Du hast wohl meine Ausführungen nicht verstanden. Ich hatte geschrieben, wir wären viel weiter mit den regenerativen Energie, wenn man sie nicht teilweise unterbunden hätte.Raphael hat geschrieben:Wenn Du bessere Informationen als Herr Sinn hast, dann präsentiere sie doch oder verweise auf sie.Edi hat geschrieben:Der Herr Sinn sagt viel, wenn der Tag lang ist, ob alles stimmt ist eine andere Frage.![]()
M.E. muß man doch verschiedene Fakten einfach zur Kenntnis nehmen, damit man nicht in die Falle der Realitätsverweigerer hineinläuft.
1. Atompolitik ist keine nationale Politik. Das französische AKW in Cattenom bedroht die Sicherheit in Deutschland genauso wie die AKW, die sich in Deutschland befinden.
2. Die durch AKW bereitgestellte Grundversorgung mit Strom (Grundlast) ist nicht auf die Schnelle zu ersetzen. Es sei denn, man kauft diesen Grundlaststrom im Ausland zu, wo er möglicherweise in AKW hergestellt worden ist, oder man nimmt Lebensstandardeinbußen der Bevölkerung hin.
3. Atompolitik ist ein Thema, welches von bestimmten Kreisen bewußt hysterisiert wird und bei dem die meinungsmachenden Protagonisten eher einen gesellschaftspolistischen Zugang zum Thema haben, aber keine (oder nur geringe) naturwissenschaftliche Expertise
to be completed
Das man nicht von heute auf morgen aussteigen kann, ist doch jedem klar.
Man wird auch auf neue Speichertechnologien wie Druckluftspeicher und neue Wasserspeicher setzen müssen und wie Fachleute sagen auch auf neue Gaskraftwerke, eben auch wegen der Grundlast. Vor der Atomkraft hatte man auch Grundlastkraftwerke, das vergessen nur manche heute.
Dass die Franzosen schon lange noch viel mehr als Deutschland auf Atom gesetzt haben, ist auch nichts Neues. Jeder der gegen Atomenergie ist, der wird auch früher oder später die franz. Kraftwerke abschalten wollen. Dass das noch schwerer ist als bei uns, ist auch nichts Neues. Man hätte von vornherein nicht auf diese gefährliche Technik setzen dürfen. Jetzt ist man davon abhängig geworden, das bestreitet auch keiner, den ernst genommen werden will. Die Abhängigkeit aber ist kein Argument dafür.
Zudem diese Technologie ist mit Millarden von Steuergeldern gefördert worden und ihre Folgen werden weiterhin von den Steuerzahlern bezahlt werden müssen, erst recht wenn wie in Japan etwas passieren würde. Mit einem Teil von diesen Geldern hätten man andere Energieerzeugungen vorantreiben und fördern können, aber man hat das leider nicht oder viel zu wenig getan.
Mag sein dass einige hysterisieren, dafür bagatellieren viele das Thema nach wie vor. Bei uns kann ja angeblich gar nichts passieren, denn hier gibt es keinen Tsunami und die Leute wissen auch sehr genau, dass es keine Erdbeben bestimmter Stärke gibt, wie sie es auch in Japan gewusst haben. Leider ist es anders gekommen und die Erdplattenverschiebung hat sich nicht an die Expertenaussagen gehalten.