Katastrophe in Japan

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Edi
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Edi »

Raphael hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Der Herr Sinn sagt viel, wenn der Tag lang ist, ob alles stimmt ist eine andere Frage.
Wenn Du bessere Informationen als Herr Sinn hast, dann präsentiere sie doch oder verweise auf sie. 8)

M.E. muß man doch verschiedene Fakten einfach zur Kenntnis nehmen, damit man nicht in die Falle der Realitätsverweigerer hineinläuft.
1. Atompolitik ist keine nationale Politik. Das französische AKW in Cattenom bedroht die Sicherheit in Deutschland genauso wie die AKW, die sich in Deutschland befinden.
2. Die durch AKW bereitgestellte Grundversorgung mit Strom (Grundlast) ist nicht auf die Schnelle zu ersetzen. Es sei denn, man kauft diesen Grundlaststrom im Ausland zu, wo er möglicherweise in AKW hergestellt worden ist, oder man nimmt Lebensstandardeinbußen der Bevölkerung hin.
3. Atompolitik ist ein Thema, welches von bestimmten Kreisen bewußt hysterisiert wird und bei dem die meinungsmachenden Protagonisten eher einen gesellschaftspolistischen Zugang zum Thema haben, aber keine (oder nur geringe) naturwissenschaftliche Expertise

to be completed
Du hast wohl meine Ausführungen nicht verstanden. Ich hatte geschrieben, wir wären viel weiter mit den regenerativen Energie, wenn man sie nicht teilweise unterbunden hätte.
Das man nicht von heute auf morgen aussteigen kann, ist doch jedem klar.
Man wird auch auf neue Speichertechnologien wie Druckluftspeicher und neue Wasserspeicher setzen müssen und wie Fachleute sagen auch auf neue Gaskraftwerke, eben auch wegen der Grundlast. Vor der Atomkraft hatte man auch Grundlastkraftwerke, das vergessen nur manche heute.

Dass die Franzosen schon lange noch viel mehr als Deutschland auf Atom gesetzt haben, ist auch nichts Neues. Jeder der gegen Atomenergie ist, der wird auch früher oder später die franz. Kraftwerke abschalten wollen. Dass das noch schwerer ist als bei uns, ist auch nichts Neues. Man hätte von vornherein nicht auf diese gefährliche Technik setzen dürfen. Jetzt ist man davon abhängig geworden, das bestreitet auch keiner, den ernst genommen werden will. Die Abhängigkeit aber ist kein Argument dafür.

Zudem diese Technologie ist mit Millarden von Steuergeldern gefördert worden und ihre Folgen werden weiterhin von den Steuerzahlern bezahlt werden müssen, erst recht wenn wie in Japan etwas passieren würde. Mit einem Teil von diesen Geldern hätten man andere Energieerzeugungen vorantreiben und fördern können, aber man hat das leider nicht oder viel zu wenig getan.

Mag sein dass einige hysterisieren, dafür bagatellieren viele das Thema nach wie vor. Bei uns kann ja angeblich gar nichts passieren, denn hier gibt es keinen Tsunami und die Leute wissen auch sehr genau, dass es keine Erdbeben bestimmter Stärke gibt, wie sie es auch in Japan gewusst haben. Leider ist es anders gekommen und die Erdplattenverschiebung hat sich nicht an die Expertenaussagen gehalten.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Raphael

Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Raphael »

Edi hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Der Herr Sinn sagt viel, wenn der Tag lang ist, ob alles stimmt ist eine andere Frage.
Wenn Du bessere Informationen als Herr Sinn hast, dann präsentiere sie doch oder verweise auf sie. 8)

M.E. muß man doch verschiedene Fakten einfach zur Kenntnis nehmen, damit man nicht in die Falle der Realitätsverweigerer hineinläuft.
1. Atompolitik ist keine nationale Politik. Das französische AKW in Cattenom bedroht die Sicherheit in Deutschland genauso wie die AKW, die sich in Deutschland befinden.
2. Die durch AKW bereitgestellte Grundversorgung mit Strom (Grundlast) ist nicht auf die Schnelle zu ersetzen. Es sei denn, man kauft diesen Grundlaststrom im Ausland zu, wo er möglicherweise in AKW hergestellt worden ist, oder man nimmt Lebensstandardeinbußen der Bevölkerung hin.
3. Atompolitik ist ein Thema, welches von bestimmten Kreisen bewußt hysterisiert wird und bei dem die meinungsmachenden Protagonisten eher einen gesellschaftspolistischen Zugang zum Thema haben, aber keine (oder nur geringe) naturwissenschaftliche Expertise

to be completed
Du hast wohl meine Ausführungen nicht verstanden. Ich hatte geschrieben, wir wären viel weiter mit den regenerativen Energie, wenn man sie nicht teilweise unterbunden hätte.
Das man nicht von heute auf morgen aussteigen kann, ist doch jedem klar.
Man wird auch auf neue Speichertechnologien wie Druckluftspeicher und neue Wasserspeicher setzen müssen und wie Fachleute sagen auch auf neue Gaskraftwerke, eben auch wegen der Grundlast. Vor der Atomkraft hatte man auch Grundlastkraftwerke, das vergessen nur manche heute.

Dass die Franzosen schon lange noch viel mehr als Deutschland auf Atom gesetzt haben, ist auch nichts Neues. Jeder der gegen Atomenergie ist, der wird auch früher oder später die franz. Kraftwerke abschalten wollen. Dass das noch schwerer ist als bei uns, ist auch nichts Neues. Man hätte von vornherein nicht auf diese gefährliche Technik setzen dürfen. Jetzt ist man davon abhängig geworden, das bestreitet auch keiner, den ernst genommen werden will. Die Abhängigkeit aber ist kein Argument dafür.

Zudem diese Technologie ist mit Millarden von Steuergeldern gefördert worden und ihre Folgen werden weiterhin von den Steuerzahlern bezahlt werden müssen, erst recht wenn wie in Japan etwas passieren würde. Mit einem Teil von diesen Geldern hätten man andere Energieerzeugungen vorantreiben und fördern können, aber man hat das leider nicht oder viel zu wenig getan.

Mag sein dass einige hysterisieren, dafür bagatellieren viele das Thema nach wie vor. Bei uns kann ja angeblich gar nichts passieren, denn hier gibt es keinen Tsunami und die Leute wissen auch sehr genau, dass es keine Erdbeben bestimmter Stärke gibt, wie sie es auch in Japan gewusst haben. Leider ist es anders gekommen und die Erdplattenverschiebung hat sich nicht an die Expertenaussagen gehalten.
Mit "hätte", "wäre" und "wenn" kommt man derzeit nicht weiter! :roll:

Diese "'hätte', 'wäre' und 'wenn'-Argumente" sind ja genau ein Teil dieser von mir kritisierten Realitätsverweigerung der Atomkraftgegner. Sie lösen keine Probleme, sondern weisen nur implizit Schuld zu. Mit dieser Schuldzuweisung soll dann ein Leidensdruck bei den Atomkraftverfechtern aufgebaut werden. Der Leidensdruck bewirkt in der Folge - so zumindest die Absicht der Atomkraftgegner - eine Sinnesänderung bei den Atomkraftverfechtern.

Eine ähnliche Strategie wird in der Frage der Endlagerung gefahren. Durch die Verweigerungshaltung der Atomkraftgegner kann kein Endlager soweit erkundet werden, daß eine tatsächliche Endlagerfähigkeit festgestellt werden kann. Dabei sind selbst die Atomkraftverfechter so einsichtig, daß man Endlagerungskapazitäten braucht. Das Ende vom Lied soll dann sein, daß die AKW abgeschaltet werden müssen, weil die Zwischenlager für den Atommüll überfüllt worden sind.

Einfacher ist es da, das "hohe Lied" von den regenerativen Energien zu singen, die ja so unwahrscheinlich gut funktionieren. Welch ökosozialistischer Wahnsinn da betrieben wird, sieht man bei der derzeitigen Förderung der Photovoltaik: Die breite Masse der Stromverbraucher zahlt für das gute Gewissen derer, die sich mit den Subventionsgeldern stromerzeugende Platten auf's Dach bauen lassen. :motz:


Ein weiteres Problem hast Du selber bereits angesprochen: Die Frage der Speicherung, die durch die unstete Energieerzeugung unabdingbar wird, ist bei Weitem nicht gelöst und wird - meiner ungenauen Schätzung nach - mehrere Mrd. EUR kosten.

Hinzu kommen noch die Ausbaukosten für die Leistungsnetze, die derzeit noch nicht in dem Zustand sind, daß sie die dezentrale Energieerzeugung mit regenerativen Energien bewältigen können.

Da kann man eigentlich nur noch an den alten Kölner Karnevalsschlager von Jupp Schmitz erinnern: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? :kussmund:

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Gamaliel
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Gamaliel »

Hat zwar nichts mit Japan zu tun, eventuell aber mit den nach den Ereignissen in Japan genährten Anti-Atom Gefühlen:

Briefbombe in Olten bei AKW-Firma

Daraus:
Die Explosion ereignete sich kurz nach 8 Uhr in einem Geschäftsgebäude an der Frohburgstrasse in der Oltener Innenstadt. Ziel des Anschlags war offenbar Swissnuclear, eine Fachgruppe von Swisselectric. Zwar liegt bis anhin kein Bekennerschreiben vor, die Wahrscheinlichkeit ist aber gross, dass der Anschlag einen politischen Hintergrund hat.

Nach Angaben von Thalia Schweizer, Sprecherin der Kantonspolizei Solothurn, wurden zwei Personen verletzt, als der Brief geöffnet wurde. Sie erlitten Verletzungen am Kopf und im Brustbereich, die allerdings nicht lebensbedrohend sind. Beide Personen wurden ins Spital eingeliefert.

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Edi
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Edi »

Raphael hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Der Herr Sinn sagt viel, wenn der Tag lang ist, ob alles stimmt ist eine andere Frage.
Wenn Du bessere Informationen als Herr Sinn hast, dann präsentiere sie doch oder verweise auf sie. 8)

M.E. muß man doch verschiedene Fakten einfach zur Kenntnis nehmen, damit man nicht in die Falle der Realitätsverweigerer hineinläuft.
1. Atompolitik ist keine nationale Politik. Das französische AKW in Cattenom bedroht die Sicherheit in Deutschland genauso wie die AKW, die sich in Deutschland befinden.
2. Die durch AKW bereitgestellte Grundversorgung mit Strom (Grundlast) ist nicht auf die Schnelle zu ersetzen. Es sei denn, man kauft diesen Grundlaststrom im Ausland zu, wo er möglicherweise in AKW hergestellt worden ist, oder man nimmt Lebensstandardeinbußen der Bevölkerung hin.
3. Atompolitik ist ein Thema, welches von bestimmten Kreisen bewußt hysterisiert wird und bei dem die meinungsmachenden Protagonisten eher einen gesellschaftspolistischen Zugang zum Thema haben, aber keine (oder nur geringe) naturwissenschaftliche Expertise

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Du hast wohl meine Ausführungen nicht verstanden. Ich hatte geschrieben, wir wären viel weiter mit den regenerativen Energie, wenn man sie nicht teilweise unterbunden hätte.
Das man nicht von heute auf morgen aussteigen kann, ist doch jedem klar.
Man wird auch auf neue Speichertechnologien wie Druckluftspeicher und neue Wasserspeicher setzen müssen und wie Fachleute sagen auch auf neue Gaskraftwerke, eben auch wegen der Grundlast. Vor der Atomkraft hatte man auch Grundlastkraftwerke, das vergessen nur manche heute.

Dass die Franzosen schon lange noch viel mehr als Deutschland auf Atom gesetzt haben, ist auch nichts Neues. Jeder der gegen Atomenergie ist, der wird auch früher oder später die franz. Kraftwerke abschalten wollen. Dass das noch schwerer ist als bei uns, ist auch nichts Neues. Man hätte von vornherein nicht auf diese gefährliche Technik setzen dürfen. Jetzt ist man davon abhängig geworden, das bestreitet auch keiner, den ernst genommen werden will. Die Abhängigkeit aber ist kein Argument dafür.

Zudem diese Technologie ist mit Millarden von Steuergeldern gefördert worden und ihre Folgen werden weiterhin von den Steuerzahlern bezahlt werden müssen, erst recht wenn wie in Japan etwas passieren würde. Mit einem Teil von diesen Geldern hätten man andere Energieerzeugungen vorantreiben und fördern können, aber man hat das leider nicht oder viel zu wenig getan.

Mag sein dass einige hysterisieren, dafür bagatellieren viele das Thema nach wie vor. Bei uns kann ja angeblich gar nichts passieren, denn hier gibt es keinen Tsunami und die Leute wissen auch sehr genau, dass es keine Erdbeben bestimmter Stärke gibt, wie sie es auch in Japan gewusst haben. Leider ist es anders gekommen und die Erdplattenverschiebung hat sich nicht an die Expertenaussagen gehalten.
Mit "hätte", "wäre" und "wenn" kommt man derzeit nicht weiter! :roll:

Diese "'hätte', 'wäre' und 'wenn'-Argumente" sind ja genau ein Teil dieser von mir kritisierten Realitätsverweigerung der Atomkraftgegner. Sie lösen keine Probleme, sondern weisen nur implizit Schuld zu. Mit dieser Schuldzuweisung soll dann ein Leidensdruck bei den Atomkraftverfechtern aufgebaut werden. Der Leidensdruck bewirkt in der Folge - so zumindest die Absicht der Atomkraftgegner - eine Sinnesänderung bei den Atomkraftverfechtern.

Eine ähnliche Strategie wird in der Frage der Endlagerung gefahren. Durch die Verweigerungshaltung der Atomkraftgegner kann kein Endlager soweit erkundet werden, daß eine tatsächliche Endlagerfähigkeit festgestellt werden kann. Dabei sind selbst die Atomkraftverfechter so einsichtig, daß man Endlagerungskapazitäten braucht. Das Ende vom Lied soll dann sein, daß die AKW abgeschaltet werden müssen, weil die Zwischenlager für den Atommüll überfüllt worden sind.

Einfacher ist es da, das "hohe Lied" von den regenerativen Energien zu singen, die ja so unwahrscheinlich gut funktionieren. Welch ökosozialistischer Wahnsinn da betrieben wird, sieht man bei der derzeitigen Förderung der Photovoltaik: Die breite Masse der Stromverbraucher zahlt für das gute Gewissen derer, die sich mit den Subventionsgeldern stromerzeugende Platten auf's Dach bauen lassen. :motz:


Ein weiteres Problem hast Du selber bereits angesprochen: Die Frage der Speicherung, die durch die unstete Energieerzeugung unabdingbar wird, ist bei Weitem nicht gelöst und wird - meiner ungenauen Schätzung nach - mehrere Mrd. EUR kosten.

Hinzu kommen noch die Ausbaukosten für die Leistungsnetze, die derzeit noch nicht in dem Zustand sind, daß sie die dezentrale Energieerzeugung mit regenerativen Energien bewältigen können.

Da kann man eigentlich nur noch an den alten Kölner Karnevalsschlager von Jupp Schmitz erinnern: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? :kussmund:
Du schreibst ziemlich einseitig daher und gehst auch nicht darauf ein, dass, wie ich mehrmals bemerkt habe, die Atomkraft mit Milliarden, es sind mindestens 8, wenn man alles dazurechnet sogar 2 Milliarden gefördert wurde. Das ist den Befürwortern aber egal. Wichtig ist nur, dass sie hervorheben können, dass die Fotovoltaik von den Verbrauchern mitbezahlt wird. Das ist aber oft bei andern neuen Technologien auch der Fall bis sie eines Tages auch ohne Zuschüsse rentabel sind, in Süditalien sind sie es jetzt schon und die Einspeisevergütung wird auch von Jahr zu Jahr weniger. samt des Preises der Anlagen, sodass man in etlichen Jahren keine Zuschüsse mehr braucht.

Mir scheint hier , dass etliche blind sind für das alles.

Dass Wasserkraft auch behindert wird, kannst du hier nachlesen: http://ju-kv-freudenstadt.generation-ju ... esse/75182

Zitat: "Als Wasserkraft-Kenner weiß Kalmbach, dass auch bei der regenerativen Energieerzeugung nicht nur eitel Sonnenschein herrscht. Er konfrontierte Bundestagsabgeordneten Jung mit dem Problem, dass trotz des Bekenntnisses zur regenerativen Energieerzeugung seiner Meinung nach durch die neue EU-Wasserrahmenrichtlinie den Betreibern von Kleinkraftwerksanlagen an der Murg drohe. Die Anhebung der Mindestabflussmenge koste allein die Gemeindewerke Baiersbronn rund 3 Kilowattstunden jährlich und damit rund ein Viertel der gesamten Wasserkraft erzeugten elektrischen Energie. "Das wird weh tun", befürchten Kalmbach."
Hier sieht man doch die Einflussnahme gewisser Lobbyisten in der EU.

Gestern kam übrigens eine Stellungnahme des Vorsitzenden der kommunalen Energieerzeuger im Radio, die besagte, dass bis etwa in 1 Jahren die Stadtwerke nochmals 1 % Strom erzeugen könnten, so man sie nicht behindere und sie langfristig sichere Investitionen machen könnten. 1 % erzeugen sie schon.
Also was soll dann das Gerede von Herrn Sinn? Die Stadtwerke erzeugen bestimmt keinen Atomstrom, sondern auch regenerativen.

Die Leitungsnetze müssen klar ausgebaut werden, das wissen inzwischen alle Beteiligten. Als ob das nicht zu stemmen wäre. Nur und das wird leider auch meist vergessen, haben wir hier in der Bundesrepublik die 4 Monopolisten, die sich immer wieder dagegen stemmen, dass auch Stadtwerke Strom dezentral herstellen können und dezentral heisst eben nicht allezu lange Stromleitungen über hunderte von km, was auch weniger Verluste bedeutet. Merkels Atomwende im letzten Jahr hat die Investitionsbereitschaft der Stadtwerke auch eingeschränkt.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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lifestylekatholik
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von lifestylekatholik »

Edi hat geschrieben:Du schreibst ziemlich einseitig daher
Ja. Jede Seite sieht die Einseitigkeit der anderen.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Caviteño
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Caviteño »

Eine andere Frage:

Sind diese Overalls, in denen Tepco-Chef, Regierungssprecher, Ministerpräsident und gestern sogar der Tenno auftreten, eigentlich die neue Arbeitskleidung in Japan oder sollen sie nur große Betriebsamkeit vorspielen?
Da wir ja tlw. Trends aus Japan übernehmen, schwappt die Welle vielleicht auch zu uns...

Ob Frau Merkel darin allerdings besser als im Hosenanzug aussehen würde ;D

Raphael

Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Raphael »

Edi hat geschrieben:Du schreibst ziemlich einseitig daher und gehst auch nicht darauf ein, dass, wie ich mehrmals bemerkt habe, die Atomkraft mit Milliarden, es sind mindestens 8, wenn man alles dazurechnet sogar 2 Milliarden gefördert wurde.
Mit solchen in den Raum geworfenen Hausnummern sollte man sehr vorsichtig sein, denn die Wahrscheinlichkeit, daß diese nicht korrekt sind, ist deutlich höher als deren Korrektheit

Im Übrigen schreibe ich nicht einseitig, sondern versuche, faktenbasiert eine Argumentation vorzulegen, mit der die Gegenseite überzeugt werden soll. Wenn mir diese "Überzeugungsarbeit" nicht gelingt, kann das an der Borniertheit der Gegenseite oder an der Schwäche meiner Argumente liegen.

Im Übrigen wird die Atomenergie auch heute noch durch versteckte "Subventionen" alimentiert. Bspw. ist die polizeiliche Sicherung der Castortransporte hoheitliche Aufgabe, die der Staat zu bezahlen hat. Was meinst Du, was diese Sicherung bei all den gewaltbereiten Atomkraftgegnern den Steuerzahler kosten?
Edi hat geschrieben:Das ist den Befürwortern aber egal. Wichtig ist nur, dass sie hervorheben können, dass die Fotovoltaik von den Verbrauchern mitbezahlt wird. Das ist aber oft bei andern neuen Technologien auch der Fall bis sie eines Tages auch ohne Zuschüsse rentabel sind, in Süditalien sind sie es jetzt schon und die Einspeisevergütung wird auch von Jahr zu Jahr weniger. samt des Preises der Anlagen, sodass man in etlichen Jahren keine Zuschüsse mehr braucht.

Erster Schritt bei der Wahrnehmung der Realität ist IMHO, wenn man klarstellt, daß die klimatischen Verhältnisse in Süditalien immer andere sein werden als bspw. in der norddeutschen Tiefebene oder im Erzgebirge.

Was die wirtschaftliche Nutzung der Photovoltaik anbetrifft, gibt es daß kürzlich präsentierte Projekt Desertec. Hierzu fehlt es allerdings noch an der politischen Stabilität in der Weltgegend, wo diese Anlagen errichtet werden sollen.
Edi hat geschrieben:Mir scheint hier , dass etliche blind sind für das alles.
Nicht blind, aber mehr am Ist-Zustand orientiert als an politischen Utopien.
Edi hat geschrieben:Dass Wasserkraft auch behindert wird, kannst du hier nachlesen: http://ju-kv-freudenstadt.generation-ju ... esse/75182

Zitat: "Als Wasserkraft-Kenner weiß Kalmbach, dass auch bei der regenerativen Energieerzeugung nicht nur eitel Sonnenschein herrscht. Er konfrontierte Bundestagsabgeordneten Jung mit dem Problem, dass trotz des Bekenntnisses zur regenerativen Energieerzeugung seiner Meinung nach durch die neue EU-Wasserrahmenrichtlinie den Betreibern von Kleinkraftwerksanlagen an der Murg drohe. Die Anhebung der Mindestabflussmenge koste allein die Gemeindewerke Baiersbronn rund 3 Kilowattstunden jährlich und damit rund ein Viertel der gesamten Wasserkraft erzeugten elektrischen Energie. "Das wird weh tun", befürchten Kalmbach."
Hier sieht man doch die Einflussnahme gewisser Lobbyisten in der EU.

Gestern kam übrigens eine Stellungnahme des Vorsitzenden der kommunalen Energieerzeuger im Radio, die besagte, dass bis etwa in 1 Jahren die Stadtwerke nochmals 1 % Strom erzeugen könnten, so man sie nicht behindere und sie langfristig sichere Investitionen machen könnten. 1 % erzeugen sie schon.
Also was soll dann das Gerede von Herrn Sinn? Die Stadtwerke erzeugen bestimmt keinen Atomstrom, sondern auch regenerativen.

Da müssen sich die Politiker vor Ort d'rum kümmern, und wie Du schreibst, tun sie das ja auch. Notfalls ist halt der Klageweg zu beschreiten ............
Edi hat geschrieben:Die Leitungsnetze müssen klar ausgebaut werden, das wissen inzwischen alle Beteiligten. Als ob das nicht zu stemmen wäre. Nur und das wird leider auch meist vergessen, haben wir hier in der Bundesrepublik die 4 Monopolisten, die sich immer wieder dagegen stemmen, dass auch Stadtwerke Strom dezentral herstellen können und dezentral heisst eben nicht allezu lange Stromleitungen über hunderte von km, was auch weniger Verluste bedeutet. Merkels Atomwende im letzten Jahr hat die Investitionsbereitschaft der Stadtwerke auch eingeschränkt.
Hier in NRW gab's Ende letzten Jahres einen Deal, mit dem mehrere Stadtwerke zum fünftgrößten deutschen Energieerzeuger aufgesteigen sind:
Stadtwerke-Konsortium übernimmt 51 Prozent der Evonik Steag GmbH

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Torsten
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Torsten »

Raphael hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Du schreibst ziemlich einseitig daher und gehst auch nicht darauf ein, dass, wie ich mehrmals bemerkt habe, die Atomkraft mit Milliarden, es sind mindestens 80, wenn man alles dazurechnet sogar 200 Milliarden gefördert wurde.
Mit solchen in den Raum geworfenen Hausnummern sollte man sehr vorsichtig sein, denn die Wahrscheinlichkeit, daß diese nicht korrekt sind, ist deutlich höher als deren Korrektheit
In diesem WISO-Bericht ist von mehr als 300 Miliarden Euro die Rede, wenn man die Steuervergünstigungen von 1950 - 2010 mitrechnet. Man kann es auf eine einfache Faustformel bringen: Direkte Förderung - zweistelliger Milliardenbereich. Förderung durch Steuervergünstigungen - dreistelliger Milliardenbereich. Dann noch die Versicherung für den Schadensfall. Die übernimmt keiner. Die Kosten für die Allgemeinheit, wenn er eintritt - vierstelliger Milliardenbereich. Und daneben spielen sich dann noch menschliche Tragödien und Schicksale ab.

Raphael

Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Raphael »

Torsten hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Du schreibst ziemlich einseitig daher und gehst auch nicht darauf ein, dass, wie ich mehrmals bemerkt habe, die Atomkraft mit Milliarden, es sind mindestens 80, wenn man alles dazurechnet sogar 200 Milliarden gefördert wurde.
Mit solchen in den Raum geworfenen Hausnummern sollte man sehr vorsichtig sein, denn die Wahrscheinlichkeit, daß diese nicht korrekt sind, ist deutlich höher als deren Korrektheit
In diesem WISO-Bericht ist von mehr als 300 Miliarden Euro die Rede, wenn man die Steuervergünstigungen von 1950 - 2010 mitrechnet. Man kann es auf eine einfache Faustformel bringen: Direkte Förderung - zweistelliger Milliardenbereich. Förderung durch Steuervergünstigungen - dreistelliger Milliardenbereich. Dann noch die Versicherung für den Schadensfall. Die übernimmt keiner. Die Kosten für die Allgemeinheit, wenn er eintritt - vierstelliger Milliardenbereich. Und daneben spielen sich dann noch menschliche Tragödien und Schicksale ab.
Dieser WISO-Bericht ist ja eine Lehrvorlage für die demagogische Berichterstattung über die Atomkraft in den heutigen Medien.
Viel heiße Luft, wenig Fakten!

1. Es wird nicht gesagt, welche Subventionen es waren.
2. Es wird nicht gesagt, ob die Subventionen - so sie denn überhaupt gezahlt worden sind - für das Betreiben von Atomkraftwerken gezahlt worden sind oder ob es sich um allgemeine Subventionen handelte, die jeder Industriebetrieb aus den unterschiedlichsten Gründen bekommt.
3. Greenpeace ist bekanntermaßen eine voreingenomme Quelle, was Atomkraft anbetrifft. Auf diese Voreingenommenheit wird jedoch keinesfalls verwiesen, sondern sie werden - insbesondere durch das Anfertigen einer "Studie" :D :D :D - als besonders obejktiv dargestellt.
4. Es wird gesagt, AKW wären nur mit einstelligen Mrd.-Beträgen versichert. Wie hoch genau diese Beträge sind und welche Risiken da versichert sind, wird nicht gesagt, sondern im Ungefähren belassen.

to be completed

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Torsten
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Torsten »

Raphael hat geschrieben: Dieser WISO-Bericht ist ja eine Lehrvorlage für die demagogische Berichterstattung über die Atomkraft in den heutigen Medien.
Viel heiße Luft, wenig Fakten!
Ich will mal sagen, Du bist derjenige hier, der viel mit Ausrufezeichen arbeitet, sich in die Opferrolle stellt, und bei Zahlen und Fakten an den Quellen zu mäkeln hat, ohne selber welche zu bringen. Und ich kann noch nicht mal sagen, was genau Du eigentlich vertrittst. Außer gegen "ökosozialistischen Wahnsinn" und "Realitätsverweigerer" zu polemisieren.

Raphael

Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Raphael »

Torsten hat geschrieben:Und ich kann noch nicht mal sagen, was genau Du eigentlich vertrittst.
Warum gibst Du dann zu dem Disput Deinen Senf? :achselzuck:

Caviteño
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Caviteño »

Raphael hat geschrieben: 4. Es wird gesagt, AKW wären nur mit einstelligen Mrd.-Beträgen versichert. Wie hoch genau diese Beträge sind und welche Risiken da versichert sind, wird nicht gesagt, sondern im Ungefähren belassen.

to be completed
Dazu:
Aber auch auf die Atomkonzerne dürften neue Kosten zukommen. Laut „Wirtschaftswoche“ will Oettinger die Haftung von Atomkraftwerken europaweit vereinheitlichen. Dazu habe er für Dienstag Vertreter von Konzernen, Versicherern und Organisationen nach Brüssel eingeladen.

Bisher regelt jedes EU-Land die Haftung für Atomkatastrophen selbst. Während Betreiber in Frankreich dem Bericht zufolge nur für Schäden bis 91,5 Millionen Euro je Kraftwerk haften, sind in Deutschland Schäden bis zu 2,5 Milliarden Euro abgedeckt.
Quelle:
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 16652.html

Raphael

Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Raphael »

Caviteño hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben: 4. Es wird gesagt, AKW wären nur mit einstelligen Mrd.-Beträgen versichert. Wie hoch genau diese Beträge sind und welche Risiken da versichert sind, wird nicht gesagt, sondern im Ungefähren belassen.

to be completed
Dazu:
Aber auch auf die Atomkonzerne dürften neue Kosten zukommen. Laut „Wirtschaftswoche“ will Oettinger die Haftung von Atomkraftwerken europaweit vereinheitlichen. Dazu habe er für Dienstag Vertreter von Konzernen, Versicherern und Organisationen nach Brüssel eingeladen.

Bisher regelt jedes EU-Land die Haftung für Atomkatastrophen selbst. Während Betreiber in Frankreich dem Bericht zufolge nur für Schäden bis 91,5 Millionen Euro je Kraftwerk haften, sind in Deutschland Schäden bis zu 2,5 Milliarden Euro abgedeckt.
Quelle:
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 16652.html
Solche Zahlen sind natürlich ein Hammer! :auweia:

Wenn man 'mal davon ausgeht, daß sie stimmen, haben etliche Politikergenerationen in Deutschland gepennt; nicht nur die aktuelle Regierung, sondern auch Rot-Grün als sie sieben Jahre lang an der Macht waren.
Es stellt sich doch die Frage, warum denn bspw. eine Bundesregierung durch das Umweltbundesamt nicht ermitteln läßt, was denn bspw. die Katastrophe von Tschernobyl für Folgekosten verursacht hat. Diese Folgekosten sind dann - jeweils angewendet auf die wirtschaftlichen Verhältnisse am Standort des AKW - Basis für die Betreiberhaftpflichtversicherungssumme, die abzuschließen ist; genauso wie sich jedes andere industriell tätige Unternehmen auch gegen seine durch die Produktion entstehenden Risiken versichern muß.

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sternchen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von sternchen »

Ich fürchte Fukushima ist keine Drohbotschaft sondern eine offene Drohung, diese die Menschen in ihren Selbstherrlichen Handeln ignorieren und die Überbringer der schlechten Nachricht (die "Prophetische Rede") aus ihrer Mitte verbannen möchten.
Als ob das jemals in der Geschichte der Menschheit erfolgreich gelungen wäre?
So will ich hier enden, wie ich an einen anderen Ort (my....de/Gladiatoren-Arena/Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken/Beitrag #3818/10.03.2011, 18:19)
begonnen hatte. (Erdbeben und Tsunami in Japan)
Wenn die Welt euch haßt, dann wißt, daß sie mich schon vor euch gehaßt hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben.... "Joh 15,18 - 15,19"

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Maurus
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Maurus »

Raphael hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben: 4. Es wird gesagt, AKW wären nur mit einstelligen Mrd.-Beträgen versichert. Wie hoch genau diese Beträge sind und welche Risiken da versichert sind, wird nicht gesagt, sondern im Ungefähren belassen.

to be completed
Dazu:
Aber auch auf die Atomkonzerne dürften neue Kosten zukommen. Laut „Wirtschaftswoche“ will Oettinger die Haftung von Atomkraftwerken europaweit vereinheitlichen. Dazu habe er für Dienstag Vertreter von Konzernen, Versicherern und Organisationen nach Brüssel eingeladen.

Bisher regelt jedes EU-Land die Haftung für Atomkatastrophen selbst. Während Betreiber in Frankreich dem Bericht zufolge nur für Schäden bis 91,5 Millionen Euro je Kraftwerk haften, sind in Deutschland Schäden bis zu 2,5 Milliarden Euro abgedeckt.
Quelle:
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 16652.html
Solche Zahlen sind natürlich ein Hammer! :auweia:

Wenn man 'mal davon ausgeht, daß sie stimmen, haben etliche Politikergenerationen in Deutschland gepennt; nicht nur die aktuelle Regierung, sondern auch Rot-Grün als sie sieben Jahre lang an der Macht waren.
Es stellt sich doch die Frage, warum denn bspw. eine Bundesregierung durch das Umweltbundesamt nicht ermitteln läßt, was denn bspw. die Katastrophe von Tschernobyl für Folgekosten verursacht hat. Diese Folgekosten sind dann - jeweils angewendet auf die wirtschaftlichen Verhältnisse am Standort des AKW - Basis für die Betreiberhaftpflichtversicherungssumme, die abzuschließen ist; genauso wie sich jedes andere industriell tätige Unternehmen auch gegen seine durch die Produktion entstehenden Risiken versichern muß.
Es stellt sich die Frage, ob höhere Haftpflichtversicherungssummen überhaupt zu erreichen sind. Sprich: Ob sich ein Versicherer findet. Wer ein Haus an der Mosel stehen hat, findet idR keinen.

Caviteño
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Caviteño »

Maurus hat geschrieben:Es stellt sich die Frage, ob höhere Haftpflichtversicherungssummen überhaupt zu erreichen sind. Sprich: Ob sich ein Versicherer findet. Wer ein Haus an der Mosel stehen hat, findet idR keinen.
Findet man nicht:
Eine Versicherung für Atomunfälle ist aus Sicht des weltgrößten Rückversicherers Munich Re für Versicherer und Kraftwerksbetreiber nicht tragbar. „Grundsätzlich gibt es für jede Versicherung einen Preis. Bei großer Unsicherheit der Berechnung ist er aber außerordentlich hoch“, sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard der „Welt am Sonntag“.

Wegen der Addition der möglichen Schäden sei es für die Assekuranz nicht verantwortbar, diese Risiken zu stemmen. Wie hoch eine entsprechende Prämie ohne Staatsgarantie im Hintergrund ausfallen würde, lasse sich mit herkömmlichen Modellen nicht berechnen. Die Folgen von Atomunfällen gelten daher in der Versicherungsbranche als nicht versicherbar.
(Hervorhebung von mir)

http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 7798.html

Und wenn Munich Re "nein" sagt - wer sollte dann (rück)versichern? :achselzuck:

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sternchen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von sternchen »

Fukushima ein Alptraum in Zeitlupe?
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Die Lage in der Reaktorruine in Fukushima ist weiterhin besorgniserregend. Kampf gegen radioaktives Leck in Fukushima Aus der schwer beschädigten Atomanlage in Fukushima gelangt weiter Radioaktivität in die Umwelt.Durch einen Riss im Boden strömt radioaktiv verseuchtes Wasser ins offene Meer. und noch dramatischer Fukushima-Strahlung verseucht Todeszone Nach Medienberichten fürchtet die japanische Regierung, dass es Monate dauern kann, bis das Leck ( unheilbringende Büchse der Pandora ) halbwegs verstopft oder geschlossen ist. Somit werden die Arbeiter die Umwelt, das Grundwasser und der Ozean weiterhin mit sehr hoher Strahlung belastet, zuletzt wurde bis zu Ein Sievert (1000 Millisievert) pro Stunde in der Reaktorruine Fukushima gemessen. Die Respektlosigkeit gegenüber der Gesundheit der Arbeiter (Arbeiter haben nicht genügend Schutzstiefel) und der Schöpfung zeigt sich in folgender Meldung 11'500 Tonnen radioaktives Wasser sollen ins Meer Der Ozean als atomare Müllkippe? Die pechschwarze Tsunami Welle zeigte uns das in Japan der Schutz der Umwelt oder des Wassers schon für der Nuklearkatastrophe kaum von Bedeutung war.
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lifestylekatholik
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von lifestylekatholik »

sternchen hat geschrieben:zuletzt wurde bis zu Ein Sievert (1000 Millisievert) pro Stunde in der Reaktorruine Fukushima gemessen.
Hallo Sternchen, die Meldung habe ich leider verpasst. Kannst du mir sagen, wo das berichtet wurde?
Sternchen hat geschrieben:Die pechschwarze Tsunami Welle zeigte uns das in Japan der Schutz der Umwelt oder des Wassers schon für der Nuklearkatastrophe kaum von Bedeutung war.
Wie bitte?
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sternchen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von sternchen »

lifestylekatholik hat geschrieben:Hallo Sternchen, die Meldung habe ich leider verpasst. Kannst du mir sagen, wo das berichtet wurde?
lifestylekatholik hat geschrieben:Wie bitte?
Japan tsunami: Dramatic amateur footage - video
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Juergen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Juergen »

sternchen hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Hallo Sternchen, die Meldung habe ich leider verpasst. Kannst du mir sagen, wo das berichtet wurde?
Nach zunächst widersprüchlichen Angaben und "Verwirrung" um die Messwerte wurde am Sonntag von Tepco klargestellt: Die Strahlung im Wasser aus dem Reaktor 2 liegt 100.000 Mal höher als normal. Die extrem hohe Strahlung wurde in dem verseuchten Wasser gemessen, das im Turbinengebäude des Reaktorblocks steht.

Die Werte hätten mehr als 1000 Millisievert pro Stunde betragen, hieß es bei dem AKW-Betreiber. Eine bedrohliche Dimension: Die Radioaktivität in Reaktor 2 erreichte damit einen Wert, der tödlich sein kann.
Man hat also im Wasser eine Äquivalentddosis von 1000 mSv/h (=1.000.000 µSv/h) gemessen. Das soll 100.000mal höher sein als "normal", womit man als "normal" also eine Dosis von 10µSv/h annimmt.
Worauf bezieht sich dieses "normal"?
Gruß Jürgen

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Christian
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Christian »

sternchen hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Wie bitte?
Japan tsunami: Dramatic amateur footage - video
Ich bezweifle das die Farbe der Welle auf Umweltverschmutzung schließen läßt. Beim Tsunami ist auch sehr viel Unrat und Meeresgrund nach oben gespült worden. An der Nordsee ist das Wasser auch nicht hellblau.
Erst das Lazarett zeigt was Krieg ist.
Erich Remaque

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Torsten
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Torsten »

Christian hat geschrieben:Ich bezweifle das die Farbe der Welle auf Umweltverschmutzung schließen läßt. Beim Tsunami ist auch sehr viel Unrat und Meeresgrund nach oben gespült worden.
Genau so ist das. Aber jetzt wird Wasser in den Pazifik geleitet, dem man die Verschmutzung nicht ansieht, um Platz zu schaffen für Wasser, welches noch stärker radioaktiv verseucht ist. Es bleibt keine Wahl.

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Torsten
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Torsten »

Die Aufnahmen von der Bucht und der schwarzen Welle haben mich, als ich das Video zum ersten Mal sah, sofort an Bilder aus dem Dokumentarfilm "Die Bucht" erinnert. An einem Küstenort in Japan werden jedes Jahr tausende Delphine in einer Bucht zusammengetrieben und abgeschlachtet, bis sich das gesamte Wasser rot färbt. Damit will ich nicht sagen, dass ... Aber es hat ein G'schmäckle. Ein kleiner Stein im Mosaik. Bei dem auch sternchen seine winzige Rolle spielt.

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Juergen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Juergen »

Torsten hat geschrieben:Genau so ist das. Aber jetzt wird Wasser in den Pazifik geleitet, dem man die Verschmutzung nicht ansieht, um Platz zu schaffen für Wasser, welches noch stärker radioaktiv verseucht ist. Es bleibt keine Wahl.
Die Frage liegt aber zwischen "verseucht" und "verseucht".
Da muß man schon sagen, womit es verseucht ist.

Ist es etwa Jod-131 ?
Das hat eine Halbwertzeit von rund 8 Tagen. Nach 1 Monaten wäre die Radioaktivität also auf rund 7%; nach 2 Monaten auf 0.6% und nach 3 Monaten auf 0.04% abgesunken. Oder in Sv/h: von 1000mSv/h nach 30 Tagen auf 70mSv/h; nach 60 Tagen auf 6mSv/h und nach 90 Tagen auf 0.4mSv/h.
Zudem ist Jod-131 ein Betastrahler. Die Strahlung hat in der Luft eine Reichweite von vielleicht 5 Metern, in Wasser dürften es nur wenige cm sein (wenn überhaupt).

Anders sieht es freilich aus, wenn das Wasser langlebige Isotope enthält.

Wenn die Medien undifferenziert von "verseucht" sprechen, ist das mehr als unredlich.
Gruß Jürgen

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lifestylekatholik
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von lifestylekatholik »

sternchen hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Hallo Sternchen, die Meldung habe ich leider verpasst. Kannst du mir sagen, wo das berichtet wurde?
Merci. Leider wird nicht deutlich, um wieviel Wasser es überhaupt geht. So hat es z. B. auch in der Asse Wasser mit hohen Belastungen gegeben, allerdings handelte es sich um Tropfstellen mit ein paar Tropfen pro Tag. In den Messdaten bei der GRS taucht das noch nicht auf.
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Juergen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Juergen »

lifestylekatholik hat geschrieben:
sternchen hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Hallo Sternchen, die Meldung habe ich leider verpasst. Kannst du mir sagen, wo das berichtet wurde?
Merci. Leider wird nicht deutlich, um wieviel Wasser es überhaupt geht. So hat es z. B. auch in der Asse Wasser mit hohen Belastungen gegeben, allerdings handelte es sich um Tropfstellen mit ein paar Tropfen pro Tag. In den Messdaten bei der GRS taucht das noch nicht auf.
Vielleicht sind das die 11.5m³ (in Quaderform gesehen also etwa 25x23x2 m) aus dem anderen Artikel :hmm:

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ ... 2887.html
Gruß Jürgen

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sternchen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von sternchen »

Juergen hat geschrieben:
Torsten hat geschrieben:Genau so ist das. Aber jetzt wird Wasser in den Pazifik geleitet, dem man die Verschmutzung nicht ansieht, um Platz zu schaffen für Wasser, welches noch stärker radioaktiv verseucht ist. Es bleibt keine Wahl.
Die Frage liegt aber zwischen "verseucht" und "verseucht".
Da muß man schon sagen, womit es verseucht ist.

Ist es etwa Jod-131 ?
Das hat eine Halbwertzeit von rund 8 Tagen. Nach 1 Monaten wäre die Radioaktivität also auf rund 7%; nach 2 Monaten auf 0.6% und nach 3 Monaten auf 0.04% abgesunken. Oder in Sv/h: von 1000mSv/h nach 30 Tagen auf 70mSv/h; nach 60 Tagen auf 6mSv/h und nach 90 Tagen auf 0.4mSv/h.
Zudem ist Jod-131 ein Betastrahler. Die Strahlung hat in der Luft eine Reichweite von vielleicht 5 Metern, in Wasser dürften es nur wenige cm sein (wenn überhaupt).

Anders sieht es freilich aus, wenn das Wasser langlebige Isotope enthält.

Wenn die Medien undifferenziert von "verseucht" sprechen, ist das mehr als unredlich.
Ja leider wird die Höhe der Belastung das Wassers mit Cäsium-134 und Cäsium-137 nicht veröffentlicht.
Es wäre sogar denkbar das, dass ausgetretene Plutonium mit in den Ozean gespült wird. Für die Nahrungskette wäre das eine sehr nachhaltige und negative Entwicklung.

Auch Pilze in Fukushima verstrahlt
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sternchen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von sternchen »

Fukushima - die Maßnahmen des Betreibers waren nicht ausreichend, um die Nuklearkatastrophe zu verhindern
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IAEA-Chef Amano kritisiert Fukushima-Betreiber Tepco Aufgrund dieser Aussage ist klar, in der Vergangenheit wurde die Sicherheit von Atomkraftwerken ( Shareholder Value) vernachlässigt, somit ist das Risiko einer Nuklearkatastrophe signifikant angestiegen. Nun ist die Nuklearkatastrophe eingetreten und muss bewältigt werden. Viele renommierte Experten vermuten mindestens eine Kernschmelze Corium es ist unerheblich ob es nun in den Reaktoren in Fukushima eine, zwei oder drei Kernschmelzen gibt oder ob diese nur teilweise oder zeitweise stattfinden/gefunden haben, wie der Betreiber Tepco bestätigt hat. Sicher ist das die exorbitant hohe Strahlung und das entwichene Plutonium die Meinung der Experten untermauern. Sicher ist, das sowohl die 3 betroffen Reaktoren und die 4 betroffenen Abklingbecken weiterhin gekühlt werden müssen. Aufgrund der schweren Zerstörungen in der Reaktorruine in Fukushima führt das zu einer starken radioaktiven Belastung des "Kühlwassers" Tepco lässt weiter radioaktives Wasser ins Meer laufen und schon hören und lesen wir wieder die Beschwichtigung des Betreibers, wie gefährlich ist radioaktive Wasser für den Ozean? Ich denke das das FAZ.NET-Interview mit Chemiker Manfred Santen von Greenpeace Deutschland eine realistische Einschätzung ist Greenpeace im Interview „Fukushimas Küste wird massiv kontaminiert“ in der Situation der Problematik sehen diese Vorgehensweise viele als alternativ-los an. Ist das weg-kippen des radioaktives Wasser in den Ozean wirklich alternativ-los? Nein, es wäre möglich das radioaktive Wasser in ein Schiff abzupumpen. Das Wasser langsam verdampfen lassen und den Rückstand entsorgen.Mit einem Spezialschiff zur Entsorgung von Atommüll will Russland beim Abpumpen von radioaktiv verseuchtem Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima I helfen. Allerdings ist der Einsatz des Spezialschiff zur Entsorgung mit hohen Kosten verbunden ( Shareholder Value) der Ozean ist eine bei weiten billigere Müllkippe. Wobei ich bei der Frage der Endlagerung von kontaminierten Materialien aus Atomkraftwerken wäre aber das ist ein anderes Thema.
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Juergen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Juergen »

sternchen hat geschrieben:...Ich denke das das FAZ.NET-Interview mit Chemiker Manfred Santen von Greenpeace Deutschland eine realistische Einschätzung ist Greenpeace im Interview „Fukushimas Küste wird massiv kontaminiert“ in der Situation der Problematik sehen diese Vorgehensweise viele als alternativ-los an...
Tolles Einheitenmischmasch:
Die jüngsten Werte dreißig Kilometer vor dem Ufer des Kraftwerks lagen bei maximal achtzig Bequerel pro Liter. Das scheint nicht sehr viel Radioaktivität, nimmt man die geschätzten tausend Millisievert Strahlendosis, die das eingeleitete Kühlwasser haben soll.

Ja, das ist nicht so wahnsinnig viel.
Aha! 80Bq sind also "nicht so wahnsinnig viel".

Es gibt kein klares Verhältnis zwischen Bequerel und Sievert. Um Bequerel in Sievert umzurechnen bedient man sich des sog. "Dosiskonversionsfaktor". Dieser liegt z.B. für Jod-131 bei für die Schilddrüse bei 43E-8 Sv/Bq auf den gesamten Körper betrachtet bei 1.3E-8 Sv/Bq.
Das bedeutet: um eine Dosis von 1mSv zu erreichen benötigt man eine Zerfallsrate rund 2300 Bq (Schilddrüse) bzw. 76900Bq (Ganzkörper). Die genannten 80Bq sind also bei Jod-131 in Bezug auf die Schilddrüse rund 34µSv; in Bezug auf den ganzen Körper rund 1µSv.

Das bedeutet in Greenpeacesprache also der Ausdruck "nicht so wahnsinnig viel".

Bei einem 8stündigen Transatlantikflug bekommt man rund 50µSv ab. Das ist dann in Greenpeacesprache vermutlich "wahnsinnig viel".
:roll:

Fazit:: man sollte lieber im Meer planschen, als ins Flugzeug zu steigen.
:tuete:
Gruß Jürgen

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sternchen
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von sternchen »

Ich fürchte das die Werte dreissig Kilometer vor dem Ufer der Reaktorruine Fukushima im Ozean einer hohen Zufälligkeit unterliegen. Die Annahme das sich die Strahlung gleichmässig verteilt ist aufgrund der Meeres- und Windströmungen unwahrscheinlich. So ist zu vermuten das bei verschiedenen Messpunkten völlig verschiedene Strahlenwerte gemessen werden und daraus ein Mittelwert errechnet wird. Aber ein Mittelwert bedeutet ein Wert von der Herdplatte und ein Wert aus dem Eisschrank zum durchaus erträglichen ( nicht so wahnsinnig kalten oder heissen) Mittelwert berechnet wird. Welche Auswirken die Einleitung des radioaktive verstrahlten Kühlwasser aus den Reaktorruinen in Fukushima auf die Flora und Fauna des Ozeans hat, wird wie in Tschernobyl erst die Zukunft und die wissenschaftliche Aufarbeitung aufzeigen. Radioaktive Strahlung - Experte wirft Japan gezielte Fehlinformation vor
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lifestylekatholik
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von lifestylekatholik »

sternchen hat geschrieben:Ich fürchte ...
... einer hohen Zufälligkeit unterliegen ...
... unwahrscheinlich ...
... zu vermuten ...
... wird ... erst die Zukunft und die wissenschaftliche Aufarbeitung aufzeigen ...
So ist es. Momentan habe ich den Eindruck, dass sich der Informationsgehalt der Berichterstattung in den Medien umgekehrt proportional zur Menge der Berichterstattung verhält.
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Re: Katastrophe in Japan

Beitrag von Vir Probatus »

lifestylekatholik hat geschrieben:
sternchen hat geschrieben:Ich fürchte ...
... einer hohen Zufälligkeit unterliegen ...
... unwahrscheinlich ...
... zu vermuten ...
... wird ... erst die Zukunft und die wissenschaftliche Aufarbeitung aufzeigen ...
So ist es. Momentan habe ich den Eindruck, dass sich der Informationsgehalt der Berichterstattung in den Medien umgekehrt proportional zur Menge der Berichterstattung verhält.
Umgekehrt proportional verhält sich auch die Anzahl derer, die hier vor drei Wochen posteten und erklärten, was alles nicht passieren wird, weil es gar nicht passieren kann, zu der Anzahl der Leute, die hier in den letzten Tagen posten.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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