Legitimität von Monarchien

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Inabikari
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Re: Legitimität von Monarchien

Beitrag von Inabikari »

Bestimmt hat der Graf Montgelas der Gegenwart keine Wohnung bekommen, weil sein Name die frommen Bayern daran erinnert, was sein Vorfahre mit der Säkularisation der Kirche angetan hat!

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holzi
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Re: Dafür

Beitrag von holzi »

sofaklecks hat geschrieben:Soso,

Er soll's mal im Bayerischen Hof in München versuchen. Da wohnt er dann sogar in der Pacellistrasse.
Lieber Sofaklecks, es sind ihrer mehrere Brüder - ich kenne nur den jüngsten.

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holzi
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Re: Legitimität von Monarchien

Beitrag von holzi »

Inabikari hat geschrieben:Bestimmt hat der Graf Montgelas der Gegenwart keine Wohnung bekommen, weil sein Name die frommen Bayern daran erinnert, was sein Vorfahre mit der Säkularisation der Kirche angetan hat!
Genau das hat mein damaliger Chef (Stadtarchivar und Historiker) auch gesagt, er hat es allerdings weniger mit den Kirchen begründet als mit der Plünderung Regensburgs. Enorm vieles, was jetzt zu den Prunkstücken der Bayerischen Museen, Bibliotheken und Archive in München zählt, wurde durch die Baiern zu Montgelas' Zeiten aus Regensburg geplündert.

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Jacinta
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Re: Legitimität von Monarchien

Beitrag von Jacinta »

ar26 hat geschrieben:Sein Eintritt in den Jesuitenorden erfolgt aber in den 1920iger Jahren. Im Jahre 18 war Georg von Sachsen noch als Offizier an der Front. Damals hätte er noch Thronfolger sein können. Zunächst hat er ja nach dem Krieg auch Nationalökonomie studiert und später auf Theologie gewechselt.
Die Frage der Thronfolge hätte sich aber erst 1932 gestellt. Denn da ist der letzte König gestorben.

So grundsätzlich könnte ich mich mit einer konstitutionellen Monarchie anfreunden. Es sollten nur kein preußisches oder preußenverseuchtes Haus sein, und natürlich ein katholisches. :koenig: :daumen-rauf:

Einen König als Staatsoberhaupt halte ich vor allem in Krisenzeiten für einen stabilisierenden Faktor. Außerdem ist er von parteipolitischen Ränkespielen, wie es sie leider bei den Bundespräsidentenwahlen gibt, weitgehend unabhängig.

Eine konstitutionelle Monarchie schließt ja eine parlamentarische Demokratie nicht aus. In Sachen Wahlen finde ich die Mehrheitswahl (wie etwa in England) besser als unser jetziges System, denn da wäre man die Extremisten uns Sektierer aus den Parlamenten los und hätte in der Regel stabile Regierungen.

Leider wurde die Chance einer Wiedereinführung der Monarchie 1945 vertan. Da wäre es vielleicht letztmalig möglich gewesen. Man hätte es ja wenigsten den Bayern erlauben können...
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.

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