Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

Umschuldung Griechenlands wird doch zum Thema
In der EU bahnt sich eine mögliche Kehrtwende im Umgang mit Griechenlands Staatsschulden an. Weil die bisherigen Massnahmen nicht verhindern, dass das Land weiter in die Krise rutscht, wird nun über eine Umschuldung des Landes diskutiert – vorerst noch hinter den Kulissen.

Diese Entwicklung war absehbar und ist auch für Portugal und Irland nicht auszuschliessen. Die Banken müssen schon wieder "gerettet" werden.

Alarmierend ist folgende Meldung:

WestLB-Eigner erwartet neue Milliarden-Übertragung auf Bad Bank

Das zeigt das Ende der Finanzkrise wurde verfrüht ausgerufen.
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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

Wie erwartet....

Portugal braucht Hilfen vom Euro-Rettungsschirm
[/size]

Das hoch verschuldete Portugal muss Finanzhilfen aus dem Rettungsschirm der Europäischen Union beantragen. Das hat Finanzminister dos Santos mitgeteilt. ...

Schritt für Schritt ins Desaster, weil sich nichts ändern darf.....
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Caviteño
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Caviteño »

Nicht Spanien sondern Belgien scheint der nächste Kandidat für den "Rettungsschirm" zu sein:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/p ... -1.182313
Doch es könnte ein anderes Land in das Blickfeld der Investoren rücken: Besorgt zeigt sich jedenfalls der Internationale Währungsfonds (IWF), der Belgien für einen unsicheren Kantonisten hält. "Der hohe Schuldenstand, die Fälligkeiten der Staatsanleihen und die Abhängigkeit von ausländischem Kapital birgt hohe Kreditrisiken, wenn sich die Stimmung der Investoren verschlechtert", heißt in einem aktuellen Analysebericht des Internationalen Währungsfonds (IWF), der der SZ vorliegt.

"Belgien hat ein Refinanzierungsrisiko", so die IWF-Experten. Überraschend allerdings: An den Märkten ist dieses Risiko derzeit noch nicht eingepreist, auch die Ratingagenturen halten noch vergleichsweise still.

Das Land muss rund vier Prozent Zins bezahlen, um sich auf zehn Jahre zu verschulden. Zur Erinnerung: Ab einem Niveau von sieben Prozent begannen in Irland und Portugal die Debatten über den Eintritt unter den EU-Rettungsschirm.

Allerdings ist Belgiens Staatshaushalt zu 1 Prozent verschuldet - bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt. Das ist nach Griechenland und Italien der dritthöchste Schuldenstand. Die Obergrenze im Maastricht-Vertrag liegt bei 6 Prozent. Der IWF stellt auch klar, dass belgische Banken besonders leiden, wenn sich die Lage in Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien verschlechtert.
Wann hört der Wahnsinn endlich auf?

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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

Heute Nacht 0 Uhr ist die USA Pleite

Schlacht um US-Haushalt Countdown zum Staatsinfarkt
Es ist also allerhöchste Zeit für einen Kompromiss.
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Caviteño
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Caviteño »

Jetzt gibt es schon die ersten offiziellen Stimmen, die einer Umschuldung Griechenland's das Wort reden:
Bei einem Panel über "Solidargemeinschaft - Die Zukunft der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion" lösten Steinbrück und Fitschen eine handfeste Kontoverse mit der EZB aus.

Steinbrück griff die Zentralbank frontal an: Sie argumentiere nur deshalb gegen eine Umschuldung für Griechenland - die er befürwortet - weil sie mittlerweile "zu einer Art Bad Bank für Staatsanleihen" geworden sei. Sie halte mehr als 7 Milliarden Euro an Staatsanleihen der notleidenden Euro-Länder, vor allem Griechenland. Unter einem Schuldenschnitt würde sie deshalb selber leiden.
Doch Deutsche Bank-Vorstand Fitschen legte nach: "Ich hätte mir gewünscht, im April letzten Jahres sofort die Gläubiger zur Verantwortung zu ziehen". Er räumte ein, dass es ein Dilemma gebe: die Furcht, das dann das "Bankensystem auf einen Schlag nicht mehr funktionsfähig gewesen wäre". Mittlerweile sei diese Sorge aber übertrieben: "Viele gute Banken haben Abschreibungen gemacht. Es gibt genügend Erfahrungen mit Umschuldungen, jetzt muss man die Phantasie spielen lassen."

Dem Handelsblatt gegenüber ging Fitschen sogar noch weiter: "Das hält nicht bis 213", sagte er nach der Diskussion.
http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 4472=all

So erfreulich es ist, daß auch Politiker und Banker mal in der Realität ankommen, so erschreckend sind ihre "Lösungsmöglichkeiten":
So heftig die Kontroverse über die Umschuldung war - in anderen Fragen gab es Übereinstimmung. Sowohl BBVA-Präsident Francisco Gonzalez als auch die anderen Teilnehmer sehen die Eurozone als Solidargemeinschaft, die aber in beide Richtungen funktionieren müsse: Wenn einige Länder Hilfe leisteten, müssten die anderen ihren Haushalt sanieren und ihre Wirtschaftskraft stärken.
(.....)
Fitschen wandte sich gegen die "Dämonisierung der Transferunion": Es sei "völlig klar, dass wir als größtes Land den größten Beitrag leisten müssen. Das ist in Ordnung so." Alle Verantwortlichen müssten "den Steuerzahlern klar machen, wie sehr wir davon profitieren."
Ich habe vom Euro durch geringere Lohnzuwächse und Gehaltsverzichte "profitiert" und darf nun zahlen bis an's Ende meiner Tage - nur noch das BVerfG kann den Wahnsinn stoppen.

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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

Inflation - Teuerung wechselt vom Trab zum Galopp
[/b]

Inflationsforscher Brachinger, ist Professor und Direktor des Seminars für Statistik der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg in der Schweiz:
Erst seit Anfang vergangenen Jahres notiert unser IWI oberhalb des amtlichen Index. Er steigt seither kontinuierlich und liegt derzeit bei 5 Prozent. Und ich bin sicher, dass er noch weiter ansteigen wird.

Das bedeutet das viele Arbeitnehmer/innen die täglich früh aufstehen und zur Arbeit gehen am Ende des Monats wieder erheblich an Kaufkraft verloren haben. Vom medial verkündeten Aufschwung xxl kommt bei den Arbeitnehmer/innen die täglich früh aufstehen und zur Arbeit gehen nichts an.
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Mirjanin
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Mirjanin »

Entweder kennt Prof. Brachinger den Unterschied zwischen Inflation und Teuerung nicht oder er will uns verscheissern. Ich tippe auf letzteres. Toll auch die Lösungsansätze: Staatliche Aktivität ausweiten! Das ist ja mal ein völlig neuer Ansatz!

Ob die steigenden Preise womöglich hiermit etwas zu tun haben? ...
Gut sein ist edel. Andere lehren, gut zu sein, ist noch edler. Und einfacher.
(Mark Twain)

Caviteño
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Caviteño »

Caviteño hat geschrieben:
Die Euro-Staats- und Regierungschefs hatten bei ihrem Sondergipfel am 11. März schon beschlossen, den Rettungsschirm EFSF so zu verstärken, dass das effektive Kreditvolumen auf 44 von 25 Milliarden Euro steigen kann.
....
EU-Diplomaten zufolge soll die Entscheidung aber aus Rücksicht auf Finnland jetzt noch nicht fallen. Das Parlament ist dort aufgelöst, die Wahl findet am 17. April statt. Eine Diskussion über eine Erhöhung der Garantien für den EFSF könnte der EU-kritischen Rechtspartei „Echte Finnen“ Auftrieb geben, da der Euro-Rettungsschirm in dem Land ebenso stark umstritten ist wie in Deutschland. Die „Echten Finnen“ wollen im Fall einer Regierungsbeteiligung über den Rettungsfonds neu verhandeln.
(Hervorhebung von mir)

http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 981484=all

Schade, daß bei uns alle Systemparteien in dieser Hinsicht einer Meinung sind - sonst könnten Wähler wirklich etwas bewegen.
Nachdem in den letzten vier Wochen - bis auf diese kleine Randnotiz - in den Zeitungen nichts berichtet wurde, kann man jetzt - zwei Tage vor der Wahl - diese Tatsache nicht mehr verschweigen. Und siehe da: Die Partei soll nach Umfrage ca. 2% der Stimmen bekommen:
Am Sonntag wählt Finnland ein neues Parlament, und selten zuvor in der Geschichte des Landes kann der Ausgang der Wahlen das parlamentarische System so durcheinanderwirbeln wie dieses Mal.

Verantwortlich dafür ist Timo Soini, Vorsitzender der populistischen Partei „Perussuomalaiset“. So unaussprechlich der Name für viele ist, so einfach klingt die Botschaft von Soini. „Wir sind gewöhnliche Finnen“, sagt der korpulente 48-Jährige und liefert damit auch gleich die korrekte Übersetzung des Parteinamens. Für gewöhnliche Finnen trete er ein, für Menschen, die mit ihren Steuern nicht die Rechnungen der Portugiesen, Iren und Griechen begleichen wollen.
Je nach Umfrageinstitut können die Wahren Finnen auf bis zu 19 Prozent kommen und damit ihren Wähleranteil gegenüber 27 fast verfünffachen. Seine Partei, die im Ausland eigentlich fälschlicherweise als „Wahre Finnen“ bezeichnet wird, lehnt die Euro-Rettungspakete strikt ab.
http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 6541.html

Zum Kandidaten Soini schreibt die FAZ:
Der Erfolg der Partei ist der Erfolg von Timo Soini. Er predigt Werte, kritisiert Elitenversagen und gibt sich als Verteidiger des finnischen Steuerzahlers.
(...)
Timo Soini fällt bei der Wahldebatte im Redaktionshaus nicht nur auf, weil er weit fülliger ist als seine Konkurrenten. Er ist mit 48 Jahren auch älter als die meisten anderen. Kiviniemi ist 42, Katainen 39 Jahre alt. Soini redet ruhig und brummt dabei fast. Er hat Politikwissenschaften studiert und sitzt seit 29 für seine Partei im Europäischen Parlament. Damals hatte er als Kandidat in ganz Finnland die meisten Stimmen erhalten. Von den rund 5,3 Millionen Finnen wählten ihn 13.. Soini ist Katholik in einem protestantischen Land. Er ist gegen die Ehe von Homosexuellen und gegen die Abtreibung. Ihm wird nachgesagt, stets Klartext zu reden – ein Mann des Volkes.
(Hervorhebung von mir)

http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437 ... ntent.html

Ich bin einmal gespannt, welche Entschuldigung unser öffentlich-rechtliches Fernsehen bringen wird, wenn die Partei erfolgreich sein sollte und - man wagt es kaum zu hoffen - das Rettungspaket in Frage stellt.
Allerdings befürchte ich, daß der augenblickliche Atom-Hype dazu benutzt werden wird, das finnische Wahlergebnis "unter ferner liefen" abzuhandeln.

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Mirjanin
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Mirjanin »

"Rechtspopulist", "Rechtsextremist", "Nationalist".. in die Schublade wird man ihn schon stecken. Allerdings erst, wenn man ihn nicht mehr ignorieren kann. Interessant ist aber, dass in letzter Zeit wieder etwas Bewegung in die europäische Politikszene kommt. Immer wieder mit solchen "Quereinsteigern" wie in Finnland. Was meint ihr, wie lang wird's noch dauern, ehe wir auch in Deutschland so eine Bewegung erhalten?


Aber zum Threadthema - wer zufällig mal in der TAZ geblättert hat (ok, eher unwahrscheinlich, bin auch nur drauf gestossen worden...) findet ein ganz interessantes Interview zum Thema Finanzmärkte / Finanzkrise / Zentralbanken. Siehe hier: http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/ ... faehrlich/

Der Großteil dient der Pflege der eigenen Eitelkeit (bzw. der Klientel) aber diese Frage und Antwort waren recht interessant, beantwortet sie doch der "Ökonom" Simon Johnson vom MIT:
taz: Herr Johnson, die Deutsche Bank erwartet 211 einen Rekordgewinn von 1 Milliarden Euro. Ist die Finanzkrise vorbei?

Simon Johnson: Der deutsche Finanzsektor ist sehr problematisch, und die Deutsche Bank ist besonders gefährdet, sich selbst in die Luft zu jagen. Ihr Chef Josef Ackermann ist einer der gefährlichsten Bankmanager der Welt, weil er darauf besteht, eine Eigenkapitalrendite von 2 bis 25 Prozent zu erzielen. Ein so hoher Gewinn ist nur möglich, weil er genau weiß, dass die Deutsche Bank ein Systemrisiko darstellt und daher von den Steuerzahlern gerettet würde, falls ein Konkurs droht. Also wird auf Gewinn spekuliert - was dann auch die Boni der Manager maximiert.
Da kann man nur zustimmend nicken - auch wenn's ein wenig seltsam ist, wenn ein ehemaliger Chefökonom des Internationalen Währungsfonds sowas loslässt. Wenn die staatlichen Aufsichtsbehörden jetzt höhere Eigenkapitalquoten für die Banken fordern, dann werden das sicherlich wieder einige als "Beweis" interpretieren, daß "der Markt" eben reguliert werden müsse. Wieder nichts gelernt. Kann man nur entgegnen, daß es die Regulierer waren, die den Banken die niedrigen Quoten erlaubt hatten und die Banken "am Markt" bei diesen Quoten schon längst alle verschwunden wären.

Aber mir fällt gerade ohnehin keine Branche ein, die weniger mit "Kapitalismus" zu tun hat, als das moderne Bankwesen, obwohl deren Treiben ja besonders gerne als "Turbo-Kapitalismus" bezeichnet wird. Merke: Wichtig ist nicht der Inhalt, sondern die Verpackung!
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Torsten
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Torsten »

Mirjanin hat geschrieben:Wenn die staatlichen Aufsichtsbehörden jetzt höhere Eigenkapitalquoten für die Banken fordern, dann werden das sicherlich wieder einige als "Beweis" interpretieren, daß "der Markt" eben reguliert werden müsse. Wieder nichts gelernt. Kann man nur entgegnen, daß es die Regulierer waren, die den Banken die niedrigen Quoten erlaubt hatten und die Banken "am Markt" bei diesen Quoten schon längst alle verschwunden wären.
Da steckt ein Widerspruch in Deinen Ausführungen. Deine These lautet sinngemäß, dass erst die Regulierung zum Marktversagen bzw. zum Versagen der Marktteilnehmer führt. Weil die Regulierer z.B. die niedrigen Eigenkapitalquoten erlaubt haben. Nicht etwa zur Vorschrift erhoben. Und der Markt hat es aus sich heraus auch nicht verboten, sondern gefördert, bis zu dem Punkt, wo alle vermeintlich schlauer und viele ärmer wurden. Regulierungen bremsen das Funktionieren des Marktes. Bei dem ansonsten noch viel mehr längst verschwunden wäre, als ohnehin schon ...

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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

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cantus planus
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von cantus planus »

Oh. Die Medien sind auch schon so weit. :gaehn:

Die neue Blase zeichnete sich bereits kurz nach dem Platzen der letzten Blase ab. Und sogar alle Mainstreammedien zeichnen mittlerweile ein Bild, für das man noch vor wenigen Monaten als Verschwörungstheoretiker verunglimpft wurde.

Die Krise zeichnet sich nicht ab. Es ist immer noch die selbe, nicht überwundene Krise, die sich nach kurzem Atemholen fortsetzt, da die Ursachen nicht beseitigt sind.

Eine Überraschung ist das alles nicht.
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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

Goldpreis springt auf neues Rekordhoch und kratzt an 1.500 Dollar-Marke
[/b][/url]
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Torsten
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Torsten »

Im Sog der Schulden
Elmar Altvater

Wenn man den Marktmechanismus, so der Historiker Karl Polanyi 1944, „als ausschließlichen Lenker des Schicksals der Menschen und ihrer natürlichen Umwelt zuließe, dann würde dies zur Zerstörung der Gesellschaft führen“. Denn entfesselte Arbeits-, Grundstücks- und Finanzmärkte würden wie „Teufelsmühlen“ funktionieren. Sehr wahr, dürften viele Portugiesen seufzen, nachdem sich die kommissarische Regierung Sócrates unter den EU-Rettungsschirm begeben musste. Nach Isländern, Griechen und Iren sind elf Millionen Portugiesen die nächsten, die ins gnadenlose Mahlwerk der Finanzmärkte geraten.
Wir erinnern uns: Als die Finanzkrise voll ausgebrochen war, da sind die Menschen auf der Straße marschiert und haben demonstriert mit der Parole:"Wir zahlen nicht für eure Krise!" Und da haben nicht Deutsche gegen Griechen demonstriert, und auch keine Finnen gegen Portugiesen. Sondern normale Bürger gegen ein internationales Finanzmafia-Geflecht. Was ist angesichts dessen davon zu halten, wenn sich rechtsgerichtete, politische Bewegungen erheben, die sich als wahre Vertreter ihres Volkes geben, und nicht zulassen wollen, dass ihr Land für die Schulden der "Schweinestaaten" aufkommt, die ihre Finanzen nicht im Griff haben? Da soll in mir nicht der Verdacht aufkeimen, dass das von eben jenen Kreisen initiiert ist, die die Krise ausgelöst haben und die Staaten ausnehmen, um ihr Überleben und ihre Gewinne zu sichern? Die andere Möglichkeit ist, dass es sich dabei einfach um dumme, und deshalb gefährliche Menschen handelt, die den Hass unter den Nationen schüren, weil sie ihre Kritik nicht anders artikulieren können.

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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Caviteño »

Die Griechenland-Krise scheint sich zu verschärfen und in Irland sieht es auch nicht besser aus:
Am Dienstag schnellten die Zinsen für griechische Staatsanleihen auf neue Rekordstände: Auf seine zweijährigen Anleihen musste Griechenland 23.65 Prozent Zinsen zahlen, auf Zehnjährige sogar 15.6 Prozent. Damit sind die Zinsen auf zweijährige Staatsanleihen allein im April um acht Prozent gestiegen.
(...)
Die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland in den nächsten fünf Jahren umschulden muss, beträgt damit aus Sicht des Marktes 66 Prozent.
(...)
In Irland, das wie Griechenland EU-Finanzhilfen bekommt, schnellte das Haushaltsdefizit auf 32,4 Prozent der Wirtschaftsleistung in die Höhe, nach 14,3 Prozent 29. Die hohen Kosten der Bankenrettung machen der Regierung in Dublin schwer zu schaffen und haben das Land unter den Euro-Rettungsschirm gezwungen.
(Hervorhebungen von mir)
http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 9866.html

Wenn der Zinsanstieg so weiter geht, werden wir eine Umschuldung noch vor dem Sommer sehen.

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Niels
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Niels »

Caviteño hat geschrieben: Wenn der Zinsanstieg so weiter geht, werden wir eine Umschuldung noch vor dem Sommer sehen.
Wohl eher noch viel Schlimmeres...
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Torsten
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Torsten »

Vor ein paar Tagen in einem Video in der ZDF-Mediathek: Der Universitätsklinik von Athen wurden sämtliche Mittel gestrichen. Wer das Pech hat, z.B. einen Schlaganfall zu erleiden, der findet dort keine Notaufnahme mehr, während die teure Technik verstaubt. Ein Fischhändler beklagt, dass die Menschen nicht mal mehr genügend Geld haben, für das Osterfest einzukaufen. Stimme einer Frau auf einer Athener Straße:"Wir leben nicht an der Armutsgrenze, wir leben an der Hungergrenze." Und was ist nicht alles verantwortlich dafür. In Griechenland sind alle nur Beamte, die mit Mitte 30 in Rente gehen. Die Löhne sind unverschämt hoch. Und keiner zahlt Steuern. Ein richtiger Schweinestaat eben, diese Wurzel der europäischen Kultur. Aber das Diktat der Banken, welches uns die Naturgesetzlichkeit vernünftigen Wirtschaftens hautnah spüren lässt, das erzieht uns alle noch zu selbstverantwortlich und rational handelnden Individuen. Und wer da nicht mitzieht, der stirbt. Am Anfang nur am Schlaganfall, dann am Hunger.

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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

Aktueller Goldpreis in Euro je Feinunze 27.04.2011
Gold in Euro 1.033,80 EUR 14,97 EUR 1,47 %
Gold in US-$ 1.528,85 $ 21,70 USD 1,5%


Aktueller Goldpreis in Euro je Feinunze 29.04.2011
Gold in Euro 1.057,48 EUR 20,16 EUR 1,94 %
Gold in US-$ 1.565,60 USD 29,85 USD 1,94 %


Der Goldpreis geht einfach durch die Decke und eilt von Höchststand zu Höchstsand.
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Raphael

Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Raphael »

sternchen hat geschrieben:
Aktueller Goldpreis in Euro je Feinunze 27.04.2011
Gold in Euro 1.033,80 EUR 14,97 EUR 1,47 %
Gold in US-$ 1.528,85 $ 21,70 USD 1,5%


Aktueller Goldpreis in Euro je Feinunze 29.04.2011
Gold in Euro 1.057,48 EUR 20,16 EUR 1,94 %
Gold in US-$ 1.565,60 USD 29,85 USD 1,94 %


Der Goldpreis geht einfach durch die Decke und eilt von Höchststand zu Höchstsand.
Orientiere Dich lieber an Werten und weniger an den Preisen, sternchen! :blinker:

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holzi
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von holzi »

Raphael hat geschrieben:Orientiere Dich lieber an Werten und weniger an den Preisen, sternchen! :blinker:
:D das hab ich letzte Woche auch gemerkt, dass es für gewisse Dienstleistungen Tarife gibt, die schon seit jeher in "Kiste Bier" bezahlt werden. Und da hab ich dann zu den Kollegen gemeint, das wäre halt noch eine Währung, wo es keine Inflation gibt. :prost:

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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

holzi hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Orientiere Dich lieber an Werten und weniger an den Preisen, sternchen! :blinker:
:D das hab ich letzte Woche auch gemerkt, dass es für gewisse Dienstleistungen Tarife gibt, die schon seit jeher in "Kiste Bier" bezahlt werden. Und da hab ich dann zu den Kollegen gemeint, das wäre halt noch eine Währung, wo es keine Inflation gibt. :prost:
An der Tankstelle gibt auch keine Inflation ich tanke immer für 20 Euro! :hmm:
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cantus planus
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von cantus planus »

sternchen hat geschrieben:
holzi hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Orientiere Dich lieber an Werten und weniger an den Preisen, sternchen! :blinker:
:D das hab ich letzte Woche auch gemerkt, dass es für gewisse Dienstleistungen Tarife gibt, die schon seit jeher in "Kiste Bier" bezahlt werden. Und da hab ich dann zu den Kollegen gemeint, das wäre halt noch eine Währung, wo es keine Inflation gibt. :prost:
An der Tankstelle gibt auch keine Inflation ich tanke immer für 20 Euro! :hmm:
Und? Kommst du noch von der Säule bis auf die Straße mit der Tankfüllung? :breitgrins:
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civilisation
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von civilisation »

Ob die Willkür- und Besatzungsmacht USA auch mit zwei Hubschraubern in Frankfurt einrückt und sich die Milliarden der Deutschen Bank mal schnell unter den Nagel reißt? Und hoffentlich hat dann (wieder) der Obama mit einer Riesentüte Popcorn vor der Glotze das Vergnügen und verfolgt live das Geschehen. /ironieoff

US-Justiz verklagt Deutsche Bank
http://www.sueddeutsche.de/geld/klage-d ... -1.192785
daraus:
Es ist daher wahrscheinlich, dass sich die Deutsche Bank in den kommenden Monaten mit der Staatsanwaltschaft auf einen Vergleich einigen wird. Im vergangenen Jahr hatte die Investmentbank Goldman Sachs 5 Millionen Dollar gezahlt, um einen Streit mit der Börsenaufsicht SEC um Wetten auf den Immobilienmarkt beizulegen. Wie hoch die Strafe für die Deutsche Bank ausfallen wird, ist noch nicht absehbar.
Sind ja "nur" 5 Millionen Dollar. :roll:

Caviteño
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Caviteño »

civilisation hat geschrieben:Ob die Willkür- und Besatzungsmacht USA auch mit zwei Hubschraubern in Frankfurt einrückt und sich die Milliarden der Deutschen Bank mal schnell unter den Nagel reißt?
Dann sollte sie aber zur Sicherheit ein paar Hubschrauber mehr mitbringen - falls mal wieder einer ausfällt, wie in Pakistan.
Sonst landet das schöne Geld auf der Straße ;D

Raphael

Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Raphael »

Die FAZ-berichtet, worum es beim Rettungspakt für Portugal geht: :hmm:
Unterdessen rücken Portugals Goldreserven in den Fokus und damit die Überlegung, dass Portugal diesen Schatz zur Schuldentilgung verwenden könnte.

Die Notenbank besitzt nach Daten des IWF derzeit rund 382 Tonnen Gold und liegt damit in der Rangliste der Notenbanken mit den größten Reserven auf Platz 14 in der Welt. Der Marktwert der portugiesischen Goldreserven beträgt gut 12 Milliarden Euro. Eine Nutzung für die Finanzierung der Schulden ist jedoch nicht auf die Schnelle möglich und würde wohl eine geringere Summe ergeben. Das Gold ist eine Reserve der portugiesischen Notenbank, die relativ wenig Devisenreserven hat. Sollte Portugal den Goldschatz für den Staatshaushalt verwenden wollen - gegen ähnliche Bestrebungen hat sich die Deutsche Bundesbank in den neunziger Jahren erfolgreich gewährt -, müsste die Zentralbank zunächst verkaufen.
(Quelle)

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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von cantus planus »

Das ist alles nicht überraschend. Das ist alles so geplant. Wer noch unnötige Rücklagen in Euro hat, sollte die schnellstens in die Nicht-Euro-Zone schaffen. Das wird zwar schmerzliche Verluste nicht verhindern, aber den sicheren Ruin.
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Torsten
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Torsten »

cantus planus hat geschrieben:Das ist alles nicht überraschend. Das ist alles so geplant. Wer noch unnötige Rücklagen in Euro hat, sollte die schnellstens in die Nicht-Euro-Zone schaffen. Das wird zwar schmerzliche Verluste nicht verhindern, aber den sicheren Ruin.
Ja klar. Wer aber keine Rücklagen hat, sondern nur einen mies bezahlten Job, der darf dann zahlen.

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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von Caviteño »

Zitat und Berechnung sind unvollständig bzw. falsch:

1. aus dem zitierten Text ergeben sich folgende Zahlen:
Deutsche Banken = Verlust = 25 Mrd; EZB Verlust = 11,4 Mrden, ergibt 36,4 Mrden und nicht 40,6 Mrden €. Differenz = 4,2 Mrden
2. diese werden in dem angeführten Text wie folgt beschrieben (hier fehlt zum Verständnis das entsprechende Zitat, das hiermit nachgeholt wird):
Auch die bereits ausgezahlten Hilfskredite in Höhe von 4,2 Milliarden Euro müssten ebenso behandelt werden wie Forderungen gegenüber Privatgläubigern. Auch sie müssten um die Hälfte gekürzt werden.
(Hervorhebung von mir)

Also müßten davon 2,1 Mrden abgeschrieben werden. Somit ergibt sich ein Gesamtabschreibungsbedarf iHv (36,4 + 2,1=) 38,5 Mrden € und nicht 40,6 Mrden €

Die Differenz mag zwar angesichts des Gesamtvolumens gering sein, jedoch werfen die Rechenfehler in dem Artikel kein besonders gutes Licht auf die "Belastbarkeit" der dort aufgeführten Zahlen.

PS: Allerdings ist der Artikel auch ein Nachweis, das Investitionen in Bildung (hier: Grundrechenarten) dringend notwendig erscheinen. :ja:

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sternchen
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von sternchen »

Caviteño hat geschrieben: ....Auch die bereits ausgezahlten Hilfskredite in Höhe von 4,2 Milliarden Euro müssten ebenso behandelt werden wie Forderungen gegenüber Privatgläubigern. Auch sie müssten um die Hälfte gekürzt werden.
(Hervorhebung von mir)

Also müßten davon 2,1 Mrden abgeschrieben werden. Somit ergibt sich ein Gesamtabschreibungsbedarf iHv (36,4 + 2,1=) 38,5 Mrden € und nicht 40,6 Mrden €

....
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Bei den Hilfskrediten in Höhe von 4,2 Milliarden Euro handelt es sich um einen bereits ausgezahlten Betrag.
Das Geld ist also zu 100 % verbrannt- futsch ist weg und weg ist futsch. Da ist nichts mehr zu holen 100 % Verlust.

Also ist die Rechnung soweit korrekt, zu den bereits ausgezahlten 4,2 Milliarden Euro werden die Deutsche Banken mit einen weiteren Verlust von 25 Mrd. € und die EZB nochmalig mit einen Verlust von 11,4 Mrd.€ belastet. Somit ist die Summe von 40,6 Milliarden Euro bei wallstreet-online und der Wochenzeitschrift „Die Zeit" korrekt berechnet.
Zuletzt geändert von sternchen am Donnerstag 5. Mai 2011, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
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cantus planus
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Re: Finanzmärkte - Finanzkrise - Zentralbanken

Beitrag von cantus planus »

sternchen hat geschrieben:Bei den Hilfskredite in Höhe von 4,2 Milliarden Euro handelt es sich um einen bereits ausgezahlten Betrag.
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