Eva Herman

Aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Weltgeschehen.
Raphael

Beitrag von Raphael »

Pit hat geschrieben:Sorry, Raphael, ich hatte den Satz relativ schnell geschrieben, und es sollte natürlich keine (!) Wertung sein. Ich wollte sagen, um es genauer auszudrücken, daß ich ganz (!) Deutschland wunderschön finde, da ich mich im besten Sinne des Wortes als Patriot betrachte.

Gruß, Pit
Raphael hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Was die Bemerkung über das wunderbare Land betrifft, hast Du meine vollste Zustimmung, und zwar sozusagen von der Nordsee bis zu den Alpen, vom Niederrhein bis in den Harz
Das ist aber gefährlich Pit, falls es noch mal einen Krieg gibt, kann diese Angabe sehr schnell politisch äußerst inkorrekt werden. ;D
Ich finde es einen absoluten Hammer, wie Pit hier die neuen Bundesländer diskriminiert. Hat er denn noch nicht gemerkt, daß Deutschland jetzt bis zur Oder reicht? :roll:
Du bist halt ein bißchen von gestern .................

Benutzeravatar
Leguan
Altmoderator
Beiträge: 1924
Registriert: Samstag 4. März 2006, 14:30

Beitrag von Leguan »

Pit hat geschrieben:Und wieso bitte?

Gruß, Pit
War das wirklich keine Absicht, fällt dir die Ironie nicht auf?
Ich hielt deine Angabe für eine politisch korrekte Umdichtung der ersten Strophe des Deutschlandliedes, um ehrlich zu sein habe ich mich darüber ziemlich amüsiert.
Naja, und wenn es noch mal einen Krieg gibt, dann ist deine Version halt auf einmal genauso "böse" wie es die alte heute ist.

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8126
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit »

von Gestern?
Nö, glaube ich nicht, ich habe wie gesagt nur ein bisschen zu schnell geschrieben, und den "Fehler" ERST gemerkt, als es schon "zu spät" war.

Gruß, Pit
Raphael hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Sorry, Raphael, ich hatte den Satz relativ schnell geschrieben, und es sollte natürlich keine (!) Wertung sein. Ich wollte sagen, um es genauer auszudrücken, daß ich ganz (!) Deutschland wunderschön finde, da ich mich im besten Sinne des Wortes als Patriot betrachte.

Gruß, Pit
Raphael hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Was die Bemerkung über das wunderbare Land betrifft, hast Du meine vollste Zustimmung, und zwar sozusagen von der Nordsee bis zu den Alpen, vom Niederrhein bis in den Harz
Das ist aber gefährlich Pit, falls es noch mal einen Krieg gibt, kann diese Angabe sehr schnell politisch äußerst inkorrekt werden. ;D
Ich finde es einen absoluten Hammer, wie Pit hier die neuen Bundesländer diskriminiert. Hat er denn noch nicht gemerkt, daß Deutschland jetzt bis zur Oder reicht? :roll:
Du bist halt ein bißchen von gestern .................
carpe diem - Nutze den Tag !

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

Und wie oft hier von "Bundesrepublik" die Rede ist, um unser schönes Land zu diskreditieren. Dieses Kürzel benutzte man eigentlich nur in der DDR. In rechtsradikalen Kreisen gebraucht man dieses Kürzel auch heute noch gerne, um zu verdeutlichen, dass man nicht vom großdeutschen Reich spricht. Tja, und ausgerechnet Ewald befleißigt sich dieses Vokabulars...

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8126
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit »

Also, die "Schreibe" von mir war nicht so gedacht, wie es `rüberkam, da für mich zu Deutschland selbstredend auch die "neuen" Bundesländer gehören, wobei ich im September noch sehr schöne Tage in Dresden und der Sächsischen Schweiz verbracht habe.
ALs ich auf die Hinweise hin meinen Text noch mal durchgelesen habe, habe ich meinen Irrtum bemerkt (mit einer gewissen Ironie im Kopf), aber ich denke immer noch, daß Hoffmann von Fallersleben damals (!) sogar politisch korrekt war (viele Landsleute merkten es nicht), da er Einheit für ein völlig in Kleinstaaterei zerrissenes Land wünschte.

Gruß, Pit
Leguan hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Und wieso bitte?

Gruß, Pit
War das wirklich keine Absicht, fällt dir die Ironie nicht auf?
Ich hielt deine Angabe für eine politisch korrekte Umdichtung der ersten Strophe des Deutschlandliedes, um ehrlich zu sein habe ich mich darüber ziemlich amüsiert.
Naja, und wenn es noch mal einen Krieg gibt, dann ist deine Version halt auf einmal genauso "böse" wie es die alte heute ist.
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Raphael hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Was die Bemerkung über das wunderbare Land betrifft, hast Du meine vollste Zustimmung, und zwar sozusagen von der Nordsee bis zu den Alpen, vom Niederrhein bis in den Harz
Das ist aber gefährlich Pit, falls es noch mal einen Krieg gibt, kann diese Angabe sehr schnell politisch äußerst inkorrekt werden. ;D
Ich finde es einen absoluten Hammer, wie Pit hier die neuen Bundesländer diskriminiert. Hat er denn noch nicht gemerkt, daß Deutschland jetzt bis zur Oder reicht? :roll:
Also, ich weiß mich in Seegenfelde in der Neumark, in Schlettstadt und Sankt Peter im Holz immer noch in deutschen Landen. „Neue“ Länder sind’s aber weder dort noch in Templin, Greifswald oder Görlitz. – Na ja, ich gebe zu: Die Neumark ist teilweise doch eher neu, wie schon der Name sagt. Die wurde großenteils erst im 18. Jahrhundert urbar gemacht.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8126
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit »

Hallo Robert,

was die "neuen" Bundesländer betrifft, habe ich es bewusst so (als in " ") geschrieben, da es sich mittlerweile eben nicht mehr um neue (!) Bundesländer handelt.
Und was mich immer wieder stört, daß es Landsleute gibt, die immer noch von Ossis und Wessis sprechen. Leider!

Gruß, Pit
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Was die Bemerkung über das wunderbare Land betrifft, hast Du meine vollste Zustimmung, und zwar sozusagen von der Nordsee bis zu den Alpen, vom Niederrhein bis in den Harz
Das ist aber gefährlich Pit, falls es noch mal einen Krieg gibt, kann diese Angabe sehr schnell politisch äußerst inkorrekt werden. ;D
Ich finde es einen absoluten Hammer, wie Pit hier die neuen Bundesländer diskriminiert. Hat er denn noch nicht gemerkt, daß Deutschland jetzt bis zur Oder reicht? :roll:
Also, ich weiß mich in Seegenfelde in der Neumark, in Schlettstadt und Sankt Peter im Holz immer noch in deutschen Landen. „Neue“ Länder sind’s aber weder dort noch in Templin, Greifswald oder Görlitz.
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 26022
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ewald Mrnka hat geschrieben:Die Schuldigen sind gefunden; an den Pranger mit ihnen:
http://de.news.yahoo.com/ap/27118/td ... 556ad.html
AP - Donnerstag, 18. Oktober, 12:16 UhrFrankfurt/Main (AP) In einer Forsa-Umfrage für den «Stern» hatte jeder Vierte erklärt, die NS-Zeit habe auch ihre guten Seiten. Als positive Beispiele wurden der Bau von Autobahnen, eine reduzierte Kriminalitätsrate oder die Förderung der Familie genannt.
Graumann sagte: «Das Ergebnis der Umfrage ist hässlich, desaströs und macht mich traurig und wütend.» Er machte Prominente wie Eva Herman und den Kölner Kardinal Joachim Meisner mitverantwortlich. Beide hätten mit ihrer leichtfertigen Nutzung von Nazi-Terminologie dazu beigetragen, die Debatte in einer völlig falsche Richtung zu lenken. Die TV-Moderatorin Herman hatte sich lobend zur NS-Familienpolitik geäußert, Meisner von «entarteter Kultur» gesprochen.
Der Stern hat geschrieben:Auf die Frage, ob der Nationalsozialismus auch gute Seiten gehabt habe, wie etwa den Bau der Autobahnen oder die Förderung der Familie, antworteten 25 Prozent der Befragten mit "ja".
Man sollte sich hier zunächst einmal die Formulierung der Frage zu Gemüte führen, wie sie aus dem »Stern«-Artikel zumindest schemenhaft aufscheint. Gefragt wird nach dem Nationalsozialismus (also der Ideologie), als erstes Beispiel für etwas möglicherweise Gutes daran wird dem Befragten der Autobahnbau untergeschoben.

Natürlich war der Autobahnbau wirtschaftspolitisch sinnvoll und gut. Aber was war daran, bitte sehr, nationalsozialistisch? – Vielleicht war das ein persönliches Verdienst Adolf Hitlers, der instinktiv den Vorteil erkannt hat, die vorliegenden Planungen endlich aufzugreifen, zu erweitern und umzusetzen. Nur hat das mit der nazistischen Ideologie nichts zu tun, ebensowenig wie ein nazistischer Bauer Nazikartoffeln angebaut oder aus seinen Kühen braune Milch gemolken hat.

Aber was soll nun das arme befragte Forsa-Opfer antworten? »Ja«? Weil doch der Autobahnbau „gut“ war? – Aber damit erklärt er, dem Wortlaut der Frage nach, zugleich den Nationalsozialismus für teilweise „gut“. Übel, übel. Also soll er nein sagen? – Dann erklärt er zugleich den Autobahnbau für schlecht. Das wäre grundfalsch, und wenn er kein vergrünter Öko ist, wird er das eigentlich nicht tun wollen.

Das Ergebis ist: Je höher der formale Bildungsstand einer Person, desto eher antwortet sie mit »nein«. Das heißt, je länger einer unser Bildungssystem durchlaufen hat, desto stärker wurde ihm eingebleut, immer nein zu sagen, wenn eine Sache irgendwie mit Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wird. Er ordnet die Autobahn, wie die Fragesteller ihm suggeriert haben, als nazistisch ein und verhält sich ablehnend.

Der weniger lang dem Bildungssystem Ausgesetzte hat diesen Reflex weniger stark ausgebildet, so daß ein signifikant höherer Anteil instinktiv den Autobahnbau als etwas Gutes erkennt und ja sagt, ohne sich an der suggerierten nazistischen Konnotation zu stören.

Beide schlucken aber, was die Fragesteller ihnen heimtückisch untergejubelt haben, daß nämlich der Autobahnbau irgendwie „nationalsozialistisch“ sei. Die wirklich Gebildeten, die denkenden Geister, fallen aus dieser Umfrage ganz heraus. Sie lehnen nämlich die Fragestellung als manipulativ ab. Ja, diese Frage ist schlichtweg eine Unverschämtheit, so als ob man mich fragte: »Haben sie endlich aufgehört, ihre Frau zu vermöbeln?«

Ich habe das zweite Beispiel der Fragestellung noch nicht erwähnt. Es ist noch perfider als die Autobahngeschichte. Es suggeriert nämlich erstens, Familienförderung sei nazistisch; zweitens, die Nazis hätten tatsächlich die Familien gefördert (was unwahr ist, im Gegenteil, sie waren in Sachen Verstaatlichung der Kindesobhut und -erziehung als treue Schüler der Faschisten und Spiegelbild der Bolschewiken zugleich auch Vorläufer der in ihren Spuren weiterwandelnden postnazistischen Erziehungsminister wie Margot Honecker und Ursula von derselben Leyer).

Mit andern Worten, die Familie wird nazifiziert. Eine perfide Fälschung mit dem Ziel, die Familien weiter zu zerrütten, den antifaschistisch imprägnierten „Gebildeten“ die Familie möglichst zu verleiden und die „Dummen“, denen das nicht in den Kopf geht, als „Nazis“ brandmarken zu können. – Was die Antworten anbelangt, gilt das oben anhand des Autobahnbeispiels bereits beschriebene Schema.

Herrn Graumanns Einlassung endlich zeigt erneut, wer erstens besonderes Interesse an derlei getürkten und weitermanipulierenden Umfragen hat und was zweitens Ziel- und Stoßrichtung dieses Interesses ist. Man kennt das seit zweitausend Jahren. Unsere Obern müssen allmählich aufhören, sich und uns in die Taschen zu lügen. Der Löwe frißt dich, ob du ihn streichelst oder nicht.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15072
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus »

Timotheus hat geschrieben:Und wie oft hier von "Bundesrepublik" die Rede ist, um unser schönes Land zu diskreditieren. Dieses Kürzel benutzte man eigentlich nur in der DDR. In rechtsradikalen Kreisen gebraucht man dieses Kürzel auch heute noch gerne, um zu verdeutlichen, dass man nicht vom großdeutschen Reich spricht. Tja, und ausgerechnet Ewald befleißigt sich dieses Vokabulars...
Messieurs, darf ich das heutige Gericht empfehlen: Ewald pathologisée mit brauner Sauce

Linus
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Raphael

Beitrag von Raphael »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Was die Bemerkung über das wunderbare Land betrifft, hast Du meine vollste Zustimmung, und zwar sozusagen von der Nordsee bis zu den Alpen, vom Niederrhein bis in den Harz
Das ist aber gefährlich Pit, falls es noch mal einen Krieg gibt, kann diese Angabe sehr schnell politisch äußerst inkorrekt werden. ;D
Ich finde es einen absoluten Hammer, wie Pit hier die neuen Bundesländer diskriminiert. Hat er denn noch nicht gemerkt, daß Deutschland jetzt bis zur Oder reicht? :roll:
Also, ich weiß mich in Seegenfelde in der Neumark, in Schlettstadt und Sankt Peter im Holz immer noch in deutschen Landen. „Neue“ Länder sind’s aber weder dort noch in Templin, Greifswald oder Görlitz. – Na ja, ich gebe zu: Die Neumark ist teilweise doch eher neu, wie schon der Name sagt. Die wurde großenteils erst im 18. Jahrhundert urbar gemacht.
Kennst Du den Unterschied zwischen Land und Bundesland? ;)
Ich vermute 'mal: Ja!


Viel interessanter in dem Zusammenhang ist aber die "Denke", welche hier von Pit und Timotheus offenbart wird.
Würde hier jemand von der Etsch, dem Belt, der Maas und der Memel als Deutschlands Grenzen schreiben, wäre dieser in ihren Augen sofort und eindeutig als Nazi überführt. Diesem (armen Tropf) könnten getrost all die Übel des damaligen Regimes angehängt werden, um sich selber als lupenreiner Demokrat zu profilieren. Das ist das schreinemakersche Niveau des "Autobahnen, nein, das geht nicht!"

Conclusio:
Das, was in der kernerschen Sendung am 9.10.2007 mit Eva Herman geschah, wird unter der Prämisse "Keine Toleranz den Intoleranten!" vielfach goutiert. JBK war nur williger Vollstrecker der (vermuteten) Mehrheitsmeinung des deutschen Volkes.
Die Süddeutsche hatte mit ihrer schnell abgeänderten Bezugnahme auf den Volksgerichtshof mehr Wahrheit gezeigt, als den Tabuwächtern genehm ist.

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 7001
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Beitrag von Ewald Mrnka »

Linus hat geschrieben:
Messieurs, darf ich das heutige Gericht empfehlen: Ewald pathologisée mit brauner Sauce
Liebster Linus, ich danke für Deinen heutigen Menue-Vorschlag, aber man könnte mich auch flambieren oder ein wenig aufwendiger entsorgen:

Man sollte mich zunächst zum freimaurerisch-totalitär-liberalen Gutmenschen zwangsumerziehen, anschließend farcieren, mit chloropyllkommunistischer Petersilie (nach Art des Straßenkämpfers) garnieren und als Zarathutras "Letzten Menschen" servieren.

Ergebnis: Ein idealtypischer Bundesrepublik-Mitbürger(In).
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 7001
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Beitrag von Ewald Mrnka »

Robert Ketelhohn hat geschrieben: Herrn Graumanns Einlassung endlich zeigt erneut, wer erstens besonderes Interesse an derlei getürkten und weitermanipulierenden Umfragen hat und was zweitens Ziel- und Stoßrichtung dieses Interesses ist. Man kennt das seit zweitausend Jahren. Unsere Obern müssen allmählich aufhören, sich und uns in die Taschen zu lügen. Der Löwe frißt dich, ob du ihn streichelst oder nicht.[/align][/color]
:jump: Das ist des Pudels Kern, aber: Unsere Oberherren und Oberdamen wissen, was sie tun, sie lügen nur uns in die Tasche.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Christian
Beiträge: 1814
Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2003, 13:27
Wohnort: duisburg

Beitrag von Christian »

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben: Herrn Graumanns Einlassung endlich zeigt erneut, wer erstens besonderes Interesse an derlei getürkten und weitermanipulierenden Umfragen hat und was zweitens Ziel- und Stoßrichtung dieses Interesses ist. Man kennt das seit zweitausend Jahren. Unsere Obern müssen allmählich aufhören, sich und uns in die Taschen zu lügen. Der Löwe frißt dich, ob du ihn streichelst oder nicht.[/align][/color]
:jump: Das ist des Pudels Kern, aber: Unsere Oberherren und Oberdamen wissen, was sie tun, sie lügen nur uns in die Tasche.
Ich finde die Umfrage des Stern gut . Die Umfrage ergibt das gewünschte Ergebnis: jeder vierte Deutsche ist Nazi. :shock:
Erst das Lazarett zeigt was Krieg ist.
Erich Remaque

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 7001
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Beitrag von Ewald Mrnka »

Christian hat geschrieben:
Ich finde die Umfrage des Stern gut . Die Umfrage ergibt das gewünschte Ergebnis: jeder vierte Deutsche ist Nazi. :shock:
Die Suppe muß immer weiter köcheln, denn das ist einträglich für´s Geschäft.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

@ Ewald

Flambiert wurde hierzulande unter einem ganz anderen Wächterrat, das macht man heute zum Glück nicht mehr.

@ Raphael

Dein Conclusio ist nicht neu, das wurde hier bereits festgestellt, auch von mir. Kerner vertritt immer die Mehrheitsmeinung, um nicht anzuecken. Nicht anzuecken ist sein Prinzip, er bewegt sich nun mal gerne in der Schleimspur. Wer allerdings öffentlich von "Gleichschaltung der Presse" spricht, gleichzeitig aber beim NDR arbeitet, darf sich nicht wundern, wenn er dort nicht mehr tätig sein darf. Wer vor sie Presse tritt und sich ähnlich abwertend über die Deutsche Bahn äußert, wird sicher auch nicht zum Konzernsprecher der Bahn gemacht.

Zu deiner Bemerkung zur SZ: Diese Nazi-Vergleiche sind ebenso beliebt wie auch langweilig mittlerweile. Ich erinnere nur an Helmuth Kohl, der über Thierse sagte: "Der schlechteste Parlamentspräsident seit Hermann Göring". Von diesen Beispielen gibt es viele. Die Nazi-Keule ist und bleibt ein beliebtes Mittel der Diffarmierung. Derjenige, der sie auf den Kopp kriegt beschwert sich laut und haut sie einem anderen drüber. Aber ein Bauernopfer ist Eva Herman sicherlich nicht - schließlich hat sie als Buch-Autorin den öffentlichen Diskurs gesucht und das mit Thesen, die emanzipierte Frauen und Andere heute sicher nicht gerne hören. Dann muss man auch mit dem geteilten Echo leben.

Raphael

Beitrag von Raphael »

Timotheus hat geschrieben:@ Raphael

Dein Conclusio ist nicht neu, das wurde hier bereits festgestellt, auch von mir. Kerner vertritt immer die Mehrheitsmeinung, um nicht anzuecken. Nicht anzuecken ist sein Prinzip, er bewegt sich nun mal gerne in der Schleimspur. Wer allerdings öffentlich von "Gleichschaltung der Presse" spricht, gleichzeitig aber beim NDR arbeitet, darf sich nicht wundern, wenn er dort nicht mehr tätig sein darf. Wer vor sie Presse tritt und sich ähnlich abwertend über die Deutsche Bahn äußert, wird sicher auch nicht zum Konzernsprecher der Bahn gemacht.

Hier verdrehst Du den Sachverhalt:
Eva Herman wurde nicht aus den Diensten des NDR entfernt, weil sie von "Gleichschaltung der Presse" gesprochen hatte. Diese Anmerkung ist erst längere Zeit danach von ihr gemacht worden und vermutlich auf den Umgang mit ihr zurückzuführen.
Es handelt sich also mehr um eine Schlußfolgerung aus den Geschehnissen und nicht den Auslöser der selbigen.

Timotheus hat geschrieben:Zu deiner Bemerkung zur SZ: Diese Nazi-Vergleiche sind ebenso beliebt wie auch langweilig mittlerweile. Ich erinnere nur an Helmuth Kohl, der über Thierse sagte: "Der schlechteste Parlamentspräsident seit Hermann Göring". Von diesen Beispielen gibt es viele. Die Nazi-Keule ist und bleibt ein beliebtes Mittel der Diffarmierung. Derjenige, der sie auf den Kopp kriegt beschwert sich laut und haut sie einem anderen drüber. Aber ein Bauernopfer ist Eva Herman sicherlich nicht - schließlich hat sie als Buch-Autorin den öffentlichen Diskurs gesucht und das mit Thesen, die emanzipierte Frauen und Andere heute sicher nicht gerne hören. Dann muss man auch mit dem geteilten Echo leben.
Auch diese rhetorische Figur ist mittlerweile bekannt:
Das Opfer wird zum Täter abgestempelt. Frei nach dem Motto: "Wer sich mit unbequemen Thesen in die öffentliche Debatte einmischt, muß damit rechnen, als Nazi fertiggemacht zu werden!"

In der Bibel gibt es hierzu folgende Passage:
Ihr bedenkt nicht, daß es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht.
(Johannes 11, 50)

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

Ich habe nie behauptet, dass Eva Herman Täterin ist. Mehrfach habe ich mitgeteilt, dass die Kerner-Sendung ihr gegenüber unmöglich war. Allerdings ist diese Frau lange genug Medienprofi und als solcher sollte man eigentlich wissen, dass man mit Aussagen in der Öffentlichkeit sehr sensibel umgehen sollte. Diese sehr missverständlichen Aussagen in ihrer PK hätten ihr nicht passieren dürfen. Gerade wenn man unbequeme Thesen so offensiv vertritt, wird einem sehr genau auf die Finger geschaut, auch und vor allem seitens der Medien. Das hätte sie wissen müssen. Sie hat sich einfach sehr ungeschickt verhalten. Und das hat nicht nur etwas mit Kerners Sendung zu tun.

Was die Sendung betrifft, habe ich mich ja nun deutlich geäußert. Kerner hatte entsprechende Absichten sie an den Pranger zu stellen, wollte nichts anderes als eine Entschuldigung akzeptieren und stellte - wie immer - total behämmerte Fragemn. Beispiel: "Wie lange waren Sie bei Bischof Mixa in der Lehre?". Allein diese rhetorische und blöde Frage würde ein ernst zu nehmender Journalist nie stellen.

Raphael

Beitrag von Raphael »

Timotheus hat geschrieben:Ich habe nie behauptet, dass Eva Herman Täterin ist.
Du hattest behauptet, daß sie selbst schuld daran sei, wenn so mit ihr umgegangen wird, wie mit ihr umgegangen wurde!
Die "Schuld" hat sie sich durch die Einmischung in die öffentliche Debatte aufgeladen. Einmischung ist aber nun 'mal aktives Tun; folglich ist sie Täterin ............

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 7001
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Beitrag von Ewald Mrnka »

Timotheus hat geschrieben:@ Ewald

Flambiert wurde hierzulande unter einem ganz anderen Wächterrat, das macht man heute zum Glück nicht mehr.
Ja, du hast (wie immer) Recht, die Zeiten ändern sich. Der Wächterrat in der Bundesrepublik bringt Häretiker mit moderneren Methoden zur Strecke. Schließlich besitzt man unangefochten die Deutungshoheit über Geschichte & Begriffe; die freie und unabhängige Presse ist vernünftig, objektiv und einsichtig & die aufrechten, mutigen, zivilcouragierten Berufsdemokraten sind mit der "Einsicht in die Notwendigkeit (= Freiheit)" ausgestattet (muß auf deren Genen liegen).

So wie die Dinge liegen, kann nichts schiefgehen, es reicht völlig aus, wenn man andeutet, wünscht, sich ein wenig "besorgt" äußert und kalt erledigen läßt: Frau Herman muß daher nicht abgefackelt werden und die Herren Hohmann, Künzel werden vom Staat alimentiert, nachem man ihren Ruf in den Dreck gezogen hatte. Alles halb so schlimm!

Nur in ganz derben Fällen, bei richtigen Tabuverletzungen, die an die Substanz rühren, wird eingesperrt (alles legal, rechtsstaatlich abgesichert, schließlich ist die Bundesrepublik ein Super-Rechtsstaat).

Ich verstehe überhaupt nicht, worüber sich die Leute aufregen.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

@ Raphael

Sie hat sich unklug verhalten und damit nicht gerade zur Ruhe beigetragen. Beispiel Kerner-Sendung: Wiederholt erklärt Frau Herman mehr als deutlich, dass sie mit Neonazis und deren Gedankengut nichts zu tun hat und auch nichts von damals beschönigen will. Dann erklärt sie aber: "Dann darf man auch nicht über Autobahnen reden, über die wir heute aber fahren". Mit anderen Worten: Sie will nichts beschönigen, impliziert mit ihrer anschließenden Aussage aber - es war nicht alles schlecht. Jedenfalls muss man das so verstehen, wenn sie plötzlich die Autobahnen mit ins Spiel bringt, über die vorher keiner sprach. Damit hat sie sich extrem ungeschickt verhalten und die Situation für sich selbst unnötig verschärft. Das ist ein Stück Eigenverantwortung. Und wenn man als (ehemailer) Kollege die gesamte Presselandschaft brüskiert, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Kollegen ebenso wenig zimperlich mit ihr ins Gericht gehen.

Die Tatsache, dass eigentlich Konrad Adenauer die erste Autobahn als OB von Köln bauen ließ, hat sie gewiss nicht gemeint.

Raphael

Beitrag von Raphael »

Timotheus hat geschrieben:Sie hat sich unklug verhalten und damit nicht gerade zur Ruhe beigetragen..
Sie hätte am Anfang der Sendung dementieren sollen, was sie nie gesagt hatte? :kratz:

Diesem Kniefall vor der Journaille bräuchte man keinen Respekt zu zollen, der jetzt von ihr gezeigten Zivilcourage sehr wohl! :jump:

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

Sie hätte u.a. nur nicht von Autobahnen anfangen müssen, die niemand außer ihr thematisierte.

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

Sie hätte u.a. nur nicht von Autobahnen anfangen müssen, die niemand außer ihr thematisierte.

Benutzeravatar
Peregrin
Beiträge: 5422
Registriert: Donnerstag 12. Oktober 2006, 16:49

Beitrag von Peregrin »

Timotheus hat geschrieben: Sie hat sich unklug verhalten und damit nicht gerade zur Ruhe beigetragen. Beispiel Kerner-Sendung: Wiederholt erklärt Frau Herman mehr als deutlich, dass sie mit Neonazis und deren Gedankengut nichts zu tun hat und auch nichts von damals beschönigen will. Dann erklärt sie aber: "Dann darf man auch nicht über Autobahnen reden, über die wir heute aber fahren". Mit anderen Worten: Sie will nichts beschönigen, impliziert mit ihrer anschließenden Aussage aber - es war nicht alles schlecht.
Du verdrehst schon wieder den Sachverhalt, entfernst den Satz aus seinem Kontext, erfindest einen neuen Kontext. Lernt man das auf der Journalistenschule so oder ist dieser Hang zum Diabolieren die Frucht der Arbeit am rauhen Stein?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Stephen Dedalus
Beiträge: 5449
Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28

Beitrag von Stephen Dedalus »

Timotheus hat geschrieben:@ Raphael

Sie hat sich unklug verhalten und damit nicht gerade zur Ruhe beigetragen. Beispiel Kerner-Sendung: Wiederholt erklärt Frau Herman mehr als deutlich, dass sie mit Neonazis und deren Gedankengut nichts zu tun hat und auch nichts von damals beschönigen will. Dann erklärt sie aber: "Dann darf man auch nicht über Autobahnen reden, über die wir heute aber fahren".

it anderen Worten: Sie will nichts beschönigen, impliziert mit ihrer anschließenden Aussage aber - es war nicht alles schlecht. Jedenfalls muss man das so verstehen, wenn sie plötzlich die Autobahnen mit ins Spiel bringt, über die vorher keiner sprach.
Timotheus,

ich muß mich wundern. Der Satz ist so, wie Du ihn zitierst, nicht gefallen. Die Gesprächssituation war völlig anders. Die hanebüchenen Anwürfe von Herrn Wippermann haben Eva Herman provoziert (und das geschah nach ca. 45 minütiger Provokation durch Kerner und Co.). Der Streitpunkt war dann ihr Gebrauch des Wortes "gleichgeschaltet". Wippermann und Kerner wollten Eva Herman unterstellen, sie habe sich nun "erneut" eines nationalsozialistischen Begriffes bedient. Daraufhin rief sie erbost "Mein Gott, die Nazis haben auch Autobahnen gebaut und wir fahren heute noch drauf!" Ihre Empörung an diesem Punkt war aus meiner Sicht völlig gerechtfertigt. Allein die Benutzung des Wortes "gleichgeschaltet" macht noch niemanden zum Nazi, ebensowenig wie das Fahren auf einer einer RAB. "Gleichschaltung" beschreibt einen Prozeß, nicht aber notwendigerweise die Ideologie, die zu diesem Prozeß führt. In allen totalitären Regimen gab es gleichgeschaltete Medien.

Vielleicht war das Reizwort "Autobahn" an diesem Punkt unklug. Die Gesprächssituation, wie sie sich bis dahin entwickelt hatte, hätte Eva Herman aber das Recht zu weitaus unkügeren Ausrutschern gegeben. Ich kann sie eigentlich nur dafür bewundern, daß sie Kerner auf dessen perfide eingebrachtes Rosenberg Zitat und die unglaublich unverschämte Frage, wie lange sie bei Bischof Mixa in die Lehre gegangen sei, nicht eine geknallt hat.
If only closed minds came with closed mouths.

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

Die Freimaurerei scheint Euch ja sehr zu beschäftigen, so oft wie Ihr sie erwähnt.
Zuletzt geändert von Timotheus am Freitag 19. Oktober 2007, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

@ Stephen

Mein Bestreben war es zu keiner Zeit, die Kerner-Sendung schön zu reden. Ich habe nun oft genug betont, wie ich sie fand. Deshalb ist es müßig, diese Sendung hier auseinander zu klamüsern. Ich halte es aber für etwas sehr einseitig, wie gänzlich unkritisch hier Frau Hrman insgesamt bewertet wird, nur weil man inhaltlich ihre Thesen toll findet. Frau Käßmann oder Herr Friedman wären in einer ähnlichen Situation hier nicht so kollektiv gedeckt worden.

Benutzeravatar
Peregrin
Beiträge: 5422
Registriert: Donnerstag 12. Oktober 2006, 16:49

Beitrag von Peregrin »

Über Freimaurerei bitte im entsprechenden Strang diskutieren. :D Hier geht es darum, warum Du so beharrlich die Sachverhalte verdrehst.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Benutzeravatar
FioreGraz
Beiträge: 3890
Registriert: Freitag 25. Juni 2004, 19:18
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Beitrag von FioreGraz »

Timotheus hat geschrieben:Die Freimaurerei scheint Euch ja sehr zu beschäftigen, so oft wie Ihr sie erwähnt.
Wir erwehren uns des Teufels wo nur geht. Aber stimmt schon die Freimaurerkeule ist die katholische Art der Nazikeule.

LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas

Kurt
Beiträge: 1486
Registriert: Montag 5. Februar 2007, 22:29

Beitrag von Kurt »

Timotheus hat geschrieben:@ Raphael

Sie hat sich unklug verhalten und damit nicht gerade zur Ruhe beigetragen. Beispiel Kerner-Sendung: Wiederholt erklärt Frau Herman mehr als deutlich, dass sie mit Neonazis und deren Gedankengut nichts zu tun hat und auch nichts von damals beschönigen will. Dann erklärt sie aber: "Dann darf man auch nicht über Autobahnen reden, über die wir heute aber fahren". Mit anderen Worten: Sie will nichts beschönigen, impliziert mit ihrer anschließenden Aussage aber - es war nicht alles schlecht. Jedenfalls muss man das so verstehen, wenn sie plötzlich die Autobahnen mit ins Spiel bringt, über die vorher keiner sprach. Damit hat sie sich extrem ungeschickt verhalten und die Situation für sich selbst unnötig verschärft. Das ist ein Stück Eigenverantwortung. Und wenn man als (ehemailer) Kollege die gesamte Presselandschaft brüskiert, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Kollegen ebenso wenig zimperlich mit ihr ins Gericht gehen.
Dein Posting wundert mich, da es einige Sachverhalte einfach falsch darstellt. Warum sollte denn eigentlich Eva Herman "zur Ruhe beitragen" - in einer Situation, wo sie alleine gegen alle unfair (!) in die Ecke getrieben wurde. An ihrer Stelle wäre ich tatsächlich schon lange gegangen.

Die Sache mit den Autobahnen kam auch nicht aus heiterem Himmel, sondern nachdem sie der Historiker wegen der Verwendung des Begriffs "gleichgeschaltet" zum wiederholten Male in die rechte Ecke treiben wollte. Dass Frau Herman so ruhig blieb, ist schon unglaublich, nachdem Kerner ihr vorher schon den unseligen Rosenberg zugemutet hat. Die Verwendung des Begriffs "gleichgeschaltet" zu einem früheren Zeitpunkt war ein Vorwurf an die Presse, kein Wunsch (dann wäre sie tatsächlich rechts positioniert). Die Autobahn kam als Analogie, um die schwachsinnige Position des Historikers zu entlarven. Aber das durfte ja nicht sein.

Was das brüskieren angeht, so hat Plasberg ja den Spieß herumgedreht: Als Kerner wissen wollte, wen Plasberg zu seiner ersten Sendung einladen würde, meinte er: Letzte Woch hätte ich Dich eingeladen und gefragt, ob man über Autobahnen reden darf.

Kurt
Beiträge: 1486
Registriert: Montag 5. Februar 2007, 22:29

Beitrag von Kurt »

Timotheus hat geschrieben:Ich halte es aber für etwas sehr einseitig, wie gänzlich unkritisch hier Frau Hrman insgesamt bewertet wird, nur weil man inhaltlich ihre Thesen toll findet.
Nicht wegen Hermans Inhalte - die durchaus streitbar sind - , sondern wegen der plumpen und dreisten Manipulation, die das ZDF und die überwiegende Medienlandschaft auf Kosten Hermans am Publikum versucht hat.

Timotheus
Beiträge: 496
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 00:12
Wohnort: Berlin

Beitrag von Timotheus »

@ Kurt

Ich weiß, ich habe mich über die Inhalte der Sendung mit Plasberg informiert und sein Verhalten hat mir sehr gefallen. Somit bekam Kerner auch mal feuchte Hände. Mir liegt es auch fern Kerner in Schutz zu nehmen und ich habe auch keine Lust mehr über diese eine Sendung zu reden. Hier ist ja alles gesagt worden. Ebenso habe auch ich mich kritisch über die Medienberichterstattung geäußert. Das wurde opffenbar nur nicht richtig registriert, da man sich ja lieber mit mir streitet.

@ Fiore

Die Freimaurer-Keule kenne ich eigentlich nur von der Piusbruderschaft und nicht von der Katholischen Kirche. Weder in den Gemeinden, noch sonst wo im Bistum kenne ich diesen Verfolgungs- und Verschwörungswahn.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema