Caviteño hat geschrieben:http://www.ftd.de/unternehmen/handel-di ... 81740.html
Genau. Genius-Berater in allen Discountern konkurrieren im Auftrag von Konsumgüterkonzernen um die schwindende Kaufkraft, um so Wachstumsimpulse zu erzielen. Nur wird das derart persönlich angepriesene Hühnerfleisch dann nicht automatisch teurer und erleidet dadurch einen preislichen Wettbewerbsnachteil, gegenüber dem still und unbeworben in der TK-Truhe liegendem Hühnchen?Wachstumsimpulse können dabei nach Überzeugung des Europa-Chefs nicht nur aus der Industrie kommen. Auch der Handel habe Nachholbedarf. "In einem Apple-Store denkt jeder: Wow, was für ein Erlebnis! In einigen Supermärkten in Europa aber denken Sie: Halb leere Regale, Kartons auf dem Boden, kein Verkäufer weit und breit - wie schrecklich ist das denn?" Präsentation wie Service müssten besser werden. "Warum können wir Lebensmittel nicht wie Apple-Geräte verkaufen?", so Zijderveld. "Warum gibt es keine Genius-Berater für Hühnerfleisch?"
Die Armut breitet sich auch in Europa weiter aus, während der Reichtum (noch) explodiert. Eine Umverteilung von oben nach unten zu fordern, ist sehr kurzsichtig und verhängnisvoll. Viel wichtiger ist, diese Wirtschaft als das zu benennen, was sie ist: Eine geistige Krankheit, die es zu heilen gilt, statt sich von ihrem Funktionieren abhängig zu machen. Das bedeutet den sicheren Tod.


