiergold- und Silber kaufen, gewissermaßen fiat-gold, fiat-silver :mrgreen: , denn Papiere und Versprechen sind wohlfeil und kosten so gut wie nichts, lassen sich aber gut & teuer verkaufen :mrgreen:
(Zu Risiken & Nebenwirkungen fragen sie Liemähnbrasers-Kunden)


Endlich wieder Schnaps für alle:
http://www.handelsblatt.com/politik/kon ... en;2058087

Neues vom französichen Hampelmann:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 76,00.html

Die Nomenklatura gerät langsam aber sicher in den Panikmodus.
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Albert
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Beitrag von Albert »

Ewald Mrnka hat geschrieben: (...)
Das System ist nicht mehr zu retten.
(...)
Ewald das macht gar nichts!

Eine Gesellschaft die Ihre Kinder im vorgeburtlichen Stadium rechtswidrig aber straffrei in Unmengen UMBRINGT gehört in den Orkus.

Da brauchen wir auch keine FDJlerin mit Ihren Haus- und Hofnarren!

Traurige Grüße,
Albert

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Ewald Mrnka hat geschrieben:Das System ist nicht mehr zu retten.
Momentan haben wir doch "nur" eine Finanzkrise - eine Wirtschaftskrise sieht anders aus.
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Gerhard hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:Das System ist nicht mehr zu retten.
Momentan haben wir doch "nur" eine Finanzkrise - eine Wirtschaftskrise sieht anders aus.
In den nächsten Wochen werden wir eine Wirtschaftskrise erleben. Den Autobauern geht es jetzt schon schlecht.

Merke: Ohne Moos nix los.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Die Wirtschaft jammert immer.
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Gerhard hat geschrieben:Die Wirtschaft jammert immer.
Das ist richtig, aber demnächst wird sie in vielen Bereichen nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt produzieren können.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
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Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Das habe ich auch schon gehört. Warum? Weil keine Fahrzeuge mehr gekauft werden?
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Kurt
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Beitrag von Kurt »

Gerhard hat geschrieben:Das habe ich auch schon gehört. Warum? Weil keine Fahrzeuge mehr gekauft werden?
Kreditklemme. Niemand verleiht mehr Geld.
Es überleben diejenigen, die noch Kredit haben, solange er nicht fällig wird. Oder wer keinen Kredit braucht.

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka »

Das System fällt gegenwärtig langsam & sanft in sich zusammen wie ein mißglücktes Soufflé; dramatisch dürfte es werden, wenn Versicherungen nicht mehr bedienen können und wenn das Publikum versuchen wird aus Staatsanleihen ("sichere Anlagen") auszusteigen.

Spätestens zu Beginn dieser heißen Phase sollte man sich ein wenig bevorratet haben.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Raphael

Beitrag von Raphael »

Ewald Mrnka hat geschrieben:Das System fällt gegenwärtig langsam & sanft in sich zusammen wie ein mißglücktes Soufflé; dramatisch dürfte es werden, wenn Versicherungen nicht mehr bedienen können und wenn das Publikum versuchen wird aus Staatsanleihen ("sichere Anlagen") auszusteigen.

Spätestens zu Beginn dieser heißen Phase sollte man sich ein wenig bevorratet haben.
Sorry, Ewald, da scheint mir der Wunsch der Vater Deiner Gedanken zu sein! ;)

Anfang 2000 stand der DAX bei über 7500 Punkten. Anschließend fiel er innerhalb von 3 Jahren auf ein Drittel seines Höchststandes. Im ersten Quartal 2003 notierte er bei unter 2500 Punkten.

Dann stieg er wieder bis Ende 2007 auf über 8000 Punkte.
Wenn er jetzt bei 5000 Punkten steht, ist das eine Korrektur, wie es sie schonmal gegeben hat.

Ein Zusammenbruch des Wirtschaftsystems ist daraus nicht abzuleiten ................

Im Übrigen ist die Marktwirtschaft seit der Implosion der planwirtschaftlichen Systeme alternativlos! 8)

Kurt
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Beitrag von Kurt »

Es gibt eine Gemeinsamkeit und einen fundamentalen Unterschied zu 2003:

Damals haben die Internetfirmen jede kaufmännische Vernunft abgelegt, und die meisten sind daran zu Grunde gegangen. Jetzt waren es die Banken, die jede kaufmännische Vernunft abgelegt haben.
Auf Internetfirmen kann eine Volkswirtschaft verzichten, auf Banken nicht.

Wir haben zur Zeit drei Problemfelder:
- Die Subprime Krise hat zu massiven Schieflagen geführt.
- Daraus resultierte eine Vertrauenskrise der Banken untereinander, die zum Austrocknen des Geldmarktes führte.
- Diese Vertrauenskrise ist aktuell beim Privatmann angekommen und schlägt nun auf den Absatz durch.

Die Lehren der Krise können nur zu einer erheblichen Verschärfung der Kriterien für eine Kreditvergabe führen, was nicht zu Wirtschaftswachstum führt.

Hinzu kommt das Energieproblem.

Ich tippe mal auf einen DAX-Stand von 1800 im Jahr 2010, von dem er sich bis etwa 2030 nicht mehr nachhaltig erholen wird. Danach könnte eine neue Boomphase entstehen, wenn die Folgen dieser Krise verarbeitet sind. Aber erst mal ist der Ofen aus.

Richtig ist, dass es keine Alternative zur Marktwirtschaft gibt. Aber das, was hier in den letzten Jahren stattgefunden hat, war keine Marktwirtschaft, sondern Spielcasino. (Auch in der Planwirtschaft gelten die Regeln der Marktwirtschaft; wie sonst wären die Privilegien der "Intelligenzija" zu erkären).

Wenn man von Ewalds Szenarionen dessen Vor- und Schadenfreude abzieht, dann bleibt im Kern ein "worst case".

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. »

Kurt hat geschrieben: Ich tippe mal auf einen DAX-Stand von 1800 im Jahr 2010, von dem er sich bis etwa 2030 nicht mehr nachhaltig erholen wird. Danach könnte eine neue Boomphase entstehen, wenn die Folgen dieser Krise verarbeitet sind. Aber erst mal ist der Ofen aus.
Mit Verlaub, aber Prognosen über einen Zeitraum von mehr als 3 bis 4 Jahren halte ich in dem Zusammenhang für völlig unmöglich.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
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Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. »

Ewald Mrnka hat geschrieben: Spätestens zu Beginn dieser heißen Phase sollte man sich ein wenig bevorratet haben.
Warum eigentlich? Vor was habt Ihr Angst? Das Leben zu verlieren?
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